1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zurkontinuierlichen Beschichtung
von diskreten, flachen Substraten.
2. Hintergrund
[0002] Unter der Beschichtung von diskreten, flachen Substraten wird hier insbesondere die
Beschichtung von Holzwerkstoffplatten verstanden, die beispielsweise als Wand oder
Fußbodenpaneele verwendet werden oder als Bauelemente in der Möbelindustrie. Die Holzwerkstoffplatten
können beispielsweise aus MDF, HDF oder Spanholzplatten bestehen, aber auch aus Echtholz
oder OSB-Platten. In der industriellen Beschichtung derartiger Substrate werden die
einzelnen, d.h. diskreten, flachen Substrate kontinuierlich mittels zum Beispiel Förderbändern
oder Förderrollen durch eine Beschichtungsanlage geführt. In der Beschichtungsanlage
wird eine geeignete Beschichtung oder Lackierung aufgebracht, wie beispielsweise eine
abriebfeste Oberflächenbeschichtung aus Phenol- oder Acrylharzen. Die Beschichtung
wird üblicherweise in flüssiger Form aufgebracht und in einem weiteren Schritt gehärtet
bzw. getrocknet. Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Beschichtungsverfahren
bekannt; so kann die Beschichtung beispielsweise aufgesprüht oder mittels Walzen aufgerollt
werden.
[0003] Aus der
WO 90/15673 ist eine Beschichtungsanlage vorbekannt, bei der flache Substrate aus einem thermoplastischen
Kunststoff mit einer strahlungsaushärtbaren Beschichtung versehen werden. Nach dem
Aufbringen der Beschichtungsmasse werden die flachen Substrate in kontinuierlicher
Weise zu einer Aushärtvorrichtung transportiert. Diese Aushärtvorrichtung besteht
aus einem umlaufenden Kunststoffband, dass in gleicher Geschwindigkeit wie die flachen
Substrate bewegt wird. Das Kunststoffband wird auf die noch feuchte Beschichtung aufgepresst,
so dass ein Luftabschluss entsteht. Dann wird die noch feuchte Beschichtung mittels
einer hinter dem Kunststoffband angeordneten Strahlungsquelle durch das Band hindurch
bestrahlt, um die Beschichtung auszuhärten und anschließend wird das Kunststoffband
von der ausgehärteten Beschichtung abgeführt. Das Kunststoffband der
WO 90/15673 ist ein Endlosband und mit einer dreidimensionalen Struktur versehen, so dass die
fertige Beschichtung eine entsprechende dreidimensionale Oberflächenstruktur aufweist.
[0004] In der
WO 02/068189 A2 ist ebenfalls ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung
von diskreten, flachen Substraten offenbart. Die Substrate sind beispielsweise Holzfaserplatten
deren Oberfläche mit einer glatten Beschichtung versehen werden soll. Die Substrate
werden hintereinander mittels eines Förderwalzensystems durch die verschiedenen Stufen
einer Beschichtungsanlage transportiert. In einer ersten Stufe wird die Beschichtung
auf die einzelnen Substrate aufgebracht. In einer zweiten Stufe wird eine strahlungsdurchlässige
Folie auf die noch feuchte Beschichtung der Substrate aufgelegt und in Transportrichtung
der flachen Substrate mit denselben fortbewegt. Hierfür wird die strahlungsdurchlässige
Folie mittels Antriebs- und Umlenkwalzen fortbewegt. Während dieser zweiten Stufe
liegt die Folie auf der feuchten Beschichtung auf und stellt einen Luftabschluss her.
Gleichzeitig wird eine Strahlungsquelle eingesetzt, die durch die strahlungsdurchlässige
Folie hindurch die Beschichtung auf den Substraten aushärtet. Nach teilweiser oder
vollständiger Aushärtung der Beschichtung wird die Folie wieder entfernt und die Substrate
werden zur weiteren Verarbeitungsstufen transportiert. Die Beschichtung und die Aushärtung
erfolgen kontinuierlich, d.h. die Substrate werden ohne anzuhalten in gleichförmiger
Geschwindigkeit durch die Beschichtungsanlage transportiert.
[0005] Aus der
DE 10 2005 006 084 A1 ist ein ähnliches Verfahren zur Beschichtung von Paneelen, beispielsweise Fußbodenpaneelen,
bekannt. Die Paneele werden auf Förderbändern kontinuierlich, d.h. ohne anzuhalten,
durch eine Beschichtungsanlage geführt. In einem ersten Schritt werden die Paneele
mit einer strahlungsaushärtbaren Beschichtung versehen. In einem zweiten Schritt wird
ein Endlosband in Kontakt mit der noch feuchten Beschichtung gebracht. Das Endlosband
wird hierzu in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit zu den beschichteten
Paneelen geführt, so dass zwischen den bewegten Paneelen und dem Beschichtungsband
keine Relativgeschwindigkeit vorliegt. Das Endlosband wird mittels geeigneter Druckvorrichtungen
auf die noch feuchte Beschichtung aufgedrückt und in dieser Anordnung wird die Beschichtung
mittels Strahlung, die durch die Folie hindurch wirkt, ausgehärtet.
[0006] Dokument
EP 0 578 886 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von flachen Substraten,
beispielsweise der bedruckten Dekoroberfläche eines Papiers. Zu diesem Zweck weist
die Vorrichtung eine Beschichtungseinrichtung auf, die ein umlaufendes Beschichtungsband
sowie zwei Auftragswalzen umfasst. Die erste Auftragswalze ist mit einer Aussparung
entlang ihrer Längskante versehen, die eine entsprechende Beschichtungslücke auf dem
Auftragsband erzeugt.
