[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zur Anordnung eines
flächigen Werbeträgers an einer Aufbauplane eines Fahrzeuges, insbesondere einer Seitenplane
eines Lkw, mit mehreren, an der Aufbauplane anbringbaren Halteelementen zur Sicherung
und Spannung des flächigen Werbeträgers an der Aufbauplane.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass sich neue mobile Werbeformen wie beispielsweise das
Bestücken der Wände von Lkw bzw. deren Anhängerwände mit Werbemotiven infolge ihrer
sehr großen Mobilität und der damit verbundenen Erreichbarkeit einer großen Anzahl
Menschen einer ständig steigenden Beliebtheit erfreut.
[0003] Im Stand der Technik werden dazu Lkw-Wände und Lkw-Planen direkt bedruckt oder mit
bedruckten Klebefolien versehen. Eine solche Bedruckung bzw. Beklebung ist jedoch
sehr teuer und aufwendig, so dass diese Technik nur in Frage kommt, wenn eine Werbebotschaft
für lange Zyklen von mehreren Jahren gewünscht ist. Eine saisonale Bewerbung oder
eine Aktionswerbung ist zum einen aus Kostengründen und zum anderen aufgrund der Tatsache,
dass die aufgedruckten oder aufgeklebten Folien nur unter großem Aufwand entfernt
werden können und dabei ein großes Risiko einer Beschädigung der Plane besteht, nur
bei relativ langen Bestückungszyklen gerechtfertigt.
[0004] Des weiteren bekannt sind zusätzliche Werbeflächen aus flexiblen und austauschbaren
Kunststoffmaterialien, die mittels Druckknöpfen, Haken oder anderen Befestigungselementen
an der Außenfläche des Lkw-Aufbaus befestigt werden.
[0005] Schließlich ist es auch noch bekannt, in die Planen Taschen einzuarbeiten, in die
die Werbeträger einsteckbar sind. Eine solche Ausbildung der Taschen ist jedoch ebenfalls
sehr teuer und ein Austausch der Bildmotive auch aufwendig.
[0006] Ferner ist aus der
DE 3 214 755 A1 bekannt, die Werbeträger mit einer Reihe von Durchbrüchen zu versehen, in welche
eine Reihe von an der Aufbauplane über Verbindungsstreifen angebrachte Durchsteckstücke
einsetzbar sind und anschließend mittels einer durch die Durchsteckstücke geführten
Verbindungsschnur an der Aufbauplane zu sichern. Die Verbindungsstreifen werden dazu
an einem mit der Aufbauplane fest verbundenen Rahmen lösbar befestigt.
[0007] Natürlich können die Durchsteckelemente auch direkt an der Aufbauplane befestigt
werden, jedoch haben beide Ausführungsformen den Nachteil, dass zum einen der Werbeträger
durch die Notwendigkeit des Einbringens von Durchbrüchen oder Halteösen im Verbindungsbereich
geschwächt wird. Des weiteren ist es notwendig, die Durchsteckelemente an möglichst
stabilen Bereichen der Aufbauplane zu befestigen. Dafür bieten sich insbesondere bei
Gardinenaufliegern vor allem die Bereiche an, die durch Gurt- oder Planspanner gespannt
und somit gegen eventuelle Verformungen gesondert gesichert sind. Allerdings sind
diese Gurt- oder Planspanner von Hersteller zu Hersteller in sehr unterschiedlichen
Abständen zueinander entlang der Längsseite des Lkw verteilt, was dazu führt, dass
für jeden Lkw-Typ die Durchsteckelemente bzw. Halteösen an der Aufbauplane ebenfalls
in diesen unterschiedlichen Abständen vorgesehen werden müssen. Auch in den flächigen
Werbeträgern sind die Durchbrüche entsprechend einzubringen. Dies führt dazu, dass
eine Vielzahl an Werbeträgern jeweils individuell für die einzelnen Lkw-Typen angefertigt
werden müssen, was mit erhöhten Fertigungskosten einhergeht. Eine Automatisierung
der Herstellung der flächigen Werbeträger ist somit ausgeschlossen.
