Technisches Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für einen Farbroller,
wie er bei Malerarbeiten eingesetzt wird.
[0002] Derartige Farbroller, auch unter dem Begriff der Malerrolle oder der Malerwalze bekannt,
bestehen aus einer bügelartig gebogenen Metallstange mit Griff und einer Walze bzw.
Rolle zum Auftragen von Wandfarbe. Die Walze eines Farbrollers muss nach dem Gebrauch
von der Farbe gereinigt werden, um eine spätere Wiederverwendung des Farbrollers zu
ermöglichen. Die manuelle Reinigung ist jedoch aufwendig und führt häufig auch zu
einem unerwünschten Kontakt mit der Farbe.
Darstellung der Erfindung
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Reinigungsvorrichtung
für einen Farbroller anzugeben, mit der die Walze des Farbrollers auf einfache Weise
effektiv gereinigt werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird mit der Reinigungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Reinigungsvorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche
oder lassen sich der nachfolgenden Beschreibung sowie dem Ausführungsbeispiel entnehmen.
[0005] Die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung setzt sich aus einem beidseitig offenen
Rohr, in das eine zu reinigende Walze eines Farbrollers einführbar ist, einem ersten
Verschlusselement für den lösbaren Verschluss einer der beiden Rohröffnungen, im Folgenden
willkürlich als erste Rohröffnung bezeichnet, und einem zweiten Verschlusselement
für den lösbaren Verschluss der zweiten Rohröffnung zusammen. Das Rohr muss hierbei
nicht zwangsläufig einen kreisrunden Querschnitt aufweisen obwohl dieser bevorzugt
ist. Das erste Verschlusselement, das vorzugsweise in Form eines Deckels ausgebildet
ist, weist auf einer Innenseite eine Klemmeinrichtung auf, die den Haltebügel des
Farbrollers mit der Walze in einer Stellung fixiert, in der die Walze beim Verschluss
der ersten Rohröffnung entlang der Rohrachse in das Rohr eingeführt wird. Unter der
Innenseite wird hierbei die beim Verschluss zum Rohr gerichtete Seite des Verschlusselements
verstanden. Das erste Verschlusselement muss hierbei eine entsprechende Ausnehmung,
bspw. einen seitlichen Schlitz, für die Durchführung des Haltebügels aufweisen. Der
Haltebügel stellt die außerhalb der Walze verlaufende bügelartig gebogene Metallstange
dar, an der der Griff befestigt ist. Das erste Verschlusselement ist außerdem mit
einer oder mehreren Auslassöffnungen für Waschflüssigkeit versehen, die von der gegenüberliegenden
zweiten Rohröffnung in das Rohr strömen kann. Das zweite Verschlusselement ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass es formschlüssig mit der Innenseite des Rohrs durch die zweite
Rohröffnung in das Rohr einschiebbar und in unterschiedlichen Tiefen im Rohr fixierbar
ist. Das zweite Verschlusselement weist einen Anschluss für die Zuführung der Waschflüssigkeit,
insbesondere für die Zuführung von Wasser, durch eine in diesem Verschlusselement
ausgebildete Durchflussöffnung auf. An der Innenseite des zweiten Verschlusselementes
ist ein Propeller um die Rohrachse drehbar gelagert und so ausgebildet, dass über
die Durchflussöffnung in das Rohr einströmende Waschflüssigkeit den Propeller in Rotation
versetzt und anschließend an die Walze gelangt, um diese zu reinigen. Die Durchflussöffnung
kann hierzu auch als Düse ausgebildet sein, um die Flussgeschwindigkeit zu erhöhen,
mit der die Waschflüssigkeit auf den Propeller auftrifft. Am Propeller ist eine Zentriereinrichtung
für die Walze angeordnet, die die in das Rohr eingeführte Walze zentriert und so an
der Walze angreift, bspw. durch Reibschluss in Rotationsrichtung, dass eine Rotation
des Propellers auf die Walze übertragen wird. Auf diese Weise wird die Walze bei Zuführung
der Waschflüssigkeit über den Propeller in Rotation um die Rohrachse versetzt. Die
Rotation der Walze wird dabei während des gesamten Reinigungsvorgangs ausschließlich
über den Propellerantrieb erreicht, über den auch die Waschflüssigkeit zugeführt wird.
