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(11) |
EP 2 224 091 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.04.2020 Patentblatt 2020/15 |
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Anmeldetag: 26.02.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wendelager für Storen mit Lamellenelementen
Pivot bearings for blinds with lamella elements
Culbuteur pour stores à éléments lamellaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
27.02.2009 CH 289092009
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2010 Patentblatt 2010/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Griesser Holding AG |
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8355 Aadorf (CH) |
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Erfinder: |
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- Schaffner, Samuel
8505 Pfyn (CH)
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| (74) |
Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Gachnang AG Patentanwälte
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 1 8501 Frauenfeld 1 (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 356 590
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EP-A1- 1 435 426
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Wendelager für Storen mit Lamellenelementen gemäss
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Wendelager für Storen mit Lamellenelementen mit einer
Drehmomentmitnahme, einem Lagergehäuse und einer im Lagergehäuse um einen Wendewinkel
verschwenkbar gelagerten Wippe zum Verschwenken der Lamellenelemente bekannt. Ferner
weist das Wendelager eine Wendekupplung zur Kupplung der Drehmomentmitnahme mit der
Wippe auf, wobei der Wendewinkel durch zwei Anschlagmittel definiert ist. Nachteilig
an diesem bekannten Wendelager ist, dass je nach der Bauart oder der geometrischen
Ausbildung der Lamellenelemente unterschiedliche Wendelager benötigt werden, da der
Wendewinkel unterschiedlich ist. Dies bedeutet für einen Hersteller des bekannten
Wendelagers, dass er für verschiedene Lamellenstoren verschiedene Wendelager herstellen
muss.
[0003] EP 0 356 590 A1 offenbart eine Wendemechanik für Lamellen eines Rafflamellenstorens. Die Wendemechanik
umfasst ein ringartiges Kupplungsbetätigungselement, welches koaxial zu einer Antriebswelle
des Storens angeordnet und drehbar gelagert ist. Die Schwenklagen der Lamellen in
einer Schliessstellung und in einer Offenstellung sind durch peripher am Kupplungsbetätigungselement
angeordnete Eingriffsflächen bestimmt. Diese Eingriffsflächen werden beim Drehen der
Antriebswelle in Anlage bzw. in Eingriff mit einem zurückziehbaren Anschlag gebracht,
wodurch das Kupplungsbetätigungselement am Weiterdrehen gehindert wird. Ein am Kupplungsbetätigungselement
hervorragender Nocken dient als Anschlagelement für Kontaktflächen einer Nockenaufnahme
eines schwenkbaren Wendekörpers, an dem die Wendeschnüre befestigt sind. Der Wendekörper
umfasst weitere Anschläge für die Endschenkel der Schlingfeder einer Rutschkupplung.
Die Endlagen des Wendekörpers sind im Wesentlichen durch die Lage der Eingriffsflächen
am Kupplungsbetätigungselement und den Bewegungsspielraum zwischen dem Nocken und
der Nockenaufnahme vorgegeben. Optional können die Eingriffsflächen an ausbrechbaren
Teilen angeordnet sein. Dadurch kann der nutzbare Schwenkbereich irreversibel vergrössert
werden. Ein Ersatz oder Austausch des Kupplungsbetätigungselements ist nur mit erheblichem
Aufwand möglich.
[0004] EP1435426A1 offenbart eine weitere Wendemechanik für Lamellen eines Rafflamellenstorens. An einem
verdrehfest mit einer Aufzugswelle des Storens verbindbaren Drehkörper ist eine ringartige
Wippe für eine Wendeschnur koaxial zur Drehachse der Aufzugswelle schwenkbar gelagert.
