[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung für Tür- und/oder Fensterzargen
sowie ein Verfahren zur Montage von Tür- und/oder Fensterzargen mit einer solchen
Montagevorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Türzargen und Fensterzargen werden herkömmlicherweise bei der Montage durch die Verwendung
von Keilen in einer Wandöffnung, beispielsweise einem Wanddurchbruch, fixiert und
justiert. Diese Keile werden hierzu in den Spalt zwischen Zarge und Mauerwerk geschlagen,
welcher anschließend mit Montageschaum ausgeschäumt wird. Das Justieren der Zarge
mit den Keilen ist jedoch sehr zeitaufwendig und schwierig. Darüber hinaus besteht,
insbesondere bei schweren Türzargen und schweren Türen, die Gefahr, dass die Zarge
bei der Montage aus der Wandöffnung herausfallen kann. Weiterhin kann der auf die
Wand und den Boden ausgeübte Druck zur Beschädigung des Putzes an den Keilstellen
beziehungsweise an dem dort befindlichen Bodenbelag führen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein möglichst einfaches und schnelles Verfahren
zur Montage von Tür- und/oder Fensterzargen, eine möglichst einfach anwendbare und
preisgünstige Montagevorrichtung für Tür- und/oder Fensterzargen, sowie dafür ausgelegte
Tür- und/oder Fensterzargen zur Verfügung zu stellen.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Montagevorrichtung, die erfindungsgemäßen
Tür- und/oder Fensterzargen und das erfindungsgemäße Montageverfahren gelöst.
[0005] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Montagevorrichtung für Tür- und/oder
Fensterzargen, insbesondere Türzargen, welche einen winkelförmigen Hauptkörper aufweist,
wobei der Hauptkörper einen ersten und einen zweiten Schenkel umfasst, wobei der erste
Schenkel mindestens eine Aussparung zur Aufnahme eines Stifts aufweist, wobei an dem
zweiten Schenkel eine Stellvorrichtung angeordnet ist. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße
Montagevorrichtung eine Tür- und/oder Fensterzargenmontagevorrichtung sein. Insbesondere
kann die erfindungsgemäße Montagevorrichtung eine Montagevorrichtung für Türzargen
beziehungsweise eine Türzargenmontagevorrichtung sein.
[0006] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung hat den Vorteil, dass diese einfach und preisgünstig
hergestellt werden kann und auf einfache Weise das Montieren, insbesondere Fixieren
und Justieren, einer Tür- und/oder Fensterzarge in einer Wandöffnung beziehungsweise
an einer, eine Wandöffnung aufweisenden Wand ermöglicht.
[0007] Das Funktionsprinzip der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung beruht darauf, dass
durch die Aussparung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung ein Stift aufgenommen
werden kann, welcher beispielsweise auf einer in Montagestellung einer Wandöffnungswandung
zugewandten Fläche eines Zargenrahmens oder auf einer Wandöffnungswandung angebracht
ist, und die Zarge in der Wandöffnung und an der Wand durch Ausüben einer Kraft durch
die Stellvorrichtung, insbesondere auf die Zarge und/oder die Wand, fixiert werden
kann. Unter "Wandöffnungswandungen" werden dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung
insbesondere die Wandungen einer Wand mit einer Wandöffnung verstanden, welche die
Wandöffnung begrenzen (siehe Figuren und Figurenbeschreibung). Unter einem "Zargenrahmen"
wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere der Teil einer Tür- und/oder
Fensterzarge verstanden, welcher in Montagestellung die Wandöffnungswandungen verdeckt
oder zumindest im Wesentlichen verdeckt (siehe Figuren und Figurenbeschreibung).
[0008] Der Einsatz von Stiften auf einer Fläche des Zargenrahmens, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, oder auf einer der Wandöffnungswandungen
hat dabei den Vorteil, dass diese nach der Montage der Tür- und/oder Fensterzarge
nicht mehr sichtbar sind. Durch die erfindungsgemäße Montagevorrichtung können daher
vorteilhafterweise Tür- und/oder Fensterzargen montiert werden, ohne Veränderungen
an den sichtbaren Bereichen der Tür- und/oder Fensterzarge vorzunehmen.
[0009] Die Verwendung von Aussparung/en an der Montagevorrichtung und Stift/en am Zargenrahmen
beziehungsweise an der Wandöffnungswandung hat sich als vorteilhaft herausgestellt,
da Stift/e zwischen Wandöffnungswandung und Zargenrahmen für den Montierenden gut
erkennbar sind und dadurch die Aufnahme eines Stiftes in einer Aussparung erleichtert
wird.
[0010] Durch Veränderung der Anlegeposition der Stellvorrichtung auf der Wand beziehungsweise
auf der Zarge, und/oder durch Einstellen des Abstands zwischen dem zweiten Schenkel
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung und der Wand beziehungsweise der Zarge durch
die Stellvorrichtung, kann vorteilhafterweise darüber hinaus die Position der Zarge
in der Wandöffnung durch die erfindungsgemäße Montagevorrichtung justiert werden.
[0011] Nach dem Justieren und Fixieren kann das Volumen zwischen Wandöffnungswandung und
Zarge mit einem Montageschaum ausgeschäumt werden. Die Verwendung von Aussparung/en
an der Montagevorrichtung hat sich weiterhin als besonders vorteilhaft herausgestellt,
da die Montagevorrichtung nach dem Ausschäumen auf einfache Weise entfernt werden
kann. Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung kann dabei vorteilhafterweise meist
dann noch entfernt werden kann, wenn der Montageschaum bereits ausgehärtet ist.
[0012] Besonders vorteilhaft hat sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Montage von Zargen
erwiesen, welche einen Zargenrahmen und einen Zargenrand aufweisen (siehe Figuren
1, 3, 5). Mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung können jedoch vorteilhafterweise
auch Zargen, welche keinen Zargenrand aufweisen, beispielsweise Blockzargen, montiert
werden (siehe Figur 9).
[0013] Die Länge und das Verhältnis der Schenkel des gewinkelten Hauptkörpers kann je nach
Beschaffenheit der Wand, der Wandöffnung und der Türzarge, insbesondere der Position
des Stifts unterschiedlich sein. Vorzugsweise wird die Länge und das Verhältnis der
Schenkel des gewinkelten Hauptkörpers derart ausgewählt, dass in Montagestellung eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen Montagevorrichtung, Türzarge und Wand gewährleistet
wird.
[0014] Unter einer Stellvorrichtung kann zum Beispiel eine Vorrichtung mit einem Anlegeelement
verstanden werden, welche derart ausgestaltet ist, dass durch Verstellen der Stellvorrichtung
der Abstand zwischen dem Anlegeelement und dem zweiten Schenkel des Hauptkörpers eingestellt
werden kann. Unter einer Stellvorrichtung kann insbesondere eine Vorrichtung verstanden
werden, welche derart ausgestaltet ist, dass diese in Montagestellung an eine zur
Zarge benachbarten Wandhauptfläche und/oder an eine Fläche, insbesondere Stirnflächen,
eines Zargenrahmens anlegbar ist und dass durch die Vorrichtung in Montagestellung
der Abstand zwischen dem zweiten Schenkel des Hauptkörpers und einer zur Zarge benachbarten
Wandhauptfläche und/oder ein Abstand zwischen dem zweiten Schenkel des Hauptkörpers
und einer Fläche, insbesondere Stirnfläche, eines Zargenrahmens einstellbar ist.
[0015] Die Stellvorrichtung kann an dem zweiten Schenkel der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
lösbar oder unlösbar angeordnet, insbesondere befestigt, sein.
