[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern
von flachen Versandobjekten mittels Frankiersystem, das ein Frankieraggregat für das
Frankieren und/oder Bebildern der Versandobjekte aufweist, die dem Frankieraggregat
einzeln zugeführt, durch dieses hindurchgeführt und weggeführt werden, wozu dem Frankieraggregat
ein eine Frankierstrecke bildendes Fördersystem zugeordnet ist, dessen Förderende
in ein Transportsystem mündet.
[0002] Bei Frankiersystemen tritt aufgrund der anfallenden grossen Mengen resp. Auflagen
an Versandobjekten oft der Umstand ein, dass sich ein hohes Aufkommen mit einer Person
nicht verarbeiten lässt, will man die maximale Durchsatzmenge aufrechterhalten.
Dies kann bekanntlich u.a. damit erreicht werden, dass die Versandobjekte nach dem
Frankieren in einem Schuppenstrom weitertransportiert und am Ende des Förderweges
als angestaute Bündel oder Stapel entnommen werden. Unbeachtet jedoch bleibt, dass
mit dieser Massnahme die frisch bedruckten Felder oder Flächenbereiche auf den Versandobjekten
bis zur Unlesbarkeit verschmiert werden, weil ein jeweils auf ein frankiertes Versandobjekt
unkontrolliert geführt auftreffendes nachfolgendes Versandobjekt bei der Schuppenbildung
einen Gleitreibungseffekt erzeugt.
[0003] Unbefriedigend ist auch eine bekannte Ausführung, bei welcher die frankierten Briefumschläge
oder Versandobjekte nach Verlassen des Frankiersystems in einen quer zur Förderrichtung
verlaufenden Transportstrom versetzt werden, bei dem ein Schuppenstrom aus schlanken
Formaten, beispielsweise C5, zum Zweck einer Freistellung der druckfrischen Felder
der Versandobjekte nicht zuverlässig gebildet werden kann. Ueberdies ist eine solche
Anordnungsweise nur mit erheblichem Platzanspruch und entsprechend hohem Bewegungseinsatz
einer Bedienungsperson möglich.
[0004] Frankiersysteme werden auf planen Abstellflächen oder Tischen aufgestellt und weisen
eine frei zugängliche Länge zur Bedienung durch Personen auf. Die zunehmende Verarbeitungsmenge
der flachen Versandobjekte, beispielsweise Briefe, Karten oder Drucksachen aller Art
zwingen zu höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten, sodass die Leistung der Frankiersysteme
von einer Bedienungsperson nicht mehr beherrschbar ist und deshalb technische Verbesserungen
erforderlich machen. U.a. sind die am Ende eines Frankiersystems angeordneten Auffangbehälter
ausserstande, das große Aufkommen frankierter Versandobjekte weiter verarbeiten resp.
für eine Weiterverarbeitung aufbereiten zu können, insbesondere dann, wenn die Versandobjekte
von einem Stapel automatisch vereinzelt einem Frankier- und/oder Bebilderungsaggregat
zugeführt werden.
Dieser Umstand hat Konstrukteure von Frankiersystemen veranlasst, letztere am Förderende
mit einem Transportsystem auszustatten, das sich zur Bildung eines Schuppenstromes
aus den frankierten und/oder bebilderten Versandobjekte eignet. Mit dieser Massnahme
können auf einem Weitertransportweg mehr Versandobjekte mit reduzierter Geschwindigkeit
transportiert resp. aufgenommen resp. verarbeitet werden. Dieser Teilerfolg führt
neben dem Umstand einer das Frankiersystem verlängernden Förderstrecke zu dem weiteren
Nachteil, dass die druckfrisch frankierten Versandobjekte im Schuppenstrom so übereinander
zu liegen kommen, dass das einem im Nachlaufbereich resp. im in Förderrichtung hinteren
Versandobjektbereich frankierten und/oder bebilderten Versandobjekt nachfolgende Versandobjekt
das aufgedruckte Bild resp. Wertzeichen ersterens durch einen durch das nachfolgende
Versandobjekt auf ersterem ausgelösten Gleiteffekt verschmieren kann.
