[0001] Die Erfindung betrifft ein Laufwerk für ein verschiebbares Trennelement, ein von
wenigstens einem solchen Laufwerk gehaltenes Trennelement, sowie eine Vorrichtung
mit wenigstens einem solchen Trennelement.
[0002] Zum Trennen oder Gestalten von Räumen oder zum Abschliessen von Raum-, Möbel oder
Fensteröffnungen werden oft mit einer Holz- oder Glasplatte versehene Wände, Kulissen,
Türen oder Läden verwendet (nachstehend als Trennelemente bezeichnet), die an entlang
einer Schiene verschiebbaren Laufwerken befestigt sind.
[0003] Aus [1],
EP 1916372 A1 ist eine Vorrichtung für verschiebbare Trennelemente bekannt, mittels der eine Platte,
insbesondere eine Glasplatte, in einem Montageprofil eines Rahmenelements befestigt
und in der Höhe justiert werden kann.
[0004] Aus [2], Produktkatalog der HAWA AG, Schiebebeschläge 2000, ist ein Beschlag für
Schrankschiebetüren bekannt, die vor der Front eines Schranks verschiebbar gehalten
sind. Jede der Schrankschiebetüren ist an der Oberseite von wenigstens einem ersten
L-förmigen Montageprofil gehalten, welches mit einem Laufwerk verbunden ist, das auf
einer an der Oberseite des Schrankes angeordneten Laufschiene abrollt. Damit die Schiebetür
in vertikaler Lage gehalten bleibt, ist sie auch an der unteren Seite von einem zweiten
L-förmigen Montageprofil gehalten, welches eine Führungsvorrichtung hält, die in eine
an der Unterseite des Schrankes angeordnete Führungsschiene eingreift. Der erste Schenkel
der L-förmigen Montageprofile ist daher mit der Schrankschiebetür und der zweite Schenkel
mit dem Laufwerk bzw. der Führungsvorrichtung verbunden.
[0005] Das Laufwerk und die Führungsvorrichtung sind bei diesem Anwendungsfall oberhalb
bzw. unterhalb des Schrankes angeordnet, wodurch verschiedene Probleme resultieren
können.
[0006] Oft ist es erforderlich, dass die Höhe des Trennelements bei der Installation, oder
zu einem späteren Zeitpunkt, justiert werden muss. Zu diesem Zweck sind z.B. am Beschlag
in der Höhe verschiebbare Elemente vorgesehen, die vom Installateur justiert werden.
Dadurch resultieren ein entsprechender Aufwand bei der Herstellung des Beschlags sowie
schwierige Manipulationen bei der Justierung. Beispielsweise muss das Trennelement
von den Schienen gelöst werden, wonach jeder Beschlag neu eingestellt wird. Anschliessend
ist das Trennelement wieder in die Schienen einzuhängen und zu prüfen, ob die erforderliche
Höhenänderung erzielt wurde.
[0007] Ferner ist zu beachten, dass das Laufwerk mit einer Laufschiene und die Führungsvorrichtung
bzw. wenigstens ein daran vorgesehenes Laufrad mit einer Führungsschiene zusammenwirkt.
Eine Änderung des Beschlags an der Oberseite des Trennelements kann eine Änderung
des Beschlags an der Unterseite des Trennelements erfordern.
[0008] Dabei ist zu beachten, dass der gleichzeitige Eingriff des Laufwerks und der Führungsvorrichtung
in die Laufschiene bzw. die Führungsschiene gleichzeitig als Sicherung dafür dient,
dass sich das Trennelement nicht selbsttätig von den Schienen lösen kann. Bei der
Justierung der Schiebebeschläge ist daher auch darauf zu achten, dass die Aushängesicherung
nicht aufgehoben wird oder blockiert.
[0009] Aufgrund der Anordnung des Laufwerks oberhalb und der Führungsvorrichtung unterhalb
des Schrankes ergeben sich zudem nur sehr kleine Montageräume, in denen das Laufwerk,
die Laufschiene, die Führungsvorrichtung und die Führungsschiene aufgenommen werden.
Dabei ist zu beachten, dass der Montageraum genügend gross gewählt wird, damit nicht
nur die Vorrichtungsteile aufgenommen, sondern auch die erforderlichen Manipulationen
vorgenommen werden können. Durch die Wahl eines grösseren Montageraums reduziert sich
hingegen der für den Schrank zur Verfügung stehende Raum.
[0010] Um diesem Problem zu begegnen, wird die Laufschiene in der Praxis öfters am Schrank
montiert, bevor dieser in den Installationsort eingepasst wird. Dies zieht jedoch
insbesondere dann Nachteil nach sich, wenn mehrere Schrankelemente vorgesehen sind,
die mit einzelnen Teilen der Laufschiene oder Führungsschiene zu bestücken sind. Nach
der Montage des mehrteiligen Schrankes und der mehrteiligen Laufschiene resultieren
normalerweise Unstimmigkeiten an den Stossstellen der zusammengefügten Teile der Laufschiene.
Die Endstücke der Laufschienenteile werden daher zumeist anhand von Kopplungselementen
miteinander verbunden damit Sprünge an den Stossstellen reduziert werden. Auch bei
diesem zusätzlichen Aufwand können Sprünge an den Stoßstellen normalerweise nicht
gänzlich vermieden werden, weshalb die resultierenden Laufeigenschaften der Laufwerke
nicht optimal sind und deren Betriebsdauer verkürzt wird.
[0011] Das beschriebene Raumproblem wird durch den Einsatz von Puffervorrichtungen ferner
verschärft, die mit der Laufschiene zu verbinden sind und die normalerweise relativ
viel Raum in Anspruch nehmen.
[0012] Nachteilig ist ferner, dass die an der Unterseite der Trennelemente vormontierten
Führungsvorrichtungen bei unachtsamer Lagerung der Trennelemente, insbesondere falls
ein Trennelement zur Seite kippt, starken Kräften ausgesetzt und beschädigt werden.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebenen
Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen.
[0014] Insbesondere ist ein Laufwerk für ein verschiebbares Trennelement, ein von wenigstens
einem solchen Laufwerk gehaltenes Trennelement, sowie eine Vorrichtung mit wenigstens
einem solchen Trennelement zu schaffen, welche nicht mit den beschriebenen Nachteilen
behaftet sind.
[0015] Das Laufwerk und das Trennelement sollen es erlauben, notwendige Justierungen präzise
und mit minimalem Aufwand vorzunehmen. Ferner soll das Laufwerk einen minimalen Raumbedarf
aufweisen. Die Vorrichtung mit dem wenigstens einen Trennelement soll derart ausgestaltet
sein, dass nur wenig Montageraum erforderlich ist. Sofern mehrere Schrankenelemente
verwendet werden, sollen störende Stossstellen an der Laufschiene vermieden werden.
[0016] Diese Aufgabe wird mit einem Laufwerk, einem mit wenigstens einem solchen Laufwerk
versehenen Trennelement und einer Vorrichtung gelöst, welche die in Anspruch 1, bzw.
10 bzw. 12 angegebenen Merkmale aufweisen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0017] Das zum Halten eines verschiebbaren Trennelements vorgesehene Laufwerk weist einen
mit wenigstens zwei Laufrädern versehenen Laufwerkskörper auf, der mit einem Trägerprofil
verbunden ist, welches dem Tragen des Trennelements dient.
[0018] Erfindungsgemäss ist im Laufwerkskörper der Gewindeschaft einer Justierschraube drehbar
gehalten, die unterhalb des Schraubenkopfs einen Flanschring aufweist, der ein im
Trägerprofil vorgesehenes Flanschelement stützt, welches eine Öffnung aufweist, durch
die der Schraubenkopf hindurch geführt ist.
[0019] Durch Drehen der Justierschraube, deren Kopf mittels eines Werkzeugs erfasst wird,
kann das Trägerprofil daher in der Höhe wahlweise eingestellt werden. Das Trennelement
kann daher horizontal ausgerichtet werden.
[0020] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung ist im Trägerprofil, das vorzugsweise ein U-Profil
mit zwei Seitenteilen und einem Mittelteil aufweist, wenigstens ein Werkzeugkanal
vorgesehen, in den ein konventionelles Werkzeug, z.B. ein Kreuzschlitz-Schraubenzieher
eingeführt werden kann, mittels dessen der Kopf der Justierschraube drehbar ist.
