Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verankerungselement zum Verankern von Gegenständen an
Bauteilen, die durch Gießen einer aushärtbaren Masse wie insbesondere Beton hergestellt
sind, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich des Stahlbetonbaus ist es häufig erforderlich, Verankerungspunkte an hergestellten
Gebäudeteilen wie Decken oder Wänden vorzusehen, um anschließend Gerüste, Schalungen
etc. für nachfolgende Gebäudeteile zu verankern. Zu diesem Zweck ist es üblich, Ankerteile
in die Wände oder Decken einzubetonieren, wie beispielsweise Wellenanker, Kopfbolzen
oder dergleichen.
[0003] Bei den genannten Ankerteilen handelt es sich jedoch um verlorene Bauteile, die dauerhaft
im Gebäude verbleiben, was zu einem erheblichen Material- und Kostenaufwand führen
und die Dauerhaftigkeit des Gebäudes z.B. durch Korrosion beeinträchtigen kann.
[0004] Vor diesem Hintergrund sind Schraubanker bekannt, die ebenfalls in die jeweilige
Wand bzw. Decke einbetoniert werden und anschließend dank ihres Grobgewindes aus dem
erhärteten Beton herausgedreht werden können (vgl. beispielsweise
DE 33 47 665 A1). Allerdings bringen derartige Schraubanker einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand
zum Lösen aus dem Beton sowie zum Reinigen mit sich und besitzen eine aufwändige Konstruktion
bzw. entsprechend hohe Herstellungskosten.
[0005] Die
DE 202 14 186 U1 offenbart einen nicht selbstbohrenden Vergussdübel für Mauer-, Betonbau- und Betonfertigteilbauwerke,
bei welchem ein manteldurchbohrendes Dübelrohr mittels einem Gewindezapfen mit einem
Kopplungselement gekoppelt werden kann.
[0006] Darüber hinaus offenbart die
WO 2007/036300 A1 ein Verankerungselement nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Dieses zeichnet sich
durch einen konischen Verankerungskörper aus, der derart in die jeweilige Gebäudedecke
einbetoniert wird, dass sein verjüngtes Ende dem jeweils zu verankernden Gegenstand
zugewandt ist. Obgleich sich dieses Verankerungselement in der Praxis bewährt hat,
hat sich gezeigt, dass insbesondere bei Bauwerken mit variablen Bauteilabmessungen
(z.B. unterschiedlichen Deckendicken) eine Vielzahl unterschiedlicher Verankerungskörper
vorgehalten werden muss. Dies führt neben einem erheblichen Kostenaufwand zu einer
aufwändigen Lagerhaltung und birgt erhebliche Fehlerquellen.
Darstellung der Erfindung
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verankerungselement der eingangs
genannten Art bereitzustellen, das bei geringer Lagerhaltung ein einfaches und fehlerarmes
Vorsehen von Verankerungsstellen zu geringen Kosten ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verankerungselement mit den Merkmalen
von Anspruch 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, ein Verankerungselement bereitzustellen,
das ohne zusätzliche Maßnahmen in Bauteilen unterschiedlicher Stärke (Dicke) eingesetzt
und danach wieder gewonnen werden kann. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass bei einem gattungsgemäßen Verankerungselement der Verankerungskörper derart ausgestaltet
ist, dass er in seiner Längsrichtung verstellbare Abmessungen besitzt. Auf diese Weise
können ganze Bauprojekte mit einer einzigen Art von Verankerungselementen abgewickelt
werden, sodass jegliche Lagerhaltung entfällt. Darüber hinaus ist auch der irrtümliche
Einbau eines nicht passenden Verankerungselements ausgeschlossen, sodass sich weniger
Fehlerquellen ergeben. Nicht zuletzt lassen sich hierdurch auch erhebliche Kosten
einsparen, zumal das erfindungsgemäße Verankerungselement beliebig oft wieder verwendbar
ist.
[0010] Die Verstellung der Abmessungen des Verankerungskörpers in seiner Längsrichtung kann
im Rahmen der vorliegenden Erfindung auf unterschiedlichste Art und Weise erfolgen.
Dabei ist im Hinblick auf eine präzise und sichere Anordnung des Verankerungselements
auf der jeweiligen Schalung und im späteren Beton bei dem erfindungsgemäßen Verankerungselement
der Abstand zwischen dem Kopplungsabschnitt und der Stützfläche verstellbar.
