[0001] Die Erfindung betrifft eine Bauplatte als Träger für eine Flächenbekleidung aus Fliesen,
einem Putz oder einem dünnschichtigen Spachtelmörtel.
[0002] Derartige Bauplatten sind im Stand der Technik in unterschiedlichsten Ausgestaltungen
bekannt.
[0003] Es sind beispielsweise Bauplatten bekannt, bei denen eine Platte aus feuchtigkeitsbeständigem
Schaumstoff zur notwendigen Versteifung beidseitig mit Zementmörtel und einem grobmaschigen
Gittergewebe beschichtet ist.
[0004] Bekannt sind aus der
DE 92 00 687.6 U1 auch Bauplatten, bei denen die Schaumstoffkernschicht aus Polyurethan besteht mit
einer geschlossenzelligen Außenhaut, etwa in der Dicke von 25 mm. Auf der Sichtseite
dieser Schaumstoffkernschicht ist eine Bahn aus Glasfaservlies eingeschäumt, wobei
der Schaumstoff die Vliesbahn durchdringt.
[0005] Eine ähnliche Bauplatte als Sandwich-Baukörper ist aus der
DE 19 27 794 U bekannt, bei der auf der Schaumstoffkernschicht ebenfalls eine Vliesstoffbahn eingeschäumt
ist. Dabei kann zwischen den Deckschichten aus Vlies und der Schaumstoffkernschicht
noch eine Bahn aus einem luft- und wasserdampfdurchlässigen Material angeordnet sein,
beispielsweise aus einem Maschengebilde oder einem Netzwerk, wobei diese Zwischenschicht
aufgeklebt sein kann.
[0006] Bekannt ist ferner aus der
DE 199 40 423 C2 eine Dämmplatte, insbesondere zur Verkleidung einer Außenwand eines Gebäudes oder
als Fliesenträger im Nasszellenbau, mit einer plattenförmigen Dämmstoffschicht aus
einem aufgeschäumten oder gegossenen Dämmmaterial, wobei auf einer oder beiden Seiten
dieser Schaumstoffkernschicht als Trägermaterial für einen Außenputz oder einen Fliesenmörtel
an der Oberfläche ein Gewebevlies eingeschäumt bzw. eingegossen ist, welches eine
Deckschicht bildet.
[0007] Um mit derartigen Bauplatten eine Außen- oder Innenecke zu erzeugen, ist es bekannt,
die aneinander stoßenden Stirnseiten zweier Bauplatten winklig anzuschneiden, beispielsweise
jeweils in einem Winkel von 45° zur Erzeugung einer 90°-Ecke, so dass die Bauplattenstirnseiten
sauber aneinanderstoßend angeordnet und miteinander verklebt werden können. Der hierfür
erforderliche Zeitaufwand ist jedoch relativ hoch.
[0008] Zur Beseitigung dieses Problems ist es ferner bekannt, Bauplatten werkseitig nicht
nur anzufasen sondern auch zu verkleben, so dass fertige Bauplatteneckteile entstehen.
Entsprechend entfällt das zeitaufwendige Kleben vor Ort. Ein Nachteil derartiger werkseitig
hergestellter Bauplatteneckteile besteht allerdings dahingehend, dass diese sehr sperrig
sind und sich entsprechend schlecht verpacken und transportieren lassen.
[0009] Zum Verkleiden oder Erzeugen von mit Rundungen versehenen Flächen, wie sie beispielsweise
Säulen, schneckenförmige Duschanlagen oder dergleichen aufweisen, werden bislang Bauplatten
der eingangs genannten Art verwendet, die bereits werkseitig mit der erforderlichen
Rundung versehen sind. Ein Nachteil solcher Bauplatten besteht allerdings darin, dass
diese aufgrund der vorgegebenen Rundung nicht flexibel einsetzbar sind. Zudem nehmen
sie aufgrund ihrer Rundung viel Platz in Anspruch, weshalb sie sich nur schlecht verpacken
und transportieren lassen.
