[0001] Die Erfindung betrifft einen Strickkopf für eine Rundstrickmaschine sowie eine Rundstrickmaschine,
die mit einem solchen Strickkopf ausgerüstet ist.
[0002] Rundstrickmaschinen sind aus dem Stand der Technik, wie er beispielsweise durch die
AT 395867 B repräsentiert ist, grundsätzlich bekannt. Weiter offenbart die
CH 529867 A den grundsätzlichen Aufbau einer Rundstrickmaschine. Zu der Rundstrickmaschine gehören
neben Hilfsaggregaten, Maschinensteuerungen und dergleichen, grundsätzlich ein Maschinengestell,
in dem ein Strickkopf gelagert ist. Zu dem Strickkopf gehören ein Strickzylinder,
ein Strickschloss und ein Tragring sowie gegebenenfalls Rippscheiben, Rippschloss
und ähnliches. Der Tragring ist ein großes, relativ schweres und dabei steifes Maschinenteil,
an dem der Strickzylinder drehbar gelagert ist und welches das Strickschloss trägt.
Zusätzlich hat der Tragring weitere Funktionen. Beispielsweise nimmt er ein Antriebsritzel
auf, mit dem der Strickzylinder in Drehung zu versetzen ist. Weiter kann er einen
Handantrieb zur manuellen Bewegung des Strickzylinders, Kabelführungen, Ölzuführleitungen
bzw. Öldurchführöffnungen, Druckluftzuführungen und Halterungselemente für die Garnzuführung
enthalten.
[0003] Weil das Zylinderhauptlager des Strickzylinders in den Tragring integriert ist, muss
der Strickkopf innerhalb der Strickmaschine aufgebaut und justiert werden. Damit können
die zum Errichten des Maschinengestells und des Strickkopf erforderlichen Arbeiten
nur nacheinander durchgeführt werden, was zu einer relativ langen Gesamtmontagezeit
für die Strickmaschine führt. Soll der Strickkopf in einer Strickerei, beispielsweise
zur Behebung eines Maschinenschadens oder bei der Umstellung einer Strickmaschine
auf eine andere Teilung oder einen anderen Durchmesser ausgetauscht werden, ist dies
bei vorhandenen Maschinenkonzepten zumindest schwierig. Wird der Strickkopf mitsamt
Tragring aus der Maschine genommen, ist eine sehr große Masse zu bewegen. Alternativ
kann der Strickkopf in der Maschine demontiert und in seinen Einzelteilen aus der
Maschine genommen werden. dies ist mühsam, umständlich und erfordert außerordentliche
Fachkenntnisse.
[0004] Hiervon ausgehend, ist es Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Konzept anzugeben,
mit dem sich Maschinenmontagezeiten verringern und Wartungen, insbesondere Vorortwartungen,
vereinfachen lassen.
[0005] Diese Aufgabe wird mit dem Strickkopf nach Anspruch 1 gelöst:
[0006] Der erfindungsgemäße Strickkopf weist keinen eigenen Tragring mehr auf. Anstelle
dessen ist der Tragring nun der Rundstrickmaschine zugeordnet, d.h. er ist Teil des
Maschinengestells. Der Strickkopf weist jedoch einen eigenen Kopfring auf, der der
Lagerung des Strickzylinders dient und der seinerseits über eine geeignete vorzugsweise
standardisierte Schnittstelle mit dem Tragring verbunden ist. Der Kopfring kann wesentlich
schlanker und somit auch leichter ausfallen als der bisherige Tragring. Der Kopfring
bezieht seine strukturelle Steifigkeit im eingebauten Falle von dem gestellseitig
fest montierten Tragring. War das Gewicht des Tragrings von bis zu ca. 250 kg bislang
dem Strickkopf zuzuordnen, ist der Tragring nun Teil des Maschinengestells. Das Gewicht
eines großen Strickkopfs kann dadurch von bislang ca. 600 kg auf deutlich niedrigere
Werte beispielsweise um 350 kg reduziert werden. Die für die Handhabung eines Strickkopfs,
das Einsetzen desselben in das Maschinengestell, und das Herausnehmen des Strickkopfs
aus dem Maschinengestell erforderliche Technik kann dadurch wesentlich vereinfacht
werden. Das massive Maschinengestell erfordert hingegen aufgrund seines hohen Gewichts
bei der Beförderung bzw. bei der Montage ohnehin entsprechende Hebezeuge. Die Vergrößerung
des Gewichts des Maschinengestells durch die Zuordnung des Tragrings zu dem Maschinengestell
spielt hinsichtlich des Aufwands beim Herstellen, Transportieren und Aufstellen der
Strickmaschine eine untergeordnete Rolle. Durch die Gewichtsoptimierung innerhalb
der Strickmaschine und die damit verbundene Gewichtsreduzierung des Strickkopfes wird
die Wartung und gegebenenfalls auch Auswechseln des Strickkopfs wesentlich erleichtert.
