Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Motorsteuerstrategie für einen hydraulischen
Nockenwellenversteller mit mechanischer Mittenverriegelung, insbesondere einen hydraulischen
Nockenwellenversteller gemäß Flügelzellenprinzip, mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Nockenwellen von Brennkraftmaschinen werden meistens über eine Kette oder einen Zahnriemen
von Kurbelwellen angetrieben und dabei in einem geschlossenen Regelkreis kontinuierlich
verstellt, wobei typische Verstellbereiche bei 40° bis 60° Kurbelwinkel liegen. Einzustellende
Kurbelwinkel sind in Kennfeldern hinterlegt. Verstellungen erfolgen z. B. hydraulisch,
gespeist aus dem Motorölkreis über ein elektrisch betätigtes Steuerventil und ermöglichen
optimierte Ventilsteuerzeiten über die Parameter Motorlast und -drehzahl. Je nach
Motorkonzept und Anzahl der Versteller ist so eine deutliche Absenkung von Kraftstoffverbrauch
und Abgasemissionen sowie eine Steigerung von Leistung und Drehmoment erreichbar.
[0003] Nockenwellen und damit fest verbundene Rotoren eines hydraulischen Nockenwellenverstellers
neigen im nicht hydraulisch eingespannten Zustand aufgrund von Wechselmomenten an
der Nockenwelle zu akustisch auffälligem Schwingen. Verhindert werden kann dieses
Schwingen mit einer mechanischen Verbindung von Rotor zu Stator und damit zur Kurbelwelle.
Eine bekannte derartige mechanische Verbindung ist der in der Mitte, also zwischen
den Endanschlägen SPÄT und FRÜH verriegelte Nockenwellenversteller. Zwei im Rotor
axial verschiebbare Verriegelungskolben, auch unter der Bezeichnung Pin bekannt, können
mittels Federkraft in eine Verriegelungskulisse gedrückt werden, welche gegenüberliegend
in einem axial angeordneten Verriegelungsdeckel untergebracht ist, der fest mit dem
Stator verschraubt ist und so Rotor und Stator drehfest miteinander verriegeln. Entriegeln
erfolgt hydraulisch mittels Öldruck aus dem Schmierkreislauf des Motors, der durch
gesteuertes Beaufschlagen eines Magnetventils mit Strom zu den Verriegelungskolben
gelenkt wird und diese axial aus der Verriegelungskulisse in den Rotor verschiebt,
so dass Rotor und Stator zueinander verdrehbar sind.
[0004] Nicht hydraulisch eingespannte Zustände sind typisch für den Motorstart, bei dem
die geringe Drehzahl der Ölpumpe und entsprechend niedriger Öldruck im Schmierkreislauf
des Motors nicht ausreichend sein können für einen Öldruck, der die Position von Rotor
zu Stator hält. Während die Drehzahl des Motors hochläuft, entstehen Reibmomente an
den Nockenwellen entgegen deren Drehrichtung, die eine mittige Verriegelung unterstützen,
wenn der Rotor des Nockenwellenverstellers zwischen Mittenverriegelungsposition (MVP)
und FRÜH-Endanschlag abgestellt wurde. Wurde beim Motorstop der Rotor des Nockenwellenverstellers
jedoch zwischen SPÄT-Endanschlag und MVP abgestellt, erfolgt dessen Verstellung durch
Reibmomente ausschließlich in Richtung SPÄT und die MVP ist für den Rotor ohne ausreichenden
Öldruck nicht erreichbar.
[0005] Die
US-6,450,137 B2 offenbart einen Nockenwellenversteller, dessen Rotor relativ zum Stator hydraulisch
entweder zum FRÜH-Endanschlag oder zum SPÄT-Endanschlag gedrückt werden kann. Ein
elektrisches Steuerventil schaltet einen Zugang zu Öl unter Druck von einer Pumpe
und einen druckfreien Rücklauf zu einem Ölreservoir wechselweise auf den FRÜH-Endanschlag
oder auf den SPÄT-Endanschlag. Das elektrische Steuerventil wird von einer Steuervorrichtung
eingestellt. Zum Unterdrücken von Geräuschen aus dem Nockenwellenantrieb soll der
Rotor von der Kurbelwelle beim Motorstart mechanisch so zum Stator gedreht werden,
dass der Rotor mit dem Stator mittig verriegelt werden kann. Wurde beim Motorstop
der Rotor des Nockenwellenverstellers jedoch zwischen SPÄT-Endanschlag und MVP abgestellt,
erfolgt dessen Verstellung durch Reibmomente ausschließlich in Richtung SPÄT und die
MVP ist so nur über Umwege und unzuverlässig zu erreichen, so dass das akustisch auffällige
Schwingen der Nockenwelle nicht verhindert ist.