[0006] Für die Reinigung der Walze eines Farbrollers muss diese lediglich mit dem Haltebügel
in die entsprechende Klemmeinrichtung des ersten Verschlusselementes eingesetzt werden.
Anschließend wird die Walze in das Rohr eingeführt und das Rohr mit dem ersten Verschlusselement
auf einer Seite verschlossen. Von der gegenüberliegenden Seite wird das zweite Verschlusselement
in einer Ausgestaltung der Vorrichtung so tief in das Rohr eingeführt, dass die Walze
mit der Zentriereinrichtung zentriert wird und durch Rotation der Zentriereinrichtung
bzw. des Propellers in Rotation versetzt werden kann. Das zweite Verschlusselement
wird in dieser Position im Rohr fixiert. Alternativ kann das zweite Verschlusselement
auch bereits an geeigneter Position im Rohr fixiert sein, so dass dann die Walze beim
vollständigen Einführen in das Rohr entsprechend zentriert wird. Während der gesamten
Vorbereitung kann der Farbroller am Griff gehalten werden, so dass der Anwender nicht
in Kontakt mit der Walze kommt.
[0007] Anschließend wird ein Wasserschlauch an den Anschluss des zweiten Verschlusselementes
angeschlossen und das Wasser aufgedreht. Durch das in das Rohr eindringende Wasser
wird der Propeller und damit auch die Walze in Rotation versetzt. Das Wasser staut
sich zum Teil in dem Rohr und fließt über die Auslassöffnungen am ersten Verschlusselement
wieder aus dem Rohr aus.
[0008] In einer möglichen Betriebsweise wird das Rohr während der Reinigung in eine annähernd
waagrechte Position gebracht, so dass die Walze über ihre gesamte Länge zumindest
teilweise in das gestaute Wasser eintaucht und durch die Rotation im Wasser gereinigt
wird, vergleichbar einem Waschvorgang in einer Waschmaschine. Das Rohr kann hierzu
bspw. waagrecht oder schräg in ein Waschbecken gelegt werden. Der Reinigungsfortschritt
kann anhand des Verschmutzungsgrades des aus den Auslassöffnungen austretenden Wassers
beurteilt werden. In der Regel wird eine Reinigungsdauer von etwa ein bis zwei Minuten
ausreichend sein. Nach dieser Zeit wird das Rohr in eine aufrechte Stellung gebracht,
so dass die Walze nicht mehr über ihre gesamte Länge in Wasser eintaucht. Dadurch
erhöht sich die Rotationsgeschwindigkeit der Walze bei unveränderter Wasserzufuhr,
so dass dies vergleichbar einem Schleudergang in einer Waschmaschine wirkt. Anschließend
wird das Wasser abgedreht und die Walze kann durch Abnehmen des ersten Verschlusselementes
aus dem Rohr genommen werden.
[0009] In einer anderen Betriebsweise kann das Rohr auch während des gesamten Reinigungsvorgangs
in annähernd senkrechter Stellung gehalten werden. Durch ausreichend hohen Wasserzufluss
oder durch teilweise Behinderung des Wasserabflusses, bspw. indem die Reinigungsvorrichtung
mit den Auslassöffnungen nach unten auf eine Unterlage gestellt wird, wird erreicht,
dass sich der Wasserrückstau im Rohr über die gesamte Walze erstreckt. Damit wird
auch in dieser Stellung ein Reinigungsvorgang ermöglicht.
[0010] Während des gesamten Waschvorganges kommt der Anwender nicht mit der Walze in Kontakt.
Nach dem Einsetzen der Walze in die Reinigungsvorrichtung muss lediglich die Wasserzufuhr
geöffnet und am Ende des Waschvorgangs wieder geschlossen werden. Die Reinigungsvorrichtung
ermöglicht somit, eine einfache, effektive und für den Anwender saubere Reinigung
von Farbrollern.