Dieser Umstand kann auch dadurch nicht behoben werden, indem das Wegführen der Versandobjekte
rechtwinklig zur Förderrichtung der Fördereinrichtung des Frankiersystems erfolgt.
Damit ist die spätere maschinelle Lesbarkeit resp. Verarbeitbarkeit eines Versandobjektes
nicht mehr gewährleistet und der zusätzliche Bedarf einer Austellfläche nicht eliminiert.
[0005] Damit hat sich an die vorliegende Erfindung die Aufgabe gestellt, die frisch frankierten
Versandobjekte so weiter zu verarbeiten, dass insbesondere die aufgedruckten Wertzeichen
und/oder Werbezeichen sowie andere Informationen unbeschädigt bleiben. Es gilt ausserdem,
die erwähnten Nachteile auszuschliessen, so dass das Wegführen der frankierten und/oder
bebilderten Versandobjekte mit einem wirtschaftlichen Erfolg durchgeführt werden kann.
[0006] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das zur Transportaufnahme
von Versandobjekten ausgebildete Transportsystem unterhalb des Fördersystems angeordnet
und mit dessen Förderende durch eine Fallstufe förderwirksam verbunden sowie in entgegengesetzter
Richtung der durch das Frankiersystem zum Frankieren transportierten Versandobjekte
angetrieben ist.
Damit wird es möglich sein, die frankierten Versandobjekte in einem Schuppenstrom
zu transportieren, ohne dass die aufgedruckten Wertzeichen von den nachfolgenden Versandobjekten
beschädigt oder unleserlich gemacht werden, indem die nachfolgenden Versandobjekte
auf einfache Weise und ohne Einschränkung des Frankiervorganges auf einem unbedruckten
Bereich des vorauslaufenden Versandobjektes aufgelegt werden. Wesentlich ist jedoch,
dass die Versandobjekte vom Verschmieren, Verwischen oder der Unlesbarkeit eines Bildes
aufgrund des Transportes verschont bleiben, und dass sie sich in der gewünschten Form
weiter verarbeiten lassen.
[0007] Die Schuppenstrombildung erfolgt zweckmässig durch eine nach dem Frankieren der Versandobjekte
reduzierte Transportgeschwindigkeit, d.h., eine geringere Geschwindigkeit als die
beim Frankieren angewandte Fördergeschwindigkeit, mit welcher die Versandobjekte einzeln
bedruckt werden.
[0008] Hierzu kann noch vermerkt werden, dass es sich um vornehmlich grössere Serien vornehmlich
formatgleicher Versandobjekte handelt, die verarbeitet werden. Werden unterschiedlich
lange Versandobjekte auf dem Förderweg des Frankiersystems verarbeitet, wäre eine
Steuerung vorteilhaft, mit der die unterschiedlichen Längen der Versandobjekte beim
Frankieren erfasst sowie ausgewertet und die Schuppenbildung entsprechend gesteuert
wird.
[0009] Vorteilhaft erweist sich ein unterschlächtiges Transportsystem, das aus einem zwischen
zwei beabstandeten Achsen endlos umlaufenden Transportband besteht, von denen eine
angetrieben ist und mit dem eine Transportfläche gebildet wird, wobei die Transportfläche
etwa parallel zur Förderstrecke des dem Frankiersystem zugeordneten Fördersystems
verläuft.
[0010] Anstelle eines Transportbandes können auch quer zur Transportrichtung sich erstreckende
und in letzterer aneinandergereihte Transportrollen als Transportsystem verwendet
werden, wobei die Transportrollen mittels angetriebenem Zugmittel, beispielsweise
einer Rollenkette oder einem Antriebsriemen untereinander antriebsverbunden sein können.
