[0001] Zum Festlegen von Schwingtüren, genau genommen der Türblätter derselben, sind verschiedene
Vorrichtungen bekannt, wobei jene Vorrichtungen, welche mit dem Türblatt fest verbunden
sind, oder aber auch jene, die direkt mit einem am Türblatt und dem Türstock montierten
Schließer integriert sind, hier außer Acht bleiben.
[0002] Bekannt sind Gewichte, die auf den Boden gestellt werden, um das Türblatt in einer
gewünschten Stellung, häufig in Offenstellung, zu halten.
[0003] Bekannt sind auch Keile, die zwischen Boden und unterem Rand des Türblattes eingeklemmt
werden, um das Türblatt in einer bestimmten Stellung, häufig in Offenstellung, festzulegen.
[0004] Bekannt ist auch eine Vorrichtung zum Festlegen von Türblättern ("Türstopper") mit
einem gewichtsschwer ausgebildeten Keil und einer von diesem nach oben abstehenden,
entweder mit dem Keil fix verbundenen, oder mittels Magnetkupplung gehaltenen, abnehmbaren
Griffstange, so dass der Keil, ohne dass man sich bücken muss, unter den Rand des
Türblattes einer Tür eingeführt werden kann, um dieses festzulegen. Ein solcher Türstopper
ist unter der Bezeichnung "Duffs-Doorstopper" in der website www.duffs-doorstopper.com
gezeigt.
[0005] Allen bekannten Türstoppern ist der Nachteil gemeinsam, dass sie nicht an gegebene
Verhältnisse anpassbar und oft auch nur schwer zu handhaben sind, und wenn sie nicht
gebraucht werden, meist irgendwo am Boden herumliegen, wenn sie nicht sogar, wie z.B.
bei der Bodenpflege, "im Weg liegen". Um sie zu verwenden, muss man sie entweder händisch
(Schmutz vom Boden), oder aber, wie oft üblich, mit dem Fuß positionieren (Ausnahme
ist der oben erwähnte "Duff-Doorstopper").
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung (Türstopper) vorzuschlagen, die bei einfachem Aufbau einfach an die jeweils
gegebenen Verhältnisse anpassbar ist und dennoch einen sicheren Halt des Türblattes
einer Schwingtüre gewährleistet.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung, welche die Merkmale
von Anspruch 1 aufweist.
[0008] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Da bei dem erfindungsgemäßen Türstopper wenigstens eine in ihrer Wirkstellung schräg
gestellte Platte ("Einlegeplatte") vorgesehen ist, deren Oberseite eine Keilfläche
bildet und da die Höhe der Keilfläche über dem Boden sowie deren Neigung wählbar ist,
kann der erfindungsgemäße Türstopper an die jeweils vorliegenden Gegebenenheiten,
insbesondere den Abstand zwischen Türblattunterkante und Boden, angepasst werden.
So ist ein sicherer Halt des Türblattes gewährleistet, auch wenn es sich um Schwingtüren
handelt, die mit einem Türschließer versehen sind, wie dies beispielsweise bei Heizraumtüren,
Lokaltüren oder Geschäftstüren, oder allgemein bei Türen, die normalerweise (selbsttätig)
geschlossen werden sollen, der Fall ist.
[0010] Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in einer Ausführungsform besonders
einfach, wenn von ihr ein als Griffstiel ausgebildeter Stab nach oben absteht. Dieser
Griffstiel kann als oberen Abschluss eine kugelähnliche Verdickung haben, welche sowohl
der Sicherheit dient und zugleich die einfache, griffbereite Versorgung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung an einer Wandhalterung ermöglicht.
[0011] Die Höhe der Keilfläche einerseits und deren Schrägstellung andererseits (Winkel
der Keilfläche zum Boden) kann genau und gezielt angepasst werden, wenn bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung Platten ("Einlegeplatten") mit unterschiedlicher Stärke vorgesehen sind.
[0012] In einer praktischen Ausführungsform der Erfindung sind die Platten in einem im Wesentlichen
U-förmigen Träger ein- und ausschwenkbar.
[0013] Bevorzugt ist es, wenn die Achse, um welche die Platten schwenkbar sind, durch das
untere Ende der mit dem Träger verbundenen, als Griff dienenden Stange gebildet wird.