[0011] Im Hinblick auf eine einfache und zügige Verstellbarkeit der Abmessungen weist der
Verankerungskörper mindestens zwei Abschnitte auf, deren gegenseitiger Abstand verstellbar
ist. Dabei sind mindestens zwei zueinander verstellbare Abschnitte des Verankerungskörpers
mittels eines Gewindes verbunden. Hierdurch ergibt sich eine besonders präzise, stabile
und fein einstellbare Verbindung der zueinander verstellbaren Abschnitte.
[0012] Darüber hinaus ist zwischen mindestens zwei zueinander verstellbaren Abschnitten
des Verankerungskörpers mindestens ein Dichtelement vorgesehen. Hierdurch wird sichergestellt,
dass unabhängig von der eingestellten Abmessung des erfindungsgemäßen Verankerungselements
beim Betonieren kein Beton in das Verankerungselement eindringt und das Verankerungselement
später leicht aus dem erhärteten Beton gelöst werden kann. Dabei ist es besonders
bevorzugt, dass das Dichtelement als Dichtring und/oder Dichtrohr ausgebildet ist.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass der Verankerungskörper
10 im Bereich der Stützfläche 16 einen zweiten Kopplungsabschnitt aufweist. Hierdurch
kann ein besonders einfaches und gleichzeitig sicheres Lösen des Verankerungskörpers
aus dem erhärteten Beton erzielt werden.
[0014] Der erste und der zweite Kopplungsabschnitt können im Rahmen der vorliegenden Erfindung
auf unterschiedlichste Art und Weise ausgestaltet sein. Gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass der erste und/oder der zweite Kopplungsabschnitt
ein Innengewinde aufweist. Hierdurch ergibt sich neben einem einfachen Kopplungsvorgang
eine feine Einstellbarkeit der miteinander zu koppelnden Bauteile.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass die Außenfläche
des Verankerungskörpers einen zweiten konischen Abschnitt besitzt, der sich von dem
ersten Ende weg verjüngt. Auf diese Weise erhält man einen Verankerungskörper mit
einander entgegengesetzten konischen Abschnitten. Diese ermöglichen einerseits, dass
das Verankerungselement in mehreren Richtungen Kräfte übertragen kann. Darüber hinaus
ergibt sich hierdurch ein leichtes Lösen des Verankerungselements aus dem erhärteten
Beton.
[0016] Darüber hinaus ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Verankerungselement
ferner mindestens ein Abdeckelement aufweist, das eingerichtet ist, den ersten und/oder
zweiten Kopplungsabschnitt abzudecken. Hierdurch können die Kopplungsabschnitte sicher
vor dem Eindringen von Beton geschützt werden, sodass kein Reinigungsaufwand entsteht.
Darüber hinaus kann das Abdeckelement vorteilhaft auch dazu beitragen, die genaue
Stelle des jeweiligen, einbetonierten Verankerungselements zu lokalisieren. Vor diesem
Hintergrund ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Abdeckelement
Signalmittel, insbesondere mindestens eine Vertiefung und/oder mindestens ein hervorstehendes
Element aufweist. Darüber hinaus weist das Abdeckelement vorteilhaft einen Gewindeabschnitt
auf, sodass es sicher und zügig in den entsprechenden Kopplungsabschnitt eingebracht
und dort verankert werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017]
- Fig. 1
- zeigt schematisch ein Verankerungselement gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 2
- zeigt schematisch eine teilweise Explosionsansicht des in Fig. 1 gezeigten Verankerungselements;
- Fig. 3
- zeigt schematisch ein Verankerungselement gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 4
- zeigt schematisch eine teilweise Explosionsansicht des in Fig. 3 gezeigten Verankerungselements;
- Fig. 5
- zeigt schematisch ein Verankerungselement gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 6
- zeigt schematisch ein Verankerungselement gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 7
- zeigt schematisch ein Abdeckelement als Teil eines erfindungsgemäßen Verankerungselements.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0018] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend ausführlich
unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.
[0019] Ein Verankerungselement als erste bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist in Fig. 1 schematisch in einer Seitenansicht und einer Unteransicht dargestellt.