[0011] Im Sinne einer Anpassung an die zu wählende Transportformation der Versandobjekte
auf dem Transportsystem und in Anpassung an die Fördergeschwindigkeit der das Frankiersystem
verlassenden Versandobjekte kann das Transportsystem entlang einer Förderstrecke,
die durch die dem Frankiersystem obliegende Zuführstrecke resp. Beschickungsstrecke,
der Frankier- und/oder Bebilderungsstrecke und der Wegführstrecke der frankierten
Versandobjekte gebildet wird, verstell- und einstellbar ausgebildet sein. Das heisst
jedoch nicht, dass das Abgabeende des Transportsystems das stromaufwärtige Förderende
des Frankiersystems resp. das Zuführende des Fördersystems überragt, obschon dies
zur Entnahme der Versandobjekte ein Vorteil sein könnte für das weitere Handhaben
der frankierten Versandobjekte.
[0012] Bei einer Weiterausgestaltung der erfindungsgemässen Einrichtung ist es zweckmässig,
wenn die Transportgeschwindigkeit des Transportsystems gegenüber der Fördergeschwindigkeit
der zu frankierenden Versandobjekte resp. der auf dem Fördersystem des Frankiersystems
bewegten Versandstücke veränderbar ist, um die Vereinzelung beibehalten oder die Versandobjekte
in einen Schuppenstrom mit wählbarem Schuppenabstand weiter transportieren zu können.
Selbstverständlich kann auch die zum Frankieren verwendete Geschwindigkeit zur Formation
des Transportstromes auf dem Transportsystem benutzt werden, was jedoch nicht der
Nutzung einer optimalen Leistung des Frankiersystemes entsprechen würde.
[0013] Es erweist sich als besonderer Vorteil, wenn dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems
ein Anschlag für die durch das Fördersystem von dem Frankiersystem weggeführten frankierten
Versandobjekten zugeordnet ist. Mit dem Anschlag kann wiederum der Abstand der Versandobjekte
auf dem Transportsystem beeinflusst werden und verhindert werden, dass die das Frankiersystem
verlassenden Versandobjekte nicht zu weit gefördert werden, um vom Transpotsystem
nicht mehr erfasst werden zu können.
[0014] Der Anschlag ist vorzugsweise von dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems
beabstandet und verstellbar angeordnet und kann zusammenwirkend mit der Position des
Transportsystems in Förderrichtung der Versandobjekte verwendet werden, insbesondere
zur Optimierung des Transportstromes auf dem Transportsystem.
[0015] Die Ueberführung der frankierten Versandobjekte auf das Transportsystem kann begünstigt
werden, wenn das stromabwärtige Förderende einer Wegführvorrichtung des Frankiersystems
gegenüber dem Transportsystem zurücksteht.
[0016] Zum Zwecke einer bevorzugten Weiterverarbeitung der Versandobjekte ist am Förderende
des Transportsystems eine die Versandobjekte stauende Aufnahmevorrichtung angeordnet,
die die ankommenden Versandobjekte zu einem Haufen oder Stapel sammelt, sodass sie
von Hand entnommen werden können.
[0017] Hierzu ist die Aufnahmevorrichtung vorteilhaft als ein hinsichtlich Lage verstellbares
Stützelement ausgebildet, an dem sich die Versandobjekte wenigstens teilweise aufgerichtet
anstauen.
[0018] Das Stützelement lässt sich zweckentsprechend in verschiedene Neigungslagen einstellen,
sodass die sich anstauenden Versandobjekte aneinander aufrichten und einen schrägstehenden
Stapel bilden, der leicht entnehmbar ist.
[0019] Das Stützelement kann um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems gerichtete
Achse in unterschiedliche Schräglagen, angepasst an die Formation des Versandobjekte-Stromes,
geschwenkt werden.
[0020] Ob gemeinsam oder einzeln installiert, kann das Frankier- und das Transportsystem
übereinander lösbar verbunden sein.