[0010] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
Bauplatten mit einer feuchtigkeitsbeständigen Schaumstoffkernschicht zu schaffen,
mit denen sich Ecken und/oder Rundungen problemlos herstellen lassen. Zudem soll sich
die erfindungsgemäße Bauplatte gut verpacken und transportieren lassen.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung eine Bauplatte als Träger
für eine Flächenbekleidung aus Fliesen, einem Putz oder einem dünnschichtigen Spachtel
mörtel mit einer feuchtigkeitsbeständigen Schaumstoffkernschicht, die beidseitig mit
einer Papier- oder Kunststofffolienbahn versehen ist, auf der eine die Außenseite
der Bauplatte definierende Fasermaterialbahn aus Vlies oder einem gestrickten oder
gewirkten Gewebe angeordnet ist, wobei die Bauplatte mit zumindest einer Nut versehen
ist, die sich von einer Bauplattenstirnseite zur gegenüberliegenden Bauplattenstirnseite
erstreckt und ausgehend von einer Außenseite der Bauplatte die Schaumstoffkernschicht
zum Großteil durchdringt, bevorzugt vollständig durchdringt. Entlang einer solchen
Nut kann die Bauplatte zur einen oder zur anderen Seite gebogen oder geknickt werden,
wobei die Papier- oder Kunststofffolienbahn sowie die Fasermaterialbahn, die nicht
von der Nut durchsetzt werden, dieser Knick- oder Biegebewegung flexibel folgen und
dabei die Bauplatte weiterhin zusammenhalten. Bevor die Bauplatte entlang der Nut
im vorgesehenen Maß geknickt bzw. gebogen wird, kann die Nut zumindest teilweise mit
Klebstoff ausgefüllt werden, beispielsweise mit Fliesenkleber, um die neu erzeugte
Form der Bauplatte zu fixieren.
[0012] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist die zumindest eine Nut
einen im wesentlichen V-förmigen Querschnitt auf, so dass sich entsprechende Ecken
erzeugen lassen, wobei die Schnittkanten bevorzugt einen Winkel im Bereich von 60
bis 135° einschließen, insbesondere 90°.
[0013] Entlang zumindest einer Schnittkante der Nut ist vorteilhaft wenigstens ein Klebestreifen
angeordnet, dessen auswärts gerichtete Klebefläche mit einem entfernbaren Schutzfolienstreifen
bedeckt ist. Entsprechend lassen sich die im gebogenen oder geknickten Zustand aneinanderstoßenden
Schnittkanten unter vorherigem Entfernen des Schutzfolienstreifens mithilfe des Klebestreifens
miteinander verbinden.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist die zumindest
eine Nut einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, wobei die Nutbreite bevorzugt
in einem Bereich zwischen 1 - 10 mm liegt.
[0015] Vorteilhaft ist eine Vielzahl von Nuten vorgesehen, die bevorzugt jeweils parallel
zueinander angeordnet sind.
[0016] Insbesondere Nuten mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt sind vorteilhaft
in gleichmäßigem Abstand voneinander beabstandet, bevorzugt in Abständen im Bereich
von 1,5 - 6 cm. Auf diese Weise lassen sich mit der Bauplatte verschiedenste Rundungen
erzeugen, wie es nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert
wird.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist zwischen der Papier-
oder Kunststofffolienbahn und der Fasermaterialbahn eine Gitterbahn aus einem grobmaschigen
Gitter oder einem grobmaschigen Gewebe angeordnet. Durch den Einbau einer solchen
Gitterbahn wird eine zusätzliche Versteifung der Bauplatte erzielt.
[0018] Die Schaumstoffkernschicht ist bevorzugt feuchtigkeitsdicht, um jegliches Durchdringen
von Feuchtigkeit auszuschließen. Die Papier- oder Kunststofffolienbahn sollte wasserbeständig,
insbesondere wasserdicht sein, um eine Beschädigung in feuchter Umgebung zu verhindern.