Das Verankerungselement dient zum Verankern von Gegenständen, wie beispielsweise Gerüsten,
Schalungsträgern oder dergleichen, an Stahlbetonbauteilen, wie beispielsweise Decken,
Wänden, etc. Dabei ist in Fig. 1 eine Stahlbetondecke 1 durch gestrichelte Teilkonturen
dargestellt, wobei sich das erfindungsgemäße Verankerungselement von einer Deckenunterseite
bzw. Schalungsoberfläche 2 zu einer Deckenoberseite 4 erstreckt. Es ist jedoch zu
beachten, dass das Verankerungselement auch in anderen Bauteilen bzw. in anderen aushärtbaren
Massen zum Einsatz kommen kann.
[0020] Das Verankerungselement besitzt einen Verankerungskörper 10, der allgemein stabförmig
und in der vorliegenden Ausführungsform mehrteilig ausgebildet ist. Die mehrteilige
Ausgestaltung des Verankerungskörpers 10 ist in Fig. 2 in einer Explosionsansicht
näher gezeigt. Danach besitzt der Verankerungskörper 10 in der vorliegenden Ausführungsform
zwei Abschnitte 20 und 30. Der in Fig. 2 unten dargestellte Abschnitt 20 ist mit einem
Innengewinde 24 versehen, und der in Fig. 2 oben dargestellte Abschnitt 30 ist mit
einem Gewindestab 32 mit einem Außengewinde 34 versehen. Das Gewinde 34 lässt sich
in das Innengewinde 24 eindrehen, sodass die beiden Abschnitte 20, 30 miteinander
verbindbar und gleichzeitig ihr gegenseitiger Abstand in Achsrichtung X verstellbar
ist.
[0021] Der obere Abschnitt 30 besitzt ferner einen Kopplungsabschnitt 12, der in der vorliegenden
Ausführungsform ebenfalls als Innengewinde ausgebildet und der Betonoberfläche 4 zugewandt
ist. Ferner besitzt der untere Abschnitt 20 auf seiner vom oberen Abschnitt 30 abgewandten
Seite eine Stützfläche 16 zum Abstützen des Verankerungselements auf der Schalungsfläche
2, an welchem der untere Abschnitt 20 über die Durchgangsbohrungen 16' verankert werden
kann. In der Stützfläche 16 mündet ein zweiter Kopplungsabschnitt 18, der in der vorliegenden
Ausführungsform als Fortsetzung des Innengewindes 24 ausgestaltet ist.
[0022] Wie in Fig. 1 und Fig. 2 zu erkennen ist, weisen sowohl der untere Abschnitt 20 als
auch der obere Abschnitt 30 eine konische Außenfläche 14' bzw. 14" auf, die sich beide
zu dem ersten Ende hin verjüngen, an welchem der Kopplungsabschnitt 12 vorgesehen
ist.
[0023] Ferner ist zwischen dem unteren und dem oberen Abschnitt 20 bzw. 30 in der vorliegenden
Ausführungsform ein Dichtrohr 52 angeordnet, das beispielsweise durch ein Kunststoffhüllrohr
gebildet und entsprechend der gewünschten Deckendicke unter Berücksichtigung der Abmessungen
der Abschnitte 20 und 30 zugeschnitten sein kann.
[0024] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Verankerungselements vollzieht sich beispielsweise
wie folgt. Zunächst wird unter Berücksichtigung der jeweiligen gewünschten Deckendicke
sowie der Abmessungen der Abschnitte 20 und 30 ein geeignetes Kunststoffhüllrohr 52
zugesägt und auf den unteren Abschnitt 20 aufgesetzt. Anschließend wird der obere
Abschnitt 30 mit seinem Gewinde 34 in das Innengewinde 24 des unteren Abschnitts 20
eingedreht, bis das Hüllrohr 52 sauber an beiden Abschnitten 20 und 30 anliegt.
[0025] Nun kann das Verankerungselement als ganzes mittels Durchgangsöffnungen 16' an einer
Schalfläche 2 angebracht (beispielsweise angenagelt) werden. Anschließend kann die
Stahlbetondecke 1 auf herkömmliche Weise hergestellt werden.
[0026] Nachdem der Beton eine gewünschte Festigkeit erreicht hat, kann das Verankerungselement
aus der Decke 1 gelöst werden. Zu diesem Zweck kann beispielsweise im Bereich des
Kopplungsabschnitts 12 ein Stoß (z.B. Hammerschlag) aufgebracht werden, sodass sich
das Verankerungselement in Fig. 1 nach unten aus dem Beton der Decke 1 herauslöst.
