(19)
(11) EP 2 221 771 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.08.2010  Patentblatt  2010/34

(21) Anmeldenummer: 10005678.7

(22) Anmeldetag:  07.09.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07B 17/00(2006.01)
B65H 29/36(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
07405269.7 / 2034452

(71) Anmelder: FRAMA AG
3438 Lauperswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Haug, Thomas Peter
    3550 Langnau im Emmental (CH)

(74) Vertreter: Fenner, Werner 
Patentanwalt Hofacher 1
5425 Schneisingen
5425 Schneisingen (CH)

 
Bemerkungen:
Diese Anmeldung ist am 01-06-2010 als Teilanmeldung zu der unter INID-Code 62 erwähnten Anmeldung eingereicht worden.
 


(54) Einrichtung zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten


(57) Bei einer Einrichtung (1) zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten (3) mittels Frankiersystem (2), das ein Frankieraggregat (4) für das Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern der Versandobjekte (3) aufweist, werden letztere dem Frankieraggregat (4) einzeln zugeführt, durch dieses hindurchgeführt und weggeführt, wozu dem Frankieraggregat (4) ein eine Frankierstrecke bildendes Fördersystem (7) zugeordnet ist, dessen Förderende in ein Transportsystem (10) mündet, indem das zur Transportaufnahme von Versandobjekten (3) ausgebildete Transportsystem (10) unterhalb des Fördersystems (7) angeordnet und mit dessen Förderende durch eine Fallstufe förderwirksam verbunden sowie in entgegengesetzter Richtung der durch das Frankiersystem (2) zu frankierenden Versandobjekte (3) angetrieben ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten mittels Frankiersystem, das ein Frankieraggregat für das Frankieren und/oder Bebildern der Versandobjekte aufweist, die dem Frankieraggregat einzeln zugeführt, durch dieses hindurchgeführt und weggeführt werden, wozu dem Frankieraggregat ein eine Frankierstrecke bildendes Fördersystem zugeordnet ist, dessen Förderende in ein Transportsystem mündet.

[0002] Bei Frankiersystemen tritt aufgrund der anfallenden grossen Mengen resp. Auflagen an Versandobjekten oft der Umstand ein, dass sich ein hohes Aufkommen mit einer Person nicht verarbeiten lässt, will man die maximale Durchsatzmenge aufrechterhalten.
Dies kann bekanntlich u.a. damit erreicht werden, dass die Versandobjekte nach dem Frankieren in einem Schuppenstrom weitertransportiert und am Ende des Förderweges als angestaute Bündel oder Stapel entnommen werden. Unbeachtet jedoch bleibt, dass mit dieser Massnahme die frisch bedruckten Felder oder Flächenbereiche auf den Versandobjekten bis zur Unlesbarkeit verschmiert werden, weil ein jeweils auf ein frankiertes Versandobjekt unkontrolliert geführt auftreffendes nachfolgendes Versandobjekt bei der Schuppenbildung einen Gleitreibungseffekt erzeugt.

[0003] Unbefriedigend ist auch eine bekannte Ausführung, bei welcher die frankierten Briefumschläge oder Versandobjekte nach Verlassen des Frankiersystems in einen quer zur Förderrichtung verlaufenden Transportstrom versetzt werden, bei dem ein Schuppenstrom aus schlanken Formaten, beispielsweise C5, zum Zweck einer Freistellung der druckfrischen Felder der Versandobjekte nicht zuverlässig gebildet werden kann. Ueberdies ist eine solche Anordnungsweise nur mit erheblichem Platzanspruch und entsprechend hohem Bewegungseinsatz einer Bedienungsperson möglich.