[0016] Im Rahmen einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung umfasst
die Stellvorrichtung
- ein Innengewinde, welches in oder am zweiten Schenkel des Hauptkörpers ausgebildet
ist,
- eine Spindel, welche zumindest auf einem Teil ihrer Länge ein Außengewinde aufweist,
und
- ein Anlegeelement,
wobei zumindest ein Teil des Außengewindes der Spindel in das Innengewinde eingreifbar
ist oder eingreift, wobei das Anlegeelement an einem, insbesondere dem ersten Schenkel
zugewandten, Ende der Spindel, anordbar oder angeordnet ist. Durch Verdrehen der Spindel
in dem Innengewinde kann vorteilhafterweise der Abstand zwischen dem Anlegeelement
und dem zweiten Schenkel eingestellt werden.
[0017] Das Innengewinde ist dabei vorzugsweise derart in oder an dem zweiten Schenkel des
Hauptkörpers ausgebildet, dass die Spindel in Montagestellung im Wesentlichen senkrecht,
insbesondere senkrecht, zur Wandhauptfläche ausgerichtet ist. Dabei kann unter "im
Wesentlichen" verstanden werden, dass geringe Abweichungen von der Senkrechten, beispielsweise
um weniger als ± 15 °, insbesondere um weniger als ± 10 °, umfasst sind. Die Ausrichtung
des Innengewindes bezüglich der Fläche des zweiten Schenkels des Hauptkörpers hängt
dabei unter anderem vom Winkel des Hauptkörpers ab. Der Winkel des Hauptkörpers kann
im Wesentlichen 90 °, insbesondere 90 °, betragen. Dabei kann unter "im Wesentlichen"
verstanden werden, dass geringe Abweichungen von 90 °, beispielsweise um weniger als
± 15 °, insbesondere um weniger als ± 10 °, umfasst sind. Insofern der Winkel des
Hauptkörpers 90 ° beträgt, kann das Innengewinde beispielsweise senkrecht zur Fläche
des zweiten Schenkels des Hauptkörpers ausgebildet sein.
[0018] Vorzugsweise umfasst die Stellvorrichtung ein Griffelement. Insbesondere kann das
Griffelement an dem, insbesondere vom ersten Schenkel abgewandten, Ende der Spindel,
anordbar oder angeordnet sein. Das Griffelement kann beispielsweise als eine Kurbel,
ein Kreuzgriff, ein Sterngriff oder ein Handrad ausgeführt sein. Auf diese Weise kann
die Stellvorrichtung beziehungsweise die Spindel der Stellvorrichtung vorteilhafterweise
händisch ohne zusätzliches Werkzeug betätigt werden.
[0019] Das Anlegeelement kann auch als Druckelement bezeichnet werden, da die Stellvorrichtung
über dieses einen Druck auf eine Wand beziehungsweise eine Zarge ausüben kann. Vorzugsweise
weist die Anlegefläche des Anlegeelements ein elastisches Material auf beziehungsweise
ist das Anlegeelement aus einem elastischen Material, beispielsweise Gummi, ausgebildet.
Dies hat den Vorteil, dass Beschädigungen der Wandhauptfläche verringert oder sogar
vermieden werden können. Insbesondere kann das Anlegeelement verkippbar und/oder drehbar
mit der Spindel verbunden sein. Beispielsweise kann das Anlegeelement über ein Gelenk
mit der Spindel verbunden sein. Dies hat den Vorteil, dass Beschädigungen der Wandhauptfläche
weiter verringert oder sogar vermieden werden können. Das Anlegeelement kann zum Beispiel
einen Durchmesser von ≥ 1 cm bis ≤ 10 cm, insbesondere von ≥ 3 cm bis ≤ 4 cm, aufweisen.
Dies hat sich sowohl zum Fixieren als auch Justieren als vorteilhaft erwiesen.
[0020] Die Stellvorrichtung kann eine Schnellöffnungsvorrichtung sein. Dabei kann unter
einer "Schnellöffnungsvorrichtung" insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden,
welche ein spreizbares Innengewinde aufweist, welches ein axiales Verschieben der
Spindel im Innengewinde, insbesondere ohne Drehen, ermöglicht. Auf dieser Weise kann
die Stellvorrichtung vorteilhafterweise schneller eingestellt werden.
[0021] Die Aussparung in dem ersten Schenkel beziehungsweise die Aussparungen in dem ersten
Schenkel können insbesondere zur Aufnahme eines, insbesondere an einer Tür- und/oder
einer Fensterzarge oder einer Wandöffnungswandung befestigten, Stifts ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist die Aussparung in dem ersten Schenkel oder sind die Aussparungen
in dem ersten Schenkel, insbesondere in Montagestellung, zur lösbaren Aufnahme eines
Stifts ausgebildet. Insbesondere kann der erste Schenkel Aussparungen aufweisen, welche
bezogen auf die Winkelachse (W) des winkelförmigen Hauptkörpers nebeneinander ausgebildet
sind. Zum Beispiel können die Aussparungen parallel zur Winkelachse (W) des winkelförmigen
Hauptkörpers nebeneinander ausgebildet sein.
[0022] Vorzugsweise ist die Aussparung beziehungsweise sind die Aussparungen in dem vom
Hauptkörperwinkel abgewandten Bereich des ersten Schenkels ausgebildet. Insbesondere
kann die Aussparung bzw. können die Aussparungen durchgängig durch den ersten Schenkel
ausgebildet sein. Zum Beispiel kann die Aussparung bzw. können die Aussparungen durch
durchbohren und/oder ausstanzen des ersten Schenkels ausgebildet werden.
[0023] Die Aussparung/en können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einen polygonen, beispielsweise
rechteckigen oder dreieckigen, oder einen im Wesentlichen runden, beispielsweise kreisförmigen,
elliptischen oder ovalen, oder einen teilweise polygonen und teilweise runden, beispielsweise
zuckerhutförmigen oder in einer Form, die aus einem auf einer Ecke eines Rechtecks
angeordneten Kreises resultiert, Querschnitt aufweisen.
[0024] Im Rahmen einer Ausgestaltung weist die Aussparung einen dreieckigen, elliptischen
oder ovalen, insbesondere dreieckigen, Querschnitt auf. Im Rahmen einer Ausgestaltung
ist eine Ecke des Dreiecks, beziehungsweise ein schmaler Bereich der Ellipse oder
des Ovals entgegengesetzt zur Zugrichtung in Montagestellung ausgerichtet. Dies hat
den Vorteil, dass der Stift auf einfache Weise durch die Aussparung aufgenommen werden
kann, und beim Fixieren eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Zarge und Montagevorrichtung
gewährleistet werden kann. Im Rahmen einer anderen Ausgestaltung ist mindestens eine
Ecke des Dreiecks, beziehungsweise ein schmaler Bereich der Ellipse oder des Ovals
entgegengesetzt zur Gravitationsrichtung in Montagestellung beziehungsweise senkrecht
zur Zugrichtung in Montagestellung ausgerichtet. Dies hat den Vorteil, dass die erfindungsgemäße
Montagevorrichtung lose in Stifte auf Zargenrahmenseitenflächen beziehungsweise seitlichen
Wandöffnungswandungen eingehängt und ein Herunterfallen der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
vermieden werden kann.
[0025] Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung weist die beziehungsweise weisen die Aussparung/en
einen rechteckigen, beispielsweise quadratischen, Querschnitt auf. Dies hat sich insbesondere
bei Montagevorrichtungen mit zwei oder mehr Aussparungen als vorteilhaft erwiesen,
da dies eine gleichzeitige Aufnahme von mehreren Stiften und einen gleichmäßigeren
Kraftschluss verbessert.
[0026] Im Rahmen einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung weist der erste Schenkel des Hauptkörpers mindestens zwei Aussparungen
auf. Dies hat den Vorteil, dass jeweils eine geringere Kraft auf die korrespondierenden
Stifte ausgeübt wird, weshalb diese einfacher ausgestaltet sein können und mögliche
Beschädigungen der Zarge beziehungsweise Wand vermieden werden können. Insbesondere
kann dabei jeweils eine Aussparung einen Stift aufnehmen.