Es bildet also die als Griff dienende Stange in ihrem unteren, im Träger aufgenommenen
Bereich die Achse, um welche die Einlegeplatten verschwenkbar aufgenommen sind.
[0014] Mit Vorteil ist in einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Öffnung
(das Loch) in den Einlegeplatten, durch welche die Schwenkachse, die von dem als Griff
dienenden Stab gebildet wird, greift, größer ist als der Durchmesser der Schwenkachse.
So ist wegen des Spiels zwischen Stab und Loch eine einfache Bewegung und ein Abkippen
der ausgeklappten Einlegeplatten zum Keil gewährleistet. Diese Öffnung kann auch als
sogenanntes Langloch ausgeführt sein.
[0015] In einer Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Festlegen eines
(offenen) Türblattes (Türstopper) eine Einheit aus einer U-förmigen Halterung (Träger),
deren Außenseiten mit einem reibungserhöhenden (z.B. gummielastischen) Belag versehen
sein können.
[0016] Die Vorrichtung besitzt eine gegebenenfalls zu einem Griffstiel (Stab) verlängerte
Schwenkachse, wobei eine Anzahl lose über die Schwenkachse gelegter Einlegeplatten,
vorzugsweise mit unterschiedlichen Dicken, vorgesehen sind.
[0017] Die Einlegeplatten sind insbesondere mit einem Loch versehen, das deutlich größer
ist als der Durchmesser der Schwenkachse (Stab) um welche die Einlegeplatten im Träger
verschwenkt werden können. Herausgeschwenkte Einlegeplatten (wenigstens eine) bilden
in einer Ausführungsform der Erfindung mit ihrer Oberseite eine Schrägfläche (Keilfläche),
auf der die Unterkante des (offenen) Türblattes aufläuft und so festgehalten wird.
Dabei stützt sich in einer Ausführungsform der Erfindung das freie Ende der Einlegeplatte,
oder wenn mehrere Einlegeplatten ausgestellt sind, das freie Ende der untersten Einlegeplatte,
einerseits am Boden und andererseits am unteren Teil (Schenkel) des U-förmigen Trägers
oder dort verbliebener Einlegeplatten ab.
[0018] Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung in ihren Ausführungsformen ist
es, dass der Winkel, den die Schrägfläche mit dem Boden einschließt, frei gewählt
werden kann, indem keine oder wenigstens eine Einlegeplatte im Träger eingeschwenkt
bleibt und gegebenenfalls am den unteren Schenkel der U-förmigen Halterung bildenden
Teil aufliegend befestigt (z.B. geklebt) wird. So kann der Keilwinkel festgelegt werden.
[0019] Eine weitere Möglichkeit, den Keilwinkel den gegebenen Verhältnissen angepasst zu
wählen, ist gegeben, wenn die Schenkel des im Wesentlichen U-förmigen Trägers unterschiedlich
dick ausgebildet sind.
[0020] Somit ersetzt die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer einzigen, vergleichsweise
kompakten und kurzen Einheit eine Vielzahl von verschieden steilen Keilen, welche
- in Kombination mit den zusätzlichen Möglichkeiten zur Festlegung der Stärke bzw.
des Aufsetzpunktes der Tür - ansonsten teilweise erhebliche und unhandliche Längen
haben müssten.
[0021] Für das Bilden der Keilfläche (Winkel und Höhe derselben) nicht benötigte Einlegeplatten
können z.B. dadurch (in ihrer eingeschwenkten Lage) gesichert werden, dass sie am
in Gebrauchslage der Vorrichtung oberen Schenkel (an dessen Innenseite) befestigt,
z.B. angeklebt, werden.
[0022] Die Höhe der Keilfläche (also ihr Abstand vom Boden) kann gewählt und an die Gegebenheiten
(Abstand des unteren Randes des Türblattes vom Boden) angepasst werden, indem eine,
zwei oder mehrere Einlegeplatten herausgeschwenkt werden. Dabei besteht die Möglichkeit,
diese Platten zu einem Paket zu verbinden (z.B. zusammenzukleben).
[0023] An den Einlegeplatten kann eine Markierung, z.B. ein Bohrloch, vorgesehen sein, welches
den für die sichere Funktion günstigsten Auflagepunkt der unteren Kante der Tür an
der Keilfläche markiert.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in einer Ausführungsform insbesondere vor ihren
Gebrauch raumsparend zusammengesetzt sein, wobei vorzugsweise eine zusätzliche Platte
vorgesehen ist, mit welcher eine Wandhalterung für die zum Benützen bereite erfindungsgemäße
Vorrichtung gebildet werden kann.
