[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen von Behältern der im
Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Die Erfindung findet besondere Anwendung bei der Reinigung von Flaschen oder anderen
Getränkebehältern vor ihrer Befüllung mit Getränken. An den Reinigungsprozess für
derartige Behälter werden hohe Anforderungen gestellt. Zum einen sollten die Behälter
optisch sauber und glänzend sein, zum anderen sollten die Behälter vor der Befüllung
in einen hygienisch einwandfreien Zustand gebracht werden, um eine Kontamination des
Getränkes mit Mikroorganismen so weit wie möglich zu vermeiden. Beim Einsatz von Mehrwegbehältern
muss weiterhin das Etikett oder dergleichen Kennzeichnungsmittel und die Klebstoffe
zu ihrer Befestigung rückstandsfrei entfernt werden. Dieser anspruchsvolle Reinigungsprozess
wird in einer Vielzahl von Reinigungsstationen durchgeführt, die der Behälter nacheinander
durchlaufen muss. Derartige Reinigungsstationen enthalten beispielsweise Laugebehandlungen
unterschiedlicher Ausgestaltung, und anschließend Spülbehandlungen, in denen lediglich
Wasser als Reinigungsflüssigkeit verwendet wird. Üblicherweise wird zunächst mit warmem
und anschließend mit kaltem Wasser gespült, wobei sich am Schluss noch eine Frischwasserspülung
anschließt, die auch die letzten Verunreinigungen entfernt und den Behälter ggf. kühlt.
Dementsprechend groß ist der Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit, insbesondere der
Wasserverbrauch, und Energie. Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, diese Ressourcen
einzusparen. So hat man bisher das in Auffangbehältern aufgefangene Wasser der letzten
Reinigungsstufe(n) kaskadenartig über ein Überlaufblech in Auffangbehälter vorangegangener
Reinigungsstationen rückgeführt, so dass das relativ gering verschmutzte Wasser aus
den letzten Reinigungsstationen die Reinigungsflüssigkeiten in den stromaufwärts liegenden
Reinigungsstationen verdünnt. Auf diese Weise wird das relativ gesehen saubere Reinigungsmittel
einer nachfolgenden Reinigungsstation nochmals in einer vorangegangenen Reinigungsstation
verwendet, wo es eine weitere Schmutzfracht (Lauge) aufnehmen kann. Die bekannte Konstruktion
wurde bisher für ein Spülen der Behälter eingesetzt, nachdem sie diverse Laugenbehandlungen
durchlaufen haben. Das Prinzip der Wasserrückführung wurde sowohl zwischen einem nachfolgenden
Kaltwasser-Auffangbecken und einem vorangegangenen Warmwasser-Auffangbecken als auch
zwischen einem nachfolgenden Warmwasserbecken und einem zweiten vorangegangenen Warmwasserbecken
eingesetzt. Nachteilig an dieser Ausgestaltung ist der relativ geringe Verdünnungsgrad,
den das rückgeführte Wasser auf den stärker schmutzbefrachteten Wasservorrat im Auffangbehälter
der vorangegangenen Reinigungsstation ausübt, da das rückgeführte Wasser immer mit
dem gesamten Wasservolumen der vorangegangenen Reinigungsstation vermischt wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Reinigen von Behältern
bereitzustellen, die eine effektivere Ausnutzung der eingesetzten Reinigungsflüssigkeit
bietet.
[0004] Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Vorrichtung und durch das im
Anspruch 8 beschriebene Verfahren gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäße Rückführung der "saubereren" Reinigungsflüssigkeit eines nachfolgenden
Reinigungsvorgangs direkt in die Zufuhrleitung zum Spritzen der Behälter in einem
vorherigen Reinigungsvorgang führt zu einem wesentlich stärkeren Verdünnungsgrad der
Reinigungsflüssigkeit, da die Volumenmengen in der Zufuhrleitung wesentlich geringer
sind als es der gesamten im Umlauf befindlichen Menge an Reinigungsflüssigkeit in
dieser Reinigungsstation entspricht; d. h. die zum Abspritzen der Behälter verwendete
Reinigungsflüssigkeit im vorangegangenen Reinigungsprozess ist immer "sauberer" als
die in dieser Reinigungsstation umgewälzte Reinigungsflüssigkeit. Dadurch kann z.
B. die aus einer vorangegangenen Laugebehandlung verbliebene Alkalität besser abgebaut
und die Behälter nach einer Warmwasserbehandlung effektiver gekühlt werden.
