| (19) |
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(11) |
EP 2 220 449 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.2019 Patentblatt 2019/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.11.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/066092 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/068505 (04.06.2009 Gazette 2009/23) |
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| (54) |
TUNNELOFEN FÜR DIE TEMPERATURBEHANDLUNG VON WAREN
TUNNEL FURNACE FOR THE TEMPERATURE TREATMENT OF GOODS
FOUR TUNNEL POUR LE TRAITEMENT THERMIQUE DE MARCHANDISES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.11.2007 DE 102007057237
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.2010 Patentblatt 2010/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Umicore AG & Co. KG |
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63457 Hanau-Wolfgang (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HASSELMANN, Wolfgang
79618 Rheinfelden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Clauswitz, Kai-Uwe Wolfram |
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Umicore AG & Co. KG
Rodenbacher Chaussee 4 63457 Hanau-Wolfgang 63457 Hanau-Wolfgang (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 177 917 DE-A1- 10 140 007 FR-A- 2 390 691 US-A- 1 488 910 US-A- 3 884 667
|
EP-B- 1 049 904 DE-B- 1 251 470 JP-A- S61 134 583 US-A- 3 463 465 US-A1- 2003 143 098
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Tunnelofen für die Temperaturbehandlung von Waren im
Durchlaufverfahren innerhalb eines Fertigungsprozesses.
[0002] Tunnelöfen oder Durchlauföfen bestehen die in der Regel aus mehreren aneinandergeflanschten
Segmenten. Die Segmente bilden einen Tunnel durch den die zu behandelnden Gegenstände
auf einem geeigneten Förderband transportiert werden. Eine Beladestation und eine
Entladestation dienen zur Be- und Entladung des Förderbandes. Die Tunnelöfen werden
entweder mit Hilfe von Brennern oder elektrischen Heizelementen beheizt.
[0003] Die Offenlegungsschrift
DE 2 344 138, die US-Patentschrift
US 2,330,984, die belgischen Patentschrift
BE 557592 und die europäische Patentanmeldung
EP 0 090 790 A1 offenbaren Tunnelöfen, in denen, angetrieben durch ein Gebläse, erhitzte Luft quer
zur Transportrichtung der Waren zirkuliert. Die Zirkulationsströmung ist dabei so
ausgebildet, daß sie die auf einem Transportband befindlichen Waren über die gesamte
Breite des Transportbandes in gleicher Richtung durchströmt. Die Rückströmung der
erhitzten Luft erfolgt über entsprechende Freiräume an beiden Seiten des Transportbandes
innerhalb des Tunnelofens.
[0004] Die europäische Patentanmeldung
EP 1 106 947 A1 beschreibt einen Tunnelofen für die Erwärmung von Leiterplatten. Dieser Ofen besitzt
unter anderem zwei parallele Transportbänder für die Leiterplatten.
[0005] Tunnelöfen werden auch bei der Fertigung von Autoabgaskatalysatoren zur Trocknung
und Kalzinierung von keramischen Grünkörpern oder einer auf inerten Trägern aufgebrachten
Katalysatorschicht eingesetzt. Tunnelöfen für die Kalzinierung von keramischen Wabenkörpern
werden zum Beispiel in den Patentschriften
US 6,048,199,
US 6,089,860 und
US 6,325,963 B1 beschrieben.
DE 1 251 479 B offenbart ein Verfahren zum Transportieren von Brenngut in Stückform durch einen
Tunnelofen, mit einer Anzahl getrennter Tunneleinheiten. Unter dem Herd des Ofens
in einer Heizkammer sind Heizelemente, bzw. Gas- oder Ölbrenner oder Elektrische Heizkörper,
angeordnet. Jede Tunneleinheit weist eigene Ventilatoren auf, welche der unter dem
Herd befindlichen Heißluftkammer , in der die Heizelemente angeordnet sind.
[0006] Die vorliegende Erfindung befaßt sich besonders mit einem Tunnelofen für die Herstellung
von Autoabgaskatalysatoren. Bei den Waren handelt es sich daher bevorzugt um frisch
mit Katalysatormaterial beschichtete monolithische Tragkörper wie sie in Form von
sogenannten Wabenkörpern aus Keramik oder Metall zur Herstellung von Autoabgaskatalysatoren
verwendet werden. Die Katalysatorschicht muß getrocknet und kalziniert werden. Der
erfindungsgemäße Tunnelofen kann natürlich auch für die Behandlung anderer Waren eingesetzt
werden.