[0027] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
weist zumindest ein Teil der Aussparungswandung/en eine Abschrägung auf. Vorzugsweise
weist dabei zumindest der in Montagestellung an den Stift angrenzende Teil der Aussparungswandung/en
eine Abschrägung auf. Dies hat sich insbesondere bei Stiften, welche einen abgeschrägten,
beispielsweise konischen oder kegelförmigen, Kopf aufweisen, beispielsweise bei Senkkopfschrauben,
für eine kraftschlüssige Verbindung als vorteilhaft erwiesen. Vorzugsweise korrespondiert
(beziehungsweise entspricht) der Winkel der Abschrägung der Aussparungswandung/en
im Wesentlichen mit dem Winkel einer Abschrägung, beispielsweise des Konus oder Kegels,
eines Kopfs, insbesondere Senkkopfs, eines Stifts, insbesondere eines, an einer Türzarge
und/oder einer Fensterzarge und/oder einer Wandöffnungswandung befestigten Stiftes.
Dabei kann unter "im Wesentlichen" verstanden werden, dass geringe Abweichungen, beispielsweise
um weniger als ± 15 °, insbesondere um weniger als ± 10°, umfasst sind. Insbesondere
kann der Winkel der Abschrägung der Aussparungswandung/en mit dem Winkel einer Abschrägung
eines Kopfs eines Stifts, insbesondere eines an einer Türzarge und/oder einer Fensterzarge
und/oder einer Wandöffnungswandung befestigten Stiftes, korrespondieren (beziehungsweise
diesem entsprechen).
[0028] Der Hauptkörper kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung zum Beispiel aus einem
Metall, beispielsweise Stahl, oder aus einem Kunststoff ausgebildet sein. Vorzugsweise
weist der Hauptkörper im Bereich des Hauptkörperwinkels Kerben zur Verstärkung der
Stabilität des Winkels auf. Dies hat den Vorteil, dass der Hauptkörper eine geringere
Materialstärke aufweisen und/oder aus einem fragileren Material ausgestaltet sein
kann.
[0029] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
weist zumindest ein Teil der Außenfläche des ersten Schenkels eine Anti-Rutsch-Beschichtung
auf. Auf diese Weise kann der Kraftschluss zwischen Türzarge und Montagevorrichtung
vorteilhafterweise gesteigert werden.
[0030] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Tür- und/oder Fensterzarge,
beispielsweise eine Türzarge, insbesondere zur Montage mit einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung, welche einen Zargenrahmen umfasst, wobei der Zargenrahmen mindestens
auf einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist,
mindestens einen Stift aufweist.
[0031] Im Rahmen einer Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Stift, insbesondere auf der von dem Zargenrahmen abgewandten Seite, einen
Kopf auf. Auf diese Weise kann in Montagestellung der Kraftschluss zwischen der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung und der erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge verbessert
werden.
[0032] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Kopf eine Abschrägung auf. Vorzugsweise verringert sich die Abschrägung
des Kopfes in Richtung auf den Türzargenrahmen. Insbesondere kann der Kopf konisch
oder kegelförmig ausgestaltet sein. Vorzugswiese verjüngt sich dabei der Kopf in Richtung
auf den Zargenrahmen. Beispielsweise kann der Kopf ein Senkkopf sein. Bei dem Stift
kann es sich zum Beispiel um eine Schraube oder ein Nagel, beispielsweise eine Senkkopfschraube,
insbesondere eine Euroschraube, handeln. Vorzugsweise korrespondiert (beziehungsweise
entspricht) der Winkel der Abschrägung, beispielsweise des Konus oder Kegels, des
Kopfes des Stifts im Wesentlichen mit dem Winkel der Abschrägung der Aussparungswandung/en
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung. Dabei kann unter "im Wesentlichen" verstanden
werden, dass geringe Abweichungen, beispielsweise um weniger als ± 15 °, insbesondere
um weniger als ± 10 °, umfasst sind. Insbesondere kann der Winkel der Abschrägung
des Kopfes des Stifts mit dem Winkel der Abschrägung der Aussparungswandung/en der
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung korrespondieren (beziehungsweise diesem entsprechen).
[0033] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung oberen Fläche mindestens
einen Stift auf. Vorzugsweise weist der Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung
oberen Fläche mindestens zwei Stifte auf.
[0034] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf zwei unterschiedlichen Flächen, welche in Montagestellung
zwei unterschiedlichen Wandöffnungswandungen zugewandt sind, jeweils mindestens einen
Stift auf. Auf dieser Weise kann die Fixierung und Justierung der Tür- und/oder Fensterzarge
verbessert werden. Beispielsweise kann der Zargenrahmen zumindest auf den beiden in
Montagestellung seitlichen Flächen jeweils mindestens einen Stift aufweisen.
[0035] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf einer Fläche, welche in Montagestellung einer
Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens einen ersten und einen zweiten Stift
auf. Auf diese Weise können vorteilhafterweise Türzargen, welche keinen Zargenrand
aufweisen, beispielsweise Blockzargen, montiert werden, indem der erste Stift von
einer ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung und der zweite Stift von einer zweiten
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen wird und die erfindungsgemäßen Montagevorrichtungen,
insbesondere deren Stellvorrichtungen, an gegenüberliegenden Wandhauptflächen angelegt
werden (siehe Figur 9).
[0036] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist die Tür- und/oder Fensterzarge weiterhin einen Zargenrand auf. Dabei kann unter
einem "Zargenrand" eine mit dem Zargenrahmen, beispielsweise kraftschlüssig, verbundene
Auskragung beziehungsweise Zargenbekleidung verstanden werden, welche in Montagestellung
an eine Wandhauptfläche anlegbar ist beziehungsweise in Montagestellung an einer Wandhauptfläche
anliegt. Derartige Tür- und/oder Fensterzargen haben sich im Rahmen der vorliegenden
Erfindung als besonders vorteilhaft herausgestellt, da diese bereits durch eine erfindungsgemäße
Montagevorrichtung in einer Wandöffnung fixiert werden können, indem die Stellvorrichtung
auf einer Wandhauptfläche festgestellt wird, wobei der Zargenrand gegen die gegenüberliegende
Wandhauptfläche gezogen wird.
[0037] Die Position des Stifts beziehungsweise der Stifte des Zargenrahmens kann je nach
Beschaffenheit der Tür- und/oder Fensterzarge und/oder der Montagevorrichtung, insbesondere
der Länge und des Verhältnis der Schenkel des gewinkelten Hauptkörpers, unterschiedlich
sein. Vorzugsweise wird die Position des Stifts derart ausgewählt, dass in Montagestellung
eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Montagevorrichtung, Tür- und/oder Fensterzarge
und Wand gewährleistet wird.
[0038] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Tür- und/oder Fensterzarge,
beispielsweise eine Türzarge, insbesondere zur Montage mit einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung, welche einen Zargenrahmen umfasst, wobei der Zargenrahmen zumindest
auf einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist,
mindestens eine Stiftmontagepositionsmarkierung aufweist. Derartige Tür- und/oder
Fensterzargen können vorteilhafterweise mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
montiert werden nachdem sie an den Stiftmontagepositionsmarkierung mit einem oder
mehreren Stiften versehen wurden. Die Verwendung von Stiftmontagepositionsmarkierungen
hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Transportverpackung der Tür- und/oder Fensterzarge
vereinfacht und/oder die Tür- und/oder Fensterzarge vielseitiger eingesetzt werden
kann.
[0039] Eine Stiftmontagepositionsmarkierung kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung beispielsweise
eine farbliche Markierung, beispielsweise ein Kreuz, Kreis oder Stern, eine strukturierte
Markierung, beispielsweise in Form eines Kreuzes, Kreises oder Sternes, oder eine
Aussparung, insbesondere (Vor)-Bohrung, zur Montage eines Stiftes, beispielsweise
einer Schraube oder eines Nagels, insbesondere eine Senkkopfschraube, beispielsweise
einer Euroschraube, sein.