[0021] Dazu ist im Trägerprofil, vorzugsweise im Mittelteil des U-Profils eine Kopplungskammer
vorgesehen, innerhalb der der Schraubenkopf angeordnet und mit einem Zahnteller verbunden
ist, mit dem das Werkzeug zusammenwirken soll. Damit das Werkzeug in die Kopplungskammer
eingeführt und mit dem Zahnteller gekoppelt werden kann, ist der Werkzeugkanal vorgesehen,
der vorzugsweise parallel zur Längsachse des Mittelteils von einem Ende bis zur Kopplungskammer
oder bis zum anderen Ende des Trägerprofils verläuft. In der zuletzt genannten Ausgestaltung
kann das Werkzeug daher von beiden Seiten durch das Trägerprofil in die Kopplungskammer
eingeführt werden, um die Justierschraube zu drehen. Grundsätzlich kann der Werkzeugkanal
beliebig ausgerichtet sein. Die Ausrichtung entlang der Längsachse des Mittelteils
und somit parallel zur Laufschiene hat hingegen den Vorteil, dass das Werkzeug entlang
der Laufschiene frontseitig in das Trägerprofil eingeführt werden kann. Das Trennelement
kann daher nach dessen Installation problemlos justiert werden, ohne dass die Platte
entfernt oder das Trennelement von der Laufschiene gelöst werden muss.
[0022] Besonders vorteilhaft ist, dass ein konventionelles Werkzeug, nämlich ein Kreuzschlitz-Schraubenzieher,
für die Justierung verwendet werden kann. Dabei stehen die Achsen des Kreuzschlitz-Schraubenziehers
und des Werkzeugkanals einerseits und die Achse der Justierschraube andererseits senkrecht
aufeinander. Damit der Kopf der Justierschraube trotzdem erfasst und gedreht werden
kann ist dieser mit dem Zahnteller verbunden, der einen peripher angeordnete Zahnkranz
mit Zähnen aufweist, die am oberen oder unteren Rand des Zahntellers senkrecht zum
Werkzeugkanal und somit senkrecht zum Kopf des Kreuzschlitz-Schraubenziehers ausgerichtet
sind, der ebenfalls eine Verzahnung aufweist. Die Verzahnung am Kreuzschlitz-Schraubenzieher
greift daher in den Zahnkranz des Zahntellers ein und dreht diesen um die Achse der
Justierschraube.
[0023] Der Zahnteller weist vorzugsweise eine Mehrkantöffnung auf, die der Aufnahme des
Schraubenkopfs dient. Durch Vertaumeln des Schraubenkopfs kann eine feste Verbindung
zwischen diesem und dem Zahnteller hergestellt werden.
[0024] Zwischen dem Flanschring und dem Schraubenkopf oder dem Zahnteller ist vorzugsweise
ein zylinderförmiges Distanzelement vorgesehen, welches als Anschlag für den verzahnten
Kopf des Kreuzschlitz-Schraubenziehers dient, um diesen in korrektem Eingriff mit
dem Zahnkranz des Zahntellers zu halten. Gleichzeitig wird der Zahnteller durch das
Distanzelement auf der Höhe des Schraubenkopfs gehalten.
[0025] Nach der Einstellung der Justierschraube soll diese vorzugsweise fixiert werden.
Dazu ist in einer vorzugsweisen Ausgestaltung innerhalb der im Trägerprofil vorgesehenen
Kopplungskammer ein Sicherungsring vorgesehen, welcher wenigstens eine in den Werkzeugkanal
hinein ragende Halteöse sowie wenigstens einen elastisch gehaltenen Haltezahn aufweist,
welcher in den Zahnkranz des Zahntellers eingreift. Der Sicherungsring wird innerhalb
der Kopplungskammer daher unverdrehbar gehalten. Der Haltezahn kann unter Krafteinwirkung
durch das Werkzeug hingegen Zahn für Zahn zur Seite gedrückt werden, so dass der Zahnteller
bedarfsweise gedreht werden kann. Entfällt die Krafteinwirkung durch das Werkzeug,
so greift der Zahn wieder in den Zahnkranz ein und hält den Zahnteller und somit die
Justierschraube unverdrehbar in Position.
[0026] Die Justierschraube kann auf verschiedene Arten mit dem Laufwerkskörper verbunden
sein. In einer einfachen Ausgestaltung ist im Laufwerkskörper eine Gewindebohrung
vorgesehen, in der die Justierschraube drehbar gehalten ist.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist im Laufwerkskörper hingegen eine
Lageröffnung vorgesehen, innerhalb der ein Trägerbolzen drehbar gelagert ist. Der
Trägerbolzen weist eine senkrecht zur Bolzenachse verlaufende Gewindebohrung auf,
innerhalb der der Gewindeschaft der Justierschraube drehbar gehalten ist, die durch
eine Zugangsöffnung in die Lageröffnung eingeführt ist. Die Zugangsöffnung weist dabei
einen grösseren Durchmesser auf als der Gewindeschaft der Justierschraube, so dass
diese in einem spitzen Winkel vor und zurück geneigt werden kann, während der Trägerbolzen
mitdreht. Aufgrund dieser Massnahmen kann das Trägerprofil ebenfalls vor und zurück
geneigt werden, so dass dieses an eine entsprechende Neigung des Trennelements angepasst
werden kann, während beide Laufräder des Laufwerks mit gleicher Kraft an der Laufschiene
anliegen. Dadurch wird ein optimales Laufverhalten auch dann gewährleistet, wenn die
Lage des Trennelements nicht ideal eingestellt wurde.
[0028] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung weist der Trägerbolzen beidseitig eine
Führungsnase auf, welche in Führungsschlitzen des ersten und zweiten Seitenteils des
Trägerprofils geführt sind.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung weist der Laufwerkskörper ein Kopplungselement auf,
welches mit einem Haltepuffer zusammenwirken kann, der dem sanften Auffangen des fahrenden
Trennelements sowie dem Halten des Trennelements dient, nachdem dieses zum Stillstand
gekommen ist.
[0030] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung ist eine mit dem Körper des Laufwerks
verbundene Aushängesicherung vorgesehen, welche die Kopplung des Laufwerks mit der
Laufschiene auch beim Auftreten unerwarteter Krafteinwirkungen sicherstellt. Bei bekannten
Systemen erfolgt diese Sicherung durch die am unteren Ende des Trennelements vorgesehene
Führungsvorrichtung, wie dies eingangs beschrieben wurde. Durch diese Art der Sicherung
ergeben sich jedoch zusätzliche Aufwendungen bei der Einjustierung des Trennelements,
da ein zusätzlicher Faktor zu beachten ist. Zudem ist eine entsprechend ausgestaltete
Führungsvorrichtung erforderlich.
[0031] Bei der erfindungsgemässen Aushängesicherung wird eine elastische Halteklammer am
Laufwerkskörper vorgesehen, welche diesen nach unten überragt und mit Fusselementen
das Kopfstück der zugehörigen Laufschiene beidseitig umgreifen und lose halten kann.
Damit die elastische Halteklammer sich nicht selbsttätig vom Kopplungselement und
vom Kopf der Laufschiene löst, wird ein U-Profil-förmiger Fixierrahmen über die elastische
Halteklammer geschoben und arretiert. Die elastische Halteklammer wird durch den starren
Fixierrahmen daher in Position gehalten, wonach das Laufwerk sicher mit der Laufschiene
gekoppelt ist.
[0032] Durch die erfindungsgemässe Aushängesicherung wird das Laufwerk somit direkt mit
der Laufschiene gekoppelt, auf der es fährt. Hinsichtlich dieser autonom am Laufwerk
vorgesehenen Aushängesicherung erübrigt sich jegliche Berücksichtigung dieser Problematik
bei der Ausgestaltung der Führungsvorrichtung oder der Justierung des Trennelements.
Unerwartete Krafteinwirkungen können bei Verwendung der erfindungsgemässen Aushängesicherung
nicht mehr zu einer Entgleisung des Laufwerks führen.
[0033] Das Laufwerk kann auf verschiedene Arten mit der Platte eines Trennelements verbunden
werden. Beispielsweise ist am Trägerprofil eine Montageplatte vorgesehen, die mit
der Platte, insbesondere einer Holzplatte, direkt verschraubt werden kann.
[0034] Alternativ kann das Trägerprofil auch mit einem ersten Schenkel eines z.B. L-förmigen
Montageprofils verbunden werden, dessen zweiter Schenkel mit der Platte verbunden
wird. Vorzugsweise ist die Oberseite des Trägerprofils mit einer Rasterung versehen,
in die der erste Schenkel des Montageprofils an passender Stelle einrasten kann. Auf
diese Weise kann der Abstand der Platte vom Laufwerk schrittweise gewählt werden.
Ferner können Laufschienen und Führungsschienen mit mehreren Schienenelementen verwendet
werden, entlang derer mehrere Trennelemente parallel aneinander verschiebbar sind.
[0035] An der Unterseite der Platte wird vorzugsweise eine Führungsvorrichtung lösbar montiert,
die einen winkelförmigen Körper mit einem Vertikalflügel und einem Horizontalflügel
aufweist. Dazu ist am Vertikalflügel an der Winkelaussenseite ein Montagekanal vorgesehen,
in den eine fest oder lösbar an der Platte befestigte Montageleiste einführbar ist
und dort vorzugsweise mittels eines Arretierelements lösbar gehalten werden kann.
