| (19) |
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(11) |
EP 2 223 392 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.2019 Patentblatt 2019/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.12.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2008/002105 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/079998 (02.07.2009 Gazette 2009/27) |
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| (54) |
ELEKTRISCHES INSTALLATIONSGERÄT
ELECTRICAL INSTALLATION DEVICE
APPAREILLAGE D'INSTALLATION ÉLECTRIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.12.2007 DE 102007063587
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2010 Patentblatt 2010/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Merten GmbH |
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51674 Wiehl (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- VICKTORIUS, Richard
50733 Köln (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 786 833 EP-A2- 0 984 526 DE-U1- 29 821 266 GB-A- 2 303 259
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EP-A- 0 984 526 DE-A1- 3 802 956 DE-U1- 29 909 606
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Installationsgerät nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
[0002] Derartige elektrische Installationsgeräte werden im Rahmen der Gebäudeinstallationstechnik
sowohl bei der Erstausstattung als auch im Nachrüstbereich eingesetzt. Häufig ist
es wichtig, das jeweilige elektrische Installationsgerät funktional aufrüsten zu können.
Aus diesem Grund hat es sich als vorteilhaft erwiesen, entsprechende Baugruppen zu
schaffen, so dass bei Bedarf das vorhandene Gerät ergänzt werden kann.
[0003] Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der
EP 0 281 969 B1, ist ein Installationsgerät bekannt, bei dem eine derartige Baugruppe rückseitig
befestigt werden kann. Nachteilig ist dabei, dass das Installationsgerät nach Entfernung
des Frontelementes aus dem ortsfesten Installationsgehäuse gelöst und entfernt werden
muss, um auf die Rückseite zugreifen zu können und die Baugruppe montieren zu können.
Derartige Anordnungen und Verfahren bedeuten einen erhöhten Montageaufwand und sind
nicht besonders praktikabel.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, die vorstehend genannten
Nachteile zu beseitigen und ein erweiterbares Installationsgerät zu schaffen, das
montagefreundlich und komfortabel ist. Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Die Erfindung gemäß dem Patentanspruch 1 weist den Vorteil auf, dass ein universell
verwendbares Installationsgerät geschaffen wird, das im Bedarfsfall mit einer geeigneten
modularen Baugruppe einfach aufgerüstet werden kann. Wesentlich ist dabei, dass zur
Aufrüstung des Installationsgerätes lediglich das funktionsspezifische Frontelement
entfernt werden muss, um das Modul einsetzen beziehungsweise austauschen zu können.
Eine Demontage des Gerätesockels bzw. des Tragrahmens aus dem ortsfesten Installationsgehäuse
ist nicht notwendig, so dass ein erheblicher Installationsvorteil entsteht.
[0007] Die allgemein vorhandene Struktur von Gerätesockeln, insbesondere deren Abmessungen
und deren Befestigungs- und Kontaktpunkte, bleibt unverändert erhalten. Somit können
beispielsweise die funktionsspezifischen Frontelemente innerhalb einer Produktserie
beim Austausch eines vorhandenen Installationsgerätes weiter verwendet werden.
[0008] Ein zylindrischer Aufnahmeraum mit kreissegmentförmiger Grundfläche für das Modul
wird innerhalb des Gerätesockels einstückig durch eine Bodenplatte und eine Innenwand
sowie eine radiale Außenwand geschaffen. Der Aufnahmeraum ist randseitig des Gerätesockels
angeordnet. Es wird kein zusätzlicher Platz vor oder hinter dem Gerätesockel benötigt,
um das Modul anzuordnen. Vielmehr ermöglicht eine vorteilhafte Bauteilanordnung die
Schaffung des Aufnahmeraumes innerhalb der vorhandenen Struktur des Gerätesockels,
so dass das Modul frontseitig montiert und flächenbündig in den Gerätesockel integriert
werden kann.
[0009] Vorteilhafterweise wird ein ungenutzter Aufnahmeraum frontseitig durch eine entfernbare
Abdeckung verschlossen, um einerseits einen Berührungsschutz zu gewährleisten und
andererseits Beschädigungen oder Ablagerungen zu verhindern. Darüber hinaus ergibt
sich eine optisch vorteilhafte geschlossene Oberfläche in dem Gerätesockel. Vor dem
Einsatz eines Moduls wird das funktionsspezifische Frontelement und die Abdeckung
entfernt, wobei die Abdeckung gegebenenfalls in einer späteren Verwendung ohne Modul
wieder montiert werden kann.
