[0001] Die Erfindung betrifft eine Tastatur mit nachrüstbaren Mitteln zum insbesondere manuellen
Sicherheitscheck bzw. Prüfung von Banknoten.
[0002] Bekannte Tastaturen werden in der Regel an POS- Datenbanken, Computern oder Bedienpulten
etc. angeschlossen, so beispielsweise auch eine POS- Tastatur entsprechend der
DE 10 2007 025 637 A1. Weitere Tastaturen dieser Art sind unter anderem in der
DE 195 06 509 C2,
DE 198 11 230 C1 sowie
DE 10 2007 025 637 A1 beschrieben. Derartige Tastaturen zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben Eingebefeldern
bzw. Tastenfeldern auch wenigstens ein Kartenlesegerät besitzen.
[0003] Die Tastenfelder, insbesondere für Datenkassen sind beispielsweise in der
DE 102 61 977 B4 oder der
DE 195 06 509 C2 offenbart. Mit einer Drucktasteneinrichtung beschäftigt sich die
DE 195 36 071 C1. Diese, als 4-fach Tasten bekannten Tasten, sind mit einer so genannten Scherentechnik
als Parallelführung ausgestattet. Große, mehrere kleine Tastenfelder abdeckende Drucktasten
für eine Tastatur werden in der
DE 198 11 230 C1 vorgeschlagen. Dazu werden so genannte 2-fach Tasten mit einer Bügeltechnik als Parallelführung
eingesetzt.
[0004] Insbesondere in Zeiten der Falschgeldumläufe ist es jedoch ratsam, diese vor Ort
beim Einkauf prüfen zu können. Herkömmlich werden in der Regel separate Prüfgeräte
genutzt. So werden derartige separate Echtheitsprüfer unter anderem auf der Internetseite
der Firma Herbert Kölsch angeboten (vgl.
http://www.herbertkoelsch.com/kataloa/pruefgeraete.html).
[0005] Aus der
DE 203 03 191 U1 ist eine Geldscheinprüferkombination bekannt, bei dem die Banknoten auf einer durchsichtigen
Scheibe oder Platte liegen und durch die Scheibe oder Platte mit UV-Licht bestrahlt
werden. Einen, einen Spiegel aufweisenden Geldscheinprüfer nennt die
DE 203 00 081 U1.
[0006] Ein mobiles Informationsgerät mit einer Zusatzvorrichtung und einem Verfahren zur
Prüfung, beispielsweise unterschiedlicher Banknoten, wie dem britischen Pfund oder
einem EURO-Geldschein, beschreibt die
DE 101 05 018 A1.
[0007] Mit der
DE 20 2005 003 597 U1 wird ein Kassensystem vorgestellt, die dem in den Aufbewahrungsmitteln für Banknoten
und /oder Münzen ein Falschgeldprüfer integriert ist.
[0008] Mit der
DE 10 2006 018 876 A1 wird ein Kartenzahlungsterminal mit einer Banknotenprüfeinrichtung publiziert. Hier
ist im Gehäuse des Terminals, unzugänglich für die Kunden, eine Banknotenprüfeinrichtung
vorgesehen. Die Banknoten werden über einen Schlitz und eine Transporteinrichtung
der Prüfeinrichtung zugeführt.
[0009] Eine Sensorvorrichtung zur Erfassung und Prüfung von mit fluoreszierender oder phosphoreszierender
Druckfarbe ausgeführten Drucken in einer Sicherheitspapier- Bogendruckmaschine wird
in der
DE 60 2004 005 678 T2 (
EP 1 597 079 B1) abgehandelt.
[0010] Ein weiteres Prüfgerät zur Echtheit von Dokumenten, wie Ausweisen, Pässen, Banknoten
etc. ist der
DE 199 23 885 A1 entnehmbar. Im Prüfgerät sind mehrere Lichtquellen in mehreren steckbaren Einzelmodulen
angeordnet. Die Sichtprüfung findet mittels einer sichtbaren Weißlichtquelle, mittels
UV-Licht aus mindestens zwei UV-Lichtquellen statt, wobei mindestens eine der UV-Lichtquellen
unter dem Objektträger angeordnet ist.
[0011] Ein separates, mittels Hand betätigbares Gerät zur Prüfung der Echtheit von Wertzeichen
widerspiegelt die
DE 32 33 005. Dieses besitzt eine eingebaute Spannungsquelle zur Speisung der Lichtquellen sowie
eine Andrückvorrichtung, die ihrerseits ein Anpressteil mit einer zentralen Ausnehmung
aufweist.
[0012] Hier stellt sich die Erfindung die Aufgabe eine weitere Möglichkeit der Echtheitsprüfung
vor Ort, insbesondere an einer POS- Tastatur, aufzuzeigen.