[0011] Die Verbindung des ersten Verschlusselementes mit dem Rohr kann beispielsweise über
einen Schraubverschluss, über einen Schnappverschluss oder über einen Bajonettverschluss
erfolgen.
[0012] Die Zentriereinrichtung weist mindestens drei, vorzugsweise vier symmetrisch zueinander
verlaufende Ausleger mit zur Walze gewandten Innenkanten auf, wobei die Innenkanten
ausgehend vom Propeller von der Rohrachse weg auseinander laufen. Die mit der Walze
in Kontakt tretenden Innenkanten sollten eine möglichst kleine Kontaktfläche mit der
Walze aufweisen, damit nicht ein größerer Teil der Walze während der Reinigung durch
diese Kanten bedeckt wird. Durch die Möglichkeit der Fixierung des zweiten Verschlusselementes
mit dem Propeller und der Zentriereinrichtung in unterschiedlichen Tiefen des Rohrs
in einer Ausgestaltung der Vorrichtung lassen sich problemlos Farbroller mit unterschiedlichen
Walzenlängen und mit unterschiedlichem Walzendurchmesser mit der gleichen Reinigungsvorrichtung
reinigen.
[0013] Die Klemmeinrichtung am ersten Verschlusselement muss gewährleisten, dass der Haltebügel
mit der Walze für die spätere Reinigung im Rohr ausreichend fixiert ist. Hierzu wird
eine Klemmeinrichtung eingesetzt, die an den beiden senkrecht zueinander verlaufenden
Abschnitten des Haltebügels unmittelbar vor der Walze angreift, von denen ein Abschnitt
auf der Drehachse und ein anderer senkrecht zur Drehachse der Walze verläuft.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit den Zeichnungen nochmals kurz erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines Beispiels der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Ansicht der Innenseite des ersten Verschlusselementes;
- Fig. 3
- ein Beispiel für einen Mechanismus zur Fixierung des zweiten Verschlusselementesim
Rohr;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Reinigungsvorrichtung mit eienr eingesetzten Walze; und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Reinigungsvorrichtung mit einer eingesetzten Walze.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0015] Figur 1 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels der vorgeschlagenen
Reinigungsvorrichtung. Diese Reinigungsvorrichtung setzt sich aus dem beidseitig offenen
Rohr 20, einem ersten Verschlusselement 10 für den Verschluss einer ersten Rohröffnung
21 und einem zweiten Verschlusselement 30 für den Verschluss einer zweiten Rohröffnung
22 des Rohrs 20 zusammen.
[0016] Das erste Verschlusselement 10 ist in diesem Beispiel deckelförmig ausgebildet und
lässt sich über einen Bajonettverschluss mit dem Rohr 20 verbinden. Auf Seite des
Rohrs 20 sind in gleichmäßigen Abständen Vertiefungen 23 eingebracht, in die korrespondierende
Vorsprünge 15 am Umfang des ersten Verschlusselementes 10 eingreifen. Der Bajonettverschluss
wird über die entsprechend ausgebildeten Bajonettelemente 16 am ersten Verschlusselement
10 realisiert. Die entsprechenden stiftförmigen Gegenstücke für diesen Bajonettverschluss
am Rohr 20 sind in der Figur nicht dargestellt.
[0017] Nach dem Einsetzen des Farbrollers in die Klemmeinrichtung des ersten Verschlusselementes
10 wird das Rohr 20 über die Walze des Farbrollers gestülpt und durch den Bajonettverschluss
mit dem ersten Verschlusselement 10 verbunden. Für die Herausführung des Haltebügels
ist seitlich ein Schlitz 13 im ersten Verschlusselement 10 ausgebildet.