[0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsanordnung bereitzustellen,
die ein universelles Einsetzen der flächigen Werbeträger ohne eine Schwächung dessen
Randbereiche auch an verschiedenen Lkw-Typen zulässt.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Halteelemente jeweils
ein Spannstück und ein Verankerungsstück aufweisen, wobei die Spannstücke an einem
Randbereich des flächigen Werbeträgers angeordnet und daran verschiebbar befestigt
sind und in die an der Aufbauplane angebrachten Verankerungsstücke einsteckbar und
durch Einstecken in die Verankerungsstücke darin lösbar fixiert sind.
[0010] Mit anderen Worten wird durch die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung eine Möglichkeit
geschaffen, den flächigen Werbeträger an der Aufbauplane sicher lösbar zu fixieren,
ohne dazu die Randbereiche durch Durchbrüche oder Befestigungsösen zu schwächen, da
die Halteelemente mehrteilig ausgebildet sind. Ein Teil des Halteelements, nämlich
das Spannstück, wird zur Befestigung des flächigen Werbeträgers an der Aufbauplane
einfach auf den Randbereich aufgeschoben und darin gehalten. Das Einstecken des Spannstückes
in das Verankerungsstück führt dabei automatisch zu einer kraft- und/oder formschlüssigen
Verbindung zwischen Letzteren. Es ist kein weiterer Handgriff mehr notwendig, um die
Varbiridungspartner lösbar miteinander zu koppeln.
[0011] Aufgrund der Verschiebbarkeit und der damit verbundenen Anpassbarkeit der Spannstücke
an verschieden ausgebildete Aufbauplanen wird ferner gewährleistet, dass die Verankerungsstücke
auch in unterschiedlichen Abständen an den besonders stabilen Bereichen der Aufbauplane
bzw. den Gurt- und/oder Planspannern an der Aufbauplane mit einem einheitlichen System
sicher und flexibel angebracht werden können. Lediglich die Anzahl der auf den Randbereich
des flächigen Werbeträgers aufzuschiebenden Spannstücke muss an die Anzahl der an
der Aufbauplane bzw. den Gurt- und Planspannern befestigten Verankerungsstücke angepasst
werden und so weit entlang des Randbereichs des flächigen Werbeträgers verschoben
werden, dass jeweils ein Verankerungsstück und ein Spannstück problemlos ineinander
gesteckt werden können.
[0012] Eine besonders einfache Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht zur Befestigung
des Spannstücks an dem flächigen Werbeträger vor, eine Halterung zur Aufnahme des
Randbereich des flächigen Werbeträgers an dem Spannstück auszubilden. Ein Beispiel
einer solchen Halterung kann so ausgestaltet werden, dass sie in der Form eines Kederprofils
ausgebildet ist, in den der mit einem Keder oder einem Kugelkeder versehene Randbereich
des flächigen Werbeträgers einschiebbar ist. Natürlich sind auch andere Verbindungsarten
wie Klemmverbindungen durch an den Spannstücken ausgebildete Klammern oder Klettverbindungen
denkbar.
[0013] Im Bereich der Längsseite des flexiblen Werbeträgers bietet es sich an, Kugelkeder
in den Randbereich des flächigen Werbeträgers einzusetzen, um ein Falten der Aufbauplane
bei einem seitlichen Beladen des Lkw nicht aufgrund der mangelnden Flexibilität des
Keders zu behindern. Der mit einem Kugelkeder beim Falten zu realisierende Radius
der Faltung ist wesentlich kleiner als der Radius, der mit einem durchgehenden Keder
im Randbereich des flächigen Werbeträgers zu realisieren ist.
[0014] Um eine besonders einfache und sichere Verbindung zwischen Spannstück und Verankerungsstück
bereitstellen zu können, ist in einem weiteren Ausführungsbeispiel das Verankerungsstück
so ausgebildet, dass es einen an dem Spannmittel ausgebildeten Befestigungssteg zumindest
teilweise hintergreift.
[0015] Der Befestigungssteg kann beispielsweise keilförmig oder T-förmig ausgebildet sein
und in eine in dem Verankerungsstück komplementär ausgebildete, insbesondere ein c-Profil
bildende Nut verschiebbar sein, um darin lösbar fixiert werden zu können.
