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EP 2 225 161 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.2015 Patentblatt 2015/02 |
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Anmeldetag: 18.11.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/009757 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/068205 (04.06.2009 Gazette 2009/23) |
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Verwendung einer Schneidvorrichtung in einer Etikettiervorrichtung
Use of a cutting device in a labelling device
Utilisation d'un dispositif de coupe dans un dispositif d'étiquetage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.11.2007 DE 102007057409
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
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Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- KRÄMER, Klaus
44257 Dortmund (DE)
- DECKERT, Lutz
45721 Haltern am See (DE)
- KRESS, Oliver
45731 Waltrop (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 631 494 DE-A1-102005 048 788 DE-C2- 2 628 728 US-A- 4 041 816
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DE-A1-102004 052 682 DE-C1- 3 607 907 DE-U1- 29 719 348 US-A- 5 776 289
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verwendung einer Schneidvorrichtung in einer
Etikettiervorrichtung zum Abtrennen von Einzeletiketten von einem band- oder bahnförmigen
Etikettenmaterial.
[0002] Das Etikettieren von Packmitteln, Insbesondere von Flaschen oder anderen Behältern,
erfolgt vielfach unter Verwendung eines bahn- oder bandförmigen Etikettenmaterials,
welches in einer Etikettiervorrichtung (Etikettieraggregat) von einer Rolle abgezogen
wird, wobei von dem Etikettenmaterial u.a. die einzelnes auf die zu etikettierenden
Packmittel aufzubringenden Etiketten durch Schneiden abgetrennt werden, siehe z.B.
US 5776289. Dieses Zerschneiden erfolgt üblicherweise In einer Schneidstation oder Schneidvorrichtung,
die dann beispielsweise Bestandteil des Etikettieraggregates ist und im Wesentlichen
aus wenigstens einem an einen umlaufenden Maschinenelement vorgesehenen, wenigstens
eine Schneide bildenden ersten Messer oder Messerelement besteht, welches für den
Schneidvorgang mit der Schneide eines Gegenmessers oder zweiten Messerelementes zusammenwirkt.
Das zweite Messerelement ist dabei z.B. mit dem Maschinenelement nicht umlaufend derart
vorgesehen, dass zwischen den Messerelementen zum Schneiden ein Schneidspalt gebildet
ist, durch den das Etikettiermaterial hindurchgeführt ist und in dem das Abtrennen
der Etiketten vom Etikettenmaterlat erfolgt. Während des Schneidprozesses sind die
beiden, den Schneidspalt bildenden Schneiden derart angeordnet, dass sie einander
unmittelbar gegenüber liegend sich gerade noch nicht berühren, so dass im Idealfall
die Breite des Sohneidspaltes praktisch Null ist.
[0003] Auf jeden Fall ist es erforderlich, dass der Schneidspalt wesentlich kleiner ist
als die Dicke des bahnförmigen Etikettenmaterials ist, und zwar über die gesamte Länge
des Schneidspaltes, Die Länge des Schneidspaltes ist wenigstens gleich, vorzugsweise
aber größer als die Breite des bahnförmigen Etikettenmaterials, Jede Berührung der
Schneiden beim Einstellvorgang oder beim Schneidvorgang führt zu einem erhöhten Verschleiß
oder zu einer Zerstörung der Messerelemente. Speziell bei einem sehr dünnen Etikettenmaterial,
beispielsweise bei Materialdicken von nur 4/100 mm oder weniger, wie sie u.a. auch
bei Etikettenmaterialien für Folienetlketten üblich sind, ist mit der bisher bekannten
Technik die Einstellung des Schneidspaltes äußerst schwierig und zeitaufwendig, und
in der Regel ausschließlich durch hoch qualifiziertes Fachpersonal zuverlässig durchzuführen.
[0004] Die
Patentschrift DE 26 28 728 offenbart eine Scheidvorrichtung zur Herstellung von Formschnitten in die Ränder
bewegter Papierbahnen zur Herstellung von Briefhüllen bzw. Briefhüllenrohlingen.
