[0001] Die Erfindung betrifft eine Zungennadel, die in Textilmaschinen Anwendung finden
kann. Solche Textilmaschinen sind zum Beispiel Rundstrickmaschinen, Flachstrickmaschinen
oder Wirkmaschinen.
[0002] Eine Zungennadel, wie sie prinzipiell aus der
DE 36 00 621 C1 bekannt ist, weist einen Grundkörper mit einem endseitigen Haken auf. In der Nähe
des Hakens ist der Grundkörper mit einem Zungenschlitz versehen. Eine zum Öffnen und
Schließen des Hakens dienende Zunge ragt mit einem Ende in den Zungenschlitz hinein.
An dem Ende der Zunge ist ein Zungenloch vorgesehen, das von einem Achsstift durchgriffen
ist. Der Zungenschlitz ist von zwei Schlitzwänden begrenzt. In jeder Schlitzwand ist
ein Wandloch ausgebildet. Beide Wandlöcher fluchten miteinander. Der Achsstift durchgreift
das Zungenloch und ist mit seinen Enden in den Wandlöchern gehalten. Die außen liegenden
Ränder der beiden Wandlöcher sind radial nach innen verformt, so dass der Achsstift
bezüglich seiner Axialrichtung fest am Platz gehalten ist.
[0003] Bei dieser Lösung ist die Zunge mit ihrem Zungenloch auf dem ruhend gehaltenen Achsstift
schwenkbar gelagert. Hier konzentriert sich etwaiger Lagerverschleiß auf relativ kleine
Flächen.
[0005] Die
DE-PS 917243 und die
DE-AS 1906892 offenbaren Zungennadeln mit mitdrehendem Achsstift. Dazu sieht die
DE 917243 in Figur 2 ein Zungenloch vor, das einen geringeren Durchmesser aufweist als die
Wandlöcher. Der Achsstift besteht aus Kunststoff und weist einen größeren Durchmesser
als das Zungenloch, jedoch einen kleineren Durchmesser als die Wandlöcher auf. Wird
er mit entsprechender Kraft in das Zungenloch eingezogen, sitzt er darin im Presssitz.
Die aus der Zunge herausragenden Enden des Achsstifts sind in den Wandlöchern drehbar
gelagert.
[0006] Die
DE 1906892 beruht hingegen auf einem Achsstift aus Stahl. Das Zungenloch weist wiederum einen
geringeren Durchmesser als die Wandlöcher auf. Der in das Zungenloch eingesetzte Achsstift
ist axial zusammengestaucht, so dass er im Presssitz in dem Zungenloch sitzt. Die
aus dem Zungenloch herausschauenden Enden bilden kegelstumpfförmige Nietköpfe, die
in den Wandlöchern drehbar gelagert sind.
[0007] Während die vorstehenden Druckschriften grundsätzlich von Achsstiften ausgehen, deren
beide Enden im Wesentlichen gleich ausgebildet sind, sieht die
DE 35 46 037 C2 einen Achsstift vor, der bezüglich der Zunge asymmetrisch angeordnet ist. Hier ist
lediglich eine Schlitzwand mit einem Wandloch versehen, das den Achsstift aufnimmt.
Die gegenüber liegende Schlitzwand hat kein Wandloch. Der Achsstift liegt mit seiner
Stirnseite an dieser Schlitzwand an. Wiederum ist die Zunge drehbar auf den runden
Achsstift gelagert.
[0008] Die vorstehend genannten Lösungen beruhen, soweit sie sich auf Achsstifte beziehen,
die sich mit der Zunge mitdrehen, auf einem Presssitz zwischen Zunge und Achsstift.
Die präzise Herstellung derartiger Lagereinrichtungen kann in der Massenproduktion
zu Qualitätsproblemen führen.
[0009] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Zungennadel zu schaffen, deren
Lagereinrichtung eine hohe Präzision mit guter Verschleißfestigkeit verbindet.
