[0001] Die Erfindung betrifft eine Haarbürste, Borsten zur Verwendung in einer Haarbürste
und Verfahren zur Herstellung einer Haarbürste und solcher Borsten. Die Erfindung
kann in einer Vielzahl von ganz verschiedenen Haarbürsten eingesetzt werden. Es kommt
sogar in Betracht, daß die hierin beschriebenen Borsten in Bürsten eingesetzt werden,
die nicht oder nicht vorwiegend zum Bürsten der Haare eingesetzt werden. Es kommt
insbesondere auch in Betracht, daß die Borsten in einer Massagebürste eingesetzt werden.
Ebenso kommt ihr Einsatz in einem Haarpflegegerät in Betracht, welches die Haare zusätzlich
erwärmt, etwa durch warme Luft oder eine warme Kontaktfläche. Entsprechende Geräte
werden als so genannte Styler oder Curler vermarktet.
[0002] Die
GB 601,371 (Denman) offenbart eine Haarbürste mit nichtmetallischen Borsten. Die Borsten verjüngen sich
zur Spitze hin und haben einen Borstenfuß, der ihre feste Verankerung in einer Gummimatte
erlaubt, indem die Borsten mit der Spitze zuerst durch Öffnungen in der Matte geschoben
werden, und durch einen entsprechenden Bürstenkörper von der Bürstenseite her Druck
auf die Borstenfüße ausgeübt wird.
[0003] Ein Verfahren zur Herstellung von Borsten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist
aus der
DE 2155888 bekannt. Dort wird ein mehrteiliges trennbares Formwerkzeug offenbart, mit dem eine
Borste mit Borstenfuß und Borstenschaft geformt werden kann. Das Verfahren erlaubt
es zumindest prinzipiell gratfreie Borstenschäfte zu erzeugen, erfordert aber ein
aufwendiges Recken und ein komplexes Formwerkzeug. Trotz der Komplexität dieses Formwerkzeuges
können jedoch keine frei wählbaren Formen für den Borstenfuß oder Borstenkopf hergestellt
werden.
[0004] Die vorliegende Erfindung macht sich zur Aufgabe, Borsten und Bürsten sowie Verfahren
zu deren Herstellung anzubieten, die gegenüber dem Stand der Technik verbessert sind.
Die Borsten und Bürsten sollen besonders schonend auf Haare und Kopfhaut einwirken.
Die Herstellungsverfahren sollen zur Massenherstellung geeignet sein, sie sollen kostengünstig
sein und wenig Ausschuß hervorbringen. Insbesondere sollen die Verfahren auch bei
nicht perfekten Produktionsstandards sichere und schonend zu verwendende Borsten und
Bürsten bereitstellen.
[0005] Gelöst werden diese Aufgaben durch ein Verfahren zur Herstellung einer Borste nach
Anspruch 1, durch ein Verfahren zur Herstellung einer Bürste nach Anspruch 9 und durch
eine Borste nach Anspruch 10. Bevorzugte Ausführungsformen, durch die die Aufgaben
besonders gut gelöst werden, sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Die Verwendung eines mehrteiligen trennbaren Formwerkzeuges erlaubt es, optimierte
Formhohlräume für verschiedene Borstenteile zur Verfügung zu stellen. Der Borstenschaftrohling
wird im Formhohlraum einer separaten Formbacke geformt. Dazu wird formbares Material
in das Formwerkzeug eingebracht, welches hierzu in aller Regel gegenüber der Einfüllöffnung
für das formbare Material einen Luftaustrittskanal aufweist. Der Formhohlraum wird
sich üblicherweise von der Einfüllöffnung weg verjüngen, d. h. der Formhohlraum hat
an einer weiter von der Einfüllöffnung entfernten Stelle einen kleineren Querschnitt.
Dementsprechend wird der Borstenschaftrohling in der Regel so geformt werden, daß
er sich in Richtung auf den Borstenkopf hin verjüngt.
[0007] Die Erfindung ist geeignet für die Formung von Borsten von allen gängigen formbaren
Materialien, d. h. allen geeigneten Kunststoffen, und insbesondere Polyamiden. Ein
bevorzugtes Material sind aliphatische Polyamide, insbesondere solche die als "Nylon"
im Handel erhältlich sind. Solche aliphatische Polyamide sind relativ hitzeunempfindlich,
was es erlaubt, die Borsten in einer Haarbürste zu verwenden während das Haar erhitzt
wird, etwa durch einen Haartrockner.