[0006] Bei hydraulischem Verriegeln des Nockenwellenverstellers während des Motorstarts
ist die Abhängigkeit von Öltemperatur, Restöl in den Ölkammern zwischen Rotor und
Stator, Reibmoment und Nockenwellenwechselmoment nachteilig, da es eine gewisse Zeit
dauert, den Nockenwellenversteller mittig zu verriegeln und das Motorsteuergerät diese
Zeit abwarten muss bevor der Motor gezündet werden kann, wobei akustische Auffälligkeiten
vor der Mittenverriegelung und zusätzliche Lasten auf Steuertrieb, Nockenwellen und
anschließende Komponenten aufgrund der Schwingungen im nicht verriegelten Zustand
des Nockenwellenverstellers möglich sind.
[0007] Die
US-6,684,835 B2 offenbart einen hydraulischen Nockenwellenversteller, dessen Mittenverriegelung beim
Abstellen des Motors erfolgt. Eine elektronische Steuereinheit erfasst ein Signal,
das beim Abstellen des Motors erzeugt wird und Signale, die den Stand von Stator relativ
zum Rotor wiedergeben. Ein elektrisches Steuerventil weist 5 Ports auf, von denen
ein Port Pumpe den Ölzufluss zum Magnetventil aus dem Schmierölkreislauf des Motors
aufnimmt, ein Port Kammer A das Steuerventil und Kammern A des Nockenwellenverstellers
verbindet, ein Port Kammer B das Magnetventil mit Kammern B des Nockenwellenverstellers
verbindet, ein Port Pins das Magnetventil mit allen Verriegelungskolben im Nockenwellenversteller
verbindet und ein Port Tank den Ölabfluss aus dem Magnetventil mit dem Schmierölkreislauf
des Motors verbindet, so dass dieser Nockenwellenversteller des Standes der Technik
je eine separate Ölleitungen zu den Kammern A, den Kammern B und allen Verriegelungskolben
offenbart. Für die hydraulische Verrieglung des Nockenwellenverstellers in der MVP
kann auf eine für den Betrieb des Motors geeignete Öltemperatur zurückgegriffen werden
und das Motorsteuergerät kann den Motor sofort zünden, wobei die erforderliche Größe
für diese Strategie die Winkelposition des Rotors im Nockenwellenversteller vor Signal
"Zündung aus" ist und keine zusätzliche Messtechnik gegenüber konventionellen Motoren
erforderlich ist. Gemäß der Lehre der
US-6,684,835 B2 werden vor der Mittenverriegelung die Kammern A, Kammern B und die Pins durch das
Magnetventil drucklos gestellt und das Verriegeln in der Mitte von Stator und Rotor
soll durch spontane Bewegungen der Nockenwelle erfolgen, die den Rotor in geeignete
Stellung zum Stator drehen. Akustische Auffälligkeiten durch die fehlende hydraulische
Einspannung vor der Mittenverriegelung und zusätzliche Lasten auf Steuertrieb, Nockenwellen
und anschließende Komponenten aufgrund der Schwingungen im nicht verriegelten Zustand
des Nockenwellenverstellers sind mit der Lehre der
US-6,684,835 B2 nicht zu vermeiden.
[0008] Die
US 2003/121486A1 und die
DE10344816 A1 offenbaren weitere Steverstrategien zur Verriegelung eines Nockenwellenverstellers
beim Abstellen des Motors
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Motorsteuerstrategie für einen hydraulischen Nockenwellenversteller
zu schaffen, mit der eine Mittenverriegelung kontrolliert und schwingungsfrei erfolgt.
[0010] Die Lösung erfolgt mit einer Motorsteuerstrategie für hydraulische Nockenwellenversteller
mit mechanischer Mittenverriegelung, insbesondere hydraulische Nockenwellenversteller
gemäß Flügelzellenprinzip, mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
Gemäß der Erfindung wird eine Motorsteuerstrategie vorgeschlagen für einen hydraulischen
Nockenwellenversteller mit mechanischer Mittenverriegelung mit mindestens einem Rotor
und einem Stator, zwischen denen hydraulisch beaufschlagbare Kammern A und Kammern
B vorgesehen sind zur steuerbaren Drehung von Rotor und Stator relativ zueinander.