[0010] Diese Aufgabe wird mit der Zungennadel nach Anspruch 1 gelöst:
Die erfindungsgemäße Zungennadel weist einen drehfest mit der Zunge verbundenen Achsstift
auf. Zur drehfesten Sicherung des Achsstifts an dem Schaft der Zunge dient ein Formschluss.
Dieser wird durch einen unrunden Querschnitt des Zungenlochs im Zungenschaft erreicht.
Der Achsstift weist vorzugsweise einen passenden ebenfalls unrunden Querschnitt auf.
Alternativ kann er sich an den unrunden Querschnitt des Zungenlochs anpassen, wenn
eine entsprechende Materialverformbarkeit gegeben ist. Auch kann ein zumindest abschnittsweise
unrunder Achsstift Verwendung finden, der ein ursprünglich anders geformtes Zungenloch
unrund verformt. Der so oder auch anders erreichte Presssitz kann zur axialen Sicherung
des Achsstifts in dem Zungenloch dienen wobei der gleichzeitig vorhandene Formschluss
die drehfeste Verbindung zwischen dem Achsstift und der Zunge bewirkt.
[0011] Der Formschluss zwischen dem Achsstift und dem Zungenloch verhindert wirksam und
dauerhaft eine Verdrehung des Achsstifts gegen die Zunge. So kann sichergestellt werden,
dass der Achsstift mit seinen aus dem Zungenloch rausragenden Enden als Lager wirkt,
wobei die entsprechenden Gegenlagerflächen durch die Wandungen der beiden Wandlöcher
gebildet werden. Reibung und Verschleiß verteilen sich auf eine relativ große Fläche,
was zu hoher Dauerhaftigkeit führt. Die beiden den Achsstift stützenden Lager sind
somit in den Wänden ausgebildet, die den Zungenschlitz begrenzen. Der vorhandene Lagerabstand
reduziert die Kippneigung der Zunge, so dass zusätzlich zur Führung der Zunge durch
die Schlitzwände ein weiteres die Präzision der Zungenführung verbesserndes Mittel
gegeben ist.
[0012] Der unrunde Querschnitt des Zungenlochs und der Formschluss zwischen dem Zungenschaft
der Zunge und dem Achsstift stellen sicher, dass der Achsstift sich immer mit der
Zunge mitdreht. Auch wenn die Wandlöcher mit Schmutz, beispielsweise Abrieb, Staub
und dergleichen belastet sind und der Achsstift dadurch gebremst wird, wird doch verhindert,
dass die Zunge anfängt sich auf dem Achsstift zu drehen.
[0013] Vorzugsweise weist der Achsstift zumindest einen ersten Abschnitt auf, dessen Querschnitt
mit dem Querschnitt des Zungelochs übereinstimmt. Dieser erste Abschnitt stellt den
Formschluss zwischen dem Zungenloch und dem unrunden Querschnitt des Achsstifts sicher.
Dieser erste Abschnitt kann beispielsweise als Zylinder ausgebildet sein, dessen Mantelfläche
mindestens eine Einkerbung, Abflachung oder dergleichen aufweist. An diesem ersten
Abschnitt schließt sich optional aber vorzugsweise ein zweiter Abschnitt an, der eine
der Zunge zugewandte Anlagefläche aufweist. Diese stellt beim Einfügen des Achsstifts
in das Zungenloch sicher, dass der Achsstift in die gewünschte Mittelposition überführt
wird, in der beide Enden des Achsstifts ungefähr gleich weit aus dem Zungenloch heraus
ragen.
[0014] Es ist möglich nur den ersten Abschnitt des Achsstifts mit einem unrunden Querschnitt
zu versehen und den zweiten Abschnitt des Achsstifts zylindrisch auszubilden. Es ist
alternativ auch möglich beide Abschnitte mit einem unrunden Querschnitt zu versehen.
Der erste und der zweite Abschnitt können optional gegeneinander verdreht sein, um
an dem Achsstift eine Anlagefläche zur Zentrierung desselben wie oben erläutert zu
schaffen. Zwei unrunde Querschnitte können Bedeutung haben, wenn der unrunde Achsstiftquerschnitt
dazu benutzt werden soll, das Wandloch bei Drehung der Zunge von Verunreinigungen
zu befreien.