An der Winkelinnenseite weist der Horizontalflügel wenigstens eine Führungsrolle auf,
die mit der Führungsschiene oder einer Abrollfläche zusammenwirken kann.
[0036] Damit die Laufschiene und/oder die Führungsschiene mit minimalem Raumbedarf montiert
werden kann, wird erfindungsgemäss wenigstens eine Adapterplatte verwendet, welche
am Körper, z.B. Schrank montiert wird, der mit dem wenigstens einen Trennelement abzuschliessen
ist. Dies hat trotz des zusätzlichen Raumbedarfs für die Adapterplatte den Vorteil,
dass für die Montage der Laufschiene nur noch ein minimaler Raumbedarf erforderlich
ist. Dabei kann die Laufschiene über mehrere Teile des Körpers, z.B. über mehrere
Teile eines Schrankes geführt werden, die sequenziell aufgebaut werden. Es ist daher
nicht erforderlich für jedes Schrankteil ein Segment der Laufschiene oder Führungsschiene
vorzusehen und diese präzise zu montieren und aneinander anzupassen, so dass Sprünge
an den Stossstellen vermieden werden. Es ist lediglich erforderlich, dass auf jedem
Schrankenelement eine Adapterplatte vorgesehen und z.B. anhand einer Lehre ausgerichtet
wird. Unstimmigkeiten bei der Ausrichtung werden bei der nachstehend beschriebenen
Ausgestaltung der Adapterplatte automatisch kompensiert.
[0037] In dieser vorzugsweisen Ausgestaltung weisen die Laufschiene und/oder die Führungsschiene
eine Schienenplatte auf, die an der Oberseite mit wenigstens einem dem Abrollen der
Laufräder bzw. Führungsrollen dienenden Schienenelement und an der Unterseite mit
wenigstens einem parallel zum Schienenelement verlaufender Montagewinkel versehen
sind. Der an der Schienenplatte vorgesehene Montagewinkel wirkt dabei mit einem dazu
korrespondierenden Konterwinkel zusammen, der an der Adapterplatte vorgesehen ist.
Dabei ist an der Adapterplatte wenigstens eine Montageleiste mit wenigstens einer
Gewindebohrung vorgesehen, in der eine Konterschraube gehalten und gegen den Montagewinkel
und den Konterwinkel gedreht werden kann. Der Montagewinkel wird somit soweit gegen
den Konterwinkel gedrückt, bis diese zumindest teilweise aneinander anliegen. Eine
Fehlausrichtung der Adapterplatte, bei der die Montagewinkel und Konterwinkel nicht
plan aneinander liegen, bleibt dabei ohne Folgen. Stossstellen werden vollständig
vermieden, so dass über die gesamte Laufstrasse, in der vorzugsweise eine einstückige
Laufschiene verlegt wird, optimale Fahreigenschaften resultieren. Um die Laufschiene
noch stärker zu fixieren, können die Konterschrauben frontseitig auch mit einer Ringschneide
versehen sein.
[0038] In bevorzugten Anwendungen wird das Trennelement vor der Front des Körpers, insbesondere
eines durch Gebäudeteile oder ein Möbelstück gebildeten Körpers, verschiebbar gehalten,
an dessen Oberseite die Laufschiene und an dessen Unterseite die Führungsschiene vorgesehen
ist. Die Vorteile der erfindungsgemässen Lösung werden jedoch auch bei anderen Anwendungen
wirksam.
[0039] Wie erwähnt, wird vorzugsweise ein Haltepuffer verwendet, der dem Auffangen und Halten
des Trennelements dient. Solche Haltepuffer werden typischerweise innerhalb eines
z.B. U-Profil-förmigen Schienenprofils verschraubt. Sofern ein passendes Schienenprofil
fehlt, muss der Haltepuffer mit dem Schrank oder Mauerwerk verbunden werden. Dadurch
wird wiederum entsprechend viel Raum benötigt. Die Verbindung mit dem Mauerwerk oder
Teilen eines Schranks ist hingegen unerwünscht, da diese aufwändigen Eingriffe spätere
Renovationsarbeiten erfordern können, wenn Änderungen an der Installation vorgenommen
werden.
[0040] Erfindungsgemäss wird ein Haltepuffer vorgesehen, der aus einem Blechstück einstückig
zu einem U-Profil gebogen ist, an dessen Unterseite flache Andruckplatten gegeneinander
geneigt sind, welche beidseits an vorzugsweise abgeflachten Seiten des Kopfstücks
des zugehörigen Schienenelements der Laufschiene angedrückt und vorzugsweise auf die
Laufschienenplatte abgestützt werden. Die Seitenteile des U-Profils, die je ein dem
Laufwerk zugewandtes Fangelement aufweisen, werden mittels wenigstens einer Montageschraube
gegeneinander und somit gegen das Schienenelement gedrückt. Die abgeflachten Seiten
des Kopfstücks und die flachen Andruckplatten können dabei zueinander korrespondierende
Rasterungen aufweisen, die formschlüssig ineinander eingreifen. Auf diese Weise wird
gewährleistet, dass der Haltepuffer stabil gehalten wird. Durch die Neigung der Andruckplatten
wird ferner bewirkt, dass diese bei der Montage des Haltepuffers nach unten gegen
die Schienenplatte gedrückt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass der Haltepuffer
weder nach unten, noch nach oben entweichen kann.
[0041] Die beiden zusammenwirkenden Fangelemente sind vorzugsweise mit einer Vorspannschraube
miteinander verbunden und derart als Blattfedern ausgebildet, dass das am Körper des
Laufwerks vorgesehene Kopplungselement darin eingefahren und gehalten werden kann.
Das einfahrende Trennelement wird daher elastisch aufgefangen und anschliessend sicher
gehalten.
[0042] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes mit einer Glasplatte 10 versehenes Trennelement 1, welches
mittels eines erfindungsgemässen Laufwerks 2 und einer Führungsvorrichtung 5 vor einem
Schrank 4, entlang einer daran montierten Laufschiene 3 und einer Führungsschiene
6 verschiebbar gehalten ist;
- Fig. 2
- zwei Trennelemente 1A, 1B mit von einer Laufschiene 3 geführten Laufwerken 2A, 2B,
und erfindungsgemässe Führungsvorrichtungen 5, die lösbar an der Unterseite der Trennelemente
1A, 1B montiert sind;
- Fig. 3
- eine der erfindungsgemässen Führungsvorrichtungen 5 von Figur 2 bei der Montage oder
Demontage;
- Fig. 4
- das in der Höhe justierbare erste erfindungsgemässe Laufwerk 2A mit einer Aushängesicherung
28 und mit einem Trägerprofil 24A, welches direkt mit der Platte 10 des zugehörigen
Trennelements 1A von Figur 2 verbunden wird;
- Fig. 5
- das in der Höhe justierbare zweite erfindungsgemässe Laufwerk 2B mit einer Aushängesicherung
28 und mit einem Trägerprofil 24B, welches mittels eines Montageprofils 12 mit dem
zugehörigen Trennelement 1B von Figur 2 verbunden wird;
- Fig. 6
- das Laufwerk 2B von Figur 4 mit nach oben gefahrenem Trägerprofil 24B;
- Fig. 7
- das Laufwerk 2B von Figur 4 mit nach unten gefahrenem Trägerprofil 24B;
- Fig. 8
- Teile der Justiervorrichtung im ersten und zweiten Laufwerk 2A, 2B, nämlich eine Justierschraube
23, deren Schraubenkopf 234 mit einem Zahnteller 26 verbunden wird, sowie ein Sicherungsring
25, der das selbsttätige Verdrehen der Justierschraube 23 verhindert;
- Fig. 9
- eine Laufschiene 3, die von vorn auf eine Adapterplatte 7 aufgesetzt und mittels einer
frontseitig zugänglichen Konterschraube 75 fixiert wird;
- Fig. 10
- das erste erfindungsgemässe Laufwerk 2A von Figur 4, die Laufschiene 3, die Adapterplatte
7, sowie ein dazwischen vorgesehenes Klemmprofil 81, welches dem Halten einer Abdeckleiste
82 dient;
- Fig. 11
- eine Führungsschiene 6, die von vorn auf eine Adapterplatte 7 aufgesetzt und mittels
einer frontseitig zugänglichen Konterschraube 75 fixiert wird;
- Fig. 12
- die mit der Aushängesicherung 28 versehenen Laufwerke 2A, 2B, die auf parallel zueinander
verlaufenden Schienenelementen 31, 32 der von der Adapterplatte 7 gehaltenen Laufschiene
3 geführt sind, sowie ein an einem Schienenelement 31 montierter erfindungsgemässer
Haltepuffer 9;
- Fig. 13
- die aus einem Blech ausgestanzte Abwicklung des einstückigen Haltepuffers 9 von Figur
12; und
- Fig. 14
- den aus dem Blech ausgestanzten und fertig geformten Haltepuffer 9 sowie das passend
geformte Kopfstück 311 des Schienenelements 31, auf das der Haltepuffer 9 aufgesetzt
wird.