[0040] Im Rahmen einer Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung oberen Fläche mindestens
eine Stiftmontagepositionsmarkierung auf. Vorzugsweise weist der Zargenrahmen zumindest
auf der in Montagestellung oberen Fläche mindestens zwei Stiftmontagepositionsmarkierungen
auf.
[0041] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf zwei unterschiedlichen Flächen, welche in Montagestellung
zwei unterschiedlichen Wandöffnungswandungen zugewandt sind, jeweils mindestens eine
Stiftmontagepositionsmarkierung auf. Beispielsweise kann der Zargenrahmen zumindest
auf den beiden in Montagestellung seitlichen Flächen jeweils mindestens eine Stiftmontagepositionsmarkierung
aufweisen.
[0042] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist der Zargenrahmen zumindest auf einer Fläche, welche in Montagestellung einer
Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens eine erste und eine zweite Stiftmontagepositionsmarkierung
auf.
[0043] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieser erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzarge
weist die Tür- und/oder Fensterzarge weiterhin einen Zargenrand auf.
[0044] Die Position der Stiftmontagepositionsmarkierung des Zargenrahmens kann je nach Beschaffenheit
der Tür- und/oder Fensterzarge und/oder der Montagevorrichtung, insbesondere der Länge
und des Verhältnis der Schenkel des gewinkelten Hauptkörpers, unterschiedlich sein.
Vorzugsweise wird die Position der Stiftmontagepositionsmarkierung derart ausgewählt,
dass in Montagestellung eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Montagevorrichtung,
Tür- und/oder Fensterzarge und Wand gewährleistet wird.
[0045] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Montage
von Tür- und/oder Fensterzargen, insbesondere Türzargen, mit mindestens einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung. Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann
- eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen aufweist, und eine Wand,
welche eine Wandöffnung aufweist, bereitgestellt werden, wobei die Tür- und/oder Fensterzarge,
und/oder die Wand mindestens einen Stift aufweist und/oder mit mindestens einem Stift
versehen werden,
- der Zargenrahmen in der Wandöffnung angeordnet werden,
- ein Stift durch eine Aussparung einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen
werden, und
- durch die Stellvorrichtung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung eine fixierende
Kraft zwischen Wand und Tür- und/oder Fensterzarge aufgebaut werden.
[0046] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens können eine oder mehrere erfindungsgemäße
Montagevorrichtungen eingesetzt werden. Vorzugsweise werden mindestens zwei erfindungsgemäße
Montagevorrichtungen eingesetzt. Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens können
mehrere Stifte durch eine Aussparung aufgenommen werden. Im Rahmen einer speziellen
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird jedoch jeweils ein Stift von einer
Aussparung aufgenommen.
[0047] Beispielsweise kann im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ein Stift, welcher
auf einer in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandten Fläche eines Zargenrahmens
oder auf einer Wandöffnungswandung angebracht ist, durch eine Aussparung einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung aufgenommen werden. Zum Beispiel können zwei oder mehr Aussparungen
einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung jeweils (nur) einen Stift aufnehmen.
[0048] Zur Aufnahme von einem oder mehreren Stiften durch eine oder mehr Aussparung/en einer
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung wird vorzugsweise der erste Schenkel der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung zwischen Zargenrahmen und Wandöffnungswandung eingeführt.
[0049] Die Außenfläche des ersten Schenkels der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung kann
zumindest teilweise an die stiftaufweisende Fläche der Tür- und/oder Fensterzarge,
insbesondere des Zargenrahmens, beziehungsweise der Wand, insbesondere einer Wandöffnungswandung,
angelegt und die Stellvorrichtung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an einen
zur Wandöffnung benachbarten Bereich einer Wandhauptfläche beziehungsweise an der
Tür- und/oder Fensterzarge, insbesondere einer Stirnfläche der Tür- und/oder Fensterzarge,
angelegt werden. Unter "Wandhauptflächen" können dabei insbesondere die Wandungen
einer Wand mit Wandöffnung verstanden werden, welche in Draufsicht auf die Wandöffnung
die Wandöffnung jeweils umgeben (siehe Figuren und Figurenbeschreibung).
[0050] Durch die Stellvorrichtung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung kann eine fixierende
Kraft zwischen Wand und Tür- und/oder Fensterzarge aufgebaut werden. Beispielsweise
kann die Tür- und/oder Fensterzarge dabei in der Wandöffnung durch Feststellen der
Stellvorrichtungen der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung fixiert werden. Zum Beispiel
kann die fixierende Kraft zwischen Wand und Tür- und/oder Fensterzarge durch die zuvor
beschriebene Aufnahme eines Stifts und durch Feststellen der Stellvorrichtung der
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgebaut und/oder die Tür- und/oder Fensterzarge
in der Wandöffnung fixiert und/oder justiert werden.
[0051] Im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf
einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
einen Stift aufweist, bereitgestellt, und/oder
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf
einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
eine Stiftmontagepositionsmarkierung aufweist, bereitgestellt und zumindest an einer
Stiftmontagepositionsmarkierung mit einem Stift versehen, und/oder
- eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen umfasst, bereitgestellt
und zumindest auf einer Fläche des Zargenrahmens, welche in Montagestellung einer
Wandöffnungswandung zugewandt ist, mit mindestens einem Stift versehen.
[0052] Vorzugsweise wird die Tür- und/oder Fensterzarge mit Stiften versehen, deren Länge
geringer, beispielsweise um drei Millimeter geringer, als die Materialstärke des Zargenrahmens
ist. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass bei der Montage des Stifts die Innenseite
des Zargenrahmens beschädigt wird.
[0053] Mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren
können Zargen, welche keinen Zargenrand aufweisen, beispielsweise Blockzargen, montiert
werden. Vorzugsweise wird dabei
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf
einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
einen ersten und einen zweiten Stift aufweist, bereitgestellt, und/oder
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf
einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
eine erste und eine zweite Stiftmontagepositionsmarkierung aufweist, bereitgestellt
und zumindest an den Stiftmontagepositionsmarkierungen jeweils mit einem Stift versehen,
und/oder
- eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen umfasst, bereitgestellt
und zumindest auf einer Fläche des Zargenrahmens, welche in Montagestellung einer
Wandöffnungswandung zugewandt ist, mit mindestens einem ersten und einem zweiten Stift
versehen.
[0054] Beispielsweise kann dabei
- eine Wand, welche eine Wandöffnung aufweist, bereitgestellt werden, und
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf
einer Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
einen ersten und einen zweiten Stift aufweist, bereitgestellt werden, und/oder eine
erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, deren Zargenrahmen mindestens auf einer
Fläche, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens
eine erste und eine zweite Stiftmontagepositionsmarkierung aufweist, bereitgestellt
werden und zumindest an den Stiftmontagepositionsmarkierungen jeweils mit einem Stift
versehen werden, und/oder
eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen umfasst, bereitgestellt
werden und zumindest auf einer Fläche des Zargenrahmens, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mit mindestens einem ersten und einem zweiten
Stift versehen werden, und
- der Zargenrahmen in der Wandöffnung angeordnet werden,
- der erste Schenkel einer ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zwischen dem
Zargenrahmen und einer Wandöffnungswandung eingeführt, der erste Stift durch eine
Aussparung der ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen, die Außenfläche
des ersten Schenkels der ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zumindest teilweise
an die stiftaufweisende Fläche des Zargenrahmens angelegt und die Stellvorrichtung
der ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an einen zur Wandöffnung benachbarten
Bereich einer ersten Wandhauptfläche angelegt werden,
- der erste Schenkel einer zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zwischen dem
Zargenrahmen und der Wandöffnungswandung eingeführt, der zweite Stift durch eine Aussparung
der zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen, die Außenfläche des
ersten Schenkels der zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zumindest teilweise
an die stiftaufweisende Fläche des Zargenrahmens angelegt und die Stellvorrichtung
der zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an einen zur Wandöffnung benachbarten
Bereich einer zweiten Wandhauptfläche, welche der ersten Wandhauptfläche gegenüberliegt,
angelegt werden und
- die Tür- und/oder Fensterzarge in der Wandöffnung durch Feststellen der Stellvorrichtungen
der ersten und zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung fixiert und/oder justiert
wird.