[0007] Die katalytische Beschichtung der Wabenkörper besteht gewöhnlich aus einer Aufschlämmung
von oxidischen Trägermaterialien in Wasser. Die Aufschlämmung kann weiterhin Vorläuferverbindungen
von katalytisch aktiven Edelmetallen und Promotoren enthalten. Dabei handelt es sich
häufig um Nitrate oder Chloride dieser Edelmetalle und Promotoren, die erst durch
die Kalzinierung im Tunnelofen in die eigentlichen katalytisch aktiven Komponenten
überführt werden. Durch Trocknung und Kalzinierung werden Wasserdampf und Stickoxide
oder Chlorverbindungen frei, die zusammen mit einem Teil der Ofenluft aus dem Tunnelofen
bei gleichzeitigem Ersatz durch Frischluft ausgeschleust und gegebenenfalls einer
Abgasentgiftung zugeführt werden müssen.
[0008] Von der Beladestation gelangen die Wabenkörper in der Regel zunächst in eine Trocknungszone,
in der sie bei einer Temperatur von etwa 100 bis 200 °C getrocknet werden. Nach Durchlaufen
der Trocknungszone treten sie in die Kalzinierungszone ein, in der sie bei Temperaturen
von 300 bis 600 °C behandelt werden. Anschließend verlassen sie den Tunnelofen über
die Entladestation.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Tunnelofen anzugeben, der besonders
raumsparend aufgebaut ist und die eingesetzte Heizenergie optimal nutzt und somit
zur Energieeinsparung beiträgt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Tunnelofen für die Temperaturbehandlung von Waren
(12, 12') gelöst, der einen tunnelförmigen Ofenraum aufweist, durch den die zu behandelnden
Waren in einer Durchlaufrichtung transportiert werden, wobei der Tunnelofen in Durchlaufrichtung
mehrere aneinandergeflanschte Tunnelsegmente (10) aufweist. Der Tunnelofen ist dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Tunnelsegment wenigstens ein Gebläse (15) und wenigstens
ein Heizelement (17) enthält sowie einen Ansaugkanal (19) für Frischluft und einen
Abgaskanal (22) für mit Abgasen und Wasserdampf beladene Abluft, und daß das/die Gebläse
in den Tunnelsegmenten so angeordnet ist/sind, daß es/sie eine Zirkulationsströmung
(23) mit einer Abwärts- und einer Aufwärtsströmung quer zur Durchlaufrichtung erzeugen
können, wobei zwei parallele Transportbänder (11, 11') für die Waren in der Abwärts-
und Aufwärtsströmung vorgesehen sind und wobei der Querschnitt des Tunnelofens senkrecht
zur Durchlaufrichtung durch ein vertikales Strömungsleitblech (13) in zwei Hälften
geteilt ist.
[0011] Erfindungsgemäß wird in den Tunnelsegmenten von dem oder den Gebläsen eine Zirkulationsströmung
quer zur Durchlaufrichtung der Waren erzeugt und die zu behandelnden Waren werden
sowohl auf der Druck- als auch auf der Saugseite der Gebläse durch die Zirkulationsströmung
transportiert. Dadurch wird der erzeugte Gasstrom für die Behandlung der Waren optimal
genutzt. Je nach Anordnung der Gebläse befindet sich die Abwärts- oder Aufwärtsströmung
auf der Druck- oder auf der Saugseite der Gebläse oder umgekehrt. Vorzugsweise wird
das Gebläse von einem Motor angetrieben, der im Ansaugkanal für die Frischluft angeordnet
ist.
[0012] Bevorzugt weisen die Tunnelsegmente einen rechteckigen Querschnitt auf und sind jeweils
von einem Boden, einer Decke und zwei Seitenwänden begrenzt, wobei die Gebläse bevorzugt
von unten durch den Boden in den Ofenraum eingeführt sind. Zur Erleichterung allgemeiner
Wartungs- und Reparaturarbeiten können die Seitenwände der Tunnelsegmente abklappbar
ausgebildet sein.
[0013] Im Ofenraum können zur Führung des Luftstromes Strömungsleitbleche und Loch- oder
Schlitzbleche zur gleichmäßigen An- und gegebenenfalls Durchströmung der zu behandelnden
Waren angeordnet sein. Außerdem können die Strömungsleitbleche die Ausbildung der
gewünschten Zirkulationsströmung unterstützen.