Mittels einer Schlingfeder kann die Wippe mit einem Drehkörper gekoppelt werden. Für
diesen Zweck ragt ein Axialnocken der Wippe zwischen den Endschenkeln der Schlingfeder
hindurch. Ein koaxial an der Wippe gelagertes erstes Nockenelement umfasst als Anschlag,
der zum Entkuppeln der Schlingfeder vom Drehkörper dient, eine kreisförmige Rippe
mit einem Spalt. Die Lage dieses Anschlags kann durch Ändern der Drehlage des ersten
Nockenelements verändert werden. Mittels eines Freilaufmittels und eines Planetengetriebes
kann das erste Nockenelement für eine bestimmte Anzahl Umdrehungen der Antriebswelle
in einer vorgegebenen Lage gehalten werden, sodass die Lamellen während des Absenkens
ihre Schwenklage beibehalten. Danach kann sich das Nockenelement weiterdrehen. Der
maximale Bewegungsspielraum für die Schwenkbewegung des Nockenelements ist durch zwei
Stifte begrenzt. Diese Stifte können in axial ausgerichtete Ausnehmungen eingesteckt
werden, die in gleichmässigen Winkelabständen entlang der Peripherie eines ringförmigen
weiteren Nockenelements angeordnet sind. Dieses weitere Nockenelement ist verdrehfest
mit dem Gehäuse verbunden. Die Stifte sind Anschlagelemente für eine Wand, die am
ersten Nockenelement axial hervorragt. Die Anordnung der Stifte in den Ausnehmungen
begrenzt den Bewegungsspielraum des ersten Nockenelements und bestimmt indirekt die
Drehlagen der Antriebswelle, bei denen die Wippe vom Drehkörper entkuppelt wird.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wendelager bereitzustellen, das wirtschaftlicher
herstellbar ist und für Lamellenelemente unterschiedlicher Bauart oder geometrischer
Ausbildung anwendbar ist.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Wendelager gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Wendelagers sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
[0008] Das Lagergehäuse des Wendelagers umfasst ein austauschbares Anschlagteil mit Anschlägen
für eine Schlingfeder, welche zum Kuppeln einer Wippe mit der Aufzugswelle der Store
benutzt wird. Die Anschläge legen die Endlagen der Wippe beim Verschwenken fest und
dienen zum Entkuppeln der Schlingfeder von der Antriebswelle. Erfindungsgemäss kann
die Lage der Anschläge an die Anforderungen unterschiedlicher Lamellenstoren oder
unterschiedlich ausgebildeter Lamellen angepasst werden, indem entweder Anschlagteile
mit unterschiedlichen Anschlagspositionen in das Lagergehäuse eingesetzt werden, oder
indem mindestens einer der Anschläge am Anschlagteil verstellbar ausgebildet ist.
Daraus resultierend vereinfacht sich die Lagerhaltung eines Herstellers des erfindungsgemässen
Wendelagers für verschiedene Lamellenstoren, da bis auf die Anschlagteile nur gleich
ausgebildete Teile hergestellt beziehungsweise an Lager gehalten werden müssen.
[0009] Vorzugsweise weist das Lagergehäuse einen Aufnahmebereich auf, in den das Anschlagteil
einführbar ist, um eine einfache und effiziente Montage des erfindungsgemässen Wendelagers
sicherzustellen. Diese erfindungsgemässe Ausbildung des Lagergehäuses gewährleistet,
dass auch für Wendelager mit unterschiedlichen Wendewinkeln das baugleiche Lagergehäuse
zur Herstellung des erfindungsgemässen Wendelagers anwendbar ist, da Anschlagteile
mit unterschiedlich ausgebildeten Anschlagmitteln in den Aufnahmebereich des Lagergehäuses
einführbar beziehungsweise montierbar sind.
[0010] Vorteilhafterweise weist das Anschlagteil einen im Wesentlichen zum Aufnahmebereich
komplementär ausgebildeten Steckbereich auf, um das in den Aufnahmebereich eingeführte
Anschlagteil gegenüber dem Gehäuse festzulegen und eine einfache Montage des Anschlagteils
im Lagergehäuse sicherzustellen.
[0011] Vorzugsweise weist das Anschlagteil ein Kennzeichnungsmittel und das Lagergehäuse
im Bereich des Anschlagteils einen Durchbruch auf, um einem Anwender des erfindungsgemässen
Wendelagers Informationen über die technische Ausbildung des Wendelagers bereitzustellen,
insbesondere über den Wendewinkel des Wendelagers, ohne eine Demontage des Wendelagers
durchführen zu müssen. Selbstverständliche sind auch äquivalente Mittel, wie beispielsweise
ein Lagergehäuse mit einem Sichtfenster, denkbar.