[0008] Insbesondere für die bevorzugten aliphatischen Polyamide ist jedoch bekannt, daß
sie leicht zur Gratbildung neigen, da sie in mehrteiligen Formwerkzeugen besonders
gut verlaufen. Würde also der Formhohlraum für den Borstenschaft in einem zwei- oder
mehrteiligen Formwerkzeug gebildet, so bliebe beim Entformen ein Grat zurück. Ein
solcher Grat am Borstenschaft beschädigt aber das Haar und zudem sammeln sich dort
leicht Verschmutzungen. Dies führt zu einer wenig hygienischen, wenig schonenden Haarbürste.
[0009] Denkbar wäre die Nachbehandlung eines Borstenschaftes, beispielsweise durch Entgraten.
Eine Möglichkeit des Entgratens stellt das Behandeln geformter Borstenschäfte mit
Reibmitteln dar. Dieser Arbeitsschritt ist aber zeitaufwendig und teuer und kann auch
zu einer vermehrten Rauigkeit an übrigen Stellen des Borstenschaftes führen. Alternativ
oder zusätzlich könnte der Borstenschaft zum Zwecke des Entgratens tiefgekühlt werden.
Das an sich sehr zähe aliphatische Polyamidmaterial ist durch Tiefkühlen leichter
zu entgraten. Dieser Schritt ist aber offensichtlich ebenfalls kostspielig.
[0010] Nach dem vorgestellten Verfahren wird der Borstenfuß mit zwei Formbacken geformt,
welche zusammen einen Formhohlraum bilden. Dieser Formhohlraum, der von zwei Formbacken
gebildet wird, entspricht im Wesentlichen der Form des zu formenden Borstenfußes.
Er wird mit dem formbaren Material gefüllt und später werden die beiden Formbacken
getrennt.
[0011] Der Borstenfuß wird in der Regel aus demselben formbaren Material wie der Borstenschaft
gebildet. Die Formhohlräume für Borstenschaft und Borstenfuss bilden dabei einen verbundenen
Formhohlraum, der in einem Arbeitsschritt mit einem formbaren Material gefüllt wird.
Es ist aber auch die Formung von Borstenschaft und -fuß aus verschiedenem Material
denkbar.
[0012] Nach dem vorgestellten Verfahren wird der Bostenkopf ebenfalls mit zwei Formbacken
geformt, welche zusammen einen Formhohlraum bilden. Dieser Formhohlraum, der von zwei
Formbacken gebildet wird, entspricht im Wesentlichen der Form des zu formenden Borstenkopfes.
Er wird mit dem formbaren Material gefüllt und später werden die beiden Formbacken
getrennt.
[0013] Der Bostenkopf wird in der Regel aus demselben formbaren Material wie der Borstenschaft
und/oder Borstenfuß gebildet. Die Formhohlräume für Borstenschaft und Borstenkopf
bilden dabei einen verbundenen Formhohlraum, der in einem Arbeitsschritt mit einem
formbaren Material gefüllt wird. Es ist aber auch die Formung von Borstenschaft und
-fuß aus verschiedenem Material denkbar.
[0014] Zur Entnahme des Borstenschaftes aus seiner Formbacke kann diese relativ zu den Formbacken,
welche den Borstenfuß halten, entlang der Achse der entstandenen Borste wegbewegt
werden. Danach können die beiden Formbacken, die den Borstenfuß halten, getrennt werden.
Diese Bewegung der Formbacken ermöglicht eine einfache Entnahme der Borsten ohne zusätzliche
Vorrichtungen.
