TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer Platte wie
z.B. einer Glasscheibe in einem Rahmenelement.
STAND DER TECHNIK
[0002] Es ist es bekannt, beispielsweise für Türen, Tore oder Fenster aus Glas, eine Glasscheibe
unter Zuhilfenahme von Rahmenelementen oder Profile, welche über eine die Glasscheibe
im Randbereich aufnehmende Nut verfügen, umlaufend oder nur an einer (beispielsweise
nur oben) oder mehreren Seiten zu fassen.
[0003] Dabei gibt es verschiedene Ansätze, die Glasscheibe in diesen Rahmenelementen zu
befestigen.
[0004] So ist es beispielsweise möglich, im Rahmen einer so genannten Nassverglasung die
Glasscheibe mittels "Flüssigklebstoff" (z.B. Silikon, PUR, etc.) zwischen Alurahmen
und Glas, meist beidseitig des Glases zu befestigen. Vorteilhaft an dieser Nassverglasung
ist hinsichtlich der technischen Eigenschaften namentlich, dass die Verklebung von
Alu zu Glas eine sichere Verbindung erzeugt, und dass eine gute Dichteigenschaft erzielt
werden kann. Hinsichtlich der Montage ist die Nassverglasung vorteilhaft, weil kein
spielfreies "Klotzen" des Glases zum Alurahmen notwendig ist und weil die Variantenvielfalt
verschiedener Dichtungsgummis entfällt.
[0005] Das Verfahren hat aber auch gravierende Nachteile, so hinsichtlich der technischen
Eigenschaften, dass der Glasrandverbund durch falsch gewählten Klebestoff negativ
beeinflusst werden kann (Ausgasungen), dass eine schlechte Belüftung der Klebestelle
gegeben ist und eine unkontrollierte Aushärtzeit resultiert, und dass die Qualitätskontrolle
schwierig oder unmöglich ist, weil die Verklebung nicht einsichtbar ist. Hinsichtlich
der Montage ergeben sich die Nachteile, dass eine Verarbeitung nur mit Berücksichtigung
der entsprechenden Aushärtezeit des Kleb- bzw. Dichtstoff-Systems möglich ist (kann
Tage dauern), dass die Qualität (visuell und mechanisch) abhängig ist vom handwerklichen
Geschick des Verarbeiters, dass typischerweise lange Zwischenlagerung notwendig ist
was hinwiederum zusätzlichen Platzbedarf nach sich zieht, dass bei 2-Komponenten-Klebestoffen
kürzere Verarbeitungszeit erreicht werden können, jedoch aufwendige Verarbeitungsgerätschaft
notwendig ist, und intensive Reinigungsarbeiten notwenig werden, dass evtl. grosses
Klebe-Volumen bei grosser Spaltbreite vorhanden ist, dass bei geringer Spaltbreite
zwischen Alu und Glas ein Applizieren des Klebestoffes ungünstig ist, und dass das
Glas zum Kleben positioniert werden muss.
[0006] Nachteile ergeben sich auch hinsichtlich der Wartung respektive des Service: Bei
Glasbruch kann der Rahmen meist nur mit grossem Aufwand wieder verwendet werden (Alu
muss von Klebestoff befreit werden), die Klebestelle muss mit einem Messer aufgetrennt
werden.
[0007] Wie beispielsweise aus der
US 2005/0081981 ersichtlich, ist es alternativ bekannt, die Verglasung unter Zuhilfenahme von doppelseitigen
Klebebändern vorzunehmen. Dabei wird normalerweise auf die innenliegenden Flanken
der Nut im Rahmenelement ein doppelseitiges Klebeband eingeklebt, anschliessend das
Deckmaterial vom Klebeband abgezogen und die Glasscheibe eingesetzt. Problematisch
ist dabei, wie dies in der
US 2005/0081918 beschrieben wird, dass es so gut wie unmöglich ist, ohne entsprechende spezielle
Massnahmen eine Scheibe in eine in ihrer Weite bezüglich der Dicke des Glases sehr
knapp bemessene Nut einzupassen. Trotzdem wird in diesem Verfahren zugegebenermassen
eine Verklebung erzeugt, welche von Alu (oder einem anderen Material des Rahmenelementes)
zu Glas eine sichere Verbindung stellt, und es wird eine gute Dichteigenschaft erzeugt.
Hinsichtlich der Montage ergibt sich der Vorteil, dass kein spielfreies "Klotzen"
des Glases zum Alurahmen notwendig ist.
[0008] Hinsichtlich der technischen Eigenschaften ergeben sich aber gravierende Nachteile:
- Aufgrund der offenen "Klebestelle", ergibt sich ein erhöhtes Verschmutzungsrisiko;
- es sind diverse spez. Dichtprofile notwendig;
- die Scherkraft der Dilatation wirkt 100% auf die Klebefläche → Klebebanddicke muss
dementsprechend gewählt werden, was einen negativen Einfluss auf die Sicherheitsabstände
haben kann.
[0009] In Bezug auf die Montage ergeben sich die Nachteile, dass ein Zuschneiden der Dichtungen
erforderlich ist (Verschnitt); dass das Applizieren des Klebebandes aufwändig ist
(keine vordefinierte Position), dass die Richtarbeiten vom Rahmen kritisch sind.
[0010] Auch hinsichtlich der Wartung respektive des Service ergeben sich Nachteile, namentlich
kann bei Glasbruch der Rahmen nur mit grossem Aufwand wieder verwendet werden (Alu
muss vom Klebeband befreit werden) und die Klebestelle muss mit einem Messer aufgetrennt
werden.