[0013] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen
sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0014] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, in die Tastatur eine Einbindung eines derartigen
Prüfgerätes vorzusehen, insbesondere den Einbau eines Durchlichtmoduls/UV-Lichtmoduls
auch in Kombination in einer numerischen und/oder alphanumerischen Tastatur zum Anzeigen
von Sicherheitsmerkmalen von Banknoten. Die Sicherheitsmerkmale können dabei das Wasserzeichen,
der Sicherheitsfaden (und/) oder das Durchsichtregister sein.
[0015] Diese Module zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf Tasten der Tastatur auch nachträglich
aufbringbar sind, wobei die Tasten dann das Schalten bzw. Kontaktieren der Module
mit einer vorzugsweise internen (Tastatur-) Elektronik übernehmen. Dazu sind die Module
so ausgestaltet, dass diese auf jeweils ein oder mehrere Wechselführungsrahmen der
Tasten aufsetzbar und an ihnen verrastbar sind. Die Spannungs-/Stromversorgung des
bzw. der Module erfolgt vorzugsweise über die interne Tastenelektronik, sodass kein
externer Anschluss bzw. keine zusätzliche Versorgung erforderlich wären.
[0016] Die Module bestehen in einer einfachsten Ausführung aus einer mit einem Gehäuse abgedeckten
Leiterplatte, auf denen die LED' s für das Durchlicht bzw. LED' s für das UV-Licht
aufgebracht sind und eine entsprechende Verschaltung für ihre Funktion aufweist. Die
Stärke der entsprechenden Leuchtkraft ist vorzugsweise voreingestellt, kann aber innerhalb
der Elektronik nachgeregelt werden.
[0017] Die örtliche Einbindung der Module ist prinzipiell frei wählbar. Es hat sich gezeigt,
dass ein Freiraum im oberen Bereich der Tastatur genutzt werden kann.
[0018] Mit der vorgeschlagenen Lösung wird ein einfach handhabbares Prüfsystem zur Verfügung
gestellt, das jederzeit auch nachrüstbar und somit vor Ort an auch älteren Kassen
nutzbar ist. Es fügt sich gut in die Oberfläche der Tastatur ein und ist an beliebigem
Ort/Platz innerhalb der Tastatur einbindbar.
[0019] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Tastenfeld mit einem Durchlichtmodul,
- Fig. 2
- ein Ausschnitt des Tastenfeldes aus Fig. 1 mit eingeschaltetem Durchlichtmodul,
- Fig. 3
- eine erste mögliche Ausgestaltung zum Aufsetzen auf eine vorhandene Tastenführung,
- Fig. 4
- eine zweite mögliche Ausführung zum Aufsetzen des Moduls,
- Fig. 5
- eine Schutzvorrichtung für die Module,
- Fig. 6
- ein Beispiel für das Erkennen der Sicherheitsmerkmale einer Banknote.
[0020] Fig. 1 zeigt als wesentliche Merkmale ein Tastenfeld 1, hier eine POS- Tastatur 10,
mit mehreren Tasten 2 als Betätigungselemente sowie einen Kartenleser 3 in einem Tastaturgehäuse
4. Der Kartenleser 3 kann auch an einer anderen Stelle im/am Tastaturgehäuse 4 eingebunden
sein und in diesem versenkbar sein. Neu ist das Vorhandensein wenigstens eines Moduls
5, 16 (Fig. 5) zum Prüfen von Banknoten 6 (Fig. 5). Dieses Modul 5, 16 kann als Durchlichtmodul,
als UV-Lichtmodul oder eine Kombination beider sein.
[0021] Im Falle der Ausführung als UV-Lichtmodul sind auf einer nicht näher dargstellten
Leiterplatte gleichfalls nicht näher dargstellte LED für das Erzeugen des UV-Lichts
eingebunden bzw. elektrisch verschaltet. Entsprechendes gilt für das Erzeugen des
Lichtes für das Durchlichtmodul. Die Kombination von Durchlicht - LED und UV - Licht
-LED ist ebenfalls möglich. Das Modul 5 ist durch ein lichtdurchlässiges Gehäuse 9
insbesondere gegen Umwelteinflüsse geschützt und hat vorzugsweise eine den Tasten
7, 8 angepasste Außenform für eine gute Bedienung.
[0022] Das jeweilige Modul 5, 16 kann bevorzugt auf bereits vorhandene Tasten 7, 8 aufgesetzt
werden. Dazu besitzt es umfängliche Rasten, mit denen diese hinter die Tasten 7, 8
greifen aber von diesen auch wieder entfernt werden können.
