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EP 2 221 575 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.03.2014 Patentblatt 2014/10 |
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Anmeldetag: 17.12.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Patrone
Cartridge
Cartouche
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.02.2009 DE 102009009776
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.2010 Patentblatt 2010/34 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- Baumann, Christian
06528 Martinsrieth (DE)
- Heitmann, Thomas
29345 Unterlüß (DE)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 037 738 US-H- H 403
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US-A- 3 978 792
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Patrone, die aus einer Patronenhülse und einer Geschossanordnung
besteht, welche über einen Hülsendeckel mit der Patronenhülse verbunden ist.
[0002] Eine derartige Patrone ist beispielsweise aus der
DE 27 47 313 C2 bekannt. Dabei umfasst die bekannte Geschossanordnung ein Pfeilgeschoss mit einem
unterkalibrigen Geschosskörper und einem heckseitig an dem Geschosskörper angeordneten
Kegel-Leitwerk, wobei zwischen dem Schwerpunkt des Geschosskörpers und der Geschossspitze
ein mit dem Pfeilgeschoss segmentierter Einflansch-Treibkäfig mit sich nach außen
erstreckenden Wandbereichen reib- und/oder formschlüssig verbunden ist.
[0003] Um bei Verwendung eines derartigen Einflansch-Treibkäfigs im Waffenrohr eine gute
Zentrierung des gesamten Geschosses zu erhalten, wird in der
DE 27 47 313 C2 die Verwendung eines kalibergleichen Kegel-Leitwerkes vorgeschlagen, sodass das Geschoss
sich im Waffenrohr heckseitig über das Leitwerk an der Innenwand des Waffenrohres
abstützen kann. Allerdings weisen derartige Geschosse den Nachteil auf, dass die Kegel-Leitwerke,
insbesondere wenn sie aus großkalibrigen Waffen verschossen werden sollen, sehr kostenaufwendig
sind und ein hohes Gewicht besitzen.
[0004] Sofern Pfeilgeschosse mit einem unterkalibrigen Leitwerk verwendet werden sollen,
schlägt die
DE 27 47 313 C2 die Verwendung von Zweiflansch-Treibkäfigen vor, wie sie beispielsweise aus der
DE-PS 17 03 507 bekannt sind. Derartige Treibkäfige weisen allerdings ebenfalls ein hohes Gewicht
auf und sind sehr kostenaufwendig.
[0005] Aus der
DE 39 37 665 A1 sind Patronen bekannt, deren Geschossanordnungen aus Pfeilgeschossen mit unterkalibrigen
Leitwerken sowie Einflansch-Treibkäfigen bestehen. Dabei dienen zur Zentrierung und
Abstützung der Geschossanordnungen im jeweiligen Waffenrohr mehrere zusätzliche Stützstreben,
die gleichmäßig über den Umfang der rückwärtigen Endbereiche der Treibkäfige verteilt
angeordnet sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Patrone der eingangs erwähnten Art
anzugeben, deren Geschossanordnung kostengünstiger herstellbar ist als vergleichbare
Anordnungen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0009] Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, mit dem Hülsendeckel geschossseitig
eine das Leitwerk des Pfeilgeschosses zentrierende und beim Abschuss der Patrone von
dem Leitwerk abtrennbare Aufnahmeeinrichtung zu verbinden, welche einen ringförmigen
Heckflansch umfasst, dessen Außendurchmesser dem Geschosskaliber der jeweiligen Patrone
entspricht.
[0010] Vorzugsweise besteht die Aufnahmeeinrichtung aus Kunststoff.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der das Pfeilgeschoss ein
Kegelleitwerk besitzt, weist die Aufnahmeeinrichtung ein das Leitwerk umfassendes
kegelförmiges Vorderteil auf, welches treibkäfigseitig vor dem Heckflansch angeordnet
ist und mindestens in einem Teilbereich des Leitwerkes an diesem formschlüssig anliegt.
Dabei kann die Außenseite des kegelförmigen Vorderteiles der Aufnahmeeinrichtung über
mehrere, gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete, rippenförmige Streben mit
dem Heckflansch verbunden sein.