[0006] Dies betrifft besonders Reinigungsstationen, die einen Auffangbehälter für benutzte
Reinigungsflüssigkeit aufweisen, aus der die Reinigungsflüssigkeit zum Abspritzen
der Behälter kontinuierlich entnommen wird und in der die Reinigungsflüssigkeit nach
dem Abspritzen wieder gesammelt wird. Diese Auffangbehälter haben ein relativ großes
Aufnahmevolumen, so dass sich bei der erfindungsgemäßen Rückführung in die Zufuhrleitung
der prozentuale Anteil der verdünnenden, sauberen Reinigungsflüssigkeit aus dem nachfolgenden
Reinigungsprozess in Bezug auf den Volumenanteil der im vorherigen Reinigungsprozess
umgewälzten Reinigungsflüssigkeit besonders stark erhöht.
[0007] Die Rückführleitung mündet bevorzugt über einen Überlauf, der eine Sammelwirkung
entfaltet.
[0008] Durch die stromaufwärts der Pumpe einmündende Rückführleitung wird eine gleichmäßige
Vermischung sichergestellt.
[0009] Ein Filter stellt sicher, dass Grobschmutz aus dem Auffangbehälter abgefiltert werden
kann.
[0010] Die Zufuhr von Frischwasser zum Ersatz des durch die Behälter aus der Reinigungsanlage
geschleppten Reinigungsmittelanteils bzw. sonstiger Verluste erfolgt bevorzugt wiederum
über die Rückführung von bereits benutzter Reinigungsflüssigkeit aus dem letzten Spülgang.
[0011] Die Erfindung ist in jedem Reinigungssystem anwendbar, bei dem mehrere Reinigungsstationen
vorgesehen sind, die die gleiche Art von Reinigungsflüssigkeit einsetzen.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der einzigen Zeichnung
näher erläutert, die in stark schematisierter Darstellung ein Schema der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zeigt.
[0013] Die Fig. 1 zeigt Ausschnitt einer Vorrichtung 1 zum Reinigen von Behältern 2. Die
Behälter 2 können unterschiedlichster Art sein, sind jedoch bevorzugt Getränkebehälter
und insbesondere Getränkeflaschen. Die Vorrichtung 1 kann als Einend- oder Doppelend-Reinigungsmaschine
ausgebildet sein und ist im dargestellten Ausführungsbeispiel einer Befüllmaschine
zum Befüllen der Behälter 2 mit Getränk vorgeschaltet, kann jedoch überall dort eingesetzt
werden, wo Behälter besonders sauber und/oder hygienisch einwandfrei gereinigt werden
müssen.
[0014] Die Behälter 2 sind auf einer der üblichen Fördereinrichtungen 3 angeordnet, wobei
die Fördereinrichtung 3 die Behälter 2 in Förderrichtung F, bevorzugt kontinuierlich,
durch die Vorrichtung 1 transportiert.
[0015] In der Vorrichtung 1 sind eine Vielzahl von Reinigungsstationen 4 vorgesehen, die
von den Behältern 2 in Förderrichtung F nacheinander für eine Reinigungsbehandlung
durchlaufen werden. Dargestellt ist eine erste Reinigungsstation 4.1, eine zweite
Reinigungsstation 4.2, eine dritte Reinigungsstation 4.3, eine vierte Reinigungsstation
4.4 und eine fünfte Reinigungsstation 4.5; die Anzahl der Reinigungsstationen ist
jedoch beliebig und kann auf das gewünschte Reinigungsergebnis abgestellt werden.
[0016] In jeder der hier dargestellten Reinigungsstationen 4 werden die Behälter 2 mit einer
Reinigungsflüssigkeit behandelt. Der dargestellte Ausschnitt der Reinigungsvorrichtung
1 zeigt im Bereich der ersten Reinigungsstation 4.1 eine Behandlung der Behälter 2
mit Nachlauge und in den Reinigungsstationen 4.2 bis 4.5 eine Behandlung der Behälter
2 mit der gleichen Art einer Reinigungsflüssigkeit, hier beispielsweise eine Spüleinrichtung
zum Spülen der Behälter 2 mit Wasser. Dabei kann in der zweiten Reinigungsstation
4.2 mit Warmwasser mit einer ersten Temperatur, in der dritten Reinigungsstation 4.3
mit Warmwasser mit einer zweiten, niedrigeren Temperatur, in der vierten Reinigungsstation
4.3 mit Kaltwasser und in der fünften Reinigungsstation 4.5 mit Frischwasser gespült
werden.