[0011] Die
US 4,581,089 offenbart eine L-förmige Dichtung mit variabler Breite zur Kompensation von Unebenheiten,
welche zwischen einem Fensterpfosten und zwei Glasscheiben eingelassen wird. Durch
Aushärten wird die Dichtung zwischen dem Fensterpfosten und einer Glasscheibe befestigt,
worauf dann nach einem eventuellen Transport, die zweite Glasscheibe hinzugefügt wird.
Dadurch wird ermöglicht, dass zwei benachbarte Fensterpfosten vertikal gegeneinander
verschiebbar sind, ohne dass die Dichtung verloren geht. Von einem doppelseitigen
Klebeband am langen Schenkel ist in der
US 4,581,089 nicht die Rede. Die variable Breite ist hier abhängig von der Menge des eingefüllten
Dichtstoffs.
[0012] Die
DE 20 2005 003 874 U1 betrifft ein Dichtungsklebeband zur Fixierung einer Glasplatte in einem Rahmen. Das
als Streifen verwendete Klebeband weist dabei eine elastische Schicht, zumindest eine
weitere Schicht und zumindest eine Klebeschicht auf. Ein beidseitiges Klebeband, sowie
eine Abdeckfolie sind auch offenbart. Dadurch kann die Glasplatte im Rahmen gleichzeitig
befestigt und die Nut des Rahmens abgedichtet werden. Es wird auch offenbart, dass
die Abdeckfolie zweiteilig sein kann, sodass ein Teil vor dem Einsetzen des Rahmens,
und der zweite Teil nach dem Einsetzen des Rahmens abgezogen werden kann. In der
DE 20 2005 003 874 U1 handelt es sich nicht um ein Verfahren zum Einsetzen einer Glasplatte in eine Nut
eines Rahmenprofils zur umgreifenden Aufnahme einer Plattenkante. Auch wird nirgends
die Verwendung des Klebebands für Gebäude-Fenster vorgeschlagen, lediglich für Scheiben
von Hausgeräten, welche in der Regel klein sind und keine so grosse Kraft in vertikaler
Richtung ausüben wie bei vertikal angeordneten Fenstern.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0013] Der Erfindung liegt demnach unter anderem die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Verfahren zur Montage einer Glastür, einer Glaswand oder generell einer Glasscheibe
in einem Profil zur Verfügung zu stellen.
[0014] Konkret geht es darum, ein Verfahren zur Befestigung wenigstens einer Glasscheibe
oder generell einer Platte aus Glas, Holz, Metall (Alu, Stahl), Kunststoff oder Kombinationen
davon in einem Profil, welches eine Montagenut zur umgreifenden Aufnahme einer Kante
der Glasscheibe aufweist, zu verbessern.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabe wird unter anderem dadurch erreicht, dass in einem ersten
Schritt auf wenigstens einer der Glasscheibe und parallel zu dieser ausgerichteten
Innenseite der Montagenut ein Montagedichtgummi angeordnet wird, auf dessen der Glasscheibe
zugewandten Fläche ein doppelseitiges Klebeband befestigt ist. Die der Glasscheibe
zugewandte Seite des doppelseitigen Klebebandes ist dabei mit der Abdeckfolie bedeckt,
das heisst die klebrige Oberseite liegt nicht frei. Bevor nun der zweite Schritt durchgeführt
wird, kann es, gemäss einer bevorzugten Variante, von Vorteil sein, die Abdeckfolie
in einem Randbereich über einen kurzen Abschnitt um 90° umzulegen, damit die abschliessende
Entnahme im dritten Schritt erleichtert wird.
[0016] In einem zweiten Schritt wird nun die Glasscheibe in die Montagenut eingeschoben
(was aufgrund der Tatsache, dass das Klebeband mit der Abdeckfolie bedeckt ist, unproblematisch
ist) wobei die Glasscheibe in der Montagenut durch wenigstens ein auf der gegenüberliegenden
Seite der Glasscheibe angeordnetes Gegenelement (z.B. Gegendichtgummi) oder die gegenüberliegende
Innenseite der Montagenut gegen das doppelseitige Klebeband gepresst wird. Mit anderen
Worten wird die Weite des Öffnungsspaltes der Montagenut so eingestellt, dass bereits
in diesem Schritt die Glasscheibe wenigstens teilweise kraftschlüssig in der Montagenut
eingepresst ist. Alternativ oder bevorzugt ist es möglich, dass in diesem zweiten
Schritt auf der dem Montagedichtgummi gegenüberliegenden Seite noch kein Dichtgummi
angeordnet ist, und dass dieser gegenüberliegende Gegendichtgummi nach Abschluss des
zweiten Schrittes eingelegte respektive eingeholt wird.
[0017] Nun wird in einem dritten Schritt die Abdeckfolie bei in der Montagenut eingeschobener
Glasscheibe entfernt und mit anderen Worten zusätzlich ein Stoffschluss hergestellt.
[0018] Der Kern der Erfindung besteht somit darin, dass erkannt wurde, dass es erstaunlicherweise
bei Verwendung eines kombinierten Elementes bestehend aus Montagedichtgummi mit doppelseitigen
Klebeband aufgrund der vorhandenen Elastizität des Montagedichtgummis möglich ist,
die Glasscheibe in einem Zustand einzuschieben, bei welchem die Abdeckfolie noch auf
dem doppelseitigen Klebeband angeordnet ist, und aufgrund der Elastizität es auch
möglich ist, diese Abdeckfolie bei eingeschobener Glasscheibe aus dem Schlitz zwischen
Glasscheibe und Montagedichtgummi herauszuziehen. Dies erleichtert das Verfahren der
Montage enorm, und es erlaubt eine sowohl kraftschlüssige wie auch stoffschlüssige
Befestigung der Glasscheibe im Profil ohne die üblicherweise vorhandenen Probleme
mit der Positionierung der Glasscheibe, wenn die Abdeckfolie bereits vor dem Eindringen
der Glasscheibe, wie dies nach dem Stand der Technik üblich ist, abgenommen wird.