Auch wird beispielsweise die Montage des unterhalb des Strickzylinders angeordneten,
diesen tragenden Kugellagers wegen des reduzierten Gewichts der zu handhabenden Teile
erleichtert. Die Lagerung des Strickzylinders, d.h. das Zylinderhauptlager ist mit
allen seinen Bestandteilen Teil des Strickkopfes und ausschließlich diesem zugeordnet.
[0007] Der an dem Strickkopf angeordnete Kopfring ist aufgrund seiner Dimensionierung seiner
Stabilität und seines geringen Gewichts nicht als zentrales, tragendes Element der
Strickmaschine geeignet. Das zentrale tragende Element bleibt der Tragring, der nun
aber nicht mehr zum Strickkopf gehört. Die Schnittstelle zwischen dem Kopfring und
dem Tragring ist vorzugsweise in Gestalt präzise bearbeiteter und gegebenenfalls fein
bearbeiteter Anlageflächen an dem Kopfring und an dem Tragring ausgebildet, die für
mehrere Maschinentypen möglichst einheitlich sind. Dadurch können Maschinengestelle
und/oder Strickköpfe verschiedener Maschinentypen vereinheitlicht werden, was den
Fertigungsaufwand senkt.
[0008] Das zur Lagerung des Strickzylinders dienende Zylinderhauptlagerist vorzugsweise
ein Wälzlager mit Wälzkörpern in Gestalt von Zylinder oder Kegelrollen, Tonnen, Nadeln
oder Kugeln. Zu dem Zylinderhauptlager gehören Laufflächen, von denen mindestens eine
an dem Kopfring und mindestens eine andere an dem Strickzylinder oder einem Zylindertragring
angeordnet ist. Die Lauffläche kann dabei unmittelbar an dem betreffenden Ring oder
an einem entsprechenden von dem jeweiligen Ring getragenen Element, wie beispielsweise
einem Profildraht oder auch einem Runddraht ausgebildet sein. Die betreffenden Ringe
haben dann Sitzflächen für die Aufnahme der Lagerungsteile.
[0009] Der Kopfring weist vorzugsweise mindestens eine ringförmige ringsum führende, vorzugsweise
ebene Anlagefläche auf, die als Axialanlagefläche dient. Ihr ist eine entsprechende
ebenso große, vorzugsweise ringsum durchgehende ununterbrochene Anlagefläche an dem
Tragring zugeordnet. Durch die flächenhafte Auflage des Kopfrings auf dem Tragring
wird der Kopfring an seinem gesamten Umfang gleichmäßig unterstützt und ortsfest gelagert.
[0010] Weiter weist der Kopfring vorzugsweise eine zum Beispiel zylindrisch ausgebildete
Umfangsfläche auf, der wiederum eine entsprechende Fläche des Tragrings zugeordnet
sein kann. Durch diese Anordnung wird eine gute Zentrierung des Kopfrings erreicht.
Es können mehrere ringförmige, ebene oder zylindrische Anlagefläche, wie oben erwähnt,
an dem Kopfring vorgesehen sein.
[0011] Ein erfindungsgemäßer Strickkopf kann in einer Einfonturigen Strickmaschine (Single
Jersey) oder in einer Doppelfonturigen Strickmaschine(Double Jersey), welche eine
Rippscheibe enthält, Verwendung finden.