[0015] Der Achsstift kann wahlweise sowohl mit geringem Spiel als auch mit enger Passung
oder mit Übermaß in dem Zungenloch sitzen. Ist zwischen dem Achsstift und dem Zungenloch
eine Spielpassung vorhanden, obliegt die seitliche Führung der Zunge allein den Wänden,
die den Zungenschlitz begrenzen. Es kann auch vorteilhaft sein, wenn die Paarung Achsstift
und Zungenloch so ausgelegt ist, dass dadurch eine verbesserte Führung der Zunge gewährleistet
wird. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn der Achsstift in enger Passung oder
im Presssitz in dem Zungenloch sitzt. Dadurch wird eine seitliche Kippneigung weitestgehend
oder sogar vollständig vermieden. Der Achsstift ist durch den Presssitz fest gehalten
und muss nicht gesondert axial gesichert werden.
[0016] Wenn der Achsstift nicht im Presssitz im Zungeloch sitzt oder auf sonstige Weise
an der Zunge befestigt ist, kann es vorteilhaft sein, an einer der Schlitzwände eine
Verliersicherung anzubringen. Diese verhindert, dass der Achsstift aus dem Nadelkörper
herausfallen kann. Diese Verliersicherung wird in Form eines Mittels gebildet, das
den Durchmesser des Zungenlochs reduziert. Die Verliersicherung wird in der Regel
nach der Montage des Achsstifts angebracht und kann beispielsweise durch Materialauftrag
(Schweißen, Kleben etc.) gebildet sein. Eine solche Verliersicherung kann beispielsweise
gebildet werden, indem der äußere Rand des Wandlochs etwas radial nach innen verformt
wird, so dass er die Stirnfläche des Achsstifts übergreift. Alternativ oder ergänzend
ist es möglich den Achsstift an dem äußeren Ende des ersten Abschnitts etwas anzustauchen,
so dass er in dem Zungenloch unverlierbar gehalten ist.
[0017] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
der Zeichnung, der Beschreibung oder Ansprüchen. Die Beschreibung beschränkt sich
auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung ist
ergänzend heranzuziehen. Es zeigen:
Figur 1 eine Zungennadel in schematisierter Seitenansicht,
Figur 2 die Zungennadel nach Figur 1, in einer ausschnittsweisen und perspektivischen
Darstellung,
Figur 3 den Achsstift der Zungennadel nach Figur 2, in perspektivischer Darstellung,
Figur 4 die zugehörige Zunge der Zungennadel nach Figur 2, in perspektivischer Darstellung,
Figur 5 und 6 alternative Ausführungsformen des Achsstifts für die Zunge nach Figur
4, in perspektivischer Darstellung,
Figur 7 und 8 die Zunge nach Figur 4 mit eingesetztem Achsstift, in perspektivischer
Darstellung,
Figur 9 einen Längsschnitt durch eine Schlitzwand zur Darstellung der Axialsicherung
des Achsstifts, in perspektivischer Darstellung,
Figur 10 bis 12 alternative Achsstiftquerschnitte, in Stirnansicht,
Figur 13 einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Zungennadel, in ausschnittsweiser Darstellung und
Figur 14 eine weitere alternative Ausführungsform des Achsstifts.
[0018] In Figur 1 ist eine Zungennadel 1 schematisch veranschaulicht, wie die beispielsweise
in Strickmaschinen oder auch in abgewandelter Form in Wirkmaschinen zur Anwendung
kommen kann. Die Zungennadel 1 weist einen länglichen Nadelkörper 2 auf, der an einem
Ende mit einem Haken 3 versehen ist. Das andere Ende des Nadelkörpers dient zur Führung
und/oder Lagerung der Zungennadel in einem Nadelbett oder einer Barre. Für Strickmaschinen,
bei denen eine Relativbewegung zwischen dem Nadelbett und der Zungennadel 1 gefordert
wird, kann ein Antriebfuß 4 vorgesehen sein.