[0010] Das Modul passt formschlüssig in den Aufnahmeraum und wird in der Endstellung rastend
darin fixiert. Der Formschluss zwischen dem Aufnahmeraum und dem Modul ermöglicht
eine zwangsgeführte und damit codierte Steckung. Das Modul wird mit einer vollständig
geführten, linear gleitenden Montagebewegung umlenkungsfrei bis zum Anschlag in den
Aufnahmeraum eingeführt. Frontseitig des Moduls sind Griffe angeformt, die eine einfache
Handhabung ermöglichen.
[0011] Die elektrische Kontaktierung des Moduls mit Kontaktelementen des Gerätesockels erfolgt
während der Modulmontage selbsttätig und berührungsgeschützt im Bodenbereich des Aufnahmeraumes.
Die Kontaktelemente an dem Modul und in dem Aufnahmeraum sind geschützt vor Berührungen
und Beschädigungen in zueinander komplementären Freiräumen, Nuten und Aussparungen
angeordnet. Die komplementären Formen unterstützen neben der zwangsgeführten Steckung
des Moduls auch die korrekte Kontaktierung der Kontaktelemente.
[0012] Die Module enthalten insbesondere optische, mechanische und/oder elektrische Bauelemente.
Neben konventioneller Installationstechnik ist hier auch die Verwendung von Bustechnologien
möglich. Denkbar sind hier neben drahtgebundenen auch nicht drahtgebundene Komponenten
beispielsweise zur Datenübertragung mittels Funk- oder Infrarotsignalen.
[0013] Die Module können unterschiedlichste Funktionen erfüllen und bilden funktional in
sich geschlossene Baugruppen, so dass am Gerätesockel keine Veränderungen notwendig
sind. Insbesondere existieren Module, die je nach Anwendungsfall eingesetzt werden,
z. B. Überspannungsschutzmodule, Anzeige- und Beleuchtungsmodule, Alarmmodule, Datenverarbeitungsmodule
oder mechanische Funktionsmodule. Weiterhin kann in den Modulen die rückseitig eingehende
Netzspannung von den Kontaktelementen zur Frontseite hin in eine beliebige kleinere
Spannung oder andere Energieart umgewandelt werden. Visuelle Zustandsmeldungen erfolgen
über frontseitig des Moduls ausgeführte Lichtelemente. Zusätzlich ist eine akustische
Signalisierung möglich.
[0014] Eine mögliche Ausführungsform des elektrischen Installationsgerätes ist eine Steckdose
mit einem optional einbaubaren Überspannungsschutzmodul.
[0015] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Installationsgerätes mit Frontelement und mit Abdeckung.
- Figur 2
- eine frontseitige Ansicht eines Installationsgerätes ohne Abdeckung und ohne Modul.
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht des Installationsgerätes aus Figur 2 ohne Löseelemente.
- Figur 4
- eine frontseitige Ansicht eines Moduls.
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht des Moduls aus Figur 4.
- Figur 6
- eine weitere perspektivische Ansicht des Moduls aus Figur 4.
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht des Installationsgerätes und des Moduls vor der Montage.
- Figur 8
- eine frontseitige Ansicht des Installationsgerätes mit eingesetztem Modul.
[0017] Gleiche oder gleichwirkende Bauteile sind in der nachfolgenden Beschreibung mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0018] Nachfolgend wird der Aufbau und die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Installationsgerätes
1 näher beschrieben. Beispielhaft ist dabei ein Installationsgerät 1 in Form einer
Steckdose dargestellt, die mit einem Modul 2 für den Überspannungsschutz bestückt
wird.