[0016] Um zuverlässig verhindern zu können, dass die lösbare Verbindung zwischen Spannstück
und Verankerungsstück sich beispielsweise aufgrund äußerer Einflüsse wie z.B. Fahrtwind
oder Erschütterungen löst, ist in einem weiteren Ausführungsbeispiel zur lösbaren
Fixierung des Spannstücks in dem Verankerungsstück ein Arretierungsmittel vorgesehen.
Dieses kann durch einen Stift, einen Bolzen oder bevorzugterweise durch ein Rastelement,
insbesondere eine Arretierungsfeder gebildet sein.
[0017] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sieht vor, die an der
Aufbauplane befestigten Verankerungsstücke gelenkig beispielsweise in der Form einer
vielgliedrigen Kette miteinander zu verbinden. Die Gelenkstücke können dabei so ausgebildet
sein, dass sie zusammen mit den Verankerungsstücken bei vollständig gespannter Aufbauplane
eine nahezu geschlossene Verankerungsschiene bilden, was den Vorteil mit sich bringt,
dass der Fahrtwind den flächigen Werbeträger bzw. die verankerungsstücke in diesen
Bereichen nur sehr schwer angreifen kann. Zum anderen wird gewährleistet, dass bei
einem Zusammenschieben und Falten der Aufbauplane beispielsweise zwecks seitlicher
Beladung des Lkw möglichst wenig durch die Verankerungsmittel behindert wird, da durch
Vorsehen der Gelenke ein Biegen und somit eine Anpassung an die Faltung der Aufbauplane
erfolgen kann.
[0018] Aufgrund der Tatsache, dass beim Beladen eines Lkw von der Seite die Aufbauplane
in vertikaler Richtung nicht gefaltet werden muss, kann zur lösbaren Fixierung der
seitlichen Endbereiche des flächigen Werbeträgers an der Aufbauplane mindestens eine
vertikal angeordnete starre Befestigungsschiene vorgesehen sein. Natürlich bietet
sich dazu der seitliche Endbereich des flächigen Werbeträgers an, der dem Fahrtwind
am meisten ausgesetzt ist, d.h. der seitliche Endbereich, der der Front des Lkw zugewandt
ist. Dadurch wird verhindert, dass der Fahrtwind im Bereich der Befestigungsschiene
zwischen Aufbauplane und flächigen Werbeträger gelangen kann, was nachteiligerweise
sonst zu einem Schlagen oder Schlackern der Werbeplane führen kann. Aus Stabilitätsgründen
kann es auch sinnvoll sein, sowohl den vorderen seitlichen Endbereich als auch den
heckseitigen seitlichen Endbereich mit einer solchen Befestigungsschiene zu versehen.
[0019] Die Befestigungsschiene kann dabei zur lösbaren Fixierung des Randbereichs des flächigen
Werbeträgers eine Aufnahme insbesondere in Form eines Kederprofils aufweisen. In diesem
Fall ist der Randbereich des flächigen Werbeträgers ebenfalls mit einem Keder bestückt.
Im Gegensatz zu den entlang der Längsseite ausgerichteten Randbereich des flexiblen
Werbeträgers, welcher zur seitlichen Beladung des Lkw möglichst flexibel sein sollte,
was durch einen Kugelkeder erreicht werden kann, ist es auch möglich, in den seitlichen
Endbereich einen normalen relativ starren Keder einzusetzen.
[0020] Die Befestigungsschiene kann über mindestens ein Verankerungsstück an der Aufbauplane
befestigt werden. Natürlich ist es möglich, die Befestigungsschiene über mehrere verankerungsstücke
an der Aufbauplane zu befestigen, jedoch besteht die Gefahr, dass Fahrtwind zwischen
die Befestigungsschiene und die Aufbauplane gelangen kann und ein entsprechendes Rütteln
an der Befestigungsschiene zum einen zu einem ungewünschten Bewegen des flächigen
Werbeträgers führen kann und zum anderen im ungünstigsten Fall zu einem Lockern bis
hin zu einem Lösen der Befestigungsschiene führen kann. Das Verankerungsstück kann
auch als Kederfahne ausgebildet sein, die beispielsweise mit der Aufbauplane verschweisst
und vorzugsweise anschließend vernietet wird. Andere im Stand der Technik bekannte
Befestigungsmittel sind natürlich gleichwertig einsetzbar.