[0015] Bei einem Borstenschaft jedoch, der sich in eine axiale Richtung verjüngt, ist die
Entnahmerichtung durch diese Verjüngung vorgegeben. In der Regel wird sich der Borstenschaft
in Richtung des Bortenkopfes verjüngen. Dann sollte die Entnahme aus dem Formwerkzeug
in Richtung des Borstenfußes erfolgen. Bei einem beispielhaften Verfahren also werden
zunächst die beiden Formbacken, die den Borstenkopf geformt haben gelöst. Sodann werden
die beiden Formbacken, die den Borstenfuß geformt haben relativ zur Formbacke für
den Borstenschaft bewegt. Sodann werden die beiden Formbacken die den Borstenfuß gehalten
haben auseinander bewegt, so daß die Borste sich ganz außerhalb des Formwerkzeugs
befindet. Gerade bei diesem Entnahmeverfahren ist es vorteilhaft, wenn der Borstenkopf
nicht zu dick ist. Insbesondere kommt ein Verfahren in Betracht, bei dem der größte
radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser des Borstenkopfes kleiner ist als
der kleinste radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser des Borstenschaftes.
Insbesondere kann der größte radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser des
Borstenkopfes um einen Faktor von mindestens 0,5 oder 0,75 oder 0,8 oder 0,9 kleiner
sein als der kleinste radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser des Borstenschaftes.
Bei einem solchen Verfahren kann das Borstenmaterial weitgehend oder vollständig unelastisch
sein, da die Geometrie der Borste die Entnahme in keiner Weise behindert. Soweit ein
hinreichend elastisches Material verwendet wird, kann jedoch der Durchmesser des Borstenkopfes
auch größer sein als der Durchmesser des Borstenschaftes (jeweils gemessen wie oben).
[0016] Wegen ihrer Vorteile im Herstellungsverfahren, aber auch wegen ihrer Vorteile bei
der Anwendung, ist also eine Borste von Nutzen, bei der der größte radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser des Borstenkopfes kleiner ist als der kleinste radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser des Borstenschaftes.
[0017] Zu beachten ist, daß Bürsten eine preiswerte regelmäßig neu angeschaffte Ware des
täglichen Bedarfs sind. Deshalb soll einen Bürste nicht zu teuer sein. Erst recht
muß daher bei der enormen Zahl der zu erzeugenden Borsten auf ein preiswertes Massenherstellungsverfahren
geachtet werden. Trennbare Formwerkzeuge, die gemeinsam einen Formhohlraum bilden,
hinterlassen regelmäßig einen kleinen Grat entlang der Trennlinie. Bei hochwertigen
und neuen Formwerkzeugen ist dieser Grat gering. Gerade in einem preiswerten Massenverfahren
ist es aber erforderlich auch preiswerte Formwerkzeuge über einen gewisse Nutzungsdauer
einzusetzen. Dies führt zu deutlichen Graten, die die oben beschriebenen Nachteile
bei der Benutzung als Haarbürste haben.
[0018] Auf der anderen Seite ist die Formung des Borstenschaftes samt Borstenfuß in einem
einzigen Formwerkzeug nicht ohne andere Schwierigkeiten. Der Borstenschaft muß sich
dann über seine ganze Länge verjüngen und der Borstenfuß muß dies ebenfalls, so daß
keine komplexe Borstenform erzeugbar ist. Eine solch simple Borstenform, wie sie auch
aus der
GB 601,371 (Denman) bekannt ist, führt jedoch zu gewissen zusätzlichen Anforderungen an die Bürste.
Denman offenbart einen relativ komplexen Bürstenkörper, in dem die Borsten vollflächig
unterstützt werden. Die Borsten können zwar zur Seite hin umknicken, jedoch nicht
entlang ihrer Längsachse auf die Bürste zu zurückweichen. Ein solches Zurückweichen
der Borsten, also eine federnde Lagerung, ist jedoch wesentlich schonender etwa für
die Kopfhaut, wenn die Bürste als Haarbürste eingesetzt wird.
[0019] Das vorliegende Verfahren erlaubt es Bosten für eine solche federnde Lagerung herzustellen.
Die federnde Lagerung der Borsten kann erreicht werden wenn der Borstenfuß einen Hinterschnitt
hat, mit dem der Borstenfuß sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite eines
Trägermaterials befestigt werden kann.