[0019] Zumindest eine der Fasermaterialbahnen, insbesondere diejenige die nicht von der
zumindest einen Nut durchsetzt ist, ist vorteilhaft mit einem aufgedruckten oder aufgeprägten
Rastermaß versehen, das als Schneidhilfe dient. Durch ein solches Rastermaß wird ein
Anpassen der Bauplattenabmessungen für einen Benutzer vereinfacht. Die Bauplatten
sind dabei in der Regel zunächst rechteckige Gebilde, so dass die Linien des Rastermaßes
zweckmäßigerweise parallel zu den Seitenkanten verlaufen. Um ein mühsames Messen zu
vermeiden, können die Linien zusätzlich mit Maßangaben versehen sein.
[0020] Nachfolgend werden zwei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung genauer beschrieben. Darin ist:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer Bauplatte gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung im ungebogenen Zustand;
- Fig. 2
- eine Unteransicht der in Figur 1 dargestellten Bauplatte;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der in Figur 1 dargestellten Bauplatte;
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene und vergrößerte Seitenansicht gemäß Figur 2;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der in Figur 1 dargestellten Bauplatte im gebogenen Zustand;
- Fig. 6
- eine Draufsicht einer Bauplatte gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung im ungebogenen Zustand
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der in Figur 5 dargestellten Bauplatte;
- Fig. 8
- eine geschnittene und vergrößerte Seitenansicht gemäß Figur 6;
- Fig. 9
- eine Seitenansicht der in den Figuren 5 - 7 dargestellten Bauplatte in einem ersten
gebogenen Zustand und
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der in den Figuren 5 - 7 dargestellten Bauplatte in einem zweiten
gebogenen Zustand.
[0021] Die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Bauplatte 10 gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dient als Träger für eine Flächenbekleidung aus Fliesen,
einem Putz oder einem dünnschichtigen Spachtelmörtel. Die Bauplatte 10 hat eine rechteckige
Form und umfasst eine Oberseite 12, eine Unterseite 14 und vier Bauplattenstirnseiten
16, 18, 20 und 22.
[0022] Wie es insbesondere in der vergrößerten Ansicht gemäß Figur 4 dargestellt ist, besteht
die Bauplatte 10 aus einer feuchtigkeitsdichten Schaumstoffkernschicht 24, an der
beidseitig eine Papier- oder Kunststofffolienbahn 26 vorgesehen ist. An jeder der
Papier- oder Kunststofffolienbahnen 26 ist wiederum eine Gitterbahn 28 aus einem grobmaschigen
Gitter oder einem grobmaschigen Gewebe angeordnet, die zur zusätzlichen Versteifung
der Bauplatte 10 dient. Die Gitterbahnen 28 sind jeweils mit einer Fasermaterialbahn
30 aus Vlies oder einem gestrickten oder gewirkten Gewebe bedeckt, welche die Oberseite
12 und die Unterseite 14 der Bauplatte 10 definieren.
[0023] Ausgehend von der Oberseite 12 sind zwei Nuten 32a und 32b in die Bauplatte 10 eingebracht,
die sich jeweils von der Bauplattenstirnseite 18 zur gegenüberliegenden Bauplattenstirnseite
22 erstrecken und ausgehend von der Oberseite 12 der Bauplatte 10 die Schaumstoffkernschicht
24 vollständig durchdringen. Somit wird die Bauplatte 10 am jeweiligen Nutgrund 34a
bzw. 34b lediglich durch die Papier- oder Kunststofffolienbahn 26, die Gitterbahn
28 und die Fasermaterialbahn 30 zusammengehalten. Jede der Nuten 32a und 32b weist
einen V-förmigen Querschnitt auf, wobei sich die Schnittkanten 36a, b und 38a, b der
jeweiligen Nuten 32a und 32b in einem Winkel α von 90° zueinander erstrecken. An den
Schnittkanten 36b und 38b der Nuten 32a und 32b ist jeweils ein Klebestreifen 40a
bzw. 40b befestigt, dessen auswärts gerichtete Klebefläche mit einem entfernbaren
Schutzfolienstreifen 42a bzw. 42b bedeckt ist.