[0005] in einer Etikettiervorrichtung zum Abtrennen von Einzeletiketten Aufgabe der Erfindung
ist es, eine Verwendung einer Schneidvorrichtung in einer Etikettiervorrichtung zum
Abtrennen von Einzeletiketten aufzuzeigen, die die vorgenannten Nachteile, insbesondere
auch eine zeitaufwendige Einstellung des Schneidspaltes vermeidet. Zur Lösung dieser
Aufgabe ist eine Verwendung einer Schneidvorrichtung entsprechend dem Patentanspruch
1 ausgebildet.
[0006] Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, die beiden, den Schneidspalt bildenden
Schneiden nicht aus dem selben Material herzustellen, sondern eine solche Materialpaarung
zu wählen, dass beide Schneiden unterschiedliche Hartegrade und/oder Verschleißfestigkeiten
aufweisen. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn eine der beiden, den jeweiligen
Schneidspalt bildenden Schneiden erst durch die andere Schneide durch Materialabtrag
passend erzeugt bzw. nachgeschärft wird, so dass bei einem Einrichten der Schneidvorrichtung,
d.h. bei einer ersten Inbetriebnahme oder bei einer Wiederinbetriebnahme der Schneidvorrichtung
nach dem Auswechseln von Funktionselementen, z.B. der Messerelemente, lediglich ein
grobes Zustellen der Messerelemente relativ zueinander, aber kein zeitaufwändiges,
genaues Ausrichten erforderlich ist.
[0007] Der exakte Schneidspalt wird dann durch Materialabtrag am Messerelement der geringeren
Härte durch die Schneide des Messerelementes erzeugt, welches zumindest im Bereich
seiner Schneide die größere Härte aufweist.
[0008] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung und In Draufsicht ein um eine vertikale Achse umlaufend
angetriebenes Maschinenelement mit einem ersten Schneidmesser oder Messerelement,
zusammen mit einem mit dem ersten Messerelement zusammen wirkenden, mit dem Maschinenelement
nicht umlaufenden zweiten Messerelement einer Schneidvorrichtung, beispielsweise einer
Schneidvorrichtung einer Etikettiervorrichtung;
- Fig. 2
- in einer Ansicht wie Figur 1 die beiden Mosserelemente in vergrößerter Darstellung,
zusammen mit einer Teildarstellung des Maschinenelementes;
- Fig. 3
- die Schneidvorrichtung in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht.
[0010] In der Figur ist 1 eine Schneidvorrichtung zum Schneiden eines band- oder behnförmigen
Flachmaterials 2, beispielsweise eines Etikettenmaterials mit einer Dicke von nur
maximal 4/100 mm oder geringer, d.h. zum Abtrennen von Einzeletiketten von dem Material
2.
[0011] Die Schneidvorrichtung 1 besteht im Wesentlichen aus einem um eine vertikale Maschienenachse
3 in Richtung des Pfeils A umlaufend angetriebenen Maschinenelement4, welches beispielsweise
eine die vertikale Maschinenachse 3 kreiszylinderförmig umschließende Umfangs- oder
Mantelfläche 4.1 aufweist und an der Umfangs- oder Mantelfläche 4.1 mit wenigstens
einem Messerelement 5 beispielsweise austauschbar und einstellbar versehen ist, und
zwar derart, dass das Messerelement 5 an einem über die Mantelfläche 4 vorstehenden
Bereich eine Schneide 6 bildet. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Schneide
6 an einer in Drehrichtung A des Maschinenelementes 4 vorauseilenden planen Seitenfläche
5.1 des Messerelementes 5 bzw. des über die Mantelfläche 4 wegstehenden Teilbereichs
dieses Messerelementes gebildet, und zwar in der Weise, dass die Schneide 6 sich bei
umlaufend angetriebenen Maschinenelement 4 auf einer die vertikale Maschinenachse
3 konzentrisch umschließenden kreiszylinderförmigen Bahn bewegt. Bevorzugt ist die
Schneide 6 weiterhin auch parallel zu der Maschinenachse 3 orientiert.