[0019] Das Installationsgerät 1 weist einen Gerätesockel 3 auf, der prinzipiell kreisförmig
und blockartig ausgebildet ist und aus isolierenden Materialien besteht. Den Gerätesockel
3 umgibt außenseitig ein ringförmiger Tragrahmen 4, der vorzugsweise rastend befestigt
ist. Der Tragrahmen 4 ist entweder aus metallischen oder aus nichtmetallischen Werkstoffen,
vorzugsweise Kunststoff, gefertigt. Radial gegenüberliegend sind an dem Gerätesockel
3 bzw. an dem Tragrahmen 4 nicht näher dargestellte krallenartige Befestigungsmittel
vorgesehen, die die Befestigung des Installationsgerätes 1 in einem nicht dargestellten
ortsfesten Installationsgehäuse ermöglichen. Vorzugsweise bilden der Gerätesockel
3 und der Tragrahmen 4 eine Montageeinheit. Frontseitig ist ein funktionsspezifisches
Frontelement 5 befestigt, das je nach Anwendung ein- oder mehrteilig sein kann. (Figur
1)
[0020] In dem Gerätesockel 3 sind unter sogenannten Löseelementen 6 und 7 metallische Kontaktelemente
8 und 9 angeordnet, in die frontseitig Steckerstifte eines nicht dargestellten Gerätesteckers
gesteckt werden und die rückseitig über Anschlussklemmen 10 und 11 mit Versorgungsleitungen
verbunden werden. Des weiteren ist in dem Gerätesockel 3 ein mehrfach gebogener Erdungsbügel
12 angeordnet, der zur frontseitigen Kontaktierung eines Erdungskontaktes des Gerätesteckers
dient und der rückseitig über eine entsprechende Anschlussklemme 13 mit einem Erdleiter
verbunden wird.
[0021] Die beiden Kontaktelemente 8 und 9 sind mittig des Gerätesockels 3 in entsprechend
geformten Kammern 14 und 15 befestigt. Die Anschlussklemmen 10, 11 sind mit dem zugehörigen
Kontaktelement 8, 9, vorzugsweise rastend, elektrisch leitend verbunden und einheitlich
in einem Anschlussbereich 16 des Gerätesockels 3 angeordnet. Auf der radial gegenüberliegenden
Seite ist innerhalb des einstückigen Gerätesockels 3 durch eine radiale Außenwand
17 und eine geradlinige Innenwand 18 ein sich zylindrisch erstreckender Aufnahmeraum
19 gebildet, der eine kreissegmentförmige Grundfläche 20 aufweist, die durch eine
rückseitige Bodenplatte 21 gebildet wird. (Figuren 2 und 3)
[0022] Gemäß Figur 1 verschließt im unbestückten Zustand eine entfernbare Abdeckung 22 diesen
Aufnahmeraum 19, wobei die Abdeckung 22 flächenbündig zu den Löseelementen 6 und 7
angeordnet ist. An der Bodenplatte 21 innerhalb des Aufnahmeraumes 19 befinden sich
Rastnasen 23, die zur Fixierung des Moduls 2 dienen. In den Aufnahmeraum 19 erstrecken
sich bodenseitig die Kammern 14 und 15 der Kontaktelemente 8 und 9. Der Erdungsbügel
12 ist zwischen den beiden Kontaktelementen 8 und 9 angeordnet und verläuft zunächst
bodenseitig und dann abgebogen senkrecht entlang der Außenwand 17 im Aufnahmeraum
19. In diesen Aufnahmeraum 19 ist formschlüssig ein Modul 2 einsetzbar.
[0023] Gemäß der Figuren 4 bis 6 besteht das Modul 2 aus Isolationsmaterial und weist eine
zylindrische Raumerstreckung auf, beginnend mit einer kreissegmentförmigen Grundfläche
24 von der sich eine geradlinige Wandung 25 und eine gebogene Wandung 26 erstrecken,
die mit einem Deckel 27 verschlossen sind. An den Wandungen 25 und 26 sind verschiedene
Aussparungen, Freischnitte und Ansätze ausgebildet. In dem Modul 2 sind diverse Bauteile
angeordnet, beispielsweise Varistoren, Gasableiter, eine Leiterplatte, Widerstände,
Lichtelemente und Kontaktelemente. Hierdurch lässt sich zum Beispiel eine Überspannungsschutzeinheit
realisieren.
[0024] Umfangseitig an der gebogenen Wandung 26 des Moduls 2 und unterhalb einer mittig
angeordneten, nicht näher dargestellten Platine befinden sich zwei Varistoren 28,
wobei die Wandung 26 zur Bauteilkühlung bereichsweise Freischnitte 29 aufweist. Oberhalb
der Platine sind Widerstände und Lichtelemente angeordnet. An der Grundfläche 24 des
Moduls 2 sind Freiräume 30 und 31 ausgebildet, in denen Kontaktstifte 32 und 33 geschützt
aus dem Modul 2 geführt sind, die mit den Kontaktelementen 8 und 9 des Gerätesockels
3 elektrisch kontaktierbar sind. Zwischen den Freiräumen 30 und 31 ist eine Nut 34
ausgebildet, in die ein Kontaktstift 35 hineinragt, der den im Gerätesockel 3 verlaufenden
Erdungsbügel 12 kontaktiert. Darüber hinaus ist in dem Modul 2 eine Durchgangsbohrung
36 angeordnet, so dass auch eine Steckdosenvariante mit Erdungsstift realisierbar
ist, wobei die Anordnung und Kontaktierung des Kontaktstiftes 35 gleich bleibt. Innerhalb
der Nut 34 sind Ausnehmungen 37 zum rastenden Eingriff mit den Rastnasen 23 der Bodenplatte
21 ausgebildet.