[0014] Für die Beheizung des Ofenraums sind sowohl Gas- oder Ölbrenner oder elektrische
Heizelemente geeignet. Bevorzugt werden elektrische Heizelemente verwendet.
[0015] Zur Verringerung von Wärmeverlusten ist es vorteilhaft, den Abgaskanal im Innern
des Ofenraumes anzuordnen. Vorzugsweise ist daher der Abgaskanal im Inneren der Tunnelsegmente
verlegt. Der Abgaskanal sammelt die Abluft der einzelnen Zirkulationsströmungen und
führt sie an einer zentralen Stelle nach außen. Falls erforderlich kann die Abluft
einer Abgasentgiftung zugeführt werden.
[0016] Die im Innern der Tunnelsegmente angeordneten Gebläse müssen von Zeit zu Zeit gewartet
oder repariert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform des Tunnelofens werden
daher die Gebläse zum Zweck eines leichten Austauschs mit einem Teil des Bodens oder
der Seitenwand an das Tunnelsegment angeflanscht.
[0017] Für den Transport der Waren durch den Tunnelofen können Wagen oder Transportbänder
eingesetzt werden. Bevorzugt werden Transportbänder verwendet. In diesem Fall werden
die zu behandelnden Waren auf der Saug- und Druckseite der Gebläse auf zwei parallelen
Transportbändern durch die Zirkulationsströmungen transportiert. Der Einfachheit halber
können beide Bänder von einem gemeinsamen Antrieb angetrieben werden. Vorzugsweise
ist das Gebläse unter nur einem der Transportbänder mit nur einem Teil der Waren angeordnet.
[0018] Der Tunnelofen wird zum Beispiel für die Trocknung und Kalzinierung von mit Katalysatorschichten
beschichteten keramischen oder metallischen Wabenkörpern zur Herstellung von Autoabgaskatalysatoren
verwendet. Zu diesem Zweck wird das gewünschte Temperaturprofil längs der Durchlaufrichtung
des Tunnelofens durch Ansteuerung der Heizelemente der Tunnelsegmente eingestellt.
Die zu behandelnden Waren werden auf den parallelen Transportbändern durch die Abwärts-
und Aufwärtsströmung der Zirkulationsströmung transportiert, wobei jeweils ein Teil
des Zirkulationsstromes zur Entfernung von bei der Temperaturbehandlung der Waren
freiwerdenden Abgasen und Wasserdampf aus dem Ofen ausgeschleust und durch eine entsprechende
Menge Frischluft ersetzt wird.
[0019] Der modulare Aufbau des Tunnelofens macht es möglich, zwischen die erfindungsgemäßen
Tunnelsegmente andere Stationen wie zum Beispiel eine Station zur reduktiven Behandlung
der Waren mit zum Beispiel Formiergas einzufügen. Weiterhin ist es möglich, bei ausgewählten
Tunnelsegmenten, falls erforderlich, die Heizung durch eine Kühlung zu ersetzen.
[0020] Sollen nur geringe Stückzahlen von Waren im Ofen behandelt werden, so kann es vorteilhaft
sein, einen Kammerofen auf der Basis nur eines Tunnelsegmentes aufzubauen, wobei die
Förderbänder durch entsprechende Tragroste ersetzt sind.
[0021] Bei den in der Beschreibungseinleitung besprochenen Tunnelöfen mit einer Zirkulationsströmung
quer zur Durchlaufrichtung werden die zu behandelnden Waren nur in einer Richtung
von der Heizluft durchströmt. Die Rückströmung wird jeweils außen um die Waren herumgeführt.
Dies bedeutet, daß die einzelnen Tunnelsegmente einen breiteren Querschnitt aufweisen
müssen als für den Transport der Waren notwendig ist. Im Gegensatz dazu wird bei der
vorliegenden Erfindung auch der Rückstrom der Zirkulationsströmung für die Behandlung
der Waren ausgenutzt. Dadurch können die einzelnen Tunnelsegmente entsprechend kompakter
ausgelegt werden. Die Erfahrungen des Erfinders zeigen, daß bis zu 30 % Mantelfläche
eines Tunnelsegmentes durch die Erfindung eingespart werden können. Das bedeutet eine
erhebliche Ersparnis an Stahlblechen und Wärmeisolierung. Außerdem wird entsprechend
der eingesparten Mantelfläche die Wärmeabstrahlung verringert, die auch trotz guter
Isolierung nicht ganz vermieden werden kann. Der Tunnelofen gemäß der Erfindung trägt
somit auch wesentlich zur Einsparung von Energie bei.