[0007] Der oben beschriebene Stand der Technik hat den Nachteil, dass die eigentliche Beschichtung
der Substrate einen zusätzlichen Verfahrensschritt darstellt. Daher wurden im Stand
der Technik bereits Überlegungen angestellt, die Beschichtung mittels der umlaufenden
Folie, bzw. dem umlaufenden Band, aufzubringen. Hierzu wird das Beschichtungsmaterial
auf die äußere Oberfläche des Bandes selbst aufgebracht und anschließend, wenn das
so beschichtete Band auf die Oberfläche der bewegten Substrate aufgepresst oder aufgelegt
wird, von dem Band auf die Substrate übertragen. Das Band dient damit gleichzeitig
zur Aufbringung der Beschichtung und zum Luftabschluss für die direkt darauffolgende
Aushärtung. Bei der kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten
ergibt sich jedoch das Problem, das in der unvermeidbaren Lücke zwischen zwei aufeinander
folgenden Substraten kein Beschichtungsmaterial von der Folie abgegeben werden kann
und somit auf der Folie verbleibt. Hierbei kann sich ein klebriger, nicht vollständig
polymerisierter Belag aufbauen. Demzufolge kann die Folie, will man keine Oberflächenstörungen
haben, kein zweites Mal eingesetzt werden. Im Aushärtungsschritt wird dieses an der
Folie verbleibende Material ausgehärtet, was dazu führt, dass die Folie nicht ein
zweites Mal verwendet werden kann.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Aufgabe, eine Vorrichtung
zur kontinuierlichen Beschichtung bereitzustellen, die die oben genannten Nachteile
des Standes der Technik ausräumt, bzw. vermindert. Insbesondere stellt sich die Aufgabe
eine Vorrichtung bereitzustellen, bei der ein Beschichtungsband mehrfach verwendet
werden kann.
[0009] Diese und andere Aufgaben, die beim Lesen der folgenden Beschreibung noch genannt
werden oder vom Fachmann erkannt werden können, werden mit einer Vorrichtung nach
Anspruch 1 und 9 gelöst.
3. Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so ausgebildet, dass eine Mehrfachnutzung des
Beschichtungsbandes möglich ist. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist insbesondere
für die Beschichtung von flachen Substraten von viereckiger Grundform geeignet, die
vorzugsweise endlos und mit einem variablen Abstand durch die Vorrichtung gefahren
werden. Als Beschichtungsmaterial kommen die üblicherweise im Stand der Technik verwendeten
Materialien in Betracht, wie beispielsweise verschiedene Acyrl-Harze, die vorzugsweise
im flüssigen Zustand aufgetragen und verarbeitet werden. Nähere Angaben zu möglichen
Beschichtungsmaterialien finden sich in den oben genannten Dokumenten des Standes
der Technik, deren Inhalt hiermit durch Inbezugnahme mit aufgenommen wird. Besondere
Vorteile hat die vorliegende Erfindung beim Beschichten von Holzwerkstoffpaneelen
für die Herstellung von Fußböden- oder Wandpaneelen. Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst ein flexibles Beschichtungsband, welches so ausgebildet ist, um
Beschichtungsmaterial auf eine Oberseite der flachen Substrate zu übertragen, Mittel
zur Bewegung des flexiblen Beschichtungsbandes, sowie Transportmittel, um die flachen
Substrate zu bewegen. Das flexible Beschichtungsband ist beispielsweise eine Kunststofffolie,
die vorzugsweise strahlungsdurchlässig ist, und insbesondere für UV-Strahlungen und/oder
Elektronenstrahlungen durchlässig ist. Die Transportmittel zur Bewegung der flachen
Substrate können beispielsweise aus einer Rollenförderanlage, einer Bandförderanlage
oder einem Fließband oder ähnlichem bestehen. Das Beschichtungsband wird in der Anwendung
in derselben Richtung wie die Substrate und vorzugsweise mit derselben Geschwindigkeit
wie dieselben bewegt. Außerdem weist die Vorrichtung eine drehbare Auftragswalze auf,
die so ausgebildet ist, um Beschichtungsmaterial auf eine Seite, beispielsweise die
Rückseite des flexiblen Beschichtungsbandes zu übertragen. Mit einer derartigen Auftragswalze
kann vorteilhaft eine gleichmäßige Beschichtungsauftragung auf das Beschichtungsband
erfolgen. Eine besonders gleichmäßige Beschichtungsauftragung wird durch eine Gummierung
der Auftragswalze erreicht. Der Auftragswalze sind Mittel zur Zuführung von Beschichtungsmaterial
zu derselben zugeordnet. Die Auftragswalze ist an ihrer Oberfläche mit zumindest einer
Aussparung versehen, die derart ausgebildet ist, dass beim Übertragen des Beschichtungsmaterials
von der Walze auf das Band eine entsprechende Beschichtungslücke auf dem Band erzeugt
wird, die im Wesentlichen frei von Beschichtungsmaterial ist, vorzugsweise jedoch
vollständig frei von Beschichtungsmaterial ist. Dies wird dadurch erreicht, dass beim
Vorbeiführen des Beschichtungsbandes an der drehenden Auftragswalze Beschichtungsmaterial
von der Oberfläche der Walze auf das Band übertragen wird, jedoch an der Stelle der
zumindest einen Aussparung das Beschichtungsband vorzugsweise völlig frei von Beschichtungsmaterial
verbleibt. Mit anderen Worten, die Oberfläche der Auftragswalze ist vollständig von
zu übertragendem Beschichtungsmaterial bedeckt bis auf die Aussparung, so dass beim
"Abrollen" der Walze auf dem Beschichtungsband das Beschichtungsmaterial gleichförmig
und lückenfrei von der beschichteten Oberfläche der Walze abgegeben wird, jedoch an
der Stelle der Aussparung auf dem Band eine entsprechende Beschichtungslücke erzeugt
wird. Erfindungsgemäß ist die Aussparung eine Nut, die sich parallel fur Drchathedes
der Wahre erstreckt, wobei zumindest eine der aüβenen Kanten abgeschrägt ist
[0011] Da das beschichtete Beschichtungsband mit der beschriebenen Vorrichtung an genau
definierten Stellen mit Beschichtungslücken versehen werden kann, ist es nunmehr möglich,
durch eine geeignete Einstellung der Zufuhrgeschwindigkeit
der zu beschichtenden flachen Substrate und der Bandgeschwindigkeit bzw. der Drehgeschwindigkeit
der Auftragswalze die Beschichtungslücke genau zwischen die Lücke zweier aufeinanderfolgender
Substrate abzupassen. Auf diese Weise wird erreicht, dass das auf das Beschichtungsband
übertragende Beschichtungsmaterial vollständig von dem Band auf die Substrate übertragen
wird. Es verbleiben also keine wesentlichen Reste des Beschichtungsmaterials auf dem
Band und das Band kann daher mehrmals wiederverwendet werden. Bei einer optimalen
Abstimmung der einzelnen Komponenten ist die verbleibende Verunreinigung des Bandes
mit Beschichtungsmaterial so gering, dass dasselbe mehr als 100-mal wiederverwendet
werden kann.