[0019] Mittels Gummi-Dichtprofilen und Doppelklebeband wird also ein fester Verbund vom
Glas zum Alurahmen hergestellt (teils durch Verklebung mittels Klebeband, teils formschlüssig,
wenn zusätzlich der Montagedichtgummi über Formschluss am Profil befestigt ist, wie
dies weiter unten erläutert werden wird).
[0020] Generell muss herausgestrichen werden, dass wenn hier von einem Doppelklebeband die
Rede ist, dies auch Lösungen einschliessen soll, bei welchen ein Kleber auf der der
Glasscheibe zugewandten Seite des Montagedichtgummi direkt aufgetragen wird und von
einer Abdeckfolie abgedeckt wird.
[0021] Als Vorteile der vorgeschlagenen Lösung können unter anderem folgende Aspekte aufgezählt
werden:
Technische Eigenschaften:
- Verklebung/Formschlüssigkeit vom Glas zum Anschlaggummi erzeugt eine sichere Verbindung
- Ausreichende Dichteigenschaft
- Scherkräfte der Dilatation werden zwischen Alu (für den Fall der Verwendung eines
Aluminium-Profils) und Anschlaggummi absorbiert (wirkt nicht direkt auf Klebestelle)
- Sofort in der Anlage einsetzbar
Montage:
- Kein spielfreies "Klotzen" des Glases zum Alurahmen notwendig
- Montage in einem Arbeitsgang möglich, keine Aushärtzeiten berücksichtigen
- Keine speziellen Montagehilfsmittel bzw. Geräte notwendig
- Montagedichtgummi (mit Doppelklebeband) wird bei Montage automatisch positioniert.
Nach beendeter Montage wird am Anschlaggummi/Montagedichtgummi der Abreisslappen entfernt
(vergleiche Ausführungsform weiter unten)
- Unabhängig vom Verarbeiter gleichbleibende Qualität (visuell und mechanisch)
- Keine Zwischenlagerung notwenig, geringerer Platzbedarf
- Keine spezielle Reinigungsarbeiten (entfernen Klebstoffrückstände)
Wartung/Service:
- Bei Glasbruch kann Glas ohne aufwändiges Ausglasen und Reinigung der Aluprofile ersetzt
werden.
[0022] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Profil auf der Innenseite der Montagenut über erste Mittel zur formschlüssigen,
kraftschlüssigen und/oder stoffschlüssigen Befestigung des Montagedichtgummis mit
seiner der Glasscheibe abgewandten Seite aufweist. Alternativ oder zusätzlich ist
es bevorzugt, dass der Montagedichtgummi seinerseits auf seiner der Innenseite der
Montagenut zugewandten Seite über zweite Mittel zur formschlüssigen, kraftschlüssigen
und/oder stoffschlüssigen Befestigung des Montagedichtgummi auf der Innenseite der
Montagenut aufweist. In diesem Fall wird beim Verfahren der Montagedichtgummi unter
Zuhilfenahme der ersten und/oder zweiten Mittel am Profil befestigt bevor die Glasscheibe
eingeschoben wird.
[0023] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform in dieser Hinsicht handelt es sich bei den
ersten Mitteln um wenigstens eine wenigstens abschnittsweise längs zur Verlaufsrichtung
des Profils verlaufende Nut und/oder Rippe. Entsprechend handelt es sich bevorzugtermassen
bei den zweiten Mitteln um wenigstens eine entsprechend zum wechselseitigen Eingriff
ausgebildete Rippe und/oder Nut, wobei vorzugsweise die Befestigung der Rippe in der
Nut über einen Formschluss, gegebenenfalls in Kombination mit einem Kraftschluss und/oder
Stoffschluss, erfolgt.
[0024] Generell wird bevorzugt, dass der Montagedichtgummi über einen im montierten Zustand
zwischen der Glasscheibe und dem Profil angeordneten Dichtschenkel verfügt, welcher
aus einem gummielastischen Material besteht, so dass eine genügende Elastizität zur
anschliessenden Entnahme der Abdeckfolie gewährleistet wird. Dies wird bevorzugtermassen
gewährleistet, indem der Dichtschenkel über eine Dicke von wenigstens 0.5 mm, vorzugsweise
wenigstens 0.7mm, insbesondere bevorzugt im Bereich von 0.7-5.0 mm verfügt und bevorzugtermassen
aus einem elastischen Material wie Elastomere (natur, synthetisch) so z.B. ausgewählt
aus Gummi, thermoplastisches Elastomer (TPE), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM),
Silikonkautschuk, elastomere andere Kunststoffe (wie z.B. PE, PP, PVC, PA, PET), oder
eine Mischung derartiger Materialien.
[0025] Bevorzugtermassen verfügt der Montagedichtgummi über einen die Vorderkante der Montagenut
wenigstens teilweise bedeckenden Anschlagvorsprung. Dabei sind vorzugsweise der Dichtschenkel
und der Anschlagvorsprung einstückig ausgebildet. Im Rahmen des Verfahrens wird in
diesem Fall der Montagedichtgummi derart in die Montagenut eingelegt, dass der Anschlagvorsprung
bündig auf die Vorderkante zu liegen kommt.
[0026] Der Montagedichtgummi kann bevorzugtermassen über einen am Anschlagvorsprung mittels
einer Abreisskante befestigten Abreissstreifen verfügen, wobei bevorzugtermassen Dichtschenkel,
Anschlagvorsprung und Abreissstreifen ein wenigstens abschnittsweise U-förmiges Profil
ausbilden, welches den vorderen Abschnitt des Seitenschenkels der Montagenut umgreift.