[0012] Der Einflansch-Treibkäfig kann vorzugsweise als Gasdruckaufnahmeflächen ein sich
an die radialen Wandbereiche heckseitig anschließendes konusförmiges Heckteil aufweisen,
dessen heckseitiges Ende aber noch vor dem Schwerpunkt des Pfeilgeschosses angeordnet
ist.
[0013] Die Treibkäfigsegmente können aus Stahl oder einem Leichtmetall bestehen.
[0014] Die zwischen den Treibkäfigsegmenten heckseitig gebildeten Trennfugen sind vorzugsweise
durch eine Vulkanisatschicht gasdicht verschlossen.
[0015] Um bei der Bewegung der Geschossanordnung nach Schussabgabe sicher zu vermeiden,
dass Treibladungsgase rohrwandseitig an der Geschossanordnung vorbeiströmen, hat es
sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der radiale Wandbereich des Treibkäfigs an seinem
dem Pfeilgeschoss abgewandten Ende heckseitig mit einer Dichtlippe, vorzugsweise aus
Gummi, versehen ist.
[0016] Um außerdem die Patrone laden zu können, ohne dass das üblicherweise an dem Treibkäfig
am äußeren Umfang befestigte Führungs- und Dichtungsband den Ladevorgang behindert,
sind die radialen Wandbereiche des Treibkäfigs außenseitig mit einer Ausnehmung versehen,
in welcher vorderseitig ein keilförmiger Segmentring mit einer dem segmentierten Treibkäfig
entsprechenden Teilung und heckseitig ein sich an den Segmentring anschließendes umlaufendes
Führungs- und Dichtungsband eingelegt sind, wobei das Führungs- und Dichtungsband
mindestens den ihm zugewandten keilförmigen Bereich des Segmentringes überdeckt, und
wobei der Segmentring und das Führungs- und Dichtungsband derart gewählt sind, dass
in der Ruheposition der Geschossanordnung der Außendurchmesser des Führungs- und Dichtungsbandes
kleiner oder gleich dem Geschosskaliber ist und beim Abschuss der Geschossanordnung
der keilförmige Bereich des Segmentringes das Führungs- und Dichtungsband nach außen
drückt.
[0017] Der Segmentring kann dabei aus Metall und das Führungs- und Dichtungsband kann aus
einem geeigneten Kunststoff bestehen.
[0018] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die radialen Wandbereiche des Treibkäfigs
sowohl vorder- wie heckseitig mit taschenförmigen Vertiefungen versehen sind, so dass
die Treibkäfigsegmente durch die auf sie wirkenden vorderseitigen Luft-Staudruckkräfte
und heckseitigen Treibladungsgaskräfte sich etwa parallel zu dem Geschosskörper von
diesem radial abheben, wenn die Geschossanordnung das entsprechende Waffenrohr mündungsseitig
passiert hat.
[0019] Mit der vorliegenden Konstruktion wird sichergestellt, dass nach Abschuss eine genaue
Führung des Pfeilgeschosses in dem entsprechenden Waffenrohr realisiert wird. Neben
dem Kostengesichtspunkt wird auch die Problematik der Gewichtsgesichtspunkte berücksichtig
und die Schnittstelle beispielsweise für eine 120 mm Munition beachtet. Leitwerk und
Geschosskörper können aus zwei Teilen bestehen, aber auch aus einem Teil hergestellt
werden. Für die Werkstoffauswahl gilt dabei, dass neben den Kräften im Abschussfall
auch die Schwerpunktslage des Fluggeschosses zu berücksichtigen ist. So reduziert
beispielsweise ein Leitwerk aus (leichtem) Aluminium durch sein leichtes Gewicht die
Zug- Spannung im übertragenden Querschnitt des Geschosskörpers, schiebt aber den Schwerpunkt
des Fluggeschosses weiter nach vorne.
[0020] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig.1 den Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Patrone im Bereich deren Geschossanordnung;
Fig.2 einen Querschnitt entlang der in Fig.1 mit II-II bezeichneten Schnittlinie;
Fig.3 den Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Patrone im Bereich deren Geschossanordnung und
Fig.4 eine perspektivische Ansicht der in Fig.3 dargestellten Geschossanordnung mit
daran befestigtem Hülsendeckel.