[0012] In einer Weiterentwicklung der Erfindung ist das Beschichtungsband mit einer dreidimensionalen
Struktur versehen, so dass beim Übertragen des Beschichtungsmaterials vom Band auf
die Substrate die übertragene Beschichtung eine korrespondierende dreidimensionale
Struktur erhält. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Beschichtungsmaterial
ausgehärtet wird solange das Band noch auf dem Substrat aufliegt.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung ist das Band strahlungsdurchlässig, insbesondere
für UV-Strahlungen und/oder Elektronenstrahlungen. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung
weiter Mittel zur Erzeugung von Strahlung, insbesondere zur Erzeugung von UV-Strahlung
und/oder Elektronenstrahlung, welche Mittel auf derjenigen Seite des Bandes angeordnet
sind, die nicht von der Auftragswalze beschichtet wird. Mit anderen Worten, das Beschichtungsband
befindet sich zwischen den zu beschichtenden Substraten und den Mitteln zur Erzeugung
von Strahlung. Die Strahlung erfolgt dann durch das Beschichtungsband hindurch, so
dass die aufgetragene Beschichtung mittels der Strahlung ausgehärtet werden kann,
während das Beschichtungsband immer noch auf den bewegten Substraten aufliegt. Auf
diese Weise ist eine Aushärtung unter Luftabschluss möglich. Das verwendete Beschichtungsmaterial
ist in diesem Fall natürlich durch Strahlung, zum Beispiel durch UV-Strahlung und/oder
Elektronenstrahlung, aushärtbar. Nach vorzugsweise vollständiger Aushärtung wird das
Beschichtungsband von den Substraten entfernt, wobei sich die gehärtete Beschichtung
vom dem Band vollständig löst und fest mit den Substarten verbunden auf diesen verbleibt.
Geeignete Beschichtungsmaterialien und Beschichtungsbänder sind dem Fachmann bekannt,
beispielsweise aus den eingangs diskutierten Dokumenten.
[0014] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung weiter Mittel zur Bewegung des Beschichtungsbandes,
die derart ausgebildet sind, dass das Band synchron mit den bewegten Substraten geführt
wird. Das Band wird demnach mit im Wesentlichen derselben Geschwindigkeit und in derselben
Richtung zusammen mit den flachen Substraten bewegt, so dass vorzugsweise keinerlei
Relativbewegung zwischen Beschichtungsband und Substrat stattfindet, zumindest solange
das Beschichtungsband noch in Kontakt mit den Substraten ist.
[0015] Die Aussparung der Auftragswalze ist erfindungsgemäß nutförmig ausgebildet und erstreckt
sich parallel zur Drehachse der Walze. Der vorliegenden Erfindung liegt die überraschende
Erkenntnis zugrunde, dass eine derartige Aussparung, beispielsweise in Form einer
Nut, in der Lage ist, relativ genau definierte Beschichtungslücken auf dem Beschichtungsband
zu erzeugen. Der Fachmann, der mit derartigen Beschichtungsauftragswalzen vertraut
ist, hätte vielmehr erwartet, dass durch die schnellen Drehbewegungen von Walze und
Beschichtungsband eine derartige einfache Aussparung nicht ausreichend sein wird,
um eine geeignete Beschichtungslücke auf dem Band zu erzeugen. Erfindungsgemäß ist
zumindest eine der äußeren Kanten der Nut abgeschrägt. Der Anmelder hat überraschend
herausgefunden, dass eine derartige Abschrägung vorteilhafte Auswirkungen auf die
gewünschte Sauberkeit der Beschichtungslücken auf dem Beschichtungsband hat. Dies
ist daher überraschend, da es eher zu erwarten wäre, dass eine möglichst scharfe Kante
der Nut zu besonders gut definierten Beschichtungslücken führt.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung weiter Steuermittel,
die derart ausgebildet sind, dass sie die Transportmittel zur Bewegung der flachen
Substrate dazu veranlassen die Substrate so zu bewegen, dass eine Anpassung der Beschichtungslücke
auf dem Beschichtungsband mit der Lücke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Substraten
erfolgt. Die Steuermittel können hierzu zum Beispiel Messeinrichtungen umfassen, mit
denen der Abstand der Substrate zueinander, die Position der Substrate in Bezug auf
die Beschichtungsanlage und die Geschwindigkeit der Substrate gemessen werden. Diese
Informationen werden dann von den Steuermitteln, beispielweise einem Computer, verarbeitet.
Je nach Abstand und Stellung der Auftragswalze werden die Substrate dann beschleunigt,
bzw. abgebremst und/oder die Drehgeschwindigkeit der Auftragswalze entsprechend angepasst,
um eine Abpassung von Beschichtungslücke des Bandes mit den Lücken zwischen aufeinanderfolgenden
Substraten zu erreichen.
[0017] Alternativ oder in Addition hierzu kann die Vorrichtung auch Steuermittel umfassen,
die derart ausgebildet sind, um die Drehgeschwindigkeit der Auftragswalze in Abhängigkeit
von der Position und der Geschwindigkeit der zu beschichteten Substrate und ihres
jeweiligen Abstands zueinander zu beeinflussen. Durch eine Einstellung der Drehgeschwindigkeit
der Auftragswalze ist es außerdem möglich die Abstände der Beschichtungslücken, die
auf dem Beschichtungsband durch die Aussparung erzeugt werden, zu variieren, so dass
die Vorrichtung an unterschiedlich lange Substrate angepasst werden kann.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung mit Steuermitteln versehen,
die derart ausgebildet sind, um den beschichtungsfreien Bereich in Abhängigkeit einer
dreidimensionalen Struktur auf dem Beschichtungsband anzugleichen. Vorzugsweise sind
weitere Steuerungsmittel vorgesehen, um die Substrate mit dieser dreidimensionalen
Struktur des Beschichtungsbandes zu synchronisieren.