[0012] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
der Zeichnung, der Beschreibung oder aus Unteransprüchen. Die Beschreibung beschränkt
sich auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung
offenbart weitere Details und ist ergänzend heranzuziehen. Es zeigen:
Figur 1 eine Rundstrickmaschine in einer schematisierten vereinfachten Seitenansicht,
Figur 2 die Rundstrickmaschine nach Figur 1, in einer ausschnittsweisen Vertikalschnittdarstellung,
Figur 3 einen Teil der Rundstrickmaschine nach Figur 2, in einer gesonderten Schnittdarstellung,
Figur 4 einen anderen Teil der in Figur 1 und 2 veranschaulichten Rundstrickmaschine,
in ausschnittsweiser Vertikalschnittdarstellung und
Figur 5 eine ausschnittsweise Vertikalschnittdarstellung durch das Zylinderhauptlager
des in Figur 2 veranschaulichten zu der Strickmaschine gehörigen Strickkopfes.
[0013] In Figur 1 ist eine Rundstrickmaschine 1 veranschaulicht. Zu ihr gehört ein Maschinengestell
2, das auf einem Boden 3 ruht und die wesentlichen Komponenten der Strickmaschine
1 trägt. An dem Maschinengestell 2 ist oben ein Träger 4 für Anbauten angeordnet,
zu denen beispielsweise Fadenliefergeräte 5, 6, 7,8 gehören. Diese führen jeder der
zahlreichen Strickstellen der Rundstrickmaschine 1 jeweils mindestens einen Faden
9, 10 zu. Ein zu der Rundstrickmaschine 1 gehöriger Strickkopf 11 erzeugt aus diesen
Fäden 9, 10 (und einer großen Vielzahl von in Figur 1 nicht gezeigten Fäden) die gewünschte
gestrickte Ware, die beispielsweise unterhalb des Strickkopfs 11 in dem Maschinengestell
2 von einer Abzugseinrichtung 12 aufgewickelt wird. Zu dieser gehören z.B. mehrere
horizontal angeordnete Walzen 13, 14, die in einem um eine vertikale Achse drehenden
Gestell 15 angeordnet sind. Das Gestell 15 rotiert um die Vertikalachse vorzugsweise
synchron zu dem Strickkopf 11.
[0014] Der Aufbau des Strickkopfs 11 geht insbesondere aus der von Figur 2 gegebenen Teildarstellung
der Strickmaschine 1 hervor. Zu dem Strickkopf 11 gehört ein Strickzylinder 16, der
als Hohlzylinder ausgebildet ist. An seinem Außenumfang sind vertikale schlitzartige
Nadelkanäle 17 angeordnet. In jedem Nadelkanal 17 ist jeweils eine Stricknadel 18
und gegebenenfalls weitere Systemteile längs verschiebbar gelagert. Eine solche Stricknadel
18 weist an ihrem oberen, aus dem Nadelkanal herausragenden Ende einen Haken 19 zur
Ausbildung der gewünschten Maschenware auf. An einem von dem Haken 19 entfernten Abschnitt
ist die Stricknadel 18 mit einem Fuß 20 versehen, der etwa radial von dem Strickzylinder
16 weg steht und aus dem Nadelkanal 17 heraus ragt.
[0015] Der in Betrieb um die Vertikalachse drehende Strickzylinder 16 ist, zumindest im
vorliegenden Ausführungsbeispiel, an seinem oberen Ende mit einer konzentrisch zu
ihm angeordneten ringförmigen Platinenring 21 verbunden, die mit Radialnuten versehen
ist. In diesen sitzen Niederhalterplatinen 22, die in der Platinenring 21 radial beweglich
sind und mit den Stricknadeln 18, insbesondere deren Haken 19 zusammenwirken, um das
gewünschte Gestrick zu bilden. Jede Niederhalterplatine 22 weist einen Fuß 23 auf,
der aus der Platinenring 21 herausragt.
[0016] Der Strickzylinder 16 ist von einem insgesamt ringförmigen Nadelschloss 24 umgeben,
das an seiner der Außenfläche des Strickzylinders 16 zugewandten Seite mindestens
einen Führungskanal bzw. eine Führungsbahn 25 aufweist, in dem sich der Fuß 20, der
Stricknadel 18, sowie die Füße weiterer Stricknadeln hinein erstreckt. Das Nadelschloss
24 kann auch mehrere vertikal gegeneinander versetzt angeordnete Führungsbahnen 25
aufweisen, wobei die Stricknadeln 18 dann mit unterschiedlichen Führungsbahnen in
Eingriff stehen können.