[0018] An der Innenseite des zweiten Verschlusselementes 30 ist ein Propeller 32 über eine
Achse drehbar um die Rohrachse des Rohrs 20 gelagert. Mit diesem Propeller 32 ist
eine Zentriereinrichtung 33 verbunden, die die Walze beim Einschieben in das Rohr
20 zentriert und so an der Walze angreift, dass eine Rotation des Propellers 32 auf
die Walze übertragen wird. Die Zentriereinrichtung 33 weist hierbei vier Ausleger
mit Innenkanten oder Innenflächen auf, die in Richtung der Walze von der Rohrachse
weg auseinander laufen, um die Zentrierung zu ermöglichen. Diese Ausleger sind in
dem Beispiel der Figur 1 aus starren, länglichen Kunststoffplatten gebildet, die mit
ihren Innenkanten zur Rohrachse hin ausgerichtet sind und sich mit zunehmendem Abstand
vom Propeller 32 verjüngen. Durch die Zentriereinrichtung 33 wird erreicht, dass die
Walze mit dem Propeller 32 im Rohr 20 rotiert.
[0019] Für den Antrieb des Propellers 32 weist das zweite Verschlusselement 30 eine Durchflussöffnung
auf, die mit einem Schlauchanschluss 31 für die Zuführung einer Waschflüssigkeit an
der Außenseite des zweiten Verschlusselementes 30 verbunden ist. Wird bspw. ein Wasserschlauch
an diesen Schlauchanschluss 31 angeschlossen und die Wasserzufuhr aufgedreht, so wird
der Propeller 32 durch das auf die Schaufeln des Propellers 32 auftreffende Wasser
angetrieben bzw. in Rotation versetzt. Damit wird eine in das Rohr 20 eingesetzte
Walze über den Propeller 32 und die Zentriereinrichtung 33 ebenfalls in Rotation versetzt.
[0020] Das zweite Verschlusselement 30 weist weiterhin eine Fixiereinrichtung auf, mit der
dieses Verschlusselement, das formschlüssig mit der Innenseite des Rohrs 20 ausgebildet
ist, in verschiedenen Tiefen im Rohr 20 fixiert werden kann. Im vorliegenden Beispiel
ist diese Fixiereinrichtung durch zwei Schieber 35 gebildet, die über ein im Kontaktbereich
mit den Schiebern 35 im Querschnitt länglich geformtes Drehelement 34 durch eine halbe
Drehung nach außen über den Rand des ersten Verschlusselementes 30 geschoben werden
können. Für die Drehung ist ein Drehknopf 36 auf dem stiftförmigen Drehelement 34
aufgesetzt. Der Drehknopf dient auch dazu, das zweite Verschlusselement 30 bei Bedarf
im Rohr 20 zu verschieben, um es bspw. an anderer Stelle zu fixieren, oder nach Entfernung
des Griffes 37 in das Rohr 20 einzuschieben oder aus dem Rohr 20 herauszuziehen. Der
Griff 37 wird in entsprechende Vertiefungen oder Löcher im Rohr eingesetzt, die in
der Figur 1 an der zweiten Rohröffnung 22 angedeutet sind. Dieser Griff 37 dient auf
der einen Seite zum Transport der Reinigungsvorrichtung oder als Haltegriff für die
Reinigungsvorrichtung und verhindert auf der anderen Seite ein unbeabsichtigtes Herausziehen
des eingesetzten zweiten Verschlusselements 30 aus dem Rohr 20.
[0021] Figur 2 zeigt das erste Verschlusselement 10 mit einem Blick auf die Innenseite im
Detail. In dieser Darstellung sind auch zwei Ausflussöffnungen 14 zu erkennen, über
die die Waschflüssigkeit wieder aus dem Rohr 20 austreten kann. Die Klemmeinrichtung
ist hier aus zwei Klemmelementen 11, 12 gebildet, von denen das Klemmelement 11 der
Fixierung eines Abschnittes des Haltebügels des Farbrollers dient, der auf der Drehachse
der Walze verläuft, während das Klemmelement 12 der Fixierung des senkrecht dazu verlaufenden
Abschnittes dient. Die beiden Klemmelemente 11, 12 sind bspw. aus Kunststoff gefertigt
und haben einen Schnappmechanismus zum Einsetzen des Haltebügels. Dieser Schnappmechanismus
ist so ausgebildet, dass er aufgrund seiner Spannung Haltebügel unterschiedlichen
Bügeldurchmessers, wie sie kommerziell erhältlich sind, fixieren kann. In der Figur
2 sind auch nochmals die Vorsprünge 15 und die Elemente 16 des Bajonettverschlusses
zu erkennen, die in entsprechende Gegenelemente am Rohr 20 eingreifen.