[0012] Vorteilhafterweise ist das Kennzeichnungsmittel maschinenlesbar, um in der Herstellung
des erfindungsgemässen Wendelagers und der Anwendung des erfindungsgemässen Wendelagers
einen effizienten Zugang zu den technischen Daten des Wendelagers, insbesondere dem
Wendewinkel des Wendelagers, sicherzustellen.
[0013] Vorzugsweise weist das Anschlagteil ein visuelles Kennzeichnungsmittel insbesondere
eine zum Lagergehäuse unterschiedliche Farbe auf, um auf eine wirtschaftliche Art
und Weise das Kennzeichnungsmittel umzusetzen.
[0014] Vorteilhafterweise weisen Anschlagteile, deren korrespondierende Anschlagmittel identisch
ausgebildet sind, gleichartige Kennzeichnungsmittel insbesondere der gleichen Farbe
auf.
[0015] Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Wendelagers,
- Figur 2
- eine Explosionsdarstellung des Wendelagers ohne Lagergehäuse gemäss Fig. 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht mehrerer Anschlagteile mit unterschiedlich angeordneten
Anschlagmitteln gemäss Fig. 2,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht des unteren Gehäuseteils gemäss Fig. 1,
- Figur 5
- ein Querschnitt des Wendelagers gemäss Fig. 1, wobei die Wendekupplung im eingekuppelten
Zustand ist,
- Figur 6
- ein Querschnitt des Wendelagers gemäss Fig. 1, wobei die Wendekupplung im ausgekuppelten
Zustand ist,
- Figur 7
- eine Explosionsdarstellung eines Wendelagers mit einem quer zur Schwenkebene der Wippe
verschwenkbaren Arbeitsstellungsanschlag.
[0016] Figur 1 zeigt ein Wendelager 1 für Storen mit Lamellenelementen in perspektivischer
Ansicht. Das Wendelager 1 umfasst ein mehrteiliges Lagergehäuse 2 mit einem wannenartigen
Gehäuseboden 2a und einer z.B. mittels einrastender Federzungen wieder lösbar mit
dem Gehäuseboden 2a verbundenen Haube 2b. Figur 2 zeigt eine Explosionsdarstellung
des Wendelagers 1 ohne Gehäuseboden 2a und Haube 2b. Im Lagergehäuse 2 ist ein Drehkörper
28 mit einer Spule 27 für ein Aufzugsband (nicht dargestellt) und einer Hohlwelle
19 drehbar gelagert. Als Lager dienen je zwei miteinander korrespondierende halbkreisförmige
Ausnehmungen 25 (Fig. 1, 4) an den Seitenwänden des Gehäusebodens 2a und an der Haube
2b. Die Hohlwelle 19 umfasst eine durchgehende Mehrkantbohrung 21 zum verdrehfesten
Aufschieben auf die Antriebswelle der Store. Aufgrund der Ausnehmungen 25 am Lagergehäuse
2 ist die Hohlwelle 19 von aussen her frei zugänglich.
[0017] Eine Schlingfeder 33 mit zwei radial hervorragenden Endschenkeln 34 ist an einer
zylindrischen Hülse 36 des Drehkörpers 28 gelagert und mit diesem Drehkörper 28 kraftschlüssig
kuppelbar. Eine die Windungen der Schlingfeder 33 ummantelnde Wippe 5 mit einer Ausnehmung
35, durch welche die Endschenkel 34 der Schlingfeder 33 hindurchragen, ist an einem
spulennahen Abschnitt der Hülse 36 mit leicht grösserem Aussendurchmesser schwenkbar
gelagert. An der Peripherie der Wippe 5 ist eine Wendeschnur 29 in eine Nut 38 eingelegt
und z.B. mittels einer Perle 39 oder eines anderen Festlegemittels lokal an der Wippe
5 gehalten. Ein Anschlagteil 13 mit zwei Anschlagmitteln 15, 17 für die Endschenkel
34 der Schlingfeder 33 ist als auswechselbarer Einschub für das Lagergehäuse 2 ausgebildet.