[0017] In ähnlicher Weise ist der Platinenring 21 ein Platinenschloss 26 zugeordnet, das
mindestens eine Führungsbahn 27 für die Niederhalterplatinen 22 aufweist. Die Führungsbahnen
25, 27 haben ein in Längsrichtung der Stricknadel 18 bzw. der Niederhalterplatinen
22 ansteigendes und absteigendes Profil. Die Relativdrehung zwischen dem Strickzylinder
16 und dem Nadelschloss 24 bewirkt somit die axiale Austreib- und Rückzugbewegung
der Stricknadel 18. Ebenso bewirkt die Relativdrehung zwischen der Platinenring 21
und dem Platinenschloss 26 die radiale hin und her gehende Bewegung der Niederhalterplatine
22.
[0018] Dem Strickzylinder 16 ist ein Zylindertragring 28 zugeordnet, auf dem das untere
Ende des Strickzylinders 16 ruht und der vorzugsweise konzentrisch zu dem Strickzylinder
16 angeordnet sowie fest mit diesem verbunden ist. Der Zylindertragring 28 dient der
drehbaren Lagerung des Strickzylinders 16 mittels eines Zylinderhauptlagers 29. Außerdem
ist ein Kopfring 30 vorgesehen, der in der Rundstrickmaschine 1 ruhend angeordnet
ist. Der Antrieb des Strickzylinders 16 kann durch jedes geeignete Mittel wie zum
Beispiel einen Antriebsring 31 bewirkt werden, der innen oder außen eine Verzahnung
32 trägt. Diese kann mit einem Ritzel 33 kämmen, das zum Beispiel von einem Elektromotor
angetrieben ist.
[0019] Der Kopfring 30 ist ein relativ filigranes Maschinenteil, das über keine eigene ausreichende
Steifigkeit verfügt, um beispielsweise lediglich punktuell mit dem Maschinengestell
verbunden zu werden. Da der Kopfring 30 die Last des Strickzylinders 16 aufzunehmen
hat, stütz er sich deshalb über eine entsprechende Schnittstelle 34 an einem Tragring
35 ab, der zu dem Maschinengestell 2 gehört und mit diesem verbunden ist. Der Tragring
35 nimmt die von dem Kopfring 30 ausgehende Last an entsprechenden Sitzflächen 36,
37 auf und leitet sie in einzelne Streben des Maschinengestells 2 ab. Beispielsweise
ist eine erste Sitzfläche 36 als ebene Ringfläche ausgebildet, während die zweite
Sitzfläche 37 als anschließende Zylinderfläche ausgebildet sein kann. Der Kopfring
30 weist dazu an seiner unteren Stirnseite eine Anlagefläche 38 und an seinem Außenumfang
eine ringsum führende vorzugsweise zylindrische Anlagefläche 39 auf. Die Anlagefläche
38 liegt flächenhaft gleichmäßig auf der Sitzfläche 36 auf. Die Anlagefläche 39 wird
von der Sitzfläche 37 zentriert. Diese Verhältnisse sind insbesondere in Figur 3 veranschaulicht.
Die Sitzflächen 36, 37 des Tragrings 35 und die Anlageflächen 38, 39 des Kopfrings
30 bilden zusammen die Schnittstelle 34. Der Kopfring 30 stellt einen Zwischenring
zwischen dem Tragring 35 und dem Zylinderhauptlager 29 dar. Zugleich trägt er das
Nadelschloss 24. Dazu dient eine Aufnahmeeinrichtung 40 die in Form eines Verstellrings
ausgebildet sein kann zur Höheneinstellung des Nadelschlosses 24. Der Verstellring
40 kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Beispielsweise nimmt er an seiner Oberseite
das Nadelschloss 24 auf. Über ein oder mehrere Verstellelemente 41, zum Beispiel in
Gestalt eines Gewinderings, stützt sich der Verstellring 40 auf dem Kopfring 30 ab.