Mindestens zwei im Rotor axial verschieblich gelagerte Verriegelungskolben sind mittels
Federkraft in eine Verriegelungskulisse drückbar für die mechanische Mittenverriegelung
von Rotor und Stator. Eine Hydraulik ist mit mindestens je einer Ölleitung zur Kammer
A, zur Kammer B und zu den Verriegelungskolben von mindestens einem elektrisch steuerbaren
Magnetventil versehen, wobei die Verriegelungskolben durch gesteuertes Bestromen des
Magnetventils so beaufschlagbar sind, dass sie aus der Verriegelungskulisse drückbar
sind zur mechanischen Entkopplung von Rotor und Stator. Mindestens ein Motorsteuergerät,
das beim Abstellen des Motors mindestens ein Signal "Zündung aus" und mindestens ein
Signal zur aktuellen Winkelposition des Nockenwellenverstellers erhält, vergleicht
die Winkelposition mit im Motorsteuergerät hinterlegten Vergleichswerten, bildet daraus
Steuerbefehle und gibt diese an das elektrische Magnetventil ab. Erfindungsgemäß sind
die im Motorsteuergerät hinterlegten Vergleichswerte in vier Zonen unterteilt und
ist in einer Zone aN, in der der Rotor des Nockenwellenverstellers einen Winkel ≥
α zur MVP in Richtung SPÄT aufweist, das Magnetventil voll bestromt, um den Rotor
des Nockenwellenverstellers in Richtung FRÜH zu verstellen und die Verriegelungskolben
auf Tank zu schalten für Verriegelung in MVP, in einer Zone A
R, in der der Rotor des Nockenwellenverstellers einen Winkel < α zur MVP in Richtung
SPÄT aufweist, das Magnetventil zunächst unbestromt, um den Rotor des Nockenwellenverstellers
in Richtung SPÄT in die Zone AN zu verstellen und danach das Magnetventil voll bestromt,
um den Rotor des Nockenwellenverstellers wieder in Richtung FRÜH zu verstellen und
die Verriegelungskolben auf Tank zu schalten für Verriegelung in MVP, in einer Zone
Br, in der der Rotor des Nockenwellenverstellers einen Winkel < β zur MVP in Richtung
Früh aufweist, das Magnetventil zunächst voll bestromt, um den Rotor des Nockenwellenverstellers
in Richtung FRÜH in eine Zone B
N, in der der Rotor des Nockenwellenverstellers einen Winkel ≥ β zur MVP in Richtung
Früh aufweist, zu verstellen und danach das Magnetventil unbestromt, um den Rotor
des Nockenwellenverstellers in Richtung SPÄT zu verstellen und die Verriegelungskolben
auf Tank zu schalten für Verriegelung in MVP, in der Zone B
n das Magnetventil unbestromt, um den Rotor des Nockenwellenverstellers in Richtung
SPÄT zu verstellen und die Verriegelungskolben auf Tank zu schalten für Verriegelung
in MVP. Vorteilhaft erfolgt die Verriegelung bis in die MVP zu jedem Zeitpunkt hydraulisch
gesteuert, so dass der Rotor kontrolliert in die MVP geführt und dort die Verrieglung
erfolgen kann ohne akustische Auffälligkeiten und ohne zusätzliche Lasten auf Steuertrieb,
Nockenwellen und anschließende Komponenten aufgrund von Schwingungen im nicht eingespannten
Zustand des Nockenwellenverstellers. Insbesondere die Nutzung des Restöldrucks beim
Motorstop erlaubt die Verriegelung in MVP unabhängig von der Winkellage des Rotors
im Nockenwellenversteller bei Leerlaufdrehzahl vor Motorstop.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein z. B. als hydraulischer
Öldruckspeicher ausgestalteter Energiespeicher zur Verriegelung des Rotors des Nockenwellenverstellers
vorgesehen, der im Motorbetrieb aufladbar ist und bei unzureichendem Öldruck für eine
Verstellung während des Motorabstellvorgangs zur Unterstützung zuschaltbar ist.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Verriegelung
des Rotors des Nockenwellenverstellers in MVP beim Motorstart, falls die Verriegelungszeit
beim Motorstop zu kurz ist, wobei die Verriegelung beim Motorstart mit TV = 0 % oder
TV = 100 % erfolgt in Abhängigkeit davon, in welcher der Zonen A
N, A
R oder B
N, B
R sich der Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 vor dem Signal "Zündung aus" befindet.