[0017] Die Erfindung ist jedoch nicht nur zum Spülen von Behältern 2 mit Wasser sondern
überall dort einsetzbar, wo mehrere Spülvorgänge mit einer Reinigungsflüssigkeit gleicher
Art durchgeführt werden sollen.
[0018] Die ersten vier Reinigungsstationen 4.1 bis 4.4 enthalten jeweils einen Auffangbehälter
5.1 bis 5.4, die unterhalb der Fördereinrichtung 3 angeordnet sind. Jede Reinigungsstation
enthält weiterhin eine durch eine Zufuhrleitung 6.1, 6.2, 6.3, 6.4 und 6.5 mit Reinigungsmittel
versorgte Spritzeinrichtung 7.1, 7.2, 7.3, 7.4 und 7.5 zum Abspitzen der Behälter
2. Dabei stehen die Zufuhrleitungen 6.1 bis 6.4 der Reinigungsstationen 4. 1 bis 4.4
mit den zugeordneten Auffangbehältern 5.1 bis 5.4 in Verbindung, wobei die Reinigungsflüssigkeit
im Kreislauf aus dem jeweiligen Auffangbehälter 5.1 bis 5.4 zur Spritzeinrichtung
7.1 bis 7.4 der gleichen Reinigungsstation 4.1 bis 4.4 gefördert, über bzw. in die
Behälter 2 geleitet und anschließend wieder aufgefangen wird. Die Spritzeinrichtung
7.1 bis 7.5 kann jede geeignete Ausgestaltung aufweisen und enthält im dargestellten
Ausführungsbeispiel in den Reinigungsstationen 4.1 bis 4.4 jeweils eine obere Düse
oder Düsengruppe 8, die Reinigungsflüssigkeit von oben an oder in den Behälter 2,
und eine untere Düse bzw. Düsengruppe 9, die Reinigungsflüssigkeit von unten an oder
in den Behälter 2 spritzt, wie dies z. B. in der
EP 1 144 016 beschrieben ist. Jede der Zufuhrleitungen 6.1 bis 6.4 enthält eine Pumpe 10.1 bis
10.4 und einen der Pumpe vorgeschalteten Filter 11.1 bis 11.4. Pumpe 10 und Filter
11 sind herkömmlicher Art.
[0019] Die in Förderrichtung F letzte Reinigungsstation 4.5 dient dem Klarspülen mit frischem
Reinigungsmittel, insbesondere mit Frischwasser, und enthält lediglich die untere
Düse oder Düsengruppe 9, kann jedoch analog der anderen Spritzeinrichtungen mit oberen
und unteren Düsen versehen sein. Die letzte Reinigungsstation 4.5 enthält keinen Auffangbehälter
sondern eine Rinne oder eine Auffangplatte 13, die zum Sammeln der aufgefangenen Reinigungsflüssigkeit
geneigt ist. Die in Förderrichtung F letzte Reinigungsstation 4.5 weist wiederum eine
Zufuhrleitung 6.5 auf, die mit einer Frischwasserquelle verbunden ist und zu einer
Spritzeinrichtung 7.5 führt, die im dargestellten Ausführungsbeispiel lediglich die
unteren Düsen oder die untere Düsengruppe 9 enthält.
[0020] Über eine Rückführeinrichtung 12 wird nach und nach Reinigungsflüssigkeit von stromabwärts
liegenden Reinigungsstationen in stromaufwärtige Reinigungsstationen rückgeführt,
in denen eine Verwendung des frischen Reinigungsmittels zweckmäßig und geboten ist,
um z. B., den pH Wert und/oder die Temperatur zu normalisieren (d.h. nach einer Lauge-
und Warmwasserbehandlung den pH Wert und die Temperatur zu verringern) bzw. die Schmutzfracht
zu verdünnen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind dies die vierte, mit Kaltwasser,
sowie die dritte und die zweite Reinigungsstation, die beide mit Warmwasser arbeiten.
[0021] Die Rückführeinrichtung 12 enthält jeweils eine Rückführleitung 12.1, 12.2 und 12.3,
wobei die Rückführleitung 12.1 eine Strömungsverbindung zwischen der fünften und der
vierten Reinigungsstation 4.5 und 4.4, die Rückführleitung 12.2 eine Verbindung zwischen
der vierten Reinigungsstation und der dritten Reinigungsstation 4.3 und die Rückführleitung
12.3 eine Strömungsverbindung zwischen der dritten Reinigungsstation 4.3 und der zweiten
Reinigungsstation 4.2 schafft.