[0025] Oberseitig des Moduls 2, vorzugsweise an dem Deckel 27, sind Fortsätze 38 ausgebildet,
die das Einstecken und ggfs. das Entfernen des Moduls 2 erleichtern. Des weiteren
befindet sich oberseitig des Moduls 2 randseitig ein stiftförmiger Ansatz 39, um Lichtsignale
aus dem Modul 2 gezielt an Anzeigeelemente in dem Frontelement 5 leiten zu können.
Hierzu ist zumindest der Ansatz 39 aus einem lichtleitfähigen Material, wie z. B.
PC oder PMMA, geformt. Ein Lichtelement in Form einer LED 40 ist in einer Aussparung
41 angeordnet. Zusätzlich ist in dem Deckel 27 ein Versprung 42 ausgebildet, um mechanische
Einrichtungen des Frontelementes 5 formschlüssig aufzunehmen, z. B. Elemente des erhöhten
Berührungsschutzes. Darüber hinaus befindet sich an der geraden Wandung 25 des Moduls
2 ein abgewinkelter Ansatz 43, in dem geschützt ein Zusatzkontakt 44 ausgeführt ist.
Nachfolgend wird die Montage bzw. Funktion des Installationsgerätes 1 kurz beschrieben.
(Figuren 7 und 8)
[0026] Eine Basisversion eines Installationsgerätes 1 besteht aus einem mit den Kontaktelementen
8 und 9 und dem Erdungsbügel 12 ausgestatteten Gerätesockel 3 und dem daran befestigten
Tragrahmen 4. Der Aufnahmeraum 19 ist durch eine Abdeckung 22 verschlossen und es
befindet sich kein Modul 2 darin. Eine derartige Einheit wird üblicherweise in einer
Installationsdose mittels der Anschlussklemmen 10, 11, 13 an Versorgungsleitungen
angeschlossen und durch die krallenartigen Befestigungsmittel fixiert. Abschließend
wird das Frontelement 5 befestigt.
[0027] Im Bedarfsfall wird das elektrische Installationsgerät 1 nachgerüstet, beispielsweise
um einen Überspannungsschutz zu integrieren. Hierzu wird das Frontelement 5 und anschließend
die Abdeckung 22 des Gerätesockels 3 entfernt. Aufgrund des Formschlusses kann ein
Modul 2 ohne Verkantungen linear bis zum Anschlag in den kreissegmentförmigen Aufnahmeraum
19 geschoben werden. Automatisch wird es dabei sowohl mechanisch verrastet als auch
elektrisch kontaktiert, ohne dass ein Ausbau der Installationseinheit 1 oder zusätzliche
Anschlussarbeiten notwendig sind. Frontseitig ist das Modul 2 nach der Montage flächenbündig
zu den Löseelementen 6 und 7 angeordnet. Lediglich die Fortsätze 38 ragen hervor,
schließen jedoch mit dem Tragrahmen 4 ab.
[0028] Beim Montagevorgang verrasten die von der Bodenplatte 21 des Aufnahmeraumes 19 vorstehenden
Rastnasen 23 in den Ausnehmungen 37 des Moduls 2. Die Kontaktstifte 32 und 33 gleiten
durch das formschlüssige Zusammenarbeiten der Kammern 14 und 15 und der Freiräume
30 und 31 in die Kontaktelemente 8 und 9. Die Kontaktierung der Kontaktstifte 32 und
33 in den Kontaktelementen 8 und 9 bleibt bei der Kontaktierung von Steckerstiften
eines Gerätesteckers in den selben Kontaktelementen 8 und 9 ohne mechanische Wechselwirkungen.
Der Kontaktstift 35 gleitet in einen Steckplatz 45 in dem Erdungsbügel 12, wobei der
Erdungsbügel 12 von der Nut 34 umschlossen wird. Der Zusatzkontakt 44 ist in der Nähe
des Kontaktelementes 8 positioniert.