Vorteilhafterweise ist die Winkelposition des Nockenwellenverstellers beim Motorstart
mit extrem niedriger Motordrehzahl nur zu ermitteln bei Verriegelung in MVP während
Motorstart.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist für die mechanische
Mittenverriegelung des Rotors mit dem Stator eine axiale Mehrfachrasterverriegelung
vorgesehen für eine weiter beschleunigte Verriegelung des Rotors mit dem Stator, wobei
bei Winkelpositionen im Leerlaufbetrieb zwischen SPÄT und Mittenverriegelungsposition
bei ausreichend Motoröldruck die mechanische Mittenverriegelung während eines Motorstops
auch ohne axiale Mehrfachrasterverriegelung funktioniert mit einer geringfügig größeren
Verriegelungszeit.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels dargelegt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Nockenwellenversteller für eine Motorstopstrategie gemäß
der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Graph der Steuerungscharakteristik und Schaltstellungen des Magnetventils für
eine Motorstopstrategie gemäß der Erfindung,
- Fig. 3
- eine Aufteilung des Verstellwinkelbereichs für eine Motorstopstrategie gemäß der Erfindung,
und
- Fig. 4
- einen Ablaufplan zur Motorstopstrategie gemäß der Erfindung.
[0015] Fig. 1: Ein hydraulischer Nockenwellenversteller 1 weist einen Rotor 2 und einen
Stator 3 auf, zwischen denen mehrere durch Flügel 4 getrennte Kammern A und Kammern
B gleichmäßig über den Umfang verteilt vorgesehen sind. Rotor 2 ist drehbar zu Stator
3. Die im Rotor 2 gelagerten Flügel 4 wirken mit gleichmäßig über den inneren Umfang
des Stators 3 verteilten Früh- und Spät-Anschlägen 5 zusammen. Im Rotor 2 sind axial
verschieblich gelagerte Verriegelungskolben 6 - 10 vorgesehen, die mittels Federn
(nicht dargestellt) in eine Verriegelungskulisse des Stators 3 gedrückt werden können
für eine gegen Verdrehen gesicherte Verbindung von Rotor 2 und Stator 3 in MVP. Radial
nach außen gerichtet ist ein Zahnkranz 11 vorgesehen über den ganzen Umfang des Stators
3 für eine zu einer Kurbelwelle führenden Kette (nicht dargestellt).
[0016] Von den zwei im Rotor axial verschiebbaren Verriegelungskolben 6 und 7 für Mittenverriegelung,
die abhängig von der Winkelposition des Rotors 2 zum Stator 3 in gegenüberliegende
Verriegelungskulissen im Verriegelungsdeckel eingreifen oder nicht, sperrt Verriegelungskolben
6 in Richtung SPÄT und Verriegelungskolben 7 in Richtung FRÜH.
[0017] Von einem elektrisch steuerbaren Magnetventil (nicht dargestellt) führt eine Ölleitung
12 von einem Port A zu den Kammern A, eine Ölleitung 13 von einem Port B zu den Kammern
B und eine Ölleitung 14 von einem Port Pins zu den Verriegelungskolben 6 - 10, die
mittels Öldruck vom Port Pins entriegelbar sind. Das Magnetventil wird über eine Pumpe
(nicht dargestellt) mit Öl unter Druck beaufschlagt. Über einen Rücklauf (nicht dargestellt)
kann Öl druckfrei aus dem Magnetventil in einen Tank abfließen.
[0018] Fig. 2: Das elektrisch steuerbare Magnetventil ist in drei auf der Abszisse des Graphen
aufgetragene Bereiche unterteilt: Stopp 1 für Motorstopstrategie für Verstellung in
Richtung SPÄT, Arbeitsbereich für Regelung während des Motorbetriebs und Stopp II
für Motorstopstrategie für Verstellung in Richtung FRÜH. Alle Verriegelungskolben
6 - 10 sind im Stopp I- und Stopp II- Bereich auf Tank geschaltet, so dass der Rotor
den Nockenwellenversteller bei Motorstop in MVP verriegeln kann. Der Öldruck in den
Leitungen zu den Verriegelungskolben 6 - 10 ist im Bereich Stopp I: 0 ... 0,5 bar,
im Arbeitsbereich > 0,5 bar und im Bereich Stopp II: 0,5 ... 0 bar, wobei die Verriegelungskolben
6, 7 bei der Auslegung gemäß Beispiel nur oberhalb von 0,5 bar vollständig entriegelt
sind für Verstell- und Regelbarkeit des Nockenwellenverstellers 1 im kompletten Winkelbereich.
Für andere Auslegungen mit anderen Verriegelungsfedern für die Verriegelungskolben
6 - 10, anderen Verriegelungskolbenmassen, Verriegelungskolbenflächen, usw. ergeben
sich entsprechend andere Öldruckgrenzen.
[0019] Bei niedrigerem Öldruck als 0,5 bar kann der Rotor 2 des Nockenwellenverstellers
1 nicht über MVP verstellt werden, da die Verriegelungskolben 6 - 10 auf Tank geschaltet
sind und somit beim Durchgang über MVP verriegeln können.