[0020] Der Kopfring 30, der Verstellring 40 und das Nadelschloss 24 ruhen bei Betrieb der
Rundstrickmaschine, während der Strickzylinder 16 dreht. Ebenso ruht das Platinenschloss
26. Dieses kann über Streben 42 mit dem Kopfring 30 verbunden sein, wie es Figur 4
anhand einer etwas abgewandelten Ausführungsform veranschaulicht. Solche Streben 42
erstrecken sich in Vertikalrichtung an mehreren Stellen des Umfangs des Kopfrings
30 von diesem ausgehend nach oben und sie sind oben mit dem Platinenschloss 26 verbunden.
[0021] Figur 5 veranschaulicht den Aufbau des Zylinderhauptlagers 29 gesondert. Der Kopfring
30 kann, wie dargestellt, zweiteilig ausgebildet sein und aus zwei Teilringen 30a,
30b bestehen. Diese definieren zwischen einander eine ringförmige nutartige Ausnehmung
43. In diese können geeignete Lagerringe eingelegt sein, hier beispielsweise in Gestalt
von Lagerdrähten 44, 45, die Laufflächen 44a, 45a für beispielsweise kugelförmige
Wälzkörper 46 bereitstellen.
[0022] Der Zylindertragring 28 definiert in ähnlicher Weise eine der Ausnehmung 43 gegenüber
liegende ringförmige, nutartige Ausnehmung 47, in der weitere Drähte 48, 49 angeordnet
sind, um Laufflächen 48a, 49a für die Wälzkörper 46 bereit zu stellen. Diese können
in einer Kunststoffkette 50 angeordnet sein, die ein Lagerkäfig bildet.
[0023] Wie Figur 4 veranschaulicht, kann die Schnittstelle 34 an dem Kopfring 30 auch mehrfach
gestuft ausgebildet sein. Beispielsweise können dazu die Anlageflächen 38, 39 in Teilflächen
38a, 38b, unterteilt sein. Ebenso können die Anlageflächen 39 in entsprechende Teilflächen
39a, 39b unterteilt sein. Die zugehörigen Sitzflächen 36, 37 können entsprechend in
Teilflächen unterteilt sein. Ansonsten gilt die vorstehende Beschreibung entsprechend.
[0024] Die in Figur 1 veranschaulichte Strickmaschine 1 weist, wie oben beschrieben, einen
Strickkopf 11 auf, der als eigenständige Baugruppe ausgebildet ist, wobei das Zylinderhauptlager
29 Teil des Strickkopfes 11 ist und er an der Schnittstelle 34 endet. Er kann von
dem Tragring 35 getrennt aus der Strickmaschine 1 herausgeführt und auf gleichem Wege
auch wieder in die Strickmaschine 1 eingesetzt werden. Der aus der Strickmaschine
1 entnommene Strickkopf kann aufgrund der im Strickkopf enthaltenen Lagerung 29 auf
dem Kopfring 30 rotieren. Somit ist es möglich, Bewegungsabläufe der Stricknadeln
18, der Niederhalteplatinen 22 und sonstiger Systemteile außerhalb der Strickmaschine
1 aufeinander abzustimmen, ohne dass ein Maschinengestell dazu benötigt wird. Ein
Produktionsbetrieb ohne Maschinengestell ist nicht möglich, jedoch kann die Feinabstimmung
der beweglichen Systemteile vor der Inbetriebnahme durchgeführt werden. Der Strickkopfwechsel
1 gestaltet sich im Vergleich zu Rundstrickmaschinen gemäß dem Stand der Technik vereinfacht,
bei denen zu dem Strickkopf 11 der Tragring 35 gehört. Bei der erfindungsgemäßen Strickmaschine
gehört der Tragring 35 hingegen zu dem Maschinengestell 2 und die komplette Lagerung
29 zu dem Strickkopf 11.
[0025] Durch das erfindungsgemäße Konzept kann der Strickkopf 11 komplett vormontiert und
justiert und zum gegebenen Zeitpunkt in die Rundstrickmaschine 1 eingesetzt werden.
Dadurch können das Maschinengestell und der Strickkopf zeitgleich zusammengebaut werden.
Durch die Parallelmontage verringert sich die Montagezeit.