[0019] In einer alternativen Lösung gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung Mittel zum
Aufbringen eines Abdeckbandes auf die einander zugewandten Kanten zweier aufeinanderfolgende
Substrate auf, um den Spalt zwischen diesen aufeinanderfolgenden Substraten zu überbrücken.
Bei dieser alternativen Ausführungsform kann auf die Aussparung in der Auftragswalze
verzichtet werden, da das auf das Beschichtungssband aufgetragene Beschichtungsmaterial
auf das Abdeckband übertragen wird, und das Beschichtungsband daher keine oder kaum
Beschichtungsreste aufweist, die durch den Spalt zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Substraten normalerweise verbleiben würden. Es ist jedoch auch hier möglich die Auftragswalze
zusätzliche mit einer Aussparung zu versehen, um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen
und um Verschwendung von Beschichtungsmaterial zu vermeiden. Das auf das Abdeckband
übertragene Beschichtungsmaterial wird am Ende des Beschichtungsprozesses zusammen
mit dem Abdeckband von den Substraten entfernt und kann entsorgt werden.
[0020] Da sich die flachen Substrate kontinuierlich, d.h. ohne Anzuhalten, durch die Beschichtungsvorrichtung
bewegen, sind die Mittel zum Aufbringen des Abdeckbandes vorzugsweise synchron zu
der Bewegungsrichtung der Substrate bewegbar eingerichtet. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass die Mittel zum Aufbringen des Abdeckbandes auf einem Schienensystem
parallel zu der Bewegungsrichtung der Substrate mit diesen mitlaufen.
[0021] Alternativ umfassen die Mittel zum Aufbringen des Abdeckbandes ein zur Bewegungsrichtung
der Substrate schräg verlaufendes, fest installiertes Schienensystem, entlang welchem
eine Vorrichtung zum Abgeben des Abdeckbandes bewegbar eingerichtet ist, um so den
Spalt zwischen zwei aufeinanderfolgende Substraten während der Bewegung der Substrate
abdecken zu können.
4. Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
[0022] Im Folgenden wird nun eine detaillierte Beschreibung der Figuren gegeben:
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer Beschichtungsvorrichtung
gemäß der Erfindung;
Fig. 2a ist eine schematische Darstellung zweier Substrate mit einem Abdeckband;
Fig. 2b und 2c zeigen schematische Darstellungen von Vorrichtungen zur Aufbringung
eines Abdeckbandes auf die Kanten zweier aufeinanderfolgender, bewegter Substrate;
Fig. 3a ist eine schematische Darstellung einer Auftragswalze mit einer nutförmigen
Aussparung;
Fig. 3b ist eine vergrößerte schematische Darstellung der nutförmigen Aussparung der
Auftragswalze von Fig. 3a; und
Figs. 4a und 4b sind schematische Ansichten eines Beschichtungsbandes beim Auflegen
auf zu beschichtende Substrate.
[0023] In Figur 1 ist bei Bezugszeichen 10 schematisch eine Beschichtungsvorrichtung gemäß
der Erfindung dargestellt. Die gekrümmten Pfeile in der Figur deuten dabei die Drehrichtung
der verschiedenen rotierenden oder rotierbaren Walzen an. Bei Bezugszeichen 11 ist
eine gummierte Auftragswalze zum Auftragen eines vorzugsweise flüssigen Beschichtungsmaterials
gezeigt, die mit einer nutförmigen Aussparung 14 versehen ist, die sich über die gesamte
Länge der Walze erstreckt. Bei 12 und 13 sind zwei Dosierwalzen gezeigt, die parallel
zueinander und parallel zur Drehachse der Auftragswalze 11 angeordnet sind und zwischen
sich einen Dosierspalt 16 definieren. Beschichtungsmaterial wird von oben in den Spalt
16 zwischen den beiden Dosierwalzen 12, 13 zugeführt und durch die gegenläufige Drehbewegung
der Dosierwalzen gleichmäßig auf der Oberfläche der Dosierwalzen verteilt. Die Dosierwalze
12 gibt die gleichmäßig verteilte Beschichtungsmasse in gleichförmiger Weise auf die
benachbart angeordnete Auftragswalze 11 ab, die in einem hierfür geeigneten Abstand
zur Dosierwalze 12 angeordnet ist. Die Verwendung von zwei Dosierwalzen 12, 13 führt
zu einer besonders gleichförmigen und dünnen Übertragung vom Beschichtungsmaterial
auf die Auftragswalze 11. Die Anmelderin hat überraschend festgestellt, dass die Verwendung
zweier Dosierwalzen 12, 13 zu besonders sauberen Beschichtungslücken auf dem Beschichtungsband
führt. Eine wahrscheinliche Erklärung hierfür ist, dass das Beschichtungsmaterial
der Auftragswalze 11 besonders kontrolliert zugegeben werden kann.
[0024] Wie weiter aus Figur 1 zu erkennen ist, wird ein Beschichtungsband 20 über Fördermittel
21a parallel zu der Transportrichtung (siehe Pfeil) der flachen Substrate 30 bewegt
und mit dem Fördermittel 21b wieder aufgewickelt. An dem Kontaktbereich zwischen Band
20 und Auftragswalze 11 wird Beschichtungsmaterial von der Auftragswalze 11 auf die
Oberfläche des Beschichtungsbandes 20 übertragen. Hierzu dreht sich die Auftragswalze
11 in der durch den Pfeil angegebenen Drehrichtung. Aufgrund der nutförmigen Aussparung
14 entstehen beim Übertragen des Beschichtungsmaterials von der Walze 11 auf das Band
20 entsprechende Beschichtungslücken auf dem Beschichtungsband, die frei von Beschichtungsmaterial
sind. Mit den Bezugszeichen 30 und 30' sind zwei flache Substrate bezeichnet, die
Mittels eines Förderbands 33 kontinuierlich, d.h. ohne anzuhalten, durch die Vorrichtung
10 befördert werden. Die Substrate 30, 30' bewegen sich kontinuierlich durch die Vorrichtung
10 fort und werden bei der Kalanderwalze 17 in Kontakt mit dem Beschichtungsband 20
gebracht. Das Beschichtungsband 20 läuft mit den Substraten 30, 30' mit und überträgt
dabei das Beschichtungsmaterial auf dieselben. Zwischen den Substraten 30 und 30'
befindet sich eine Lücke 31. Diese Lücke lässt sich aufgrund von Toleranzen und Unwinkligkeiten
der Substrate nie völlig vermeiden. Die Fördergeschwindigkeiten der Vorrichtung 10
sind dabei so eingestellt, dass die auf dem Beschichtungsband erzeugte Beschichtungslücke
mit der Lücke 31 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Substraten 30, 30' abgepasst wird.