Im Rahmen des Verfahrens wird der Abreissstreifen vor oder bevorzugtermassen nach
der Entfernung der Abdeckfolie abgerissen, so dass am Ende nur Dichtschenkel und Anschlagvorsprung
im montierten Zustand verbleiben. Mit anderen Worten dient der Abreissstreifen nur
der temporären Befestigung und Positionierung des Montagedichtgummis.
[0027] Typischerweise handelt es sich beim Profil um ein Aluminiumprofil, bevorzugt um ein
im Bereich der Montagenut unbehandeltes Aluminiumprofil, welches zur Ausbildung der
Montagenut senkrecht zur Verlaufsrichtung U-förmig ausgebildet ist.
[0028] Auf der dem Montagedichtgummi gegenüberliegenden Seite der Montagenut wird bevorzugtermassen
vor dem Einschieben der Glasscheibe ein zweiter Montagedichtgummi angeordnet oder
es wird auf der gegenüberliegenden Seite der Montagenut vor dem Einschieben der Glasscheibe
ein Gegendichtgummi angeordnet, wobei dieser Gegendichtgummi bevorzugt am Profil befestigt
wird (analog wie dies oben für den Montagedichtgummi geschrieben wurde) und/oder wobei
bevorzugt der Gegendichtgummi über wenigstens eine, bevorzugt mehrere der Glasscheibe
zugewandte Dichtrippen verfügt, um eine erhöhte Elastizität und dabei eine leichtere
Entnahme der Abdeckfolie zu gewährleisten.
[0029] Typischerweise werden vor dem Einschieben der Glasscheibe in den Boden der Montagenut
Klotzgummis eingelegt.
[0030] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0031] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt senkrecht zur Verlaufsrichtung eines Rahmenprofils im Dichtbereich zwischen
zwei Türflügeln mit Glasscheiben;
- Fig. 2
- verschiedene Ansichten eines Dichtungselementes, wobei in a) ein Schnitt senkrecht
zur Verlaufsrichtung dargestellt ist, in b) ebenfalls ein Schnitt senkrecht zur Verlaufsrichtung
mit schematisch angedeutetem Profileelement und in c) eine perspektivische Ansicht
auf einen Abschnitt dargestellt ist; und
- Fig. 3
- die einzelnen Schritte a)-c) der Montage.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0032] Unter Bezugnahme auf die Figuren soll in der Folge die Erfindung, wie sie in den
angehängten Ansprüchen definiert ist, und oben generell erläutert ist, im Rahmen von
Ausführungsbeispielen vorgestellt werden. Die Figuren und die anfolgende Beschreibung
sollen dabei nur zur Erläuterung der Erfindung hinzugezogen werden und nicht zur Einschränkung
des Schutzgedankens, wie er in den Ansprüchen angegeben ist.
[0033] In Figur 1 ist ein Schnitt senkrecht zur Verlaufsrichtung von zwei Aluminium-Profilen
3 dargestellt. Die beiden Aluminium-Profile verfügen auf einer jeweils der Glasscheibe
1 zugewandten Seite über eine Montagenut 17, welche parallel zur Verlaufsrichtung
der Profile 3 verlaufen. Auf der jeweils gegenüberliegenden Seite ist eine weitere
Nut angeordnet, in welche Dichtlippen 14 eingelegt und formschlüssig darin befestigt
werden können. Die beiden Profile sind namentlich zwei gegenüber angeordnete Profile
einer Schiebetür, und der Schnitt verläuft durch den Kontaktbereich bei geschlossener
Tür, das heisst zwei ineinander wenigstens teilweise eingreifende Dichtlippen 14 sind
im Bereich der Schliesskante angeordnet.
[0034] Die Profile 3 sind mit anderen Worten als H-Profile ausgebildet, wobei zwei im wesentlichen
parallel zueinander angeordnete Längsträger 15 angeordnet sind und ein dazwischen
senkrecht zu diesen angeordneter und diese verbindender Querträger 16.
[0035] Zwischen den beiden Längsträgern 15 bildet sich also die Montagenut 17 in welche
die Glasscheibe 1 eingelegt und darin befestigt wird.
[0036] Zur Einstellung der Distanz zwischen der Stirnseite der Glasscheibe 1 und dem Querträger
16 sind typischerweise in Abschnitten so genannte Klotzgummis 4 angeordnet, welche
je nach Bedürfnissen in den entsprechenden Dicken eingesetzt werden. Sie können über
entsprechende Vorsprünge oder ähnliches in der Montagenut 17 befestigt sein.
[0037] Die beiden Querträger 16 verfügen auf deren Innenseite, das heisst auf der der Montagenut
17 zugewandten Seite, über zwei parallel zur Verlaufsrichtung angeordnete und gegenüber
liegende Nuten 5. Diese dienen der Befestigung des Montagedichtgummi 10 respektive
des gegenüberliegenden Gegendichtgummi 2.
[0038] Der Montagedichtgummi 10 ist im Bereich der Vorderkante, das heisst in der freiliegenden
Glasscheibe 1 zugewandten Endbereich der Längsträger 15, angeordnet. Er verfügt dabei
wenigstens abschnittsweise über eine Rippe 11, welche in die genannte Nut 5 eingreift
und eine formschlüssige Halterung des Montagedichtgummi 10 gewährleistet. Des weiteren
verfügt der Montagedichtgummi 10 über einen die Vorderkante des Längsträgers 15 wenigstens
teilweise bedeckenden Anschlagvorsprung 12.
[0039] Auf der der Glasscheibe zugewandten Seite des Montagedichtgummi 10 ist ein doppelseitiges
Klebeband 13 angeordnet. Der Montagedichtgummi 10, die Anordnung des doppelseitigen
Klebebandes sowie das Verfahren zur Montage ist weiter unten im Detail beschrieben.