[0025] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnungen.
Es zeigt:
[0026]
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Bereitschaftstellung mit eingeschwenkten
Einlegeplatten und nur teilweise dargestelltem Griffstiel,
Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 mit zum Teil ausgeschwenkten Einlegeplatten,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Gebrauchslage mit durch sie festgehaltenem
Türblatt (nur teilweise gezeigt),
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in auseinander gezogener Darstellung,
Fig. 5 eine Wandhalterung für die erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 6 bis 8 verschiedene Anwendungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch,
Fig. 9 die erfindungsgemäße Vorrichtung für den Transport verpackt und zusammengesetzt,
Fig. 10 eine erfindungsgemäße Vorrichtung gebrauchsfertig an einer Wandhalterung gemäß
Fig. 5 hängend.
[0027] In dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die erfindungsgemäße
Vorrichtung aus einem im Wesentlichen U-förmigen Träger 1 mit im Wesentlichen dreieckförmiger
Umrissform. Der Träger 1 besteht aus einem - in Gebrauchslage - lotrecht ausgerichtetem
Steg 3 und zwei voneinander beabstandeten Schenkeln 5. Die Schenkel 5 können außenseitig
mit einer reibungserhöhenden Auflage 7 aus gummielastischem Kunststoff oder Gummi
versehen sein und sind im gezeigten Ausführungsbeispiel unterschiedlich dick.
[0028] Zwischen den Schenkeln 5 des U-förmigen Trägers 1 sind mehrere Einlegeplatten 9 angeordnet,
wobei die Einlegeplatten 9 unterschiedliche Stärke besitzen.
[0029] Ein als Griffstiel dienender Stab 11 ist mit dem Träger 1 verbunden und durchgreift
bevorzugt passende Löcher in den beiden Schenkeln 5 des U-förmigen Trägers 1 und bildet
so eine Schwenkachse für die Einlegeplatten 9. Der Stab 11 des Griffstiels besteht
im gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei Abschnitten, die über eine Kupplungshülse
15 miteinander verbunden sind, und hat als oberen Abschluss eine kugelähnliche Verdickung
16, passend für die Lagerung in der Wandhalterung (Aufhängevorrichtung 41, Fig. 5).
[0030] Wenn die Vorrichtung aus Fig. 1 für das Festhalten eines Türblattes 17 verwendet
werden soll, wird wenigstens eine Einlegeplatte 9 aus ihrer Grundstellung (Fig. 1)
aus dem Träger 1 herausgeschwenkt (Fig. 2) und bildet so eine Keilfläche 21, die mit
dem Boden einen (spitzen) Winkel einschließt. Dabei liegt die wenigstens eine Einlegeplatte
9 mit ihrem freien Ende am Boden und im Bereich des Trägers 1 an den dort verbliebenen
Einlegeplatten 9 oder am unteren Schenkel 5 des Trägers 1 selbst auf.
[0031] Zum Festhalten eines Türblattes 17 wird die Vorrichtung wie in Fig. 3 angedeutet
so platziert, dass die Kante 19 des Türblattes 17 einer Tür auf der Keilfläche 21,
die von der herausgeschwenkten, wenigstens einen Einlegeplatte 9 gebildet wird, aufliegt.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die Kante 19 im Bereich einer auf den Einlegeplatten
9 angebrachten Markierung 23 (z.B. ein Bohrloch) aufliegt.
[0032] Aus Fig. 2 und 4 ist erkenntlich, dass die Einlegeplatten 9 eine im Wesentlichen
dreieckförmige Umrissform besitzen, wobei alle Einlegeplatten 9 identische Umrissformen
besitzen können, und, wie in Fig. 1, 2 und insbesondere 4 ersichtlich, in unterschiedlicher
Ausrichtung eingesetzt sein können, wobei die normalerweise herauszuschwenkenden (oberen)
Einlegeplatten 9 eine Abrundung 10 aufweisen, wogegen die normalerweise im Träger
1 eingeschwenkt bleibenden Einlegeplatten 9 eine vom Umriss der unteren Steges 5 abweichende
Umrissform aufweisen, und somit durch Verlagerung der Anlegekante 12 vom Rand in die
Grundfläche hinein, bei steileren Winkeln eine für die Funktion der Vorrichtung günstigere
Krafteinleitung ermöglicht wird.