[0021] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht daher
vor, das Verankerungsstück als Verankerungsschiene auszubilden, die sich im Wesentlichen
über die gesamte Länge des seitlichen Endbereiches des flächigen Werbeträgers und/oder
der Befestigungsschiene erstreckt. Auf diese Weise wird verhindert, dass Fahrtwind
oder andere äußere Einflüsse die Verbindung zwischen Befestigungsschiene und Verankerungsschiene
bzw. Verankerungsschiene und Aufbauplane negativ beeinflusst.
[0022] Um auch Temperaturschwankungen und die damit verbundene Veränderung der Abmessungen
des flächigen Werbeträger ausgleichen zu können, ist in einem Ausführungsbeispiel
die Befestigungsschiene und das Verankerungsstück bzw. die Verankerungsschiene derart
lösbar miteinander verbunden oder verbindbar, dass die Befestigungsschiene quer zu
ihrer Längsrichtung einem vorgegebenen Maß Ausgleichsbewegungen relativ zum Verankerungsstück
ausführen kann.
[0023] Mit anderen Worten werden Verankerungsstück und Befestigungsschiene bzw. Spannstück
derart direkt oder über ein Kopplungselement miteinander verbunden, das bei einem
beispielsweise leicht schief geschnittenen werbeträgers durch die Ausgleichsbewegung
relativ zum Verankerungsstück bzw. Verankerungsschiene eine Befestigung des Werbeträgers
mit einer möglichst gleichmäßigen Spannungsverteilung möglich ist.
[0024] Gleichzeitig wird gewährleistet, dass im montierten Zustand auch eine straffe Spannung
des Werbeträgers beibehalten wird, indem ein elastisches Toleranzausgleichsmittel
in den Verbindungsbereich von Verankerungsstück und Spannstück bzw. Verankerungsschiene
und Befestigungsschiene eingesetzt wird, welches eine gewisse Vorspannung bereitstellt,
wodurch ein Schlagen oder Schlackern des Werbeträgers vermieden werden kann, auch
wenn der Werbeträger durch Abweichung von Fertigungstoleranzen beispielsweise etwas
zu groß ausgefallen ist, oder wenn es zu einer Materialausdehnung beispielsweise aufgrund
von Temperaturerhöhungen im montierten Zustand kommt.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
sind in den Unteransprüchen bzw. in der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
[0026]
- Figur 1
- eine systematische Darstellung eines Aufliegers/Anhängers mit einem erfindungsgemäß
montierten flächigen Werbeträger;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Spannstücke;
- Figuren 3a bis 3c
- perspektivische Darstellungen verschiedener Ausführungsformen erfindungsgemäßer Verankerungsstücke;
- Figur 4
- einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Verankerungsstück gemäß Figur 3c;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Halteelements gemäß der Schnittdarstellung
A in Figur 1;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Halteelements gemäß dem Schnitt
B aus Figur 1;
- Figur 7
- eine Schnittdarstellung einer an einem seitlichen Endbereich der Aufbauplane angebrachten
Befestigungsschiene; und
- Figur 8
- eine alternative Ausführungsform einer an einem seitlichen Endbereich der Aufbauplane
angebrachten Befestigungsschiene.
[0027] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines mit einem flächigen Werbeträger
1 versehenen Aufliegers bzw.
[0028] Anhängers 2 eines Lkw der Kategorie Tautliner (Gardinenauflieger).
[0029] Der flächige Werbeträger 1 ist an der Seitenfläche des Aufliegers 2 angebracht. Dazu
sind mehrere Halteelemente 3 zur Sicherung und Spannung des flächigen Werbeträgers
1 an der für jeden Auflieger individuell hergestellten Aufbauplane 4 angebracht. Aufgrund
der für jeden Lkw-Typ individuellen Fertigung der Aufbauplane 4 ist es notwendig,
eine sichere und gleichzeitig an die Aufbauplane 4 flexibel anpassbare Befestigungsanordnung
für den flächigen Werbeträger 1 an der Aufbauplane 4 bereitzustellen. Dazu sind die
Halteelemente 3 erfindungsgemäß mehrteilig ausgeführt und weisen jeweils ein Spannstück
5 und ein Verankerungsstück 6 auf (siehe auch Figuren 2 und 3). Die Spannstücke 5
sind an den Randbereichen des flächigen Werbeträgers 1 angeordnet und daran verschiebbar
befestigt. Durch die Verschiebbarkeit des Spannstückes 5 an dem flächigen Werbeträger
1 wird gewährleistet, dass eine Fixierung in den an der Aufbauplane 4 angebrachten
Verankerungsstücken 6 durch einfaches Ineinanderschieben des Spannstücks 5 und des
Verankerungselements 6 möglich wird. Die Verankerungsstücke 6 sind hier aus Stabilitätsgründen
im Bereich der Gurt- und/oder Planenspanner 7 und unterhalb von Laufrollen 8 an der
Aufbauplane 4 angebracht.