[0022] Die Rückführleitung 12.1 ist mit ihrer Mündungsöffnung 14.1 an oder in der Nähe des
tiefsten Punktes der Rinne 13 angeordnet, während die Mündungen 14.2, 14.3 der Rückführleitungen
12.2, und 12.3 im zugeordneten Auffangbehälter 5.4 bzw. 5.3 angeordnet und als Überlauf
ausgebildet sind, der gleichzeitig den Füllstand des jeweiligen Auffangbehälters 5.3
bzw. 5.4 bestimmt. Insbesondere ist die Mündungsöffnung 14.1 der Rückführleitung 12.1
im Auffangbehälter 5.4 der vierten Reinigungsstation 4.4 und die Mündungsöffnung 14.2
der Rückführleitung 12.2 im Auffangbehälter 5.3 der dritten Reinigungsstation 4.3
angeordnet.
[0023] Die Rückführleitungen 12.1 bis 12.3 münden mit ihren anderen Enden in die Zufuhrleitung
6.4, 6.3, 6.2 der jeweils vorangegangenen Reinigungsstation 4.4, 4.3, 4.2. Insbesondere
verbindet die Rückführleitung 12.1 die Rinne 13 der Frischwasserstation mit dem Auffangbehälter
5.4 der vierten Reinigungsstation, der Kaltwasserstation, die Rückführleitung 12.2
den Auffangbehälter 5.4 mit der Zufuhrleitung 6.3 der dritten Reinigungsstation 4.3,
der zweiten Warmwasserstation, und die Rückführleitung 12.3 den Auffangbehälter 5.3
mit der Zufuhrleitung 6.2 der zweiten Reinigungsstation 4.2. Die Einbindung der Rückführleitungen
12.1, 12.2, 12.3 in die Zufuhrleitungen 6.4, 6.3, 6.2 erfolgt jeweils stromaufwärts
der Pumpe 10 und des Filters 11.
[0024] Rückführleitungen der beschriebenen Art können auch zwischen dem zweiten Auffangbehälter
5.2 bzw. dem ersten Auffangbehälter 4.1 und weiter stromaufwärts liegenden Auffangbehältern
vorgesehen sein, sofern diese mit dem gleichen Reinigungsmittel arbeiten bzw. sofern
eine Vermischung der Reinigungsmittel der unterschiedlichen Reinigungsstationen nicht
stört. Weiterhin können auch nur ausgewählte Reinigungsstationen aus einer Gruppe
von mit Reinigungsmittel gleicher Art arbeitenden Stationen mit einer Rückführleitung
verbunden werden
[0025] Im dargestellten Ausführungsbeispiel endet die Rückführung an der zweiten Reinigungsstation
4.2, wobei die zweite Reinigungsstation 4.2 allerdings ebenfalls mit einem Überlauf
14.4 versehen ist, der in bereits beschriebener Weise den Füllstand im Auffangbehälter
5.2 der zweiten Reinigungsstation 4.2 begrenzt. Die mit dem Überlauf 14.3 verbundene
Leitung 15 führt jedoch entweder in eine Entsorgungseinrichtung oder zur Weiterverwendung
des abgezogenen Reinigungsmittels, beispielsweise zur Ausnutzung des Wärmeinhalts
der Reinigungsflüssigkeit aus der zweiten Reinigungsstation 4.3 oder dgl..
[0026] In gleicher Weise ist auch der Auffangbehälter 5.1 der ersten Reinigungsstation 4.1
mit einem Überlauf 14.5 versehen, der mit einer Leitung 16 verbunden ist, durch die
die sich im Auffangbehälter 5.4 befindende Lauge (im dargestellten Ausführungsbeispiel)
entweder zur Entsorgung abgezogen oder, analog der oben beschriebenen Rückführeinrichtung
im Spülbereich, in einen vorangegangenen Reinigungsschritt wieder verwendet wird.