[0033] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass das Loch 31 in den Einlegeplatten einen beträchtlich
größeren Durchmesser aufweist als der Stab 11, der den Griffteil bildet und in seinem
Bereich zwischen den Schenkeln 5 des U-förmigen Trägers 1 die Achse für das Verschwenken
der Einlegeplatten 9 bildet.
[0034] Aus Fig. 4 ist auch ersichtlich, dass Markierungen 23 in den Einlegeplatten 9 Bohrlöcher
sein können.
[0035] Fig. 5 zeigt einen Zusatzteil für die erfindungsgemäße Vorrichtung der dazu dient,
eine Aufhängevorrichtung 41 zu bilden. Es handelt sich dabei um einen im Wesentlichen
dreieckförmigen Grundkörper 43 mit mehreren Löchern. Ein Loch 48 ist dazu bestimmt,
in der Versorgungslage (vgl. Fig. 9) einen Nagel 47 aufzunehmen. Der Nagel 47 dient
dazu, die Aufhängevorrichtung 41 an einem beliebigen Bauteil, beispielsweise durch
Annageln, zu befestigen, indem die Grundplatte 43 mit ihrem Loch 45 über den Nagel
47 gehängt wird. Es versteht sich, dass der Grundkörper 43 auch durch Ankleben oder
Ähnliches befestigt werden kann. Zwei weitere, im Bereich der kürzeren Seite angeordnete
Löcher 49 dienen dazu, Zapfen 51 aufzunehmen, welche dann (vgl. Fig. 10) als Aufhängepunkt
für die erfindungsgemäße Vorrichtung dienen. Schließlich ist ein Loch 53 vorgesehen,
durch das der Nagel 47 gesteckt wird, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung wie in
Fig. 9 gezeigt zusammengesetzt ist. Schließlich sind im Steg des Trägers 1 zwei Löcher
55 (Fig. 4) vorgesehen, in die die Enden der Abschnitte des Griffstiels 11 gesteckt
werden können.
[0036] In der in der Fig. 9 gezeigten, zusammengesetzten Transportstellung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird der Grundkörper 43 an einem Schenkel 5 des U-förmigen Trägers 1 durch
die beiden Stifte 51, die an ihren Enden Kugelköpfe 52 tragen, festgehalten, wobei
gleichzeitig auch die Einlegeplatten 9 in ihrer Lage zwischen den Schenkeln 5 des
U-förmigen Trägers 1 fixiert werden. Der Nagel 47 wird durch das dünnere Loch 48 gesteckt
und hält gleichzeitig eine Kupplungshülse 15 (in Form einer Olive) fest. Diese Kupplungshülse
15 dient dazu, die beiden Hälften des Griffstiels 11 zu verbinden, wie dies in Fig.
4 und 10 ersichtlich ist.
[0037] Fig. 6, 7 und 8 zeigen verschiedene Anwendungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei in Fig. 6 alle Einlegeplatten 9 herausgeklappt sind, so dass eine Keilfläche
21 mit erheblichem Abstand vom Boden 61 gebildet wird, wobei diese Keilfläche 21 mit
dem Boden 61 einen Winkel von der Größenordnung von 5° einschließt. In Fig. 6 ist
auch angedeutet, wie lang ein Keil mit einem Winkel von 5° sein müsste, um die selbe
wirksame Höhe zu erreichen wie die erfindungsgemäße Keilfläche 21.
[0038] Fig. 7 zeigt, wie ein höherer Winkel, nämlich im gezeigten Beispiel in Winkel von
etwa 8° erreicht werden kann, indem eine Einlegeplatte 9 nicht ausgeschwenkt wird.
[0039] Fig. 8 zeigt an einem weiteren Beispiel, wie ein noch größerer Winkel, im Beispiel
etwa 10°, erreicht werden kann, indem drei Einlegeplatten 9 in ihrer Lage zwischen
den Schenkeln 5 des U-förmigen Trägers 1 verbleiben.
[0040] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ein leichter und kompakter Türstopper, der insbesondere
für Schwingtüren mit einem Türschließer bestimmt ist, wobei beispielsweise Heizraumtüren
sowie Lokal- und Geschäftstüren in Betracht gezogen sein können.