Alternativ ist es ebenso möglich, ein geeignetes Werkzeug in den unteren Kopplungsabschnitt
18 des Verankerungselements einzudrehen und das Verankerungselement mittels des Werkzeugs
aus dem erhärteten Beton der Decke 1 einzeln oder in Teilen zu lösen.
[0027] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verankerungselements
ist in Fig. 3 und Fig. 4 schematisch in einer Seitenansicht bzw. einer explosionsartigen
Ansicht gezeigt. Diese zweite bevorzugte Ausführungsform entspricht prinzipiell der
oben diskutierten ersten bevorzugten Ausführungsform, wobei gleiche oder entsprechende
Bauteile in beiden Ausführungsformen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind und
eine erneute Beschreibung dieser Bauteile weggelassen wird.
[0028] Die in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigte Ausführungsform zeichnet sich primär dadurch aus,
dass zwischen dem unteren Abschnitt 20 und dem oberen Abschnitt 30 anstelle des Dichtrohrs
52 ein Dichtring 50 vorgesehen ist, beispielsweise ein O-Ring. Auf diese Weise können
die Abmessungen des erfindungsgemäßen Verankerungselements ohne jegliche Zusatzarbeiten
an die gewünschten Bauteilabmessungen angepasst werden, während weiterhin eine gute
Abdichtung des Verankerungselements sichergestellt wird. Darüber hinaus ist in der
vorliegenden Ausführungsform nur der untere Abschnitt 20 mit einer konischen Mantelfläche
14' versehen, da sich gezeigt hat, dass dies in den meisten Fällen ein ausreichend
leichtes Lösen des Verankerungselements aus dem Beton ermöglicht.
[0029] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verankerungselements
ist in Fig. 5 schematisch dargestellt, wobei Bauteile, die denjenigen der zuvor diskutierten
ersten und zweiten Ausführungsform entsprechen, erneut mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet sind. Die in Fig. 5 gezeigte dritte Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, dass der unter Abschnitt 20 und der obere Abschnitt 30 nicht über einen Gewindeeingriff
miteinander verbunden sind. Vielmehr sind der unter Abschnitt 20 und der obere Abschnitt
30 mit ihren Passenden 20' und 30' in die offenen Enden eines Dichtrohrs 52 eingesetzt.
Hierdurch erhält man ein erfindungsgemäßes Verankerungselement mit einer besonders
einfachen Konstruktion und einem sehr leichten Zusammenbau, wobei die Längeneinstellbarkeit
des Verankerungselements - wie bei der ersten Ausführungsform - durch eine Anpassung
des Dichtrohrs 52 erfolgen kann. Ferner ist in der vorliegenden dritten Ausführungsform
nur der obere Abschnitt 30 konisch ausgebildet, obgleich prinzipiell auch das Dichtrohr
52 eine zumindest abschnittsweise konische Form besitzen kann.
[0030] Eine vierte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verankerungselements
ist in Fig. 6 schematisch dargestellt. Auch in Fig. 6 sind Bauteile, die denjenigen
der zuvor diskutierten Ausführungsformen entsprechen, mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet. Die in Fig. 6 gezeigte vierte Ausführungsform zeichnet sich zunächst dadurch
aus, dass sowohl der unter Abschnitt 20 und der obere Abschnitt 30 ein Innengewinde
24 bzw. 36 besitzen und die beiden Abschnitte 20, 30 über einen separaten Gewindestab
32 verbunden sind. Bei diesem Gewindestab kann es sich beispielsweise um einen bauüblichen,
gerippten Spannstahlstab handeln, sodass keine speziellen Bauteile bereitgestellt
werden müssen.
[0031] Der Verbindungsstab 32 ist in der vorliegenden Ausführungsform ebenfalls durch ein
Dichtrohr 52 umhüllt, das mit seinen freien Enden am unteren Abschnitt 20 bzw. am
oberen Abschnitt 30 anliegt.