[0030] Um nun eine lösbare Fixierung zwischen den an den Gurtspannern 7 angebrachten Verankerungselementen
6 und den Spannstücken 5 herzustellen, werden die Spannstücke 5 einfach entlang des
Randbereichs des flächigen Werbeträgers 1 so lange verschoben, bis sie an gewünschter
Stelle jeweils mit einem Verankerungsstück 6 in Eingriff gebracht werden können. Durch
Einstecken des Spannstückes 5 in das Verankerungselement 6 wird automatisch eine kraft-
und formschlüssige lösbare Verbindung zwischen Letzteren hergestellt. Es ist kein
weiterer Handgriff notwendig, um die Verbindungspartner lösbar aneinander zu fixieren.
Zur sicheren Befestigung des Werbeträgers ist es lediglich notwendig, die Anzahl der
auf den Randbereich des flächigen Werbeträgers 1 aufzuschiebenden Spannstücke 5 an
die Anzahl der an der Aufbauplane 4 angebrachten Verankerungsstücke 6 anzupassen und
die Spannstücke 5 in die jeweiligen Positionen zu verschieben. Es ist damit nicht
mehr notwendig, den flächigen Werbeträger 1 mit Durchbrüchen oder mit Befestigungsösen
wie im Stand der Technik notwendig zu versehen.
[0031] Zur lösbaren Fixierung der seitlichen Endbereiche des flächigen Werbeträgers 1 sind
an der Aufbauplane 4 des Lkw jeweils eine vertikal angeordnete Befestigungsschiene
9 vorgesehen.
[0032] Der flächigen Werbeträger 1 ist rundum mit Kedern 10, 11 versehen. An den kurzen
Seiten kommen konventionelle Keder 10 zum Einsatz. Die langen Seiten hingegen sind
mit sogenannte Kugelkedern 11 versehen. Diese sind aus einem durchgehenden Band hergestellt,
in dem einzelne Kugeln in einer Reihe angeordnet und in ihrer Position fixiert sind.
Dieses Kugelband wird in einem Hohlsaum im Randbereich des flächigen Werbeträgers
1 eingeschlossen.
[0033] Der Kugelkeder 11 stellt eine Befestigungsmöglichkeit der Spannstücke 5 bereit, der
die Güte eines normalen Keders aufweist, beim Zusammenschieben der Aufbauplane 4 aber
in kurzen Wellen fällt und somit einen möglichst geringen Radius der gefalteten Aufbauplane
4 bereitstellt. So wird die Handhabbarkeit durch Vorsehen eines Kugelkeders 11 in
dem Randbereich des flächigen Werbeträgers 1 nur geringfügig einschränkt und ein Falten
der Aufbauplane 4 zu Ladungszwecken erleichtert, da eine erhöhte Flexibilität bezüglich
der Biegsamkeit erreicht wird.
[0034] Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Spannstücks
5. Das Spannstück 5 weist an der dem Verankerungsstück 6 zugewandten Seite einen keilförmigen
oder T-förmigen Befestigungssteg 12 auf, welcher von einer in dem erfindungsgemäßen
Verankerungsstück 6 komplementär ausgebildeten, insbesondere ein C-Profil bildende
Nut 13 (Figuren 3a bis 3c und 4) zumindest teilweise hintergriffen wird.