[0004] Frankiersysteme werden auf planen Abstellflächen oder Tischen aufgestellt und weisen eine frei zugängliche Länge zur Bedienung durch Personen auf. Die zunehmende Verarbeitungsmenge der flachen Versandobjekte, beispielsweise Briefe, Karten oder Drucksachen aller Art zwingen zu höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten, sodass die Leistung der Frankiersysteme von einer Bedienungsperson nicht mehr beherrschbar ist und deshalb technische Verbesserungen erforderlich machen. U.a. sind die am Ende eines Frankiersystems angeordneten Auffangbehälter ausserstande, das große Aufkommen frankierter Versandobjekte weiter verarbeiten resp. für eine Weiterverarbeitung aufbereiten zu können, insbesondere dann, wenn die Versandobjekte von einem Stapel automatisch vereinzelt einem Frankier- und/oder Bebilderungsaggregat zugeführt werden.
Dieser Umstand hat Konstrukteure von Frankiersystemen veranlasst, letztere am Förderende mit einem Transportsystem auszustatten, das sich zur Bildung eines Schuppenstromes aus den frankierten und/oder bebilderten Versandobjekte eignet. Mit dieser Massnahme können auf einem Weitertransportweg mehr Versandobjekte mit reduzierter Geschwindigkeit transportiert resp. aufgenommen resp. verarbeitet werden. Dieser Teilerfolg führt neben dem Umstand einer das Frankiersystem verlängernden Förderstrecke zu dem weiteren Nachteil, dass die druckfrisch frankierten Versandobjekte im Schuppenstrom so übereinander zu liegen kommen, dass das einem im Nachlaufbereich resp. im in Förderrichtung hinteren Versandobjektbereich frankierten und/oder bebilderten Versandobjekt nachfolgende Versandobjekt das aufgedruckte Bild resp. Wertzeichen ersterens durch einen durch das nachfolgende Versandobjekt auf ersterem ausgelösten Gleiteffekt verschmieren kann.
Dieser Umstand kann auch dadurch nicht behoben werden, indem das Wegführen der Versandobjekte rechtwinklig zur Förderrichtung der Fördereinrichtung des Frankiersystems erfolgt.
Damit ist die spätere maschinelle Lesbarkeit resp. Verarbeitbarkeit eines Versandobjektes nicht mehr gewährleistet und der zusätzliche Bedarf einer Austellfläche nicht eliminiert.

[0005] Damit hat sich an die vorliegende Erfindung die Aufgabe gestellt, die frisch frankierten Versandobjekte so weiter zu verarbeiten, dass insbesondere die aufgedruckten Wertzeichen und/oder Werbezeichen sowie andere Informationen unbeschädigt bleiben. Es gilt ausserdem, die erwähnten Nachteile auszuschliessen, so dass das Wegführen der frankierten und/oder bebilderten Versandobjekte mit einem wirtschaftlichen Erfolg durchgeführt werden kann.

[0006] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das zur Transportaufnahme von Versandobjekten ausgebildete Transportsystem unterhalb des Fördersystems angeordnet und mit dessen Förderende durch eine Fallstufe förderwirksam verbunden sowie in entgegengesetzter Richtung der durch das Frankiersystem zum Frankieren transportierten Versandobjekte angetrieben ist.
Damit wird es möglich sein, die frankierten Versandobjekte in einem Schuppenstrom zu transportieren, ohne dass die aufgedruckten Wertzeichen von den nachfolgenden Versandobjekten beschädigt oder unleserlich gemacht werden, indem die nachfolgenden Versandobjekte auf einfache Weise und ohne Einschränkung des Frankiervorganges auf einem unbedruckten Bereich des vorauslaufenden Versandobjektes aufgelegt werden. Wesentlich ist jedoch, dass die Versandobjekte vom Verschmieren, Verwischen oder der Unlesbarkeit eines Bildes aufgrund des Transportes verschont bleiben, und dass sie sich in der gewünschten Form weiter verarbeiten lassen.

[0007] Die Schuppenstrombildung erfolgt zweckmässig durch eine nach dem Frankieren der Versandobjekte reduzierte Transportgeschwindigkeit, d.h., eine geringere Geschwindigkeit als die beim Frankieren angewandte Fördergeschwindigkeit, mit welcher die Versandobjekte einzeln bedruckt werden.

[0008] Hierzu kann noch vermerkt werden, dass es sich um vornehmlich grössere Serien vornehmlich formatgleicher Versandobjekte handelt, die verarbeitet werden. Werden unterschiedlich lange Versandobjekte auf dem Förderweg des Frankiersystems verarbeitet, wäre eine Steuerung vorteilhaft, mit der die unterschiedlichen Längen der Versandobjekte beim Frankieren erfasst sowie ausgewertet und die Schuppenbildung entsprechend gesteuert wird.