[0021] Vorteilhaft kann u.a. für hohe Transportgeschwindigkeiten das Transportband des Transportsystems
mit Durchtrittsöffnungen und unterhalb eines Arbeitstrums mit einer evakuierbaren
Kammer versehen sein, die sich annähernd zum Förderende des Transportsystems erstreckt,
so dass die Versandobjekte bis zum Verlassen des Transportsystems an dem durchlöcherten
Transportband haften.
[0022] Alternativ kann anstelle einer Stauvorrichtung an das Ende des Transportsystems anschliessend
eine die Versandobjekte aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet sein, in der die
Versandobjekte nach Abwurf übereinanderliegend aufgenommen werden.
[0023] Zu diesem Zweck eignet sich ein Drehtisch als Stapelboden, der zum Ausgleich der
unterschiedlichen Dicke eines Versandobjektes um 180° drehbar ist und eine Vorsammelvorrichtung
aufweist, die die Versandobjekte während dem Drehen des Tisches aufhält.
[0024] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines
Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemässen Einrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht gemäss Pfeilrichtung A der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung
und
- Fig. 3
- eine räumliche Darstellung der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Einrichtung.
[0025] Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Einrichtung 1 mit einem Frankiersystem 2 zum Frankieren
und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten 3, wie beispielsweise Briefumschläge,
Karten, Versandtaschen, Kleinpakete, Etiketten, Druckprodukte oder dgl. Das Frankiersystem
2 besteht aus einem Frankieraggregat 4, das die Versandobjekte 3 mit einem Wertzeichen
und/oder Werbezeichen und/oder Informationen versieht, wobei das Frankieraggregat
4 von Hand oder mittels mechanischer Zuführvorrichtung 5 beschickt werden kann. In
Fig. 1 ist eine Zuführvorrichtung erkennbar, mit der die Versandobjekte von einem
Stapel (nicht ersichtlich) an dessen Unterseite vereinzelt und anschliessend mittels
einer Beschickungseinrichtung 6 dem Frankieraggregat 4 zugeführt werden. Eine verwendbare
automatische Zuführvorrichtung 5 mit Versandobjekten 3 ist in der europäischen Patentanmeldung
Nr. 06405106.3 (veröffentlicht als
EP 1832536) beschrieben.
Ein Fördersystem 7 sorgt für einen kontinuierlichen Förderfluss von der Zuführung
über die Durchführung und die Wegführung der Versandobjekte 3 im Frankiersystem 2.
Der dem Frankiersystem 2 zugeordnete Förderabschnitt des Fördersystems 7 könnte als
Frankierstrecke bezeichnet werden. Weiterhin zeigt Fig. 1, dass das Frankiersystem
2 in der Fachsprache auch Frankiermaschine bezeichnet, auf einer Platte 8 oder einem
Tisch abgestellt ist, dessen Länge etwa derjenigen des Frankiersystems entspricht.
Die Platte 8 kann an einem auf dem Boden (fahrbar) abgestützten Gestell 11 oder an
einer Wand (nicht dargestellt) befestigt sein. Ein Förderende 9 des dem Frankiersystem
2 zugeordneten Fördersystem 7 mündet in ein Transportsystem 10, das sich unterhalb
des Frankier 2- und des Fördersystem 7 befindet resp. erstreckt und in entgegengesetzter
Richtung zu diesen förderwirksam angetrieben ist. Das Transportsystem 10 weist ein
endlos umlaufendes Transportband 12 auf, das an der dem Frankier 2- resp. dem Fördersystem
7 zugewandten Oberseite resp. Förderseite ein Arbeitstrum 13 bildet, auf das die frankierten
resp. bebilderten Versandobjekte 3 über eine durch das Fördersystem 7 und das Transportsystem
10 gebildete Stufe (Fallstufe oder Förderstufe) fallen. Die Höhe dieser Stufe beträgt
mehr als das dickste Versandobjekt 3, das auf dem Transportsystem 109 transportiert
wird. Die Stufe oder Fallstufe könnte auch veränderbar ausgestaltet sein, wozu der
Höhenabstand zwischen Fördersystem 7 und dem darunter etwa parallel verlaufenden,
eine etwa horizontale Förderebene bildenden Transportsystem 10 verstellbar ausgebildet
sein müsste. Das Transportband 12 des Transportsystems 10 läuft um zwei beabstandete
Umlenkrollen 14 um, die quer zur Transportrichtung angeordnete Achsen aufweisen, von
denen eine angetrieben ist. Das Transportsystem weist eine seitliche Abdeckung 21
auf. Anstelle eines umlaufenden Transportbandes 12 könnte auch eine Vorrichtung verwendet
werden, die durch Transportrollen eine Förderebene für die zu transportierenden Versandobjekte
3 bildet.