[0026] Es wird für eine Rundstrickmaschine 1 ein Strickkopf 11 vorgeschlagen, der das komplette
Zylinderhauptlager 29 enthält und der an seinem unteren Ende mit einer standardisierten
Schnittstelle 34 zur Aufnahme mit einem maschinengestellseitigen Tragring 35 versehen
ist. Der Tragring 35 unterstützt den Kopfring 30 entlang des gesamten Umfangs, desselben
vorzugsweise mit einer zusammenhängenden ringsum laufenden Sitzfläche 36.
Bezugszeichen
[0027]
- 1
- Rundstrickmaschine
- 2
- Maschinengestell
- 3
- Boden
- 4
- Träger
- 5, 6, 7, 8
- Fadenliefergeräte
- 9, 10
- Faden
- 11
- Strickkopf
- 12
- Abzugseinrichtung
- 13, 14
- Walzen
- 15
- Gestell
- 16
- Strickzylinder
- 17
- Nadelkanal
- 18
- Stricknadel
- 19
- Haken
- 20
- Fuß
- 21
- Platinenring
- 22
- Niederhalterplatinen
- 23
- Fuß
- 24
- Nadelschloss
- 25
- Führungsbahn
- 26
- Platinenschloss
- 27
- Führungsbahn
- 28
- Zylindertragring
- 29
- Zylinderhauptlager
- 30
- Kopfring
- 30a, 30b
- Teilringe
- 31
- Antriebsring
- 32
- Verzahnung
- 33
- Ritzel
- 34
- Schnittstelle
- 35
- Tragring
- 36, 37
- Sitzflächen
- 38, 39
- Anlageflächen
- 40
- Aufnahmeeinrichtung, Verstellring
- 41
- Verstellelemente
- 42
- Strebe
- 43
- Ausnehmung
- 44, 45
- Drähte
- 44a, 45a
- Lauffläche
- 46
- Wälzkörper
- 47
- Ausnehmung
- 48, 49
- Drähte
- 48a, 49a
- Lauffläche
- 50
- Kette
1. Strickkopf (11) für eine Rundstrickmaschine (1),
mit einem Strickzylinder (16), der Nadelkanäle (17) für Stricknadeln (18) aufweist,
mit einem Nadelschloss (24), das konzentrisch zu dem Strickzylinder (16) angeordnet
ist und diesen an seiner Außenseite umfasst,
mit einem Kopfring (30) und einem Zylindertragring (28) und
mit einem Zylinderhauptlager (29) zur drehbaren Lagerung des Strickzylinders (16).
2. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass das Zylinderhauptlager (29) zwischen dem Kopfring (30) und dem Zylindertragring (28)
angeordnet ist.
3. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30), an dem eine Lauffläche (44a) des Zylinderhauptlagers (29) ausgebildet
ist, zur Befestigung in einem Maschinengestell (2) der Rundstrickmaschine (1) eingerichtet
ist.
4. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30) zur Aufnahme in einem zu dem Maschinengestell (2) gehörigen Tragring
(35) eingerichtet ist.
5. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderhauptlager (29) mindestens zwei gegeneinander drehbare Laufflächen (44a,
48a) umfasst.
6. Strickkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Laufflächen (44a, 48a) Wälzkörper (46) angeordnet sind.
7. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30) in zwei zueinander konzentrisch angeordnete Teilringe (30a, 30b)
unterteilt ausgebildet ist, die miteinander verbunden sind.
8. Strickkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Teilringe (30a, 30b) jeweils mindestens eine Lauffläche (44a, 45a) aufweist.
9. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30) mindestens eine ringförmige ringsumführende Anlagefläche (38) aufweist.
10. Strickkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (38) eben ausgebildet ist.
11. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30) mindestens eine als Anlagefläche (39) ausgebildete Umfangsfläche
aufweist.
12. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfring (30) mit einer Aufnahmeeinrichtung (40) für das Nadelschloss (24) versehen
ist.
13. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylindertragring (28) drehfest mit dem Strickzylinder (16) verbunden ist.
14. Strickkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Strickzylinder (16) eine Antriebsseinrichtung (31, 32, 33) zugeordnet ist.
15. Strickmaschine mit einem Strickkopf nach Anspruch 1, bei der der Tragring (35) fester
Bestandteil des Maschinengestells (2) ist.