[0019] In der Nähe des Hakens 3 ist ein Zungenschlitz 5 ausgebildet, der von der Nadelbrust
6 zu dem Nadelrücken 7 hin, vorzugsweise durchgehend, ausgebildet ist. Der ausschnittsweise
aus Figur 2 ersichtliche Zungenschlitz 5 wird von zwei Wänden 8, 9 auch Schlitzwänden
begrenzt, die vorzugsweise parallel zueinander angeordnet und an ihren einander zugewandten
Innenseiten im Wesentlichen gleich ausgebildet sind. Eine Zunge 10, die zum Öffnen
und schließen des Hakens 3 dient ragt mit einem Ende 11, welches den Zungenschaft
41 begrenzt, (Figur 4) in den Zungenschlitz 5 hinein. Der Zungenschaft 41 ist vorzugsweise
von zwei Flachseiten 12, 13 begrenzt.
[0020] Die längliche Zunge 10 weist ein von dem Ende 11 fern liegendes, zum Beispiel als
Löffel ausgebildetes Ende 14 auf, das wie Figur 2 zeigt in Schließlage der Zunge 10
an der Spitze des Hakens 3 anliegen kann. Eine an dem verbreiterten Ende 14 ausgebildete
dem Haken 3 zugewandte Vertiefung 15 (die auch als "Zasche" bezeichnet wird) kann
die Spitze des Hakens 3 aufnehmen. Es wird aber darauf hingewiesen, dass es alternativ
auch möglich ist, den Haken 3 an seiner Oberseite mit einer längs gerichteten Kerbe
(ebenfalls als "Zasche" bezeichnet) zu versehen, in die ein an der Zunge 10 ausgebildeter
schmaler Steg passt. Letztere Nadeltype wird als "hakengezaschte Nadel" bezeichnet.
[0021] Die Zunge 10 ist mittels einer Lagereinrichtung 16 schwenkbar in dem Zungenschlitz
5 gelagert. Dazu weist die Zunge 10 ein Zungenloch 17 auf, dass von einer Seitenfläche
12 zu der anderen Seitenfläche 13 führt. Das Zungenloch 17 ist unrund ausgebildet.
Es weist beispielsweise, wie in Figur 4 dargestellt, einen einseitig abgeflachten
Kreisquerschnitt auf. Seine Berandung wird durch einen kreisbogenförmigen Teil 18
und einen geraden Teil 19 gebildet.
[0022] Zu der Lagereinrichtung 16 gehört außerdem ein Achsstift 20, wie er beispielsweise
aus Figur 3 ersichtlich ist. Der Achsstift 20 geht von einer zylindrischen Grundform
aus, wobei er sich zwischen seinen Stirnflächen 21 und 31 erstreckt. Von einer seiner
Stirnflächen 21 ausgehend weist der Achsstift 20 einen ersten Abschnitt 22 auf, der
in der form von der Zylinderform abweicht. An einer Stelle seines Umfangs ist der
Umfang mit einer Abflachung versehen, die eine axial orientierte z.B. ebene Fläche
23 aufweist. Die der Fläche 23, die quer zu der Mittelachse der zylindrischen Grundform
des Achsstifts 20 zu messen ist (Umfangsrichtung), stimmt mit der Länge des geraden
Teils 19 der Berandung des Zungenlochs 17 überein. Die Fläche 23 hat in Axialrichtung
des Achsstifts 20 eine Länge, die vorzugsweise geringer ist, als die Gesamtlänge des
Achsstifts 20. Der übrige Umfang des ersten Abschnitts 22 folgt dem kreisbogenförmigen
Teil 18 des Zungenlochs, so dass der erste Abschnitt 22 mit geringem oder ohne Spiel
in das Zungenloch 17 passt.
[0023] An die Fläche 23 schließt sich optional aber vorzugsweise eine Anlagefläche 24 an,
die den ersten Abschnitt 22 von dem zweiten Abschnitt 25 des Achsstifts 20 trennt.