[0055] Besonders vorteilhaft hat sich die erfindungsgemäße Montagevorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren zur Montage von Tür- und/oder Fensterzargen erwiesen, welche einen Zargenrahmen
und einen Zargenrand aufweisen (siehe Figuren 1, 3, 5) erwiesen. Vorzugsweise wird
daher
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen und einen
Zargenrand umfasst und deren Zargenrahmen mindestens auf einer Fläche, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens einen Stift aufweist, bereitgestellt,
und/oder
eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen und einen
Zargenrand umfasst und deren Zargenrahmen mindestens auf einer Fläche, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens eine Stiftmontagepositionsmarkierung
aufweist, bereitgestellt und zumindest an der Stiftmontagepositionsmarkierung mit
einem Stift versehen, und/oder eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen
und einen Zargenrand umfasst, bereitgestellt und zumindest auf einer Fläche des Zargenrahmens,
welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mit mindestens
einem Stift versehen.
[0056] Beispielsweise kann dabei
- eine Wand, welche eine Wandöffnung aufweist, bereitgestellt werden, und
- eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen und einen
Zargenrand umfasst und deren Zargenrahmen mindestens auf einer Fläche, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens einen Stift aufweist, bereitgestellt
werden, und/oder
eine erfindungsgemäße Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen und einen
Zargenrand umfasst und deren Zargenrahmen mindestens auf einer Fläche, welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mindestens eine Stiftmontagepositionsmarkierung
aufweist, bereitgestellt werden und zumindest an der Stiftmontagepositionsmarkierung
mit einem Stift versehen werden, und/oder
eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen und einen Zargenrand umfasst,
bereitgestellt werden und zumindest auf einer Fläche des Zargenrahmens, welche in
Montagestellung einer Wandöffnungswandung zugewandt ist, mit mindestens einem Stift
versehen werden, und
- der Zargenrahmen in der Wandöffnung angeordnet werden, wobei der Zargenrand benachbart
zu einer ersten Wandhauptfläche angeordnet wird,
- der erste Schenkel einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zwischen dem Zargenrahmen
und einer Wandöffnungswandung eingeführt werden,
- mindestens ein Stift durch mindestens eine Aussparung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
aufgenommen werden,
- die Außenfläche des ersten Schenkels der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zumindest
teilweise an die stiftaufweisende Fläche des Zargenrahmens angelegt werden,
- die Stellvorrichtung der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an einen zur Wandöffnung
benachbarten Bereich einer zweiten Wandhauptfläche, welche der ersten Wandhauptfläche
gegenüberliegt, angelegt werden und
- die Tür- und/oder Fensterzarge in der Wandöffnung durch Feststellen der Stellvorrichtung
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung fixiert und/oder justiert werden.
[0057] Insbesondere kann der Zargenrand beim Anordnen des Zargenrahmens in der Wandöffnung
an die erste Wandhauptfläche angelegt werden.
[0058] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
- eine Wand, welche eine Wandöffnung und mindestens einen Stift auf mindestens einer
Wandöffnungswandung aufweist, bereitgestellt, und/oder eine Wand, welche eine Wandöffnung
aufweist, bereitgestellt und mit mindestens einem Stift auf mindestens einer Wandöffnungswandung
versehen.
[0059] Dies hat sich insbesondere bei der Montage von geneigten Dachfenstern als vorteilhaft
erwiesen, da diese auf Stellvorrichtungen von mehreren erfindungsgemäßen Montagevorrichtungen
aufgelegt werden können, wobei eine fixierende Kraft zwischen Wand und Fensterzarge
über die Stellvorrichtungen durch die Erdanziehung aufgebaut werden kann.
[0060] Zur Montage von senkrechten Tür- und/oder Fensterzargen kann beispielsweise
- eine Wand, welche eine Wandöffnung und mindestens einen ersten und einen zweiten Stift
auf mindestens einer Wandöffnungswandung aufweist, bereitgestellt werden, und/oder
eine Wand, welche eine Wandöffnung aufweist, bereitgestellt werden und mit mindestens
einem ersten und einem zweiten Stift auf mindestens einer Wandöffnungswandung versehen
werden.
[0061] Insbesondere kann dabei
- eine Wand, welche eine Wandöffnung und mindestens einen ersten und einen zweiten Stift
auf mindestens einer Wandöffnungswandung aufweist, bereitgestellt werden, und/oder
eine Wand, welche eine Wandöffnung aufweist, bereitgestellt werden und mit mindestens
einem ersten und einem zweiten Stift auf mindestens einer Wandöffnungswandung versehen
werden, und
- eine Tür- und/oder Fensterzarge, welche einen Zargenrahmen aufweist, bereitgestellt
werden,
- der Zargenrahmen in der Wandöffnung angeordnet werden,
- der erste Schenkel einer ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zwischen dem
Zargenrahmen und einer Wandöffnungswandung eingeführt, der erste Stift durch eine
Aussparung der ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen, die Außenfläche
des ersten Schenkels der ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zumindest teilweise
an die stiftaufweisende Wandöffnungswandung angelegt und die Stellvorrichtung der
ersten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an eine erste Fläche, insbesondere Stirnfläche,
des Zargenrahmens angelegt werden,
- der erste Schenkel einer zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zwischen dem
Zargenrahmen und der Wandöffnungswandung eingeführt, der zweite Stift durch eine Aussparung
der zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung aufgenommen, die Außenfläche des
ersten Schenkels der zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung zumindest teilweise
an die stiftaufweisende Wandöffnungswandung angelegt und die Stellvorrichtung der
zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung an eine zweite Fläche, insbesondere Stirnfläche,
des Zargenrahmens, welche der ersten Fläche des Zargenrahmens gegenüberliegt, angelegt
werden, und
- die Tür- und/oder Fensterzarge in der Wandöffnung durch Feststellen der Stellvorrichtungen
der ersten und zweiten erfindungsgemäßen Montagevorrichtung fixiert und/oder justiert
werden.
[0062] Durch Veränderung der Anlegeposition der Stellvorrichtung auf der Wandhauptfläche
beziehungsweise auf einer der Fläche des Zargenrahmens, und/oder durch Einstellen
des Abstands zwischen dem zweiten Schenkel und der Wandhauptfläche beziehungsweise
zwischen dem zweiten Schenkel und der Fläche des Zargenrahmens durch die Stellvorrichtung
kann vorteilhafterweise die Position der Zarge in der Wandöffnung justiert werden.
[0063] Vorzugsweise werden mehrere erfindungsgemäße Montagevorrichtungen zum Fixieren und/oder
Justieren der Türzarge eingesetzt. Auf diese Weise kann vorteilhafterweise die Fixierung
verstärkt und das Justieren vereinfacht werden.
[0064] Das Volumen zwischen den Wandöffnungswandungen und dem Zargenrahmen kann anschließend
mit Montageschaum gefüllt werden. Vorteilhafterweise kann dabei eine erfindungsgemäße
Montagevorrichtung meist auch dann noch entfernt werden, wenn ausgehärteter Montageschaum
an den ersten Schenkel der Montagevorrichtung angrenzt. Die erfindungsgemäßen Montagevorrichtung/en
können daher beispielsweise nach dem Aushärten des Montageschaums entfernt werden.