Der untere Teil des Einschubs ist als Steckbereich 41 ausgebildet und kann bei geöffnetem
Gehäuse 2 gegebenenfalls mit geringem Spiel in einen korrespondierenden Aufnahmebereich
23 (Figur 4) am Gehäuseboden 2a geführt eingeschoben werden. Der Steckbereich 41 und
der Aufnahmebereich 23 sind derart aufeinander abgestimmt, dass eine Schwenkbewegung
des Anschlagteils 13 verhindert wird. Optional kann das Anschlagteil 13 z.B. mittels
einer wieder lösbaren Rastverbindung in seiner Endlage am Gehäuseboden 2a gesichert
werden (nicht dargestellt). Alternativ könnte im Gehäuseboden 2a eine von aussen her
zugängliche Ausnehmung ausgebildet sein, in welche ein entsprechendes Anschlagteil
13 bis zu einem Anschlag eingeschoben und in dieser Endlage z.B. mittels einer Rastverbindung
am Gehäuse 2 gehalten bzw. gesichert werden kann (nicht dargestellt).
[0018] Der Schwenkbereich der Wippe 5 ist durch die beiden Anschläge 15 und 17 vorgegeben.
Beim Absenken des Behangs ist die Schlingfeder 33 solange kraftschlüssig mit dem Drehkörper
28 verbunden, bis der in Drehrichtung hintere Endschenkel 34 am vorderen Anschlag
17 ansteht. Bis zu diesem Punkt ist die Schlingfeder 33 mit dem Drehkörper 28 gekuppelt
und wird beim Drehen der Aufzugswelle mitgedreht. Durch das vom Anschlag 17 auf den
in Drehrichtung vorderen Endschenkel 34 ausgeübte Drehmoment wird die Schlingfeder
33 vom Drehkörper 28 entkuppelt und somit nicht mehr weiter relativ zum Gehäuse 2
gedreht. In analoger Weise wird die Schlingfeder 33 beim Hochziehen des Behangs mit
umgekehrter Drehrichtung der Aufzugswelle solange verschwenkt, bis der in dieser Drehrichtung
hintere Endschenkel 34 am hinteren Anschlag 15 ansteht. Auch hier wird die Schlingfeder
33 wieder vom Drehkörper 28 entkuppelt. Die beiden Endschenkel 34 ragen durch die
Ausnehmung 35 der Wippe 5 und dienen beim Verschwenken der Schlingfeder 33 als Mitnehmer,
wobei der in Drehrichtung jeweils vordere Endschenkel 34 an der jeweils benachbarten,
die Ausnehmung 35 begrenzenden Kante der Wippe 5 ansteht. Die relative Lage der Anschläge
15 und 17 sowie der von den beiden Endschenkeln 34 eingeschlossene Winkel β bestimmen
den Schwenkbereich bzw. den maximalen Schwenkwinkel α (Figur 6). Dieser ist so bemessen,
dass die von den beiden Trumen der Wendeschnüre 29 getragenen Lamellen der Store zwischen
der Offenstellung und der Schliessstellung verschwenkt werden können.
[0019] Beim erfindungsgemässen Wendelager 1 kann der maximale Schwenkwinkel α auf einfache
Weise für unterschiedliche Storen angepasst werden, indem aus mehreren Anschlagteilen
13 mit unterschiedlich angeordneten Anschlagmitteln 15, 17 das jeweils passende ausgewählt
und in das Lagergehäuse 2 eingebaut wird. Bei einem zweiteiligen Lagergehäuse 2 mit
einem Gehäuseboden 2a und einer Haube 2b (Figuren 1, 4) kann das jeweils passende
Anschlagteil 13 - wie übrigens auch die anderen Teile des Wendelagers 1 - auf einfache
Art in den Gehäuseboden 2a eingesetzt und anschliessend die Haube 2b rastend mit dem
Gehäuseboden 2a verbunden werden. Diese Bauweise ermöglicht eine äusserst effiziente
Fertigung des Wendelagers 1.