[0032] Eine weitere Besonderheit der in Fig. 6 gezeigten vierten Ausführungsform ist, dass
der obere Abschnitt 30 eine konische Mantelfläche 14'" aufweist, die sich von dem
ersten Ende (oberes Ende in Fig. 6) weg verjüngt. Auf diese Weise wird ein besonders
einfacher und zügiger Ausbau des erfindungsgemäßen Verankerungselements aus dem erhärteten
Beton erreicht, indem beispielsweise der untere Abschnitt 20 nach unten und der obere
Abschnitt 30 nach oben entnommen und der Gewindestab 32 in einer beliebigen Richtung
herausgezogen werden kann, während das Hüllrohr 52 gegebenenfalls im Beton verbleiben
kann.
[0033] Das erfindungsgemäße Verankerungselement kann neben dem oben diskutierten Verankerungskörper
auch mindestens ein Abdeckelement 60 aufweisen, von dem eine Ausführungsform in Fig.
7 schematisch in zwei Seitenansichten und einer Draufsicht dargestellt ist. Das Abdeckelement
60 besitzt in der vorliegenden Ausführungsform einen Gewindeabschnitt 62, mittels
dessen es beispielsweise in den ersten oder zweiten Kopplungsabschnitt 12, 18 des
Verankerungskörpers eingedreht werden kann. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gewindeabschnitts
62 besitzt das Abdeckelement 60 ferner eine als Signalmittel dienende Fahne 64, die
gleichzeitig dazu genutzt werden kann, das Abdeckelement 60 in den jeweiligen Kopplungsabschnitt
12, 18 einzudrehen oder aus diesem herauszudrehen. Das Abdeckelement 60 kann somit
zwei Hauptaufgaben erfüllen, nämlich einerseits den Einbauort des jeweiligen Verankerungselements
sichtbar machen und andererseits das Verankerungselement bzw. die entsprechenden Kopplungsabschnitte
12, 18 vor Verschmutzungen zu schützen.
1. Verankerungselement zum Verankern von Gegenständen an Bauteilen, die durch Gießen
einer aushärtbaren Masse wie insbesondere Beton hergestellt sind, mit einem Verankerungskörper
(10), der aufweist:
einen Kopplungsabschnitt (12), der zumindest von einem ersten Ende des Verankerungskörpers
zugänglich ist,
eine Mantelfläche (14), die zumindest einen ersten konischen Abschnitt (14', 14")
besitzt, der sich zu dem ersten Ende hin verjüngt, und
eine Stützfläche (16) zum Abstützen auf einer Gießform, die bevorzugt an einem zweiten
Ende des Verankerungskörpers (10) angeordnet ist, welche dem ersten Ende gegenüberliegt,
wobei der Verankerungskörper (10) derart ausgestaltet ist, dass er in seiner Längsrichtung
(X) verstellbare Abmessungen besitzt, und
wobei der Verankerungskörper (10) mindestens zwei Abschnitte (20, 30) aufweist, deren
gegenseitiger Abstand verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen mindestens zwei zueinander verstellbaren Abschnitten (20, 30) des Verankerungskörpers
mindestens ein Dichtelement vorgesehen ist, insbesondere ein Dichtring (50) und/oder
ein Dichtrohr (52).
2. Verankerungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Kopplungsabschnitt (12) und der Stützfläche (16) verstellbar
ist.
3. Verankerungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei zueinander verstellbare Abschnitte (20, 30) des Verankerungskörpers
(10) mittels eines Gewindes (24, 34) verbunden sind.
4. Verankerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungskörper (10) im Bereich der Stützfläche (16) einen zweiten Kopplungsabschnitt
(18) aufweist.
5. Verankerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (12) und/oder zweite (18) Kopplungsabschnitt ein Innengewinde aufweist.
6. Verankerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche (14) des Verankerungskörpers einen zweiten konischen Abschnitt (14"')
besitzt, der sich von dem ersten Ende weg verjüngt und bevorzugt im Bereich des ersten
Kopplungsabschnitts (12) vorgesehen ist.
7. Verankerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner mindestens ein Abdeckelement (60) aufweist, das eingerichtet ist, den ersten
(12) und/oder zweiten (18) Kopplungsabschnitt abzudecken und vor dem Eindringen der
aushärtbaren Masse zu schützen.
8. Verankerungselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (60) einen Gewindeabschnitt (62) und Signalmittel (64), insbesondere
mindestens eine Vertiefung und/oder hervorstehendes Element, aufweist.