[0020] Bei Schaltung des Magnetventils so, dass die Pumpe auf die Kammer A wirkt und gleichzeitig
Kammer B mit dem Tank verbunden ist, werden die Gaswechselventilsteuerzeiten in Richtung
FRÜH und bei Schaltung des Magnetventils so, dass die Pumpe auf die Kammer B wirkt
und gleichzeitig Kammer A mit dem Tank verbunden ist, die Gaswechselventilsteuerzeiten
in Richtung SPÄT verstellt.
[0021] Fig. 3: Für die Motorstopstrategie ist der gesamte Verstellwinkelbereich des Rotors
2 im Nockenwellenversteller 1 in vier Zonen A
N, A
R, B
N und B
R aufgeteilt. Zone A
N ist eine neutrale Zone in der Kammer A. Befindet sich der Rotor 2 in der Zone A
N, reicht dessen Abstand bis zur MVP aus, um bei Druckabfall in der Ölleitung 14 die
Verriegelungskolben 6 - 10 sicher in den Verriegelungskulissen zu verriegeln. Wenn
sich der Rotor 2 in der Zone A
R befindet, ist dessen Abstand α in Richtung spät zur MVP zu klein, um bei Druckabfall
in der Ölleitung 14 die Verriegelungskolben 6 - 10 sicher in den Verriegelungskulissen
zu verriegeln, so dass der Rotor 2 drehbar bleibt zum Stator 3. Der Winkel α kann
8° - 12°, z. B. 10° betragen. Wenn sich der Rotor 2 in der Zone B
N befindet, reicht dessen Abstand bis zur MVP aus, um bei Druckabfall in der Ölleitung
14 die Verriegelungskolben 6 - 10 sicher in den Verriegelungskulissen zu verriegeln
und wenn sich Rotor 2 in der Zone B
R befindet, ist dessen Abstand β in Richtung FRÜH bis zur MVP zu klein, um bei Druckabfall
in der Ölleitung 14 die Verriegelungskolben 6 - 10 sicher in den Verriegelungskulissen
zu verriegeln, so dass der Rotor 2 drehbar bleibt zum Stator 3. Der Winkel β kann
6° - 10°, z. B. 8° betragen, wobei α > β ist, da Reibmomente an der Nockenwelle in
Richtung SPÄT wirken und somit Verstellgeschwindigkeiten in Richtung SPÄT generell
größer sind.
[0022] Fig. 4: Der Verriegelungsvorgang während eines Motorabstell-vorgangs läuft bei normalem
Betrieb des Motors in Leerlaufdrehzahl zeitlich ab wie folgt: Der Fahrer schaltet
den Motor aus und ein Signal "Zündung aus" wird an das Motorsteuergerät weitergeleitet.
Das Motorsteuergerät wertet die aktuelle Winkelposition des Rotors 2 im Nockenwellenversteller
1 aus und vergleicht diese mit den hinterlegten Zonendefinitionen. Abhängig von der
erfassten Zone wird vom Motorsteuergerät eines der vorgegebenen Tastverhältnisse (TV)
ans Magnetventil abgegeben.
[0023] Befindet sich der Rotor 2 beim Motorstop in Zone An wird das Magnetventil mit maximalem
Strom beaufschlagt (TV = 100%; Bereich: Stopp II), um den Rotor 2 des Nockenwellenverstellers
1 in Richtung FRÜH zu verstellen. Daraus folgt die Verriegelung des Rotors 2 mit dem
Stator 3 in MVP, da die Verriegelungskolben 6 - 10 drucklos auf Tank geschaltet sind.
[0024] Befindet sich der Rotor 2 beim Motorstop in Zone A
R bleibt das Magnetventil zunächst ohne Strom (TV = 0%; Bereich: Stopp I), um den Rotor
2 des Nockenwellenverstellers 1 in Richtung SPÄT in neutrale Zone zu verstellen; danach
wird das Magnetventil mit maximalem Strom beaufschlagt (TV = 100%; Bereich: Stopp
II), um den Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 in Richtung FRÜH zu verstellen.
Daraus folgt die Verriegelung des Rotors 2 mit dem Stator 3 in MVP, da die Verriegelungskolben
6 - 10 auf Tank geschaltet sind.
[0025] Befindet sich der Rotor 2 beim Motorstop in der Zone B
r wird das Magnetventil zunächst mit maximalem Strom beaufschlagt (TV = 100%; Bereich:
Stopp II), um den Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 in Richtung FRÜH in neutrale
Zone zu verstellen und danach das Magnetventil vom Strom getrennt (TV = 0%; Bereich:
Stopp I), um den Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 in Richtung SPÄT zu verstellen.