[0043] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemässes Trennelement 1, welches eine Glasplatte 10 umfasst,
an deren Oberseite 1T und Unterseite 1B identische Installationsprofile 11 derart
montiert sind, dass die Frontfläche der Glasplatte 10 frei liegt. Die Vorrichtungsteile
sind daher auf der der Frontfläche gegenüber liegenden Montageseite 1MS der Glasplatte
10 angeordnet, die einem abzuschliessenden Körper 4, z.B. einem Schrank zugewandt
ist. Schematisch gezeigt sind ein oberes und ein unteres Schrankelement 4A bzw. 4B
sowie Wände 4C des Schrankes 4. An der Oberseite des oberen Schrankeelements 4A und
der Unterseite des unteren Schrankenelements 4B sind Adapterplatten 7 montiert, mittels
derer eine mit zwei Schienenelementen 31, 32 versehene Laufschiene 3 bzw. eine mit
zwei Schienenelementen 61, 62 versehene Führungsschiene 6 gehalten werden.
[0044] Auf einem der Schienenelemente 32 der Laufschiene 3 ist ein Laufwerk 2B geführt,
welches einen Laufwerkskörper 21 aufweist, der an Radachsen befestigte Laufräder 22
trägt, der frontseitig mit einem Kopplungselement 213 versehen ist, und der mittels
eines Trägerbolzens 29 ein Trägerprofil 24B trägt. Das Trägerprofil 24B ist über ein
Montageprofil 12 mit dem zugehörigen Installationsprofil 11 verbunden, das an der
Oberseite der Platte 10 montiert ist. Das Montageprofil 12 weist einen mit dem Installationsprofil
11 verbundenen Montageschenkel 122 und einen mit dem Laufwerk 2B verschraubten Aufnahmeschenkel
121 auf.
[0045] Die Führungsvorrichtung 5, die über ein weiteres Montageprofil 12 mit dem an der
Unterseite der Platte 10 befestigten Installationsprofil 11 verbunden ist, weist ein
Führungsrad 52 auf, das in einem Schienenelement bzw. Führungskanal 62 der Führungsschiene
6 geführt ist.
[0046] Jedes der beiden Installationsprofile 11 ist mit einer Haltevorrichtung 13 versehen,
zwischen denen ein Seil oder Kabel, vorzugsweise ein Drahtseil 16 gespannt ist, um
auf das Trennelement 1 einwirkende Kräfte und Momente zu kompensieren.
[0047] In Figur 1 ist ferner gezeigt, dass das Trägerprofil 24B von einem Werkzeugkanal
2424 vorzugsweise vollständig durchlaufen wird, dessen Achse x parallel zur Laufschiene
3 verläuft. Wie dies nachstehend noch näher erläutert wird, kann in den Werkzeugkanal
2424 ein Schraubenzieher eingeführt werden, um die Höhe des Trägerprofils 24B und
somit die Höhe und Neigung der Platte 10 zu justieren. Das Laufwerk 24B ist von der
Seite her dabei leicht zugänglich, so dass die Einstellungen rasch vorgenommen werden
können, ohne dass das Trennelement 1 oder die Platte 10 demontiert wird. Aufgrund
des seitlichen Zugriffs zum Laufwerk 24B ist zudem praktisch kein zusätzlicher Raum
für die Einführung des Werkzeugs erforderlich.
[0048] Wie dies noch erläutert wird, liegen die beiden Laufräder 22 des Laufwerks 2B stets
mit gleicher Kraft am zugehörigen Schienenelement 32 der Laufschiene 3 an, während
das Trägerprofil 24B durch den Trägerbolzen 29 um die Achse z drehbar gehalten ist.
Eine Fehljustierung bzw. eine geringfügige Neigung des Trennelements 1B führt daher
nicht zu einer asymmetrischen bzw. doppelten Belastung eines der Laufräder 22, welches
dadurch frühzeitig ausfallen könnte.
[0049] In Figur 1 ist ferner gezeigt, dass die Installationsprofile 11 und die Montageschenkel
122 der Montageprofile 12 zueinander korrespondierende Profilteile aufweisen, die
ineinander verschoben werden können. Die Platte 10 kann daher zuerst mit den Installationsprofilen
11 versehen werden, wonach die Montageschenkel 12 zu einem passenden Zeitpunkt montiert
werden können.
[0050] Figur 2 zeigt zwei Trennelemente 1A, 1B mit je zwei von separaten Schienenelementen
31, 32 einer Laufschiene 3 geführten, erfindungsgemässen ersten und zweiten Laufwerken
2A, 2B. Die ersten Laufwerke 2A sind direkt mit der Platte 10 des ersten Trennelements
1A verschraubt, weshalb kein Montageprofil 12 erforderlich ist. Die zweiten Laufwerke
2B sind mittels Montageprofilen 12 mit der Platte 10 verbunden. Sofern die beiden
Trennelemente 1A, 1B gegeneinander verschoben werden, so übergreifen die Montageprofile
12 die ersten Laufwerke 2A. Die beiden Trennelemente 1A, 1B können daher beliebig
aneinander vorbei geschoben werden. Die sich überlappenden Platten 10 der Trennelemente
1A, 1B werden vor der Laufschiene 3 geführt, wobei oberhalb der Laufschiene 3 nur
wenig Raum in Anspruch genommen wird.
[0051] In Figur 2 sind ferner erfindungsgemässe Führungsvorrichtungen 5 gezeigt, die lösbar
an der Unterseite der Trennelemente 1A, 1B montiert sind.
[0052] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemässe Führungsvorrichtung 5 bei der Montage oder Demontage.
Die Führungsvorrichtung 5 weist einen winkelförmigen Körper 51 mit einem Vertikalflügel
512 und einem Horizontalflügel 511 auf. Der Vertikalflügel 512 ist an der Winkelaussenseite
mit einem Montagekanal 54 versehen, in den eine an der Platte 10 befestigte Montageleiste
55 einführbar ist. Die Montageleiste 55 weist Öffnungen 551 zur Aufnahme von Montageschrauben
sowie ein mit einer Zunge 5521 und Halterippen 5522 versehenes Arretierelement 552
auf, mittels dessen die in den Montagekanal 54 eingeführte Montageleiste 55 dort gehalten
wird. Mittels der federelastischen Zunge 5521, die an der Platte 10 anliegt, wird
das Arretierelement 552 gegen den Vertikalflügel 512 gedrückt, der von den Halterippen
5522 überlappt wird. Um die Führungsvorrichtung 5 zu lösen, muss das Arretierelement
552 gegen den Widerstand der Zunge 5521 soweit gegen die Platte 10 gedrückt werden,
bis sich die Halterippen 5522 vollständig vom Vertikalflügel 512 lösen. Die Führungsvorrichtung
5 kann daher mit einem Handgriff installiert und deinstalliert werden, um Beschädigungen
zu verhindern, falls das Trennelement 1A; 1B von der Laufschiene 3 gelöst wird. Der
Horizontalflügel 511 weist an der Winkelinnenseite eine Führungsrolle 53 auf, die
innerhalb der Führungsschiene 6 geführt werden kann, wie dies in Figur 1 mit einer
anderen Ausgestaltung der Führungsvorrichtung 5 gezeigt ist.
[0053] An den beiden Trennelementen 1A, 1B von Figur 2 sind dabei erste und zweite Führungsvorrichtungen
5A, 5B vorgesehen, die sich in den Abmessungen des Vertikalflügels 512 und des Horizontalflügels
511 derart unterscheiden, dass der Horizontalflügel 512 der zweiten Führungsvorrichtung
5B unterhalb des Horizontalflügels 511 der ersten Führungsvorrichtung 5A liegt und
die Führungsrollen 52 in einem gewünschten gegenseitigen Abstand in die parallel zueinander
verlaufenden Schienenelemente 61, 62 der Führungsschiene 6 eingreifen können (siehe
Figur 11).
[0054] Figur 4 zeigt das in der Höhe justierbare erste erfindungsgemässe Laufwerk 2A mit
einem Trägerprofil 24A, welches direkt mit der Platte 10 des zugehörigen Trennelements
1A von Figur 2 verbindbar ist.
[0055] Figur 5 zeigt das ebenfalls in der Höhe justierbare zweite erfindungsgemässe Laufwerk
2B von Figur 1 mit dem Trägerprofil 24B, welches mittels des Montageprofils 12 mit
dem zugehörigen Trennelement 1B von Figur 2 verbindbar ist.