Der erste Abschnitt 22 ist vorzugsweise um die Dicke der Zunge 10 länger als der zweite
Abschnitt 25, bezogen auf die Längsrichtung des Achsstifts 20. Die Dicke der Zunge
10 ist als Abstand zwischen den Seitenflächen 12, 13 festgelegt. Die Anlagefläche
24 steht quer zu der Fläche 23 und ist im Wesentlichen parallel zu der Seitenfläche
12 oder 13. Der Achsstift 20 passt wie in den Figuren 7 und 8 veranschaulicht in das
Zungenloch 17 der Zunge 10. Der erste Abschnitt 22 kann durch das Zungenloch 17 gesteckt
werden bis der zweite Abschnitt 25 mit seiner Anlagefläche 24 an der Seitenfläche
13 anliegt. Somit werden beide Seitenflächen 12, 13 von Stirnflächen 21, 31 des Achsstifts
20 überragt. Die beiden aus dem Zungenloch 19 herausragenden Teile des Achsstifts
20 sind vorzugsweise etwa gleich lang. Sie haben außerdem vorzugsweise den gleichen
Durchmesser. Während der über die Seitenfläche 13 überstehende Teils des Achsstifts
20, also der Abschnitt 25, einen zylindrischen Lagerzapfen bildet, bildet der über
die Seitenfläche 19 hervorstehende Teil des Achsstifts 20 im Wesentlichen ebenfalls
einen zylindrischen tatsächlich aber an einer Stelle etwas abgeflachten Lagerzapfen.
[0024] Zur Aufnahme der aus der Zunge 10 herausragenden Teile des Achsstifts 20 dienen in
den Schlitzwänden 8, 9 ausgebildete Wandlöcher 26, 27, von denen in den Figuren 1
und 2 nur eines, bei der anderen Ausführungsform nach Figur 13 jedoch beide ersichtlich
sind. Der Achsstift 20 kann von einer Seite her zum Beispiel durch das Wandloch 26
in den Nadelkörper 2 durch das Zungenloch 17 hindurch in das andere Wandloch 27 geschoben
werden. Um zu verhindern, dass der Achsstift 20 aus dem Wandloch 26 wieder heraus
fällt, kann eine Verliersicherung 28 vorgesehen werden. Diese besteht beispielsweise
aus umgeformten Partien 29, 30 des Rands des Wandlochs 26. Diese können durch plastische
Verformung erhalten werden und die Stirnfläche 31 des Abschnitts 25 des Achsstifts
20 übergreifen. Die Verhältnisse sind in Figur 9 schematisch veranschaulicht. Die
umgeformten Partien 29, 30 behindern die Drehbarkeit des Achsstifts 20 nicht.
[0025] Die insoweit beschriebene Zungennadel 1 kann wie jede andere herkömmliche Zungennadel
1 eingesetzt werden. In Betrieb vollführt die Zunge 10 eine Schwenkbewegung aus der
in Figur 2 dargestellten Schließlage in eine Rücklage, beispielsweise gemäß Figur
1. Bei der Schwenkbewegung der Zunge 10 dreht sich der Achsstift 20 mit der Zunge
10 mit. Der Achsstift 20 ist durch seine in dem Abschnitt 22 von der Kreisform abweichende
Querschnittsform, die mit der Querschnittsform des Zungenlochs 17 übereinstimmt, formschlüssig
mit der Zunge 10 verbunden. Die beidseits über die Seitenflächen 12, 13 überstehenden
Partien des Achsstifts 20, die aus Figur 8 ersichtlich sind, dienen als zungenseitige
Lagerflächen. Die inneren Wandungen der Wandlöcher 26, 27 dienen als Gegenlagerflächen.
Die so gebildete Lagereinrichtung 16 hat eine hohe Verschleißfestigkeit, lässt sich
bei guter Präzision zuverlässig herstellen und bietet eine gute Seitenführung der
Zunge 10, so dass die Zunge 10 auch in fortgeschrittenem Verschleißzustand den Haken
3 sicher trifft.