[0021] In Fig.1 ist mit 1 eine Patrone bezeichnet, die im Wesentlichen aus einer Patronenhülse
2 und einer Geschossanordnung 3 besteht, welche über einen Hülsendeckel 4 mit der
Patronenhülse 2 verbunden ist. Dabei ist in Fig.1 lediglich der dem Hülsendeckel 4
zugewandte Endabschnitt der Patronenhülse 2 angedeutet.
[0022] Die Geschossanordnung 3 umfasst ein Pfeilgeschoss 5 mit einem unterkalibrigen Geschosskörper
6 und einem heckseitig an dem Geschosskörper 6 angeordneten unterkalibrigen Kegel-Leitwerk
7. Bei dem dargestellten Pfeilgeschoss 5 handelt es sich um ein Übungsgeschoss, dessen
Geschosskörper 6 aus Stahl und dessen Leitwerk 7 zum Beispiel aus einer Aluminiumlegierung
besteht.
[0023] Zwischen dem mit 8 bezeichneten Schwerpunkt des Geschosskörpers 6 und der Geschossspitze
9 des Pfeilgeschosses 5 ist ein durch Längsteilung segmentierter Einflansch-Treibkäfig
10 befestigt, wobei die Kraftübertragung zwischen dem Treibkäfig 10 und dem Geschosskörper
6 reibschlüssig mittels eines Kegelsitzes 11 erfolgt.
[0024] Der Einflansch-Treibkäfig 10 besteht aus drei gleichartigen Treibkäfigsegmenten 12-14
(Fig.2), die jeweils in Umfangsrichtung einen Winkel von 120° überdecken und vorzugsweise
aus Stahl bestehen.
[0025] Der Einflansch-Treibkäfig 10 weist einen sich nach außen erstreckenden radialen Wandbereich
15 auf, über den sich das Pfeilgeschoss 5 an der inneren Oberfläche eines entsprechenden
Waffenrohres (nicht dargestellt) abstützt. An den radialen Wandbereich 15 schließt
sich heckseitig ein konusförmiges Heckteil 16 an, dessen heckseitige Ende 17 ebenfalls
noch vor dem Schwerpunkt 8 des Pfeilgeschosses 5 angeordnet ist.
[0026] Die zwischen den Treibkäfigsegmenten 12-14 heckseitig gebildeten Trennfugen 18-20
(Fig.2) sind gasdicht durch eine Vulkanisatschicht 21 (Fig.1) verschlossen.
[0027] Außerdem ist der radiale Wandbereich 15 des Treibkäfigs 10 an seinem dem Pfeilgeschoss
5 abgewandten radialen Ende heckseitig mit einer umlaufenden Dichtlippe 22 aus Gummi
versehen, um sicherzustellen, dass beim Abschuss der Geschossanordnung 3 in dem entsprechenden
Waffenrohr keine Treibladungsgase zwischen der inneren Oberfläche des Waffenrohres
und dem waffenrohrseitigen Ende des radialen Wandbereiches 15 des Treibkäfigs 10 hindurchströmen.
[0028] Der radiale Wandbereich 15 des Treibkäfigs 10 ist außerdem außenseitig mit einer
Ausnehmung 23 versehen, in welcher vorderseitig ein aus Metall bestehender keilförmiger
Segmentring 24 mit einer dem segmentierten Treibkäfig 10 entsprechenden Teilung und
heckseitig ein aus Kunststoff bestehendes umlaufendes Führungs- und Dichtungsband
25 eingelegt ist, welches den keilförmigen Segmentring 24 mindestens heckseitig überdeckt.
Dabei sind der Segmentring 24 und das Führungs- und Dichtungsband 25 derart gewählt,
dass in der in Fig.1 dargestellten Ruheposition der Geschossanordnung 3 der Außendurchmesser
des Führungs- und Dichtungsbandes 25 kleiner oder gleich dem Geschosskaliber ist.
Dadurch wird sichergestellt, dass das Führungs- und Dichtungsband 25 den Lade- oder
Entladevorgang der Patrone 1 nicht behindert.
[0029] Hingegen werden beim Abschuss der Patrone 1 die Segmente des Segmentringes 24 mit
ihren dem Führungs- und Dichtungsband 25 zugewandten keilförmigen Enden axial in Richtung
zum Leitwerk 7 hin beschleunigt, und das Führungs- und Dichtungsband 25 weitet sich
auf, so dass zusätzlich zu der durch die Dichtlippe 22 gewährleisteten Anfangsliderung
eine weitere Dichtung gegen an der inneren Oberfläche des entsprechenden Waffenrohres
entlang strömende Treibladungsgase erfolgt.