[0023] Bekannte Tasten 7, 8, wie beispielsweise die der Anmelderin, sind dabei so genannte
2-fach Tasten mit einer Bügeltechnik als Parallelführung (Fig. 3) oder 4-fach Tasten
mit einer so genannten Scherentechnik als Parallelführung (Fig. 4). Alternative, ebenfalls
bekannte Tastenführungen sind auch denkbar.
[0024] Das Modul 5, 16 umfasst seinerseits neben der bereits erwähnten Leiterplatte und
den LED auch einen Anschluss 11 für die Spannungsversorgung der elektronischen Baugruppen.
Mit Betätigen der Module 5, 16 durch Drücken auf selbiges werden die darunter befindlichen
Tasten 7, 8 mit gedrückt und entlang ihren Führungen gegen einen unterhalb der Tasten
7, 8 befindlichen Kontakt in bekannter Art und Weise gedrückt. Dieses schließt dabei
das/die Kontakte für das Modul 5, 16, deren Baugruppen nunmehr über den Anschluss
11 mit Strom versorgt werden. Fig. 2 zeigt ein betätigtes Modul 5. Ein Lösen oder
aber auch erneutes Drücken löst die Taste(n) 7, 8 und damit den/die Kontakt(e) zur
Tastaturelektronik.
[0025] In Fig. 5 angedeutet ist eine Schutzvorrichtung 17 für das Modul 16, d.h., als Schutz
gegen einfallendes Licht zum UV-Licht vorgesehen. Diese ist vorzugsweise mit dem Modul
16 konstruktiv verbunden und bildet bevorzugt ein Gesamtmodul, kann aber auch als
abnehmbarer Bügel ausgeführt sein.
[0026] Eine zusätzliche mechanische Schutzvorrichtung in Form eines Bügels etc. kann beim
Durchlichtmodul 5 vorgesehen werden, um ein Zerstören oder Verkratzen des Modulgehäuses
zu vermeiden, insbesondere bei Nichtbenutzung des Moduls 5. Für die Nutzung des Moduls
5 kann es von einer stehenden Position in eine liegende Position überführt oder alternativ
abgenommen werden.
[0027] In Fig. 6 ist ein einfach dargestelltes Beispiel für ein Erkennen der Sicherheitsmerkmale
der Banknote 6 mit Durchlicht aufgezeigt. Selbst ein ungeübter Blick kann die zusammengesetzte
Wertzahl 13, das Wasserzeichen 14 sowie die hell erleuchtete Wertzahl 15 deutlich
erkennen.
1. Tastatur (10) mit einem Tastenfeld (1) sowie Tasten (2, 7, 8), die in einem Tastaturgehäuse
(4) gelagert werden, aufweisend eine Tastaturelektronik, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul (5, 16) zum insbesondere manuelle Prüfen von Banknoten (6) eingebunden
ist.
2. Tastatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (5, 16) auf bereits vorhandene Tasten (7, 8) aufgesetzt wird.
3. Tastatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Tasten (7, 8) die Kontaktierung des Moduls (5, 16) mit der internen Tastaturelektronik
aber auch einer externen Spannungsversorgung erfolgt.
4. Tastatur nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (5, 16) umfängliche Rasten besitzt, mit denen dieses hinter die Tasten
(7, 8) greifen aber von den Tasten (7, 8) auch wieder entfernt werden kann.
5. Tastatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (5, 16) als Durchlichtmodul, als UV-Lichtmodul oder in Kombination beider
ausgeführt ist.
6. Tastatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (5, 16) durch ein lichtdurchlässiges Gehäuse (9) insbesondere gegen Umwelteinflüsse
geschützt ist und vorzugsweise eine den Tasten (7, 8) angepasste Außenform für eine
gute Bedienung hat.
7. Tastatur nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzvorrichtung zumindest für das UV-Lichtmodul (16) oder das damit kombinierte
Modul vorgesehen ist, die mit diesem eine konstruktive Einheit bilden kann.
8. Tastatur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzvorrichtung für das Durchlichtmodul (5) vorgesehen ist, die einen verschwenkbaren
oder aber abnehmbaren Bügel umfasst, wodurch das Durchlichtmodul (5) bei Nichtbenutzung
geschützt ist, in Funktion aber die Auflagefläche für die Banknote (6) und damit auch
für die Hand der Bedienperson der Tastatur (10) vergrößert wird.
9. Tastatur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Modul (5, 16) die Sicherheitsmerkmale der Banknote (6) eine zusammengesetzte
Wertzahl (13), ein Wasserzeichen (14) sowie eine hell erleuchtete Wertzahl (15), ein
Sicherheitsfaden oder das Durchsichtregister geprüft werden können.