[0056] Die beiden Laufwerke 2A und 2B unterscheiden sich nur durch die Ausgestaltung des
jeweiligen Trägerprofils 24A bzw. 24B, das für die entsprechende Montage am zugehörigen
Trennelement 1A bzw. 1B entsprechend angepasst ist. Das erste Trägerprofil 24A weist
eine direkt mit der Platte 10 des ersten Trennelements 1A verschraubbare Montageplatte
249 auf, in der Bohrungen 2491 zur Durchführung von Montageschrauben 2492 vorgesehen
sind (siehe auch Figur 12). Gegebenenfalls durchlaufen die Bohrungen 2491 auch den
Laufwerkskörper 21 oder einen Teil davon. Das zweite Trägerprofil 24B weist an dessen
Oberseite Gewindebohrungen 2426 auf, in die dem Halten des Montageprofils 12 dienende
Montageschrauben 246 (siehe Figur 1) einführbar sind. Das zweite Trägerprofil 24B
ist an dessen Oberseite ferner mit einer Rasterung 2445 versehen, welches erlaubt,
den mit Montageschlitzen 1211 versehenen Aufnahmeschenkel 2 des Montageprofils 12
schrittweise seitlich zu verschieben und in der gewählten Position formschlüssig zu
halten.
[0057] Die weiteren, vorzugsweise identischen Teile der beiden Laufwerke 2A und 2B werden
nachstehend mit Bezug auf beide Figuren 4 und 5 erläutert.
[0058] Beide Laufwerke 2A und 2B weisen einen Laufwerkskörper 21 auf, der z.B. mittels eines
Extrusionsverfahrens kostengünstig herstellbar ist und nach dem Extrusions- und Schneideprozess
nur wenig Nachbearbeitung erfordert. Der als Fahrgestell oder Radkasten dienende Laufwerkskörper
21 weist zwei Radkammern 217 auf, in denen Laufräder 22 mittels in Bohrungen 216 gehaltenen
Wellen 221 drehbar gelagert sind.
[0059] Zwischen den Radkammern ist im Laufwerkskörper 21 eine senkrecht zur Laufschiene
3 verlaufende Zugangsöffnung 215 vorgesehen, durch die eine Justierschraube 23 innerhalb
des Laufwerkskörpers 21 in eine Lageröffnung 211 einführbar ist, in der ein mit einer
Gewindebohrung 291 versehener Trägerbolzen 29 drehbar gehalten ist. Die Justierschraube
23 ist daher um die Achse y des Trägerbolzens 29, die horizontal und senkrecht zur
Laufschiene 3 verläuft, in einem spitzen Winkel vor und zurück schwenkbar, der durch
den Durchmesser der Zugangsöffnung 215 bestimmt ist.
[0060] In einer weniger vorteilhaften einfacheren Ausgestaltung ist die Zugangsöffnung 215
hingegen eine einfache Gewindebohrung, innerhalb der die Justierschraube 23 lediglich
in der Höhe justierbar, jedoch nicht seitlich auslenkbar ist.
[0061] Die Justierschraube 23 weist unterhalb ihres Schraubenkopfs 234 einen Flanschring
232 auf, der ein im Trägerprofil 24A; 24B vorgesehenes Flanschelement 2422 stützt,
welches eine Öffnung 2423 aufweist, durch die hindurch der Schraubenkopf 234 geführt
wird.
[0062] Jedes der Trägerprofile 24A, 24B weist ein U-Profil mit zwei Seitenteilen 241A, 241B
und einem Mittelteil 242 auf. Im Mittelteil 242 ist eine Kopplungskammer 2421 vorgesehen,
in die ein parallel zur Längsachse x des Mittelteils 242 verlaufender Werkzeugkanal
2424 einmündet, der das Mittelteil 242 von einem Ende bis zur Kopplungskammer 2421,
vorzugsweise jedoch bis zum anderen Ende durchläuft, wie dies in Figur 4 gezeigt ist.
Der Kopf eines Kreuzschlitz-Schraubenziehers W kann daher von beiden Frontseiten des
Trägerprofils 24A bzw. 24B durch den Werkzeugkanal 2424 in die Kopplungskammer 2421
eingeführt werden, innerhalb der der Schraubenkopf 234 angeordnet ist.
[0063] Nachdem der Schraubenkopf 234 beim Zusammenbau des Laufwerks 2A; 2B in die Kopplungskammer
2421 eingeführt wurde, wird dieser mit einem Zahnteller 26 verbunden, der einen peripher
angeordneten Zahnkranz 261 aufweist, der am unteren Rand des Zahntellers 26 senkrecht
zum Werkzeugkanal 2424 ausgerichtet ist. Der Zahnteller 26 weist eine der Aufnahme
des Schraubenkopfs 234 dienende Sechskantöffnung 262 auf, die der Aufnahme des sechskantigen
Schraubenkopfs 234 dient. Die axiale Sicherung des Zahntellers 26 erfolgt vorzugsweise
durch Vertaumeln bzw. Breitpressen des Überstandes des Schraubenkopfs 234, wonach
der Zahnteller 26 formschlüssig gehalten ist und nicht mehr vom Schraubenkopf 234
gelöst werden kann.
[0064] Auf der Oberseite des die Kopplungskammer 2421 begrenzenden Flanschelements 2422
ist daher der Zahnteller 26 und auf der Unterseite des Flanschelements 2422 ist der
Flanschring 232 gehalten, so dass die drehbar gehaltene Justierschraube 23 vom Trägerprofil
24A, 24B nicht mehr lösbar ist.
[0065] Zwischen dem Flanschring 232 und dem Schraubenkopf 234 bzw. dem aufgesetzten Zahnteller
26 ist ein Distanzelement 233 vorgesehen, welches ebenfalls in die Kopplungskammer
2421 hineinragt und dort als Anschlag für den verzahnten Kopf des Kreuzschlitz-Schraubenziehers
W dient, um diesen in optimalem Eingriff mit dem Zahnkranz 261 des Zahntellers 26
zu halten. Der Kopf des Kreuzschlitz-Schraubenziehers W kann daher durch den Werkzeugkanal
2424 in die Kopplungskammer 2421 eingeführt werden, bis er am Distanzelement 233 anliegt.
In dieser Position erfolgt gleichzeitig der erforderliche Eingriff der Zähne des Werkzeugkopfs
in den Zahnkranz 261 des Zahntellers 26. Damit die Drehung der Justierschraube 23
besonders leicht erfolgen kann, dient das Distanzelement 233 vorzugsweise auch als
Lagerwelle, die innerhalb der Öffnung 2423 im Flanschelement 2422 vorzugsweise praktisch
spielfrei gelagert ist.
[0066] Als Sicherung gegen selbsttätiges Verdrehen der Justierschraube 23 ist innerhalb
der Kopplungskammer 2421 ein Sicherungsring 25 vorzugsweise aus Kunststoff vorgesehen,
welcher zwei in die Werkzeugkanäle 2424 hinein ragende Halteösen 252 und zwei elastisch
gehaltene Haltezähne 251 aufweist, welche in den Zahnkranz 261 des Zahntellers 26
eingreifen, wie dies in Figur 8 illustriert ist. Der Sicherungsring 25 ist daher zwischen
dem Flanschelement 2423 und dem Zahnteller 26 gehalten, so dass er nicht aus der Kopplungskammer
2421 entweichen kann. Durch die Halteösen 252, durch die der Schraubenzieher W hindurch
geführt werden kann, wird der Sicherungsring 25 zudem gegen eine Verdrehung gesichert.
Beim Drehen der Schraubenziehers W wird der Zahnteller 26 daher gedreht, wodurch die
Haltezähne 251 schrittweise aus dem Zahnkranz 261 verdrängt werden, nach der Entnahme
der Schraubenziehers W jedoch wieder darin einrasten. Eine einmal gewählte Justierung
des Laufwerks 2A; 2B bleibt somit erhalten.
[0067] In den an den Trägerprofilen 24A, 24B vorgesehenen Seitenteilen 241A, 241B sind ferner
Führungsschlitze 2411 vorgesehen, in denen Führungsnasen 292 geführt und unverdrehbar
gehalten sind, die beidseits am Trägerbolzen 29 vorgesehen sind. Die Führungsnasen
292 können in den Führungsschlitzen 2411 nach oben und nach unten wandern und werden
zusammen mit dem zugehörigen Trägerprofil 24A; 24B gedreht, so dass die Achsen des
Trägerprofils 24A; 24B und der Justierschraube 23 stets senkrecht aufeinander stehen.
[0068] Der Laufwerkskörper 21 weist frontseitig ferner ein Kopplungselement 213 auf, welches
mit dem in Figur 14 gezeigten Haltepuffer 6 zusammenwirken kann.
[0069] Der Laufwerkskörper 21 dient ferner der Aufnahme einer Aushängesicherung 28 und ist
dazu beidseitig mit Ausnehmungen 214 versehen. Die Aushängesicherung 28 umfasst eine
U-Profilförmige, elastische Halteklammer 281, die in der Art eines Reiters auf den
Laufwerkskörper 21 aufgesetzt wird und in den darin vorgesehenen Ausnehmungen 214
gehalten ist. Die Halteklammer 281 weist an den unteren Enden gegeneinander gerichtete
Fusselemente 2811 auf, die das Kopplungselement 213 nach unten übergreifen und den
Kopf 311 des zugehörigen Schienenelements 31 der Laufschiene 3 beidseitig umfassen
können. Sofern das Laufwerk 2A; 2B jedoch angehoben wird, werden die ungesicherten
Fusselemente 2811 beiseite gedrückt und das Laufwerk 2A; 2B kann von der Laufschiene
3 gelöst werden. Um dies zu verhindern, wird ein starrer Fixierrahmen 282 mit einem
U-Profil aus Metall oder Plastik über die Halteklammer 281 geschoben, so dass diese
beidseitig gehalten und fixiert ist.