[0020] Figur 7 zeigt eine Explosionsdarstellung eines weiteren Wendelagers 1, bei dem zusätzlich
zu den Anschlägen 15, 17 am Anschlagteil 13 ein weiterer Anschlag 43 an einem Arbeitsstellungshebel
45 ausgebildet ist. Dieser Arbeitsstellungshebel 45 umfasst einen zylindrischen Endabschnitt
47, der in einer entsprechenden Lagerstelle (nicht dargestellt) im Gehäuseboden 2a
zwischen dem Aufnahmebereich 23 und der benachbarten Seitenwand 4 des Gehäusebodens
2a quer zur Schwenkebene des näher liegenden Endschenkels 34 der Schlingfeder 33 verschwenkbar
gelagert ist. Mittels einer an der Seitenwand 4 abgestützten, vorbelasteten Federzunge
49 wird der Arbeitsstellungshebel 45 so in Richtung der Schlingfeder 33 gedrückt,
dass der weitere Anschlag 43 den benachbarten Endschenkel 34 beim Absenken des Behangs
temporär daran hindert, sich bis zum Anschlag 17, der die Schliessstellung der Lamellen
festlegt, weiterzubewegen. Dieser Arbeitsstellungshebel 45 kann durch (nicht dargestellte)
Auslösemittel kurz vor dem Erreichen der untersten Absenklage des Behangs temporär
entgegen der Kraft der Federzunge 49 zurückgedrängt werden. Dadurch gibt der Anschlag
43 die Bewegungsbahn für den Endschenkel 34 der Schlingfeder 33 frei, sodass sich
diese bis zum Erreichen des Anschlags 17 weiterdrehen kann.
[0021] Bei der Herstellung des Wendelagers 1 kann der Arbeitsstellungshebel 45 analog zum
Anschlagteil 13 und den weiteren Teilen des Wendelagers 1 auf einfache Weise von oben
her in den Gehäuseboden 2a eingelegt werden. Bei dieser modularen Bauweise können
Komponenten wie der Arbeitsstellungshebel 45 oder das Anschlagteil 13 in unterschiedlichen
Bauformen gefertigt und in verschiedenen Varianten miteinander kombiniert werden.
Insbesondere können Arbeitsstellungshebel verwendet werden, bei denen die Lage des
Anschlags 43 unterschiedlich ist. So ist es möglich, die Schwenklage der Lamellen
in der Arbeitsstellung einfach an unterschiedliche Anforderungen anzupassen.
[0022] Wenn das Wendelager 1 bei einer Store eingesetzt ist, kann der Gehäuseboden 2a bei
Bedarf einfach wieder abgenommen werden. Auf diese Weise kann z.B. das Anschlagteil
13 einfach ausgetauscht werden. Alternativ können eines oder beide Anschlagmittel
15, 17 am Anschlagteil 13 verstellbar ausgebildet sein, wobei z.B. mehrere Rastpositionen
für unterschiedliche maximale Schwenkwinkel α vorgesehen sein können (nicht dargestellt).
Gewisse Teile wie z.B. der Arbeitsstellungshebel 45 können optional auch nachträglich
in das Gehäuse 2 eingefügt werden.
[0023] Vorzugsweise ist das Anschlagteil 13 mit einer Kennzeichnung bzw. einem Code versehen,
der eindeutig dem jeweils zugehörigen maximalen Schwenkwinkel α zugeordnet ist. So
kann beispielsweise an der Schmalseite des am Anschlagteil 13 ausgebildeten Steckbereichs
41 ein Farbcode oder ein vorzugsweise maschinenlesbarer anderer Code aufgedruckt sein.
An der entsprechenden Stelle des Gehäusebodens 2a ist ein Durchbruch 37 oder Sichtfenster
ausgebildet, durch welches der Code bzw. die Kennzeichnung des jeweils eingesetzten
Anschlagteils 13 sichtbar ist. Bei Anschlagteilen 13 mit verstellbaren Anschlagmitteln
15, 17 kann in analoger Weise die jeweilige Einstellung von aussen sichtbar gemacht
werden.
[0024] Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch das Wendelager 1 im eingekuppelten Zustand.
Die Schlingfeder 33 ist kraftschlüssig mit dem Drehteil 28 verbunden.