[0009] Vorteilhaft erweist sich ein unterschlächtiges Transportsystem, das aus einem zwischen zwei beabstandeten Achsen endlos umlaufenden Transportband besteht, von denen eine angetrieben ist und mit dem eine Transportfläche gebildet wird, wobei die Transportfläche etwa parallel zur Förderstrecke des dem Frankiersystem zugeordneten Fördersystems verläuft.

[0010] Anstelle eines Transportbandes können auch quer zur Transportrichtung sich erstreckende und in letzterer aneinandergereihte Transportrollen als Transportsystem verwendet werden, wobei die Transportrollen mittels angetriebenem Zugmittel, beispielsweise einer Rollenkette oder einem Antriebsriemen untereinander antriebsverbunden sein können.

[0011] Im Sinne einer Anpassung an die zu wählende Transportformation der Versandobjekte auf dem Transportsystem und in Anpassung an die Fördergeschwindigkeit der das Frankiersystem verlassenden Versandobjekte kann das Transportsystem entlang einer Förderstrecke, die durch die dem Frankiersystem obliegende Zuführstrecke resp. Beschickungsstrecke, der Frankier- und/oder Bebilderungsstrecke und der Wegführstrecke der frankierten Versandobjekte gebildet wird, verstell- und einstellbar ausgebildet sein. Das heisst jedoch nicht, dass das Abgabeende des Transportsystems das stromaufwärtige Förderende des Frankiersystems resp. das Zuführende des Fördersystems überragt, obschon dies zur Entnahme der Versandobjekte ein Vorteil sein könnte für das weitere Handhaben der frankierten Versandobjekte.

[0012] Bei einer Weiterausgestaltung der erfindungsgemässen Einrichtung ist es zweckmässig, wenn die Transportgeschwindigkeit des Transportsystems gegenüber der Fördergeschwindigkeit der zu frankierenden Versandobjekte resp. der auf dem Fördersystem des Frankiersystems bewegten Versandstücke veränderbar ist, um die Vereinzelung beibehalten oder die Versandobjekte in einen Schuppenstrom mit wählbarem Schuppenabstand weiter transportieren zu können. Selbstverständlich kann auch die zum Frankieren verwendete Geschwindigkeit zur Formation des Transportstromes auf dem Transportsystem benutzt werden, was jedoch nicht der Nutzung einer optimalen Leistung des Frankiersystemes entsprechen würde.

[0013] Es erweist sich als besonderer Vorteil, wenn dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems ein Anschlag für die durch das Fördersystem von dem Frankiersystem weggeführten frankierten Versandobjekten zugeordnet ist. Mit dem Anschlag kann wiederum der Abstand der Versandobjekte auf dem Transportsystem beeinflusst werden und verhindert werden, dass die das Frankiersystem verlassenden Versandobjekte nicht zu weit gefördert werden, um vom Transpotsystem nicht mehr erfasst werden zu können.

[0014] Der Anschlag ist vorzugsweise von dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems beabstandet und verstellbar angeordnet und kann zusammenwirkend mit der Position des Transportsystems in Förderrichtung der Versandobjekte verwendet werden, insbesondere zur Optimierung des Transportstromes auf dem Transportsystem.

[0015] Die Ueberführung der frankierten Versandobjekte auf das Transportsystem kann begünstigt werden, wenn das stromabwärtige Förderende einer Wegführvorrichtung des Frankiersystems gegenüber dem Transportsystem zurücksteht.

[0016] Zum Zwecke einer bevorzugten Weiterverarbeitung der Versandobjekte ist am Förderende des Transportsystems eine die Versandobjekte stauende Aufnahmevorrichtung angeordnet, die die ankommenden Versandobjekte zu einem Haufen oder Stapel sammelt, sodass sie von Hand entnommen werden können.

[0017] Hierzu ist die Aufnahmevorrichtung vorteilhaft als ein hinsichtlich Lage verstellbares Stützelement ausgebildet, an dem sich die Versandobjekte wenigstens teilweise aufgerichtet anstauen.