[0070] Damit sich der Fixierrahmen 282 nicht von der Halteklammer 281 löst, weist die Halteklammer
281 Verbindungsnocken 2812 auf, die in Verbindungsschlitzen 2821 geführt sind, die
in den Seitenteilen des Fixierrahmens 282 vorgesehen sind. Die Seitenteile des Fixierrahmens
282 sind ferner mit Sicherungsflanschen 2822 versehen, welche die Halteklammer 281
frontseitig und rückseitig überlappen. Der Fixierrahmen 282 ist daher formschlüssig
mit der Halteklammer 281 verbunden und kann von dieser nur gelöst werden, wenn er
manuell nach oben gezogen wird, wonach die Fusselemente 2811 der Halteklammer 281
ihre Beweglichkeit wieder erlangen.
[0071] Figur 6 zeigt das Laufwerk 2B von Figur 4 mit nach oben gefahrenem Trägerprofil 24B.
[0072] Figur 7 zeigt das Laufwerk 2B von Figur 4 mit nach unten gefahrenem Trägerprofil
24B.
[0073] Wie dies in den Figuren 6 und 7 illustriert ist, kann der Kopf des Schraubenziehers
W beidseits durch den Werkzeugkanal 2424 in die Kopplungskammer 2241 eingeführt werden,
um die Justierschraube 23 zu drehen. Vorbehaltlich des Kopplungselements 213 sind
die Laufwerke 2A, 2B daher symmetrisch ausgestaltet und können daher auf jeder Seite
des Trennelements 1A; 1B in beliebiger Ausrichtung montiert werden. Der Zugriff mittels
des Werkzeugs W bleibt daher stets gewährleistet.
[0074] Figur 8 zeigt die oben beschriebenen Teile der Justiervorrichtung im ersten und zweiten
Laufwerk 2A, 2B, nämlich die Justierschraube 23, den Zahnteller 26 sowie den Sicherungsring
25, der das selbsttätige Verdrehen der Justierschraube 23 verhindert. Ferner ist gezeigt,
dass der durch den Werkzeugkanal 2424 in die Kopplungskammer 2421 eingeführte Schraubenzieher
W durch das unterhalb des Schraubenkopfs 234 vorgesehene Distanzelement 233 in Position
gehalten wird. Schematisch ist ferner gezeigt, dass der Schraubenzieher W durch die
Halteöse 252 des Sicherungsrings 25 in die Kopplungskammer 2421 eingeführt wird.
[0075] Figur 9 zeigt die Laufschiene 3 und die Adapterplatte 7 von Figur 1. Die Laufschiene
3 weist eine Schienenplatte 33 auf, an deren Oberseite zwei dem Abrollen der Laufräder
22 dienende Schienenelemente 31, 32 und an deren Unterseite zwei parallel zu den Schienenelementen
31, 32 verlaufende Montagewinkel 34 vorgesehen sind. Die beiden Montagewinkel 34 korrespondieren
zu zwei Konterwinkeln 74, die an der Adapterplatte 7 vorgesehen sind, die an der Oberseite
eines Schrankes 4 mittels Schrauben 76 montiert ist, die durch Öffnungen 731 hindurch
geführt werden. Die Laufschiene 3 kann daher von vorn bzw. von der Frontseite des
Schranks 4 her über die Adapterplatte 7 geführt und nach hinten verschoben werden,
bis die Montagewinkel 34 und die Konterwinkel 74 ineinander eingreifen. In der Folge
werden Konterschrauben 75, die in Gewindebohrungen 711 von mit der Adapterplatte 7
verbundenen Montageleisten 71 gehalten sind, gegen die Montagewinkel 34 gedreht. Mittels
dieser Konterschrauben 75, die ebenfalls von der Frontseite des Schranks 4 her betätigt
werden können, werden die Montagewinkel 34 der Laufschiene 3 fixiert, so dass diese
stabil gehalten ist. Der ein- oder mehrteilige Schrank 4, der eine beliebige Breite
aufweisen kann, kann dabei mit mehreren Adapterplatte 7 bestückt werden, die möglichst
genau ausgerichtet werden.
[0076] Das erfindungsgemässe Installationssystem weist eine relativ hohe Toleranz gegen
Fehlpositionierungen auf. Leichte Drehungen und Verschiebungen einzelner Adapterplatten
7 relativ zur idealen Position werden problemlos kompensiert, indem die Montagewinkel
34 und die Konterwinkel 74 nicht plan aneinander liegen müssen, und die stabile Montage
der Laufschiene 3 trotzdem gewährleistet ist. Da die Laufschiene 3 erst nach der Installation
des Schrankes 4 aufgesetzt werden kann, wird diese vorzugsweise in der gesamten Länge
einstückig aufgesetzt, wodurch Stossstellen vermieden werden. Aus Figur 9 ist ferner
ersichtlich, dass der Abstand d zwischen der Oberkante des Schranks 4 und der Decke
40 minimal und nur unter Berücksichtigung der Grösse der Laufwerke 2A, 2B gewählt
werden kann, wie dies in Figur 10 gezeigt ist.
[0077] Figur 10 zeigt das Laufwerk 2A von Figur 4 sowie die Laufschiene 3 und die Adapterplatte
7 von Figur 9, die in der oben beschriebenen Weise montiert werden. Es ist gezeigt,
dass die Adapterplatte 7 relativ zum Laufwerk 2A nur wenig Raum in Anspruch nimmt.
Nach der Montage der Adapterplatte 7 und der Laufschiene 3 wird dazwischen ein Klemmprofil
81 vorgesehen, welches dem Halten einer Abdeckleiste 82 dient. Von der Frontseite
des Schranks 4 her gesehen, bilden die Adapterplatte 7 und die Laufschiene 3 somit
eine Einheit und treten nicht störend in Erscheinung.
[0078] Figur 11 zeigt eine Führungsschiene 6, die von vorn auf eine an der Unterseite des
Schranks 4 montierte Adapterplatte 7 aufgesetzt und mittels einer frontseitig zugänglichen
Konterschraube 75 fixiert wird. Die Führungsschiene 6 weist eine Schienenplatte 63
auf, an deren Oberseite zwei dem Abrollen der Führungsrollen 52 dienende Führungskanäle
bzw. Schienenelemente 61, 62 und an deren Unterseite zwei parallel zu den Schienenelementen
61, 62 verlaufende Montagewinkel 64 vorgesehen sind. Die beiden Montagewinkel 64 korrespondieren
zu zwei an der Adapterplatte vorgesehenen Konterwinkeln 74. Die Führungsschiene 6
kann daher in gleicher Weise und mit den gleichen Vorteilen wie die Laufschiene 3
montiert werden.
[0079] Figur 12 zeigt die mit der Aushängesicherung 28 versehenen Laufwerke 2A, 2B, die
auf parallel zueinander verlaufenden Schienenelementen 31, 32 der von der Adapterplatte
7 gehaltenen Laufschiene 3 geführt sind. Beim Laufwerk 2B ist gut ersichtlich, dass
die Fusselemente 2811 der vom Fixierrahmen 282 gehaltenen Halteklammer 281 das Kopfstück
des zugehörigen Schienenelements 32 umgreifen, so dass das Laufwerk 2B nicht von der
Laufschiene 3 gelöst werden kann. Ferner ist gezeigt, dass die Laufschiene 3 mittels
einer Konterschraube 75 gegen die Adapterplatte 7 gedrückt wird, so dass die Montagewinkel
34 und die Konterwinkel 74 ineinander verschobenen gehalten sind. Zwischen der Adapterplatte
7 und der Laufschiene 3 ist das Klemmprofil 81 gehalten, welches seinerseits die Abdeckleiste
82 hält. Weiterhin ist gezeigt, dass die Montageplatte 249 des Laufwerks 2A mit der
Holzplatte 10 des Trennelements 1A verschraubt ist. Die dazu vorgesehene Montageschraube
2492 wird vorzugsweise durch das gesamte Trägerprofil 24B hindurchgeführt. Weiterhin
sind die in den Trägerprofilen 24A, 24B der Laufwerke 2A, 2B vorgesehenen Werkzeugkanäle
2424 gezeigt, in die der Kreuzschlitz-Schraubenzieher W einführbar ist, um die Höhe
der Trägerprofile 24A, 24B einzustellen.