[0024] An der Unterseite 14 der Bauplatte 10 ist ein aufgedrucktes oder aufgeprägtes Rastermaß
44 vorgesehen, das einem Benutzer als Schneidhilfe dient, sollte die Bauplatte 10
vor Ort noch auf Maß gebracht werden müssen. Das Rastermaß 44 wird durch eine Vielzahl
von sich parallel zu den Bauplattenstirnseiten 18 und 22 bzw. 16 und 20 erstreckenden
Rastermaßlinien 46 gebildet, wobei vorliegend jede fünfte Rastermaßlinie 46 dicker
als die sonstigen Rastermaßlinien 46 ist, um dem Benutzer die Orientierung bezüglich
der Abstände zu vereinfachen. Ferner ist jede fünfte Rastermaßlinie 46 mit einer Ziffer
versehen, wie beispielsweise "5", "10" etc., die ein Längenmaß repräsentiert, wie
beispielsweise 5 cm, 10 cm, etc.
[0025] Ein Vorteil der Bauplatte 10 besteht darin, dass sich diese, solange sie sich im
ungebogenen Zustand befindet, wie es beispielsweise in Figur 3 dargestellt ist, aufgrund
ihrer ebenen Erstreckung sehr gut verpacken und transportieren lässt. Auf der Baustelle
können dann die Schutzstreifen 42a und 42b abgezogen und die Schnittkanten 36a, b
und 38a, b entlang des entsprechenden Nutgrundes 34a bzw. 34b umgebogen werden, so
dass die dann aneinanderstoßenden Schnittkanten 36a und 36b sowie 38a und 38b der
Nuten 32a und 32b miteinander verklebt werden. Entsprechend ergibt sich die in Figur
5 dargestellte Anordnung.
[0026] Ein weiterer Vorteil der Bauplatte 10 besteht darin, dass die Unterseite 14 auch
im gebogenen Zustand, wie es in Figur 5 gezeigt ist, selbst in den Eckbereichen 48a
und 48b eine durchgehende und somit saubere Fläche bildet. Mit anderen Worten wird
die Unterseite 14 aufgrund der Flexibilität bzw. Biegsamkeit der Papier- oder Kunststofffolienbahn
26, der Gitterbahn 28 sowie der Fasermaterialbahn 30 nicht zerstört. Auch bleibt die
Wasserbeständigkeit bzw. Wasserdichtheit der Papier- oder Kunststofffolienbahn 26
erhalten.
[0027] Es sollte klar sein, dass der Abstand und die Form der Nuten 32a und 32b beliebig
ist. So kann beispielsweise ein von 90° verschiedener Winkel α gewählt werden. Ferner
sollte klar sein, dass anstelle von zwei Nuten auch lediglich eine Nut oder mehr als
zwei Nuten vorgesehen sein können.
[0028] Die Figuren 6 bis 10 zeigen eine Bauplatte 60 gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die als Träger für eine Flächenbekleidung aus Fliesen,
einem Putz oder einem dünnschichtigen Spachtelmörtel dient. Die Bauplatte 60 hat eine
rechteckige Form und umfasst eine Oberseite 62, eine Unterseite 64 und vier Bauplattenstirnseiten
66, 68, 70 und 72.