[0020] Ein solches Trägermaterial kann etwa eine elastische Gummimatte sein, die elastisch
vorgespannt im Borstenkörper eingelassen ist. Diese Gummimatte vermittelt dann jeder
einzelnen eingelassenen Borste eine Federelastizität. Die Borsten können sowohl entlang
ihrer Längsachse zurückweichen (und federelastisch wieder in Richtung Haar gedrückt
werden) als auch in jeder axialen Richtung dazu nachgeben. Einen komplexer geformten
Borstenfuß gestalten zu können erlaubt daher schonendere Bürsten herzustellen.
[0021] Die im Vergleich zu den Denman-Bosten komplexe Borstenform erlaubt eine simplere
Bürstenform, die aber dennoch ein schonendes Kämmer ermöglicht. Darüber hinaus haben
die Bosten aber nur wenig gratbehaltete Bereiche. Der über die ganze Länge gratfreie
Bostenschaft schont das Haar.
[0022] Das Verfahren zur Herstellung einer Borste kann auch noch weitere Arbeitsschritte
umfassen. Insbesondere kommt es in Betracht, das Profil des Borstenschaftrohlings
weiter zu bearbeiten. Eine solche Bearbeitung kann im Färben, Schleifen, Glätten oder
Polieren des Borstenschaftrohlings bestehen. Insbesondere kommt auch die Bearbeitung
des Borstenschaftrohlings im Bereich seines Kopfes in Frage.
[0023] Es kommt auch in Betracht in einem weiteren Verfahrensschritt die Borsten am Borstenkopf
mit einem Hüllmaterial zu versehen. Insbesondere kommt es in Betracht die Borstenköpfe
mit Lack zu versehen, etwa in Form von kleinen Lacktröpfchen, die eine Verdickung
und Verrundung des Borstenkopfes bewirken.
[0024] Solche lackierten Borstenenden sind bekannt. Sie führen aber bei längerem Gebrauch
einer Borsten und Bürste regelmäßig zu dem Problem, daß das Hüllmaterial von der Borste
abfällt. Diesem Problem kann begegenet werden, indem ein Borstenkopf mit geeigneten
Profil vorgesehen wird. Der dritte Formhohlraum kann im beschriebenen Verfahren unabhänig
von den anderen Formhohlräumen gestaltet werden, um das Profil geeignet zu wählen.
Gut geeignet sind Borsten, deren Borstenkopf einen Hinterschnitt oder eine Einschnürung
aufweist.
[0025] Das Verfahren kann also vorteilhaft dazu eingesetzt werden, mindestens eine Borste
herzustellen, die einen Borstenfuß, einen Borstenschaft und einen Borstenkopf jeweils
unterschiedlichen Profils umfasst, und bei der der Borstenfuß einen Hinterschnitt
aufweist, der Borstenschaft gratfrei ist und der Borstenkopf eine Borstenkopfhülle
aufweist.
[0026] Insbesondere kommt auch eine Borste in Betracht, die einen Borstenfuß, einen Borstenschaft
und einen Borstenkopf jeweils unterschiedlichen Profils umfasst, und bei der der Borstenfuß
einen Hinterschnitt aufweist, der Borstenschaft gratfrei ist und der Borstenkopf eine
Borstenkopfhülle aufweist und der größte radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser
des Borstenkopfes kleiner ist als der kleinste radial zur Borstenlängsachse gemessene
Durchmesser des Borstenschaftes. Insbesondere kann der größte radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser des Borstenkopfes um einen Faktor von mindestens 0,5 oder 0,75
oder 0,8 oder 0,9 kleiner sein als der kleinste radial zur Borstenlängsachse gemessene
Durchmesser des Borstenschaftes. Bei einer solchen Borste kann auch der Borstenkopf
eine Einschnürung oder einen Hinterschnitt aufweisen.