[0030] Der radiale Wandbereich 15 des Treibkäfigs 10 weist sowohl vorder- wie heckseitig
taschenförmige Vertiefungen 26, 27 auf, so dass die Treibkäfigsegmente 12-14 durch
die beim Abschuss der Patrone auf sie wirkenden vorderseitigen Luft-Staudruckkräfte
als auch durch die auf sie wirkenden heckseitigen Treibladungsgaskräfte etwa parallel
zu dem Geschosskörper 6 von diesem radial abheben, wenn die Geschossanordnung 3 die
Mündung des entsprechenden Waffenrohres passiert hat.
[0031] Mit dem Hülsendeckel 4 der Patrone 1 ist geschossseitig eine das Leitwerk 7 des Pfeilgeschosses
5 zentrierende und beim Abschuss der Patrone 1 von dem Leitwerk 7 abtrennbare Aufnahmeeinrichtung
28 verbunden. Die Aufnahmeeinrichtung 28 besteht vorzugsweise aus Kunststoff und umfasst
einen ringförmigen Heckflansch 29, dessen Außendurchmesser dem Geschosskaliber der
jeweiligen Patrone 1 entspricht. An den Heckflansch 29 schließt sich treibkäfigseitig
ein das Kegel-Leitwerk 7 des Pfeilgeschosses 5 umfassendes kegelförmiges Vorderteil
30 an, welches in einem Teilbereich des Leitwerkes 7 an diesem formschlüssig anliegt.
[0032] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So können der Einflansch-Treibkäfig und das Pfeilgeschoss beispielsweise
auch über eine Formschlussverbindung, etwa einem Rillenprofil oder einem Gewinde,
miteinander verbunden sein. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel zeigen die Fig.3
und 4.
[0033] Dabei ist den Fig.3 und 4 eine Geschossanordnung 3' entnehmbar, bei welcher der Einflansch-Treibkäfig
10' über ein Rillenprofil 31 mit dem Geschosskörper 6' des Pfeilgeschosses 5' verbunden
ist. Außerdem ist bei diesem Ausführungsbeispiel vorteilhafterweise vorgesehen, das
die Außenseite des kegelförmigen Vorderteiles 30' der Aufnahmeeinrichtung 28' über
mehrere, gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete, rippenförmige Streben 32
mit dem Heckflansch 29' verbunden ist.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Patrone
- 2
- Patronenhülse
- 3,3'
- Geschossanordnungen
- 4
- Hülsendeckel
- 5,5'
- Pfeilgeschosse
- 6,6'
- Geschosskörper
- 7
- Leitwerk, Kegel-Leitwerk
- 8,8'
- Schwerpunkt
- 9
- Geschossspitze
- 10,10'
- Treibkäfige, Einflansch-Treibkäfige
- 11
- Kegelsitz
- 12-14
- Treibkäfigsegmente
- 15
- radialer Wandbereich
- 16
- Heckteil
- 17
- heckseitiges Ende
- 18-20
- Trennfugen
- 21
- Vulkanisatschicht
- 22
- Dichtlippe
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Segmentring
- 25
- Führungs- und Dichtungsband
- 26, 27
- taschenförmige Vertiefungen
- 28,28'
- Aufnahmeeinrichtungen
- 29,29'
- Heckflansche
- 30,30'
- Vorderteile
- 31
- Rillenprofil
- 32
- Streben
1. Patrone, bestehend aus einer Patronenhülse (2) und einer Geschossanordnung (3; 3'),
welche über einen Hülsendeckel (4) mit der Patronenhülse (2) verbunden ist, mit den
Merkmalen:
a) die Geschossanordnung (3; 3') umfasst ein Pfeilgeschoss (5; 5') mit einem unterkalibrigen
Geschosskörper (6; 6') und einem heckseitig an dem Geschosskörper (6; 6') angeordneten
unterkalibrigen Leitwerk (7);
b) mit dem Hülsendeckel (4) ist geschossseitig eine das Leitwerk (7) des Pfeilgeschosses
(5; 5') zentrierende und beim Abschuss der Patrone (1) von dem Leitwerk (7) abtrennbare
Aufnahmeeinrichtung (28; 28') verbunden, welche einen ringförmigen Heckflansch (29;
29') umfasst, dessen Außendurchmesser dem Geschosskaliber der jeweiligen Patrone (1)
entspricht; die Patrone ist dadurch gekennzeichnet, dass
c) zwischen dem Schwerpunkt (8; 8') des Geschosskörpers (6; 6') und der Geschossspitze
(9) des Pfeilgeschosses (5; 5') mit dem Geschosskörper (6; 6') ein segmentierter Einflansch-Treibkäfig
(10; 10') mit sich nach außen erstreckenden radialen Wandbereichen (15) reib- und/oder
formschlüssig verbunden ist.