[0022] Die Erfindung wird an Hand der folgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Seitenansicht eines Tunnelofens
- Figur 2:
- Querschnitt durch ein Tunnelsegment
[0023] Figur 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Tunnelofens (1). Am Anfang und Ende
des Tunnelofens befindet sich eine Beladestation (2) zur Beschickung des Tunnelofens
mit den zu behandelnden Waren, beziehungsweise eine Entladestation (3) zur Entnahme
der behandelten Waren. Der Tunnelofen besteht aus mehreren aneinandergeflanschten
Tunnelsegmenten (4). Für die Trocknung und Kalzinierung von Autoabgaskatalysatoren
werden Temperaturen zwischen 100 und 600, bevorzugt zwischen 100 und 500 °C benötigt.
Der modulare Aufbau des Ofens ermöglicht es, die Behandlungstemperatur für jedes Tunnelsegment
weitgehend unabhängig von benachbarten Segmenten einzustellen. So ist es möglich,
an die Beladestation anschließend die Temperatur im Ofen zur Trocknung der feuchten
Katalysatoren zwischen 100 und 200 °C einzustellen. Erst nach Durchlaufen dieser Trocknungszone
wird die Ofentemperatur zum Beispiel auf 300 bis 600 °C erhöht, um die Katalysatorbeschichtung
zu kalzinieren.
[0024] Figur 2 zeigt beispielhaft den Querschnitt eines Tunnelsegmentes (10) senkrecht zur
Durchlaufrichtung. Der Querschnitt des Tunnelsegmentes ist rechteckförmig und wird
begrenzt von einem Bodenblech (24), einer Decke (25) sowie von den beiden Seitenwänden
(26 und 27). Der Querschnitt des Tunnelofens ist durch ein vertikales Strömungsleitblech
(13) in zwei Hälften geteilt. In beiden Hälften befindet sich je ein Transportband
(11, 11') für die durch den Tunnel zu transportierenden Waren (12, 12'). Die Transportbänder
werden zweckmäßigerweise gelocht ausgeführt, um den Zirkulationsstrom möglichst wenig
zu behindern. In Figur 2 ist die Längsausdehnung der Transportbänder senkrecht zur
Zeichenebene gerichtet. Ein Gebläse (15) ist von unten an den Tunnelofen angeflanscht
und dient zur Erzeugung der Zirkulationsströmung (23). Das Gebläse wird vom Motor
(16) angetrieben. Die Gasströmungen im Tunnelsegment sind in Figur 2 durch gestrichelte
Pfeile gekennzeichnet. Auf der Saugseite des Gebläses wird Frischluft (18) über einen
Ansaugkanal (19) angesaugt. Die Frischluft (20) wird durch ein Heizelement (17) auf
die notwendige Behandlungstemperatur gebracht. Zur Kühlung des Gebläsemotors ist es
vorteilhaft, den Motor im Ansaugkanal für die Frischluft anzuordnen. Die heiße und
mit Abgasen beladene Abluft (21) wird von einem Abgaskanal (22) gesammelt und zu einer
zentralen Entsorgungsstelle geführt. Zur Nutzung des Wärmeinhalts des Abgases ist
es vorteilhaft, den Abgaskanal (22) im Innern der Tunnelsegmente zu verlegen. Die
Strömungsverhältnisse im Tunnelsegment können durch geeignete Strömungsleitbleche
und Blenden so beeinflußt werden, daß die zu behandelnden Waren möglichst gleichmäßig
angeströmt werden. Beispielhaft ist in Figur 2 nur ein weiteres Strömungsleitbleich
(14) dargestellt. Die notwendige Wärmedämmung der Wände des Tunnelsegments sind in
Figur 2 zu Wahrung der Übersichtlichkeit nicht gezeigt.
1. Tunnelofen mit einem Ofenraum und einer Durchlaufrichtung für die Temperaturbehandlung
von Waren (12, 12'), wobei der Tunnelofen in Durchlaufrichtung mehrere aneinandergeflanschte
Tunnelsegmente (10) enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Tunnelsegment wenigstens ein Gebläse (15) und wenigstens ein Heizelement (17)
enthält sowie einen Ansaugkanal (19) für Frischluft und einen Abgaskanal (22) für
mit Abgasen und Wasserdampf beladene Abluft, und daß das/die Gebläse in den Tunnelsegmenten
so angeordnet ist/sind, daß es/sie eine Zirkulationsströmung (23) mit einer Abwärts-
und einer Aufwärtsströmung quer zur Durchlaufrichtung erzeugen können, wobei zwei
parallele Transportbänder (11, 11') für die Waren in der Abwärts- und Aufwärtsströmung
vorgesehen sind, wobei der Querschnitt des Tunnelofens senkrecht zur Durchlaufrichtung
durch ein vertikales Strömungsleitblech (13) in zwei Hälften geteilt ist.
2. Tunnelofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gebläse (15) von einem Motor (16) angetrieben wird, der im Ansaugkanal (19) für
die Frischluft (18) angeordnet ist.
3. Tunnelofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tunnelsegmente einen rechteckigen Querschnitt aufweisen und jeweils von einem
Bodenblech (24), einer Decke (25) und zwei Seitenwänden (26, 27) begrenzt werden,
wobei das Gebläse von unten durch den Boden in den Ofenraum eingeführt ist.
4. Tunnelofen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Ofenraum Strömungsleitbleche (13) zur Führung des Luftstromes und Loch- oder Schlitzbleche
(14) zur gleichmäßigen Anströmung der zu behandelnden Waren angeordnet sind.
5. Tunnelofen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizelemente (17) elektrisch betrieben werden.
6. Tunnelofen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abgasleitung (22) die Abluft der einzelnen Zirkulationsströmungen sammelt und
an einer zentralen Stelle nach außen führt.
7. Tunnelofen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgaskanal (22) im Inneren der Tunnelsegmente verlegt ist.
8. Tunnelofen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände der Tunnelsegmente abklappbar ausgelegt sind, um Wartungs- und Reparaturarbeiten
zu erleichtern.
9. Tunnelofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Transportbänder von einem gemeinsamen Antrieb angetrieben werden.
10. Tunnelofen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gebläse (15) unter nur einem der Transportbänder (11') mit nur einem Teil der
Waren (12') angeordnet ist.
11. Verwendung des Tunnelofens nach einem der vorstehenden Ansprüche für die Trocknung
und Kalzinierung von mit Katalysatorschichten beschichteten keramischen oder metallischen
Wabenkörpern.
12. Verfahren zum Betreiben des Tunnelofens nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das gewünschte Temperaturprofil längs der Durchlaufrichtung des Tunnelofens durch
Ansteuerung der jeweiligen Heizelemente eingestellt wird und die zu behandelnden Waren
auf den parallelen Transportbändern durch die Abwärts- und Aufwärtsströmung der Zirkulationsströmung
transportiert werden, wobei jeweils ein Teil des Zirkulationsstromes zur Entfernung
von bei der Temperaturbehandlung der Waren frei werdenden Abgasen und Wasserdampf
aus dem Ofen ausgeschleust und durch eine entsprechende Menge Frischluft ersetzt wird.
1. Tunnel furnace comprising a furnace chamber and a throughput direction for the temperature
treatment of goods (12, 12'), the tunnel furnace including a plurality of tunnel segments
(10) flanged together in the throughput direction,
characterized in that
each tunnel segment includes at least one blower (15) and at least one heating element
(17) as well as an intake duct (19) for fresh air and an exhaust duct (22) for exhaust
air laden with exhaust gases and water vapor, and in that the blower(s) in the tunnel segments is/are arranged in such a way that it/they can
produce a circulation flow (23) with a downward and an upward flow transverse to the
throughput direction, two parallel conveyor belts (11, 11') being provided for the
goods in the downward and upward flow, the cross section of the tunnel furnace being
divided into two halves perpendicularly to the throughput direction by a vertical
flow guide plate (13).
2. Tunnel furnace according to claim 1,
characterized in that
the blower (15) is driven by a motor (16) which is arranged in the intake duct (19)
for the fresh air (18).
3. Tunnel furnace according to claim 1,
characterized in that
the tunnel segments have a rectangular cross section and are each delimited by a base
plate (24), a ceiling (25) and two side walls (26, 27), the blower being introduced
from below through the base into the furnace chamber.
4. Tunnel furnace according to claim 3,
characterized in that
flow guide plates (13) for guiding the air flow and perforated or slotted plates (14)
for even inflow to the goods to be treated are arranged in the furnace chamber.
5. Tunnel furnace according to claim 4,
characterized in that
the heating elements (17) are electrically operated.
6. Tunnel furnace according to claim 5,
characterized in that
the exhaust pipe (22) collects the exhaust air of the individual circulation flows
and conducts them outside at a central point.