[0041] Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt eine optimale Funktionsanpassung, so dass
eine gute Bodenhaftung und ein für das Festhalten des Türblattes 17 günstiger Winkel
der schiefen Ebene (Keilfläche 21) einerseits und der Gesamthöhe andererseits möglich
ist, der auf die Bodenbeschaffenheit, den Druck des Schließers bzw. den Bodenabstand
der Unterkante 19 des Türblattes 17 Rücksicht nehmen kann.
[0042] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung ergibt sich nicht nur ein
ausgewogenes Design, sondern auch ein tiefer Körperschwerpunkt, sowohl bei ein- als
auch bei ausgeklappten Einlegeplatten 9. Durch den gegebenenfalls vorhandenen Griffstiel
11 in Verbindung mit der oberen kugelähnlichen Verdickung 16 ist eine vereinfachte
Handhabung möglich, wobei die ebenfalls optionale Wandhalterung 41 für eine sichere
Versorgung bei Nichtgebrauch möglich ist und die erfindungsgemäße Einrichtung immer
griffbereit ist.
[0043] In einer Ausführungsform können die beiden Schenkel 5 der erfindungsgemäßen Halterung
unterschiedlich stark ausgebildet sein, so dass auch von daher eine Wahl des Winkels
und/oder der Höhe der Keilfläche 21, die von der obersten ausgeschwenkten Einlegeplatte
9 gebildet wird, möglich ist.
[0044] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ergibt in ihren Ausführungsformen wenigstens einen
der nachstehend genannten Vorteile:
[0045] Durch freie Wahl der Schenkelunterseite (die am Boden aufliegende Platte), sowie
durch Hindern am Ausschwenken einer oder mehrerer Einlegeplatten 9 (bevorzugt durch
Verkleben) an der Innenseite des unteren Schenkels 5, können verschiedene Winkel der
schiefen Ebene 21 (Keilwirkung) sowie der Punkt bzw. die Kante der Krafteinleitung
in den unteren Schenkel 5 bestimmt werden.
[0046] In einer Ausführungsform kann der erfindungsgemäße Türstopper als kompakt verpackter
Bausatz bereitgestellt sein.
[0047] In einer Ausführungsform ist bei dem erfindungsgemäßen Türstopper durch Ein-Ausklappen
mit Anschlag rechts/links wählbar. Dabei ist der Türstopper möglichst klein in Ruheposition,
für optimale Wirkung größer in Gebrauchsstellung.
[0048] In einer Ausführungsform sind bei dem erfindungsgemäßen Türstopper verschiedene Winkel
bei immer konstanten Außenmaßen und konstantem Gesamtgewicht möglich. Dabei kann ein
möglichst tiefer Gesamtschwerpunkt und damit ein trotz langem Griffstiel sicherer
Stand ereicht werden, auch wenn der Türstopper nicht durch die Tür am Boden fixiert
(geklemmt) wird. Dies kann wichtig sein bei Türen ohne Schließer, wenn sich durch
Wind (Durchzug) die Tür bewegt und somit die Klemmung (Druck auf den Boden) zwischenzeitlich
kurz wegfällt.
[0049] Durch Verwenden einer (oder mehrerer) von ihrer Stärke her passenden Einlegeplatte
9 oder durch Kombination und miteinander Verkleben von Einlegeplatten 9 mit unterschiedlicher
Stärke zu einem Paket, welche dann den beweglichen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bilden, kann die Keilhöhe der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei stets gleichbleibenden
Außenmaßen optimal auf den Spalt zwischen Boden 61 und Türblatt 17 abgestimmt werden.
[0050] In einer Ausführungsform erlaubt der erfindungsgemäße Türstopper das Verlagern des
Kantendruckes infolge der Keilwirkung nach innen in die Grundfläche des Türstoppers.
Dies verhindert/mindert bei weichen Böden den Kippeffekt (Schiefstehen) zur Tür hin
(erst sichtbar durch den (langen) Griffstiel).
[0051] Es besteht die Möglichkeit, die nicht benötigten Einlegeplatten 9 an der Innenseite
des im Gebrauchslage oberen Schenkels 5 des Trägers 1 festzulegen, z.B. anzukleben,
um so das Gesamtgewicht der Einrichtung konstant zu halten, so dass ein sicherer Stand,
trotz Griffstiel mit Option zur hängenden Lagerung, wegen dem konstruktiv festgelegten
tiefen Schwerpunkt der Gesamteinrichtung gewährleistet bleibt.