Daraus folgt die Verriegelung des Rotors 2 mit dem Stator 3 in MVP, da die Verriegelungskolben
6 - 10 auf Tank geschaltet sind.
[0026] Befindet sich der Rotor 2 beim Motorstop in Zone Bn bleibt das Magnetventil vom Strom
getrennt (TV = 0%; Bereich: Stopp I), um den Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1
in Richtung SPÄT zu verstellen. Daraus folgt die Verriegelung des Rotors 2 mit dem
Stator 3 in MVP, da die Verriegelungskolben 6 - 10 auf Tank geschaltet sind.
[0027] Die Verriegelung des Rotors 2 mit dem Stator 3 in MVP bei abnehmender Drehzahl erfolgt
unter Nutzung des Restöldruckes im Motor.
[0028] Der Nockenwellenversteller 1 ist normalerweise vor Motorstillstand bereits verriegelt.
Falls die Verriegelungszeit beim Motorstop jedoch zu kurz ist, erfolgt die Verriegelung
beim Motorstart, nämlich mit TV = 0 % oder TV = 100 % in Abhängigkeit davon, in welcher
der Zonen A
N, A
R oder B
N, B
R sich der Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 vor dem Signal "Zündung aus" befindet.
Ist der Rotor 2 des Nockenwellenverstellers 1 vor Signal "Zündung aus" in den Zonen
A
N, A
R, also zwischen SPÄT und MVP, wird TV = 100 % am Magnetventil angelegt. Wird der Rotor
2 des Nockenwellenverstellers 1 vor Signal "Zündung aus" in den Zonen B
N, B
R erfasst, also zwischen MVP und FRÜH, wird TV = 0 % angelegt, so dass der Öldruck
immer in Richtung MVP wirkt, d.h. zusätzlich zu Nockenwellen-Reibmoment oder Rasterverriegelung.
Gleichzeitig fließt Restöl aus der Ölkammer, welche eine Verstellung in Richtung MVP
verhindern könnte.
1. Verfahren zur Steuerung eines hydraulischen Nockenwellenverstellers (1) mit mechanischer
Mittenverriegelung mit mindestens einem Rotor (2) und einem Stator (3); zwischen denen
hydraulisch beaufschlagbare Kammern A und Kammern B vorgesehen sind zur steuerbaren
Drehung von Rotor (2) und Stator (3) relativ zueinander, mindestens zwei im Rotor
(2) axial verschieblich gelagerten Verriegelungskolben (6 - 10), die elastisch in
eine Verriegelungskulisse drückbar sind für die mechanische Mittenverriegelung von
Rotor (2) und Stator (3), mindestens einer Hydraulik mit mindestens je einer Ölleitung
(12 - 14) zur Kammer A, zur Kammer B und zu den Verriegelungskolben (6 - 10) von mindestens
einem elektrisch steuerbaren Magnetventil, wobei die Verriegelungskolben (6 - 10)
durch gesteuertes Bestromen des Magnetventils so beaufschlagbar sind, dass sie aus
der Verriegelungskulisse drückbar sind zur Trennung von Rotor (2) und Stator (3),
mit mindestens einem Motorsteuergerät, das beim Abstellen des Motors mindestens ein
Signal "Zündung aus" und mindestens ein Signal zur aktuellen Winkelposition des Nockenwellenverstellers
(1) erhält, die Winkelposition mit mindestens einer im Motorsteuergerät hinterlegten
Zonendefinition vergleicht, daraus Steuerbefehle bildet und an das elektrische Magnetventil
abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Zone (AN), in der der Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) einen Winkel ≥ α zur Mittenverriegelungsposition
in Richtung SPÄT aufweist, das Magnetventil voll bestromt ist, um den Rotor (2) des
Nockenwellenverstellers (1) in Richtung FRÜH zu verstellen und die Verriegelungskolben
(6 - 10) auf Tank zu schalten für Verriegelung in Mittenverriegelungsposition, in
einer Zone (AR), in der der Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) einen Winkel < α zur Mittenverriegelungsposition
in Richtung SPÄT aufweist, das Magnetventil zunächst unbestromt ist, um den Rotor
(2) des Nockenwellenverstellers (1) in Richtung SPÄT in die Zone (AN)zu verstellen und danach das Magnetventil voll bestromt ist, um den Rotor (2) des
Nockenwellenverstellers (1) wieder in Richtung FRÜH zu verstellen und die Verriegelungs-kolben
(6 - 10) auf Tank zu schalten für Verriegelung in Mittenverriegelungsposition, in
einer Zone (BR), in der der Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) einen Winkel < β zur Mittenverriegelungsposition
in Richtung Früh aufweist, das Magnetventil zunächst voll bestromt ist, um den Rotor
(2) des Nockenwellenverstellers (1) in Richtung FRÜH in eine Zone (BN), in der der Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) einen Winkel ≥ β zur Mittenverriegelungsposition
in Richtung Früh aufweist, zu verstellen und danach das Steuerventil unbestromt ist,
um den Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) in Richtung SPÄT zu verstellen und
die Verriegelungskolben (6 - 10) auf Tank zu schalten für Verriegelung in Mittenverriegelungsposition,
in der Zone (BN) das Steuerventil unbestromt ist, um den Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1)
in Richtung SPÄT zu verstellen und die Verriegelungskolben (6 - 10) auf Tank zu schalten
für Verriegelung in Mittenverriegelungsposition.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nockenwellenversteller (1) in Mittenverriegelungsposition beim Motorstart verriegelbar