[0029] Wie es insbesondere in der vergrößerten Ansicht gemäß Figur 8 dargestellt ist, weist
die Bauplatte 60 eine wasserdichte Schaumstoffkernschicht 74 auf, an der beidseitig
eine Papier- oder Kunststofffolienbahn 76 vorgesehen ist. Auf den Papier- oder Kunststofffolienbahnen
76 ist jeweils wiederum eine Gitterbahn 78 aus einem grobmaschigen Gitter oder einem
grobmaschigen Gewebe befestigt. Die Gitterbahnen 78 sind mit einer Fasermaterialbahn
80 aus Vlies oder einem gestrickten oder gewirkten Gewebe bedeckt, welche die Oberseite
12 sowie die Unterseite 14 der Bauplatte 10 definieren.
[0030] Ausgehend von der Oberseite 12 der Bauplatte 10 ist eine Vielzahl von Nuten 82a,
b, c, etc. in die Bauplatte 60 eingebracht, die sich von der Bauplattenstirnseite
72 zur gegenüberliegenden Bauplattenstirnseite 68 erstrecken und ausgehend von der
Oberseite 62 der Bauplatte 60 die Schaumstoffkernschicht 74 vollständig oder zumindest
zum Großteil durchdringen.
[0031] Die Nuten 82a, b, c, etc. weisen jeweils einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei
die Nutbreite b bevorzugt in einem Bereich zwischen 1 bis 10 mm liegt. Die Nuten 82a,
b, c, etc. sind in gleichmäßigen Abständen voneinander beabstandet, vorliegend in
Abständen B im Bereich von 1,5 bis 6 cm.
[0032] Ähnlich wie die Bauplatte 10 kann auch die Bauplatte 60 auf ihrer Unterseite 64 mit
einem aufgedruckten oder aufgeprägten Rastermaß versehen sein, das vorliegend jedoch
nicht dargestellt ist.
[0033] Die Bauplatte 60 kann in dem in Figur 7 dargestellten Zustand aufgrund ihrer ebenen
Erstreckung problemlos verpackt und transportiert werden.
[0034] Auf der Baustelle kann ein Benutzer die Bauplatte 60 dann in Abhängigkeit von der
Anzahl, der Größe und den Abständen der Nuten 82a, b, c, etc. nach Belieben biegen,
wie es beispielhaft in den Figuren 9 und 10 dargestellt ist, wodurch verschiedenste
Rundungen erzeugt werden können. Sobald der Benutzer die Bauplatte 60 in die gewünschte
Form gebogen hat, können die Zwischenräume der jeweiligen Nuten 82a, b, c, etc. mit
einem Kleber gefüllt werden, insbesondere mit Fliesenkleber, um auf diese Weise die
generierte Rundung zu fixieren. Ein wesentlicher Vorteil der Bauplatte 60 besteht
dahingehend, dass aufgrund der Flexibilität bzw. Biegsamkeit der Papier- oder Kunststofffolienbahn
76, der Gitterbahn 78 und der Fasermaterialbahn 80 stets eine durchgehende Fläche
entlang der Unterseite 64 der Bauplatte 60 erzeugt wird, wodurch die Weiterverarbeitung
für den Benutzer erheblich vereinfacht wird. Auch die Wasserbeständigkeit bzw. Wasserdichtheit
der Papier- oder Kunststofffolienbahn 76 bleibt erhalten.
[0035] Es sollte klar sein, dass die Anzahl, die Größen und die Abstände der einzelnen Nuten
82a, b, c, etc. beliebig gewählt werden können.