[0027] Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 werden die Behälter 2 durch die
Vorrichtung 1 geschleust, so dass sie zunächst in die erste Reinigungsstation 4.1
eintreten und dort mit Reinigungsflüssigkeit aus dem Auffangbehälter 5.1 behandelt
werden. Dann treten die Behälter nach und nach durch die zweite, dritte und vierte
Reinigungsstation 4.2 bis 4.4 hindurch, in denen sie jeweils mit dem Reinigungsmittel
aus dem zugeordneten Auffangbehälter 5.2 bis 5.4 behandelt werden, das jeweils über
die zugeordnete Zufuhrleitung 6.2 bis 6.4 der zugeordneten Spritzeinrichtung 7.2 bis
7.4 (bewirkt durch die Pumpen 10.2 bis 10.4) zugeführt wird. Anschließend gelangen
die Behälter 2 in die im dargestellten Ausführungsbeispiel letzte Reinigungsstation
4.5, in der sie mit einem Schwall frisch zugeführten Reinigungsmittel, im dargestellten
Ausführungsbeispiel mit einem Frischwasserschwall über die Zufuhrleitung 6.5 und die
Düse 9 klargespült werden. Das hier von den Behältern 2 wieder abtropfende Reinigungsmittel
gelangt über die Rinne 13, die Mündung 14.1 und die Rückführleitung 12.1 in die Zuführleitung
6.4 der vorangegangenen Reinigungsstation 4.4 und verdünnt das dort durch die Pumpe
10.4 aus dem Auffangbehälter 5.4 abgesaugte Reinigungsmittel. Das Reinigungsmittel
läuft über die Behälter 2 und tropft wieder in den Auffangbehälter 5.4. Steigt der
Pegel im Auffangbehälter 5.4 der vierten Reinigungsstation 4.4 bis zum Überlauf 14.2
an, so wird das Reinigungsmittel aus dem Auffangbehälter 5.4 über die Rückführleitung
12.2 in die Zufuhrleitung 6.3 der vorangegangenen Reinigungsstation 4.3 rückgeführt
und gelangt dort in den Reinigungsmittelstrom, der durch die Pumpe 10.3 aus dem Auffangbehälter
5.3 der dritten Reinigungsstation 14.3 abgesaugt wird. Das auf diese Weise verdünnte
Reinigungsmittel gelangt dann in die Spritzeinrichtung 7.3 und wird über die Behälter
2 geleitet. Anschließend tropft die Reinigungsflüssigkeit wieder in den Auffangbehälter
5.3.
[0028] Wird im Auffangbehälter 5.3 der vorgegebene Höchststand erreicht, so gelangt das
Reinigungsmittel aus dem Auffangbehälter 5.3 in die Rückführleitung 12.3 und wird
von dieser in die Zufuhrleitung 6.2 der zweiten, vorangegangenen Reinigungsstation
4.2 eingespeist, gelangt dort in den Reinigungsmittelstrom, der durch die Pumpe 10.2
aus dem Auffangbehälter 5.2 der zweiten Reinigungsstation 14.2 abgesaugt wird und
dann in die Spritzeinrichtung 7.2 und wird über die Behälter 2 geleitet. Anschließend
tropft die Reinigungsflüssigkeit wieder in den Auffangbehälter 5.2. Wird der Pegel
im zweiten Auffangbehälter 4.2 überschritten, kann Reinigungsmittel über den Überlauf
14.4 und die Leitung 15 abgezogen werden.
[0029] Da das Volumen der Zufuhrleitung 6 wesentlich geringer ist als das Volumen des zugeordneten
Auffangbehälters 5, kann durch die hier einmündende Rückführleitung eine wesentlich
effektivere Vermischung bzw. Verdünnung mit einem höheren Verhältnisfaktor stattfinden,
als dies beispielsweise der Fall wäre, wenn zwischen den Auffangbehältern untereinander
ein Überlauf bestehen würde. Da normalerweise das Reinigungsmittel aus der nachfolgenden
Reinigungsstufe nicht so stark verschmutzt bzw. nicht so stark mit der Reinigungslauge
belastet ist wie das Reinigungsmittel aus der vorangegangenen Reinigungsstation, wird
durch die Rückführung über die Rückführleitung eine Aufbesserung, d.h. Verdünnung,
der Reinigungsflüssigkeit der vorangegangenen Reinigungsstufe erreicht.
[0030] Werden die Auffangbehälter 5 und die Rinne 13, wie in Fig.1 ersichtlich, in Nachbarschaft
und höhengestaffelt angeordnet, kann zusätzlich ein direkter Überlauf 17 zwischen
geeigneten Reinigungsstationen 4 vorgesehen werden, die jedoch bevorzugt erst dann
wirksam werden, wenn die Rückführleitung überfordert ist und die Gefahr eines Auslaufens
besteht. Ein derartiger Sicherheits-Überlauf 17.1, 17.2, 17.3 kann z. B. zwischen
der Rinne 13 und dem vierten Auffangbehälter 5.4 und zwischen der Auffangbehältern
5.4 und 5.3, sowie 5.3 und 5.2 vorgesehen werden.