[0025] Figur 6 zeigt einen Querschnitt des Wendelagers 1 im ausgekuppelten Zustand, wobei
der eine Endschenkel 34 der Schlingfeder 33 beim Drehen der Aufzugswelle gegen den
Anschlag 17 gedrückt wird. Dadurch löst sich die kraftschlüssige Verbindung zwischen
der Schlingfeder 33 und dem Drehteil 28. Die Schlingfeder 33 dreht sich nicht mehr
weiter, sodass auch die Wippe 5 in der zugehörigen Schwenklage relativ zum Lagergehäuse
2 verharrt.
1. Wendelager (1) für Storen mit Lamellenelementen, umfassend ein Lagergehäuse (2), einen
im Lagergehäuse (2) drehbar gelagerten Drehkörper (28) mit einer Hohlwelle (29) zum
drehfesten Verbinden mit einer Antriebswelle der Store, eine im Lagergehäuse (2) verschwenkbar
gelagerte Wippe (5) zum Verschwenken der Lamellenelemente und eine Wendekupplung mit
einer Schlingfeder (33) zum Kuppeln der Wippe (5) mit dem Drehkörper (28), wobei die
Wendekupplung ein Anschlagteil (13) mit Anschlagmitteln (15, 17) für die Schlingfeder
(33) zum Entkuppeln der Wippe (5) vom Drehkörper (28) umfasst, wobei die Endlagen
der Wippe (5) durch die Position der Anschlagmittel (15, 17) festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagteil (13) in einem Aufnahmebereich (23) des Lagergehäuses (2) drehfest
montiert ist, und dass die Anschlagmittel (15, 17) zum Vorgeben der Endlagen des Schwenkbereichs
der Wippe (5) an dem Anschlagteil (13) ausgebildet sind, wobei das Anschlagteil (13)
austauschbar im Lagergehäuse (2) montierbar ist und die Anschlagmittel (15, 17) unterschiedlich
angeordnet sind, oder wobei die Lage mindestens eines der Anschlagmittel (15, 17)
veränderbar ist.
2. Wendelager (1) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (2) einen Gehäuseboden (2a) und eine wiederlösbar mit diesem Gehäuseboden
(2a) verbindbare Haube (2b) umfasst, dass an sich gegenüberliegenden Seitenwänden
des Gehäusebodens (2a) und der Haube (2b) je eine halbkreisförmige Ausnehmung (25)
ausgebildet ist, wobei je zwei dieser Ausnehmungen (25) bei zusammengesetztem Lagergehäuse
(2) kreisförmige Öffnungen zum drehbaren Lagern des Drehkörpers (28) bilden.
3. Wendelager (1) nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (23) im Gehäuseboden (2a) angeordnet ist, und dass das Anschlagteil
(13) einen zum drehfesten Halten im Aufnahmebereich (23) ausgebildeten Steckbereich
(41) umfasst.
4. Wendelager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagteil (13) ein Kennzeichnungsmittel und das Lagergehäuse (2) im Bereich
des Anschlagteils (13) einen Durchbruch (37) aufweist.
5. Wendelager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennzeichnungsmittel maschinenlesbar ist.
6. Wendelager nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagteil (13) ein visuelles Kennzeichnungsmittel, insbesondere eine zum Lagergehäuse
(2) unterschiedliche Farbe aufweist.
7. Wendelager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Anschlagteile (13), mit identisch angeordneten Anschlagmitteln (15, 17) identisch
ausgebildete Kennzeichnungsmittel, insbesondere die gleiche Farbe aufweisen.
1. Pivot bearings (1) for blinds having lamella elements, comprising a bearing housing
(2), a rotating body (28) rotatably mounted in the bearing housing (2) having a hollow
shaft (19) for connecting in a non-rotational manner to a drive shaft of the blind,
a rocker (5) pivotably mounted in the bearing housing (2) for pivoting the lamella
elements and a turning coupling having a wrap spring (33) for coupling the rocker
(5) to the rotating body (28), wherein the turning coupling comprises a stop member
(13) having stop means (15, 17) for the wrap spring (33) for uncoupling the rocker
(5) from the rotating body (28), wherein the end positions of the rocker (5) are fixed
by the position of the stop means (15, 17), characterized in that the stop member (13) is mounted in a non-rotational manner in a receiving region
(23) of the bearing housing (2), and the stop means (15, 17) are configured to predefine
the end positions of the pivoting range of the rocker (5) on the stop member (13),
wherein the stop member (13) is replaceably mountable in the bearing housing (2) and
the stop means (15, 17) are arranged differently, or wherein the position of at least
one of the stop means (15, 17) is modifiable.