[0052] In dieser Ausführungsform ergibt die optionale, verlängerte Griffstange die Möglichkeit
zur hängenden Lagerung mittels beigepacktem, so dass erreicht wird:
- einfache und absolut saubere Handhabung,
- immer griffbereit bei der Tür, und "zu groß" um verloren zu gehen,
- eine sonst oft übliche Positionierung/Behandlung mit dem Fuß ist hinfällig.
[0053] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden:
[0054] Eine Vorrichtung zum Festlegen eines Türblattes 17 einer Schwingtüre besitzt einen
im Wesentlichen U-förmigen Träger 1, in dem um eine Achse 11 verschwenkbar mehrere
Einlegeplatten 9 unterschiedlicher Stärke aufgenommen sind. Durch Wahl der eingeschwenkt
verbleibenden Einlegeplatten 9 einerseits und durch Wahl der Anzahl der ausgeschwenkten
und dann mit ihrer Oberseite eine Keilfläche 21 bildenden Einlegeplatten 9 andererseits
kann der Winkel der Keilfläche 21, der von der Oberseite der obersten Einlegeplatte
9 gebildet wird, einerseits, und die Höhe der Keilfläche 21 andererseits gewählt und
so an den Spalt zwischen Unterkante 19 des Türblattes 17 und Boden angepasst werden.
1. Vorrichtung zum Festlegen des Türblattes (17) einer Schwingtüre, gekennzeichnet durch einen im Wesentlichen U-förmigen Träger (1), der einen in Gebrauchslage lotrechten
Steg (3) und zwei in Gebrauchslage horizontale und voneinander beabstandete Schenkel
(5) aufweist, und durch wenigstens zwei zwischen den Schenkeln (5) angeordnete Einlegeplatten (9), wobei
die Einlegeplatten (9) um eine sich zwischen den Schenkeln (5) des Trägers (1) erstreckende
Achse (11) wahlweise aus ihrer Lage zwischen den Schenkeln (5) des Trägers (1) in
eine aus dem Träger (1) seitlich abstehende und eine Keilfläche (21) bildende Lage
verschwenkbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseiten der Schenkel (5) mit einem reibungserhöhenden Belag (7) versehen
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (11) zu einem Griffstiel, der an seinem freien Ende gegebenenfalls eine
Verdickung (16) aufweist, verlängert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffstiel aus wenigstens zwei Abschnitten (11), die durch eine Kupplungshülse
(15) miteinander verbunden sind, gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die Achse (11) und gegebenenfalls den Griffstiel bildende Stab durch miteinander
fluchtende Löcher (13) in den Schenkeln (5) des Trägers (1) eingesetzt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlegeplatten (9) mit Löchern (31) über den die Schwenkachse bildenden, zwischen
den Schenkeln (5) liegenden Teil des Stabes (11) versetzt sind, wobei die Löcher (31)
einen größeren Durchmesser aufweisen als der Stab (11).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (5) des Trägers (1) die Form eines spitzwinkeligen gleichschenkeligen
Dreiecks haben.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlegeplatten (9) im Wesentlichen die Form eines spitzwinkeligen gleichschenkeligen
Dreiecks haben.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ecke im Bereich der kurzen Seite des Dreiecks abgerundet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine längere Seite des die Umrissform der Einlegeplatte (9) bestimmenden Dreiecks
im Bereich der kürzeren Seite zur Mitte des Dreiecks hin abweicht (12).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Einlegeplatten (9) Marken (23), beispielsweise Löcher, für die Lage der Kante
(19) eines Türblattes (17) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine ausgeschwenkte Keilplatte (9) bzw. die oberste von wenigstens zwei oder mehreren
ausgeschwenkten, beispielsweise miteinander zu einem Paket verbundenen, Einlegeplatten
(9) eine Keilfläche (21) bilden.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gebrauchslage zwischen den Schenkeln (5) des Trägers (1) verbleibende Einlegeplatten
(9) mit dem unteren und/oder oberen Schenkel (5) des Trägers (1) an dessen Innenseite
befestigt, insbesondere angeklebt, sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (5) unterschiedlich dick sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedlich dicke Einlegeplatten (9) vorgesehen sind.