[0035] Ein Grundkörper 14 des Spannstücks 5 ist als Hohlzylinder ausgebildet und weist einen
durchgehenden Längsspalt 15 auf, über den das Spannstück 5 auf den Randbereich des
flächigen Werbeträgers 1 aufschiebbar ist, so dass der mit dem Keder 10 oder dem Kugelkeder
11 versehene, verstärkte Randbereich in dem im Grundkörper 14 zusammen mit dem Längsspalt
15 gebildeten Kederprofil leicht aufgenommen werden kann. Der Längsspalt 15 ist hier
in einersogenannten 60°-Position in den Grundkörper eingebracht. In einem alternativen
nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Längsspalt 15 in einer sogenannten
90°-Position in den Grundkörper 14 eingebracht. Die jeweilige Winkelposition des Längsspalts
15 ist an den spezifischen Einsatz des Spannstücks 5 angepasst natürlich 6 frei wählbar.
[0036] Der Befestigungssteg 12 weist achsmittig eine Materialverjüngung 16 auf, um zur temporären
Fixierung des Spannstückes 5 in dem Verankerungsstück 6 ein Rastelement, hier in Form
einer Arretierungsfeder 17 darin aufzunehmen. Rastet die Arretierungsfeder 17 in der
Materialverjüngung 16 des Spannstückes 5 ein, so ist ein seitliches Verschieben innerhalb
des Verankerungsstückes 6 durch die Arretierungsfeder 17 blockiert, was eine sichere
lösbare Fixierung des Spannstückes 5 in dem verankerungsstück 6 gewährleistet. Spannstück
5 und Verankerungsstück 6 sind hier aus einem Kunststoff gefertigt, es ist jedoch
auch möglich, entweder eines der beiden Stücke aus Aluminium oder einem anderen metallischen
Werkstoff zu fertigen. Spannstück 5 und Verankerungsstück 6 können sowohl aus verschiedenen
Materialkombinationen, z.B. Aluminium und Kunststoff, oder aber auch aus gleichen
Materialien hergestellt sein.
[0037] Die Figuren 3a bis 3c zeigen perspektivische Darstellungen verschiedener Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verankerungsstücks 6. Die dargestellten Verankerungestükke 6
unterscheiden sich jeweils in der Art der Ausbildung der Befestigungsbereiche, die
für die Befestigung der Verankerungsstücke 6 an der Aufbauplane 4 bzw. den Gurt- oder
Planspannern 7 verschiedenartig ausgebildet sind. In Figur 3a ist ein "Universalstück"
gezeigt, in welchem sowohl ein Langloch 18 zur Befestigung des Verankerungsstücks
6 an an der Aufbauplane 4 oberhalb des flächigen Werbeträgers 1 angebrachte Gurtbänder
19 vorgesehen sind, als auch zwei Bohrungen 20 ausgebildet sind, um das Verankerungsstück
6 auch an den Gurt- oder Planenspannern 7 beispielsweise durch Einbringen von Schrauben
befestigen zu können.
[0038] Natürlich ist es auch wie in den Figuren 3b und 3c gezeigt möglich, den Befestigungsbereich
einsatzspezifisch auszubilden, d.h. wie in Figur 3b gezeigt mit einem Langloch zu
versehen, wenn eine Befestigung über Gurtbänder 19 erfolgen soll und wie in Figur
3b gezeigt mit Bohrungen 20, wenn ein Verschrauben oder Vernieten oder eine Steckverbindung
zur Befestigung des verankerungsstücks erfolgen soll. Durch diese Unterscheidung der
Ausbildung des Befestigungsbereichs wird verhindert, dass der Befestigungsbereich
des Verankerungsstücks 6 wie bei der universellen Ausführungsform gemäß Figur 3a ggf.
durch die dort durch Einbringung des Langlochs 18 nebst Bohrungen 20 verringerte Materialstärke
unnötig geschwächt wird.
[0039] Andererseits ist für die verschiedenartige Art der Befestigung jeweils ein separates
Verankerungsstück 6 zu fertigen.
[0040] Die Figur 4 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines Verankerungsstücks 6 gemäß Figur
3c. Zur Stabilisierung der den Befestigungsbereich des Verankerungsstücks 6 an den
Gurt- bzw. Planenspanneren 7 bildenden Bohrungen 20 sind Verstärkungsösen 21 in die
Bohrungen 20 eingesetzt.
[0041] Die Figuren 5 und 6 zeigen die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen
verankerungsstücke 6 an der Aufbauplane 4.