[0027] Das vorliegende Verfahren erlaubt es Borstenköpfe beliebiger Form in einem separaten
Formwerkzeug zu gestalten. Bei der Formung durch die beiden beteiligten Formbacken,
kann jedoch, jedenfalls unter bestimmten Umständen der Massenproduktion, ein Grat
entstehen. Es kommt in Betracht die Borstenkopfhülle so zu gestalten, daß die Borste
sogar bei Schwächen im Herstellungsverfahren besonders schonend ist. In diesem Zusammenhang
kommt es in Betracht die Borstenkopfhülle so zu gestalten, daß sie den Borstenkopf,
soweit er in dem dritten Formhohlraum lag, vollständig umhüllt. Typischerweise wird
die Borstenkopfhüllung dabei nicht nur das Ende, oft in Form einer Kugel, des Borstenkopfes
umhüllen, sondern auch den oberen Teil des Schaftes. Es kommt in Betracht, daß sich
die Borstenkopfhülle axial über eine bestimmte Länge erstreckt. Insbesondere kann
eine Borste nützlich sein, bei der sich der Borstenkopf axial über eine erste Länge
(l
k) und sich die Borstenkopfhülle axial über eine zweite Länge (l
h) erstreckt und die zweite Länge (l
h) um einen Faktor von minestens 1,2 oder 1,5 oder 2 oder 2,5 größer ist als die erste
Länge (l
k).
[0028] Das Verfahren kann eingesetzt werden um Borsten mit einer Borstenkopfhülle zu versehen,
bei der der größte radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser der Bostenkopfhülle
(20) größer ist als der kleinste radial zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser
des Borstenschaftes (14). Insbesondere kann der größte radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser der Borstenkopfhülle um einen Faktor von mindestens 1,1 oder
1,25 oder 1,5 oder 2,0 oder 2.5 größer sein als der kleinste radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser des Borstenschaftes.
[0029] Das Verfahren zur Herstellung von Borsten kann Teil eines Herstellungsverfahrens
für Bürsten sein. In Betracht kommt ein Verfahren zur Herstellung einer Bürste, bei
dem Borsten in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche herstellt werden,
und diese Borsten mit ihrem Borstenfuss in eine Borstenträgerkissen eingesetzt werden
und das Borstenträgerkissen in eine Bürste eingesetzt wird
[0030] Eine Haarbürste, die nach einem der hier beschriebenen Verfahren hergestellt wurde,
kann auch zusätzliche Haarbehandlungsvorrichtungen umfassen. Insbesondere kommt es
in Betracht, daß die Haarbürste zusätzlich einen lonenapplikator umfasst. Ein solcher
lonenapplikator kann der statischen Aufladung des Haares entgegenwirken. Haar lädt
sich typischerweise positiv auf, so daß die Aufbringung negativer Ionen auf das Haar
hilfreich ist. Ein solcher lonenapplikator kann netzbetrieben oder batteriebetrieben
sein. Für eine besonders schonende und handliche Haarbürste wird ein batteriebetriebener
Applikator für negative Ionen erwogen.
[0031] Diese und weitere Merkmale der Erfindung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus
der nachfolgenden Beschreibung und/oder den zugehörigen Zeichnungen hervor, wobei
die Merkmale in verschiedener Kombination und Unterkombination miteinander sowie einzeln
ungeachtet ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen den Gegenstand der Erfindung bilden
können. Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- Einen Längsschnitt durch die Formwerkzeuge entlang der Längsmittelachse einer Borste.
- Fig. 2:
- Einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Borste.
- Fig. 3:
- Einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Borste die eine Borstenkopfumhüllung
aufweist.
- Fig. 4:
- Einen Querschnitt durch eine Bürste.
[0032] Fig. 1 zeigt im Längsschnitt eine Borste (10) in einem Formwerkzeug. Der Längsschnitt
ist entlang der Längsachse (L) der Borste gewählt. Sichtbar sind der Borstenkopf (12),
der Borstenschaft (14) und der Borstenfuß (16). Der Borstenschaft (14) entsteht in
einer ersten Formbacke (30). Der Borstenfuß (16) entsteht zwischen einer zweiten Formbacke
(32) und einer dritten Formbacke (34), die gemeinsam einen zweiten Formhohlraum (42)
anbieten. Der Formhohlraum (42) ist so gestaltet, daß der Borstenfuß (16) einen Hinterschnitt
(18) aufweist. Der Borstenkopf entsteht zwischen der vierten Formbacke (36) und der
fünften Formbacke (38), die gemeinsam den dritten Formhohlraum (44) anbieten. Die
Entnahme der Borste aus den Formwerkzeugen kann dadurch erfolgen daß zunächst die
vierte Formbacke (36) und die fünfte Formbacke (38) in axialer Richtung (A) auseinander
bewegt werden und danach die zweite Formbacke (32) und die dritte Formbacke (34) in
Borstenlängsrichtung (L) von der ersten Formbacke (30) weg bewegt werden. Anschließend
wird auch die zweite Formbacke (32) und die dritte Formbacke (34) entlang der Achse
(A) auseinander bewegt.