[0031] Im praktischen Versuch wurden Mischungsverhältnisse von 1 : 5, d.h. ein Teil "bessere"
Reinigungsflüssigkeit aus einer nachfolgenden Reinigungsstufe auf fünf Teile der von
der Pumpe 10 angesaugten Reinigungsflüssigkeit einer vorangegangenen Reinigungsstufe,
erreicht.
[0032] Praktische Versuche wurden mit folgenden Betriebsparametern durchgeführt:
| Innenspritzung |
14 m3/h |
| Außenspritzung |
12 m3/h |
| Gesamt |
26 m3/h |
[0033] Inhalt des Auffangbehälters:
| Kaltwasser (5.4) |
0,49 m3 |
| Warmwasser (5.2, 5.3) |
0,56 m3 |
| Frischwasser (6.5) |
5 m3/h |
[0034] Es wurde festgestellt, dass durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung die Behälter
besser gekühlt und der Alkalitätsabbau optimiert wurde. Eine überschlägige Berechnung
mittels Wärmemengenberechnung ergibt eine Reduzierung der Spritzungstemperatur um
ca. 2°C. Die Behälter wurden dadurch mit einer kälteren und weniger alkalischen Flüssigkeit
ausgespritzt.
[0035] In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels kann die Erfindung
auch bei anderen Reinigungseinrichtungen eingesetzt werden, bei denen Reinigungsflüssigkeit
optimal ausgenutzt werden soll. Je nach Behälterart und Reinigungsaufgabe können andere
Düsenanordnungen oder andere Düsenkombinationen oder andere Konstruktionen von Spritzeinrichtungen
vorgesehen sein.
1. Vorrichtung (1) zum Reinigen von Behältern (2), mit einer Spritzeinrichtung (7) für
Reinigungsflüssigkeit, einer Fördereinrichtung (3) zum Fördern der Behälter (2) in
einer vorbestimmten Förderrichtung (F) durch eine Mehrzahl hintereinander liegender
Reinigungsstationen (4), die jeweils eine Zufuhrleitung (6) für Reinigungsmittel zur
Spritzeinrichtung (7) aufweisen, und mit einer Rückführeinrichtung (12), mit der benutztes
Reinigungsmittel aus einer in Förderrichtung (T) nachfolgenden Reinigungsstation in
eine vorherige Reinigungsstation überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückführeinrichtung (12) eine Rückführleitung (12.1, 12.2, 12.3) enthält, die
in die Zufuhrleitung (6) zur Spritzeinrichtung (7) mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorherige Reinigungsstation (4) einen Auffangbehälter (5) aufweist, aus der die
Zufuhrleitung (6) herausführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückführleitung (12.1, 12.2, 12.3) eine mit einem Überlauf verbundene Mündungsöffnung
(14.1, 14.2, 14.3) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrleitung (6) mit einer Pumpe (10) verbunden ist, und die Rückführleitung
(12.1, 12.2, 12.3) stromabwärts vor der Pumpe (10) in die Zufuhrleitung (6) mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Einmündung der Rückführleitung (12.1, 12.2, 12.3) und vor der Pumpe (10)
ein Filter (11) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in Transportrichtung letzte Reinigungsstation (4.5) eine Frischwasser-Reinigungsstation
ist, deren benutzte Reinigungsflüssigkeit in einen Auffangbehälter (5.4) der in Förderrichtung
(F) zweitletzten Reinigungsstation (4.4) eingeleitet wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (F) der Behälter (2) wenigstens eine Warmwasser-Reinigungsstation
(4.2, 4.3) und wenigstens eine Kaltwasser-Reinigungsstation (4.4) angeordnet sind,
wobei eine Rückführeinrichtung (12) zwischen den Kaltwasser- und den Warmwasserstationen
(4.2, 4.3) untereinander und zwischen benachbarten Kaltwasser- und Warmwasserstationen
(4.3, 4.4) vorgesehen sind.
8. Verfahren zum Reinigen von Behältern (2), bei dem Reinigungsflüssigkeit aus einem
nachfolgenden Reinigungsschritt in einen vorhergehenden Reinigungsschritt rückgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit unmittelbar in eine Zufuhrleitung (6) zur Spritzeinrichtung
(7) des vorangegangenen Reinigungsschrittes rückgeführt wird.