Mit den Förderenden überragt das Transportsystem 10 das Förder 7- resp. Frankiersystem
2, sodass die Versandobjekte 3 nach dem Frankieren bzw. Bebildern von dem Förderende
des Fördersystems 7 auf das in Transportrichtung des Transportsystems 10 stromaufwärtige
Förderende 15 abgeworfen und von letzterem erfasst und in die Gegenrichtung weitertransportiert
werden. Damit ein störungsfreier Weitertransport erreicht werden kann, ist das Transportsystem
10 entlang dem Förder 7- resp. Frankiersystem 2 verstellbar ausgebildet, d.h., das
Mass des Ueberstandes des in Transportrichtung stromaufwärtigen Förderendes des Transportsystems
10 kann so gewählt werden, dass ein störungsfreier Betrieb entsteht. Das ideale Ueberstandsmass
richtet sich nach Format, Gewicht und/oder Geschwindigkeit der die Frankierung durchlaufenden
Versandobjekte 3. Dementsprechend kann durch die Transportgeschwindigkeit des Trasnsportsystems
10 resp. des Arbeitstrums 13 gewäht werden, wobei die Transportgeschwindigkeit des
Transportsystem 10 auch bezüglich Formation der transportierten Versandobjekte 3 entscheidend
sein kann. Je schneller die Transportgeschwindigkeit desto grösser die Abstände resp.
der Schuppenabstand der transportierten Versandobjekte 3 im Transportstrom.
[0026] Zur Unterstützung des Transportstromes und/oder der Formationsbildung, ist an dem
stromaufwärtigen Förderende des Transportsystems 10 ein Anschlag 16 für die durch
das Fördersystem 7 von dem Frankiersystem 2 weggeführten frankierten und/oder bebilderten
Versandobjekten 3 angeordnet. Der Anschlag 16 bietet Gewähr für eine Umlenkung der
Versandobjekte 3 und unterstützt die gewünschte Formation der auf dem Transportsystem
10 transportierten Versandobjekte 3. Der Anschlag 16 kann gegenüber dem stromaufwärtigen
Förderende des Transportsystems 10 verstellt, d.h. angenähert oder weiter entfernt
werden. Hierzu ist wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, eine teleskopisch betätigbare
Verstellvorrichtung 17 veranschaulicht, deren Funktionsweise aufgrund der Bekanntheit
keiner speziellen Beschreibung bedarf.
Das Transportsystem 10 übersteht vorzugsweise auch das stromaufwärtige Förderende
des Frankier 2- oder dessen Fördersystem 7 dann, wenn ersteres über das stromabwärtige
Förderende des Frankier 2- oder Fördersystem maximal ausgefahren ist resp. dieses
maximal überragt, damit die Versandobjekte 3 am Förderende des Transportsystems 10
leicht entnehmbar sind.
Am Förderende des Transportsystems 10 ist eine Aufnahmevorrichtung 18 befestigt, an
der sich die Versandobjekte 3 zu einer stapelähnlich stehenden Formation anheben.
Die Aufnahmevorrichtung 18 bewirkt eine Staubildung stehender Versandobjekte 3 und
weist ein hinsichtlich Lage um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems
10 ausgerichtete Achse in unterschiedliche Schräglagen verstellbares Stützelement
19 und eine seitliche Führung 20 auf. Für eine freie Zugänglichkeit und einfache Entnahme
der Stapel übersteht die Aufnahmevorrichtung 18 das darüber angeordnete Frankiersystem
2 bzw. das darüber angeordnete Fördersystem 7.