[0026] Figur 5 veranschaulicht einen Achsstift 20a, der alternativ zu dem Achsstift 20 gemäß
Figur 23 an der Zunge 10 nach Figur 4 Anwendung finden kann. Er unterscheidet sich
dadurch von dem Achsstift 20, dass er parallel zu der von der Fläche 23 gebildeten
Abflachung an der gegenüber liegenden Seite des Abschnitts 22 eine weitere solche
Abflachung 23' aufweist. Dieser Achsstift 20a passt in das Zungenloch 17 nach Figur
4. Es kann auch eine abgewandelte Zungenlochform vorgesehen werden, die dem geraden
Teil 19 gegenüber liegend einen weiteren entsprechenden geraden Teil aufweist.
[0027] Während die Achsstifte 20 und 20a in ihren Abschnitten 22 und 25 unterschiedliche
Querschnitte aufweisen ist es auch möglich, beide Abschnitte 22 und 25 mit gleichem
Querschnitt auszubilden. Figur 6 veranschaulicht ein solches Ausführungsbeispiel anhand
des Achsstifts 20b. Der Abschnitt 25 ist ebenso wie der Abschnitt 22 abgeflacht ausgebildet.
Er weist dazu an seinem Umfang eine ebene Fläche 32 auf, deren Flächennormale wie
die Flächennormale der Fläche 23 in Radialrichtung weist. Allerdings weichen die beiden
Radialrichtungen der beiden Flächennormalen voneinander ab, so dass der Abschnitt
25 als Abschluss wiederum die Anlagefläche 24 aufweist, die an die Fläche 23 grenzt.
[0028] Die Figuren 10 bis 12 veranschaulichen weitere Ausführungsformen von Achsstiften
20c, 20d und 20e. Bei dem Achsstift 20c nach Figur 10 weist der erste Abschnitt 22
zwei aneinander grenzende Facetten oder Flächen 23, 23' auf, die bei entsprechend
geformten Zungenloch eine formschlüssige drehfeste Kopplung zwischen dem Achsstift
20c und der Zungen erbringen. Der zweite Abschnitt 25 kann, wie angedeutet, zylindrisch
oder auch anderweitig geformt ausgebildet sein, beispielsweise Abflachungen an anderen
Umfangspositionen haben.
[0029] Der in Figur 11 veranschaulichte Achsstift 20d stellt eine weitere Ausführungsform
dar. Hier ist der erste Abschnitt 22 als Polygon, insbesondere als Vierkant mit abgerundeten
Ecken ausgebildet. Der zweite Abschnitt 25 ist zylinderförmig. Er kann aber von der
Zylinderform abweichen.
[0030] Figur 12 veranschaulicht einen Lagerzapfen 20e, bei dem der erste Abschnitt 22 an
seinem Umfang mit einer Kerbe 33 versehen ist, die mit einem entsprechenden Vorsprung
an dem Zungenloch 17 einen Formschluss bildet.
[0031] Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist davon ausgegangen worden,
dass der Achsstift 20 (20a bis 20e) mit nur geringer Kraft in das Zungenloch 17 eingesetzt
worden ist. Er bedarf somit einer gesonderten Verliersicherung, wie beispielsweise
der Verliersicherung 28, die dann an dem Nadelkörper 2 ausgebildet ist.
[0032] Figur 13 veranschaulicht eine abgewandelte Ausführungsform, die bei allen vorstehend
erläuterten Achsstiftquerschnitten anwendbar ist. Sie eignet sich insbesondere für
die symmetrischen Achsstiftquerschnitte zum Beispiel nach Figur 5 oder Figur 11. Der
Achsstift 20 ist dazu, wie Figur 13 zeigt, an seinem Abschnitt 22 der in das Wandloch
27 ragt, etwas gestaucht. Der Achsstift 20 ist somit durch seine mit dem Zungenloch
übereinstimmende Form drehfest an dem Zungenschaft 41 der Zunge 10 gekoppelt. Bezogen
auf seine Axialrichtung (die die Querrichtung bezogen auf die Zunge 10 ist) ist er
durch den durch das Anstauchen an dem Abschnitt 22 erhaltenen Nietkopf 34 verliersicher
gehalten.
[0033] Figur 14 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform des Achsstifts 20f. Das an
diesem Achsstift 20f erläuterte Prinzip kann auf alle Achsstiftformen übertragen werden.