[0033] Fig. 2 zeigt eine Borste (10), die nach dem hier offenbarten Verfahren hergestellt
werden kann. Die Borste (10) hat einen gratfreien Borstenschaft (14) der nach oben
durch einen Borstenkopf (12) und nach unten durch den Borstenfuß (16) begrenzt wird.
Zwischen Borstenfuß (16) und Borstenkopf (12) verjüngt sich der Borstenschaft (14)
zum Borstenkopf (12) hin. Der Borstenfuß (16) weist einen Hinterschnitt (18) auf.
Mit diesem Hinterschnitt (18) kann die Borste (10) in einem Borstenträger verankert
werden. Der Borstenkopf ist dabei im Wesentlichen axialsymmetrisch zur Längsachse
(L) der Borste ausgebildet.
[0034] Fig. 3 zeigt eine andere Borste (10) mit einer Borstenkopfumhüllung. In ihrer Form
entspricht sie im Wesentlichen der Borste der Fig. 2. Jedoch ist am Borstenkopf (12)
zusätzlich eine Bostenkopfhülle (20) aufgebracht. Dieses führt zu einer Verdickung
des Kopfes gegenüber dem Borstenschaft (14), die eine schonende Haar- und Hautbehandlung
fördert. Der Bostenkopfdurchmesser (d
k), der eigentlich in radialer Richtung zur Längsachse zu bestimmen ist, kann bei einem
kugelförmigen Kopfprofil, so wie gezeigt, auch in anderer Richtung gemessen werden.
Die erste Länge (l
k) kann bei dieser runden Kopfform bequem zwischen dem oberen Ende des Borstenkopfes
und der Höhe der engsten Einschnürung zwischen Borstenkopf und Borstenschaft bestimmt
werden.
[0035] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine Bürste, welcher durch das Borstenfeld der
Bürste (40) geht. Man erkennt in diesem Querschnitt den Borstenträger (42) und den
Bürstenkörper (44), in den der Borstenträger (42) eingelassen ist. Der Borstenträger
(42) kann federnd vorgespannt eingelassen werden, so daß die im Borstenträger (42)
enthaltenen Borsten (10) federelastisch gegenüber dem Borstenkörper (44) gelagert
sind. Die Borsten (10) können sich entlang ihrer respektiven Längsachsen auf den Bürstenkörper
(44) zu bewegen und wieder federnd in Richtung etwa der Haare zurück bewegen. Sie
können sich ferner in axialer Richtung bewegen.
[0036] Die gezeigte Bürste (40) ist zusätzlich mit einem lonenapplikator (50) versehen.
Der lonenapplikator ist an der Rückseite des Bürstenkörpers angebracht, also an der
Seite die vom Borstenträger (42) abgewandt ist.
1. Verfahren zur Herstellung einer Borste (10) zur Verwendung in einer Haarbürste (40),
bei dem formbares Material in ein mehrteiliges trennbares Formwerkzeug eingebracht
wird und eine Borste (10) mit einem Borstenkopf (12), einem Borstenschaft (14) und
einem Borstenfuß (16) erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Bostenschaft (14) mit einer ersten Formbacke (30) geformt wird, wobei formbares
Material in einem ersten Formhohlraum (40) der ersten Formbacke (30) eingebracht wird
und später dem ersten Formhohlraum (40) der ersten Formbacke (30) entnommen wird,
wobei der erste Formhohlraum (40) der ersten Formbacke (30) erhalten bleibt und
der Borstenfuß (16) in einer zweiten Formbacke (32) und einer dritten Formbacke (34)
geformt wird, wobei die zweite und dritte Formbacke gemeinsam einen zweiten Formhohlraum
(42) bilden, dessen Form im wesentlichen der Form des zu formenden Borstenfußes (16)
entspricht, und der zweite Formhohlraum (42) mit dem formbaren Material gefüllt wird
und später die zweite und die dritte Formbacke getrennt werden und
der Bostenkopf (12) in einer vierten Formbacke (36) und einer fünften Formbacke (38)
geformt wird, wobei die vierte und fünfte Formbacke gemeinsam einen dritten Formhohlraum
(44) bilden, dessen Form im wesentlichen der Form des zu formenden Borstenkopfes (12)
entspricht, und der dritte Formhohlraum (44) mit dem formbaren Material gefüllt wird
und später die vierte und die fünfte Formbacke getrennt werden.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der größte radial zur Borstenlängsachse gemessene
Durchmesser des Borstenkopfes (12) kleiner ist als der kleinste radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser des Borstenschaftes (14).
3. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Borste (10) weiter
bearbeitet wird.
4. Ein Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die Borste (10) im Bereich des Borstenkopfes
(12) weiter bearbeitet wird.
5. Ein Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das Profil des Borstenschaftrohlings im Bereich
des Kopfes mit einer Bostenkopfhülle (20) versehen wird.
6. Ein Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Bostenkopfhülle (20) den Borstenkopf (12),
soweit er in dem dritten Formhohlraum (44) lag, vollständig umhüllt.
7. Ein Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei dem der größte radial zur Borstenlängsachse
gemessene Durchmesser der Bostenkopfhülle (20) größer ist als der kleinste radial
zur Borstenlängsachse gemessene Durchmesser des Borstenschaftes (14).
8. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei dem am Borstenfuß (16) ein
Hinterschnitt (18) vorgesehen ist.
9. Ein Verfahren zur Herstellung einer Bürste (40), bei dem Borsten (10) in einem Verfahren
nach einem der vorhergehenden Ansprüche herstellt werden, und diese Borsten (10) mit
ihrem Borstenfuß (16) in einen Borstenträger (42) eingesetzt werden und der Borstenträger
(42) in einen Bürstenkörper (44) eingesetzt wird.
10. Eine Borste (10), die nach dem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellt
ist.
11. Eine Haarbürste, welche nach dem Verfahren nach Anspruch 9 hergestellt wurde.
12. Eine Haarbürste nach Anspruch 11, die eine zusätzliche Haarbehandlungsvorrichtung
umfasst.
13. Eine Haarbürste nach Anspruch 12, die einen lonenapplikator (50) umfasst.
1. Method for producing a bristle (10) for use in a hair brush (40), in which moldable
material is introduced into a multipart, separable molding tool, and a bristle (10)
with a bristle head (12), a bristle shaft (14), and a bristle foot (16) is produced,
characterized in that
a bristle shaft (14) is molded by means of a first mold jaw (30), wherein moldable
material is introduced into a first mold cavity (40) of the first mold jaw (30) and
later removed from the first mold cavity (40) of the first mold jaw (30), wherein
the first mold cavity (40) of the first mold jaw (30) is maintained, and
the bristle foot (16) is molded in a second mold jaw (32) and a third mold jaw (34),
wherein the second and third mold jaws together form a second mold cavity (42), the
shape of which substantially corresponds to the shape of the bristle foot (16) to
be molded, and the second mold cavity (42) is filled with the moldable material and
the second and third mold jaws are later separated, and
the bristle head (12) is molded in a fourth mold jaw (36) and a fifth mold jaw (38),
wherein the fourth and fifth mold jaws together form a third mold cavity (44), the
shape of which substantially corresponds to the shape of the bristle head (12) to
be molded, and the third mold cavity (44) is filled with the moldable material and
the fourth and fifth mold jaws are later separated.
2. Method according to claim 1, in which the largest diameter of the bristle head (12)
measured radially to the bristle longitudinal axis is smaller than the smallest diameter
of the bristle shaft (14) measured radially to the bristle longitudinal axis.
3. Method according to one of the preceding claims, in which the bristle (10) is processed
further.
4. Method according to claim 3, in which the bristle (10) is further processed in the
region of the bristle head (12).
5. Method according to claim 4, in which the profile of the bristle shaft blank is provided
with a bristle head sleeve (20) in the region of the head.
6. Method according to claim 5, in which the bristle head sleeve (20) completely surrounds
the bristle head (12) to the extent that the latter was located in the third mold
cavity (44).