[0012] Dem Messerelement 5 bzw. dessen Schneide 6 ist ein als Gegenmesser wirkendes Messerelement
7 mit Schneide 8 zugeordnet. Das Messerelement 7 ist an der Schneidvorrichtung 1 mit
dem Maschinenelement 4 beispielsweise nicht umlaufend vorgesehen, und zwar an einem
geeigneten Halter 9 in der Form, dass das Messerelement 7 bzw. dessen Schneide 8 radial
oder etwa radial zum umlaufenden Maschinenelement 4 auf dieses zustellbar (Pfeil B).
Für eine erste Grobeinstellung sind das Messerelement 7 bzw. dessen Schneide 8 beispielsweise
auch so justierbar, dass das Messerelement 7 bzw. dessen unmittelbar nach dem Einbau
in die Schneidvorrichtung 1 bereits vorhandene Schneide zumindest in etwa parallel
zu der Schneide 6 orientiert ist, wenn sich diese unmittelbar an der Schneide 8 befindet.
[0013] Zwischen den Schneiden 6 und 8 ist ein Schneidspalt 10 gebildet, und zwar derart,
dass sich bei jedem Schneidvorgang, d.h. immer dann, wenn sich bei umlaufendem Maschinenelement
4 das Messerelement 5 am Messerelement 7 vorbei bewegt, die Schneiden 6 und 8 gerade
berühren, oder aber gerade noch nicht berühren, und zwar über die gesamte Länge des
sich in Richtung der Maschinenachse 3 erstreckenden Schneidspaltes 10.
[0014] Die Lange des Schneidspaltes ist wenigstens gleich, bevorzugt aber größer als die
Breite des band- oder bahnförmige Flachmaterials 2. Dabei wird das band- oder bahnförmige
Flachmaterial 2 durch den Schneidspalt 10 in Richtung des Pfeils C bewegt und ist
beispielsweise zumindest im Bereich des Schneidspaltes 10 in einer Ebene parallel
zur Maschinenachse 3 orientiert.
[0015] Um den erforderlichen Schneidspalt 10 ohne eine umständliche Einstellung oder Ausrichtung
der Messerelemente 5 und 7 zu erreichen, ist das Messerelement 5 zumindest an seinem,
die Schneide 6 bildenden Schneidenbereich mit großer Härte hergestellt, d.h. es besteht
dort beispielsweise aus gehärtetem Stahl, z.B. Werkzeugstahl, Hartmetall oder Keramik,
während das Messerelement 7 aus einem im Vergleich zum Schneidenbereich des Messerelementes
5 weicheren Werkstoff, beispielsweise metallischen Werkstoff, z.B. aus Aluminium oder
Messing hergestellt ist.