7. Tunnel furnace according to claim 6,
characterized in that
the exhaust duct (22) is laid inside the tunnel segments.
8. Tunnel furnace according to claim 6,
characterized in that
the side walls of the tunnel segments are designed to be foldable in order to facilitate
maintenance and repair work.
9. Tunnel furnace according to claim 1,
characterized in that
the two conveyor belts are driven by a common drive.
10. Tunnel furnace according to claim 1,
characterized in that
the blower (15) is arranged below only one of the conveyor belts (11') with only a
portion of the goods (12').
11. Use of the tunnel furnace according to any of the preceding claims for the drying
and calcining ceramic or metallic honeycomb bodies coated with catalyst layers.
12. Method for operating the tunnel furnace according to any of the preceding claims,
characterized in that
the desired temperature profile is adjusted along the throughput direction of the
tunnel furnace by controlling the respective heating elements, and the goods to be
treated are transported on the parallel conveyor belts through the downward and upward
flow of the circulation flow, a portion of the circulation flow in each case being
discharged from the furnace in order to remove exhaust gases and water vapor released
during the temperature treatment of the goods, and replaced by a corresponding quantity
of fresh air.
1. Four tunnel muni d'une chambre de four et d'une direction de défilement pour le traitement
thermique de marchandises (12, 12'), ce four tunnel comportant dans la direction de
défilement plusieurs segments de tunnel (10) bridés les uns contre les autres,
caractérisé en ce
que chaque segment de tunnel comprend au moins un ventilateur (15) et au moins un élément
chauffant (17), ainsi qu'un conduit d'aspiration (19) d'air frais et un conduit d'échappement
(22) pour l'air d'échappement chargé de gaz d'échappement et de vapeur d'eau et en ce que le ou les ventilateurs est/sont disposé(s) dans les segments de tunnel de manière
à pouvoir générer un flux de circulation (23) avec un flux descendant et un flux ascendant
transversalement à la direction de défilement, dans lequel deux bandes transporteuses
parallèles (11, 11') sont prévues pour les marchandises dans le flux descendant et
ascendant, la section transversale du four tunnel étant subdivisée en deux moitiés
perpendiculairement à la direction de défilement par le biais d'un déflecteur d'écoulement
vertical (13).
2. Four tunnel selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le ventilateur (15) est entraîné par un moteur (16) disposé dans le conduit d'aspiration
(19) pour l'air frais (18).
3. Four tunnel selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les segments de tunnel ont une section transversale rectangulaire et sont délimités
respectivement par une tôle de fond (24), un plafond (25) et deux parois latérales
(26, 27), le ventilateur étant introduit par le bas à travers le fond dans la chambre
de four.
4. Four tunnel selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que dans la chambre du four sont installés des déflecteurs d'écoulement (13) servant
à guider le flux d'air et des tôles perforées ou rainurées (14) de manière à assurer
un écoulement uniforme des marchandises à traiter.
5. Four tunnel selon la revendication 4,
caractérisé en ce
que les éléments chauffants (17) disposent d'une alimentation électrique.
6. Four tunnel selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que le conduit d'échappement (22) recueille l'air d'échappement des différents flux de
circulation et l'évacue vers l'extérieur en un point central.
7. Four tunnel selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que le conduit d'échappement (22) est posé à l'intérieur des segments de tunnel.
8. Four tunnel selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que les parois latérales des segments de tunnel sont conçues pour être rabattables afin
de faciliter les travaux de maintenance et de réparation.
9. Four tunnel selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les deux bandes transporteuses sont entraînées par un entraînement commun.
10. Four tunnel selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le ventilateur (15) est disposé sous une seule des bandes transporteuses (11 ') avec
seulement une partie des marchandises (12').
11. Utilisation du four tunnel selon l'une des revendications précédentes pour le séchage
et la calcination de corps en nid d'abeille céramiques ou métalliques revêtus de couches
de catalyseur.
12. Procédé d'exploitation du four tunnel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le profil de température souhaité dans la direction de défilement du four tunnel
est ajusté par l'activation des éléments chauffants respectifs et les marchandises
à traiter sont acheminées sur les bandes transporteuses parallèles par le flux descendant
et ascendant du flux de circulation, une partie respective du flux de circulation
étant évacuée hors du four pour enlever les gaz d'échappement et la vapeur d'eau libérés
pendant le traitement thermique des marchandises et remplacée par une quantité correspondante
d'air frais.

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