[0080] In Figur 12 ist ferner ein auf das Schienenelement 31 aufgesetzter Haltepuffer 9
gezeigt welcher ein U-Profil aufweist, dessen Seitenelemente mittels einer Montageschraube
91 und einer Schraubenmutter 92 derart zusammengedrückt werden, dass die beiden unteren
Endstücke des U-Profils, welche Andruckplatten 904A, 904B bilden, gegen den Kopf 311
des zugehörigen Schienenelements 31 gepresst werden. Der Haltepuffer 9 ist daher direkt
mit dem Schienenelement 31 verbunden und benötigt somit nur einen minimalen Raum.
[0081] Figur 13 zeigt die aus einem Blech ausgestanzte Abwicklung 90 des einstückigen Haltepuffers
9 von Figur 12.
[0082] Figur 14 zeigt den aus dem Blech ausgestanzten und fertig geformten Haltepuffer 9
sowie das passend geformte Kopfstück 311 des Schienenelements 31, das beidseits abgeflachte
Zonen 3111 aufweist, an denen die Andruckplatten 904A, 904B flächig anliegen (siehe
Figur 12).
[0083] Wie dies in Figur 14 gezeigt ist, wird der Haltepuffer 9 zu einem U-Profil geformt.
Die Abwicklung weist daher verschiedene Zonen auf, die nach dem Ausstanzen aus einem
Blech gegeneinander gebogen werden. Die Zonen 903A und 903B betreffen die Seitenteile
des U-Profils, die mit Bohrungen 9031 zur Durchführung von Montageschrauben 91 sowie
mit einseitig ausgeschnittenen und ausgebogenen Konterelementen 9032 versehen sind,
die dem Halten von Schraubenmuttern 92 dienen. Die Zone 905 betrifft das Mittelteil
des U-Profils bzw. den Pufferrücken. Die an die Seitenteile 903A und 903B anschliessenden
Zonen 904A und 904B betreffen die oben erwähnten Andruckplatten. Die Zonen 901A und
901B betreffen die dem Auffangen des Laufwerks 2A, 2B dienenden Fangelemente, in denen
Bohrungen 9011 zur Durchführung einer Vorspannschraube 910 vorgesehen sind, mittels
der die beiden Fangelemente 901A, 901B gegeneinander gedrückt und vorgespannt werden
können.
[0084] Figur 14 zeigt den Haltepuffer 9, der durch Biegung der einzelnen Zonen 901A, 901B,
903A, 903B; 904A, 904B und 905 geformt und mit den genannten Bohrungen 9011, 9031
und Ausstanzungen 9032 versehen wurde. Das ausgestanzte Blechstück wurde zu einem
einstückigen U-Profil gebogen, an dessen Unterseite die flachen Andruckplatten 904A,
904B gegeneinander geneigt sind, welche nach der Montage beidseits an den abgeflachten
Seiten 3111 des Kopfstücks 311 des zugehörigen Schienenelements 31 der Laufschiene
3 angedrückt und vorzugsweise auf die Laufschienenplatte 3 abgestützt werden. Die
Seitenteile 903A, 903B des U-Profils, die je ein dem Laufwerk 2A, 2B zugewandtes,
zungenförmiges Fangelement 901A, 90B aufweisen, werden mittels zwei Montageschrauben
91 gegeneinander und somit gegen das Schienenelement 31 gedrückt, so dass die Andruckplatten
904A, 904B nach der Montage stabil an den abgeflachten Seiten 3111 des Kopfstücks
31 anliegen. Durch die Neigung der Andruckplatten 904A, 904B wird ferner bewirkt,
dass diese bei der Montage des Haltepuffers 9 nach unten gegen die Schienenplatte
3 gedrückt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass der Haltepuffer 9 weder nach unten,
noch nach oben entweichen kann.
[0085] Die beiden zusammenwirkenden Fangelemente 901A, 901B, die mit der Vorspannschraube
910 miteinander verbunden werden, sind derart als Blattfedern ausgebildet, dass das
am Körper 21 des Laufwerks 2A; 2B vorgesehene Kopplungselement 213 darin einfahren
und gehalten werden kann. Das Trennelement 1A, 1B wird daher elastisch aufgefangen
und anschliessend gehalten.
Literaturverzeichnis:
[0086]
- [1]
- EP 1916372 A1
- [2]
- Produktkatalog der HAWA AG, Schiebebeschläge 2000
Bezugszeichenliste:
[0087]
- 1
- Trennelement
- 10
- Platte, insbesondere Glas- oder Holzplatte
- 11
- Installationsprofil
- 12
- L-förmiges Montageprofil
- 121
- Aufnahmeschenkel des Montageprofils 12
- 1211
- Montageschlitz zur Aufnahme der Montageschraube 246
- 122
- Montageschenkel des Montageprofils 12
- 13
- Haltevorrichtung
- 16
- Verbindungselement, Seil
- 2
- Laufwerk
- 2A
- erstes Laufwerk, direkt an der Platte 10 angeschraubt
- 2B
- zweites Laufwerk, über das Montageprofil 12 verbunden
- 21
- Laufwerkskörpers, Körper des Laufwerks 2
- 211
- Lageröffnung für den Trägerbolzen 29
- 213
- Kopplungselement, korrespondierend zum Puffer 9
- 214
- Ausnehmung zur Aufnahme der Aushängesicherung 28
- 215
- Zugangsöffnung, gegebenenfalls Gewindebohrung
- 216
- Bohrung im Laufwerkskörper 21 für die Radachsen 221
- 217
- Radkammer
- 22
- Laufrad des Laufwerks 2
- 221
- Welle, Radachse
- 23
- Justierschraube
- 231
- Gewindeschaft der Justierschraube 23
- 232
- Flanschring an der Justierschraube 23
- 233
- Distanzzylinder an der Justierschraube 23
- 234
- Kopf der Justierschraube 23
- 24A
- Trägerprofil des ersten Laufwerks 2A
- 24B
- Trägerprofil des zweiten Laufwerks 2B
- 241A/B
- Seitenteile des Trägerprofils 24A bzw. 24B
- 2411
- Führungsschlitz im Seitenteil 24A bzw. 24B
- 242
- Mittelteil des Trägerprofils 24A bzw. 24B
- 2421
- Kopplungskammer im Mittelteil 242
- 2422
- Flanschelement mit Öffnung 2423
- 2423
- Öffnung im Flanschelement 2422
- 2424
- Werkzeugkanal im Mittelteil 242
- 2425
- Rasterung an der Oberseite des Mittelteils 242
- 2426
- Gewindebohrung im Mittelteil 242
- 246
- Montageschrauben
- 249
- Montageplatte am Trägerprofil 24A
- 2491
- Montageöffnung an der Montageplatte 249
- 2492
- Montageschraube, ggf. das Trägerprofil durchlaufend
- 25
- Sicherungsring
- 251
- Haltezahn am Sicherungsring 25
- 252
- Halteöse
- 26
- Zahnteller
- 261
- Zahnkranz am Zahnteller 26
- 262
- Mehrkantöffnung zur Aufnahme des Schraubenkopfs 234
- 28
- Aushängesicherung
- 281
- Halteklammer
- 2811
- Fusselemente an der Halteklammer 281
- 2812
- Verbindungsnocken an der Halteklammer 281
- 282
- Fixierrahmen
- 2821
- Verbindungsschlitz am Fixierrahmen 282
- 2822
- Sicherungsflanschen am Fixierrahmen 282
- 29
- Trägerbolzen
- 291
- Gewindebohrung zur Aufnahme der Justierschraube 23
- 292
- Führungsnase(n) am Trägerbolzen 29
- 3
- Laufschiene
- 31
- erstes Schienenelement der Laufschiene 3
- 311
- Kopfstück des ersten Schienenelements 31
- 3111
- flache Seiten des Kopfstücks 311
- 32
- zweites Schienenelement der Laufschiene 3
- 321
- Kopfstück des zweiten Schienenelements 32
- 33
- Laufschienenplatte
- 34
- Montagewinkel an der Schienenplatte 33
- 4
- Körper, Gebäude- oder Möbelkörper, Schrank
- 40
- Decke, Gebäudekörper oberhalb des Schranks 4
- 4A
- oberes Element des Körpers 4
- 4B
- unteres Element des Körpers 4
- 4C
- Wand des Installationskörpers 4
- 5
- Führungsvorrichtung
- 51
- Körper der Führungsvorrichtung 5
- 511
- Horizontalflügel der Führungsvorrichtung 5
- 512
- Vertikalflügel der Führungsvorrichtung 5
- 52
- Führungsrolle am Horizontalflügel 511
- 54
- Montagekanal im Vertikalflügel 512
- 55
- Montageleiste
- 551
- Bohrungen zur Aufnahme von Montageschrauben
- 552
- Arretierelement, Clip
- 5521
- Zunge
- 5522
- Halterippen
- 553
- Halteflansch
- 6
- Führungsschiene
- 61
- Schienenelement bzw. erster Führungskanal
- 62
- Schienenelement bzw. zweiter Führungskanal
- 63
- Führungsschienenplatte
- 64
- Montagewinkel an der Führungsschienenplatte 63
- 7
- Adapterplatte
- 71
- Montageleiste
- 711
- Gewindebohrung in der Montageleiste 71
- 73
- Öffnungen in der Adapterplatte 7
- 74
- Konterwinkel
- 75
- Konterschraube
- 76
- Montageschrauben
- 81
- Klemmprofil
- 82
- Abdeckleiste
- 9
- Haltepuffer
- 90
- Pufferkörper, gebogen
- 90
- Abwicklung des Pufferkörpers 90
- 901A/B
- Fangelemente
- 9011
- Bohrungen in den Fangelementen 901A bzw. 901B
- 903A/B
- Pufferseiten
- 9031
- Bohrungen zur Durchführung der Montageschrauben 91
- 9032
- Konterelemente zum Halten der Schraubenmuttern 92
- 904A/B
- Andruckplatten
- 905
- Pufferrücken
- 91
- Montageschrauben
- 910
- Vorspannschraube
- 92
- Schraubenmuttern
1. Laufwerk (2A; 2B) für ein verschiebbares Trennelement (1) mit einem mit wenigstens
zwei Laufrädern (22) versehenen Laufwerkskörper (21), der mit einem Trägerprofil (24A;
24B) verbunden ist, welches dem Tragen des Trennelements dient (1), dadurch gekennzeichnet, dass im Laufwerkskörper (21) der Gewindeschaft (231) einer Justierschraube (23) drehbar
gehalten ist, die unterhalb des Schraubenkopfs (234) einen Flanschring (232) aufweist,
der ein im Trägerprofil (24A; 24B) vorgesehenes Flanschelement (2422) stützt, welches
eine Öffnung (2423) aufweist, durch die der Schraubenkopf (234) hindurch geführt ist.