[0065] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist der
Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung oberen Fläche mindestens einen Stift
auf oder wird der Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung oberen Fläche
mit mindestens einem Stift versehen. Eine Tür- und/oder Fensterzarge kann auf diese
Weise gegebenenfalls bereits durch eine erfindungsgemäße Montagevorrichtungen fixiert
werden. Vorzugsweise weist der Zargenrahmen zumindest auf der in Montagestellung oberen
Fläche mindestens zwei Stifte auf oder der Zargenrahmen wird zumindest auf der in
Montagestellung oberen Fläche mit mindestens zwei Stiften versehen.
[0066] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform dieses erfindungsgemäßen Verfahrens weist
der Zargenrahmen zumindest auf zwei unterschiedlichen Flächen, welche in Montagestellung
zwei unterschiedlichen Wandöffnungswandungen zugewandt sind, jeweils mindestens einen
Stift auf oder der Zargenrahmen wird zumindest auf zwei unterschiedlichen Flächen,
welche in Montagestellung zwei unterschiedlichen Wandöffnungswandungen zugewandt sind,
jeweils mit mindestens einem Stift versehen. Auf dieser Weise kann die Fixierung und
Justierung der Tür- und/oder Fensterzarge verbessert werden. Beispielsweise kann der
Zargenrahmen zumindest auf den beiden in Montagestellung seitlichen Flächen jeweils
mindestens einen Stift aufweisen oder mit mindestens einem Stift versehen werden.
[0067] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung zur Montage von Türzargen und/oder Fensterzargen, beispielsweise
von erfindungsgemäßen Tür- und/oder Fensterzargen.
Zeichnungen
[0068] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Gegenstände
werden durch die Zeichnungen veranschaulicht und in der nachfolgenden Beschreibung
erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Zeichnungen nur beschreibenden Charakter
haben und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung und einer in einer Wandöffnung einer Wand angeordneten, erfindungsgemäßen
Türzarge und veranschaulicht das Funktionsprinzip einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
- Fig. 2
- eine schematische, vergrößerte Ansicht des Aussparungsbereichs der in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische, perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung und einer erfindungsgemäßen Türzarge;
- Fig. 4
- eine schematische, perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türzarge, welche durch mehrere, in Montagestellung seitlich angeordnete, erfindungsgemäße
Montagevorrichtungen in einer Wandöffnung einer Wand fixiert und justiert ist;
- Fig. 5
- eine schematische, perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung des Fixierens und
Justierens einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Türzarge durch zwei, auf
der in Montagestellung oberen Fläche des Zargenrahmens angeordnete, erfindungsgemäße
Montagevorrichtungen;
- Fig. 6
- einen schematischen Querschnitt durch die in Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung;
- Fig. 7
- eine schematische, bezüglich Fig. 6 um 90 ° um die Spindelachse gedrehte Ansicht der
in den Fig. 1, 2 und 6 gezeigten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung;
- Fig. 8
- eine schematische, Draufsicht auf die in den Fig. 1, 2, 6 und 7 gezeigte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung mit Sterngriff; und
- Fig. 9
- einen schematischen Querschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung und eine weitere Ausführungsform einer in einer
Wandöffnung einer Wand angeordneten, erfindungsgemäßen Türzarge und veranschaulicht
das Funktionsprinzip einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0069] Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung
1 und eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Türzarge
20, welche durch die erfindungsgemäße Montagevorrichtung
1 in einer Wandöffnung
41 beziehungsweise an der die Wandöffnung
41 aufweisenden Wand
40 fixiert ist.
[0070] Figur 1 zeigt, dass die Montagevorrichtung
1 einen winkelförmigen Hauptkörper
2 aufweist, der einen ersten
3 und einen zweiten
4 Schenkel umfasst. Figur 1 illustriert, dass der erste Schenkel
3 eine Aussparung
5 aufweist. Wie in Figur 1 veranschaulicht, dient die Aussparung
5 zur Aufnahme eines, an der Türzarge
20 befestigten Stifts
30. Figur 1 zeigt weiterhin, dass an dem zweiten Schenkel
4 eine Stellvorrichtung
6 angeordnet ist. Im Rahmen der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform umfasst die Stellvorrichtung
6 ein Innengewinde
7, welches an dem zweiten Schenkel
4 des Hauptkörpers
2 ausgebildet ist, eine Spindel
8, welche zumindest auf einem Teil ihrer Länge ein Außengewinde aufweist, und ein Anlegeelement
9. Figur 1 zeigt, dass ein Teil des Außengewindes der Spindel
8 in das Innengewinde
7 eingreift. Das Anlegeelement
9 ist dabei an einem, dem ersten Schenkel
3 zugewandten, Ende der Spindel
8 angeordnet. Figur 1 veranschaulicht, dass das Innengewinde
7 im Rahmen dieser Ausführungsform derart an dem zweiten Schenkel
4 des Hauptkörpers
2 ausgebildet ist, dass die Spindel
8 in Montagestellung senkrecht zur Wandhauptfläche ausgerichtet ist. Da im Rahmen der
in Figur 1 gezeigten Ausführungsform der Winkel γ des Hauptkörpers
2 90 ° einnimmt, kann dies, wie in Figur 1 gezeigt, dadurch gewährleistet werden, dass
das Innengewinde
7 senkrecht zur Fläche des zweiten Schenkels
4 des Hauptkörpers
2 ausgebildet ist. Im Rahmen der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform umfasst die Stellvorrichtung
6 weiterhin ein Griffelement
10, welches an dem, vom ersten Schenkel
3 abgewandten Ende der Spindel
8 angeordnet ist.
[0071] Figur 1 zeigt, dass die erfindungsgemäße Türzarge
20 einen Zargenrahmen
21 und einen Zargenrand
23 umfasst, wobei der Zargenrahmen
21 auf einer Fläche
22, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung
42 zugewandt ist, einen Stift
30 aufweist. Figur 1 zeigt weiterhin, dass im Rahmen der gezeigten Ausführungsform der
Stift
30 eine Senkkopfschraube, insbesondere eine Euroschraube, ist.
[0072] Figur 1 veranschaulicht weiterhin, das Funktionsprinzip einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Montage von Tür- und/oder Fensterzargen
20 mit einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1. Figur 1 zeigt, dass der Zargenrahmen
21 in einer Wandöffnung
41 angeordnet ist, wobei der Zargenrand
23 benachbart zu einer ersten Wandhauptfläche
43 angeordnet ist beziehungsweise an dieser
43 anliegt. Figur 1 zeigt, dass der erste Schenkel
3 der Montagevorrichtung
1 zwischen dem Zargenrahmen
21 und der Wandöffnungswandung
42 derart angeordnet ist, dass die Außenfläche
14 des ersten Schenkels
3 teilweise an der, der Wandöffnungswandung
42 zugewandten Fläche
22 des Zargenrahmens
21 anliegt, wobei der Stift
30 der Türzarge
20 durch die Aussparung
5 der Montagevorrichtung 1 aufgenommen wird. Figur 1 zeigt weiterhin, dass die Stellvorrichtung
6, insbesondere über das Anlegeelement
9, an einen zur Wandöffnung
41 und zur Türzarge
20 benachbarten Bereich einer zweiten Wandhauptfläche
44 anliegt, welche der ersten Wandhauptfläche
43 gegenüberliegenden angeordnet ist. Figur 1 veranschaulicht, dass durch Feststellen
der Stellvorrichtung
6 an der zweiten Wandhauptfläche
44, welches in Figur 1 durch Bewegung der Spindel
8 und damit des Anlegestücks
9 in Richtung auf die zweite Wandhauptfläche
44 erfolgt, der an der gegenüberliegenden ersten Wandhauptfläche
43 angeordnete Zargenrand, insbesondere in Zugrichtung
11, gegen die erste Wandhauptfläche
43 gezogen wird und die Türzarge
20 in der Wandöffnung
41 beziehungsweise an der die Wandöffnung
41 aufweisenden Wand
40 fixiert wird. Figur 1 veranschaulicht weiterhin, dass durch Änderung der Anlegeposition
X der Stellvorrichtung
6 auf der zweiten Wandhauptfläche
44 und des Abstandes
d zwischen dem zweiten Schenkel
4 und der zweiten Wandhauptfläche
44 die Position der Türzarge
20 in der Wandöffnung
41 justiert werden kann.