[0016] Bei der ersten Inbetriebnahme der Schneidvorrichtung beispielsweise auch nach einem
Auswechseln von Funktionselementen der Schneidvorrichtung 1, z.B. eines der Messerelemente
5 und 7, erfolgt zunächst die Grobeinstellung dieser Messerelemente und dabei insbesondere
auch des Messerelementes 7 in der Welse, dass das Messerelement 7 zumindest annähernd
parallel zum Messerelement 5 bzw. zur Schneide 6 orientiert ist. Anschließend erfolgt
bei umlaufendem Maschinenelement 4 bzw. bei umlaufendem Messerelement 5 ein Zustellen
des Messerelementes 7, so dass mit der Schneide 6 durch Materialabtrag am Messerelement
7 die Schneide 8 gebildet wird. Das Zustellen des Messerelementes 7 zum umlaufenden
Maschinenelement 4 in Richtung des Pfeils B wird dann beendet, wenn die durch Materialabtrag
erzeugte Schneide 8 sich über die gesamte Länge des Schneidspaltes 10 erstreckt und
der Schneidspalt 10 über seine gesamte Länge so ausgeführt ist, dass sich die Schneide
6 und die durch Materialabtrag gebildete Schneide 8 bei jedem Vorbeibewegen des Messerelementes
5 an dem Messerelement 7 über die gesamte Länge des Schneidspaltes 10 gerade berühren,
oder gerade eben nicht mehr berühren, Anhand von Schnittproben des Flachmaterials
2 wird die ordnungsgemäße Ausbildung der Schneide 8 überwacht bzw. festgestellt und
das Zustellen des Messerelementes 7 dann beendet, wenn durch den, durch die Schneide
6 erzeugten Materialabtrag die Bildung der Schneide 8 abgeschlossen ist, bzw. wenn
der Schneidvorgang zur Abtrennung eines Etikettes über die gesamte Etikettenbreite
fehlerfrei und gleichmäßig erfolgt.
[0017] Während des Betriebes der Schneidvorrichtung erfolgt beispielsweise ein manuelles
geringfügiges Nachstellen bzw. Zustellen des Messerelementes 7 in Richtung des Pfeils
B um die Schneide 8 nachzuschärfen.
[0018] Vorzugsweise erfolgt zeltgesteuert und/oder In Abhängigkeit der Anzahl der durchgeführten
Schnitte, d.h. jeweils nach einer vorgegebenen Anzahl von Schneidvorgängen, ein automatisches
geringfügiges Nachstellen bzw. Zustellen des Messerelementes 7 in Richtung des Pfeils
B, um die Schneide 8 bzw. deren Schneidkante "nachzuschärFen", d.h. eine verschleißbedingte
Abnutzung der Schneide 8 zu beseitigen. Die bei diesem Nachschärfen des Messerelementes
7 erforderliche Zustellung und der hierbei anfallende Materialabtrag am Messerelement
7 sind so gering, dass das anfallende Material die ordnungsgemäß Funktion der Schneidvorrichtung
1 nicht beeinträchtigt.
[0019] Zur Bildung der Schneide 8 weist das Messerelement 7 beispielsweise eine plane Fläche
7.1 beispielsweise in einer Ebene E auf, in der beim Vorbeibewegen des Messerelementes
5 am Messerelement 7 auch die Schneide 6 und/oder die Seitenfläche 5.1 des Messerelementes
5 angeordnet sind und die sich quer zur Bewegungsrichtung der Schneide 6 beim Vorbeibewegen
am Messerelement 7 erstreckt, d.h. die Ebene E erstreckt sich in etwa radial zur Maschinenachse
3.
[0020] Das umlaufende Maschinenelement 4 ist z.B. eine Messerwelle der Schneidvorrichtung
1 beispielsweise einer Etikettiervorrichtung oder eines Etikettieraggregates. Das
umlaufende Maschinenelement 4 kann aber auch ein anderes, umlaufendes Funktionselement
einer Etikettiermaschine sein, beispielsweise eine um die Maschinenachse 3 umlaufend
angetriebene Etikettentrommel (z.B. Vakuumtrommel), an der die von dem band- oder
bahnförmigen Material oder Etikettenmaterial 2 abgetrennten Etiketten vor der Übergabe
an zu etikettierende Packmittel, beispielsweise Behälter oder Flaschen gehalten sind.
[0021] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0022] So wurde beispielsweise vorstehend davon ausgegangen, dass die Paarung der für die
Messerelemente 5 und 7 verwendeten Materialen so gewählt ist, dass das Messerelement
5 zumindest Im Bereich seiner Schneide 6 eine größere Härte aufweist als das Messerelement
7. Selbstverständlich kann die Materialpaarung auch umgekehrt gewählt sein, d.h. das
Messerelement 7 kann zumindest im Bereich seiner Schneide eine größere Härte aufweisen,
als das Messerelement 5.