[0040] Gegenüber des Montagedichtgummi 10 ist ein Gegendichtgummi 2 (Keildichtung) angeordnet.
Auf der rechten Seite in Figur 1 ist dieses Gegendichtgummi 2 ebenfalls mit einer
Rippe 9 ausgebildet, welche in die gegenüberliegende Nut 5 eingreift und ebenfalls
zur Halterung des Gegendichtgummi 2 am Längsträger 15 dient. Auch der Gegendichtgummi
2 verfügt über einen Anschlagvorsprung 7. Auf der der Glasscheibe zugewandten Seite
verfügt der Gegendichtgummi 2 über abstehende Dichtrippen 2, welche eine möglichst
gute kraftschlüssige aber trotzdem elastische Halterung der Glasscheibe 1 in der Montagenut
17 gewährleisten.
[0041] In gegenüberliegenden, das heisst links angegebenen Ausführungsbeispiel ist der Gegendichtgummi
2 auf der der Glasscheibe zugewandten Seite nur mit zwei derartigen Dichtrippen 8
ausgestattet.
[0042] Im vorliegenden Fall ist beispielsweise die gesamte Profiltiefe über beide Profile
im Bereich von 1 = 40-100 mm, wobei die einzelnen Profile über eine Tiefe im Bereich
von m=n=20-40mm verfügen. Der Abstand r zwischen den beiden Profilen ist normalerweise
klein, das heisst im Bereich von weniger als 10 mm. Typischerweise ist die Tiefe der
Montagenut 17 im Bereich von p+q= 10-25 mm, wobei der Klotzgummi 4 beispielsweise
eine Dicke q im Bereich von 1-10mm aufweisen kann. Der äussere Abstand s der beiden
Längsträger 15 ist beispielsweise im Bereich von 15-30 mm, und die innere lichte Weite
der Montagenut 17 unter Berücksichtigung der beiden Gummis 2, 10, welche für die Dicke
t des Glases zur Verfügung steht, ist im Bereich von 5-15 mm.
[0043] In Figur 2 ist der Montagedichtgummi 10 im Detail dargestellt. Er verfügt über einen
Dichtschenkel 18, welcher im wesentlichen parallel zum Längsträger 15 angeordnet ist.
Der Dichtschenkel 18 geht an der in Figur 1a unten dargestellten Seite im wesentlichen
rechtwinklig über in den Anschlagvorsprung 12. Der Anschlagvorsprung verjüngt sich
am äusseren linken Ende unter Ausbildung einer Abreisskante 20 bis auf eine wesentlich
geringere Materialstärke, welche es erlaubt, denn darauf an folgenden Abreissstreifen
19 nach erfolgter Montage der Glasscheibe 1 abzureissen. Der Abreissstreifen ist zur
Positionierung des Montagedichtgummi 10 vorgesehen und umgreift die Vorderkante 26
des Längsträgers 15 des Profils 3. Mit anderen Worten gibt es am Dichtschenkel 18
eine der Glasscheibe abgewandte und dem Längsträger 15 zugewandte Fläche 25 und eine
der Glasscheibe zugewandten Fläche 24.
[0044] Wie aus Figur 2b, in welcher schematisch auch ein Teil des Profils 3 dargestellt
ist, ersichtlich ist, umgreift mit anderen Worten vor dem letzten Schritt der Montage
(vergleiche Diskussion von Figur 3 weiter unten), das heisst bevor die Abdeckfolie
23 vom auf der Seite 24 angeordneten doppelseitigen Klebeband 13 entfernt ist und
bevor der Abreissstreifen 19 entfernt ist, der Montagedichtgummi 10 die Vorderkante
26.
[0045] Des weiteren kann erkannt werden, wie die Rippe 11 in die korrespondierende Ausnehmung
5 eingreift. Als an die Darstellung gemäss Figur 2 b) anschliessende Schritte wären
nun zur fertigen Montage noch das Herausziehen der Abdeckfolie 23 und das Abreissen
des Abreissstreifens 19 durchzuführen.
[0046] In Figur 2c) ist eine perspektivische Ansicht dargestellt, hier kann erkannt werden,
dass das doppelseitige Klebeband 13 über die gesamte Länge des Profils des Montagedichtgummi
10 angeordnet ist. Generell handelt es sich bei Montagedichtgummi 10 vorzugsweise
um ein endlos Profil, welches auf die Bedürfnisse abgelängt wird.
[0047] Die einzelnen Schritte der Montage (Montagevorgehen, Einglasen) sollen anhand der
Figuren 3a)-c) illustriert werden.
Figur 3a):
- Montagedichtgummi 10 mit Übermass zuschneiden
- Klotzgummis 4 bereitlegen
- Glas 1 im Randbereich mit spezial Glasreiniger reinigen (Klebestelle Montagedichtgummi)
- 1. Aluprofile 3' und 3" platzieren
- 2. Klotzgummis 4 in alle Profile einrollen (Abstand zwischen Klotzgummis ca. 700mm)
- 3. In beide H-Profile 3' beidseitig Profilverbinder bis zum Anschlag einschieben
- 4. Montagedichtgummis 10 montieren. Horizontale Gummis gleiche Länge wie Aluprofil.
Vertikale Gummis gleich lang wie Profile zuschneiden und mittels Schneidezange ablängen
- 5. Abdeckfolie 23 vom Doppelklebeband 13 an beiden Enden ca. 30-50mm um 90° umlegen.
Fig. 3b):
6. Profil links 3" und beide Profile 3' miteinander verschrauben, Schrauben 22 nur
leicht anziehen.