[0018] Das Stützelement lässt sich zweckentsprechend in verschiedene Neigungslagen einstellen, sodass die sich anstauenden Versandobjekte aneinander aufrichten und einen schrägstehenden Stapel bilden, der leicht entnehmbar ist.

[0019] Das Stützelement kann um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems gerichtete Achse in unterschiedliche Schräglagen, angepasst an die Formation des Versandobjekte-Stromes, geschwenkt werden.

[0020] Ob gemeinsam oder einzeln installiert, kann das Frankier- und das Transportsystem übereinander lösbar verbunden sein.

[0021] Vorteilhaft kann u.a. für hohe Transportgeschwindigkeiten das Transportband des Transportsystems mit Durchtrittsöffnungen und unterhalb eines Arbeitstrums mit einer evakuierbaren Kammer versehen sein, die sich annähernd zum Förderende des Transportsystems erstreckt, so dass die Versandobjekte bis zum Verlassen des Transportsystems an dem durchlöcherten Transportband haften.

[0022] Alternativ kann anstelle einer Stauvorrichtung an das Ende des Transportsystems anschliessend eine die Versandobjekte aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet sein, in der die Versandobjekte nach Abwurf übereinanderliegend aufgenommen werden.

[0023] Zu diesem Zweck eignet sich ein Drehtisch als Stapelboden, der zum Ausgleich der unterschiedlichen Dicke eines Versandobjektes um 180° drehbar ist und eine Vorsammelvorrichtung aufweist, die die Versandobjekte während dem Drehen des Tisches aufhält.

[0024] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1
eine Ansicht einer erfindungsgemässen Einrichtung,
Fig. 2
eine Seitenansicht gemäss Pfeilrichtung A der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung und
Fig. 3
eine räumliche Darstellung der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Einrichtung.