1. Anchoring element for anchoring objects to components which are produced by casting
a curable composition, such as in particular concrete, having an anchoring body (10)
which has:
a coupling section (12) which is accessible at least from a first end of the anchoring
body,
a generated surface (14) which has at least one first conical section (14', 14") which
tapers towards the first end, and
a supporting surface (16) for support on a casting mould which is preferably arranged
on a second end of the anchoring body (10) which is opposite the first end,
wherein the anchoring body (10) is designed such that it has adjustable dimensions
in its longitudinal direction (X), and
wherein the anchoring body (10) has at least two sections (20, 30), the mutual distance
of which can be adjusted,
characterised in that
between at least two sections (20, 30) of the anchoring body which can be adjusted
with respect to one another is provided at least one sealing element, in particular
a sealing ring (50) and/or a sealing tube (52).
2. Anchoring element according to claim 1, characterised in that the distance between the coupling section (12) and the supporting surface (16) can
be adjusted.
3. Anchoring element according to claim 1 or 2, characterised in that at least two sections (20, 30) of the anchoring body (10) which can be adjusted with
respect to one another are connected by means of a thread (24, 34).
4. Anchoring element according to one of the preceding claims, characterised in that the anchoring body (10) has in the region of the supporting surface (16) a second
coupling section (18).
5. Anchoring element according to one of the preceding claims, characterised in that the first (12) and/or second (18) coupling section has an internal thread.
6. Anchoring element according to one of the preceding claims, characterised in that the generated surface (14) of the anchoring body has a second conical section (14'")
which tapers away from the first end and is preferably provided in the region of the
first coupling section (12).
7. Anchoring element according to one of the preceding claims, characterised in that it also has at least one cover element (60) which is equipped to cover the first
(12) and/or second (18) coupling section and to protect against penetration of the
curable composition.
8. Anchoring element according to claim 7, characterised in that the cover element (60) has a threaded section (62) and signalling means (64), in
particular at least one depression and/or projecting element.
1. Elément d'ancrage destiné à ancrer des objets sur des éléments de construction fabriqués
par coulée d'une masse durcissable, telle que le béton, notamment, avec un corps d'ancrage
(10) comportant :
une partie d'accouplement (12) accessible par au moins une première extrémité du corps
d'ancrage,
une surface d'enveloppe (14) pourvue d'au moins une première partie conique (14',
14") qui se rétrécit vers la première extrémité, et
une surface d'appui (16) destinée à l'appui sur un moule de coulée, laquelle est préférentiellement
disposée à une deuxième extrémité du corps d'ancrage (10) opposée à la première extrémité,
le corps d'ancrage (10) étant réalisé de manière à présenter des dimensions réglables
dans le sens de sa longueur (X), et
le corps d'ancrage (10) comportant au moins deux parties (20, 30), l'espacement de
celles-ci l'une par rapport étant réglable,
caractérisé
en ce qu'au moins un élément d'étanchéité est prévu entre aux moins deux parties (20, 30) réglables
l'une par rapport à l'autre du corps d'ancrage, en particulier une bague d'étanchéité
(50) et/ou un tube d'étanchéité (52).
2. Elément d'ancrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espacement entre la partie d'accouplement (12) et la surface d'appui (16) est réglable.
3. Elément d'ancrage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins deux parties (20, 30) réglables l'une par rapport à l'autre du corps d'ancrage
(10) sont raccordées au moyen d'un filetage (24, 34).
4. Elément d'ancrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'ancrage (10) comporte une deuxième partie d'accouplement (18) au niveau
de la surface d'appui (16).
5. Elément d'ancrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (12) et/ou la deuxième (18) partie d'accouplement présentent un filetage
intérieur.
6. Elément d'ancrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface d'enveloppe (14) du corps d'ancrage présente une deuxième partie conique
(14"') qui se rétrécit à partir de la première extrémité et est préférentiellement
prévue au niveau de la première partie d'accouplement (12).
7. Elément d'ancrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci comprend en outre au moins un élément de couverture (60) prévu pour recouvrir
la première (12) et/ou la deuxième (18) partie d'accouplement et à protéger contre
la pénétration de masse durcissable.
8. Elément d'ancrage selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de couverture (60) est pourvu d'une partie filetée (62) et d'un moyen de
signalisation (64), notamment au moins d'un évidement et/ou d'un élément en saillie.