[0001] Die Erfindung betrifft eine Gebläseanordnung für Turbomaschinen gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Gebläseanordnungen für Turbomaschinen, insbesondere Turboarbeits- oder Turbokraftmaschinen
sind hinreichend bekannt. Diese bestehen üblicherweise aus einem vorzugsweise spiralförmigen
Gehäuse und zumindest einem darin aufgenommenen Laufrad mit einer Vielzahl an Laufradschaufeln,
wobei durch das Gehäuse ein Fluid strömt. Bei einer Turbokraftmaschine erfolgt hierbei
der Energiefluss vom Fluid an das Laufrad bzw. dessen Schaufeln und bei einer Turboarbeitsmaschine
vom Laufrad bzw. dessen Schaufeln an das Fluid. Das Fluid kann beispielsweise Wasser
oder Luft sein.
[0003] Derartige Gehäuse werden oftmals auch als Führungsgehäuse bezeichnet, deren strömungstechnische
Ausgestaltung beispielsweise auf folgenden mathematischen Regeln basieren:
- Regel 1:
- Drallsatzes mit a = b = 0;
- Regel 2:
- Kontinuitätsgleichung mit a = b = 1;
- Regel 3:
- den Drallsatzes vorzugsweise im Einströmbereich oder im Ausströmbereich des Gehäuses
und in den übrigen Fällen die Kontinuitätsgleichung;
- Regel 4:
- speziell Vorgabe für a und b, vorzugsweise zwischen 0 und 2.
[0004] Mittels der Regel 4 kann beispielsweise eine Mischung der strömungstechnischen Eigenschaften
nach den Regeln 1 bis 3 erzielt werden.
[0005] Ferner ist es üblich die Abmessungen des Gehäuses mittels Polarkoordinaten r, ϕ oder
Zylinderkoordinaten r, ϕ, z anzugeben. Ursprung der radialen Koordinate ϕ ist dann
die Laufradmitte, wobei der Nullpunkt der die Umfangsposition beschreibenden ϕ - Koordinate
dem Anfang des Einströmraumes, d.h. vorzugsweise der Spiral- oder Abgrifflippe des
Gehäuses zugeordnet ist. Der bis zur Umfangsposition ϕ vom Laufrad geförderte bzw.
ins Laufrad eintretende Volumenstrom Q(ϕ) ist an den Querschnitt A(ϕ, r) des durch
das Gehäuse gebildeten Strömungskanal anzupassen, wobei neben der Querschnittsfläche
auch der radialen Position des Querschnittes eine besondere Bedeutung zukommt. Hierbei
ergibt sich zur Beschreibung des Volumenstroms Q(ϕ) folgende Gleichung:

[0006] Dabei wird unter b(r) die Breite des Querschnittes A(ϕ, r) an der Radiusposition
r verstanden. Der Volumenstrom Q(ϕ) hängt somit von der Einström- oder Förderfläche
A
LR(ϕ) des Laufrades bis zur Umfangsposition ϕ ab. Um das Laufrad wird hierbei eine Hüllform,
z.B. ein Hüll-Zylinder gelegt. Oftmals wird angenommen, dass der Volumenstrom Q(ϕ)
proportional zu dieser Fläche, also proportional zum Umfangswinkel ϕ ist. Mittels
eines winkelspezifischen Förderstromes

kann der Volumenstrom Q(ϕ) für die jeweilige Winkelposition ϕ angegeben werden.
[0007] Die beschriebenen Ansätze sind insbesondere den folgenden Veröffentlichungen sinngemäß
zu entnehmen:
- "Ventilatoren" von Bruno Eck, Springer Verlag, 5. Auflage, 1972;
- "Kreiselpumpen: ein Handbuch für Entwicklung, Anlagenplanung und Betrieb" von Johann
Gütlich, Springer Verlag, 1999;
- "Die Kreiselpumpen" von Carl Pfleiderer, Springer Verlag, 5. Auflage, 1961 und
- "Radial- und Axialpumpen: Theorie, Entwurf, Anwendung", Alexey Joakim Stepanoff, Springer
Verlag, 1959
[0008] Stellvertretend werden hier die Verhältnisse bei einer Turboarbeitsmaschine und einem
Gebläse beschrieben. Bei einer Turbokraftmaschine ist prinzipiell lediglich eine Umkehrung
der Strömungsrichtung erforderlich.
[0009] Ein Gehäuse bzw. eine Gehäuseanordnung weist hierbei überlicherweise Strömungskanäle
mit einfachen Querschnitten wie Kreis, Rechteck, Trapez etc. auf, die zur Führung
des Fluids im Gehäuse über den Umfang des Laufrades eine Spiralform ausbilden. Hierauf
beruht die geläufige Bezeichnung "Spiralgebläse" bzw. Gebläsespirale. Der Abgriff
der Strömung erfolgt dabei über eine so genannte Spirallippe oder Spiralzunge, die
zur Trennung des Ausströmraums vom Einströmraum vorgesehen ist. Bei den meisten Gebläseanordnungen
strömt das Fluid, insbesondere die Luft senkrecht zur Drehachse des Laufrades radial
oder tangential nach außen ab. Unterschiedlich hierzu offenbart die Druckschrift
DE 19811877 C2 beispielsweise ein axiales Ausströmen des Fluids, welches jedoch mit hohen Strömungsverlusten
verbunden Bei den meisten Ausführungsformen verläuft die Spirallippe bzw. Spiralzunge
parallel zur Drehachse und häufig auch parallel zu den Außenkanten der Schaufeln des
Laufrades. Nachteilig kann das aus den durch die Schaufeln gebildeten Kanälen des
Laufrades austretende Fluid beim periodischen Auftreffen auf die Spirallippe bzw.
Spiralzunge ein pfeifendes Geräusch erzeugen. Um dies zu verhindern beschreibt die
Druckschrift
DE 310721 bereits eine Schrägstellung der Schaufelkanten in Bezug auf die Abgriffslippe. Auch
der Druckschrift
DE 4313617 ist eine schräg verlaufende Abgriffslippe zu entnehmen, und zwar verläuft die abgegriffene
Luft radial nach außen versetzt über dem Beginn des Spiralgehäuses.
[0010] Bei den beschriebenen Ausführungsformen findet also an derselben Umfangsposition
ϕ des Laufrades sowohl ein Beginn der Förderung des Fluids in das Gehäuse als auch
ein Abströmen des durch das Gehäuse geführten Fluids über die Abgriffslippe statt,
d.h. Ausströmraum und Einströmraum weisen dieselbe Umfangsposition ϕ auf.
[0011] Ferner ist aus der Druckschrift
DE199 57 962 bereits ein Absaug- und Erfassungssystem bekannt, welches zwei getrennte Ausströmräume
aufweist. Zur Vermeidung von Strömungsverlusten erweisen sich hierbei abgerundete
Kanäle als zweckmäßig, wie beispielsweise der Druckschrift
DE 469827 oder
DE 10 2004 024 392 zu entnehmen ist.
[0012] Ferner beschreibt die Druckschrift
DE 43 31 606 ein Spiralgehäuse für Turbomaschinen, bei dem der Zungenbereich anschließende Bereich
kreisförmige Spiralquerschnitte aufweist, und zwar bis zum Erreichen eines vorgegebenen
Außendurchmessers. Nach dessen Erreichen nimmt der Spiralquerschnitt nur noch in axialer
Richtung zu. In zwei festgelegten Halbkreisen wird hierzu ein sich vergrößerndes Rechteck
eingefügt. Die Verbindung eines Spiralgehäuses mit Drall beschreibt
Bruno Eck in "Ventilatoren", Springer Verlag, 5. Auflage, 1972, S. 221 als "unsymmetrische Spirale" nach Oesterlein.
[0013] Häufig ist die Ausgestaltung des Gehäuses vom Laufradaustritt abhängig. Für Anwendungen
mit Platzproblemen beschreibt beispielsweise die Druckschrift
US 5156524 eine Kastenspirale mit Diskontinuitäten, bei der die axialen und radialen Abmessungen
der Spirale Sprünge oder Wendepunkte im Konturverlauf aufweisen. Weiterhin beschreibt
Bruno Eck in "Ventilatoren", Springer Verlag, 5. Auflage, 1972, S. 212 ein Spiralgehäuse, dass nach innen entwickelt wird, so dass die radialen Koordinaten
des Querschnittes teilweise kleiner als der Austrittsradius des Laufrades sind.
[0014] Die Druckschriften
DE1428191A1 und
US2405048A1 offenbaren Gebläsen mit einem Spiralgehäuse, in dem die an die Abgriffslippe unmittelbar
anschließende Wand zwei durströmte Räume trennt, die derart axial zueinander versetzt
sind, dass sie sich in Axialrichtung gesehen im Bereich der besagten Wand überlappen.
Darüber hinaus lenkt die besagte Wand die Strömung in axialer Richtung um, sprich
die Wand verläuft gleichzeitig in Umfangsrichtung und axial.
[0015] Bei den meisten Spiralgehäusen tritt jedoch die Luft mit einer Komponente senkrecht
zur Drehachse des Laufrades aus. Ist der Einsatz der Gebläseanordnung in einem Radialgebläse
unter engen Platzverhältnissen als Schubgebläse oder in einer Dunstabzugshaube vorgesehen,
so ergeben sich folgende Probleme:
- Das Fluid wir durch die Gebläseanordnung axial angesaugt, aber in einer Ebene senkrecht
zur Drehachse des Laufrades ausgeblasen, d.h. es ist eine Umlenkung des Fluids in
axialer Richtung erforderlich.
- Die Gebläsespirale erfordert speziell bei hohen Volumenströmen eine hohe radiale Weite.
- Der Abgriff erfolgt abrupt in einem engen Umfangsbereich, wodurch ein hoher Geräuschpegel
entstehen kann.
[0016] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Gebläseanordnung
zu schaffen, die die zuvor genannten Nachteile beseitigt und insbesondere die Einleitung
der Strömung vom Laufrad in das Sammelgehäuse verbessert. Die Aufgabe wird ausgehend
von den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 durch dessen kennzeichnende
Merkmale gelöst.
[0017] Der wesentliche Aspekt der Erfindung ist darin zu sehen, dass der erste Einströmraum
und der zweite Einströmraum über zumindest einen Gehäusewandabschnitt voneinander
getrennt sind, dass die zum Laufrad weisende Außenkante des zumindest einen Gehäusewandabschnittes
eine Abgriffslippe bildet und dass der Gehäusewandabschnitt sich in Richtung der Einströmräume
erstreckt und zumindest eine radiale Komponente aufweist. Der Spiralabgriff verläuft
somit schräg zur Drehachse des Laufrades, wobei der die Abgriffslippe bildende Wandabschnitt
des Spiralabgriffes radial oder mit stark radialer Komponente nach außen, d.h. in
Richtung der Einströmräume verläuft bevor diese in das Sammelgehäuse bzw. in den Ausströmbereich
übergehen.
[0018] Zusätzlich sind erfindungsgemäß der erste Einströmraum und der zweite Ausströmraum
zumindest abschnittsweise in Bezug auf die Drehachse axial zueinander versetzt und
überlappen sich zumindest teilweise im Bereich des Laufrades. Bei der erfindungsgemäßen
Gebläseanordnung gibt es somit einen Umfangsbereich Δϕ, indem ein beginnender erster
Einströmbereich und ein ggf. endender zweiter Einströmbereich sich zumindest teilweise
überlappen und die über den Gehäusewandabschnitt voneinander getrennt sind. Im Übergangsbereich
wird der erste Einströmraum auf Kosten des zweiten Einströmraumes allmählich verbreitert,
wobei der zweite Einströmraum bereits den Ausströmraum des Spiralgebläses bilden kann.
Am Ende des Übergangsbereiches fördert somit das Laufrad auf voller Breite in den
ersten Einströmraum, während die Förderung in den zweiten Einströmraum bzw. Ausströmraum
abgeschlossen ist. Der zweite Einströmraum bzw. Ausströmraum wird an dieser Stelle
bzw. Umfangsposition zum Austrittskanal und befindet sich dann axial versetzt neben
oder auch radial versetzt zum ersten Einströmraum. Die erfindungsgemäße Ausbildung
des Spiralabgriffes zur Trennung der beiden Einströmräume bzw. des Ein- und Ausströmraumes
soll im Folgenden als Schräglippenabgriff bezeichnet werden.
[0019] Der beschriebene Übergangsbereich kann ebenfalls zur Ausbildung eines Umlenkungsbereiches
für eine Strömung in axialer Richtung vorgesehen werden. Erfindungsgemäß bildet der
zweite Einströmraum zumindest abschnittsweise den Ausströmraum zum Ausbringen des
vom ersten Einströmraum durch das Spiralgehäuse geförderten Volumenstromes.
[0020] Obwohl sie nicht Teil der Erfindung ist, ist eine Verwendung in einer Zweifachspirale
("Mehrfachspirale") realisierbar. Der beginnende erste Einströmraum des einen Spiralgehäuses
liegt dabei neben dem zweiten Einströmraum bzw. dem Ausströmbereich des zweiten Spiralgehäuses.
Dabei können die Übergangsbereiche für Ein- und Austritt bei beiden Spiralhälften
nahezu identisch ausgelegt sein, d.h. Δϕ1 = Δϕ2. Alternativ können die Übergangsbereiche
unterschiedlich schräg zueinander verlaufen, d.h. Δϕ1 ≠ Δϕ2. Möglich ist auch die
Verbindung des Schräglippenabgriffes mit einem normalen Spiralabgriff. Der Wechsel
vom ersten Einströmraum zum zweiten Einströmraum bzw. Ausströmraum erfolgt dann abrupt.
[0021] Die Entwicklung des Verlaufs des Spiralquerschnittes entlang der Umfangskoordinate
ϕ wird nachfolgend beispielhaft beschrieben.
[0022] Der Volumenstrom bei einer Spirale mit schrägem Abgriff nimmt im Übergangsbereich
Δϕ nicht linear zu, sondern je nach Verlauf der Übergangskurve zwischen Ein- und Ausströmraum,
die im einfachsten Fall eine Gerade auf einer Zylinderoberfläche ("Hüllzylinder um
das Laufrad") ist. Statt des winkelspezifischen Volumenstromes Q
SPEZ-W wird bei Schräglippenspiralen das Verhältnis Volumenstrom und der Fläche des Hüllzylinders
Q
SPEZ-A = Q / A
LR verwendet. Aus der Fläche des Spiralkanals A
LR(ϕ) auf dem Hüllzylinder bis zur Position ϕ lässt sich der Volumenstrom aus dem Laufrad
Q(ϕ) = Q
SPEZ-A * A
LR(ϕ) bestimmen. Diesem Fördervolumenstrom Q(ϕ) entspricht eine bestimmte Durchtrittsfläche
des Spiralgehäuses A
S(ϕ) je nach Entwicklungsregel für die Geschwindigkeit. Aus der notwendigen Fläche
lassen sich dann die geometrischen Abmessungen des Querschnittes bestimmen.
[0023] Umgekehrt kann zu einer vorgegeben Durchtrittsfläche A
S(ϕ) auch ein Fördervolumenstrom Q(ϕ) angeben werden und damit die Umfangsposition
ϕ bestimmt werden. Ferner kann es sich als zweckmäßig erweisen, die Kontur des Spiralquerschnittes
längs der Umfangskoordinate ϕ zu verändern.
[0024] Für die analytische Zuordnung des Volumenstromes Q(ϕ) und damit auch der Umfangsposition
ϕ zu einem Querschnitt A
S(ϕ) wird des Querschnitt des Strömungskanals innerhalb der Gebläseanordnung aus analytisch
beherrschbaren Teilelementen aufgebaut, beispielsweise Rechtecke, Dreiecke, Trapeze,
Halbkreise und Viertelkreise. Diese Teilelemente verändern sich derart entlang des
Umfanges des Spiralgehäuses, dass das Spiralgehäuse möglichst stetig verläuft. Dies
gilt insbesondere für den Fall, dass das Spiralgehäuse in Bereiche unterteilt wird,
in denen sich die Teilelemente des Querschnittes nach unterschiedlichen Regeln verändern.
Dazu kann es zweckmäßig sein einen Entwicklungsbereich in eine endliche Anzahl von
Entwicklungsschritten i = 1, 2 ... n zu unterteilen. Innerhalb dieses Bereiches kann
eine Größe als Funktion a) des Entwicklungsschrittes i, b) einer Referenzgröße r
K ("Referenz") und c) eines Exponenten exp_verändert werden. Der Exponent kann dabei
eine beliebige reelle Zahl > 0 sein. Für die Größe r
K(ϕ(i)) ist die exponentiell gewichtete Funktion W
rk beispielhaft wie folgt dargestellt.

[0025] Alternativ kann als Wichtungsfunktion auch die Tangenshyperbolicus Funktion verwendet
werden.
[0026] Übergänge zwischen den Bereichen, insbesondere im Abgriffsbereich können aber auch
wie bei dem Strakplan für die Spanten eines Bootsrumpfes erfolgen, wobei die jeweiligen
Querschnitte den jeweiligen Entwicklungsregeln für die Kontur unterworfen werden und
die Übergangsbereiche einfach eingestrakt werden. Sehr lokal entstehen damit leicht
von den Entwicklungsregeln abweichen Querschnitte, vergl. auch
US-5156524. Hierdurch können Kanten an unstetigen Stellen vorteilhaft verschliffen werden.
[0027] Allgemein ist bei allen Querschnittsformen, also z.B. frei gezeichneten, der zugehörige
Volumenstrom der jeweilige Querschnitte auch numerisch berechenbar und die Winkelposition
dem entsprechenden Volumenstrom aus dem Laufrad zuordenbar.
[0028] Die Erfindung ist natürlich auch auf Laufräder übertragbar, deren Form von der Zylinderform
abweicht, und zwar beispielsweise kegelstumpfförmige Laufräder oder Laufräder mit
nahezu beliebiger Rotationskörperform. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die räumliche
Fläche der jeweiligen Hüllform an der Austrittsposition, die zur Festlegung des zugehörigen
Spiralquerschnittes erforderlich ist.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren mittels mehrerer Ausführungsbeispiele
beschrieben.
[0030] Figur 1a zeigt beispielsweise eine einfache, aus dem Stand der Technik bekannte Gebläseanordnung
mit einem Gehäuse 20, in dem ein Laufrad 10 aufgenommen ist. Das Laufrad 10 ist hierbei
um eine Drehachse 90 drehbar gelagert, wobei das Gehäuse 20 die Drehachse 90 spiralförmig
umgibt und somit ein Spiralgehäuse 20 mit einer Abgriffslippe 30 ausbildet. Das Laufrad
10 weist eine Vielzahl von konzentrisch um die Drehachse 90 angeordnete Laufradschaufeln
12, deren freie Schaufelstirnseiten jeweils vorzugsweise denselben Abstand zur Drehachse
90 aufweisen.
[0031] Die Kontur des spiralförmigen Gehäuses 20 wird beispielsweise speziell bei Rechteckspiralen
durch das Verhältnis der Absolutgeschwindigkeiten C
M/C
U festgelegt. Fig. 1b zeigt ferner eine Seitenansicht der Gebläseanordnung entlang
der Schnittachse AA. Hieraus wird der parallele Verlauf der "normalen" Abgrifflippe
30 zur Gebläseachse bzw. Achse 90 des Laufrades 10 deutlich.
[0032] In Fig. 2a ist beispielhaft eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Gebläseanordnung
dargestellt, dessen Spiralgehäuse 20 eine schräg zur Achse 90 verlaufende Abgriffslippe
40 aufweist, die nachfolgend als Schräglippe 40 bezeichnet wird. Analog zur normalen
Abgriffslippe 30 besteht hierbei ein Spalt 70 zwischen den freien Schaufelstirnseiten
des Laufrades 10 und der Schräglippe 40, wobei gemäß Fig. 2b der Querschnitt 50 des
Ausströmraumes 80 axial versetzt neben dem Einströmraum 60 angeordnet ist, und zwar
bezogen auf die Drehachse 90. In Fig. 2c ist die Entwicklung des Querschnittes 50
des Ausströmraumes 80 neben dem sich verbreiternden Einströmraum 60 dargestellt. Der
Einströmraum 60 und der Ausströmraum 80 schließen somit im Bereich der Schräglippe
40 unmittelbar an die freien Schaufelstirnseiten des Laufrades 10 an, und zwar in
radialer Richtung bezogen auf die Drehachse 90. Der Einströmraum 60 und der Ausströmraum
80 überlappen sich somit zumindest im Bereich der Abgriffslippe 30 und sind über den
sich an den Spiralabgriff anschließenden Gehäusewandabschnitt mit radialer Richtungskomponente
voneinander getrennt. Die beschriebene Abgriffsvariante soll im Folgenden als Schräglippenabgriff
bezeichnet werden.
[0033] Fig. 2d zeigt eine Draufsicht auf eine Abwicklung 105 des das Laufrad 10 umgebenden
Hüllzylinders. Die Schräglippe 40 erstreckt sich beispielhaft über einen Umfangsbereich
Δϕ = 90°. Der Winkel α der Schräglippe 40 kann beispielsweise an den Winkel α' zwischen
der axialen Ansauggeschwindigkeit V
AX und der Absolutgeschwindigkeit C beim Austritt aus dem Laufrad 10 angepasst sein.
[0034] Fig. 3a zeigt beispielhaft ein Laufrad 10 mit der zugehörigen Hüllform, beispielsweise
einem Hüllzylinder 100, und zwar mit unterschiedlichen Abwicklungen 110 bis 170. Die
Abwicklungen 110 bis 170 des Hüllzylinders 100a weisen hierbei verschiedene Abgriffsvarianten
auf, und zwar normaler Abgriff 110, schräger Abgriff 120, leicht gebogener Abgriff
130, Ausströmraumtrennung 140, zwei Varianten des einströmigen Schräglippenabgriffes
150a, b, zwei Varianten des zweiströmigen Schräglippenabgriffes 160a, b sowie einen
dreiströmigen Schräglippenabgriff 170 mit Abströmung zu zwei Seiten.
[0035] Hier entsprechen nur die zwei einströmigen Schräglippenabgriffe 150a und 150b der
Erfindung.
[0036] Fig. 3b zeigt eine weitere, vorzugsweise breitere Ausführungsform des Hüllzylinders
100, der beispielsweise für einen Trommelläufer 11 und beispielsweise drei Schräglippenabgriffe
161, 151, 152 eingesetzt werden kann. Die Draufsicht auf das den zweiflutigen Trommelläufer
11 bildende Laufrad zeigt, dass der Motor 13, den Trommelläufer 11 in zwei Bereiche
15a, b teilt. Es handelt sich hierbei um eine typische Bauform einer Gebläseanordnung
für Absaugvorrichtungen wie beispielsweise Dunstabzugshauben.
[0037] Die beiden Bereiche 15a, b finden ihre Fortsetzung in der Abwicklung des Hüllzylinders
161. Der Übergangsbereich 45a der Schräglippen 40a, b erstreckt sich über 180° und
ist in der Fig. 3b rechts von 360°- Punkt nochmals mittels einer punktiert gezeichneten
Linie dargestellt ist. In einer alternativen Ausführungsform des Hüllzylinders 151,
152 erstreckt sich der Übergangsbereich 45b beispielsweise über 360° oder über 720°.
Diese beschriebenen Ausführungsformen eignen sich besonders für eine Einströmung von
einer Seite 47a, b, wobei die Abströmungen 49a, b in Längsrichtung der Abwicklungen
151, 152, also tangential und radial zum Trommelläufers 11 verlaufen.
[0038] Fig. 3c zeigt die Abwicklungen 171, 172, 173, bei denen der Hüllzylinder beispielhaft
in vier Lippenkanäle unterteilt ist. Ein ausgewählter Lippenkanal 177a, b, c pro Abwicklungen
171, 172, 172 ist in Fig. 3c jeweils schraffiert dargestellt. Die Abströmung 49c,
49d, 49e erfolgt hierbei beispielsweise schräg zur Abwicklung 171, 172 oder in Längsrichtung
zur Abwicklung 173, wobei die Lippenkanäle 177a, b, c sich beispielsweise jeweils
über 270° erstrecken.
[0039] Die Beispiele der Fig. 3c sind nicht Teil der Erfindung.
[0040] Fig. 3d zeigt in einer schematischen Darstellung das Prinzip der Zuordnung von Winkelposition
ϕ, Lippenkanalfläche A
LR(ϕ) und Kanalquerschnitt 185 an der jeweiligen Winkelposition ϕ. In dem Diagramm ist
eine Kurve 103 aufgetragen, welche den Verlauf der Lippenkanalfläche A
LR(ϕ) bzw. 107 über dem Umfangswinkel ϕ dargestellt, und zwar insbesondere für den Fall
eines Hüllzylinders 105 mit Übergangsbereich Δϕ=180°. Der Querschnitt 185 an der Umfangsposition
ϕ ist hierbei derart gewählt, dass die ebenfalls in Fig. 3d aufgeführte mathematische
Gleichung, insbesondere die Beziehungen 188 und 189, d.h. der Volumenstrom Q(ϕ) aus
der Fläche des Hüllzylinders A
LR(ϕ) bei Winkelposition ϕ und der Volumenstrom Q(ϕ) aus der Integration des Drallsatz
denselben Wert ergeben.
[0041] Fig. 4 zeigt beispielsweise den Aufbau von unterschiedlichen Querschnitten der Spiralkanäle
der Gebläseanordnung, insbesondere eines Schubgebläses mittels einfachen geometrischen
Grundelementen wie Rechteck 180, Viertelkreis 190, Dreieck 185, Halbkreis 200, Halbellipse
210. Alternativ kann der Querschnitt auch als frei gezeichnete Form 240 ausgeführt
sein, wobei zwischen dem Einströmraum 220 aus dem Laufrad 10 und dem axial versetzten
Ausströmraum bzw. Kanalraum 230a, b ein Führungsdorn 250 vorgesehen ist. Nachfolgend
sind in den Figuren 5 bis 11 jeweils Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Gehäuseanordnung
für ein Schubgebläse dargestellt.
[0042] Zur Verdeutlichung des Querschnittsaufbaus des spiralenförmigen Gehäuses wird dieses
beispielsweise in einen ersten bis vierten Bereich unterteilt, die aneinander anschließen.
Das spiralenförmige Gehäuse ist hierbei beispielsweise zweiströmig ausgebildet und
besteht beispielsweise aus zwei Halbspiralen. Der erste und zweite Bereich 1, 2 der
Ausströmung haben dieselbe Erstreckung und Übergangsfunktion über den Umfang Δϕ1 =
Δϕ2 = 40°. Die beiden Spiralhälften sind somit identisch.
[0043] Fig. 5 zeigt ein Verfahren zur Entwicklung der Querschnitte einer Spiralhälfte im
ersten bis vierten Bereich 1, 2, 3, 4 anhand von beispielhaft ausgewählten Querschnitten
(siehe schraffierte Formen) entlang der Abwicklung des Hüllzylinders 270 der Breite
b
LR über einen Umfangsbereich von ϕ von 0° bis 220°. Der vierte Bereich 4, 290, in dem
die Ausströmung aus der Halbspirale stattfindet, ist hierbei axial versetzt neben
dem ersten Bereich 1, 280 angeordnet. Die Breite über dem Hüllzylinder 270 in diesem
Bereich genügt folgenden mathematischen Zusammenhang:

[0044] Fig. 6 zeigt in einer vergrößerten Darstellung die Entwicklung der Querschnitte 320a-e
im vierten Bereich 4, 290 und Fig. 7 eine Variante der Gebläseanordnung, bei der der
Austrittskanal 300 in axiale Richtung umgelenkt ist, und zwar durch Drehung der Querschnitte
320 a-e im vierten Bereich 4 mit zunehmender Umfangsposition ϕ in axiale Richtung
310. Vorzugsweise wird im Austrittsbereich ein Entdraller 330 vorgesehen, mittels
dem die Strömungsenergie zurück gewonnen werden kann.
[0045] In den Figuren 8a bis 8h sind die der Entwicklung zugrunde liegenden Regeln zur Ausbildung
der in Fig. 5 und 6 dargestellten Querschnitte verdeutlicht. Figur 8a zeigt den ersten
Bereich 1, in dem die Einströmung in die Halbspirale erfolgt. Im schrägen Übergangsbereich
wird eine Rechteckform der Breite b(ϕ) und der Höhe r
H1(ϕ) entwickelt. Der Übergang kann beispielsweise linear ausgebildet sein, und zwar
gemäß einer Übergangsfunktion b
Ein(ϕ) = (b
LR / Δϕ) x ϕ oder einer weiteren Übergangsfunktion bzw. Übertragungsvorschrift. Am Übergang
vom ersten zum zweiten Bereich 1, 2 entspricht ϕ = Δϕ bzw. b
Ein = b
LR.
[0046] In den Figuren 8b, c ist beispielhaft der zweite Bereich 2 dargestellt, innerhalb
dessen der Krümmungsradius r
K (ϕ) und die Höhe des Spiralkanals ab Laufradaustritt r
H2(ϕ) mit der Umfangskoordinate ϕ solange zunehmen, bis r
K (ϕ
3) = r
H2(ϕ
3) entspricht. Hierzu werden jeweils seitlich an den Rechteckabschnitt Viertelkreise
mit dem Radius r
K angefügt, wobei axiale Breite des Rechtecks der Breite b
LR entspricht. Darunter befindet sich ein Rechteck mit der Breite b
Spir = (b
LR + 2 r
K) und der Höhe r
HE = (r
H2 - r
K). Rechts neben dem Austritt aus dem Laufrad 10 schließt sich radial nach Innen ein
Halbkreis mit demselben Radius r
K wie die Viertelkreise an. Die Größen r
K (ϕ), r
H2(ϕ) und r
HE (ϕ) können sich abhängig von der speziellen Ausführungsform ändern wie beispielsweise
dem Diagramm in Fig. 8d zu entnehmen ist.
[0047] Der dritte Bereich 3 ist in Fig. 8e, f dargestellt. Der Krümmungsradius r
K (ϕ) nimmt weiter zu, bis der Ausströmraum den vierten Bereiches 4 erreicht. Das Rechteck
zwischen den oberen Viertelkreisen hat dabei die feste Breite b = b
LR und die veränderliche Höhe r
K (ϕ), wobei zur Durchführung von höheren Volumenströme die Breite b variabel ausgebildet
sein kann.
[0048] Die Figuren 8g, h zeigen den vierten Bereich 4, in dem das Rechteck zwischen den
oberen Viertelkreisen in der Breite b
Aus(ϕ) = b
LR - b
Ein(ϕ) abnimmt, während der Radius r
K (ϕ) zunimmt. Am Ende des vierten Bereiches 4 ist der Austrittsquerschnitt gemäß Figur
8h ein Kreis.
[0049] In Fig. 9 ist beispielhaft ein Schnitt entlang der Linie AA durch ein Doppelspiralgehäuse
340 am Ende des dritten Bereichs 3 dargestellt. Der Querschnitt der jeweiligen Spirale
des Doppelspiralgehäuse 340 setzt sich radial außerhalb des Laufrades 10 aus den Viertelkreisen
190 und dem Rechteck 180 zusammensetzt. Radial im Bereich des Laufrades 10 befindet
sich der halbkreisförmige Querschnitt 200, so dass sich ein gesamter Querschnitt mit
der Form 260 einstellt.
[0050] Eine perspektivische Schnittdarstellung durch die Gebläseanordnung mit einer Doppelspirale
zeigt beispielsweise Figur 10, und zwar entlang der Schnittlinie AA gemäß Fig. 9.
Neben dem Laufrad 10 sind in Figur 10 eine Halbschale des Ansaugkanals 350, ein Austrittskanal
300, die Halbschale eines weiteren Austrittskanals 305 dargestellt. Das Laufrad 10
ist über eine Lagerung 360 drehbar im Doppelspiralgehäuse 340 gelagert. Die der Figur
10 entnehmbaren Querschnittsformen entsprechen den Querschnitten am Ende des dritten
Bereiches 3, und zwar in der oberen und unteren Spirale 260a, b. Eine Draufsicht auf
die in Figur 10 dargestellte Gebläseanordnung ist in Figur 11 dargestellt. Über die
Halbschale 355 des Ansaugkanals 350 wird das Medium dem Laufrad 10 zugeführt, wobei
die Abfuhr des Mediums über die beiden Austrittskanäle 300a, b der oberen und unteren
Spirale 260a, b erfolgt. Ferner ist der Draufsicht der Übergangsbereich zwischen dem
ersten Bereich 1, 380 und dem vierten Bereich 4, 390 zu entnehmen, wobei der Verlauf
der Schräglippe zwischen den ersten und vierten Bereich 1, 380 und 4, 390 mit dem
Kurzzeichen 370 versehen ist. Die in Fig. 10 und Fig. 11 dargestellte Gebläseanordnung
ist geeignet, um daraus ein ein- oder mehrflutiges Schubgebläse für einen Strahlsegler
gemäß
DE 10300621 aufzubauen. Zur Erzeugung eines Vordralls könnte zusätzlich ein S-förmiger Ansaugkanal
350 vorgesehen werden.
[0051] Fig. 12 zeigt die Abwicklung des Hüllzylinders 440a einer zweiströmigen Gebläseanordnung,
die in einen kleinen Nebenstrombereich 400 und einen Hauptstrombereich 410 unterteilt
ist. Die Gebläseanordnung fördert am Austritt 450 für den Nebenstrom den Volumenstrom
Q
N und am Austritt für den Hauptstrom 460 den Volumenstrom Q
H. Die Gebläseanordnung weist ferner zwei Schräglippen 420 und 430, auf, die einen
unterschiedlich schrägen Verlauf besitzen, die mit der Drehachse 90 des Laufrades
10 einen unterschiedlichen Winkel einschließen. Der Abgriff des Hauptvolumenstroms
und die Verschiebung in axialer Richtung beim Schräglippenabgriff beginnt bei der
Position 470 und ist bei Position 480 abgeschlossen. Dieser Art des Abgriffes entspricht
an der Position 490 der Querschnitt 500.
[0052] Alternativ kann jedoch auch den Hauptvolumenstrom an der Stelle 470 mit einem normalen
Spiralabgriff abgezweigt werden, und zwar bildet sich beispielsweise der Querschnitt
510 an der Position 490 aus. Der Einströmquerschnitt 520 erstreckt sich in diesem
Fall mit Ausnahme des beginnenden Einströmquerschnittes 525 nahezu über die gesamte
Breite des Hüllzylinders b
LR. Die Trennung von Einströmquerschnitt 520 und Ausströmquerschnitt 530 erstreckt sich
somit in axialer und radialer Richtung. Um im Bereich 540 keine Förderung durch das
Laufrad 10 entsteht zu lassen, ist der an der Position 490 der Querschnitt 550 erforderlich.
[0053] Fig. 13 zeigt eine Seiten- und Stirnansicht der Gebläseanordnung mit den Querschnitten
gemäß Fig. 12. Die beiden Austritte des Nebenstromes 450 und des Hauptstromes 460
sind um 90 ° zueinander versetzt und sind jeweils axial versetzt zum Laufrad 10 angeordnet.
[0054] Die Abwicklung eines Hüllzylinders 440b, der in einen Förderbereich 580 für den Hauptstrom
und in einen weiteren Förderbereich 590 für zwei Nebenströme 560a, b unterteilt ist
beispielsweise der Fig. 14 zu entnehmen. Der Beginn der Einströmung des Hauptvolumenstroms
in den Bereich 580 bzw. die Ausströmung aus dem weiteren Förderbereich 590 in die
beiden Nebenstromkanäle 610a, b erfolgt über zwei keilförmig angeordnete Schräglippen
600a, b. Der Abgriff des Hauptstromes bzw. das Einströmen in den weiteren Förderbereich
590 beginnt mit einem normalen Spiralabgriff 570. Eine Seitenansicht und eine Stirnansicht
einer Gebläseanordnung gemäß Figur 14 sind in Fig. 15 dargestellt. Hieraus sind die
nach außen verlaufenden Nebenstromkanäle 610a, b und der Hauptstromkanal 620 deutlich
zu entnehmen.
[0055] Fig. 16 zeigt eine Gebläseanordnung 630 mit einem in den Figuren 12 bis 15 dargestellten
Abgriff, die in einer Absaugeinrichtung 640 mit Ausblasung 650, vorzugsweise einer
Dunstabzugshaube integriert ist. Ein von einer Kochstelle aufsteigender Wrasenstrom
W wird über einen Filter 641 in die Dunstabzugshaube 640 eingesaugt. Die Gebläseanordnung
630 erzeugt den hierfür erforderlichen Unterdruck in einem Saugraum 642 der Dunstabzugshaube
640. Die Gebläseanordnung 630 fördert den Hauptteil des gefilterten Wrasenstroms W
als Hauptsrom Q
H in eine in einem Kamin 643 angeordnete Abluftleitung 644. Ein kleiner Teil des gefilterten
Wrasenstroms W kann als Nebenstrom Q
N gezielt aus dem Gehäuse der Dunstabzugshaube 640 in den Raum zurück geleitet werden,
um beispielsweise einen Luftvorhang oder einen Frontwirbel Q
F zu erzeugen.
[0056] In Fig. 17a ist die Abwicklung des Hüllzylinders 162 eines zweiflutigen Schräglippengebläses
gemäß Fig. 3b schematisch dargestellt. Die Schräglippe erstreckt sich dabei über Δϕ
= 120°. Fig. 17a zeigt beispielhaft mehrere Spiralquerschnitte 660a-q, wobei die Querschnitte
660c' - 660h bzw. 660n - 660p den Übergangsbereiche Δϕ' in Ausschnitt 666 bzw. Δϕ"
in Ausschnitt 667 vergrößert dargestellt sind. Diese weisen zumindest teilweise bugartige
Aussparungen 665 auf, um die Baugröße zu vermindern. Die Spirale kann sich auch über
die Breite 668 des Hüllzylinders hinaus erstrecken, wie mittels des knochenförmigen
Querschnittes 661 angedeutet ist. Dieser könnte beispielsweise anstelle des Querschnitts
660l vorgesehen sein.
[0057] In den Figuren 17b bis 17d ist jeweils ein Schnitt des Übergangsbereiches zwischen
einem ersten Einströmraum und einem zweiten Einströmraum bzw. Ausströmraum dargestellt,
die über die Schräglippe 40 und den sich daran anschließenden Gehäusewandabschnitt
760a voneinander getrennt sind. Hierbei sind in den Figuren 17b bis 17d mehrere Varianten
des Querschnittes 660b, 662a, 662b des ersten Einströmraumes dargestellt. Das um die
Achse 90 drehbar gelagerte Laufrad 10 fördert mit den Laufradschaufeln 12 dabei in
den beginnenden ersten Einströmraum 660b, 662a, 662b und in den beginnenden Ausströmraum
660m', 660m", 660m"'. Der an die Schräglippe 40 anschließende Gehäusewandabschnittes
760a im Übergangsbereich zwischen Einströmung und Ausströmung in Bezug auf das Gehäuse
erstreckt sich hierbei in radialer Richtung 17, und zwar schließt dieser einen Winkel
γ kleiner 90° mit der Drehachse 90 ein. Beispielsweise weist der Gehäusewandabschnittes
760a der Schräglippe 40 beim Querschnitt 660b einen Winkel γ von 90° zur Oberfläche
des Hüllzylinders 162 bzw. zur Drehachse 90 auf. Insbesondere kann sich die radiale
Ausrichtung, d.h. der Winkel γ entlang der Schräglippe 40 mit dem Umfangswinkel ϕ
ändern.
[0058] Fig. 17c, d sind ferner alternative Ausführungsformen des Gehäusewandabschnittes
760b, c zu entnehmen, die sich durch eine starke Orientierung in radialer Richtung
auszeichnen, d.h. einen Winkel γ kleiner 90° aufweisen. Alternativ kann der Gehäusewandabschnitt
760c der Schräglippe 40 auch eine frei geformte Krümmung aufweisen (siehe Querschnitt
662b), und zwar beispielsweise eine Bezier-Kurve. Diese Form kann sich über den gesamten
Übergangsbereich Δϕ der Schräglippe 40 erstrecken und sich vergleichbar einem Schiffsbug
entlang des Umfangs ändern, weswegen diese Ausführungsform auch als Bugspirale bezeichnet
werden soll. Bei der Ausführungsform des Gehäusewandabschnittes 760c ändert sich somit
die radiale Orientierung aufgrund der Krümmung allmählich. In den in Fig. 17b, c,
d dargestellten Fällen liegen die beiden Einströmungsräume bzw. der Ein- und Ausströmungsraum
somit sowohl axial als auch radial zueinander versetzt.
[0059] Fig. 18a zeigt eine Wendelspirale gemäß Fig. 3c, und zwar in einer schematischen
Draufsicht. Um das Laufrad 670 sind vorzugsweise vier Lippenkanäle 690 a bis d angeordnet,
deren Querschnitte 680c, e, f beispielhaft am Rand der Wendelspirale dargestellt sind.
Eine Abwicklung des Hüllzylinders 171 der Wendelspirale ist beispielhaft in Figur
18b dargestellt. Der Lippenkanal 690a zwischen den Punkten A, B, C, D ist mit den
zugehörigen Kanalquerschnitten 680a bis f aufgezeigt. Die Einströmung 700 des Fluids
vom Laufrad 670 in den Lippenkanal 690a sowie die Abströmung 710 aus dem Lippenkanal
verläuft dabei schräg zur Abwicklung.
[0060] Ein axialer Querschnitt durch eine in den Figuren 18a, b dargestellte Gebläseanordnung
zeigt Fig. 19a. Dabei ist das einflutige Laufrad 670 mit einem Motor 720 verbunden.
Nach dem Austritt aus dem Spiralgehäuse gelangt die Strömung in einen ringförmigen
Diffusor 740, der den Querschnitt auf den Ausgangsquerschnitt 750 vermindert. Der
mittige Abströmkonus 730 kann dabei fest sein oder mit dem Motor verbunden rotieren.
[0061] Fig. 19b zeigt hierbei den räumlichen Verlauf des Lippenkanals 690a und der Verbindungslinien
zwischen den Punkten A, B, C, D. Die Abströmung bei diesem Beispiel entspricht der
eines axialen Gebläses, so dass die dort bekannten Methoden für die Gleichrichtung
bzw. die Entdrallung der Strömung angewandt werden können.
[0062] Mittel des erfindungsgemäßen Schräglippenabgriff wird eine Führung des Fluid in einem
engen Umfangsbereich vermieden, wodurch der Geräuschpegel der Absaugvorrichtung, insbesondere
einer Dunstabzugshaube deutlich reduziert werden kann.
[0063] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben, es versteht
sich, dass zahlreiche Variationen und Änderungen des Anmeldungsgegenstandes möglich
sind, ohne hierdurch den in den anschließenden Ansprüchen definierten Erfindungsgegenstand
zu verlassen.
Bezeichnungsliste
[0064]
- 10
- Laufrad
- 12
- Laufradschaufel
- 13
- Motor
- 15a,b
- Laufradbereich
- 17
- radiale Richtung
- 20
- Spiralgehäuse
- 30
- normale Abgriffslippe
- 40
- Schräglippe
- 40 a,b
- Schräglippe
- 45 a,b,c
- Übergangsbereich
- 47 a,b
- einseitige Einströmung
- 49 a-e
- Abströmung
- 50
- Austrittsquerschnitt
- 60
- erster Einströmraum
- 70
- Spalt
- 80
- zweiter Einströmraum bzw. Ausströmraum
- 90
- Achse
- 100
- Hüllzylinder
- 103
- Kurve ALR(ϕ)
- 105
- Abwicklung Hüllzylinder
- 107
- Fläche Lippenkanal
- 110
- normaler Abgriff
- 120
- schräger Abgriff
- 130
- gebogener Abgriff
- 140
- Ausströmraumtrennung
- 150a,b,
- einströmige Schräglippenabgriffe
- 151, 152
- einströmige Schräglippenabgriffe über 720°, 1080°
- 160
- zweiströmiger Schräglippenabgriff
- 161, 162
- zweiströmiger Schräglippenabgriff - Trommelläufer
- 170
- dreiströmiger Schräglippenabgriff
- 171-173
- Abwicklung 4 Lippenkanäle - (d.h. vierströmig)
- 177a-c
- Lippenkanal
- 180
- Rechteck
- 185
- Querschnitt Position f
- 188
- Volumenstrom aus Fläche Hüllzylinder
- 189
- Volumenstrom aus Integration Drallsatz
- 190
- Viertelkreis
- 195
- Dreieck
- 200
- Halbkreis
- 210
- Halbellipse
- 220
- Einströmraum
- 230a,b
- Kanalraum
- 240
- frei gezeichnete Form
- 250
- Führungsdorn
- 260
- Querschnitt Ende Bereich 3
- 270
- Abwicklung Hüllzylinder
- 280
- Bereich 4
- 290
- Bereich 1
- 300a, b
- Austrittskanal
- 305
- Halbschale Austrittskanal axiale Richtung
- 310
- axiale Richtung
- 320a-e
- Querschnitte Bereich 4
- 330
- Entdraller
- 340
- Doppelspirale
- 350
- Ansaugkanal (Halbschale)
- 355
- Ansaugkanal Halbschale von oben
- 360
- Lagerung
- 370
- Schräglippe
- 380
- Bereich 1 - Bauausführung
- 390
- Bereich 4 - Bauausführung
- 400
- Nebenstrombereich
- 410
- Hauptstrombereich
- 420
- Verlauf Schräglippe
- 430
- Verlauf Schräglippe
- 440a,b
- Abwicklung Hüllzylinder
- 450
- Blasströmung
- 460
- Erfassungsschirm
- 470
- Position Anfang Schräglippenabgriff
- 480
- Position Ende Schräglippenabgriff
- 490
- Position innerhalb Übergangsbereich 540
- 500
- Querschnitt bei Schräglippenabgriff
- 510
- Querschnitt bei normalem Spiralabgriff
- 520
- Einströmquerschnitt
- 525
- Einströmquerschnitt
- 530
- Ausströmquerschnitt
- 540
- Übergangsbereich Ausströmung Hauptvolumenstrom
- 550
- Querschnitt ohne Einströmung in Bereich 540
- 560 a,b
- Nebenströme
- 570
- normaler Spiralabgriff
- 580
- Förderbereich Hauptstrom
- 590
- Förderbereich Nebenströme
- 600 a,b
- keilförmig angeordnete Schräglippen
- 610a,b
- Nebenstromkanäle
- 620
- Hauptstromkanal
- 630
- Gebläse
- 640
- Dunstabzugshaube oder sonstige Absaugeinrichtung
- 641
- Filter
- 642
- Saugraum
- 643
- Kamin
- 644
- Abluftleitung
- 650
- Ausblasung
- 660 a-q
- Kanalquerschnitt-Bugspirale
- 661
- knochenartiger Querschnitt
- 662 a,b
- schräge Schräglippe
- 665
- bugartige Aussparung
- 666,667
- Übergangsbereiche Df' und Df"
- 668
- Breite Hüllzylinder
- 670
- Laufrad
- 680 a-f
- Kanalquerschnitt-Wendelspirale
- 690
- Lippenkanal
- 700
- Einströmung
- 710
- Abströmung
- 720
- Motor
- 730
- Abströmkonus
- 740
- Ringdiffusor
- 750
- Ausgangsquerschnitt
- 760 a-c
- Gehäusewandabschnitt
1. Gebläseanordnung für Turboarbeitsmaschinen bestehend aus zumindest einem spiralförmigen
Gehäuse (20) und zumindest einem im spiralförmigen Gehäuse (20) aufgenommenen und
um eine Drehachse (90) drehbar gelagerten Laufrad (10) mit Schaufelstirnseiten, wobei
das spiralförmige Gehäuse (20) zumindest einen ersten Einströmraum (60, 280) und zumindest
einen zweiten Einströmraum (50, 290) aufweist, bei der der erste Einströmraum (60,
280) und der zumindest zweite Einströmraum (50, 290) über zumindest einen Gehäusewandabschnitt
(760a - 760c) voneinander getrennt sind, bei der die zum Laufrad (10) weisende Außenkante
des zumindest einen Gehäusewandabschnittes (760a - 760c) eine Abgriffslippe (40) bildet,
bei der sich der Gehäusewandabschnitt (760a - 760c) in Richtung der Einströmräume
(50, 290) erstreckt und bei der der erste Einströmraum (60, 280) und der zweite Einströmraum
(50, 290) zumindest abschnittsweise in Bezug auf die Drehachse (90) axial zueinander
versetzt sind, wobei der beginnende erste Einströmraum (60, 280) und der endende zweite
Einströmraum (50, 290) sich im Bereich des Gehäusewandabschnittes (760a - 760c) zumindest
teilweise überlappen und der Gehäusewandabschnitt (760a - 760c) zumindest eine radiale
Komponente (17, 310) aufweist, wobei der erste Einströmraum (60, 280) und der zweite
Einströmraum (50, 290) in Bezug auf die Drehachse (90) radial zueinander versetzt
sind, dadurch gekennzeichnet, das der zweite Einströmraum (50, 290) zumindest abschnittsweise den Ausströmraum
zum Ausbringen des vom ersten Einströmraum (60, 280) durch das spiralförmige Gehäuse
(20) geförderten Volumenstromes bildet, wobei der erste Einströmraum (60) und der
Ausströmraum (80) im Bereich der Abgrifflippe (40) unmittelbar an die freien Schaufelstirnseiten
des Laufrades (10) anschließen, und zwar in radialer Richtung bezogen auf die Drehachse
(90).
2. Gebläseanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusewandabschnitt mit der Drehachse (90) einen Winkel (γ) kleiner 90° einschließt.
3. Gebläseanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (γ) entlang der Abgriffslippe (40) variiert, insbesondere einen bugartigen
Gehäusewandabschnitt (760a - 760c) ausbildet.
4. Gebläseanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur schräg zur Drehachse (90) verlaufenden Abgriffslippe (420, 430, 600a,
b) eine weitere, vorzugsweise parallel zur Drehachse (90) verlaufende Abgriffslippe
(550, 570) vorgesehen ist.
5. Gebläseanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Turboarbeitsmaschine ein- oder mehrströmig und/oder ein- oder mehrflutig ausgebildet
ist.
6. Gebläseanordnung nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abströmung (49a-e, 710) in axialer, radialer und/oder tangentialer Richtung (49a,
b, e) erfolgt.
7. Gebläseanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einströmraum (60, 280) und der zweite Einströmraum (50, 290) abhängig von
der Umfangsposition (ϕ) eine unterschiedliche Querschnittsform aufweisen und/oder
dass das verwendete Laufrad ein Trommelläufer (11) ist und/oder dass das spiralförmige
Gehäuse (20) zumindest eine Vorrichtung zur Entdrallung (330, 740) aufweist.
8. Schubgebläse für ein Fahrzeug, speziell einen Strahlsegler, mit einer Gebläseanordnung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Schubgebläse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Gebläseanordnung erzeugte Volumenstrom zumindest teilweise zur Grenzschichtabsaugung
vorgesehen ist und/oder dass die Gebläseanordnung eine Zuführung (350, 355) mit einer
Vorrichtung zur Erzeugung eines Vordralls aufweist.
10. Absaugeinrichtung, insbesondere Dunstabzugshaube (640), mit einer Gebläseanordnung
nach einem der der Ansprüche 1 bis 7.
11. Absaugeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebläseanordnung (630) einer Bugspirale oder einer Wendelspirale aufweist und/oder
dass der durch die Gebläseanordnung (630) erzeugte Volumenstrom zumindest teilweise
zur Grenzschichtabsaugung vorgesehen ist.
1. A blower arrangement for turbo machines, consisting of at least one spiral-shaped
housing (20) and at least one impeller (10) having blade face sides, the impeller
being accommodated in the spiral-shaped housing (20) and being mounted to be rotatable
about a rotational axis (90), wherein the spiral-shaped housing (20) has at least
one first inflow chamber (60, 280) and at least one second inflow chamber (50, 290),
in which the first inflow chamber (60, 280) and the at least second inflow chamber
(50, 290) are separated from one another via at least one housing wall section (760a
- 760c), in which the outer edge of the at least one housing wall section (760a -
760c) facing the impeller (10) forms a grip lip (40), in which the housing wall section
(760a - 760c) extends in the direction of the inflow chambers (50, 290) and in which
the first inflow chamber (60, 280) and the second inflow chamber (50, 290) are axially
offset to one another, at least in sections, in relation to the rotational axis (90),
wherein the beginning first inflow chamber (60, 280) and the ending second inflow
chamber (50, 290) at least partially overlap one another in the region of the housing
wall section (760a - 760c), and the housing wall section (760a - 760c) comprises at
least one radial component (17, 310), wherein the first inflow chamber (60, 280) and
the second inflow chamber (50, 290) are radially offset to one another in relation
to the rotational axis (90), characterized in that the second inflow chamber (50, 290) forms at least in sections the outflow chamber
for delivering the volume flow fed from the first inflow chamber (60, 280) through
the spiral-shaped housing (20), wherein the first inflow chamber (60) and the outflow
chamber (80) directly connect to the free blade face sides of the impeller (10) in
the region of the grip lip (40), namely in the radial direction in relation to the
rotational axis (90).
2. The blower arrangement according to claim 1, characterized in that the housing wall section and the rotational axis (90) enclose an angle (γ) less than
90°.
3. The blower arrangement according to claim 2, characterized in that the angle (γ) varies along the grip lip (40), in particular forms a bow-like housing
wall section (760a - 760c).
4. The blower arrangement according to any one of claims 1 to 3, characterized in that in addition to the grip lip (420, 430, 600a, b) which is running slopedly to the
rotational axis (90), another grip lip (550, 570) is provided, which preferably runs
parallel to the rotational axis (90).
5. The blower arrangement according to any one of the claims 1 to 4, characterized in that the turbo machine is designed in a single-flow or multi-flow manner and/or in a single-entry
or multi-entry manner.
6. The blower arrangement according to any one of claims 1 to 5, characterized in that outflowing (49a - e, 710) is carried out in the axial, radial and/or tangential direction
(49a, b, e).
7. The blower arrangement according to any one of claims 1 to 6, characterized in that depending on the circumferential position (ϕ), the first inflow chamber (60, 280)
and the second inflow chamber (50, 290) have a different cross-sectional shape and/or
that the impeller used is a drum impeller (11) and/or that the spiral-shaped housing
(20) has at least one device for swirl reduction (330, 740).
8. A thrust blower for a vehicle, in particular a jet glider, comprising a blower arrangement
according to any one of the preceding claims.
9. The thrust blower according to claim 8, characterized in that the volume flow generated by the blower arrangement is at least partially provided
for boundary layer suction and/or that the blower arrangement has a feed line (350,
355) including a device for generating a pre-swirl.
10. A suction unit, in particular an extractor hood (640) comprising a blower arrangement
according to any one of claims 1 to 7.
11. The suction unit according to claim 10, characterized in that the blower arrangement (630) comprises a bow spiral or a helical spiral and/or that
the volume flow generated by the blower arrangement (630) is at least partially provided
for boundary layer suction.
1. Système de soufflante pour des turbomachines se composant d'au moins un carter hélicoïdal
(20) et d'au moins un rotor (10) avec des faces avant d'aube reçu dans le carter hélicoïdal
(20) et disposé en rotation sur un axe de rotation (90), sachant que le carter hélicoïdal
(20) présente au moins un premier espace d'admission (60, 280) et au moins un second
espace d'admission (50, 290), sachant que le premier espace d'admission (60, 280)
et l'au moins un second espace d'admission (50, 290) sont séparés l'un de l'autre
par au moins un tronçon de paroi de carter (760a - 760c), sachant que l'arête extérieure
orientée vers le rotor (10) de l'au moins un tronçon de paroi de carter (760a - 760c)
forme une lèvre de prise (40), sachant que le tronçon de paroi de carter (760a - 760c)
s'étend en direction des espaces d'admission (50, 290) et sachant que le premier espace
d'admission (60, 280) et le second espace d'admission (50, 290) sont décalés axialement
entre eux au moins par tronçons par rapport à l'axe de rotation (90), sachant que
le premier espace d'admission (60, 280) commençant et le second espace d'admission
(50, 290) terminant se superposent au moins partiellement au niveau du tronçon de
paroi de carter (760a - 760c) et le tronçon de paroi de carter (760a - 760c) présente
au moins une composante radiale (17, 310), sachant que le premier espace d'admission
(60, 280) et le second espace d'admission (50, 290) sont décalés radialement entre
eux par rapport à l'axe de rotation (90), caractérisé en ce que le second espace d'admission (50, 290) forme, au moins par tronçons, l'espace d'évacuation
pour évacuer le débit volumique amené par le premier espace d'admission (60, 280)
à travers le carter hélicoïdal (20), sachant que le premier espace d'admission (60)
et l'espace d'évacuation (80) se raccordent directement sur les faces avant d'aube
libres du rotor (10) au niveau de la lèvre de prise (40), et ce en direction radiale
par rapport à l'axe de rotation (90).
2. Système de soufflante selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tronçon de paroi de carter inclut un angle (y) inférieur à 90° avec l'axe de rotation
(90).
3. Système de soufflante selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'angle (y) varie le long de la lèvre de prise (40), forme en particulier un tronçon
de paroi de carter (760a - 760c) en forme d'étrave.
4. Système de soufflante selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'en plus de la lèvre de prise (420, 430, 600a, b) en biais par rapport à l'axe de rotation
(90), une autre lèvre de prise (550, 570) de préférence parallèle à l'axe de rotation
(90) est prévue.
5. Système de soufflante selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la turbomachine est conçue mono-courant ou multi-courants et/ou mono-flux ou multi-flux.
6. Système de soufflante selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'écoulement de sortie (49a - e, 710) s'effectue dans le sens (49a, b, e) axial,
radial et/ou tangentiel.
7. Système de soufflante selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le premier espace d'admission (60, 280) et le second espace d'admission (50, 290)
présentent une forme de section transversale différente en fonction de la position
du pourtour (ϕ) et/ou que le rotor employé est un rotor à tambour (11) et/ou que le
carter hélicoïdal (20) présente au moins un dispositif de dégyration (330, 740).
8. Ventilateur de poussée pour un véhicule, particulièrement un voilier comprenant un
système de soufflante selon l'une des revendications précédentes.
9. Ventilateur de poussée selon la revendication 8, caractérisé en ce que le débit volumique produit par le système de soufflante est prévu au moins partiellement
pour aspirer la couche limite et/ou que le système de soufflante présente une arrivée
(350, 355) comprenant un dispositif pour produire un tourbillon à l'entrée.
10. Dispositif d'aspiration, en particulier hotte (640) comprenant un système de soufflante
selon l'une des revendications 1 à 7.
11. Dispositif d'aspiration selon la revendication 10, caractérisé en ce que le système de soufflante (630) présente une hélice d'étrave ou une spirale d'hélice
et/ou que le débit volumique produit par le système de soufflante (630) est prévu
est prévu au moins partiellement pour aspirer la couche limite.