2. The pivot bearings (1) according to Claim 1, characterized in that the bearing housing (2) comprises a housing bottom (2a) and a hood (2b) which is
connectable to said housing bottom (2a) in such a way that it is able to be detached
again, a semicircular recess (25) is configured on each of opposite side walls of
the housing bottom (2a) and the hood (2b), wherein two of these recesses (25) each
form circular openings, when the bearing housing (2) is assembled, in order to rotatably
mount the rotating body (28).
3. The pivot bearings (1) according to Claim 2, characterized in that the receiving region (23) is arranged in the housing bottom (2a), and the stop member
(13) comprises a plug-in region (41) which is configured for retention in a non-rotational
manner in the receiving region (23).
4. The pivot bearings (1) according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the stop member (13) has an identification means and the bearing housing (2) has
an aperture (37) in the region of the stop member (13).
5. The pivot bearings according to Claim 4, characterized in that the identification means are machine-readable.
6. The pivot bearings according to any one of Claims 4 or 5, characterized in that the stop member (13) has a visual identification means, in particular a different
color to the bearing housing (2).
7. The pivot bearings according to Claim 5, characterized in that stop members (13), with identically arranged stop means (15, 17), have identically
configured identification means, in particular the same color.
1. Culbuteur (1) pour stores à éléments lamellaires, comprenant un boîtier de palier
(2), un corps rotatif (28) monté rotatif dans le boîtier de palier (2) et doté d'un
arbre creux (19) pour la liaison solidaire en rotation avec un arbre d'entraînement
des stores, une bascule (5) montée pivotante dans le boîtier de palier (2) pour faire
pivoter les éléments lamellaires et un accouplement de renversement doté d'un ressort
enroulé (33) pour coupler la bascule (5) au corps rotatif (28), l'accouplement de
renversement comprenant une partie formant butée (13) dotée de moyens de butée (15,
17) pour le ressort enroulé (33) pour désolidariser la bascule (5) du corps rotatif
(28), les positions finales de la bascule (5) étant définies par la position des moyens
de butée (15, 17), caractérisé en ce que la partie formant butée (13) est montée bloquée en rotation dans une zone de réception
(23) du boîtier de palier (2), et en ce que les moyens de butée (15, 17) sont réalisés sur la partie formant butée (13) pour
définir les positions finales de la plage de pivotement de la bascule (5), la partie
formant butée (13) étant montée dans le boîtier de palier (2) de manière échangeable
et les moyens de butée (15, 17) étant disposés différemment, ou la position d'au moins
un des moyens de butée (15, 17) pouvant être modifiée.
2. Culbuteur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier de palier (2) comprend un fond de boîtier (2a) et un chapeau (2b) pouvant
être relié à ce fond de boîtier (2a) de manière amovible, en ce qu'un évidement (25) demi-circulaire est réalisé respectivement sur des parois latérales
opposées de chacun du fond de boîtier (2a) et du chapeau (2b), deux de ces évidements
(25) formant respectivement des ouvertures circulaires pour le logement rotatif du
corps rotatif (28) lorsque le boîtier de palier (2) est assemblé.
3. Culbuteur (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la zone de réception (23) est disposée dans le fond de boîtier (2a), et en ce que la partie formant butée (13) comprend une zone d'enfichage (41) réalisée dans la
zone de réception (23) pour le maintien bloqué en rotation.
4. Culbuteur (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie formant butée (13) comporte un moyen d'identification et le boîtier de
palier (2) comporte une ouverture (37) dans la zone de la partie formant butée (13)
5. Culbuteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moyen d'identification est lisible par machine.
6. Culbuteur selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que la partie formant buée (13) comporte un moyen d'identification visuel, en particulier
une couleur différente du boîtier de palier (2).
7. Culbuteur selon la revendication 5, caractérisé en ce que des parties formant butée (13) avec des moyens de butée (15, 17) disposés de manière
identique comportent des moyens d'identification réalisés de manière identique, en
particulier de même couleur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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