2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (28; 28') aus Kunststoff besteht.
3. Patrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (28; 28') bei einem Pfeilgeschoss (5; 5') mit Kegel-Leitwerk
(7) ein das Leitwerk (7) umfassendes kegelförmiges Vorderteil (30; 30') aufweist,
welches treibkäfigseitig vor dem Heckflansch (29; 29') angeordnet ist und mindestens
in einem Teilbereich des Leitwerkes (7) an diesem formschlüssig anliegt.
4. Patrone nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des kegelförmigen Vorderteiles (30') der Aufnahmeeinrichtung (28')
über mehrere, gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete, rippenförmige Streben
(32) mit dem Heckflansch (29') verbunden ist.
5. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einflansch-Treibkäfig (10; 10') ein sich an die radialen Wandbereiche (15) heckseitig
anschließendes konusförmiges Heckteil (16) aufweist, dessen heckseitiges Ende (17)
geschossspitzenseitig vor dem Schwerpunkt (8) des Pfeilgeschosses (5; 5') angeordnet
ist.
6. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibkäfigsegmente (12-14) des Einflansch-Treibkäfigs (10; 10') aus Stahl bestehen.
7. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Treibkäfigsegmenten (12-14) gebildeten Trennfugen (18-20) mindestens
heckseitig gasdicht durch eine Vulkanisatschicht (21) verschlossen sind.
8. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Wandbereich (15) des Treibkäfigs (10; 10') an seinem dem Pfeilgeschoss
(5; 5') abgewandten Ende heckseitig mit einer Dichtlippe (22) versehen ist.
9. Patrone nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (22) aus Gummi besteht.
10. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Wandbereich (15) des Treibkäfigs (10; 10') außenseitig mit einer Ausnehmung
(23) versehen ist, in welcher vorderseitig ein einen keilförmigen Bereich aufweisender
Segmentring (24), mit einer dem segmentierten Treibkäfig (10; 10') entsprechenden
Teilung, und heckseitig ein sich an den Segmentring (24) anschließendes umlaufendes
Führungs- und Dichtungsband (25) eingelegt sind, welches mindestens den ihm zugewandten
keilförmigen Bereich des Segmentringes (24) überdeckt, wobei der Segmentring (24)
und das Führungs- und Dichtungsband (25) derart gewählt sind, dass in der Ruheposition
der Geschossanordnung (3; 3') der Außendurchmesser des Führungs- und Dichtungsbandes
(25) kleiner oder gleich dem Geschosskaliber ist und beim Abschuss der Geschossanordnung
(3; 3') der keilförmige Bereich des Segmentringes (24) das Führungs- und Dichtungsband
(25) nach außen drückt.
11. Patrone nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Segmentring (24) aus Metall und das Führungs- und Dichtungsband (25) aus Kunststoff
bestehen.
12. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Wandbereich (15) des Treibkäfigs (10; 10') sowohl vorder- wie heckseitig
mit taschenförmigen Vertiefungen (26, 27) versehen ist.
13. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Treibkäfig (10; 10') aus drei gleichartigen Treibkäfigsegmenten (12-14)
zusammensetzt.