ist, wobei die Verriegelung beim Motorstart mit TV = 0 % oder TV = 100 % erfolgt in
Abhängigkeit davon, in welcher der Zonen (AN), (AR) oder (BN), (BR) sich der Rotor (2) des Nockenwellenverstellers (1) vor dem Signal "Zündung aus"
befindet.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung des Rotors (2) des Nockenwellenverstellers (1) in Mittenverriegelungsposition
bei abnehmender Drehzahl jeweils unter Ausnutzung des Restöldruckes im Motor erfolgt.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hilfsweise ein Energiespeicher für die Verriegelung des Rotors (2) des Nockenwellenverstellers
(1) vorgesehen ist.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die mechanische Mittenverriegelung des Rotors (2) mit dem Stator (3) eine axiale
Mehrfachrasterverriegelung vorgesehen ist.
1. Method for controlling a hydraulic camshaft adjuster (1) with mechanical centre-position
locking, having at least one rotor (2) and one stator (3), between which are provided
hydraulically pressurizable chambers A and chambers B for the controllable rotation
of rotor (2) and stator (3) relative to one another, having at least two locking pistons
(6 - 10) which are mounted in an axially displaceable manner in the rotor (2) and
which can be pushed elastically into a locking slot for the mechanical centre-position
locking of the rotor (2) and stator (3), having at least one hydraulic system with
at least in each case one oil line (12 - 14) to the chamber A, to the chamber B and
to the locking pistons (6 - 10) of at least one electrically controllable magnet valve,
wherein by means of controlled energization of the magnet valve, the locking pistons
(6 - 10) can be acted on such that they can be pushed out of the locking slot for
the separation of rotor (2) and stator (3), having at least one engine control unit
which, when the engine is shut down, receives at least one signal "ignition off" and
at least one signal regarding the present angle position of the camshaft adjuster
(1), compares the angle position with at least one zone definition stored in the engine
control unit, forms control commands from this and outputs said control commands to
the electric magnet valve, characterized in that, in a zone (AN) in which the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) has an angle ≥ α with respect
to the centre locking position in the late direction, the magnet valve is fully energized
in order to adjust the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) in the early direction
and connect the locking pistons (6 - 10) to a tank for locking in the centre locking
position, in a zone (AR) in which the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) has an angle < α with respect
to the centre locking position in the late direction, the magnet valve is initially
de-energized in order to adjust the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) in the
late direction into the zone (AN), and thereafter the magnet valve is fully energized in order to adjust the rotor
(2) of the camshaft adjuster (1) in the early direction again and connect the locking
pistons (6 - 10) to the tank for locking in the centre locking position, in a zone
(BR) in which the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) has an angle < β with respect
to the centre locking position in the early direction, the magnet valve is initially
fully energized in order to adjust the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) in the
early direction into a zone (BN) in which the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) has an angle ≥ β with respect
to the centre locking position in the early direction, and thereafter the control
valve is de-energized in order to adjust the rotor (2) of the camshaft adjuster (1)
in the late direction and connect the locking pistons (6 - 10) to the tank for locking
in the centre locking position, and in the zone (BN), the control valve is de-energized in order to adjust the rotor (2) of the camshaft
adjuster (1) in the late direction and connect the locking pistons (6 - 10) to the
tank for locking in the centre locking position.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the camshaft adjuster (1) can be locked in the centre locking position upon starting
of the engine, wherein the locking upon starting of the engine takes place with duty
factor = 0% or duty factor = 100% depending on which of the zones (AN), (AR) or (BN), (BR) the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) is situated in before the "ignition off"
signal.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the locking of the rotor (2) of the camshaft adjuster (1) in the centre locking position
takes place as the rotational speed is falling, in each case utilizing the residual
oil pressure in the engine.
4. Method according to Claim 1, characterized in that an energy store is optionally provided for the locking of the rotor (2) of the camshaft
adjuster (1).