2. Laufwerk (2A; 2B) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil (24A; 24B), vorzugsweise ein U-Profil mit zwei Seitenteilen (241A,
241B) und einem Mittelteil (242) ist, in dem eine Kopplungskammer (2421) vorgesehen
ist, innerhalb der der mit einem Zahnteller (26) verbundene Schraubenkopf (234) angeordnet
ist und in die ein parallel zur Längsachse (x) des Mittelteils (242) verlaufender
Werkzeugkanal (2424) einmündet, der das Mittelteil (242) von einem Ende bis zur Kopplungskammer
(2421) oder bis zum anderen Ende durchläuft.
3. Laufwerk (2A; 2B) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahnteller (26) eine der Aufnahme des Schraubenkopfs (234) dienende Mehrkantöffnung
(261) sowie einen peripher angeordneten Zahnkranz (261) aufweist, der am oberen oder
unteren Rand des Zahntellers (26) senkrecht zum Werkzeugkanal (2424) ausgerichtet
ist.
4. Laufwerk (2A; 2B) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Flanschring (232) und dem Schraubenkopf (234) oder dem Zahnteller (26)
ein vorzugsweise zylinderförmiges Distanzelement (233) vorgesehen ist, welches als
Anschlag für den verzahnten Kopf eines Werkzeugs (W) dient, um diesen im Eingriff
mit dem Zahnteller (26) zu halten.
5. Laufwerk (2A; 2B) nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der im Mittelteil (242) vorgesehenen Kopplungskammer (2421) ein Sicherungsring
(25) vorgesehen ist, welcher wenigstens eine in den Werkzeugkanal (2424) hinein ragende
Halteöse (252) sowie wenigstens einen elastisch gehaltenen Haltezahn (251) aufweist,
welcher in den Zahnkranz (261) des Zahntellers (26) eingreift.
6. Laufwerk (2A; 2B) nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Laufwerkskörper (22) eine Lageröffnung (211) vorgesehen ist, innerhalb der ein
Trägerbolzen (29) drehbar gelagert ist, welcher eine senkrecht zur Bolzenachse (y)
verlaufende Gewindebohrung (291) aufweist, innerhalb der der Gewindeschaft (231) der
Justierschraube (23) drehbar gehalten ist, die durch eine breitere Zugangsöffnung
(215) in die Lageröffnung (211) eingeführt ist oder dass
b) die Zugangsöffnung (215) ein Gewinde aufweist, welches dem Halten des Gewindeschafts
(231) dient.
7. Laufwerk (2A; 2B) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerbolzen (29) beidseitig mit einer Führungsnase (292) versehen ist, welche
in Führungsschlitzen (2411) des ersten und zweiten Seitenteils (241A, 241B) des Trägerprofils
(24A; 24B) geführt sind.
8. Laufwerk (2A; 2B) nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Laufwerkskörper (21) ein Kopplungselement (213) aufweist, welches mit einem
Haltepuffer zusammenwirken kann, und/oder dass
b) der Laufwerkskörper (21) dem Halten einer Aushängesicherung (28) dient, welche
einen starren Fixierrahmen (282) umfasst, der eine U-Profilförmige, elastische Halteklammer
(281) am Laufwerkskörper (21) fixiert, deren gegeneinander gerichtete Fusselemente
(2811) den Laufwerkskörper (21) nach unten überragen und dadurch das Kopfstück (311) der Laufschiene (31, 32) beidseitig umgreifen und lose halten
können.
9. Laufwerk (2A; 2B) nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil (24A) mit einer mit dem Trennelement (1) verbindbaren Montageplatte
(249) versehen ist oder dass das Trägerprofil (24B), an dessen Oberseite vorzugsweise
eine Rasterung (2445) vorgesehen ist, mit einem Montageprofil (12) verschraubbar ist.
10. Verschiebbares Trennelement (1) mit einer Platte (10), einer Glasplatte oder einer
Holzplatte, welche an deren Oberseite über die Montageplatte (249) oder über das Montageprofil
(12) mit einem Laufwerk (2A; 2B) gemäss Anspruch 9 verbunden ist.
11. Trennelement (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Unterseite der Platte (10) montierte Führungsvorrichtung (5) einen winkelförmigen
Körper (51) mit einem Vertikalflügel (512) und einem Horizontalflügel (511) aufweist,
dass der Vertikalflügel (512) an der Winkelaussenseite einen Montagekanal (54) aufweist,
in dem eine fest oder lösbar an der Platte (10) befestigte Montageleiste (55) mittels
eines Arretierelements (552) lösbar gehalten ist, und dass der Horizontalflügel (511)
an der Winkelinnenseite eine Führungsrolle (53) aufweist.
12. Vorrichtung mit wenigstens einem Trennelement (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk (2A, 2B) in einer Laufschiene (3) und/oder die Führungsvorrichtung in
einer Führungsschiene (6) geführt ist, die an der Oberseite einer Schienenplatte (33
bzw. 63) mit wenigstens einem dem Abrollen der Laufräder (22) bzw. Führungsrollen
(53) dienenden Schienenelement (31, 32 bzw. 61, 62) und an der Unterseite der Schienenplatte
(33 bzw. 63) mit wenigstens einem parallel zum Schienenelement (31, 32 bzw. 61, 62)
verlaufender Montagewinkel (34 bzw. 64) versehen sind, der mit einem dazu korrespondierenden
Konterwinkel (74) einer am Installationsort (4) montierten Adapterplatte (7) zusammenwirkt,
und von wenigstens einer Konterschraube (75) fixiert ist, die in einer Gewindebohrung
(711) einer Montageleiste (71) der Adapterplatte (7) drehbar gehalten ist.
13. Vorrichtung mit wenigstens einem Trennelement (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (1) vor der Front eines Körpers (4), insbesondere eines durch Gebäudeteile
oder ein Möbelstück gebildeten Körpers, verschiebbar gehalten ist, an dessen Oberseite
die Laufschiene (3) und an dessen Unterseite die Führungsschiene (6) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung mit wenigstens einem Trennelement (1) nach einem der Ansprüche 10-13,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Haltepuffer (9) vorgesehen ist, der aus einem Blechstück einstückig zu einem
U-Profil gebogen ist, an dessen Unterseite flache Andruckplatten (904A, 904B) gegeneinander
geneigt sind, welche beidseits an vorzugsweise abgeflachten Seiten (3111) des Kopfstücks
(311) des zugehörigen Schienenelements (31) der Laufschiene (3) anliegen und auf die
Laufschienenplatte (33) abgestützt sind, wobei die Seitenteile (903A, 903B) des U-Profils,
die je ein dem Laufwerk (2A, 2B) zugewandtes Fangelement (901A; 901B) aufweisen, von
wenigstens einer Montageschraube (91) gegen das Schienenelement (31) gedrückt werden.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zusammenwirkenden Fangelemente (901A; 901B) mit einer Vorspannschraube
(910) miteinander verbunden und derart als Blattfedern ausgebildet sind, dass das
am Körper (21) des Laufwerks (2A, 2B) vorgesehene Kopplungselement (213) darin einfahren
und gehalten werden kann.