Frankiersystem 2 und Transportsystem 10 sind voneinander trennbar ausgebildet, wodurch
ein nachträglicher Anbau des Transportsystems 10 an ein Frankiersystem 2 möglich ist,resp.
das mit einem Transportsystem 10 ausbaubare Frankiersystem 2 auch solo verwendbar
ist.
[0027] Bei einer hohen Durchsatzmenge an Versandobjekten 3 könnte das Transportband des
Transportsystems 10 mit Durchtrittsöffnungen versehen sein und das Arbeitstrum über
eine darunter dicht angeordnete, evakuierbare Kammer geführt werden, die bewirkt,
dass die Versandobjekte bis zum Verlassen der Kammer resp. des Transportendes auf
dem Arbeitstrum des Transportbandes haften.
Im Anschluss an das Förderende des Transportsystems 10 könnte auch eine die Versandobjekte
übereinanderliegend aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet sein, die vorteilhaft
einen Drehtisch und eine über diesem angeordnete Vorsammelvorrichtung aufweist.
1. Einrichtung (1) zum Frankieren, Bedrucken und/oder Bebildern von flachen Versandobjekten
(3) mittels Frankiersystem (2), das ein Frankieraggregat (4) für das Frankieren, Bedrucken
und/oder Bebildern der Versandobjekte (3) aufweist, die dem Frankieraggregat (4) einzeln
zugeführt, durch dieses hindurchgeführt und weggeführt werden, wozu dem Frankieraggregat
(4) ein eine Frankierstrecke bildendes Fördersystem (7) zugeordnet ist, dessen Förderende
in ein Transportsystem (10) mündet, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Transportaufnahme von Versandobjekten (3) ausgebildete Transportsystem (10)
unterhalb des Fördersystems (7) angeordnet und mit dessen Förderende durch eine Fallstufe
förderwirksam verbunden sowie in entgegengesetzter Richtung der durch das Frankiersystem
(2) zum Frankieren transportierten Versandobjekte (3) angetrieben ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (7) als endlos umlaufendes Transportband (12) ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) quer zur Transportrichtung sich erstreckende, aneinandergereihte
Transportrollen aufweist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) entlang einer Förderstrecke der zu frankierenden Versandobjekte
(3) verstell- und einstellbar ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgeschwindigkeit des Transportsystems (10) gegenüber der Fördergeschwindigkeit
der zu frankierenden Versandobjekte (3) veränderbar ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems (10) ein Anschlag (16) für die durch
das Fördersystem (7) von dem Frankiersystem (2) weggeführten frankierten Versandobjekte
(3) zugeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (16) von dem stromaufwärtigen Ende des Transportsystems (10) verstellbar
beabstandet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (10) das stromabwärtige Förderende einer Wegführvorrichtung des
Frankiersystems (2) überragt.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Förderende des Transportsystems (10) eine die Versandobjekte (3) stauende
Aufnahmevorrichtung (18) angeordnet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (18) ein hinsichtlich Lage verstellbares Stützelement (19)
aufweist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (19) um eine quer zur Transportrichtung des Transportsystems (10)
gerichtete Achse in unterschiedliche Schräglagen schwenkbar ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Förderende des Transportsystems (10) angeordnete Aufnahmevorrichtung (18)
das in Förderrichtung hintere Ende des Fördersystems ( 7) überragt.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Frankier (2)- und Transportsystem (10) übereinander angeordnet und lösbar miteinander
verbunden sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (12) Durchtrittsöffnungen und unterhalb eines Arbeitstrums (13)
eine evakuierbare Kammer aufweist, die sich wenigstens annähernd zum Förderende des
Transportbandes (12) erstreckt.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Förderende des Transportsystems (10) eine die Versandobjekte (3) übereinanderliegend
aufnehmende Stapelvorrichtung angeordnet ist.