Das Prinzip besteht darin, den Achsstift 20f im Presssitz in dem Zungenloch 17 zu
lagern. Um dies zu ermöglichen, hat der Achsstift 20f eine Keilform. Die Fläche 23
ist in zwei Flächenabschnitte 23a, 23b unterteilt, die miteinander einen stumpfen
Winkel einschließen. Der an die Stirnfläche 21 grenzende Flächenteil 23a ist mit einem
spitzen Winkel gegen die Längsmittelachse 35 geneigt. Die Längsmittelachse 35 stellt
die Symmetrieachse des zylindrischen Abschnitts 25 dar. Der Flächenabschnitt 23b grenzt
an einer Kante 36, welche in Umfangsrichtung des Achsstifts 20 verläuft, an den Flächenabschnitt
23a. An seinem anderen Ende grenzt der Flächenabschnitt 23b an die optionale Anlagefläche
24. Der Flächenabschnitt 23b ist vorzugsweise parallel zu der Längsmittelachse 35
orientiert. Der Abstand zwischen der Kante 36 und der Anlagefläche 24 ist vorzugsweise
etwas größer als die Dicke der Zunge 10. Die Fläche 23b ist vorzugsweise so positioniert,
dass zwischen der Zunge 10 und dem Achsstift 20f ein Presssitz ausgebildet wird. Die
Neigung des Flächenabschnitts 23a ist vorzugsweise so getroffen, dass bei der Stirnseite
21 liegende Ende des Achsstifts 20f mit Spiel in das Zungenloch 17 passt. Beim Einschieben
des Achsstifts 20f wird der gewünschte Presssitz zwischen dem Achsstift 20f und der
Zunge 10 hergestellt. Der Presssitz sichert den Achsstift 20f in Axialrichtung während
der Formschluss die drehfeste Kupplung garantiert.
[0034] Die Stricknadel 1 weist eine neuartige Lagereinrichtung 16 für ihre Zunge 10 auf.
Zu der Lagereinrichtung 16 gehört ein Achsstift 20, der mit der Zunge formschlüssig
drehfest gekuppelt ist. Zur axialen Sicherung des Achsstifts 20 in dem Zungenloch
17 kann an dem Grundkörper 2 der Zungennadel 1 eine Verliersicherung 28 angebracht
sein. Alternativ kann der Achsstift 20 mit der Zunge 10 verbunden werden, um ihn axial
zu sichern.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Zungennadel
- 2
- Nadelkörper
- 3
- Haken
- 4
- Antriebsfuß
- 5
- Zungenschlitz
- 6
- Nadelbrust
- 7
- Nadelrücken
- 8, 9
- Wände, Schlitzwände
- 10
- Zunge
- 11
- Ende
- 12, 13
- Seitenflächen
- 14
- Ende
- 15
- Vertiefung
- 16
- Lagereinrichtung
- 17
- Zungenloch
- 18
- kreisbogenförmiger Teil
- 19
- gerader Teil
- 20
- Achsstift 20a, ..., 20f
- 21, 21'
- Stirnfläche
- 22
- erster Abschnitt
- 23, 23'
- Fläche, Abflachung
- 23a. 23b
- Flächenabschnitte
- 24
- Anlagefläche
- 25
- Abschnitt
- 26, 27
- Wandloch
- 28
- Verliersicherung
- 29, 30
- Partien
- 31
- Stirnfläche
- 32
- Fläche
- 33
- Kerbe
- 34
- Nietkopf
- 35
- Längsmittelachse
- 36
- Kante
- 41
- Zungenschaft
1. Zungennadel (1)
mit einem Nadelkörper (2), der einen Zungenschlitz (5) aufweist, der von zwei Schlitzwänden
(8, 9) begrenzt ist,
mit einer Zunge (10), die mit einem Zungenschaft (41) in den Schlitz (5) ragt und
die an diesem Zungenschaft (41)) ein Zungenloch (17) aufweist, das mit Wandlöchern
(26, 27) fluchtet, die in den Schlitzwänden (8, 9) angebracht sind,
mit einem Achsstift (20), der sich durch das Zungenloch (17) und in die Wandlöcher
(26, 27) erstreckt und der in dem Zungenloch (17) drehfest gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zungenloch (17) einen unrunden Querschnitt aufweist.
2. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) einen ersten Abschnitt (22) aufweist, dessen Querschnitt mit dem
Querschnitt des Zungenlochs (17) übereinstimmt.
3. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) an seinem ersten Abschnitt (22) als ein mit mindestens einer Abflachung
(23) versehener Zylinder ausgebildet ist.
4. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) an seinem ersten Abschnitt (22) als ein mit mindestens einer Einkerbung
(33) versehener Zylinder ausgebildet ist.
5. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) einen zweiten Abschnitt (25) aufweist, der eine der Zunge (10)
zugewandte und an dieser anliegende Anlagefläche (24) aufweist.
6. Zungennadel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des zweiten Abschnitts (25) von dem Querschnitt des ersten Abschnitts
(22) abweicht.
7. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandlöcher (26, 27) jeweils einen Kreisquerschnitt aufweisen.
8. Zungennadel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) in dem Zungenloch (17) im Presssitz gehalten ist.
9. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) mit Spiel in den Wandlöchern (26, 27) sitzt.
10. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Schlitzwände (8, 9) mit einer Verliersicherung (28) für den Achsstift
(20) versehen ist.
11. Zungennadel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verliersicherung (28) durch einen zumindest stellenweise verformten Rand des
Wandlochs (26) der betreffenden Schlitzwand (8, 9) gebildet ist.
12. Zungennadel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandloch (26) der mit der Verliersicherung (28) versehene Schlitzwand (8) den
zweiten Abschnitt (25) des Achsstifts (20) aufnimmt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Zungennadel (1)
mit einem Nadelkörper (2), der einen Zungenschlitz (5) aufweist, der von zwei Schlitzwänden
(8, 9) begrenzt ist,
mit einer Zunge (10), die mit einem Zungenschaft (41) in den Schlitz (5) ragt und
die an diesem Zungenschaft (41)) ein Zungenloch (17) mit unrundem Querschnitt aufweist,
das mit Wandlöchern (26, 27) fluchtet, die in den Schlitzwänden (8, 9) angebracht
sind,
mit einem Achsstift (20), der sich durch das Zungenloch (17) und in die Wandlöcher
(26, 27) erstreckt und der in dem Zungenloch (17) drehfest gehalten ist,
wobei der Achsstift (20) einen ersten Abschnitt (22) aufweist, dessen Querschnitt
mit dem Querschnitt des Zungenlochs (17) übereinstimmt
dadurch gekennzeichnet,
dass der Achsstift (20) einen zweiten Abschnitt (25) aufweist, der eine der Zunge (10)
zugewandte und an dieser anliegende Anlagefläche (24) aufweist.
2. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) an seinem ersten Abschnitt (22) als ein mit mindestens einer Abflachung
(23) versehener Zylinder ausgebildet ist.
3. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) an seinem ersten Abschnitt (22) als ein mit mindestens einer Einkerbung
(33) versehener Zylinder ausgebildet ist.
4. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des zweiten Abschnitts (25) von dem Querschnitt des ersten Abschnitts
(22) abweicht.
5. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandlöcher (26, 27) jeweils einen Kreisquerschnitt aufweisen.
6. Zungennadel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) in dem Zungenloch (17) im Presssitz gehalten ist.
7. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Achsstift (20) mit Spiel in den Wandlöchern (26, 27) sitzt.
8. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Schlitzwände (8, 9) mit einer Verliersicherung (28) für den Achsstift
(20) versehen ist.
9. Zungennadel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verliersicherung (28) durch einen zumindest stellenweise verformten Rand des
Wandlochs (26) der betreffenden Schlitzwand (8, 9) gebildet ist.
10. Zungennadel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandloch (26) der mit der Verliersicherung (28) versehene Schlitzwand (8) den
zweiten Abschnitt (25) des Achsstifts (20) aufnimmt.