[0022] Grundsätzlich können alle Bestandteile dieser Reinigungsvorrichtung aus Kunststoff
gefertigt werden. Das Rohr 20 besteht dabei vorzugsweise aus transparentem Kunststoff.
[0023] Figur 3 zeigt den Fixiermechanismus des zweiten Verschlusselementes 30 mit den beiden
Schiebern 35 und dem im Bereich des Kontaktes mit den Schiebern im Querschnitt länglichen
Drehelement 34. Wie in dieser Figur deutlich zu erkennen ist, werden durch eine Drehung
des Drehelementes 34 die beiden Schieber 35 radial über den Rand des zweiten Verschlusselementes
30 nach außen geschoben und können auf diese Weise das zweite Verschlusselement 30
im Rohr 20 klemmen. Das Verhältnis zwischen Länge und Breite des länglichen Querschnitts
des Drehelementes 34 wird dabei so gewählt, dass die Klemmwirkung nach halber Drehung
des Drehelementes 34 erreicht wird, da dies einer der beiden stabilen Positionen des
Drehelementes 34 entspricht, die auch durch den während der Klemmung über die Schieber
35 auf das Drehelement 34 ausgeübten Druck nicht verändert wird.
[0024] Aus Figur 3 ist auch die dezentrale Anordnung des Schlauchanschlusses 31 zu erkennen.
Diese dezentrale Anordnung ist für den Antrieb des Propellers 32 erforderlich.
[0025] Figur 4 zeigt schließlich eine Seitenansicht, zum Teil im Querschnitt, der zusammengesetzten
Reinigungsvorrichtung mit einem darin fixierten Farbroller. In dieser Darstellung
sind zwei Farbroller unterschiedlicher Größe angedeutet, ein Farbroller mit einer
größeren Walze 40 (durchgezogene Linien) und ein Farbroller mit einer kleineren Walze
43 (gestrichelte Linien). Auch die Zentriereinrichtung 33 ist in dieser Darstellung
in zwei Positionen, abhängig von der Größe der eingesetzten Walze, zu erkennen. Bei
Reinigung der kleineren Walze 43 muss das zweite Verschlusselement 30 tiefer in das
Rohr 20 eingeführt werden, um die kleinere Walze 43 entsprechend zu zentrieren und
den erforderlichen Reibschluss für den rotatorischen Antrieb herzustellen.
[0026] Der Farbroller ist über den Haltebügel 41 in der Klemmeinrichtung (Klemmelemente
11, 12) des ersten Verschlusselementes 10 fixiert. Nach dem Aufschieben des Rohres
20 auf die Walze 40, 43 wird das Rohr 20 über den Bajonettmechanismus mit dem ersten
Verschlusselement 10 verbunden. Anschließend wird bei Bedarf das bereits im Rohr befindliche
zweite Verschlusselement 30 so weit im Rohr 20 verschoben, bis die Zentriereinheit
33 geeignet an der Walze 40 bzw. 43 des Farbrollers angreift. Das zweite Verschlusselement
30 wird in dieser Position mit der Fixiereinrichtung im Rohr fixiert. Während der
gesamten Montage kann der Farbroller durch den Anwender am Griff 42 gehalten werden.
Anschließend wird ein Wasserschlauch 50 an den Schlauchanschluss 31 des zweiten Verschlusselementes
30 angeschlossen und das Wasser für die Reinigung aufgedreht. Die Walze 40 bzw. 43
wird hierdurch in Rotation versetzt und nach dem Waschmaschinenprinzip gereinigt.