5. Method according to Claim 1, characterized in that an axial multiple grid-type locking means is provided for the mechanical centre locking
of the rotor (2) to the stator (3).
1. Procédé de commande d'un déphaseur d'arbre à cames hydraulique (1) comprenant un verrouillage
central mécanique avec au moins un rotor (2) et un stator (3), entre lesquels sont
prévues des chambres A et des chambres B pouvant être sollicitées de manière hydraulique,
pour la rotation commandable du rotor (2) et du stator (3) l'un par rapport à l'autre,
au moins deux pistons de verrouillage (6 - 10) montés de manière déplaçable axialement
dans le rotor (2), qui peuvent être pressés élastiquement dans une coulisse de verrouillage
pour le verrouillage central mécanique du rotor (2) et du stator (3), au moins un
système hydraulique avec au moins une conduite d'huile respective (12 - 14) allant
à la chambre A, à la chambre B et aux pistons de verrouillage (6 - 10) d'au moins
une électrovanne à commande électrique, les pistons de verrouillage (6 - 10) pouvant
être sollicités par l'alimentation électrique commandée de l'électrovanne de telle
sorte qu'ils puissent être pressés hors de la coulisse de verrouillage en vue de séparer
le rotor (2) et le stator (3), au moins un appareil de commande de moteur, qui, lors
de l'arrêt du moteur, reçoit un signal "arrêt d'allumage" et reçoit au moins un signal
indiquant la position angulaire actuelle du déphaseur d'arbre à cames (1), compare
la position angulaire avec au moins une définition de zone consignée dans l'appareil
de commande du moteur, forme à partir de celle-ci des ordres de commande et les envoie
à l'électrovanne électrique, caractérisé en ce que dans une zone (AN), dans laquelle le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) présente un angle ≥
α par rapport à la position de verrouillage central dans le sens d'un RETARD, l'électrovanne
est complètement alimentée en courant, afin de déplacer le rotor (2) du déphaseur
d'arbre à cames (1) dans le sens d'une AVANCE, et de commuter les pistons de verrouillage
(6 - 10) vers le réservoir en vue du verrouillage dans la position de verrouillage
central, dans une zone (AR), dans laquelle le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) présente un angle <
α par rapport à la position de verrouillage central dans le sens d'un RETARD, l'électrovanne
est d'abord non alimentée en courant, afin de déplacer le rotor (2) du déphaseur d'arbre
à cames (1) dans le sens d'un RETARD dans la zone (AN), et ensuite l'électrovanne est complètement alimentée en courant, afin de déplacer
à nouveau le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) dans le sens d'une AVANCE
et de commuter les pistons de verrouillage (6 - 10) vers le réservoir en vue du verrouillage
dans la position de verrouillage central, dans une zone (BR), dans laquelle le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) présente un angle <
β par rapport à la position de verrouillage central dans le sens de l'avance, l'électrovanne
est d'abord complètement alimentée en courant, afin de déplacer le rotor (2) du déphaseur
d'arbre à cames (1) dans le sens d'une AVANCE dans une zone (BN) dans laquelle le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) présente un angle ≥
β par rapport à la position de verrouillage central, et ensuite la vanne de commande
n'est pas alimentée en courant, afin de déplacer le rotor (2) du déphaseur d'arbre
à cames (1) dans le sens d'un RETARD et de commuter les pistons de verrouillage (6
- 10) vers le réservoir en vue du verrouillage dans la position de verrouillage central,
dans la zone (BN) la vanne de commande n'est pas alimentée en courant afin de déplacer le rotor (2)
du déphaseur d'arbre à cames (1) dans le sens d'un RETARD et de commuter les pistons
de verrouillage (6 - 10) vers le réservoir en vue du verrouillage dans la position
de verrouillage central.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le déphaseur d'arbre à cames (1) peut être verrouillé dans la position de verrouillage
central lors du démarrage du moteur, le verrouillage lors du démarrage du moteur s'effectuant
avec un taux d'impulsion TV = 0 % ou TV = 100 %, en fonction de la zone (AN), (AR), ou (BN), (BR) dans laquelle se trouve le rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) avant le signal
"arrêt d'allumage".
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le verrouillage du rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1) a lieu dans la position
de verrouillage central dans le cas d'une diminution du régime à chaque fois en utilisant
la pression d'huile résiduelle dans le moteur.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit à titre auxiliaire un accumulateur d'énergie pour le verrouillage du
rotor (2) du déphaseur d'arbre à cames (1).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit pour le verrouillage central mécanique du rotor (2) avec le stator (3)
un verrouillage à cliquet multiple axial.