1. Cartridge comprising a cartridge case (2) and a projectile arrangement (3; 3'), which
is connected to the cartridge case (2) via a case cover (4), having the features:
a) the projectile arrangement (3; 3') comprises a fin-stabilized projectile (5; 5')
with a subcalibre projectile body (6; 6') and a subcalibre fin assembly (7) arranged
at the rear end on the projectile body (6; 6');
b) a receiving mechanism (28; 28') which centres the fin assembly (7) of the fin-stabilized
projectile (5; 5') and can be separated from the fin assembly (7) when the cartridge
(1) is fired and which comprises a ring-shaped rear flange (29; 29'), the outer diameter
of which corresponds to the projectile calibre of the respective cartridge (1), is
connected to the case cover (4) on the projectile side; the cartridge is characterized in that:
c) between the centre of gravity (8; 8') of the projectile body (6; 6') and the projectile
tip (9) of the fin-stabilized projectile (5; 5'), a segmented single-flange sabot
(10; 10') with radial wall regions (15) extending outwards is connected to the projectile
body (6; 6') in a frictional and form-fitted manner.
2. Cartridge according to Claim 1, characterized in that the receiving mechanism (28; 28') is made of plastic.
3. Cartridge according to Claim 1 or 2, characterized in that in the case of a fin-stabilized projectile (5; 5') with a cone-shaped fin assembly
(7), the receiving mechanism (28; 28') has a cone-shaped front part (30; 30') surrounding
the fin assembly (7), which front part is arranged in front of the rear flange (29;
29') on the sabot side and bears against this in a form-fitted manner, at least in
a partial region of the fin assembly (7).
4. Cartridge according to Claim 3, characterized in that the outside of the cone-shaped front part (30') of the receiving mechanism (28')
is connected to the rear flange (29') via a plurality of rib-shaped struts (32) distributed
uniformly over the periphery.
5. Cartridge according to one of the Claims 1 to 4, characterized in that the single-flange sabot (10; 10') has a cone-shaped rear part (16) connecting to
the radial wall regions (15) on the rear side, the rear-side end (17) of which rear
part is arranged in front of the centre of gravity (8) of the fin-stabilized projectile
(5; 5') on the projectile tip side.
6. Cartridge according to one of the Claims 1 to 5, characterized in that the sabot segments (12-14) of the single-flange sabot (10; 10') are made of steel.
7. Cartridge according to one of the Claims 1 to 6, characterized in that the slits (18-20) formed between the sabot segments (12-14) are sealed in a gas-tight
manner at least on the rear side by a layer of vulcanized rubber (21).
8. Cartridge according to one of the Claims 1 to 7, characterized in that the radial wall region (15) of the sabot (10; 10') is provided with a sealing lip
(22) on the rear side at its end turned away from the fin-stabilized projectile (5;
5').
9. Cartridge according to Claim 8, characterized in that the sealing lip (22) is made of rubber.
10. Cartridge according to one of the Claims 1 to 9, characterized in that the radial wall region (15) of the sabot (10; 10') is provided with a recess (23)
on the outside, into which a segment ring (24) exhibiting a cone-shaped region with
a division corresponding to the segmented sabot (10; 10') is inserted on the front
side and a surrounding guide and sealing strip (25) attached to the segment ring (24)
is inserted on the rear side, which strip at least covers the cone-shaped region of
the segment ring (24) facing it, wherein the segment ring (24) and the guide and sealing
strip (25) are selected such that the outer diameter of the guide and sealing strip
(25) is smaller than or equal to the projectile calibre when the projectile arrangement
(3; 3') is in the neutral position and the cone-shaped region of the segment ring
(24) presses the guide and sealing strip (25) outwards when the projectile arrangement
(3; 3') is fired.
11. Cartridge according to Claim 10, characterized in that the segment ring (24) is made of metal and the guide and sealing strip (25) of plastic.
12. Cartridge according to one of the Claims 1 to 11, characterized in that the radial wall region (15) of the sabot (10; 10') is provided with pocket-shaped
depressions (26, 27) both on the front side and the rear side.
13. Cartridge according to one of the Claims 1 to 12, characterized in that the sabot (10; 10') is made up of three identical sabot segments (12-14).