7. Oberes Profil 3' zum linken Profil 3' verschrauben
8. Zusammengestelltes U über Glas schieben
9. Rechtes Profil 3" montieren
10. Kontrollieren, Anschlaggummi nicht verschoben wurde
11. Kontrollieren, ob alle umgelegten Abdeckfolien 23 in korrekter Position sind
12. Alle Schrauben 22 mit definiertem Anziehdrehmoment festziehen. Kontrollieren ob
Profile zueinander sauber ausgerichtet sind
13. Rahmen anheben und Hilfsklötze oder Keile zwischen Rahmen und Glas einschieben
Figur 3c):
14. Vertikalprofil 3" links (NSK) und Schuhprofil Klotzgummi zum Glas schieben → spielfrei
(wegen Transport)
15. Gegendichtgummis 2 der vertikalen Profile 3" einrollen. Darauf achten, dass beim
Einrollen genügend Gegendruck erzeugt wird, damit sich die Profile nicht nach aussen
biegen. Darauf achten, dass möglichst kein Seifenwasser in den Bereich des Montagedichtgummi
läuft
16. Gegendichtgummis 2 der horizontalen Profile 3" einrollen
17. Vertikalprofile 3" mittels Richtlatte auf Geradheit kontrollieren, wenn nötig
korrigieren
18. Winkligkeit mittels Diagonalmessung kontrollieren, wenn nötig korrigieren
19. Kontrollieren ob Flügel eben ist und nicht durchhängt
20. Abdeckfolie 23 vom Doppelklebeband 13 zwischen Glas und Anschlaggummi herausziehen
21. Abreissstreifen 19 von Montagedichtgummi 10 abreissen
22. Restl. Einbau von Bürste 21 und Schwert vornehmen
BEZUGSZEICHENLISTE
[0048]
- 1
- Glasscheibe
- 2
- Gegendichtgummi, Keildichtung
- 3
- Aluprofil
- 4
- Klotzgummi
- 5
- Nut in 3
- 7
- Anschlagvorsprung an 2
- 8
- Dichtrippen an 2
- 9
- Rippe an 2
- 10
- Montagedichtgummi, Anschlaggummi
- 11
- Rippe an 10
- 12
- Anschlagvorsprung an 10
- 13
- doppelseitiges Klebeband
- 14
- Dichtlippen
- 15
- Längsträger von 3, Seitenschenkel von 5
- 16
- Querträger von 3
- 17
- Montagenut von 3
- 18
- Dichtschenkel von 10
- 19
- Abreissstreifen
- 20
- Abreisskante
- 21
- untere Dichtlippe, Bürste
- 22
- Schrauben
- 23
- Abdeckfolie
- 24
- der Glasscheibe zugewandte Fläche von 10
- 25
- der Glasscheibe abgewandte Fläche von 10
- 26
- Vorderkante der Montagenut
1. Verfahren zur Befestigung wenigstens einer Platte aus Glas, Holz, Metall, Kunststoff
oder Kombinationen davon, insbesondere einer Glasscheibe (1), in einem Profil (3),
welches eine Montagenut (17) zur umgreifenden Aufnahme einer Kante der Platte (1)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer der Platte (1) und parallel zu dieser ausgerichteten Innenseite
der Montagenut (17) ein Montagedichtgummi (10) angeordnet wird, auf dessen der Platte
(1) zugewandten Fläche (24) ein doppelseitiges Klebeband (13) mit einer die der Platte
(1) zugewandte Seite des doppelseitigen Klebebandes (13) bedeckenden Abdeckfolie (23)
befestigt ist,
dass die Platte (1) in die Montagenut (17) eingeschoben und dabei in der Montagenut
(17) durch wenigstens ein auf der gegenüberliegenden Seite der Platte (1) angeordnetes
Gegenelement (2) oder die gegenüberliegende Innenseite der Montagenut (17) gegen das
doppelseitige Klebeband (13) gepresstwird, und dass
die Abdeckfolie (23) bei in der Montagenut (17) eingeschobener Platte (1) entfernt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (3) auf der Innenseite der Montagenut (17) über erste Mittel (5) zurformschlüssigen,
kraftschlüssigen und/oder stoffschlüssigen Befestigung des Montagedichtgummis (10)
mit seiner der Platte (1) abgewandten Seite (25) aufweist und/oder dass der Montagedichtgummi
(10) auf seiner der Innenseite der Montagenut (17) zugewandten Seite (25) über zweite
Mittel (11) zur formschlüssigen, kraftschlüssigen und/oder stoffschlüssigen Befestigung
des Montagedichtgummi (10) auf der Innenseite der Montagenut (17) aufweist, und dass
der Montagedichtgummi (10) unter Zuhilfenahme der ersten und/oder zweiten Mittel (5,
11) am Profil (3) befestigt wird bevor die Platte (1) eingeschoben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den ersten Mitteln (5) um wenigstens eine wenigstens abschnittsweise
längs zur Verlaufsrichtung des Profils (3) verlaufende Nut (5) und/oder Rippe handelt,
und/oder dass es sich bei den zweiten Mitteln (11) um wenigstens eine entsprechend
zum wechselseitigen Eingriff ausgebildete Rippe (11) und/oder Nut handelt, wobei vorzugsweise
die Befestigung der Rippe (11) in der Nut (5)
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagedichtgummi (10) über einen im montierten Zustand zwischen der Platte (1)
und dem Profil (3) angeordneten Dichtschenkel (18) verfügt, welcher aus einem gummielastischen
Material besteht, und welcher vorzugsweise über eine Dicke von wenigstens 0.5 mm,
vorzugsweise wenigstens 0.7mm, insbesondere bevorzugt im Bereich von 0.7-5.0 mm verfügt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagedichtgummi (10) über einen die Vorderkante (26) der Montagenut (17) wenigstens
teilweise bedeckenden Anschlagvorsprung (12) verfiigt, wobei vorzugsweise der Dichtschenkel
(18) und der Anschlagvorsprung (12) einstückig ausgebildet sind, und wobei der Montagedichtgummi
(10) derart in die Montagenut (17) eingelegt wird, dass der Anschlagvorsprung (12)
bündig auf die Vorderkante (26) zu liegen kommt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagedichtgummi (10) über einen am Anschlagvorsprung (12) mittels einer Abreisskante
(20) befestigten Abreissstreifen (19) verfügt, wobei bevorzugtermassen Dichtschenkel
(18), Anschlagvorsprung (12) und Abreissstreifen (19) ein wenigstens abschnittsweise
U-förmiges Profil ausbilden, welches den vorderen Abschnitt des Seitenschenkels (15)
der Montagenut (17) umgreift, und dass der Abreissstreifen (19) vor oder bevorzugtermassen
nach der Entfernung der Abdeckfolie (23) abgerissen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Profil (3) um ein Aluminiumprofil, bevorzugt um ein im Bereich der Montagenut