[0036] Ferner sollte klar sein, dass bei den Bauplatten 10 und 60 auf die Gitterbahnen 28
bzw. 78 verzichtet werden kann.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 10
- Bauplatte
- 12
- Oberseite
- 14
- Unterseite
- 16
- Stirnseite
- 18
- Stirnseite
- 20
- Stirnseite
- 22
- Stirnseite
- 24
- Schaumstoffkernschicht
- 26
- Papier- oder Kunstofffolienbahn
- 28
- Gitterbahn
- 30
- Fasermaterialbahn
- 32a, b
- Nuten
- 34a, b
- Nutgründe
- 36a, b
- Schnittkanten
- 38a, b
- Schnittkanten
- 40a, b
- Klebestreifen
- 42a, b
- Schutzstreifen
- 44
- Rastermaß
- 46
- Rastermaßlinien
- 48a, b
- Eckbereiche
- 60
- Bauplatte
- 62
- Oberseite
- 64
- Unterseite
- 66
- Stirnseite
- 68
- Stirnseite
- 70
- Stirnseite
- 72
- Stirnseite
- 74
- Schaumstoffkernsicht
- 76
- Papier- oder Kunststofffolienbahn
- 78
- Gitterbahn
- 80
- Fasermaterialbahn
- 82a, b, c etc.
- Nuten
1. Bauplatte (10; 60) als Träger für eine Flächenbekleidung aus Fliesen, einem Putz oder
einem dünnschichtigen Spachtelmörtel mit einer feuchtigkeitsbeständigen Schaumstoffkernschicht
(24; 74), an der beidseitig eine Papier- oder Kunststofffolienbahn (26; 76) vorgesehen
ist, auf der eine die Außenseite der Bauplatte definierende Fasermaterialbahn (30;
80) aus Vlies oder einem gestrickten oder gewirkten Gewebe angeordnet ist, wobei die
Bauplatte (10; 60) mit zumindest einer Nut (32a, b; 82a, b, c ...) versehen ist, die
sich von einer Bauplattenstirnseite (18; 68) zur gegenüberliegenden Bauplattenstirnseite
(22; 72) erstreckt und ausgehend von einer Außenseite (12; 62) der Bauplatte (10;
60) die Schaumstoffkernschicht (24; 74) zum Großteil durchdringt.
2. Bauplatte (10; 60) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Nut (32a, b; 82a, b, c ...) die Schaumstoffkernschicht (24; 74)
ausgehend von einer Außenseite (12; 62) der Bauplatte (10; 60) vollständig durchdringt.
3. Bauplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Nut (32 a, b) einen im Wesentlichen V-förmigen Querschnitt aufweist,
wobei die Schnittkanten (36a, b; 38a, b) bevorzugt einen Winkel (α) im Bereich von
60 bis 135° einschließen, insbesondere 90°.
4. Bauplatte (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass entlang zumindest einer Schnittkante (36a, b) der Nut (32a, b) ein Klebestreifen
(40a, b) angeordnet ist, dessen auswärts gerichtete Klebefläche mit einem entfernbaren
Schutzfolienstreifen (42a, b) bedeckt ist.
5. Bauplatte (60) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Nut (82a, b, c...) einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
aufweist, wobei die Nutbreite (b) bevorzugt in einem Bereich zwischen 1 bis 10 mm
liegt.
6. Bauplatte (10; 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Nuten (32a, b; 82a, b, c...) vorgesehen ist.
7. Bauplatte (10; 60) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (32a, b; 82a, b, c...) jeweils parallel zueinander angeordnet sind.
8. Bauplatte (10; 60) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (32a, b; 82a, b, c...) in gleichmäßigen Abständen (B) voneinander beabstandet
sind, insbesondere in Abständen (B) im Bereich von 1,5 bis 6 cm.
9. Bauplatte (10; 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Papier- oder Kunststofffolienbahn (26; 76) und der Fasermaterialbahn
(30; 80) eine Gitterbahn (28; 78) aus einem grobmaschigen Gitter oder einem grobmaschigen
Gewebe angeordnet ist.
10. Bauplatte (10; 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffkernschicht (24; 74) feuchtigkeitsdicht ist.
11. Bauplatte (10; 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Papier- oder Kunststofffolienbahn (26; 76) wasserbeständig, insbesondere wasserdicht
ist.
12. Bauplatte (10; 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Fasermaterialbahnen (30; 80) als Schneidhilfe mit einem aufgedruckten
oder aufgeprägten Rastermaß (44) versehen ist.