7. Method according to claim 5 or 6, in which the largest diameter of the bristle head
sleeve (20) measured radially to the bristle longitudinal axis is larger than the
smallest diameter of the bristle shaft (14) measured radially to the bristle longitudinal
axis.
8. Method according to one of the preceding claims, in which an undercut (18) is provided
on the bristle foot (16).
9. Method for producing a brush (40), in which bristles (10) are produced in a method
according to one of the preceding claims, and these bristles (10) are inserted with
their bristle foot (16) into a bristle carrier (42), and the bristle carrier (42)
is inserted into a brush body (44).
10. Bristle (10) produced according to the method according to one of the preceding claims.
11. Hairbrush produced according to the method according to claim 9.
12. Hairbrush according to claim 11, comprising an additional hair treatment device.
13. Hairbrush according to claim 12, comprising an ion applicator (50).
1. Procédé de production d'une soie (10) pour utilisation sur une brosse à cheveux (40),
introduite sous forme de matière souple dans un outil de moulage séparable en plusieurs
parties et transformée en une soie (10) avec une tête de soie(12), une tige de soie
(14) et un pied de soie (16),
caractérisé en ce que
une tige de soie (14) est formée dans un premier bloc de moulage (30), dans lequel
le matériau malléable est introduit dans une première cavité de moulage (40) du premier
bloc de moulage (30) et est ensuite extrait de la première cavité de moulage (40)
du premier bloc de moulage (30), dans lequel la première cavité de moulage (40) du
premier bloc de moulage (30) reste conservée et
le pied de soie (16) est formé dans un deuxième bloc de moulage (32) et un troisième
bloc de moulage (34), dans lequel le deuxième et le troisième blocs de moulage forment
une seconde cavité de moulage (42) dont la forme correspond intégralement au pied
de soie à mouler (16), et la seconde cavité de moulage (42) est remplie avec le matériau
malléable, et ensuite, le deuxième et le troisième bloc de moulage sont séparés et
la tête de soie (12) est formée dans un quatrième bloc de moulage (36) et un cinquième
bloc de moulage (38), qui forment ensemble une troisième cavité de moulage (44) dont
la forme correspond intégralement à la tête de soie à mouler (12), et la troisième
cavité de moulage (44) est remplie avec le matériau malléable, et ensuite, le quatrième
et le cinquième bloc de moulage sont séparés.
2. Procédé selon la revendication 1, dans laquelle le plus grand diamètre de la tête
de soie (12) mesuré radialement par rapport à l'axe longitudinal de la soie est plus
petit que le plus petit diamètre mesuré radialement par rapport à l'axe longitudinal
de la tige de soie (14).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes dans laquelle la soie (10) continue
à être traitée.
4. Procédé selon la revendication 3 dans laquelle la soie (10) continue à être traitée
dans la zone de la tête de soie (12).
5. Procédé selon la revendication 4, dans laquelle le profil de l'ébauche de la tige
de soie est équipé d'une gaine de la tête de soie (20) dans la zone de la tête.
6. Procédé selon la revendication 5, dans laquelle la gaine de la tête de soie (20) habille
complètement la tête de soie (12), dans la mesure où elle se trouve dans la troisième
cavité de moulage (44).
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, dans laquelle le plus grand diamètre de la
gaine de la tête de soie (20) mesuré radialement par rapport à l'axe longitudinal
de la soie est plus grand que le plus petit diamètre de la tige de soie (14) mesuré
radialement par rapport à l'axe longitudinal de la soie.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle une contre-dépouille
(18) est prévue sur le pied de soie (16).
9. Procédé pour la fabrication d'une brosse (40) dans laquelle les soies (10) sont produites
par un procédé conformément à l'une des exigences précédentes, et ces soies (10) sont
utilisées avec leurs pieds (16) dans un porte-soie (42) et le porte-soie (42) est
inséré dans un corps de brosse (44).
10. Soie (10) qui est produite par l'un des procédés selon l'une des revendications précédentes.
11. Brosse à cheveux qui a été produite par le procédé selon la revendication 9.
12. Brosse à cheveux selon la revendication 11 qui comprend un appareil de traitement
des cheveux supplémentaire.
13. Brosse à cheveux selon la revendication 12 qui comprend un dispositif ionique (50).