(17) unbehandeltes Aluminiumprofil handelt, welches zur Ausbildung der Montagenut
(17) senkrecht zur Verlaufsrichtung U-förmig ausgebildet ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Montagedichtgummi (10) gegenüberliegenden Seite der Montagenut (17) vor
dem Einschieben der Platte (1) ein zweiter Montagedichtgummi (10) angeordnet wird
oder dass auf der gegenüberliegenden Seite der Montagenut (17) vordem Einschieben
der Platte (1) ein Gegendichtgummi (2) angeordnet wird, wobei dieser Gegendichtgummi
(10) bevorzugt am Profil (3) befestigt wird und/oder wobei bevorzugt der Gegendichtgummi
(2) über wenigstens eine, bevorzugt mehrere der Glasscheibe zugewandte Dichtrippen
(8) verfügt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einschieben der Glasscheibe in den Boden der Montagenut (17) Klotzgummis
(4) eingelegt werden. 5
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einschieben der Platte (1) und vor dem Abziehen der Abdeckfolie (23) auf
der dem Montagedichtgummi (10) gegenüberliegenden Seite der Montagenut (17) noch kein
Dichtgummi angeordnet ist, und dass ein gegenüberliegender Gegendichtgummi (2) nach
Abschluss des zweiten Schrittes eingelegt respektive eingerollt wird.
1. A method for fastening at least one plate made of glass, wood, metal, plastics material
or combinations thereof, in particular a glass panel (1), in a profile (3) which has
an installation groove (17) for embracingly receiving a rim of the plate (1), characterized in that
an installation seal rubber (10), on the surface (24) of which facing the plate (1)
a double-sided adhesive tape (13) having a cover film (23) covering the side of the
double-sided adhesive tape (13) that faces the plate (1) is fastened, is arranged
on at least one of the plate (1) and the inner side of the installation groove (17)
that is oriented parallel thereto,
in that the plate (1) is inserted into the installation groove (17) and pressed in the process
against the double-sided adhesive tape (13) in the installation groove (17) by at
least one mating element (2) arranged on the opposite side of the plate (1) or by
the opposite inner side of the installation groove (17), and in that
the cover film (23) is removed when the plate (1) is inserted in the installation
groove (17).
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the profile (3) has, on the inner side of the installation groove (17), first means
(5) for fastening the installation seal rubber (10) with its side (25) turned away
from the plate (1) in a form-fitting, force-transmitting and/or material-uniting manner
and/or in that the installation seal rubber (10) has, on its side (25) facing the inner side of
the installation groove (17), second means (11) for fastening the installation seal
rubber (10) on the inner side of the installation groove (17) in a form-fitting, force-transmitting
and/or material-uniting manner and in that the installation seal rubber (10) is fastened to the profile (3) with the aid of
the first and/or second means (5, 11) before the plate (1) is inserted.
3. The method as claimed in claim 2, characterized in that the first means (5) are at least one groove (5) and/or rib extending longitudinally
to the extending direction of the profile (3), at least in certain portions, and/or
in that the second means (11) are at least one rib (11) and/or groove formed accordingly
for mutual engagement, the rib (11) preferably being fastened in the groove (5) via
a form fit.
4. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the installation seal rubber (10) has a sealing leg (18) which is arranged, in the
installed state, between the plate (1) and the profile (3), is made of a rubbery-elastic
material and preferably has a thickness of at least 0.5 mm, preferably at least 0.7
mm, in particular preferably in the range of from 0.7-5.0 mm.
5. The method as claimed in claim 4, characterized in that the installation seal rubber (10) has an abutment projection (12) at least partially
covering the leading rim (26) of the installation groove (17), the sealing leg (18)
and the abutment projection (12) preferably being formed in one piece and the installation
seal rubber (10) being inserted into the installation groove (17) in such a way that
the abutment projection (12) comes to lie flush with the leading rim (26).
6. The method as claimed in claim 5, characterized in that the installation seal rubber (10) has a tear-off strip (19) which is fastened to
the abutment projection (12) by means of a tear-off rim (20), the sealing leg (18),
abutment projection (12) and tear-off strip (19) preferably forming a profile which
is U-shaped, at least in certain portions, and embraces the front portion of the side
leg (15) of the installation groove (17) and in that the tear-off strip (19) is torn off before or preferably after the removal of the
cover film (23).
7. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the profile (3) is an aluminum profile, preferably an aluminum profile which is untreated
in the region of the installation groove (17) and is embodied in a U-shaped manner
for forming the installation groove (17) perpendicularly to the extending direction.
8. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that a second installation seal rubber (10) is arranged on the side of the installation
groove (17) that opposes the installation seal rubber (10) before the plate (1) is
inserted or in that a mating seal rubber (2) is arranged on the opposite side of the installation groove
(17) before the insertion of the plate (1), this mating seal rubber (10) preferably
being fastened to the profile (3) and/or the mating seal rubber (2) preferably having
at least one, preferably a plurality of sealing ribs (8) facing the glass panel.
9. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that padding rubbers (4) are inserted before the glass panel is inserted into the bottom
of the installation groove (17).
10. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that no seal rubber is yet arranged on the side of the installation groove (17) that opposes
the installation seal rubber (10) after the insertion of the plate (1) and before
the withdrawal of the cover film (23) and in that an opposite mating seal rubber (2) is inserted or rolled in after conclusion of the
second step.
1. Procédé pour la fixation d'au moins une plaque en verre, en bois, en métal, en plastique
ou en des combinaisons de ceux-ci, en particulier d'une vitre en verre (1), dans un
profilé (3) qui présente une rainure de montage (17) pour recevoir, par engagement
périphérique, une arête de la plaque (1),
caractérisé en ce que
sur la plaque (1) et/ou un côté intérieur de la rainure de montage (17) orienté parallèlement
à celle-ci, est disposé un caoutchouc d'étanchéité de montage (10), sur la surface
(24) duquel, tournée vers la plaque (1), est fixé un ruban adhésif double face (13)
avec un film de recouvrement (23) recouvrant le côté tourné vers la plaque (1) du
ruban adhésif double face (13),
la plaque (1) est enfoncée dans la rainure de montage (17) et est ainsi pressée dans
la rainure de montage (17) par au moins un élément conjugué (2) disposé du côté opposé
de la plaque (1) ou par le côté intérieur opposé de la rainure de montage (17) contre
le ruban adhésif double face (13), et en ce que
le film de recouvrement (23) est enlevé lorsque la plaque (1) est enfoncée dans la
rainure de montage (17) .
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé (3) présente, sur le côté intérieur de la rainure de montage (17), des
premiers moyens (5) de fixation par engagement par correspondance de forme, par force
et/ou par liaison de matière du caoutchouc d'étanchéité de montage (10) à son côté
(25) opposé à la plaque (1) et/ou en ce que le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) présente, sur son côté (25) tourné vers
le côté intérieur de la rainure de montage (17), des deuxièmes moyens (11) de fixation
par engagement par correspondance de forme, par force et/ou par liaison de matière
du caoutchouc d'étanchéité de montage (10) sur le côté intérieur de la rainure de
montage (17), et en ce que le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) est fixé au profilé (3) à l'aide des premiers
et/ou deuxièmes moyen (5, 11) avant que la plaque (1) ne soit enfoncée.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les premiers moyens (5) sont au moins une rainure (5) et/ou une nervure s'étendant
au moins en partie le long de la direction d'étendue du profilé (3), et/ou en ce que les deuxièmes moyens (11) sont au moins une nervure (11) et/ou une rainure réalisée
de manière correspondante pour l'engagement mutuel, la fixation de la nervure (11)
dans la rainure (5) s'effectuant de préférence par le biais d'un engagement par correspondance
de forme.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) dispose d'une branche d'étanchéité (18)
disposée dans l'état monté entre la plaque (1) et le profilé (3), laquelle se compose
d'un matériau ayant l'élasticité du caoutchouc, et qui présente de préférence une
épaisseur d'au moins 0,5 mm, de préférence d'au moins 0,7 mm, en particulier de préférence
de l'ordre de 0,7-5,0 mm.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) dispose d'une saillie de butée (12) recouvrant
au moins en partie l'arête avant (26) de la rainure de montage (17), la branche d'étanchéité
(18) et la saillie de butée (12) étant de préférence réalisées d'une seule pièce,
et le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) étant inséré dans la rainure de montage
(17) de telle sorte que la saillie de butée (12) vienne s'appliquer en affleurement
sur l'arête avant (26).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le caoutchouc d'étanchéité de montage (10) dispose d'une bande de déchirure (19)
fixée à la saillie de butée (12) au moyen d'une arête de déchirure (20), et de préférence
la branche d'étanchéité (18), la saillie de butée (12) et la bande de déchirure (19)
constituant un profilé au moins en partie en forme de U, qui vient en prise autour
de la portion avant de la branche latérale (15) de la rainure de montage (17), et
en ce que la bande de déchirure (19) est arrachée avant ou de préférence après l'enlèvement
du film de recouvrement (23).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé (3) est un profilé en aluminium, de préférence un profilé en aluminium
non traité dans la région de la rainure de montage (17), qui est réalisé en forme
de U perpendiculairement à la direction d'étendue pour réaliser la rainure de montage
(17) .
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que du côté de la rainure de montage (17) opposé au caoutchouc d'étanchéité de montage
(10), avant l'enfoncement de la plaque (1), est disposé un deuxième caoutchouc d'étanchéité
de montage (10), ou en ce que du côté opposé de la rainure de montage (17), avant l'enfoncement de la plaque (1),
est disposé un caoutchouc d'étanchéité conjugué (2), ce caoutchouc d'étanchéité conjugué
(2) étant de préférence fixé au profilé (3) et/ou le caoutchouc d'étanchéité conjugué
(2) disposant de préférence d'au moins une, et de préférence de plusieurs nervures
d'étanchéité (8) tournées vers la vitre en verre.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant l'enfoncement de la vitre en verre dans le fond de la rainure de montage (17),
des caoutchoucs de calage (4) sont insérés.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après l'enfoncement de la plaque (1) et avant l'enlèvement du film de recouvrement
(23), encore aucun caoutchouc d'étanchéité n'est disposé du côté de la rainure de
montage (17) opposé au caoutchouc d'étanchéité de montage (10), et en ce qu'un caoutchouc d'étanchéité conjugué opposé (2) est introduit, respectivement roulé
à l'intérieur, après la fin de la deuxième étape.