[0073] Figur 2 zeigt eine schematische, vergrößerte Ansicht des Aussparungsbereichs der
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung. Figur
2 veranschaulicht, dass diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1 eine Aussparung
5 aufweist, von deren Aussparungswandungen
13 eine Aussparungswandung
13 eine Abschrägung
12 aufweist. Figur 2 illustriert, dass insbesondere die in Montagestellung an den Stift
30 der Türzarge
20 angrenzende Aussparungswandung eine Abschrägung
12 aufweist. Figur 2 zeigt weiterhin, dass der Stift
30 einen abgeschrägten Kopf
31 aufweist, dessen Abschrägung
32 sich im Winkel β in Richtung auf den Zargenrahmen
21 verringert. Darüber hinaus veranschaulicht Figur 2, dass der Winkel α der Abschrägung
12 der Aussparungswandung
13 mit dem Winkel β der Abschrägung
32 des Kopfs
31 des Stifts
30 der Türzarge
20 korrespondiert.
[0074] Figur 3 zeigt eine schematische, perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1 und einer erfindungsgemäßen Türzarge
20. Figur 3 zeigt, dass die erfindungsgemäße Montagevorrichtung
1 im Rahmen dieser Ausführungsform zwei Aussparungen
5 aufweist, welche in dem ersten Schenkel
3 des Hauptkörpers
2 ausgebildet sind. Figur 3 zeigt weiterhin, dass im Rahmen dieser Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1 die Aussparungen
5 einen rechteckigen, insbesondere quadratischen, Querschnitt aufweisen. Darüber hinaus
zeigt Figur 3, dass der Zargenrahmen
21 der Türzarge
20 im Rahmen dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform zwei Stifte
30 aufweist, welche auf der in Montagestellung seitlichen Fläche des Zargenrahmens
21 angeordnet sind. Figur 3 veranschaulicht ferner, dass die Stifte
30 der Türzarge
20 durch die Aussparungen
5 der Montagevorrichtung
1 aufgenommen werden.
[0075] Figur 4 illustriert, wie eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Türzarge
20, welche auf den beiden in Montagestellung seitlichen Flächen jeweils mehrer Stifte
(nicht dargestellt) aufweist, durch mehrere, insbesondere sechs, die Stifte aufnehmende
Montagevorrichtungen
1 in einer Wandöffnung
42 einer Wand
40 fixiert und/oder justiert werden kann.
[0076] Figur 5 veranschaulicht, wie eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türzarge 20, welche auf der in Montagestellung oberen Flächen mehrer Stifte (nicht
dargestellt) aufweist, durch mehrere, insbesondere zwei, die Stifte aufnehmende Montagevorrichtungen
1 fixiert und/oder justiert werden kann.
[0077] Die Figuren 6 bis 8 zeigen drei Ansichten der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1, von deren Aussparungswandungen
13 eine Aussparungswandung
13 eine Abschrägung
12 aufweist. Die Figuren 6 bis
8 zeigen insbesondere, dass dabei die in Montagestellung an den Stift der Türzarge
angrenzende Aussparungswandung
13 eine Abschrägung
12 aufweist. Figur 8 zeigt weiterhin, dass die erfindungsgemäße Montagevorrichtung
1 im Rahmen dieser Ausführungsform einen Sterngriff
10 aufweist.
[0078] Figur 9 zeigt zwei erfindungsgemäße Montagevorrichtungen
1a, 1b und eine in einer Wandöffnung
41 einer Wand
40 angeordneten, erfindungsgemäßen Türzarge
20 und veranschaulicht das Funktionsprinzip einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Figur 9 veranschaulicht, dass mit erfindungsgemäßen Montagevorrichtungen
1a, 1b auch Zargen, welche keinen Zargenrand aufweisen, beispielsweise Blockzargen, montiert
werden können. Figur 9 veranschaulicht, dass der Zargenrahmen
21 der Türzarge
20 hierfür mindestens auf einer Fläche
22, welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung
42 zugewandt ist, mindestens einen ersten
30a und einen zweiten
30b Stift aufweist. In Figur 9 ist der Zargenrahmen
21 bereits in der Wandöffnung
41 angeordnet. Figur 9 veranschaulicht, dass der erste Schenkel
3a der ersten Montagevorrichtung
1a zwischen dem Zargenrahmen
21 und der Wandöffnungswandung
42 eingeführt, der erste Stift
30a durch eine Aussparung
5a der ersten Montagevorrichtung
1a aufgenommen, die Außenfläche
14a des ersten Schenkels
3a der ersten Montagevorrichtung
1a zumindest teilweise an die stiftaufweisende Fläche
22 des Zargenrahmens
21 angelegt und die Stellvorrichtung
6a der ersten Montagevorrichtung
1a an einen zur Wandöffnung
41 benachbarten Bereich einer ersten Wandhauptfläche
43a angelegt wurde. Figur 9 illustriert weiterhin, dass der erste Schenkel
3b der zweiten Montagevorrichtung
1b zwischen dem Zargenrahmen
21 und der Wandöffnungswandung
42 eingeführt, der zweite Stift
30b durch eine Aussparung
5b der zweiten Montagevorrichtung
1b aufgenommen, die Außenfläche
14b des ersten Schenkels
3b der zweiten Montagevorrichtung
1b zumindest teilweise an die stiftaufweisende Fläche
22 des Zargenrahmens
21 angelegt und die Stellvorrichtung
6b der zweiten Montagevorrichtung
1b an einen zur Wandöffnung
41 benachbarten Bereich einer zweiten Wandhauptfläche
43b, welche der ersten Wandhauptfläche
43a gegenüberliegt, angelegt wurde und dass die Türzarge
20 in der Wandöffnung
41 durch Feststellen der Stellvorrichtungen
6a, 6b der ersten
1a und zweiten
1b Montagevorrichtung fixiert und/oder justiert werden kann.
[0079] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht auf einem zu
dem in Figur 9 gezeigten, umgekehrten Funktionsprinzip (nicht dargestellt). Im Rahmen
dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die Wandöffnungswandung
42 einen ersten
30a und einen zweiten Stift
30b auf, wobei die Außenflächen
14a, 14b der ersten Schenkel
3a, 3b der ersten
1a und zweiten
1b Montagevorrichtung zumindest teilweise an die stiftaufweisende Wandöffnungswandung
42 angelegt und die Stellvorrichtungen
6a, 6b der ersten
1a und zweiten
1b Montagevorrichtung an gegenüberliegende Flächen
24a, 24b, insbesondere Stirnfläche, des Zargenrahmens
21 angelegt werden.
1. Montagevorrichtung (1) für Tür- und/oder Fensterzargen (20), aufweisend einen winkelförmigen
Hauptkörper (2),
wobei der Hauptkörper (2) einen ersten (3) und einen zweiten (4) Schenkel umfasst,
wobei der erste Schenkel (3) mindestens eine Aussparung (5) zur Aufnahme eines Stifts
(30) aufweist,
wobei an dem zweiten Schenkel (4) eine Stellvorrichtung (6) angeordnet ist,
wobei die Stellvorrichtung (6)
- ein Innengewinde (7), welches in oder am zweiten Schenkel (4) des Hauptkörpers (2)
ausgebildet ist,
- eine Spindel (8), welche zumindest auf einem Teil ihrer Länge ein Außengewinde aufweist,
und
- ein Anlegeelement (9),
umfasst, wobei zumindest ein Teil des Außengewindes der Spindel (8) in das Innengewinde
(7) eingreift, wobei das Anlegeelement (9) an einem, dem ersten Schenkel (3) zugewandten
Ende der Spindel (8) angeordnet ist.
2. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (5) in dem ersten Schenkel zur lösbaren Aufnahme eines Stifts (30)
ausgebildet ist.
3. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (3) des Hauptkörpers (2) mindestens zwei Aussparungen (5) aufweist.
4. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (5) bezogen auf die Winkelachse (W) des winkelförmigen Hauptkörpers
(2) nebeneinander ausgebildet sind.
5. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (5) in dem vom Hauptkörperwinkel (γ) abgewandten Bereich des ersten
Schenkels (3) ausgebildet ist.
6. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (5) einen polygonen, insbesondere rechteckigen oder dreieckigen, Querschnitt
aufweist.
7. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (5) einen teilweise polygonen und teilweise runden, insbesondere zuckerhutförmigen,
Querschnitt aufweist.
8. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der in Montagestellung an den Stift (30) angrenzende Teil der Aussparungswandung
(13) eine Abschrägung (12) aufweist.
9. Montagevorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) der Abschrägung (12) der Aussparungswandung (13) mit dem Winkel (β)
einer Abschrägung (32) eines Kopfs (31) eines, an einer Tür- und/oder Fensterzarge
(20) und/oder einer Wandöffnungswandung (42) befestigten Stifts (30) korrespondiert.
10. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlegeelement (9) verkippbar und/oder drehbar mit der Spindel (8) verbunden ist.
11. Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10" dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (6) ein Griffelement (10) umfasst, welches an einem, vom ersten
Schenkel (3) abgewandten Ende der Spindel (8) angeordnet ist.
12. Tür- und/oder Fensterzarge (20), umfassend einen Zargenrahmen (21), wobei der Zargenrahmen
(21) zumindest auf einer Fläche (22), welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung
(42) zugewandt ist, mindestens einen Stift (30) aufweist, wobei der Stift (30) einen
Kopf (31) aufweist, wobei der Kopf (31) eine Abschrägung (32) aufweist, welche sich
in Richtung auf den Zargenrahmen (21) verringert, wobei der Winkel (β) der Abschrägung
(32) des Kopfes (31) des Stifts (30) mit dem Winkel (α) der Abschrägung (12) der Aussparungswandung
(13) der Montagevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1bis 11 korrespondiert.
13. Verfahren zur Montage von Tür- und/oder Fensterzargen (20) mit einer Montagevorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 11, in dem
- eine Tür- und/oder Fensterzarge (20), welche einen Zargenrahmen (21) aufweist, und
eine Wand (40), welche eine Wandöffnung (41) aufweist, bereitgestellt werden,
wobei die Tür- und/oder Fensterzarge (20) und/oder die Wand (40) mindestens einen
Stift (30) aufweist und/oder mit mindestens einem Stift (30) versehen wird,
- der Zargenrahmen (21) in der Wandöffnung (41) angeordnet wird,
- ein Stift (30) durch eine Aussparung (5) der Montagevorrichtung (1) aufgenommen
wird, und
- durch die Stellvorrichtung (6) der Montagevorrichtung (1) eine fixierende Kraft
zwischen Wand (40) und Tür- und/oder Fensterzarge (20) aufgebaut wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Wand (40), welche eine Wandöffnung (41) aufweist, bereitgestellt wird, und
- eine Tür- und/oder Fensterzarge (20), deren Zargenrahmen (21) mindestens auf einer
Fläche (22), welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung (42) zugewandt ist,
mindestens einen ersten (30a) und einen zweiten (30b) Stift aufweist, bereitgestellt
wird, oder
- eine Tür- und/oder Fensterzarge (20), welche einen Zargenrahmen (21) umfasst, bereitgestellt
wird und zumindest auf einer Fläche (22) des Zargenrahmens (21), welche in Montagestellung
einer Wandöffnungswandung (42) zugewandt ist, mit mindestens einem ersten und einem
zweiten Stift (30) versehen wird, und
- der Zargenrahmen (21) in der Wandöffnung (41) angeordnet wird,
- der erste Schenkel (3a) einer ersten Montagevorrichtung (1a) zwischen dem Zargenrahmen
(21) und einer Wandöffnungswandung (42) eingeführt, der erste Stift (30a) durch eine
Aussparung (5a) der ersten Montagevorrichtung (1a) aufgenommen, die Außenfläche (14a)
des ersten Schenkels (3a) der ersten Montagevorrichtung (1a) zumindest teilweise an
die stiftaufweisende Fläche (22) des Zargenrahmens (21) angelegt und die Stellvorrichtung
(6a) der ersten Montagevorrichtung (1a) an einen zur Wandöffnung (41) benachbarten
Bereich einer ersten Wandhauptfläche (43a) angelegt wird,
- der erste Schenkel (3b) einer zweiten Montagevorrichtung (1b) zwischen dem Zargenrahmen
(21) und der Wandöffnungswandung (42) eingeführt, der zweite Stift (30b) durch eine
Aussparung (5b) der zweiten Montagevorrichtung (1b) aufgenommen, die Außenfläche (14b)
des ersten Schenkels (3b) der zweiten Montagevorrichtung (1b) zumindest teilweise
an die stiftaufweisende Fläche (22) des Zargenrahmens (21) angelegt und die Stellvorrichtung
(6b) der zweiten Montagevorrichtung (1b) an einen zur Wandöffnung (41) benachbarten
Bereich einer zweiten Wandhauptfläche (43b), welche der ersten Wandhauptfläche (43a)
gegenüberliegt, angelegt wird, und
- die Tür- und/oder Fensterzarge (20) in der Wandöffnung (41) durch Feststellen der
Stellvorrichtungen (6a, 6b) der ersten (1a) und zweiten (1b) Montagevorrichtung fixiert
und/oder justiert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Wand (40), welche eine Wandöffnung (41) aufweist, bereitgestellt wird, und
- eine Tür- und/oder Fensterzarge (20), welche einen Zargenrahmen (21) und einen Zargenrand
(23) umfasst und deren Zargenrahmen (21) mindestens auf einer Fläche (22), welche
in Montagestellung einer Wandöffnungswandung (42) zugewandt ist, mindestens einen
Stift (30) aufweist, bereitgestellt wird, oder
- eine Tür- und/oder Fensterzarge (20), welche einen Zargenrahmen (21) und einen Zargenrand
(23) umfasst, bereitgestellt wird und zumindest auf einer Fläche (22) des Zargenrahmens
(21), welche in Montagestellung einer Wandöffnungswandung (42) zugewandt ist, mit
mindestens einem Stift (30) versehen wird, und
- der Zargenrahmen (21) in der Wandöffnung (41) angeordnet wird, wobei der Zargenrand
(23) benachbart zu einer ersten Wandhauptfläche (43) angeordnet wird,
- der erste Schenkel (3) einer Montagevorrichtung (1) zwischen dem Zargenrahmen (21)
und einer Wandöffnungswandung (42) eingeführt wird,
- mindestens ein Stift (30) durch mindestens eine Aussparung (5) der Montagevorrichtung
(1) aufgenommen wird,
- die Außenfläche (14) des ersten Schenkels (3) der Montagevorrichtung (1) zumindest
teilweise an die stiftaufweisende Fläche (22) des Zargenrahmens (21) angelegt wird,
- die Stellvorrichtung (6) der Montagevorrichtung (1) an einen zur Wandöffnung (41)
benachbarten Bereich einer zweiten Wandhauptfläche (44), welche der ersten Wandhauptfläche
(43) gegenüberliegt, angelegt wird, und
- die Tür- und/oder Fensterzarge (20) in der Wandöffnung (41) durch Feststellen der
Stellvorrichtung (6) der Montagevorrichtung (1) fixiert und/oder justiert wird.