Dies kann insbesondere durch die dynamische Anpassung der Drehgeschwindigkeit der
Auftragswalze erfolge. Dynamisch bedeutet hierbei, dass die Drehgeschwindigkeit der
Auftragswalze in Abhängigkeit von der Position der jeweiligen Substrate, ihres Abstands
zueinander und ihrer Geschwindigkeit angepasst wird, um so dafür zu sorgen, dass die
Beschichtungslücke auf dem Beschichtungsband genau mit der Lücke zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Substraten ausgerichtet ist. Dies kann vorteilhaft mittels geeigneter Steuermittel
erreicht werden, mit der die Beschichtungsvorrichtung ausgerüstet ist. Mit Bezugszeichen
34 sind UV-Strahler bezeichnet, die zwischen der Kalanderwalze 17 und der Walze 22
angeordnet sind und die durch das Beschichtungsband hindurch strahlen, das hier für
UV-Strahlen durchlässig ist, um das Beschichtungsmaterial auszuhärten. Die UV-Strahler
strahlen durch die Rückseite des Bandes 20 und können somit dass auf die Substrate
30, 30' übertragende Beschichtungsmaterial aushärten, während sich das Beschichtungsband
noch aufden Substraten befindet. In dieser Weise kann die Aushärtung unter Luftabschluss
stattfinden. Wenn das Beschichtungsband bei der Rolle 22 wieder von den Substraten
entfernt wird, ist das Beschichtungsmaterial vorzugsweise vollständig auf die Substrate
übertragen und ausgehärtet worden, so dass das abgeführte Beschichtungsband 20 vorzugsweise
keinerlei Reste von Beschichtungsmaterial mehr aufweist. Daher kann das Beschichtungsband
20 mehrmals verwendet werden. Anstelle der UV-Strahler 34 sind selbstverständlich
auch andere Mittel zur Aushärtung der Beschichtung denkbar, insbesondere Elektronenstrahlen.
UV-Strahlen sind jedoch bevorzugt.
[0025] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Beschichtungsband mit einer dreidimensionalen
Struktur versehen, so dass beim Übertragen des Beschichtungsmaterials vom Band auf
die Substrate die Substrate ebenfalls eine korrespondierende dreidimensionale Struktur
auf ihrer Oberseite erhalten. Ein Band mit dreidimensionaler Struktur ist besonders
vorteilhaft in Zusammenhang mit der oben beschriebenen Strahlungsaushärtung, da die
Aushärtung erfolgen kann, während das Beschichtungsband noch auf den Substraten aufliegt,
und sich die eingeprägten dreidimensionalen Strukturen in der Beschichtung so verfestigen
können.
[0026] In den Figuren 2a bis 2c sind alternative bzw. ergänzende Möglichkeiten dargestellt,
mit denen verhindert werden kann, dass durch die Lücke 31 zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Substraten übermäßig viel Beschichtungsmaterial auf der Oberfläche des Beschichtungsbandes
verbleibt, wodurch das Beschichtungsband für eine erneute oder mehrfache Verwendung
unbrauchbar wird. Die zuvor beschriebene Beschichtungsvorrichtung 10 kann unverändert
mit den in den Figuren 2b und 2c gezeigten Vorrichtungen verwendet werden, wobei die
Vorrichtungen der Figuren 2b und 2c vor der Beschichtungsvorrichtung 10 angeordnet
sind.
[0027] In Figur 2a ist schematisch dargestellt, wie ein Abdeckband 40 auf die zueinander
gewandten Kanten zweier aufeinanderfolgender Substrate 30, 30' aufgebracht ist, um
so den Spalt zwischen diesen aufeinanderfolgenden Substraten abzudecken. Wird nun
das Beschichtungsband auf die Substrate 30, 30' und das Abdeckband 40 aufgelegt, kann
die von dem Beschichtungsband zu übertragende Beschichtungsmasse vollständig übertragen
werden. Dort wo normalerweise das Beschichtungsband die Lücke zwischen den Substraten
30, 30' abdecken würde und daher an dieser Stelle keine Übertragung von Beschichtungsmaterial
von dem Beschichtungsband zu den Substraten stattfinden könnte, liegt nun das Abdeckband
40 vor, welches das Beschichtungsmaterial aufnimmt. Ein derartiges Abdeckband 40 kann
zur Unterstützung des zuvor beschriebenen Verfahrens bzw. der Vorrichtung 10 verwendet
werden. In diesem Fall würde die Auftragswalze weiterhin eine Aussparung 14 aufweisen.
Es ist dem Fachmann jedoch klar, dass bei geeigneter Aufbringung des Abdeckbandes
40 sogar auf die Aussparung 14 in der Auftragswalze verzichtet werden kann, da das
auf das Beschichtungsband aufgebrachte Beschichtungsmaterial vollständig auf die Substrate
und das Abdeckband übertragen wird und das Beschichtungsband daher mehrfach wiederverwendet
werden kann.
[0028] Da sich die Substrate 30, 30' kontinuierlich durch die Vorrichtung bewegen, d.h.
ohne anzuhalten, sind gewisse technische Vorkehrungen notwendig, damit das Abdeckband
40 die Lücken zwischen zweier aufeinanderfolgender Substrate korrekt abdecken kann.