[0029] Beim Anlegen einer Versorgungsspannung ist der Überspannungsschutz aktiv. Ein korrekt
gesteckter Gerätestecker bringt das auffedernde Kontaktelement 8 in Anlage zum Zusatzkontakt
44, so dass dieser Normalzustand durch grünes Licht signalisiert wird, das über den
lichtleitenden Ansatz 39 oder über die LED 40 nach außen, beispielsweise in das Frontelement
5, geleitet wird. Im Auslösefall bei zu hoher gerätezerstörerischer Spannung löst
das Überspannungsschutzmodul 2 aus. Das Licht wird rot, wobei optional ein akustischer
Alarm ausgelöst werden kann.
[0030] In diesem Fall muss das Modul 2 gewechselt werden, da es durch die Überspannung irreversibel
zerstört ist. Hierzu wird das Modul 2 an den Fortsätzen 38 gezogen, wobei die Rastnasen
23 federnd in den Ausnehmungen 37 nachgeben und ein Entfernen möglich ist. Sofern
ein Ersatz nicht sofort zur Hand ist, kann der Aufnahmeraum 19 durch die Abdeckung
22 bis zum Einsatz eines neuen Moduls wieder verschlossen werden.
[0031] Die vorstehende Beschreibung des Ausführungsbeispieles dient nur zu illustrativen
Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Installationsgerät
- 2
- Modul
- 3
- Gerätesockel
- 4
- Tragrahmen
- 5
- Frontelement
- 6
- Löseelement
- 7
- Löseelement
- 8
- Kontaktelement
- 9
- Kontaktelement
- 10
- Anschlussklemme
- 11
- Anschlussklemme
- 12
- Erdungsbügel
- 13
- Anschlussklemme
- 14
- Kammer
- 15
- Kammer
- 16
- Anschlussbereich
- 17
- Außenwand
- 18
- Innenwand
- 19
- Aufnahmeraum
- 20
- Grundfläche von 19
- 21
- Bodenplatte
- 22
- Abdeckung
- 23
- Rastnase
- 24
- Grundfläche von 2
- 25
- Wandung
- 26
- Wandung
- 27
- Deckel
- 28
- Varistor
- 29
- Freischnitt
- 30
- Freiraum
- 31
- Freiraum
- 32
- Kontaktstift
- 33
- Kontaktstift
- 34
- Nut
- 35
- Kontaktstift
- 36
- Durchgangsbohrung
- 37
- Ausnehmung
- 38
- Fortsätze
- 39
- Ansatz
- 40
- LED
- 41
- Aussparung
- 42
- Versprung
- 43
- Ansatz
- 44
- Zusatzkontakt
- 45
- Steckplatz
1. Elektrisches Installationsgerät (1) bestehend aus einem Gerätesockel (3), wobei im
Gerätesockel (3) angeordnete Kontaktelemente (8, 9, 12) von einer Rückseite des Gerätesockels
(3) an eine Netzspannung anschließbar sind, aus einem an dem Gerätesockel (3) befestigten
Tragrahmen (4), aus einem an einer Frontseite des Gerätesockels (3) befestigbaren
funktionsspezifischen Frontelement (5) und aus einem im Bedarfsfall nachrüstbaren
und an dem Gerätesockel (3) befestigbaren Modul (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätesockel (3) einen Aufnahmeraum (19) aufweist, der rückseitig durch eine
Bodenplatte (21) des Gerätesockels (3) und umfangsseitig durch Wände (17, 18) des
Gerätesockels (3) begrenzt ist und in den nach Entfernen des funktionsspezifischen Frontelementes (5) frontseitig ein separates Modul (2) einsteckbar ist.
2. Elektrisches Installationsgerät nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (21) und die Wände (17, 18) einstückig an dem Gerätesockel (3) ausgebildet
sind.
3. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (19) zylindrisch ausgebildet ist und eine kreissegmentartige Grundfläche
(20) aufweist.
4. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Aufnahmeraum (19) randseitig des Gerätesockels (3) befindet.
5. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gerätesockel (3) eine Abdeckung (22) verschwenkbar und/oder entfernbar angeordnet
ist, die den Aufnahmeraum (19) verschließt.
6. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (2) den Aufnahmeraum (19) formschlüssig ausfüllt.
7. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (2) frontseitig flächenbündig in dem Gerätesockel (3) angeordnet ist.
8. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (2) in dem Aufnahmeraum (19) lösbar befestigt ist.
9. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der mechanischen Positionierung des Moduls (2) in dem Aufnahmeraum (19) eine
selbsttätige elektrische Kontaktierung erfolgt.
10. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (2) mit dem Frontelement (5) mechanisch, elektrisch oder optisch verbindbar
ist.
11. Elektrisches Installationsgerät nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Installationsgerät (1) als elektrische Steckdose mit einem Überspannungsschutzmodul
ausgeführt ist.
1. Electrical service device (1) comprising a device cap (3), it being possible for contact
elements (8, 9, 12) which are arranged in the device cap (3) to be connected to a
mains voltage from a rear side of the device cap (3), comprising a supporting frame
(4) which is fastened to the device cap (3), comprising a function-specific front
element (5) which can be fastened to a front side of the device cap (3), and comprising
a module (2) which can be retrofitted if required and which can be fastened to the
device cap (3), characterized in that the device cap (3) has an accommodation area (19) which is delimited at the rear
side by a bottom plate (21) of the device cap (3) and circumferentially by walls (17,
18) of the device cap (3) and into which a separate module (2) can be inserted at
the front side after removal of the function-specific front element (5).
2. Electrical service device according to Patent Claim 1, characterized in that the bottom plate (21) and the walls (17, 18) are formed in one piece on the device
cap (3) .
3. Electrical service device according to either of the preceding patent claims, characterized in that the accommodation area (19) is of cylindrical design and has a base surface (20)
in the form of a segment of a circle.
4. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the accommodation area (19) is located at the edge of the device cap (3).
5. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that a cover (22) is arranged on the device cap (3) such that it can pivot and/or can
be removed, the said cover closing off the accommodation area (19).
6. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the module (2) fills the accommodation area (19) in an interlocking manner.
7. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the module (2) is arranged in the device cap (3) on the front side flush with the
surface.
8. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the module (2) is releasably fastened in the accommodation area (19) .
9. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that electrical contact is automatically made when the module (2) is mechanically positioned
in the accommodation area (19).
10. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the module (2) can be mechanically, electrically or optically connected to the front
element (5).
11. Electrical service device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the electrical service device (1) is embodied as an electrical socket outlet with
a surge protection module.
1. Appareil d'installation électrique (1) constitué d'une base d'appareil (3), des éléments
de contact (8, 9, 12) disposés dans la base d'appareil (3) pouvant être raccordés
à une tension secteur par une face arrière de la base d'appareil (3), d'un cadre porteur
(4) fixé à la base d'appareil (3), d'un élément frontal (5) fonctionnellement spécifique
pouvant être fixé à une face frontale de la base d'appareil (3) et d'un module (2)
pouvant éventuellement être monté ultérieurement et pouvant être fixé à la base d'appareil
(3), caractérisé en ce que la base d'appareil (3) comporte un espace de réception (19) qui est délimité vers
l'arrière par une plaque de fond (21) de la base d'appareil (3) et vers la périphérie
par des parois (17, 18) de la base d'appareil (3) et dans lequel un module distinct
(2) peut être enfiché côté frontal après que l'élément frontal fonctionnellement spécifique
(5) a été retiré.
2. Appareil d'installation électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque de fond (21) et les parois (17, 18) sont réalisées d'un seul tenant sur
la base d'appareil (3).
3. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace de réception (19) est cylindrique et présente une surface de base (20) ayant
la forme d'un segment de cercle.
4. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace de réception (19) est situé au bord de la base d'appareil (3).
5. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un couvercle (22), qui ferme l'espace de réception (19), est disposé de manière pivotante
et/ou amovible sur la base d'appareil (3).
6. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module (2) remplit l'espace de réception (19) par complémentarité de forme.
7. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module (2) est disposé côté frontal de manière affleurante dans la base d'appareil
(3).
8. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module (2) est fixé de manière amovible dans l'espace de réception (19).
9. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un contact électrique automatique se produit lors du positionnement mécanique du module
(2) dans l'espace de réception (19).
10. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module (2) peut être relié mécaniquement, électriquement ou optiquement à l'élément
frontal (5).
11. Appareil d'installation électrique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil d'installation électrique (1) est réalisé sous la forme d'une prise électrique
pourvue d'un module de protection contre les surtensions.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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