[0025] Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Einrichtung 1 mit einem Frankiersystem 2 zum Frankieren und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten 3, wie beispielsweise Briefumschläge, Karten, Versandtaschen, Kleinpakete, Etiketten, Druckprodukte oder dgl. Das Frankiersystem 2 besteht aus einem Frankieraggregat 4, das die Versandobjekte 3 mit einem Wertzeichen und/oder Werbezeichen und/oder Informationen versieht, wobei das Frankieraggregat 4 von Hand oder mittels mechanischer Zuführvorrichtung 5 beschickt werden kann. In Fig. 1 ist eine Zuführvorrichtung erkennbar, mit der die Versandobjekte von einem Stapel (nicht ersichtlich) an dessen Unterseite vereinzelt und anschliessend mittels einer Beschickungseinrichtung 6 dem Frankieraggregat 4 zugeführt werden. Eine verwendbare automatische Zuführvorrichtung 5 mit Versandobjekten 3 ist in der europäischen Patentanmeldung Nr. 06405106.3 (veröffentlicht als EP 1832536) beschrieben.
Ein Fördersystem 7 sorgt für einen kontinuierlichen Förderfluss von der Zuführung über die Durchführung und die Wegführung der Versandobjekte 3 im Frankiersystem 2. Der dem Frankiersystem 2 zugeordnete Förderabschnitt des Fördersystems 7 könnte als Frankierstrecke bezeichnet werden. Weiterhin zeigt Fig. 1, dass das Frankiersystem 2 in der Fachsprache auch Frankiermaschine bezeichnet, auf einer Platte 8 oder einem Tisch abgestellt ist, dessen Länge etwa derjenigen des Frankiersystems entspricht. Die Platte 8 kann an einem auf dem Boden (fahrbar) abgestützten Gestell 11 oder an einer Wand (nicht dargestellt) befestigt sein. Ein Förderende 9 des dem Frankiersystem 2 zugeordneten Fördersystem 7 mündet in ein Transportsystem 10, das sich unterhalb des Frankier 2- und des Fördersystem 7 befindet resp. erstreckt und in entgegengesetzter Richtung zu diesen förderwirksam angetrieben ist. Das Transportsystem 10 weist ein endlos umlaufendes Transportband 12 auf, das an der dem Frankier 2- resp. dem Fördersystem 7 zugewandten Oberseite resp. Förderseite ein Arbeitstrum 13 bildet, auf das die frankierten resp. bebilderten Versandobjekte 3 über eine durch das Fördersystem 7 und das Transportsystem 10 gebildete Stufe (Fallstufe oder Förderstufe) fallen. Die Höhe dieser Stufe beträgt mehr als das dickste Versandobjekt 3, das auf dem Transportsystem 109 transportiert wird. Die Stufe oder Fallstufe könnte auch veränderbar ausgestaltet sein, wozu der Höhenabstand zwischen Fördersystem 7 und dem darunter etwa parallel verlaufenden, eine etwa horizontale Förderebene bildenden Transportsystem 10 verstellbar ausgebildet sein müsste. Das Transportband 12 des Transportsystems 10 läuft um zwei beabstandete Umlenkrollen 14 um, die quer zur Transportrichtung angeordnete Achsen aufweisen, von denen eine angetrieben ist. Das Transportsystem weist eine seitliche Abdeckung 21 auf. Anstelle eines umlaufenden Transportbandes 12 könnte auch eine Vorrichtung verwendet werden, die durch Transportrollen eine Förderebene für die zu transportierenden Versandobjekte 3 bildet.
Mit den Förderenden überragt das Transportsystem 10 das Förder 7- resp. Frankiersystem 2, sodass die Versandobjekte 3 nach dem Frankieren bzw. Bebildern von dem Förderende des Fördersystems 7 auf das in Transportrichtung des Transportsystems 10 stromaufwärtige Förderende 15 abgeworfen und von letzterem erfasst und in die Gegenrichtung weitertransportiert werden. Damit ein störungsfreier Weitertransport erreicht werden kann, ist das Transportsystem 10 entlang dem Förder 7- resp. Frankiersystem 2 verstellbar ausgebildet, d.h., das Mass des Ueberstandes des in Transportrichtung stromaufwärtigen Förderendes des Transportsystems 10 kann so gewählt werden, dass ein störungsfreier Betrieb entsteht. Das ideale Ueberstandsmass richtet sich nach Format, Gewicht und/oder Geschwindigkeit der die Frankierung durchlaufenden Versandobjekte 3. Dementsprechend kann durch die Transportgeschwindigkeit des Trasnsportsystems 10 resp. des Arbeitstrums 13 gewäht werden, wobei die Transportgeschwindigkeit des Transportsystem 10 auch bezüglich Formation der transportierten Versandobjekte 3 entscheidend sein kann. Je schneller die Transportgeschwindigkeit desto grösser die Abstände resp. der Schuppenabstand der transportierten Versandobjekte 3 im Transportstrom.

[0026] Zur Unterstützung des Transportstromes und/oder der Formationsbildung, ist an dem stromaufwärtigen Förderende des Transportsystems 10 ein Anschlag 16 für die durch das Fördersystem 7 von dem Frankiersystem 2 weggeführten frankierten und/oder bebilderten Versandobjekten 3 angeordnet. Der Anschlag 16 bietet Gewähr für eine Umlenkung der Versandobjekte 3 und unterstützt die gewünschte Formation der auf dem Transportsystem 10 transportierten Versandobjekte 3. Der Anschlag 16 kann gegenüber dem stromaufwärtigen Förderende des Transportsystems 10 verstellt, d.h. angenähert oder weiter entfernt werden. Hierzu ist wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, eine teleskopisch betätigbare Verstellvorrichtung 17 veranschaulicht, deren Funktionsweise aufgrund der Bekanntheit keiner speziellen Beschreibung bedarf.
Das Transportsystem 10 übersteht vorzugsweise auch das stromaufwärtige Förderende des Frankier 2- oder dessen Fördersystem 7 dann, wenn ersteres über das stromabwärtige Förderende des Frankier 2- oder Fördersystem maximal ausgefahren ist resp. dieses maximal überragt, damit die Versandobjekte 3 am Förderende des Transportsystems 10 leicht entnehmbar sind.
Am Förderende des Transportsystems 10 ist eine Aufnahmevorrichtung 18 befestigt, an der sich die Versandobjekte 3 zu einer stapelähnlich stehenden Formation anheben. Die Aufnahmevorrichtung 18 bewirkt eine Staubildung stehender Versandobjekte 3 und weist ein hinsichtlich Lage um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems 10 ausgerichtete Achse in unterschiedliche Schräglagen verstellbares Stützelement 19 und eine seitliche Führung 20 auf. Für eine freie Zugänglichkeit und einfache Entnahme der Stapel übersteht die Aufnahmevorrichtung 18 das darüber angeordnete Frankiersystem 2 bzw. das darüber angeordnete Fördersystem 7.
Frankiersystem 2 und Transportsystem 10 sind voneinander trennbar ausgebildet, wodurch ein nachträglicher Anbau des Transportsystems 10 an ein Frankiersystem 2 möglich ist,resp. das mit einem Transportsystem 10 ausbaubare Frankiersystem 2 auch solo verwendbar ist.