1. Cartouche, composée d'une douille de cartouche (2) et d'un arrangement de projectile
(3, 3') qui est relié avec la douille de cartouche (2) par le biais d'un couvercle
de douille (4), ayant les caractéristiques suivantes :
a) l'arrangement de projectile (3, 3') comprend un projectile en flèche (5, 5') muni
d'un corps de projectile (6, 6') sous-calibré et d'un empennage (7) sous-calibré disposé
côté arrière sur le corps de projectile (6, 6') ;
b) un dispositif d'accueil (28, 28'), qui centre l'empennage (7) du projectile en
flèche (5, 5') et qui peut se séparer de l'empennage (7) lors du tir de la cartouche
(1), est relié du côté du projectile avec le couvercle de douille (4), lequel comprend
une bride arrière (29, 29') en forme d'anneau dont le diamètre extérieur correspond
au calibre de projectile de la cartouche (1) correspondante ;
la cartouche est caractérisée en ce que :
c) une cage de propulsion à une seule bride (10, 10') segmentée, munie de zones de
paroi (15) radiales qui s'étendent vers l'extérieur, est reliée par engagement par
friction et/ou par complémentarité de forme avec le corps de projectile (6, 6') entre
le centre de gravité (8, 8') du corps de projectile (6, 6') et la pointe de projectile
(9) du projectile en flèche (5, 5').
2. Cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif d'accueil (28, 28') se compose de matière plastique.
3. Cartouche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif d'accueil (28, 28'), sur un projectile en flèche (5, 5') muni d'un
empennage conique (7), présente une partie avant (30, 30') en forme de cône qui englobe
l'empennage (7), laquelle est disposée devant la bride arrière (29, 29') du côté de
la cage de propulsion et repose par complémentarité de forme sur l'empennage (7) dans
au moins une zone partielle de celui-ci.
4. Cartouche selon la revendication 3, caractérisée en ce que le côté extérieur de la partie avant (30') en forme de cône du dispositif d'accueil
(28') est relié avec la bride arrière (29') par le biais de plusieurs entretoises
(32) en forme de nervures réparties régulièrement sur le pourtour.
5. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la cage de propulsion à une seule bride (10, 10') présente une partie arrière (16)
en forme de cône qui se raccorde du côté arrière aux zones de paroi radiales (15)
et dont l'extrémité côté arrière (17) est disposée, côté pointe de projectile, devant
le centre de gravité (8) du projectile en flèche (5, 5').
6. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les segments de cage de propulsion (12-14) de la cage de propulsion à une seule bride
(10, 10') sont constitués d'acier.
7. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les joints de séparation (18-20) formés entre les segments de cage de propulsion
(12-14) sont fermés hermétiquement aux gaz au moins du côté arrière par une couche
de vulcanisation (21).
8. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la zone de paroi radiale (15) de la cage de propulsion (10, 10') est munie du côté
arrière, à son extrémité opposée au projectile en flèche (5, 5'), d'une lèvre d'étanchéité
(22).
9. Cartouche selon la revendication 8, caractérisée en ce que la lèvre d'étanchéité (22) est constituée de caoutchouc.
10. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la zone de paroi (15) radiale de la cage de propulsion (10, 10') est munie du côté
extérieur d'un évidement (23) dans lequel sont insérés du coté avant un anneau segmenté
(24) présentant une zone en forme de clavette, avec une division correspondant à la
cage de propulsion (10, 10') segmentée, et du côté arrière une bande de guidage et
d'étanchéité (25) périphérique qui se raccorde à l'anneau segmenté (24), laquelle
recouvre au moins la zone en forme de clavette qui lui fait face de l'anneau segmenté
(24), l'anneau segmenté (24) et la bande de guidage et d'étanchéité (25) étant choisis
de telle sorte que, dans la position de repos de l'arrangement de projectile (3, 3'),
le diamètre extérieur de la bande de guidage et d'étanchéité (25) est inférieur ou
égal au calibre de projectile et, lors du tir de l'arrangement de projectile (3, 3'),
la zone en forme de clavette de l'anneau segmenté (24) pousse la bande de guidage
et d'étanchéité (25) vers l'extérieur.
11. Cartouche selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'anneau segmenté (24) est constitué de métal et la bande de guidage et d'étanchéité
(25) de matière plastique.
12. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la zone de paroi (15) radiale de la cage de propulsion (10, 10') est munie à la fois
du côté avant et du côté arrière d'enfoncements (26, 27) en forme de poche.
13. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la cage de propulsion (10, 10') se compose de trois segments de cage de propulsion
(12-14) de même type.
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