In Figur 2b ist schematisch ein Schienensystem 41 dargestellt, das schräg zu der Bewegungsrichtung
(siehe Pfeil) der Substrate angeordnet ist, und entlang welchem eine Vorrichtung 42
zum Abgeben des Abdeckbandes bewegbar eingerichtet ist. Wenn die Vorschubrichtung
der Vorrichtung 42 korrekt zu der Bewegungsrichtung der Substrate 30, 30' eingestellt
ist, kann das Abdeckband 40 so wie in Figur 2a gezeigt - nämlich parallel zu den abzudeckenden
Kanten - auf die bewegten Substrate übertragen werden.
[0029] In Figur 2c ist eine alternative Vorrichtung zur Aufbringung des Abdeckbandes gezeigt.
Die Vorrichtung der Figur 2c weist zwei Schienen 43 auf, entlang welchen Mittel 42
zum Aufbringen des Abdeckbandes in Bewegungsrichtung der Substrate bewegt werden können.
Die Vorrichtung 42 ist anhand eines weiteren Schienensystems 45 gleichzeitig senkrecht
zur Bewegungsrichtung (siehe Pfeil) der Substrate bewegbar eingerichtet. Die Vorrichtung
42 wird mittels der Schienen 43 in gleicher Richtung und Geschwindigkeit mit den Substraten
bewegt und überträgt in einer Bewegung senkrecht zu der Bewegungsrichtung der Substrate
das Abdeckband 40 auf die Lücke zwischen den Substraten.
[0030] In Figur 3a bis 3b ist schematisch ein Querschnitt einer Auftragswalze 11 mit einer
nutförmigen Aussparung 14 gezeigt. Selbstverständlich kann die Auftragswalze 11 auch
mit mehr als einer Aussparung 14 versehen sein. In Figur 3b ist der erfindumgsgemäβe
Querschnitt der Nut vergrößert dargestellt. Wie zu erkennen ist, sind die äußeren
Kanten der Nut abgeschrägt. Vorzugsweise sind die Abschrägungen so ausgebildet, dass
das Verhältnis der Breite des Nutgrundes (d) zu der größten Breite der Nutöffnungen
(D) 1 zu 4 bis 1 zu 2 ist. Bevorzugt ist das Verhältnis jedoch 1 / 3,5 < d/D < 1/2,5
und am meisten bevorzugt ist ein Verhältnis von etwa 1 zu 3. Es hat sich gezeigt,
dass diese Dimensionsverhältnisse eine besonders saubere Beschichtungslücke auf dem
Beschichtungsband hinterlassen. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt d ca.
9 mm und D ca. 29 mm, was einem Verhältnis d/D von ca. 0,31 entspricht.
[0031] Die Verhältnisse (A/a) der Tiefenmaße für die Höhe (A) der senkrechten Nutwände zu
der Höhe (a) vom Übergang der senkrechten Nutwände in die abgeschrägten Kanten der
Nut bis zum Übergang zur Oberfläche der Walze (siehe Figur 3b) beträgt vorzugsweise
1 bis 4; noch bevorzugter 1,25 bis 2,5 und am meisten bevorzugt ca. 1,5. In einer
bevorzugten Ausführungsform beträgt A ca. 8 mm und a ca. 5 mm, was einem Verhältnis
A/a von ca. 1,6 entspricht.
[0032] Die Figuren 4a und 4b veranschaulichen noch einmal schematisch die Abpassung der
Beschichtungslücke auf dem Beschichtungsband mit der Lücke zwischen zwei aufeinander
folgenden Substraten. In Fig. 4a und 4b ist ein vergrößerter Ausschnitt der Vorrichtung
10 gezeigt mit zwei aufeinander folgenden Substraten 30, die sich in der Figur nach
links bewegen. Das Beschichtungsband 20 weist an seiner zu den Substraten weisenden
Oberfläche ein zuvor durch Walze 11 aufgetragenes, noch flüssiges bzw. feuchtes Beschichtungsmaterial
52 auf. Bei 51 ist eine Beschichtungslücke auf dem Band 20 zu erkennen, also eine
von Beschichtungsmaterial freie Stelle, die sich längs über die gesamte Breite des
Bandes erstreckt. Die Beschichtungslücke wurde mittels der Aussparung 14 der Auftragswalze
11 (siehe Fig. 1) erzeugt. Fig. 4b zeigt dieselbe Situation, nachdem sich Substrate
30 und Beschichtungsband 20 ein Stück weiter nach links bewegt haben. Wie aus Fig.
4b zu erkennen ist, ist die Vorrichtung so eingestellt, dass sich die Beschichtungslücke
genau zwischen den beiden Kanten der zwei aufeinander folgenden Substrate befindet.
Die Beschichtung 52 wird hingegen vollständig an die Oberfläche der Substrate 30 abgegeben,
so dass das Beschichtungsband - nach Aushärtung der Beschichtung - von den Substraten
entfernt werden kann, ohne das nennenswerte Beschichtungsreste am Band verbleiben,
die eine Wiederverwendung des Bandes unmöglich machen würden.
1. Vorrichtung (10) zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten
(30), insbesondere von viereckiger Grundform, umfassend:
• zumindest ein flexibles Beschichtungsband (20), welches ausgebildet ist, um Beschichtungsmaterial
auf eine Oberseite der flachen Substrate zu übertragen;
• Mittel (21 a, 21b) zur Bewegung des flexiblen Beschichtungsbandes;
• Transportmittel (33), um die flachen Substrate zu bewegen;
• zumindest eine drehbare Auftragswalze (11), welche ausgebildet ist, um Beschichtungsmaterial
auf das flexible Beschichtungsband (20) zu übertragen, und
• Mittel (12, 13, 16) zur Zuführung von Beschichtungsmaterial zur drehbaren Auftragswalze,
wobei
die Auftragswalze (11) an ihrer Oberfläche mit zumindest einer Aussparung (14) versehen
ist, die so ausgebildet ist, dass beim Übertragen von Beschichtungsmaterial von der
Walze (11) auf das Band (20) eine korrespondierende Beschichtungslücke auf dem Beschichtungsband
erzeugt wird, die im Wesentlichen frei von Beschichtungsmaterial ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (14) der Auftragswalze (11) eine Nut ist, die sich parallel zur Drehachse
der Walze erstreckt und zumindest eine der äußeren Kanten der Nut abgeschrägt ist.
2. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
Anspruch 1, dadurch gekenntzeichnet, dass das Band (20) mit einer dreidimensionalen
Struktur versehen ist, die dazu führt, dass beim Übertragen von Beschichtungsmaterial
vom Band (20) auf das Substrat (30) die übertragene Beschichtung eine korrespondierende
dreidimensionale Struktur erhält.
3. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (20) strahlungsdurchlässig ist, insbesondere für UV-Strahlung und/oder Elektronenstrahlung.
4. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung weiter
• Mittel (34) zur Erzeugung von Strahlung umfasst, insbesondere zur Erzeugung von
UV-Strahlung und/oder Elektronenstrahlung, wobei
• diese Mittel zur Erzeugung von Strahlung so angeordnet sind, dass sie in Richtung
derjenigen Seite des Bandes (20) strahlen, die nicht von der Auftragswalze beschichtet
ist.
5. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band ein Endlosband ist.
6. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (21a, 21b) zur Bewegung des Bandes (20) ausgebildet sind, um das Band
synchron mit den bewegten Substraten (30) zu führen.
7. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
Anspruch 1, dadurch gelcennzeichnet, dass die Abschrägung so ausgebildet ist, dass
das Verhältnis der Breite des Nutgrundes (d) zu der größten Breite der Nutöffnung
(D) wie folgt ist:

bevorzugt:
8. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Auftragswalze (11) gummiert ist.
9. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten (30),
insbesondere von rechteckiger Grundform, umfassend:
• zumindest ein flexibles Beschichtungsband (20), welches ausgebildet ist, um Beschichtungsmaterial
auf eine Oberseite der flachen Substrate zu übertragen;
• Mittel (21a, 21b) zur Bewegung des flexiblen Beschichtungsbandes;
• Transportmittel (33), um die flachen Substrate zu bewegen;
• zumindest eine drehbare Auftragswalze (11), welche ausgebildet ist, um Beschichtungsmaterial
auf das flexible Beschichtungsband zu übertragen, und
• Mittel (12, 13, 16) zur Zuführung von Beschichtungsmaterial zur
drehbaren Auftragswalze (11),
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung weiter Mittel (41, 42; 42, 43, 45) zum Aufbringen eines Abdeckbandes
(40) auf die einander zugewandten Kanten zweier aufeinanderfolgender Substrate (30,
30') aufweist, um den Spalt zwischen diesen aufeinanderfolgenden Substraten zu überbrücken.
10. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (42, 45) zum Aufbringen eines Abdeckbandes (40) synchron zu der Bewegungsrichtung
der Substrate (30, 30') bewegbar eingerichtet sind, um das Abdeckband auf die in Bewegung
befindlichen Substrate aufbringen zu können.
11. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (41, 42) zum Aufbringen eines Abdeckbandes (40) ein zur Bewegungsrichtung
der Substrate (30, 30') schräg verlaufendes Schienensystem (41) aufweisen, entlang
welchem eine Vorrichtung (42) zum Abgeben des Abdeckbandes (40) bewegbar eingerichtet
ist, um den Spalt zwischen zwei aufeinanderfolgenden Substraten (30, 30') während
der Bewegung der Substrate abdecken zu können.
12. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beschichtung von diskreten, flachen Substraten nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12, 13, 16) zur Zuführung von Beschichtungsmaterial zur drehbaren Auftragswalze
(11) erste (13) und zweite (12) Dosierwalzen umfassen, die parallel zur Drehachse
der Auftragswalze (11) angeordnet sind und zwischen sich einen Dosierspalt (16) definieren,
wobei das Beschichtungsmaterial von oben zwischen die beiden Dosierwalzen (12, 13)
zuführbar ist und wobei die zweite Dosierwalze (12) so zu der Auftragswalze (11) angeordnet
ist, dass sie von ihrer Oberfläche Beschichtungsmaterial auf die Oberfläche der Auftragswalze
überträgt.
1. Apparatus (10) for the continuous coating of discrete, flat substrates (30), in particular
of square base shape, comprising:
- at least one flexible coating band (20) which is designed in order to transfer coating
material to an upper side of the flat substrate;
- means (21a, 21b) for moving the flexible coating band;
- transport means (33), for moving the flat substrates;
- at least one rotatable application roller (11) which is designed in order to transfer
coating material to the flexible coating band (20), and
- means (12, 13, 16) for supplying coating material to the rotatable application roller,
whereby the application roller (11) is provided on its surface with at least one recess
(14) which is designed such that upon transferring coating material from the roller
(11) to the band (20), a corresponding coating gap which is substantially free from
coating material is produced on the coating band,
characterized in that
the recess (14) of the application roller (11) is a groove, which extends parallel
to the axis of rotation of the roller and at least one of the outer edges of said
groove is inclined.
2. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to claim
1, characterized in that the band (20) is provided with a three dimensional structure, which results in that upon transferring of coating material form the band (20) to the substrate (30), the
transferred coating is provided with a corresponding three dimensional structure.
3. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to claim
1 or 2, characterized in that the band (20) is transparent for radiation, in particular for UV radiation and/or
electron radiation.
4. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to one
of the preceding claims,
characterized in that the apparatus further comprises
- means (34) for the generation of radiation, in particular for the generation of
UV radiation and/or electron radiation, whereby
- these means for the generation of radiation are arranged such, that they radiate
in a direction of the side of the band (20) which is not coated by the application
roller.
5. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to one
of the preceding claims, characterized in that the band is an endless band.
6. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to one
of the preceding claims, characterized in that the means (21a, 21b) for moving the band (20) are designed to guide the band synchronously
with the moved substrates (30).
7. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to claim
1,
characterized in that the inclination is designed such that the ratio of the width of the base of the groove
(d) with respect to the larger width of the opening of the groove (D) is as follows:

preferably:
8. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to one
of the preceding claims, characterized in that the surface of the application roller (11) is gummed.
9. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates (30) in particular
of square base shape, comprising:
- at least one flexible coating band (20) which is designed in order to transfer coating
material to an upper side of the flat substrates;
- means (21a, 21b) for moving the flexible coating band;
- transport means (33) for moving the flat substrates;
- at least one rotatable application roller (11) which is designed in order to transfer
coating material to the flexible coating band; and
- means (12, 13, 16) for supplying coating material to the rotatable application roller
(11),
characterized in that the apparatus further comprises
means (41, 42; 42, 43, 45) for applying a cover band (50) to the edges of two subsequent
substrates (30, 30') which edges face each other, in order to bridge the gap in between
these subsequent substrates.
10. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to the
preceding claim, characterized in that the means (42, 45) for supplying a cover band (40) are arranged moveable synchronously
to the moving direction of the substrates (30, 30') in order to be able to provide
the cover band onto the moving substrates.
11. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to claim
9, characterized in that the means (41, 42) for applying a cover band (40) comprise a system of tracks (41)
which is provided inclined with respect to the direction of movement of the substrates
(30, 30'), along which a device (42) for applying the cover band (40) is provided
moveable, in order to cover the gap between two subsequent substrates (30, 30') during
movement of the substrates.
12. Apparatus for the continuous coating of discrete, flat substrates according to one
of the preceding claims, characterized in that the means (12, 13, 16) for supplying of coating material to the rotatable application
roller (11) comprise first (13) and second (12) metering rollers, which are arranged
parallel with respect to the axis of rotation of the application roller (11) and in
between which a metering gap (16) is defined, whereby the coating material can be
applied from above in between the two metering rollers (12, 13) and whereby the second
metering roller (12) is arranged with respect to the application roller (11) such
that it transfers coating material onto the surface of the application roller from
its surface.
1. Dispositif (10) pour le revêtement continu de substrats individuels plats (30), en
particulier à forme de base rectangulaire, comprenant :
• au moins une bande de revêtement flexible (20) qui est conçue pour transférer un
matériau de revêtement sur une face supérieure du substrat plat ;
• des moyens (21a, 21b) pour déplacer la bande de revêtement flexible ;
• des moyens de transport (33) pour déplacer les substrats plats ;
• au moins un rouleau applicateur rotatif (11), lequel est conçu pour transférer le
matériau de revêtement sur la bande de revêtement flexible (20), et
• des moyens (12, 13, 16) pour amener le matériau de revêtement au rouleau applicateur
rotatif,
le rouleau applicateur (11) étant pourvu à sa surface d'au moins un évidement (14)
conçu de façon à ménager une lacune de revêtement correspondante, sensiblement exempte
de matériau de revêtement, sur la bande de revêtement lors du transfert de matériau
de revêtement du rouleau (11) sur la bande (20),
caractérisé en ce que l'évidement (14) du rouleau applicateur (11) est une rainure qui s'étend parallèlement
à l'axe de rotation du rouleau, et au moins une des arêtes extérieures de la rainure
est biseautée.
2. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon la revendication
1, caractérisé en ce que la bande (20) est pourvue d'une structure tridimensionnelle qui a pour effet que,
lors du transfert de matériau de revêtement de la bande (20) sur le substrat (30),
le revêtement transféré acquiert une structure tridimensionnelle correspondante.
3. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce que la bande (20) est perméable au rayonnement, en particulier au rayonnement UV et/ou
au rayonnement électronique.
4. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif comprend également
• des moyens (34) pour générer un rayonnement, en particulier pour générer un rayonnement
UV et/ou un rayonnement électronique,
• lesquels moyens pour générer un rayonnement sont disposés de façon à rayonner en
direction du côté de la bande (20) qui n'est pas revêtu par le rouleau applicateur.
5. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande est une bande sans fin.
6. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens (21a, 21b) pour déplacer la bande (20) sont conçus pour guider la bande
en synchronisme avec les substrats (30) en mouvement.
7. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes,
caractérisé en ce que le biseautage est réalisé de façon que le rapport entre la largeur du fond de rainure
(d) et la plus grande largeur de l'ouverture de rainure (D) soit le suivant :

de préférence :
8. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface du rouleau applicateur (11) est gommée.
9. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats (30), en particulier
à forme de base rectangulaire, comprenant :
• au moins une bande de revêtement flexible (20), laquelle est conçue pour transférer
un matériau de revêtement sur une face supérieure des substrats plats ;
• des moyens (21a, 21b) pour déplacer la bande de revêtement flexible ;
• des moyens de transport (33) pour déplacer les substrats plats ;
• au moins un rouleau applicateur rotatif (11), lequel est conçu pour transférer le
matériau de revêtement sur la bande de revêtement flexible (20), et
• des moyens (12, 13, 16) pour amener le matériau de revêtement au rouleau applicateur
rotatif (11),
caractérisé en ce que le dispositif comporte en outre des moyens (41, 42 ; 42, 43, 45) pour appliquer une
bande de recouvrement (40) sur les bords tournés l'un vers l'autre de deux substrats
successifs (30, 30') afin de combler l'interstice entre ces substrats successifs.
10. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon la revendication
précédente, caractérisé en ce que les moyens (42, 45) pour appliquer une bande de recouvrement (40) sont conçus mobiles
parallèlement à la direction de déplacement des substrats (30, 30') afin de pouvoir
appliquer la bande de recouvrement sur les substrats en mouvement.
11. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon la revendication
9, caractérisé en ce que les moyens (41, 42) pour appliquer une bande de recouvrement (40) comportent un système
de rails (41) qui s'étend en biais par rapport à la direction de déplacement des substrats
(30, 30') et le long duquel un dispositif (42) pour délivrer la bande de recouvrement
(40) est monté mobile pour pouvoir recouvrir l'interstice entre deux substrats (30,
30') successifs pendant le déplacement des substrats.
12. Dispositif pour le revêtement continu de substrats individuels plats selon une des
revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens (12, 13, 16) pour amener le matériau de revêtement au rouleau applicateur
rotatif (11) comprennent un premier (13) et un deuxième (12) rouleaux doseurs qui
sont disposés parallèlement à l'axe de rotation du rouleau applicateur (11) et définissent
entre eux un interstice de dosage (16), le matériau de revêtement pouvant être amené
par le haut entre les deux rouleurs doseurs (12, 13) et le deuxième rouleau doseur
(12) étant disposé par rapport au rouleau applicateur (11) de façon à transférer du
matériau de revêtement de sa surface à la surface du rouleau applicateur.