[0027] Bei einer hohen Durchsatzmenge an Versandobjekten 3 könnte das Transportband des Transportsystems 10 mit Durchtrittsöffnungen versehen sein und das Arbeitstrum über eine darunter dicht angeordnete, evakuierbare Kammer geführt werden, die bewirkt, dass die Versandobjekte bis zum Verlassen der Kammer resp. des Transportendes auf dem Arbeitstrum des Transportbandes haften.
Im Anschluss an das Förderende des Transportsystems 10 könnte auch eine die Versandobjekte übereinanderliegend aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet sein, die vorteilhaft einen Drehtisch und eine über diesem angeordnete Vorsammelvorrichtung aufweist.


Ansprüche

1. Einrichtung (1) zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten (3) mittels Frankiersystem (2), das ein Frankieraggregat (4) für das Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern der Versandobjekte (3) aufweist, die dem Frankieraggregat (4) einzeln zugeführt, durch dieses hindurchgeführt und weggeführt werden, wozu dem Frankieraggregat (4) ein eine Frankierstrecke bildendes Fördersystem (7) zugeordnet ist, dessen Förderende in ein Transportsystem (10) mündet, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Transportaufnahme von Versandobjekten (3) ausgebildete Transportsystem (10) unterhalb des Fördersystems (7) angeordnet und mit dessen Förderende durch eine Fallstufe förderwirksam verbunden sowie in entgegengesetzter Richtung der durch das Frankiersystem (2) zum Frankieren transportierten Versandobjekte (3) angetrieben ist.
 
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (7) als endlos umlaufendes Transportband (12) ausgebildet ist.
 
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) quer zur Transportrichtung sich erstreckende, aneinandergereihte Transportrollen aufweist.
 
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) entlang einer Förderstrecke der zu frankierenden Versandobjekte (3) verstell- und einstellbar ist.
 
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgeschwindigkeit des Transportsystems (10) gegenüber der Fördergeschwindigkeit der zu frankierenden Versandobjekte (3) veränderbar ist.
 
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems (10) ein Anschlag (16) für die durch das Fördersystem (7) von dem Frankiersystem (2) weggeführten frankierten Versandobjekte (3) zugeordnet ist.
 
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (16) von dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems (10) verstellbar beabstandet ist.
 
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) das stromabwärtige Förderende einer Wegführvorrichtung des Frankiersystems (2) überragt.
 
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Förderende des Transportsystems (10) eine die Versandobjekte (3) stauende Aufnahmevorrichtung (18) angeordnet ist.
 
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (18) ein hinsichtlich Lage verstellbares Stützelement (19) aufweist.
 
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (19) um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems (10) gerichtete Achse in unterschiedliche Schräglagen schwenkbar ist.
 
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Förderende des Transportsystems (10) angeordnete Aufnahmevorrichtung (18) das in Förderrichtung hintere Ende des Fördersystems ( 7) überragt.
 
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Frankier (2)- und Transportsystem (10) übereinander angeordnet und lösbar miteinander verbunden sind.
 
14. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (12) Durchtrittsöffnungen und unterhalb eines Arbeitstrums (13) eine evakuierbare Kammer aufweist, die sich wenigstens annähernd zum Förderende des Transportbandes (12) erstreckt.
 
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Förderende des Transportsystems (10) eine die Versandobjekte (3) übereinanderliegend aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente