[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine CNC-Stanzmaschine mit einem Maschinenrahmen,
einer darauf angeordneten Werkstückaufnahme, einem zweiteiligen, ein Oberwerkzeug
und ein Unterwerkzeug umfassenden Stanzwerkzeug, einer auf das Oberwerkzeug wirkenden
elektrohydraulischen, d.h. in Form eines elektrohydraulischen Antriebs ausgeführten
Antriebseinheit und einer auf die Antriebseinheit wirkenden numerischen Steuerung,
wobei das Oberwerkzeug mittels der Antriebseinheit gemäß einem in der numerischen
Steuerung hinterlegten Stanzprogramm längs der in z-Richtung verlaufenden Arbeitsachse
auf und ab bewegbar ist.
[0002] Stanzmaschinen der vorstehend angegebenen Art, bei denen es sich im Sinne eines breiten
Verständnisses der vorliegend verwendeten Terminologie um Stanzmaschine im weiteren
Sinne, d.h. insbesondere einschließlich so genannter Nibbelmaschinen handeln kann,
sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Zum Stand der Technik, namentlich auch
was die Ausführung der hydraulischen Antriebseinheit betrifft, wird insbesondere verwiesen
auf die
DE 20122687 U1, die
DE 3221758 A1, die
DE 3535258 A1, die
GB 2197814 A, die
DE 4127753 A1 und die
DE 3438600 C2.
[0003] Gegenüber Stanzmaschinen mit rein mechanischer Antriebseinheit (zum Beispiel mittels
Exzenter) zeichnen sich CNC-Stanzmaschinen mit einer elektrohydraulischen Antriebseinheit
insbesondere dadurch aus, dass der Hub des Oberwerkzeugs - und ggf. auch dessen Bewegungsablauf
(Bewegungsgeschwindigkeit) - innerhalb maschinenspezifischer Grenzen frei programmierbar
ist. Dies ist im Hinblick auf eine effiziente Bearbeitung von Blech- und sonstigen
Werkstücken ein bedeutsamer Gesichtspunkt; denn hierdurch lassen sich ineffiziente
Leerhübe vermeiden. Bei typischen elektrohydraulischen Antriebseinheiten gattungsgemäßer
Stanzmaschinen ist dabei ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder vorgesehen, dessen
Beaufschlagung mit Hydraulikflüssigkeit durch ein sog. Kopierventil gesteuert wird.
Das Kopierventil wird dabei durch ein separates Mehrwegeventil gebildet, welches seinerseits
durch einen elektromechanischen Wandler (z.B. einen Elektromagneten) verstellt wird.
Typischerweise ist dabei eine Regelung der Antriebseinheit mit einer einen Aufnehmer,
welcher die Stellung des Kolbens des Hydraulikzylinders erfasst, umfassenden (insbesondere
mechanischen) Signalrückführung vorgesehen.
[0004] Die
EP 0296104 A1 offenbart einen hydraulischen Linear-Servoverstärker mit einem in einer zylindrischen
Bohrung eines Gehäuses geführten, eine Kolbenstange umfassenden Kolben, solche Servoverstärter
eignet sich Anwendung in einer CNC-Stanzmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0005] In einer koaxialen Bohrung der Kolbenstange ist ein als Hohlzylinder ausgebildeter
Steuerschieber verschiebbar, dessen Fenster Steuerkanten bilden, die mit durch beidseits
des Kolbens an der Kolbenstange vorgesehene Öffnungen gebildeten korrespondierenden
Steuerkanten zusammenwirken. Auf dem Steuerschieber wirkt eine Betätigungsstange,
die ihrerseits mittels eines Schrittmotors verstellbar ist. Neben vielen anderen denkbaren
Anwendungen erwähnt die
EP 0296104 A1 auch Werkzeugmaschinen zum Prägen, Lochen, Nibbeln, Klinken und Schnellstanzen als
eine mögliche Anwendung des betreffenden Servoverstärkers.
[0006] Die
DE 1027951 offenbart eine Hydraulik-Schnellsteuerung für hydraulische Pressen und dergl. Diese
umfasst einen in einem Gehäuse verschiebbar geführten Steuerschieber, zu dessen Verstellung
ein einen Elektromagneten umfassender Antrieb dient. Der Magnet des Antriebs ist endseitig
mit dem Steuerschieber verbunden.
[0007] Die aus dem Stand der Technik bekannten CNC-Stanzmaschinen genügen nur noch eingeschränkt
den zunehmend steigenden Anforderungen der Anwender, die insbesondere Wert auf höchste
Leistung (z.B. Stanzkräfte bis zu oder sogar über 30t), Wirtschaftlichkeit und Fertigungsgenauigkeit
(Reproduzierbarkeit) legen, wobei unter den Aspekt der Wirtschaftlichkeit diverse
Gesichtspunkte wie insbesondere Anschaffungs- und Wartungsaufwand, Betriebskosten,
Zuverlässigkeit und Fertigungsgeschwindigkeit (z.B. bis zu oder sogar mehr als 20
Arbeitstakte pro Sekunde) fallen.
[0008] Gegenüber dem vorstehend dargelegten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Stanzmaschine bereitzustellen,
die in besonderer Weise den bestehenden anwenderseitigen technischen Anforderungen
genügt, indem sie sich insbesondere durch die Möglichkeit hoher Stanzkräfte bei einer
gleichzeitig besonders hohen Dynamik auszeichnet, wobei zusätzlich die Antriebseinheit
für das Oberwerkzeug vergleichsweise robust, einfach und zuverlässig aufgebaut sein
und sich die Stanzprogramme mit höchster Präzision technisch umsetzen lassen sollen.
[0009] Die vorstehend angegebene Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch
1 angegebene CNC-Stanzmaschine gelöst. Demgemäß umfasst die Antriebseinheit der erfindungsgemäßen
CNC-Stanzmaschine einen von der numerischen Steuerung angesteuerten elektrischen Linear-Direktantrieb
mit in z-Richtung verlaufender Motorachse und eine zwischen den Läufer des elektrischen
Linear-Direktantriebs und das Oberwerkzeug geschaltete, an eine Druckmittelversorgung
angeschlossene, einen Zylinder und einen Kolben aufweisende hydromechanische Verstärkerstufe,
wobei der Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs unmittelbar auf einen zumindest
teilweise im Inneren des Kobens der hydromechanischen Verstärkerstufe angeordneten,
in einer Führungsbohrung in z-Richtung verschiebbar geführten Steuerschieber wirkt,
der zwei erste Steuerkanten aufweist, welche zur Ausbildung einer hydraulischen Folgeregelung
mit korrespondierenden, an der Führungsbohrung ausgebildeten zweiten Steuerkanten
zusammenwirken. Eines der für die erfindungsgemäße Stanzmaschine besonders charakteristischen
Merkmale besteht somit darin, dass in Kombination miteinander zusammenwirkend, aufeinander
abgestimmt eine hydromechanische Verstärkerstufe, deren Kolben auf das Oberwerkzeug
wirkt, und eine Eingangsstufe in Form eines echten elektrischen Linear-Direktantriebs,
d.h. eines echten Linearmotors, vorgesehen sind, dessen Läufer (Linearaktor bzw. Lineator)
direkt auf einen zumindest teilweise im Inneren des Kobens der hydromechanischen Verstärkerstufe
angeordneten, in einer Führungsbohrung in z-Richtung verschiebbar geführten Steuerschieber
wirkt. Der Steuerschieber weist zwei erste Steuerkanten auf, welche mit an der Führungsbohrung
ausgebildeten zweiten Steuerkanten zusammenwirken, wobei infolge des Zusammenwirkens
der ersten und der zweiten Steuerkanten im Sinne einer hydraulischen Folgeregelung
eine Verschiebung des Steuerschiebers in z-Richtung im Ergebnis - unmittelbar oder
mittelbar (s.u.) - eine Verstellung des Kolbens der hydromechanischen Verstärkerstufe
um den identischen Weg nach sich zieht. Die Verschiebung des Steuerschiebers mittels
des elektrischen Linear-Direktantriebs längs der z-Richtung wird somit 1:1 in eine
entsprechende, der Richtung und dem Betrag nach identische Bewegung des Kolbens der
hydromechanischen Verstärkerstufe umgesetzt. Als Ergebnis hiervon zeichnen sich erfindungsgemäße
Stanzmaschinen insbesondere durch einen vergleichsweise einfachen und robusten Aufbau
und eine hohe Zuverlässigkeit im Betrieb aus. Zugleich können sie außerordentlich
kompakt sein und besonders präzise arbeiten; denn insbesondere ist keinerlei Signalrückführung,
die sich sowohl im Hinblick auf die Dynamik des möglichen Stanzprogramms als auch
im Hinblick auf dessen Präzision nachteilig auswirken kann, erforderlich. Vielmehr
wird das in der numerischen Steuerung hinterlegte Stanzprogramm unmittelbar, das heißt
ohne eine Signalrückführung im Sinne eines Regelkreises, in eine Bewegung des Steuerschiebers
und eine dieser 1:1 folgende Bewegung des Kolbens der hydromechanischen Verstärkerstufe
umgesetzt.
[0010] Weiterhin ist der Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs in einer mit dem
Zylinderbauteil der hydromechanischen Verstärkerstufe dichtend verbundenen, den Stator
des elektrischen Linear-Direktantriebs durchsetzenden Büchse aufgenommen, deren Innenraum
an einen Hydraulikflüssigkeit enthaltenden Niederdruckraum der hydromechanischen Verstärkerstufe
angeschlossen ist, oder aber - statt (nur) den Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs
in der vorstehend erläuterten Weise in einer mit Hydraulikflüssigkeit gefüllten Büchse
aufzunehmen - der elektrische Linear-Direktantrieb insgesamt in einem mit dem Zylinderbauteil
der hydromechanischen Verstärkerstufe dichtend verbundenen Gehäuse eingehaust, dessen
Innenraum an einen Hydraulikflüssigkeit enthaltenden Niederdruckraum der hydromechanischen
Verstärkerstufe angeschlossen ist. Bei der an erster Stelle genannten Alternative
entsteht ein - gegebenenfalls durch die oszillierende Bewegung der Koppelstange unterstützter
- Austausch der Hydraulikflüssigkeit zwischen dem Niederdruckraum der hydro-mechanischen
Verstärkerstufe und der genannten, den Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs
umgebenden Büchse, wodurch sich eine wirksame Kühlung des elektrischen Linear-Direktantriebs
durch die ständig erneuerte Hydraulikflüssigkeit bewirken lässt. Letzteres gilt insbesondere
dann, wenn die genannte Büchse wärmeleitend in dem Stator des elektrischen Linear-Direktantriebs
aufgenommen ist. Indem sich auf diese Weise Temperaturschwankungen bei dem elektrischen
Linear-Direktantrieb auf ein Minimum reduzieren lassen, wird wiederum die Reproduzierbarkeit
und somit die Präzision der Antriebseinheit der Stanzmaschine erhöht. Gleichzeitig
lassen sich vergleichsweise kompakte Komponenten einsetzen, was nicht nur im Hinblick
auf den benötigten Bauraum günstig ist, sondern vielmehr auch im Hinblick auf die
Dynamik der Maschine, weil sich die bewegten Massen minimieren lassen. Ein ähnlicher
Effekt lässt sich mir der an zweiter Stelle genannten Alternative erreichen.
[0011] Eine erste bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Stanzmaschine zeichnet
sich dadurch aus, dass der Stator des elektrischen Linear-Direktantriebs fest mit
einer Stirnwand des Zylinderbauteils der hydromechanischen Verstärkerstufe verbunden
ist. Die besonderen Vorteile dieser Weiterbildung bestehen in einen besonders kompakten
Aufbau und einer höchsten Präzision der Maschine; denn durch den unmittelbaren Anbau
des Stators des elektrischen Linear-Direktantriebs an die Stirnwand des Zylinders
der hydromechanischen Verstärkerstufe ergeben sich extrem kurze Lastwege und lassen
sich Einflüsse, welche sich nachteilig auf die Präzision der Maschine auswirken könnten,
weitgehend vermeiden. Dies gilt namentlich dann, wenn, gemäß einer abermals bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung, der Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs über
eine die Stirnwand des Zylinders durchdringende Koppelstange fest mit dem Steuerschieber
verbunden ist.
[0012] Die vorstehend beschriebene Koppelstange, welche den Läufer des elektrischen Linear-Direktantriebs
mit dem Steuerschieber fest verbindet, durchsetzt dabei besonders bevorzugt einen
im wesentlichen mit dem Rücklaufdruck beaufschlagten Niederdruckraum des Zylinders
der hydromechanischen Verstärkerstufe. Auf diese Weise werden an die Abdichtung der
Koppelstange gegenüber dem Zylinderbauteil nur vergleichsweise geringe Anforderungen
gestellt.
[0013] Dementsprechend wirken im Bereich der Abdichtung keine nennenswerten Reibungskräfte
auf die Koppelstange, was sich sowohl im Hinblick auf die Dynamik der Stanzmaschine
als auch im Hinblick auf deren Präzision (Reproduzierbarkeit) günstig auswirkt.
[0014] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Ausführung der CNC-Stanzmaschine ist sogar im Bereich
der Durchführung der Koppelstange durch die Stirnwand des Zylinders überhaupt keine
Abdichtung vorgesehen.
[0015] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Rücklauf-Anschluss der hydromechanischen Verstärkerstufe im Bereich der Stirnwand
des Zylinderbauteils angeordnet ist, wobei der Steuerschieber der hydromechanischen
Verstärkerstufe von deren Rücklaufstrom durchströmt ist. Die besonderen Vorteile dieser
Gestaltung liegen einerseits in einer besonders geringen Bauhöhe der hy-dromechanischen
Verstärkerstufe und den hierdurch minimierten bewegten Massen und andererseits darin,
dass sich im Sinne der weiter oben erläuterten Gestaltung mit minimalem Aufwand realisieren
lässt, dass die Koppelstange einen im wesentlichen mit dem Rücklaufdruck beaufschlagten
Niederdruckraum des Zylinders der hydromechanischen Verstärkerstufe durchsetzt.
[0016] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kommen durchaus unterschiedliche Ausgestaltungen
der hydromechanischen Verstärkerstufe in Betracht. Insbesondere kann die hydromechanische
Verstärkerstufe einstufig oder aber auch zweistufig ausgeführt sein. Bei einer einstufigen
Ausführung der hydromechanischen Verstärkerstufe sind die zweiten Steuerkanten kolbenfest
angeordnet. Auf diese Weise folgt der Kolben der hydromechanischen Verstärkerstufe
unmittelbar der Bewegung des Steuerschiebers. Besonders günstig ist es dabei, wenn
die Führungsbohrung, in welcher der Steuerschieber geführt ist, zweiteilig ausgeführt
ist mit einem zylinderfesten ersten Abschnitt und einem kolbenfesten zweiten Abschnitt.
Verglichen mit einer einteiligen Führungsbohrung lässt sich auf diese Weise die Gesamtlänge
der Führungsbohrung substantiell reduzieren. Dies führt gleichzeitig zu einer Verringerung
der gesamten Abmessungen der hydromechanischen Verstärkerstufe und zu einer Reduktion
der bewegten Massen. Weiterhin ergeben sich bedeutende fertigungstechnische Vorteile.
Besonders günstig ist dabei, wenn der erste Abschnitt der Führungsbohrung in einer
in den Zylinder eingesetzten Führungshülse ausgeführt ist, welche ggf. durch Veränderung
ihrer Stellung zum Zylinderbauteil in einem begrenzten Maße betriebsbedingte Verformungen
und/oder herstellungsbedingte Fertigungstoleranzen ausgleichen kann.
[0017] Ist die hydromechanische Verstärkerstufe demgegenüber zweistufig ausgeführt, so stellt
der - von dem elektrischen Linear-Direktantrieb betätigte - Steuerschieber einen Vorsteuerschieber
dar, und die zweiten Steuerkanten sind an einer in dem Kolben längs der Arbeitsachse
verschiebbar geführten Steuerhülse ausgeführt, die ihrerseits zwei dritte Steuerkanten
aufweist, welche zur Ausbildung einer hydraulischen Folgeregelung mit zwei korrespondierenden
vierten Steuerkanten des Kolbens zusammenwirken. Bei dieser Ausgestaltung folgt der
Kolben der hydromechanischen Verstärkerstufe der Bewegung des Steuerschiebers nur
mittelbar, indem die Steuerhülse der Bewegung des Steuerschiebers folgt und der Kolben
der Bewegung der Steuerhülse. Die miteinander zusammenwirkenden ersten und zweiten
Steuerkanten steuern auf diese Weise nur einen vergleichsweise geringen Durchfluss
an Hydraulikflüssigkeit, nämlich jenen Volumenstrom, der für die Verstellung der Steuerhülse
erforderlich ist. Der zur Verstellung des Kolbens der hydromechanischen Verstärkerstufe
dienende Volumenstrom wird demgegenüber durch die miteinander zusammenwirkenden dritten
und vierten Steuerkanten gesteuert. Auch bei dieser Ausführungsform ist wiederum von
Vorteil, wenn der Steuerschieber in einer zweiteiligen Führungsbohrung geführt ist,
wobei hier ein erster zylinderfester Abschnitt und ein steuerhülsenfester zweiter
Abschnitt vorgesehen sind. Der erste Abschnitt der Führungsbohrung kann wiederum bevorzugt
in einer in den Zylinder eingesetzten Führungshülse ausgeführt sein.
[0018] Bei einer zweistufigen Ausführung der hydromechanischen Verstärkerstufe sind bevorzugt
zwei Anschläge vorgesehen, welche die Bewegung der Steuerhülse relativ zum Kolben
in Richtung der Arbeitsachse auf einen bestimmten Anteil des maximalen Arbeitshubes
des Kolbens begrenzen. Solche Anschläge sind insoweit besonders vorteilhaft, als sie
(bei einem vorgegeben maximalen Hub des Kolbens) eine kürzere Baulänge der hydromechanischen
Verstärkerstufe ermöglichen, verglichen mit einer Ausführungsform ohne derartige Anschläge.
Im Hinblick auf diese Funktion kann beispielsweise der gesamte Bewegungsbereich der
Steuerhülse relativ zum Kolben auf einen Anteil von 5% bis 25%, besonders bevorzugt
10% bis 15% des vorgegebenen maximalen Hubes des Kolbens begrenzt werden, so dass
beispielsweise bei einem auf 40mm ausgelegten maximalen Kolbenhub die Steuerhülse
aus einer Nullstellung, in welcher die dritten und vierten Steuerkanten idealerweise
zueinander fluchten, heraus in beiden Richtungen um jeweils 2,5mm (6,25% des Kolbenhubes)
relativ zum Kolben bewegt werden kann. Im Bedarfsfalle kann auch eine asymmetrische
Begrenzung der Bewegungsmöglichkeit der Steuerhülse relativ zum Kolben mittels der
genannten Anschläge vorgesehen sein.
[0019] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von vier in der Zeichnung veranschaulichten
bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigen
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch eine gemäß einer ersten Ausführungsform ausgeführte
Antriebseinheit einer erfindungsgemäßen Stanzmaschine,
- Fig. 1a
- ein Detail-Ausschnitt der Fig. 1,
- Fig. 2
- das in Fig. 1 schematisch illustrierte Ausführungsbeispiel der Antriebseinheit einer
Stanzmaschine mit weiteren konstruktiven Details,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine gemäß einer zweiten Ausführungsform ausgeführte Antriebseinheit
einer erfindungsgemäßen Stanzmaschine,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch eine gemäß einer dritten Ausführungsform ausgeführte, eine zweistufige
hydromechanische Verstärkerstufe aufweisende Antriebseinheit einer erfindungsgemäßen
Stanzmaschine,
- Fig. 4a
- und
- Fig. 4b
- Detail-Ausschnitte der Fig. 4 und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine gemäß einer vierten Ausführungsform ausgeführte, eine zweistufige
hydromechanische Verstärkerstufe aufweisende Antriebseinheit einer erfindungsgemäßen
Stanzmaschine.
[0020] Nachdem die erfindungsgemäße CNC-Stanzmaschine sich durch ihren auf das Oberwerkzeug
wirkenden Antrieb auszeichnet, im übrigen indessen in als solches bekannter Weise
konventionell ausgeführt sein kann, beschränkt sich die nachfolgende Erläuterung von
Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung auf diesen für die vorliegende Erfindung
relevanten Bereich. Im Hinblick auf die weitergehenden Gesichtspunkte der jeweiligen
Stanzmaschine, von der der Zeichnung somit nur das Oberwerkzeug 1 und das Unterwerkzeug
2 gezeigt sind, wird auf den hinlänglich bekannten Stand der Technik verwiesen.
[0021] Um das (in die Werkzeugaufnahme 0 eingesetzte) Oberwerkzeug 1 - zur Bearbeitung des
Werkstücks W - gemäß einem in der numerischen Steuerung 3 hinterlegten Stanzprogramm
längs der in z-Richtung 4 verlaufenden Arbeitsachse 5 auf und ab zu bewegen, ist eine
elektrohydraulische Antriebseinheit 6 vorgesehen, welche auf das Oberwerkzeug 1 wirkt
und auf die ihrerseits die numerische Steuerung 3 wirkt. Die elektrohydraulische Antriebseinheit
umfasst als Hauptkomponenten eine Eingangsstufe in Form eines elektrischen Linear-Direktantriebs
7 und eine einen (zweiteiligen) Zylinder 8 und einen Kolben 9 aufweisende hydromechanische
Verstärkerstufe 10. Der elektrische Linear-Direktantrieb 7, dessen Motorachse 11 in
z-Richtung verläuft, ist dergestalt direkt von der numerischen Steuerung 3 angesteuert,
dass sein Läufer 12 entsprechend der jeweiligen Ansteuerung durch die numerische Steuerung
3 eine definierte Stellung in z-Richtung einnimmt.
[0022] Die - zwischen den Läufer 12 des elektrischen LinearDirektantriebs 7 und das Oberwerkzeug
1 geschaltete - hydromechanische Verstärkerstufe 10 ist an eine Druckmittelversorgung
13 angeschlossen, welche in als solches bekannter Weise einen Motor 14, eine durch
diesen angetriebene, Hydraulikflüssigkeit aus dem Tank 15 ansaugende Pumpe 16, ein
Rückschlagventil 17 und einen Druckspeicher 18 umfasst. Zwischen dem Zylinder 8 und
dem Kolben 9 der hydromechanischen Verstärkerstufe 10 sind zwei Arbeitsräume definiert,
nämlich ein ringförmiger erster Arbeitsraum 19 und ein - ebenfalls ringförmiger -
zweiter Arbeitsraum 20. Der Kolben ist dabei in dem Sinne als Differentialkolben ausgeführt,
als die in z-Richtung ermittelte, den ersten Arbeitsraum 19 begrenzende Gesamt-Stirnfläche
21 des Kolbens 9 wesentlich geringer ist als die - ebenfalls in z-Richtung ermittelte
- den zweiten Arbeitsraum 20 begrenzende Gesamt-Stirnfläche 22 des Kolbens 9.
[0023] In dem ersten Arbeitsraum 19 herrscht ständig der Betriebsdruck der Druckmittelversorgung
13. Demgegenüber ist der zweite Arbeitsraum 20, um eine Bewegung des Kolbens 9 längs
der z-Richtung zu bewirken, wie nachfolgend im Detail beschrieben gesteuert entweder
strömungstechnisch an die Druckmittelversorgung 13 anschließbar, so dass in ihm der
Betriebsdruck der Druckmittelversorgung herrscht und der Kolben 9 mitsamt dem Oberwerkzeug
1 nach unten bewegt wird, oder aber strömungstechnisch an den Tank 15 anschließbar,
wodurch in ihm der Rücklaufdruck herrscht und der Kolben 9 mitsamt dem Oberwerkzeug
1 nach oben bewegt wird. Zu diesem Zweck ist ein Steuerschieber 23 vorgesehen, der
im Inneren des Kolbens 9 der hydromechanischen Verstärkerstufe 10 angeordnet und längs
der Arbeitsachse 5, d.h. in z-Richtung verschiebbar ist. Der Steuerschieber 23 ist
dabei in einer Führungsbohrung geführt, und zwar mit einem oberen Bund 24 in einem
oberen, ersten Abschnitt 25 der Führungsbohrung und mit einem unteren Bund 26 in einem
unteren, zweiten Abschnitt 27 der Führungsbohrung. Der erste Abschnitt 25 der Führungsbohrung
ist dabei zylinderfest ausgeführt, indem er durch die Innenfläche 28 einer in den
Zylinder 8 eingesetzten Führungshülse 29 gebildet ist. Der zweite Abschnitt 27 der
Führungsbohrung ist demgegenüber kolbenfest ausgeführt, indem er durch die untere
Innenfläche 30 einer in dem Kolben 9 angeordneten stufenförmigen Sackbohrung 31 gebildet
ist. Im Ergebnis liegt auf diese Weise eine zweiteilige Führungsbohrung für den Steuerschieber
23 vor. Die Außenfläche 32 der Führungshülse 29 liegt demgegenüber dichtend in der
oberen Innenfläche 33 der stufenförmigen Sackbohrung 31 des Kolbens 9 an.
[0024] Durch den oberen Bund 24 und den unteren Bund 26 des Steuerschiebers 23, dessen zwischen
dem oberen und dem unteren Bund liegende Außenfläche 34, die zwischen dem oberen und
dem unteren Bund liegenden Abschnitte der Innenfläche 28 der Führungshülse 29 und
der oberen Innenfläche 33 und der unteren Innenfläche 30 der Sackbohrung 31 sowie
die Stirnfläche 53 der Führungshülse 29 und den Absatz 35 der Sackbohrung 31 ist ein
Hochdruckraum 36 definiert. Dieser ist über eine Mehrzahl von Radialbohrungen 37,
von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eine dargestellt ist, ständig mit
dem ersten Arbeitsraum 19 verbunden, so dass in ihm ständig der Betriebsdruck der
Druckmittelversorgung 13 herrscht. Im Hinblick auf die weiter unten erläuterte Funktionsweise
ist die Projektion in z-Richtung der durch den Absatz 35 definierten Fläche des Hochdruckraumes
36 dabei wesentlich keiner als die Projektion in z-Richtung der den ersten Arbeitsraum
19 begrenzenden Stirnfläche 21 des Kolbens 9.
[0025] An dem unteren Bund 26 des Steuerschiebers sind zwei erste Steuerkanten 38, nämlich
eine obere erste Steuerkante 38a und eine untere erste Steuerkante 38b ausgebildet.
Diese wirken mit zu ihnen korrespondierenden zweiten Steuerkanten 39, nämlich einer
oberen zweiten Steuerkante 39a und einer unteren zweiten Steuerkante 39b, zusammen,
welche an einer im Bereich der unteren Innenfläche 30 der Sackbohrung 31 in dem Kolben
angeordneten Ringnut 40 ausgeführt sind. Die Ringnut 40 steht über eine Mehrzahl von
Axialbohrungen 41, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eine dargestellt
ist, ständig mit dem zweiten Arbeitsraum 20 in Verbindung.
[0026] Ein insbesondere durch den oberen Bund 24 des Steuerschiebers 23 und den oberhalb
des oberen Bundes 24 des Steuerschiebers liegenden Bereich der Innenfläche 28 der
Führungshülse 29 begrenzter Hohlraum 42 der hydromechanischen Verstärkerstufe 10 steht
über eine Radialbohrung 43 mit einem im Bereich der Stirnwand 44 des Zylinders 8 angeordneten,
mit dem Tank 15 verbundenen Rücklauf-Anschluss 45 für die Hydraulikflüssigkeit in
Verbindung. Er stellt somit einen oberen Niederdruckraum 46 dar, in dem im Wesentlichen
der Rücklaufdruck herrscht. Der Steuerschieber 23 ist in Längsrichtung durchbohrt;
die entsprechende Längsbohrung 47, die über Durchbrüche 54 an den oberen Niederdruckraum
46 angeschlossen ist, mündet am unteren Ende des Steuerschiebers 23 in einen unteren
Niederdruckraum 48, welcher insbesondere durch den unteren Bund 26 des Steuerschiebers
23, den unterhalb des unteren Bundes des Steuerschiebers liegenden Bereich der unteren
Innenfläche 30 der Sackbohrung 31 und die Stirnfläche 49 der Sackbohrung 31 begrenzt
ist. Auch im unteren Niederdruckraum 48 herrscht somit im Wesentlichen der Rücklaufdruck.
[0027] Der Stator 52 des elektrischen Linear-Direktantriebs 7 ist fest mit der Stirnwand
44 des Zylinders 8 der hydromechanischen Verstärkerstufe 10 verbunden. Der elektrische
Linear-Direktantrieb 7 ist weiterhin von einem an den Zylinder 8 dichtend angeschlossenen
Gehäuse 49 umgeben. Der Läufer 12 des elektrischen Linear-Direktantriebs 7 ist über
eine Koppelstange 50, welche die Stirnwand 44 des Zylinders 8 und den oberen Niederdruckraum
46 durchsetzt, fest mit dem Steuerschieber verbunden. Die in der Stirnwand 44 des
Zylinders 8 vorgesehene Bohrung 51, durch welche hindurch die Koppelstange 50 aus
dem Zylinder heraustritt, ist so bemessen, dass ein Austausch von Hydraulikflüssigkeit
zwischen dem oberen Niederdruckraum 46 und dem Inneren des Gehäuses 49 möglich ist.
[0028] Wird der elektrische Linear-Direktantrieb 7 von der Steuerung 3 so angesteuert, dass
der Läufer 12 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes Maß nach unten bewegt
wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 50 identisch auf den Steuerschieber
23 übertragen. Hierdurch entsteht zwischen der oberen ersten Steuerkante 38a und der
oberen zweiten Steuerkante 39a ein Ringspalt, durch welchen die Ringnut 40 mit dem
Hochdruckraum 36 verbunden wird. Dementsprechend strömt Hydraulikflüssigkeit von dem
Hochdruckraum über die Ringnut 40 und die Axialbohrungen 41 in den zweiten Arbeitsraum
20, wodurch der Kolben 8 abwärts bewegt wird. Die Bewegung des Kolbens 8 stimmt dabei
identisch mit jenem Maß überein, um das der Steuerschieber 23 verschoben wurde; denn
die Abwärtsbewegung des Kolbens endet, wenn die obere erste Steuerkante 38a und die
obere zweite Steuerkante 39a wieder zueinander fluchten und den vorstehend beschriebenen
Ringspalt wieder verschließen.
[0029] Umgekehrt gilt: Wird der elektrische Linear-Direktantrieb von der Steuerung 3 so
angesteuert, dass der Läufer 12 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes
Maß nach oben bewegt wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 50 identisch
auf den Steuerschieber 23 übertragen. Hierdurch entsteht zwischen der unteren ersten
Steuerkante 38b und der unteren zweiten Steuerkante 39b ein Ringspalt, durch welchen
die Ringnut 40 mit dem unteren Niederdruckraum 48 verbunden wird. Dementsprechend
erfolgt über die Axialbohrungen 41, die Ringnut 40, den unteren Niederdruckraum 48,
die Längsbohrung 47 des Steuerschiebers 23, den oberen Niederdruckraum 46 und die
Radialbohrung 43 ein Druckausgleich zwischen dem zweiten Arbeitsraum 20 und dem Rücklauf-Anschluss
45, so dass im zweiten Arbeitsraum 20 der Rücklaufdruck herrscht. Der Kolben 8 wird
infolge des im ersten Arbeitsraum 19 herrschenden Betriebsdrucks der Druckmittelversorgung
13 nach oben verschoben. Die Bewegung des Kolbens 8 stimmt dabei identisch mit jenem
Maß überein, um das der Steuerschieber 23 nach oben verschoben wurde; denn die Aufwärtsbewegung
des Kolbens endet, wenn die untere erste Steuerkante 38b und die untere zweite Steuerkante
39b wieder zueinander fluchten und den vorstehend beschriebenen Ringspalt wieder verschließen.
Die bei der entsprechenden Aufwärtsbewegung des Kolbens 8 aus dem zweiten Arbeitsraum
20 verdrängte Hydraulikflüssigkeit fließt durch die Axialbohrungen 41, die Ringnut
40, den unteren Niederdruckraum 48, die Längsbohrung 47 des Steuerschiebers 23, den
oberen Niederdruckraum 46 und die Radialbohrung 43 in den Tank 15 zurück. Zugleich
strömt aus der Druckmittelversorgung 13 Hydraulikflüssigkeit in den ersten Arbeitsraum
19 nach.
[0030] Für die in Fig. 2 veranschaulichte Ausführungsform gelten die Erläuterungen der Fig.
1 in entsprechender Weise. Daher wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden
Ausführungen verwiesen. Hervorzuheben sind insoweit lediglich drei Abwandlungen. Zum
einen ist in Fig. 2 gezeigt, dass die Führungshülse 29 an ihrer Außenfläche nicht
durchgehend zylindrisch ausgeführt ist, sondern vielmehr einen oberen Bund 55, einen
unteren Bund 56 und dazwischen einen Bereich 57 mit einem reduzierten Außendurchmesser
aufweist; hiermit sind sowohl fertigungstechnische als auch betriebstechnische Vorteile
verbunden, die insbesondere aus reduzierten Anforderungen an die Fertigungstoleranz
resultieren. Weiterhin ist der untere Abschnitt 27 der Führungsbohrung nicht direkt
im Kolben 9 ausgeführt, sondern vielmehr in einer fest in den Kolben 9 eingepressten
Kolbenhülse 58. Dementsprechend sind die zweiten Steuerkanten 39 bei dieser Ausführungsform
nicht durch Kanten der Ringnut 40 gebildet; vielmehr weist die Hülse 58 radiale Durchbrüche
59 auf, wobei die oberen zweiten Steuerkanten 39a und die unteren zweiten Steuerkanten
39b durch entsprechende Kanten der Durchbrüche 59 gebildet sind. Auch hiermit sind
wiederum fertigungstechnische Vorteile verbunden. Schließlich weist die Ausführungsform
nach Fig. 2 im Bereich der Durchführung der Koppelstange 50 durch die Stirnwand 44
des Zylinders 8 einen gesonderten Einsatz E auf, der an die spezifischen Anforderungen
betreffend eine mögliche Abdichtung und/oder Führung der Koppelstange 50 angepasst
sein kann.
[0031] Die Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht wiederum im Wesentlichen der Ausführungsform
nach Fig. 2. Insoweit wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden
Ausführungen verwiesen. Hervorzuheben sind im Hinblick auf Fig. 3 lediglich zwei nennenswerte
Abwandlungen. Und zwar ist hier zum einen der Rücklauf-Anschluss 60 nicht im Bereich
der Stirnwand 44 des Zylinders 8 angeordnet, sondern vielmehr im Bereich des unteren
Endes des Zylinders 8. Dementsprechend ist der untere Niederdruckraum 48 hier über
in dem Kolben 9 angeordnete Radialbohrungen 61, welche - bei jeder Stellung des Kolbens
9 relativ zu dem Zylinder 8 - strömungstechnisch mit einer in dem Zylinder angeordneten
Ringnut 62 verbunden sind, mit dem in die Ringnut 62 mündenden Rücklauf-Anschluss
60 verbunden. Bei dieser Ausführungsform ist der Steuerschieber 23 nicht von dem bei
der Aufwärtsbewegung des Kolbens 9 entstehenden Rücklaufstrom der Hydraulikflüssigkeit
durchströmt. Vielmehr hat hier die den Steuerschieber durchsetzende Längsbohrung 63
allein die Aufgabe, für einen Druckausgleich zwischen dem unteren Niederdruckraum
48 und dem oberen Niederdruckraum 46 zu sorgen. Eine (Ausgleichs-) Strömung innerhalb
der Längsbohrung 63 stellt sich nur entsprechend und während der Verschiebung des
Steuerschiebers 23 in der Führungsbohrung ein.
[0032] Weiterhin unterscheidet sich die Ausführungsform nach Fig. 3 von denjenigen nach
den Fig. 1 und 2 insbesondere auch dadurch, dass nicht der elektrische Linear-Direktantrieb
insgesamt in einem mit dem Zylinderbauteil der hydromechanischen Verstärkerstufe dichtend
verbundenen Gehäuse eingehaust ist, dessen Innenraum an einen Hydraulikflüssigkeit
enthaltenden Niederdruckraum der hydromechanischen Verstärkerstufe angeschlossen ist,
sondern dass hier vielmehr (nur) den Läufer 12 des elektrischen Linear-Direktantriebs
7 in einer Büchse B aufgenommen ist, welche mit der Stirnwand 44 des Zylinderbauteils
der hydromechanischen Verstärkerstufe dichtend verbunden ist und den Stator 52 des
elektrischen Linear-Direktantriebs durchsetzt. Zwischen dem Innenraum der Büchse B
und dem oberen Niederdruckraum 46 der hydromechanischen Verstärkerstufe findet ein
ständiger Austausch der Hydraulikflüssigkeit statt. Im oberen Bereich der Büchse B
ist ein balgförmiges Ausgleichsglied angedeutet, welches sich entsprechend der Bewegung
des Läufers 12 verformen kann, so dass die Dynamik der Bewegung des Läufers durch
die in der Büchse vorhandene Hydraulikflüssigkeit nicht beeinträchtigt wird.
[0033] Was die in der Fig. 4 dargestellte Ausführungsform betrifft, so unterscheidet sich
diese von der Ausführungsform nach Fig. 3 insbesondere dadurch, dass hier eine zweistufige
hydromechanische Verstärkerstufe 110 vorgesehen ist. Im einzelnen stellt sich diese
Ausführungsform, soweit ihre Komponenten und ihre Funktion sich nicht ohne weiteres
aus den in entsprechender Weise geltenden Erläuterungen zu den vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen erschließen, zu welchem Zweck funktionsgleiche Teile mit einem gegenüber
den Fig. 1 bis 3 um 100 erhöhten Bezugszeichen gekennzeichnet wurden, wie folgt dar:
[0034] Die zwischen den Läufer 112 des elektrischen Linear-Direktantriebs 107 und das Oberwerkzeug
101 geschaltete, an eine Druckmittelversorgung 113 angeschlossene hydromechanische
Verstärkerstufe 110 umfasst einen Zylinder 108 und einen Kolben 109 mit der Werkzeugaufnahme
100. Zwischen dem Zylinder 108 und dem Kolben 109 sind zwei Arbeitsräume definiert,
nämlich ein ringförmiger erster Arbeitsraum 119 und ein - ebenfalls ringförmiger -
zweiter Arbeitsraum 120. In dem ersten Arbeitsraum 119 herrscht ständig der Betriebsdruck
der Druckmittelversorgung 113. Demgegenüber ist der zweite Arbeitsraum 120, um eine
Bewegung des Kolbens 109 längs der z-Richtung zu bewirken, wie nachfolgend im Detail
beschrieben gesteuert entweder strömungstechnisch an die Druckmittelversorgung 113
anschließbar, so dass in ihm der Betriebsdruck der Druckmittelversorgung herrscht
und der Kolben 109 mitsamt dem Oberwerkzeug 101 nach unten bewegt wird, oder aber
strömungstechnisch an den Tank 115 anschließbar, wodurch in ihm der Rücklaufdruck
herrscht und der Kolben 109 mitsamt dem Oberwerkzeug 101 nach oben bewegt wird. Zu
diesem Zweck ist ein als Vorsteuerschieber ausgeführter Steuerschieber 123 vorgesehen,
der längs der Arbeitsachse 105, d.h. in z-Richtung verschiebbar ist. Der Steuerschieber
123 ist dabei in einer Führungsbohrung geführt, und zwar mit einem oberen Bund 124
in einem oberen, ersten Abschnitt 125 der Führungsbohrung und mit einem unteren Bund
126 in einem unteren, zweiten Abschnitt 127 der Führungsbohrung. Der erste Abschnitt
125 der Führungsbohrung ist dabei zylinderfest ausgeführt, indem er durch die Innenfläche
128 einer in den Zylinder 108 eingesetzten Führungshülse 129 gebildet ist. Der zweite
Abschnitt 127 der Führungsbohrung ist demgegenüber in z-Richtung verschiebbar ausgeführt,
indem er durch die obere Innenfläche 170 einer Steuerhülse 171 gebildet ist, die ihrerseits
längs der z-Richtung verschiebbar in einer in den Kolben 109 fest eingepressten Kolbenhülse
172 geführt ist. Im Ergebnis liegt auf diese Weise eine zweiteilige Führungsbohrung
für den Steuerschieber 123 vor.
[0035] Im Bereich des unteren Endes der Führungshülse 129 ist ein Wulst 173 ausgebildet,
an welchem einerseits eine weitgehende Abdichtung der Führungshülse 129 gegenüber
dem oberen Bereich der Außenfläche 187o der Steuerhülse 171 und andererseits eine
weitgehende Abdichtung der Führungshülse 129 gegenüber der Innenfläche 175 der Kolbenhülse
172 erfolgt.
[0036] Durch den oberen Bund 124 und den unteren Bund 126 des Steuerschiebers 123, dessen
zwischen dem oberen und dem unteren Bund liegende Außenfläche 134, die zwischen dem
oberen und dem unteren Bund liegenden Abschnitte der Innenfläche 128 der Führungshülse
129 und der oberen Innenfläche 170 der Steuerhülse 171 ist ein innerer oberer Hochdruckraum
176 definiert. Dieser ist über eine Bohrung 177 ständig mit dem Druckmittelanschluss
178 verbunden, so dass in ihm ständig der Betriebsdruck der Druckmittelversorgung
113 herrscht. Weiterhin herrscht der Betriebsdruck der Druckmittelversorgung 113 ständig
in einem inneren unteren Hochdruckraum 179, der durch die untere Innenfläche 180 der
Steuerhülse 171, einen oberen Stopfen 181, die untere Innenfläche 182 der Kolbenhülse
172, einen unteren Stopfen 183 und die Stirnfläche 184 der Steuerhülse 171 begrenzt
ist. Hierzu ist der innere untere Hochdruckraum 179 über die Steuerhülse 171 durchsetzende
Radialbohrungen 185 an einen ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 angeschlossen,
der zwischen der Innenfläche 175 der Kolbenhülse 172 und dem zwischen einem oberen
Bund 188 und einem mittleren Bund 189 der Steuerhülse 171 liegenden mittleren Bereich
der Außenfläche 187m der Steuerhülse 171 ausgebildet ist und - bei jeder Stellung
der Steuerhülse 171 relativ zur Kolbenhülse 172 - über die Kolbenhülse 172 und den
Kolben 109 durchsetzende Radialbohrungen 190 an den ersten Arbeitsraum 119 angeschlossen
ist.
[0037] Oberhalb des oberen Stopfens 181 besteht innerhalb der Steuerhülse 171 ein innerer
Niederdruckraum 191, der über die den Steuerschieber 123 durchsetzende Längsbohrung
147 an den oberen Niederdruckraum 146 angeschlossen ist, welcher seinerseits über
eine Bohrung 192 mit dem Rücklauf-Anschluss 145 in Verbindung steht. Auf diese Weise
herrscht im inneren Niederdruckraum 191 im Wesentlichen der Rücklaufdruck.
[0038] Ebenfalls der Rücklaufdruck herrscht in dem ringförmigen unteren Niederdruckraum
148, der durch die Innenfläche 175 der Kolbenhülse 172, den mittleren Bund 189 und
den unteren Bund 193 der Steuerhülse 171 sowie den zwischen dem mittleren Bund 189
und dem unteren Bund 193 liegenden unteren Bereich der Außenfläche 187u der Steuerhülse
171 begrenzt ist und über die Kolbenhülse 172 und den Kolben 109 durchsetzende Radialbohrungen
194 und eine Ringnut 195 an den Rücklauf-Anschluss 145 angeschlossen ist.
[0039] Schließlich ist ein Steuerraum 196 vorgesehen, welcher durch die Innenfläche 175
der Kolbenhülse 172, den oberen Bund 188 der Steuerhülse 171, den oberhalb des oberen
Bundes 188 liegenden oberen Bereich der Außenfläche 187o der Steuerhülse 171 und den
Wulst 173 begrenzt ist und in welchen die Steuerhülse 171 radial durchsetzende innere
Steuerdurchbrüche 197 münden.
[0040] An dem unteren Bund 126 des Steuerschiebers 123 sind zwei erste Steuerkanten 138,
nämlich eine obere erste Steuerkante 138a und eine untere erste Steuerkante 138b ausgebildet.
Diese wirken mit zu ihnen korrespondierenden zweiten Steuerkanten 139, nämlich oberen
zweiten Steuerkanten 139a und unteren zweiten Steuerkanten 139b, zusammen, welche
an den inneren Steuerdurchbrüchen 197 der Steuerhülse 171 ausgeführt sind.
[0041] An dem mittleren Bund 189 der Steuerhülse sind dritte Steuerkanten 198 ausgeführt,
nämlich eine obere dritte Steuerkante 198a und eine untere dritte Steuerkante 198b.
Diese wirken mit korrespondierenden vierten Steuerkanten 199, nämlich oberen vierten
Steuerkanten 199a und unteren vierten Steuerkanten 199b, zusammen, die an äußeren
Steuerdurchbrüchen 200 ausgebildet sind, welche die Kolbenhülse 172 durchsetzen und
mit einer in dem Kolben 109 angeordneten Ringnut 140 kommunizieren, die ihrerseits
über mehrere Axialbohrungen 141, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur eine dargestellt
ist, mit dem zweiten Arbeitsraum 120 in Verbindung steht.
[0042] Wird der elektrische Linear-Direktantrieb 107 von der Steuerung 103 so angesteuert,
dass der Läufer 112 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes Maß nach unten
bewegt wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 150 identisch auf den Steuerschieber
123 übertragen. Hierdurch entstehen zwischen der oberen ersten Steuerkante 138a und
den oberen zweiten Steuerkanten 139a Öffnungen, durch welche der Steuerraum 196 mit
dem oberen Hochdruckraum 176 verbunden wird. Dementsprechend strömt Hydraulikflüssigkeit
von dem oberen Hochdruckraum 176 durch die inneren Steuerdurchbrüche 197 hindurch
in den Steuerraum 196 und ruft auf diese Weise eine nach unten gerichtete Bewegung
der Steuerhülse 171 hervor. Im Hinblick auf diese Funktion ist bedenken, dass im Sinne
der auf die Steuerhülse wirkenden hydraulischen Kräfte die Projektion in z-Richtung
der den unteren Hochdruckraum 179 begrenzenden Stirnfläche 184 der Steuerhülse 171
und des oberen Stopfens 181 entgegenwirkt der Projektion in z-Richtung der den oberen
Hochdruckraum 176 begrenzenden Stirnfläche der Steuerhülse 171 sowie der den Steuerraum
begrenzenden Ringfläche des oberen Bundes 188. Wesentlich für die Funktion ist somit,
dass die Summe der an zweiter Stelle genannten Flächen größer ist als die Summe der
an erster Stelle genannten Flächen, da ansonsten die Steuerhülse 171 nicht einer Bewegung
des Steuerschiebers 123 nach unten folgen würde. Dies wird dadurch erreicht, dass
der untere Bund 193 der Steuerhülse 171 einen geringeren Durchmesser aufweist als
der mittlere und der obere Bund 189 bzw. 188, so dass die Bohrung der Kolbenhülse
im Bereich des unteren Niederdruckraumes 148 einen Absatz aufweist.
[0043] Die Bewegung, welche die Steuerhülse 171 insgesamt ausführt, stimmt dabei identisch
mit jenem Maß überein, um das der Steuerschieber 123 verschoben wurde; denn die Abwärtsbewegung
der Steuerhülse endet, wenn die obere erste Steuerkante 138a und die obere zweite
Steuerkante 139a wieder zueinander fluchten und die vorstehend beschriebenen Öffnungen
wieder verschließen. Durch die Verschiebung der Steuerhülse nach unten öffnen sich
zwischen der oberen dritten Steuerkante 198a und den oberen vierten Steuerkanten 199a
Öffnungen, durch welche der ringförmige äußere Hochdruckraum 186 über die äußeren
Steuerdurchbrüche 200 mit der Ringnut 140 verbunden wird. Dementsprechend strömt Hydraulikflüssigkeit
von dem ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 durch die äußeren Steuerdurchbrüche
200 hindurch über die Ringnut 140 und die Axialbohrungen 141 in den zweiten Arbeitsraum
120, wodurch der Kolben 108 abwärts bewegt wird. Die Bewegung des Kolbens 108 stimmt
dabei identisch mit jenem Maß überein, um das der Steuerschieber 123 und dementsprechend
die Steuerhülse 171 verschoben wurde; denn die Abwärtsbewegung des Kolbens endet,
wenn die obere dritte Steuerkante 198a und die oberen vierten Steuerkanten 199a wieder
zueinander fluchten und die vorstehend beschriebenen Öffnungen wieder verschließen.
[0044] Umgekehrt gilt: Wird der elektrische Linear-Direktantrieb 107 von der Steuerung 103
so angesteuert, dass der Läufer 112 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes
Maß nach oben bewegt wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 150 identisch
auf den Steuerschieber 123 übertragen. Hierdurch entstehen zwischen der unteren ersten
Steuerkante 138b und den unteren zweiten Steuerkanten 139b Öffnungen, durch welche
der Steuerraum 196 mit dem inneren Niederdruckraum 191 verbunden wird. Dementsprechend
erfolgt über die inneren Steuerdurchbrüche 197, die Längsbohrung 147 des Steuerschiebers
123, den oberen Niederdruckraum 146 und die Bohrung 192 ein Druckausgleich zwischen
dem Steuerraum 196 und dem Rücklauf-Anschluss 145, so dass im Steuerraum 196 der Rücklaufdruck
herrscht. Die Steuerhülse 171 wird infolge des im inneren unteren Hochdruckraum 179
herrschenden Betriebsdrucks der Druckmittelversorgung 113 nach oben verschoben. Für
diese Bewegung der Steuerhülse 171 nach oben (bei drucklosem Steuerraum 196) ist ausreichend,
dass die Projektion in z-Richtung der den unteren Hochdruckraum 179 begrenzenden Stirnfläche
184 der Steuerhülse 171 und des oberen Stopfens 181 größer ist als die Projektion
in z-Richtung der den oberen Hochdruckraum 176 begrenzenden Stirnfläche der Steuerhülse
171. Die Bewegung der Steuerhülse 171 stimmt dabei identisch mit jenem Maß überein,
um das der Steuerschieber 123 nach oben verschoben wurde; denn die Aufwärtsbewegung
der Steuerhülse 171 endet, wenn die untere erste Steuerkante 138b und die unteren
zweiten Steuerkanten 139b wieder zueinander fluchten und die vorstehend beschriebenen
Öffnungen wieder verschließen. Die bei der entsprechenden Aufwärtsbewegung der Steuerhülse
171 aus dem Steuerraum 196 verdrängte Hydraulikflüssigkeit fließt durch die Längsbohrung
147 des Steuerschiebers 123, den oberen Niederdruckraum 146 und die Bohrung 192 in
den Tank 115 zurück. Zugleich strömt aus der Druckmittelversorgung 113 Hydraulikflüssigkeit
in den inneren unteren Hochdruckraum 179 nach. Durch die Verschiebung der Steuerhülse
171 nach oben öffnen sich zwischen der unteren dritten Steuerkante 198b und den unteren
vierten Steuerkanten 199b Öffnungen, durch welche der ringförmige untere Niederdruckraum
148 über die äußeren Steuerdurchbrüche 200 mit der Ringnut 140 verbunden wird. Dementsprechend
erfolgt über die Axialbohrungen 141 ein Druckausgleich zwischen dem zweiten Arbeitsraum
120 und dem Rücklauf-Anschluss 145, so dass im zweiten Arbeitsraum 120 der Rücklaufdruck
herrscht. Der Kolben 108 wird infolge des im ersten Arbeitsraum 119 herrschenden Betriebsdrucks
der Druckmittelversorgung 113 noch oben verschoben. Die Bewegung des Kolbens 108 stimmt
dabei identisch mit jenem Maß überein, um das der Steuerschieber 123 und dementsprechend
die Steuerhülse 171 nach oben verschoben wurden; denn die Aufwärtsbewegung des Kolbens
108 endet, wenn die untere dritte Steuerkante 198b und die unteren vierten Steuerkanten
199b wieder zueinander fluchten und die vorstehend beschriebenen Öffnungen wieder
verschließen. Die bei der entsprechenden Aufwärtsbewegung des Kolbens 108 aus dem
zweiten Arbeitsraum 120 verdrängte Hydraulikflüssigkeit fließt durch die Axialbohrungen
141, die Ringnut 140, den unteren Niederdruckraum 148 und die Radialbohrungen 194
in den Tank 115 zurück. Zugleich strömt aus der Druckmittelversorgung 113 Hydraulikflüssigkeit
in den ersten Arbeitsraum 119 nach.
[0045] Zu erwähnen sind noch zwei Anschläge, welche die Bewegung der Steuerhülse 171 relativ
zu der Kolbenhülse 172 nach oben und nach unten begrenzen. Hierzu ist, um die Bewegung
der Steuerhülse nach oben zu begrenzen, einerseits ein Ring vorgesehen, der im Bereich
des Steuerraumes 196 an der diesen Raum begrenzenden Innenfläche 175 der Kolbenhülse
172 fixiert ist und einen Anschlag für den oberen Bund 188 der Steuerhülse bildet.
Nach unten wird die Bewegung der Steuerhülse 171 relativ zur Kolbenhülse 172 indessen
durch ein Anschlagen der Stirnfläche 184 der Steuerhülse 171 an den unteren Stopfen
183 begrenzt. Wegen dieser Anschläge setzt die vorstehend erläuterte vollständige
Bewegung der Steuerhülse 171 entsprechend dem Hub des Steuerschiebers 123 nach oben
bzw. nach allerdings unter bestimmten Umständen, nämlich wenn der aktuelle Verstellhub
des Steuerschiebers größer ist als die durch den betreffenden Anschlag definierte
Bewegungsmöglichkeit der Steuerhülse relativ zur Kolbenhülse, voraus, dass der Kolben
109 mitsamt der Kolbenhülse 172 der Bewegung der Steuerhülse bereits teilweise nach
oben bzw. nach unten gefolgt ist. Liegt (infolge eines entsprechend großen aktuellen
Verstellhubes des Steuerschiebers 123) die Steuerhülse 171 an dem ihre Bewegung relativ
zur Kolbenhülse 172 nach oben bzw. nach unten begrenzenden Anschlag an, führen die
Steuerhülse 171 und der Kolben 109 einen Teil der nach oben bzw. nach unten gerichteten
Bewegung gemeinsam aus.
[0046] Das in Fig. 5 illustrierte Ausführungsbeispiel funktioniert, was die miteinander
zusammenwirkenden Steuerkanten, d.h. die beiden ersten und zweiten Steuerkantenpaare
sowie die beiden dritten und vierten Steuerkantenpaare betrifft, prinzipiell vergleichbar
wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4; näheres ergibt sich, soweit erforderlich,
aus den weiter unten gegebenen Erläuterungen. Hervorzuheben sind zunächst, was die
technisch-konstruktive Gestaltung der in Fig. 5 veranschaulichten elektrohydraulischen
Antriebseinheit einer erfindungsgemäßen Stanzmaschine und deren Unterschiede zu der
Ausführungsform nach Fig. 4 betrifft, die nachstehend im einzelnen aufgeführten, durchaus
relevanten Gesichtspunkte:
[0047] Zum einen wird der innere obere Hochdruckraum 176 über mehrere die Steuerhülse 171
durchsetzende Axialbohrungen 201 vom ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 aus mit
dem Betriebsdruck der Druckmittelversorgung 113 beaufschlagt. Hierdurch lässt sich
die nach Fig. 4 vorgesehene, das Zylinderbauteil 108 durchsetzende Bohrung 177 vermeiden.
[0048] Weiterhin ist - gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4 - die Steuerhülse 171 signifikant
verkürzt, indem der untere Abschnitt der Steuerhülse entfällt. In der Terminologie
der vorstehenden Erläuterung der Fig. 4 weist die Steuerhülse 171 nach Fig. 5 nur
zwei Bunde auf, nämlich den oberen Bund 188 und den (die beiden dritten Steuerkanten
aufweisenden) mittleren Bund 189. Der bei der Ausführungsform nach Fig. 4 unterhalb
des mittleren Bundes 189 liegende Abschnitt der Steuerhülse ist somit bei der Ausführungsform
nach Fig. 5 entfallen. Ebenfalls entfallen ist der untere innere Hochdruckraum 179
der Ausführungsform nach Fig. 4. Dies erlaubt zum einen eine besonders geringe Bauhöhe
der hydromechanischen Verstärkerstufe und somit einen besonders kompakten Aufbau der
elektrohydraulischen Antriebseinheit der Stanzmaschine, was sich - infolge der Verringerung
der bewegten Massen - auch auf die erzielbare Dynamik der Stanzmaschine günstig auswirkt.
Weiterhin gestattet diese Bauweise, den oberen Niederdruckraum 146 über die die Steuerhülse
171 über deren gesamte Länge durchsetzende Längsbohrung 202 und die Längsbohrung 147
des Steuerschiebers 123 hindurch an den unteren Niederdruckraum 148 anzuschließen.
Auch die nach der Ausführungsform nach Fig. 4 vorgesehene Bohrung 192 kann auf diese
Weise entfallen. Insgesamt ergeben sich hierdurch gegenüber der Ausführungsform nach
Fig. 4 erkennbar signifikante konstruktive Vereinfachungen und die Möglichkeit eines
besonders kompakten Aufbaus, ohne dass dies die Funktionsweise beeinträchtigen würde.
[0049] Wenngleich sich aufgrund der bestehenden Parallelen aus den vorstehenden Erläuterungen
zur Fig. 4 dem Fachmann grundsätzlich auch die Funktionsweise der Ausführungsform
nach Fig. 5 erschließt, wird letztere speziell wie folgt erläutert:
Wird der elektrische Linear-Direktantrieb 107 von der Steuerung 103 so angesteuert,
dass der Läufer 112 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes Maß nach unten
bewegt wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 150 identisch auf den Steuerschieber
123 übertragen. Hierdurch entstehen zwischen der oberen ersten Steuerkante des Steuerschiebers
123 und den oberen zweiten Steuerkanten der Steuerhülse 171 Öffnungen, durch welche
der Steuerraum 196 mit dem oberen Hochdruckraum 176 verbunden wird. Dementsprechend
strömt Hydraulikflüssigkeit von dem oberen Hochdruckraum 176 durch die inneren Steuerdurchbrüche
197 hindurch in den Steuerraum 196 und ruft auf diese Weise eine nach unten gerichtete
Bewegung der Steuerhülse 171 hervor. Im Hinblick auf diese Funktion ist bedenken,
dass im Sinne der auf die Steuerhülse 171 wirkenden hydraulischen Kräfte die Projektion
in z-Richtung der - um die den ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 begrenzende
Ringfläche des mittleren Bundes 189 verminderte - den ringförmigen äußeren Hochdruckraum
186 begrenzenden Ringfläche des oberen Bundes 188 der Steuerhülse 171 entgegenwirkt
der Projektion in z-Richtung der den oberen Hochdruckraum 176 begrenzenden Stirnfläche
der Steuerhülse 171 sowie der den Steuerraum begrenzenden Ringfläche des oberen Bundes
188 der Steuerhülse. Wesentlich für die Funktion ist somit, dass die Summe der an
zweiter Stelle genannten Flächen größer ist als die Summe der an erster Stelle genannten
Flächen, da ansonsten die Steuerhülse 171 nicht einer Bewegung des Steuerschiebers
123 nach unten folgen würde.
[0050] Durch die Verschiebung der Steuerhülse nach unten öffnen sich zwischen der an dem
mittleren Bund 189 der Steuerhülse 171 vorgesehenen oberen dritten Steuerkante und
den an der Kolbenhülse 172 vorgesehenen oberen vierten Steuerkanten Öffnungen, durch
welche der ringförmige äußere Hochdruckraum 186 über die äußeren Steuerdurchbrüche
200 mit der Ringnut 140 verbunden wird. Dementsprechend strömt Hydraulikflüssigkeit
von dem ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 durch die äußeren Steuerdurchbrüche
200 hindurch über die Ringnut 140 und die Axialbohrungen 141 in den zweiten Arbeitsraum
120, wodurch der Kolben 108 abwärts bewegt wird. Die Bewegung des Kolbens 108 stimmt
dabei identisch mit jenem Maß überein, um das der Steuerschieber 123 und dementsprechend
die Steuerhülse 171 verschoben wurde; denn die Abwärtsbewegung des Kolbens endet,
wenn die obere dritte Steuerkante und die oberen vierten Steuerkanten wieder zueinander
fluchten und die vorstehend beschriebenen Öffnungen wieder verschließen.
[0051] Umgekehrt gilt: Wird der elektrische Linear-Direktantrieb 107 von der Steuerung 103
so angesteuert, dass der Läufer 112 um ein in dem hinterlegten Stanzprogramm bestimmtes
Maß nach oben bewegt wird, so wird diese Bewegung über die Koppelstange 150 identisch
auf den Steuerschieber 123 übertragen. Hierdurch entstehen zwischen der an dem Steuerschieber
123 vorgesehenen unteren ersten Steuerkante und den an der Steuerhülse 171 vorgesehenen
unteren zweiten Steuerkanten Öffnungen, durch welche der Steuerraum 196 über die Längsbohrung
202 der Steuerhülse 171 mit dem unteren Niederdruckraum 148 verbunden wird. Dementsprechend
erfolgt über die inneren Steuerdurchbrüche 197 und die Längsbohrung 202 der Steuerhülse
171 ein Druckausgleich zwischen dem Steuerraum 196 und dem Rücklauf-Anschluss 145,
so dass im Steuerraum 196 der Rücklaufdruck herrscht. Die Steuerhülse 171 wird infolge
des im ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 herrschenden Betriebsdrucks der Druckmittelversorgung
113 noch oben verschoben. Für diese Bewegung der Steuerhülse 171 nach oben (bei drucklosem
Steuerraum 196) ist ausreichend, dass die Projektion in z-Richtung der - um die den
ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 begrenzende Ringfläche des mittleren Bundes
189 verminderte - den ringförmigen äußeren Hochdruckraum 186 begrenzenden Ringfläche
des oberen Bundes 188 der Steuerhülse 171 größer ist als die Projektion in z-Richtung
der den oberen Hochdruckraum 176 begrenzenden Stirnfläche der Steuerhülse 171. Dies
wird durch den im Bereich des ringförmigen äußeren Hochdruckraumes 186 vorgesehenen
Absatz in der Kolbenhülse 172 erreicht, aufgrund dessen der Durchmesser des oberen
Bundes 188 der Steuerhülse deutlich größer ist als der Durchmesser des mittleren Bundes
189 der Steuerhülse.
[0052] Die bei der entsprechenden Aufwärtsbewegung der Steuerhülse 171 aus dem Steuerraum
196 verdrängte Hydraulikflüssigkeit fließt durch die Längsbohrung 202 der Steuerhülse
171 und den unteren Niederdruckraum 148 in den Tank 115 zurück. Zugleich strömt aus
der Druckmittelversorgung 113 Hydraulikflüssigkeit in ringförmigen äußeren Hochdruckraum
186 nach. Durch die Verschiebung der Steuerhülse 171 nach oben öffnen sich zwischen
der unteren dritten Steuerkante und den unteren vierten Steuerkanten Öffnungen, durch
welche der untere Niederdruckraum 148 über die äußeren Steuerdurchbrüche 200 mit der
Ringnut 140 verbunden wird. Dementsprechend erfolgt über die Axialbohrungen 141 ein
Druckausgleich zwischen dem zweiten Arbeitsraum 120 und dem Rücklauf-Anschluss 145,
so dass im zweiten Arbeitsraum 120 der Rücklaufdruck herrscht. Der Kolben 108 wird
infolge des im ersten Arbeitsraum 119 herrschenden Betriebsdrucks der Druckmittelversorgung
113 noch oben verschoben. Die bei der entsprechenden Aufwärtsbewegung des Kolbens
108 aus dem zweiten Arbeitsraum 120 verdrängte Hydraulikflüssigkeit fließt durch die
Axialbohrungen 141, die Ringnut 140, den unteren Niederdruckraum 148 und die Radialbohrungen
194 in den Tank 115 zurück. Zugleich strömt aus der Druckmittelversorgung 113 Hydraulikflüssigkeit
in den ersten Arbeitsraum 119 nach.
[0053] Ebenfalls dargestellt sind in Fig. 5 zwei Anschläge, welche die Bewegung der Steuerhülse
171 relativ zur Kolbenhülse 172 in beiden Richtungen begrenzen, und zwar in jeder
Richtung auf etwa 2% bis 3% des gesamten maximalen Arbeitshubes des Kolbens 109, was
bei der Auslegung des Arbeitshubes auf 40mm einer Bewegungsmöglichkeit der Steuerhülse
171 relativ zum Kolben 109 von jeweils 2mm bis 3mm aus der in der Zeichnung gezeigten
Nullstellung des Steuerschiebers entspricht. Bei jenen Anschlägen handelt es sich
um die beiden in dem unteren Abschnitt der Bohrung der Kolbenhülse fixierten Ringe,
an denen der mittlere Bund 189 der Steuerhülse 171 anschlagen kann. Für die Funktion
dieser Anschläge gelten die Erläuterungen zur Fig. 4 in entsprechender Weise. Eine
andere Gestaltung bzw. Anordnung der Anschläge, die geeignet ist, die an dem mittleren
Bund 189 angeordneten dritten Steuerkanten zu schonen, ist für den Fachmann erkennbar
ebenfalls möglich.
1. CNC-Stanzmaschine mit einem Maschinenrahmen, einer darauf angeordneten Werkstückaufnahme,
einem zweiteiligen, ein Oberwerkzeug (1; 101) und ein Unterwerkzeug (2; 102) umfassenden
Stanzwerkzeug, einer auf das Oberwerkzeug wirkenden in Form eines elektrohydraulischen
Antriebs ausgeführten Antriebseinheit (6; 106) und einer auf die Antriebseinheit wirkenden
numerischen Steuerung (3; 103), wobei das Oberwerkzeug mittels der Antriebseinheit
gemäß einem in der numerischen Steuerung hinterlegten Stanzprogramm längs der in z-Richtung
(4; 104) verlaufenden Arbeitsachse (5; 105) auf und ab bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (6; 106) einen von der numerischen Steuerung (3; 103) angesteuerten
elektrischen Linear-Direktantrieb (7; 107) mit in z-Richtung (4; 104) verlaufender
Motorachse (11; 111) und eine zwischen den Läufer (12; 112) des elektrischen Linear-Direktantriebs
und das Oberwerkzeug (1; 101) geschaltete, an eine Druckmittelversorgung (13; 113)
angeschlossene, einen Zylinder (8; 108) und einen Kolben (9; 109) aufweisende hydromechanische
Verstärkerstufe (10; 110) umfasst, wobei der Läufer (12; 112) des elektrischen Linear-Direktantriebs
unmittelbar auf einen in einer Führungsbohrung in z-Richtung verschiebbar geführten
Steuerschieber (23; 123) wirkt, der zwei erste Steuerkanten (38a, 38b; 138a, 138b)
aufweist, welche zur Ausbildung einer hydraulischen Folgeregelung mit korrespondierenden,
an der Führungsbohrung ausgebildeten zweiten Steuerkanten (39a, 39b; 139a, 139b) zusammenwirken,
wobei der elektrische Linear-Direktantrieb (7; 107) ein mit dem Zylinder (8; 108)
der hydromechanischen Verstärkerstufe (10; 110) dichtend verbundenes Gehäuse (49;
149) aufweist, dessen Innenraum an einen Hydraulikflüssigkeit enthaltenden Raum (42)
der hydromechanischen Verstärkerstufe angeschlossen ist, oder der Läufer (12; 112)
des elektrischen Linear-Direktantriebs (7; 107) in einer mit dem Zylinder (8; 108)
der hydromechanischen Verstärkerstufe (10; 110) dichtend verbundenen, den Stator (52,
152) des elektrischen Linear-Direktantriebs durchsetzenden Büchse (B) aufgenommen
ist, deren Innenraum an einen Hydraulikflüssigkeit enthaltenden Niederdruckraum (46;
146) der hydromechanischen Verstärkerstufe angeschlossen ist.
2. Stanzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (52; 152) des elektrischen Linear-Direktantriebs (7; 107) fest mit einer
Stirnwand (44, 144) des Zylinders (8; 108) der hydromechanischen Verstärkerstufe (10;
110) verbunden ist.
3. Stanzmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (12; 112) des elektrischen Linear-Direktantriebs (7; 107) über eine die
Stirnwand (44; 144) des Zylinders (8; 108) durchdringende Koppelstange (50; 150) fest
mit dem Steuerschieber (23; 123) verbunden ist.
4. Stanzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelstange (50; 150) einen im wesentlichen mit dem Rücklaufdruck beaufschlagten
Niederdruckraum (46; 146) des Zylinders (8; 108)der hydromechanischen Verstärkerstufe
(10; 110) durchsetzt.
5. Stanzmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Stirnwand (44; 144) des Zylinders (8; 108) vorgesehene Bohrung (51),
durch die hindurch die Koppelstange (50; 150) aus dem Zylinder heraustritt, so bemessen
ist, dass ein Austausch von Hydraulikflüssigkeit zwischen dem von der Koppelstange
(50; 150) durchsetzten Niederdruckraum (46; 146) und dem Inneren des Gehäuses (49;
149) möglich ist.
6. Stanzmaschine nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (23; 123) eine Längsbohrung (47; 147) aufweist, die an den oberen
Niederdruckraum (46; 146) angeschlossen ist.
7. Stanzmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücklauf-Anschluss (45) der hydromechanischen Verstärkerstufe (10) im Bereich
der Stirnwand (44) des Zylinders (8) angeordnet ist, wobei der Steuerschieber (23)
der hydromechanischen Verstärkerstufe von deren Rücklaufstrom durchströmt ist.
8. Stanzmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die hydromechanische Verstärkerstufe (10) einstufig ausgeführt ist, indem die zweiten
Steuerkanten (39a, 39b) kolbenfest angeordnet sind.
9. Stanzmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (23) in einer zweiteiligen Führungsbohrung mit einem zylinderfesten
ersten Abschnitt (25) und einem kolbenfesten zweiten Abschnitt (27) geführt ist.
10. Stanzmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (25) der Führungsbohrung in einer in den Zylinder (8) eingesetzten
Führungshülse (29) ausgeführt ist.
11. Stanzmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die hydromechanische Verstärkerstufe (110) zweistufig ausgeführt ist, indem der Steuerschieber
(123) einen Vorsteuerschieber darstellt und die zweiten Steuerkanten (139a, 139b)
an einer in dem Kolben (109) längs der Arbeitsachse (105) verschiebbar geführten Steuerhülse
(171) ausgeführt sind, die ihrerseits zwei dritte Steuerkanten (198a, 198b) aufweist,
welche zur Ausbildung einer hydraulischen Folgeregelung mit zwei korrespondierenden
vierten Steuerkanten (199a, 199b) des Kolbens (109) zusammenwirken.
12. Stanzmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (123) in einer zweiteiligen Führungsbohrung mit einem zylinderfesten
ersten Abschnitt (125) und einem steuerhülsenfesten zweiten Abschnitt (127) geführt
ist.
13. Stanzmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (125) der Führungsbohrung in einer in den Zylinder (108) eingesetzten
Führungshülse (129) ausgeführt ist.
14. Stanzmaschine nach einem der Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Anschläge vorgesehen sind, welche die Bewegung der Steuerhülse (171) relativ zum
Kolben (109) in beiden Richtungen begrenzen.
1. A CNC punching machine with a machine frame, a workpiece receptacle arranged thereon,
a punching tool comprising an upper die (1; 101) and a lower die (2; 102), a drive
unit (6; 106) that is realized in the form of an electrohydraulic drive and acts upon
the upper die, and a numerical control (3; 103) that acts upon the drive unit, wherein
the upper die can be moved up and down along the working axis (5; 105) extending in
the z-direction (4; 104) by means of the drive unit in accordance with a punching
program stored in the numerical control,
characterized in
that the drive unit (6, 106) comprises an electric linear direct drive (7; 107) that is
actuated by the numerical control (3; 103) and the motor axis (11; 111) of which extends
in the z-direction (4; 104), as well as a hydromechanical amplification stage (10;
110) that is switched between the rotor (12; 112) of the electric linear direct drive
and the upper die (1; 101), with said hydromechanical amplification stage being connected
to a pressure medium supply (13; 113) and featuring a cylinder (8; 108) and a piston
(9; 109), wherein the rotor (12; 112) of the electric linear direct drive directly
acts upon a slide valve (23; 123) that is displaceably guided along the z-direction
in a guide bore and features two first control edges (38a, 38b; 138a, 138b) that cooperate
with corresponding second control edges (39a, 39b; 139a, 139b) on the guide bore in
order to realize a hydraulic sequential control, wherein the electric linear direct
drive (7, 107) features a housing (49; 149) that is connected to the cylinder (8;
108) of the hydromechanical amplification stage (10; 110) in a sealed fashion and
the interior of which is connected to a chamber (42) of the hydromechanical amplification
stage that contains hydraulic fluid, or the rotor (12; 112) of the electric linear
direct drive (7; 107) is accommodated in a bushing (B) that extends through the stator
(52, 152) of the electric linear direct drive and is connected to the cylinder (8;
108) of the hydromechanical amplification stage (10; 110) in a sealed fashion, with
the interior of said bushing being connected to a low-pressure chamber (46; 146) of
the hydromechanical amplification stage that contains hydraulic fluid.
2. The punching machine according to claim 1, characterized in that the stator (52; 152) of the electric linear direct drive (7; 107) is rigidly connected
to an end wall (44, 144) of the cylinder (8; 108) of the hydromechanical amplification
stage (10; 110) .
3. The punching machine according to claim 1 or claim 2, characterized in that the rotor (12; 112) of the electric linear direct drive (7; 107) is rigidly connected
to the slide valve (23; 123) by means of a coupling rod (50; 150) that extends through
the end wall (44; 144) of the cylinder (8; 108).
4. The punching machine according to claim 3, characterized in that the coupling rod (50; 150) extends through a low-pressure chamber (46; 146) of the
cylinder (8; 108) of the hydromechanical amplification stage (10; 110) that is essentially
acted upon with the return pressure.
5. The punching machine according to claim 4, characterized in that a bore (51), through which the coupling rod (50; 150) extends out of the cylinder,
is provided in the end wall (44; 144) of the cylinder (8; 108) and dimensioned such
that hydraulic fluid can be exchanged between the low-pressure chamber (46; 146),
through which the coupling rod (50; 150) extends, and the interior of the housing
(49; 149).
6. The punching machine according to claim 4 or claim 5, characterized in that the slide valve (23; 123) features a longitudinal bore (47; 147) that is connected
to the upper low-pressure chamber (46; 146).
7. The punching machine according to one of claims 1-6, characterized in that the return connection (45) of the hydromechanical amplification stage (10) is arranged
in the region of the end wall (44) of the cylinder (8), wherein the return flow of
the hydromechanical amplification stage flows through the slide valve (23) thereof.
8. The punching machine according to one of claims 1-7, characterized in that the hydromechanical amplification stage (10) is realized with a single stage in that the second control edges (39a, 39b) are rigidly arranged on the piston.
9. The punching machine according to claim 8, characterized in that the slide valve (23) is guided in a two-part guide bore with a first section (25)
that is rigidly arranged on the cylinder and a second section (27) that is rigidly
arranged on the piston.
10. The punching machine according to claim 9, characterized in that the first section (25) of the guide bore is realized in a guide sleeve (29) inserted
into the cylinder (8).
11. The punching machine according to one of claims 1-7, characterized in that the hydromechanical amplification stage (110) is realized with two stages in that
the slide valve (123) represents a pilot valve and the second control edges (139a,
139b) are realized on a control sleeve (171) that is displaceably guided in the piston
(109) along the working axis (105), wherein said control sleeve features two third
control edges (198a, 198b) that cooperate with two corresponding fourth control edges
(199a, 199b) of the piston (109) in order to realize a hydraulic sequential control.
12. The punching machine according to claim 11, characterized in that the slide valve (123) is guided in a two-part guide bore with a first section (125)
that is rigidly arranged on the cylinder and a second section (127) that is rigidly
arranged on the control sleeve.
13. The punching machine according to claim 12, characterized in that the first section (125) of the guide bore is realized in a guide sleeve (129) inserted
into the cylinder (108).
14. The punching machine according to one of claims 11-13, characterized in that limit stops are provided in order to limit the motion of the control sleeve (171)
relative to the piston (109) in both directions.
1. Machine à estamper CNC avec un cadre de machine, un porte-pièce placé sur celui-ci,
un outil d'estampage en deux éléments, comportant un outil supérieur (1 ; 101) et
un outil inférieur (2 ; 102), une unité d'entraînement (6 ; 106) réalisée sous la
forme d'un entraînement électrohydraulique, agissant sur l'outil supérieur et une
commande numérique (3 ; 103) agissant sur l'unité d'entraînement, l'outil supérieur
étant déplaçable vers le haut et vers le bas, le long de l'axe de travail (5 ; 105)
s'étendant dans la direction Z (4 ; 104) au moyen de l'unité d'entraînement selon
un programme d'estampage sauvegardé dans la commande numérique,
caractérisée en ce que
l'unité d'entraînement (6 ; 106) comprend un entraînement linéaire (7 ; 107) électrique
direct actionné par la commande numérique (3 ; 103) avec un axe de moteur (11, 111)
s'étendant en direction Z (4 ; 104) et un étage amplificateur (10 ; 110) hydromécanique,
couplé entre l'induit (12 ; 112) de l'entraînement linéaire électrique direct et l'outil
supérieur (1 ; 101), raccordé sur une alimentation (13 ; 113) d'agent sous pression,
comportant un cylindre (8 ; 108) et un piston (9 ; 109), l'induit (12 ; 112) de l'entraînement
linéaire électrique direct agissant directement sur un tiroir de commande (23 ; 123)
guidé en étant déplaçable en direction Z dans un perçage de guidage qui comporte deux
premières arêtes de commande (38a ; 38b ; 138a ; 138b), qui pour créer une régulation
en cascade hydraulique, interagissent avec des deuxièmes arêtes de commande (39a ;
39b ; 139a ; 139b) correspondantes, conçues sur le perçage de guidage, l'entraînement
linéaire (7 ; 107) électrique direct comportant un carter (49 ; 149) relié en assurant
l'étanchéité avec le cylindre (8 ; 108) de l'étage amplificateur (10 ; 110) hydromécanique,
dont l'espace intérieur est raccordé sur un espace (42) contenant un fluide hydraulique
de l'étage amplificateur hydromécanique ou l'induit (12 ; 112) de l'entraînement linéaire
(7 ; 107) électrique direct étant réceptionné dans une boîte (B) reliée en assurant
l'étanchéité avec le cylindre (8 ; 108) de l'étage amplificateur (10 ; 110) hydromécanique,
traversant le stator (52, 152) de l'entraînement linéaire électrique direct, dont
l'espace intérieur est raccordé sur un espace basse-pression (46 ; 146) contenant
un liquide hydraulique de l'étage amplificateur hydromécanique.
2. Machine à estamper selon la revendication 1, caractérisée en ce que le stator (52 ; 152) de l'entraînement linéaire (7 ; 107) électrique direct est fixement
relié avec une paroi frontale (44, 144) du cylindre (8 ; 108) de l'étage amplificateur
(10 ; 110) hydromécanique.
3. Machine à estamper selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que l'induit (12 ; 112) de l'entraînement linéaire (7 ; 107) électrique direct est fixement
relié par l'intermédiaire d'une barre d'accouplement (50 ; 150) traversant la paroi
frontale (44 ; 144) du cylindre (8 ; 108) avec le tiroir de commande (23 ; 123).
4. Machine à estamper selon la revendication 3, caractérisée en ce que la barre d'accouplement (50 ; 150) traverse un espace basse-pression (46 ; 146) sensiblement
soumis à la pression de retour du cylindre (8 ; 108) de l'étage amplificateur (10
; 110) hydromécanique.
5. Machine à estamper selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un perçage (51) prévu dans la paroi frontale (44 ; 144) du cylindre (8 ; 108), à travers
lequel la barre d'accouplement (50, 150) sort du cylindre est dimensionné de telle
sorte qu'un échange de liquide hydraulique soit possible entre l'espace basse-pression
(46 ; 146) traversé par la barre d'accouplement (50 ; 150) et l'intérieur du carter
(49 ; 149).
6. Machine à estamper selon la revendication 4 ou la revendication 5, caractérisée en ce que le tiroir de commande (23 ; 123) comporte un perçage longitudinal (47 ; 147) qui
est raccordé sur l'espace basse-pression (46 ; 146) supérieur.
7. Machine à estamper selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le raccord sur le retour (45) de l'étage amplificateur (10) hydromécanique est placé
dans la région de la paroi frontale (44) du cylindre (8), le tiroir de commande (23)
de l'étage amplificateur hydromécanique étant traversé par le flux de retour de celui-ci.
8. Machine à estamper selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'étage amplificateur (10) hydromécanique est conçu à un étage, en ce que les deuxièmes arêtes de commande (39a, 39b) sont placées de manière stationnaire
sur le piston.
9. Machine à estamper selon la revendication 8, caractérisée en ce que le tiroir de commande (23) est guidé dans un perçage de guidage en deux parties avec
une première partie (25) stationnaire sur le cylindre et une deuxième partie (27)
stationnaire sur le piston.
10. Machine à estamper selon la revendication 9, caractérisée en ce que la première partie (25) du perçage de guidage est réalisée dans une douille de guidage
(29) insérée dans le cylindre (8).
11. Machine à estamper selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'étage amplificateur (110) hydromécanique est réalisé à deux étages, en ce que le tiroir de commande (123) représente un tiroir de précommande et les deuxièmes
arêtes de commande (139a, 139b) sont réalisées sur une douille de commande (171) guidée
en étant déplaçable dans le piston (109), le long de l'axe de travail (105), qui pour
sa part comporte deux troisièmes arêtes de commande (198a, 198b), qui pour créer une
régulation en cascade hydraulique, interagissent avec deux quatrièmes arêtes de commande
(199a, 199b) correspondantes du piston (109).
12. Machine à estamper selon la revendication 11, caractérisée en ce que le tiroir de commande (123) est guidé dans un perçage de guidage en deux parties
avec une première partie (125) stationnaire sur le cylindre et une deuxième partie
(127) stationnaire sur la douille de commande.
13. Machine à estamper selon la revendication 12, caractérisée en ce que la première partie (125) du perçage de guidage est réalisée dans une douille de guidage
(129) insérée dans le cylindre (108).
14. Machine à estamper selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisée en ce que des butées sont prévues, lesquelles limitent le déplacement de la douille de commande
(171) par rapport au piston (109) dans les deux directions.