[0023] Weiterhin wurde vorstehend davon ausgegangen, dass am umlaufenden Maschinenelement
4 nur ein Messerelement 5 vorgesehen ist. Selbstverständlich sind Ausführungen denkbar,
bei denen am umlaufenden Maschinenelement 4 um die Achse 3 dieses Elementes versetzt
mehrere Messerelemente vorgesehen sind, beispielsweise an einem als Etikettentrommel
ausgebildeten umlaufenden Maschinenelement.
[0024] Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Schneidvorrichtung 1 so auszubilden, dass
das Messerelement 7 ebenfalls am Umfang eines umlaufenden Maschinenelementes 4a vorgesehen
ist, und zwar an einem Maschinenelement 4a, welches um eine Achse 3a parallel zur
Maschinenachse 3 umläuft. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Rotationsbewegung
des Messerelementes 7 auf die Rotationsbewegung des Maschinenelementes 4 abgestimmt
ist. Dabei können die Rotationsbewegungen sowohl gleichsinnig, als auch gegensinnig
erfolgen.
[0025] Weiterhin besteht die Möglichkeit, das Messerelement 5 und/oder 7 zumindest In Teilbereichen
an der Oberflächen zu behandeln und/oder zu beschichten, beispielsweise das Messerelement
5 zumindest im Bereich seiner Schneide 6 zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit
mit Nano-Partikeln zu beschichten oder durch Kohlenstoffdiffusion zu härten.
[0026] Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Schneide 6 des Messerelementes 5 an
einer planen, bezogen auf die Drehrichtung des Maschinenelementes 4 vorauseilenden
Fläche 5.1 dieses Messerelementes gebildet.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Schneidvorrichtung
- 2
- band- oder bahnförmiges Flachmaterial
- 3, 3a
- Maschinenachse
- 4,4a
- umlaufendes Maschinenelement
- 4.1
- Umfang des Maschinenelementes 4
- 5
- Messerelement
- 5.1
- Schneidfläche des Messerelementes 5
- 6
- Schneide des Messerelementes 5
- 7
- Messerelement oder Gegenmesser
- 7.1
- plane Schneidfläche des Messerelementes 7
- 8
- Schneide des Messerelementes 5
- 9
- Halter
- 10
- Schneidspalt
1. Verwendung einer Schneidvorrichtung in einer Etikettiervorrichtung zum Abtrennen von
Einzeletiketten von einem band- oder bahnförmigen Etikettenmaterial wobei die Schneidvorrichtung
mit wenigstens einem um eine Maschinenachse (3) umlaufend angetriebenen Maschinenelement
(4) und mit wenigstens einem eine erste Schneide (6) bildenden und am Maschinenelement
(4) vorgesehenen ersten Messerelement (5), welches bei umlaufendem Maschinenelement
(4) mit einer zweiten Schneide (8) zumindest eines zweiten Messerelementes (7) unter
Ausbildung eines Schneidspaltes (10) zusammenwirkt, ausgestattet Ist, wobei das erste
Messerelement (5) zumindest im Bereich seiner Schneide (6, 8) eine Härte aufweist,
die größer ist als die Härte des zweiten Messerelementes (7), und die Schneide am
Messerelement geringerer Härte durch Materialabtrag mit der Schneide (6) des härter
ausgebildeten Messerelementes (5) erzeugt ist, und wobei das Messerelement mit der
geringeren Härte aufgrund seiner geringeren Härte durch die wenigstens eine Schneide
größerer Härte materialabtragend oder spanend bearbeitbar ist, wobei das zweite Messerelement
(7) aus Aluminium besteht und an seiner Oberfläche eloxiert ist.
2. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest an seiner Schneide härtere Messerelement (5) wenigstens im Bereich
der Schneide aus gehärtetem Stahl, Hartmetall oder Keramik besteht.
3. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine zweite Messerelement (7) an der Schneidvorrichtung (1) mit dem
Maschinenelement (4) nicht umlaufend, aber auf dieses Maschinenelement (4) bzw. auf
eine Umlaufbahn des ersten Messerelementes (5) zustellbar vorgesehen ist.
4. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine zweite Messerelement (7) am Umfang eines weiteren Maschinenelementes
(4a) vorgesehen ist, welches um eine Maschinenachse (3a) umlaufend antreibbar ist,
und zwar abgestimmt mit dem einen Maschinenelement (4).
5. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Maschinenelement (4a) gegenläufig oder gegenläufig zu dem einen Maschinenelement
(4) umlaufend antreibbar ist.
6. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Messerelement (5) und/oder das zweite Messerelement (7) mit einer die Schneide
(6, 8) bildenden planen Fläche (5.1, 7.1) ausgebildet sind, die in einer die Schneide
(6, 8) einschließenden Ebene (E) quer zur Bewegung des ersten Messerelementes (5)
bei umlaufendem Maschinenelement (4) orientiert ist.
7. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens zwei erste und/oder zweite Messerelemente (5, 7).
8. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide (6) des wenigstens einen ersten Messerelementes (5) mit ihrer Längserstreckung
in Richtung der Maschinenachse (3) des einen Maschinenelementes (4) orientiert ist
und sich bei umlaufendem Maschinenelement (4) auf einer diese Maschinenachse (3) umschließenden
Kreiszylinderfläche bewegt.
9. Verwendung einer Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Maschinenelement (4) und/oder das zweite Maschinenelement (4a) eine Messerwelle
oder ein trommelartiges Funktionselement, beispielsweise eine Etikettentrommel oder
Vakuumtrommel einer Etikettiervorrichtung sind.
1. Use of a cutting device in a labelling device, wherein, for the separation of individual
labels from label material in the form of a strip or web, the cutting device is provided
with at least one machine element (4) driven to rotate about a machine axis (3) and
with at least one blade element (5) forming at least one first edge (6) and provided
on the machine element (4), which interacts with a second edge (8) of at least second
blade element (7) to form a cutting gap (10), wherein the first blade element (5)
has a hardness at least in the region of its edge (6, 8) that is higher than the hardness
of the second blade element (7), and the edge on the blade element of lesser hardness
is produced by material removal with the edge (6) of the blade element (5) which is
formed as harder, and wherein the blade element with the lesser hardness, due to its
lesser hardness, can be worked with material removal or chip removal by the at least
one edge of greater hardness, wherein the second blade element (7) consists of aluminium
and is anodized on its surface.
2. Cutting device according to claim 1, characterised in that the blade element (5), which at least harder at its edge, consists in the region
of the edge of hardened steel, hard metal, or ceramics.
3. Use of a cutting device according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one second blade element (7) is arranged on the cutting device (1) with
the machine element (4) not rotating, but capable of being adjusted to this machine
element (4) or to an orbit of the first machine element (5).
4. Cutting device according to any one of claims 1-2, characterised in that the at least one second blade element (7) is arranged at the circumference of a further
machine element (4a), which can be driven to rotate about a machine axis (3a), and
specifically co-ordinated with the one machine element (4).
5. Use of a cutting device according to claim 4, characterised in that the further machine element (4a) can be driven to rotate in the opposite direction
or in the opposite direction to the one machine element (4).
6. Use of a cutting device according to any one of the preceding claims, characterised in that the first blade element (5) and/or the second blade element (7) are formed with a
flat surface (5.1, 7.1) forming the edge (6, 8), which is oriented in a plane (E)
enclosing the edge (6, 8) transverse to the movement of the first blade element (5)
when the machine element (4) is rotating.
7. Use of a cutting device according to any one of the preceding claims, characterised by at least two first and/or second blade elements (5, 7).