[0042] Figur 5 zeigt eine bevorzugte Anordnung der erfindungsgemäßen oberhalb des flächigen
Werbeträgers 1 dauerhaft an der Aufbauplane 4 angeordneten Verankerungestücke 6. Die
oberen Verankerungsstücke 6 sind aus Stabilitätsgründen unterhalb der an der Aufbauplane
4 befestigten Laufrollen 8 angebracht. Die Verteilung der Verankerungsstücke 6 entlang
der Aufbauplane 4 oberhalb des flächigen Werbeträgers 1 ist dabei so vorgenommen,
dass jeweils ein Verankerungsstück 6 unterhalb der zwei vordersten und der zwei hintersten
Laufrollen 8 zwischen den Befestigungsschienen 9 montiert ist. Die restlichen Verankerungsstükke
6 sind gleichmäßig unterhalb der verbleibenden Laufrollen 8 verteilt.
[0043] Zur Befestigung der Verankerungsstücke 6 an der Aufbauplane 4 oberhalb des flächigen
Werbeträgers 1 sind Gurtbänder 19 vorgesehen, die mit der Aufbauplane 4 verschweißt
und zusätzlich verschraubt oder vernietet sind.
[0044] Die in Figur 6 gezeigten Verankerungsstücke 6, welche zur Befestigung der Unterseite
des flächigen Werbeträgers 1 vorgesehen sind, werden ebenfalls dauerhaft an der Aufbauplane
4 befestigt. Dazu werden die Verankerungsstücke 6 an die an der Aufbauplane 4 vorgesehenen
Gurt- oder Planenspanner 7 montiert. Somit werden für die Montage der unteren Verankerungsstücke
6 bereits an der Aufbauplane 4 vorhandene Bauteile verwendet. Zur Sicherung des Verbindungsbereichs
des Verankerungsstücks 6 mit dem Gurt- oder Planenspannern 7 an der Aufbauplane 4
sind zwei Metallhülsen 21 im Befestigungsbereich des Verankerungsstücks 6 eingebracht,
um das Kunststoffmaterial des Verankerungsstücks 6 vor den durch die Verschraubung
bzw. Vernietung mit den Gurt- oder Planenspannern 7 aufgebrachten inneren Kräften
zu schützen.
[0045] In Figur 7 ist eine Seitenansicht einer an der Aufbauplane 4 befestigten Befestigungsschiene
9 gezeigt. Die seitlich an der Aufbauplane 4 fixierte Befestigungsschiene 9 weist
an ihren beiden Endbereichen jeweils eine Aufnahme in Form eines Kederprofils 22,
23 auf. In dem im Bild rechten Kederprofil 22 ist die Befestigungsschiene 9 in eine
mit der Aufbauplane 4 verschweißten Kederfahne 24 verbunden. Dazu wird das Kederprofil
22 der Befestigungsschiene 9 in die Kederfahne 24 eingefädelt. Die Kederfahne 24 hat
neben der Funktion der Fixierung der Befestigungsschiene 9 noch die weitere Funktion,
als Windabweiser, insbesondere von Fahrtwind zu fungieren. Wenn die Befestigungsschiene
9 ihre feste Position erreicht hat, wird ein späteres Herausrutschen aus dieser Position
verhindert, indem eine nicht dargestellte Schraube oder ein Niet durch die Befestigungsschiene
9 und die Kederfahne 24 geführt wird. Unterhalb der Befestigungsschiene 9 ist an der
der Befestigungsschiene 9 abgewandten Seite der Aufbauplane 4 ein zusätzlicher Verstärkungsgurt
25 angebracht, um den Befestigungsbereich der Befestigungsschiene 9 an der Aufbauplane
4 gegen ein Ausreißen der darin eingesetzten Niete 26 zu sichern. Figur 8 zeigt eine
alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsschiene 27, deren
Funktionsprinzip und prinzipieller Aufbau sich von der in Figur 7 gezeigten Befestigungsschiene
9 nicht wesentlich unterscheidet, so dass eine separate Beschreibung entfallen kann.