[0027] Figur 5 zeigt die Reinigungsvorrichtung mit der eingesetzten Walze 40 nochmals in
einer Schrägansicht.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 10
- erstes Verschlusselement
- 11
- Klemmelement
- 12
- Klemmelement
- 13
- Schlitz
- 14
- Auslassöffnung
- 15
- Vorsprung
- 16
- Bajonettelement
- 20
- Rohr
- 21
- erste Rohröffnung
- 22
- zweite Rohröffnung
- 23
- Vertiefungen
- 30
- zweites Verschlusselement
- 31
- Schlauchanschluss
- 32
- Propeller
- 33
- Zentriereinrichtung
- 34
- Drehelement
- 35
- Schieber
- 36
- Drehknopf
- 37
- Griff
- 40
- Walze
- 41
- Haltebügel
- 42
- Griff
- 43
- kleine Walze
- 50
- Wasserschlauch
1. Reinigungsvorrichtung für einen Farbroller, mit
- einem beidseitig offenen Rohr (20), in das eine zu reinigende Walze (40) eines Farbrollers
einführbar ist,
- einem ersten Verschlusselement (10) für den lösbaren Verschluss einer ersten Rohröffnung
(21), das auf einer Innenseite eine Klemmeinrichtung (11, 12) aufweist, die einen
Haltebügel (41) des Farbrollers mit der Walze (40) in einer Stellung fixiert, in der
die Walze (40) beim Verschluss der ersten Rohröffnung (21) entlang einer Rohrachse
in das Rohr (20) eingeführt wird, und
das mit einer oder mehreren Auslassöffnungen (14) für Waschflüssigkeit versehen ist,
die von einer gegenüberliegenden zweiten Rohröffnung (22) in das Rohr (20) strömen
kann, und
- einem zweiten Verschlusselement (30) für den lösbaren Verschluss der zweiten Rohröffnung
(22), das an einer Außenseite einen Anschluss (31) für die Zuführung der Waschflüssigkeit
durch eine im zweiten Verschlusselement (30) ausgebildete Durchflussöffnung zu der
zu reinigenden Walze (40) im Rohr (20) aufweist,
- wobei an einer Innenseite des zweiten Verschlusselements (30) ein Propeller (32)
um die Rohrachse drehbar gelagert und so ausgebildet ist, dass über die Durchflussöffnung
in das Rohr (20) einströmende Waschflüssigkeit den Propeller (32) in Rotation versetzt,
und
- wobei am Propeller (32) eine Zentriereinrichtung (33) für die Walze (40) angeordnet
ist, die die in das Rohr (20) eingeführte Walze (40) zentriert und so an der Walze
(40) angreift, dass eine Rotation des Propellers (32) auf die Walze (40) übertragen
wird.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Verschlusselement (30) formschlüssig mit einer Innenseite des Rohrs (20)
durch die zweite Rohröffnung (21) in das Rohr (20) einschiebbar oder im Rohr verschiebbar
und in unterschiedlichen Tiefen im Rohr (20) fixierbar ausgebildet ist.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am zweiten Verschlusselement (30) ein Fixiermechanismus für die Fixierung des zweiten
Verschlusselements (30) im Rohr (20) ausgebildet ist, bei dem über ein an der Außenseite
des zweiten Verschlusselements (30) angeordnetes Drehelement (34) bei halber Umdrehung
zwei beidseitig des Drehelements (34) geführte Schieber (35) nach beiden Seiten über
einen Rand des zweiten Verschlusselements (30) auseinander geschoben werden.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmeinrichtung (11, 12) an einem parallel und an einem senkrecht zu einer Drehachse
der Walze (40) verlaufenden Abschnitt des Haltebügels (41) angreift.
5. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchflussöffnung als Düse ausgebildet ist.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass Zentriereinrichtung (33) mindestens vier symmetrisch um die Rohrachse angeordnete
Ausleger mit Innenkanten aufweist, die ausgehend vom Propeller (32) auseinander laufen.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Verschlusselement (10) und das Rohr (20) Elemente eines Schraub- oder Bajonettmechanismus
aufweisen, über den sie für den Verschluss der ersten Rohröffnung (21) lösbar miteinander
verbunden werden können.