8. Use of a cutting device according to any one of the preceding claims, characterised in that the edge (6) of the at least one first blade element (5) is oriented with its longitudinal
extension in the direction of the machine axis (3) of the one machine element (4)
and, with the machine element (4) rotating, moves on a circular cylinder surface surrounding
this machine axis (3).
9. Use of a cutting device according to any one of the preceding claims, characterised in that the first machine element (4) and/or the second machine element (4a) are a blade
shaft or a drum-type function element, such as a label drum or vacuum drum of a labelling
device.
1. Utilisation d'un dispositif de coupe dans un dispositif d'étiquetage (1) pour détacher
les diverses étiquettes d'un matériau d'étiquette présentant une forme de ruban ou
de bande, sachant que le dispositif de coupe est équipé d'au moins un élément de machine
(4) entraîné en rotation autour d'un axe de machine (3) et d'au moins un premier élément
de couteau (5) formant une première lame (6) et prévu au niveau de l'élément de machine
(4), lequel élément de couteau coopère, lorsque l'élément de machine (4) est en rotation,
avec une deuxième lame (8) d'au moins un deuxième élément de couteau (7) en formant
une fente de coupe (10), sachant que le premier élément de couteau (5) présente, au
moins dans la zone de sa lame (6, 8), une dureté, qui est supérieure à la dureté du
deuxième élément de couteau (7), et sachant que la lame est produite au niveau de
l'élément de couteau de dureté inférieure par enlèvement de matériau à l'aide de la
lame (6) de l'élément de couteau (5) réalisé de manière plus dure, et sachant que
l'élément de couteau présentant la dureté inférieure du fait de sa dureté inférieure
peut être usiné par enlèvement de matériau ou par enlèvement de copeaux par la lame
au moins au nombre de une présentant une dureté plus importante, sachant que le deuxième
élément de couteau (7) est constitué d'aluminium et est anodisé au niveau de sa surface.
2. Utilisation d'un dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de couteau (5) plus dur au niveau au moins de sa lame est constitué, au
moins dans la zone de la lame, d'un acier durci, d'un métal dur ou d'une céramique.
3. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le deuxième élément de couteau (7) au moins au nombre de un est prévu de manière
à ne pas tourner avec l'élément de machine (4) au niveau du dispositif de coupe (1),
mais de manière à pouvoir avancer sur ledit élément de machine (4) ou sur une orbite
du premier élément de couteau (5).
4. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 et
2, caractérisée en ce que le deuxième élément de couteau (7) au moins au nombre de un est prévu sur la périphérie
d'un autre élément de machine (4a), lequel peut être entraîné en rotation autour d'un
axe de machine (3a), et ce de manière adaptée à l'élément de machine (4).
5. Utilisation d'un dispositif de coupe selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'autre élément de machine (4a) peut être entraîné en rotation dans le sens inverse
ou dans le sens inverse par rapport à l'élément de machine (4).
6. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le premier élément de couteau (5) et/ou le deuxième élément de couteau (7) sont réalisés
avec une surface (5.1, 7.1) plane formant la lame (6, 8), laquelle surface est orientée
dans un plan (E) incluant la lame (6, 8), de manière transversale par rapport au déplacement
du premier élément de couteau (5) lorsque l'élément de machine (4) est en rotation.
7. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par au moins deux premiers et/ou deuxièmes éléments de couteau (5, 7).
8. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la lame (6) du premier élément de couteau (5) au moins au nombre de un est orientée
par son extension longitudinale en direction de l'axe de machine (3) de l'élément
de machine (4) et se déplace, lorsque l'élément de machine (4) est en rotation, sur
une surface cylindrique circulaire renfermant l'axe de machine (3).
9. Utilisation d'un dispositif de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le premier élément de machine (4) et/ou le deuxième élément de machine (4a) sont
un arbre de couteau ou un élément fonctionnel présentant une forme de tambour, par
exemple un tambour d'étiquettes ou un tambour sous vide d'un dispositif d'étiquetage.
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