[0046] Zur Montage des flächigen Werbeträgers 1 wird die Aufbauplane 4 zunächst so gelöst,
dass sie glatt am Auflieger anliegt. Anschließend werden die seitlichen Keder 10 des
flächigen Werbeträgers 1 in die seitlich an der Aufbauplane 4 fixierten Befestigungsschienen
9 eingeschoben. Anschließend werden die Spannstücke 5 nach und nach in die an den
Längsseiten mit Kugelkedern 11 versehenen Randbereiche des flächigen Werbeträgers
1 aufgeschoben und solange entlang der Randbereiche verschoben, bis sämtliche Verankerungsstücke
6 mit Spannstücken 5 - hier jeweils elf Spannstücke 5 mit elf Verankerungsstücken
6 - an oberer und unterer Längsseite eingesteckt und durch die Arretierungsfedern
17 in ihrer Position fixiert sind. Anschließend wird die Aufbauplane 4 wie üblich
mit einer Spannstange in horizontaler Richtung gespannt. Danach werden die Gurt- und
Planspanner 7 zur vertikalen Abspannung der Aufbauplane 4 geschlossen.
1. Befestigungsanordnung zur Anbringung eines flächigen Werbeträgers (1) an einer Aufbauplane
(4) eines Fahrzeuges, insbesondere einer Seitenplane eines Lkw, mit mehreren, an der
Aufbauplane (4) anbringbaren Halteelementen (3) zur Sicherung und Spannung des flächigen
Werbeträgers (1) an der Aufbauplane (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (3) jeweils ein Spannstück (5) und ein Verankerungsstück (6) aufweisen,
wobei die Spannstücke (5) an einem Randbereich des flächigen Werbeträgers (1) angeordnet
und daran verschiebbar befestigt sind und in die an der Aufbauplane (4) angebrachten
Verankerungsstükke (6) einsteckbar und durch Einstecken in die Verankerungsstücke
(6) darin lösbar fixiert sind.
2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (5) zur verschiebbaren Anordnung an dem flächigen Werbeträger (1)
eine Halterung (14, 15) zur Aufnahme des Randbereiches des flächigen Werbeträgers
(1) aufweist.
3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich des flächigen Werbeträgers (1) mit einem Keder (10, 11), insbesondere
einem Kugelkeder (11) versehen ist und die Halterung (14, 15) in der Form eines Kederprofils
ausgebildet ist.
4. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsstück (6) so ausgebildet ist, dass es einen an dem Spannstück (5)
ausgebildeten Befestigungssteg (12) zumindest teilweise hintergreift.
5. Befestigungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungssteg (12) des Spannstücks (5) keilförmig oder T-förmig ausgebildet
und in eine in dem Verankerungsstück (6) komplementär ausgebildete, insbesondere eine
ein C-Profil bildende Nut (13) verschiebbar ist und darin lösbar fixiert werden kann.
6. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung einer Position des Spannstücks (5) in dem Verankerungsstück (6) ein
Arretierungsmittel vorgesehen ist.
7. Befestigungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsmittel durch einen Stift, einen Bolzen oder ein Rastelement, insbesondere
eine Arretierungsfeder (16) gebildet ist.
8. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsstücke (6) gelenkig miteinander verbunden sind.
9. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur lösbaren Fixierung der seitlichen Endbereiche des flächigen Werbeträgers (1)
an der Aufbauplane (4) mindestens eine vertikal angeordnete Befestigungsschiene (9)
vorgesehen ist.
10. Befestigungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschiene (9) zur lösbaren Fixierung des Randbereichs des flächigen
Werbeträgers (1) mindestens eine Aufnahme insbesondere in der Form eines Kederprofils
(20, 21) aufweist.
11. Befestigungsanordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschiene (9) über mindestens ein Verankerungsstück (6) an der Aufbauplane
(4) befestigbar ist.
12. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsstück (6) als Verankerungsschiene ausgebildet ist, die sich im Wesentlichen
über die gesamte Länge des seitlichen Endbereiches des flächigen werbeträgers (1)
und/oder der Befestigungsschiene (9) erstreckt.
13. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschiene (9) und das Verankerungsstück (6) derart lösbar miteinander
verbunden oder verbindbar sind, dass das Spannstück (5) und/oder die Befestigungsschiene
(9) quer zu ihrer Längsrichtung in einem vorgegebenen Maß Ausgleichsbewegungen relativ
zu dem Verankerungselement (6) ausführen kann.
14. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Toleranzausgleichsmittel zwischen Verankerungsstück (6) und Spannstück (5) eingesetzt
oder einsetzbar ist.