[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verdichter mit einer Verdichterkammer, in
der ein Kolben bewegbar ist, und einer die Verdichterkammer begrenzenden Ventilplatte,
in der wenigstens ein Ventil durch ein in einer Schließstellung eine Öffnung der Ventilplatte
überdeckendes Blatt gebildet ist, wobei einem mittleren Abschnitt des Blatts, der
zwischen einer an der Ventilplatte fixierten Wurzel des Blatts und einem die Öffnung
verschließenden Kopf des Blatts liegt, eine Aussparung der Ventilplatte gegenüberliegt.
Um die Öffnung dicht zu verschließen, muss das Blatt in der Schließstellung auf dem
gesamten Rand der Öffnung dicht anliegen. Dies gelingt nicht, wenn in dem zu verdichtenden
Medium mitgeführte Partikel sich zwischen Blatt und Ventilplatte absetzen. Aus dem
Vorhandensein solcher Partikel resultierende Leckagen führen zu einer erheblichen
Wirkungsgradeinbuße des Verdichters und begrenzen den an seinem Ausgang erreichbaren
Druck.
[0002] Die Patentschrift
US 4,955,797 zeigt ein Kompressorgehäuse umfassend einen Motor bestehend aus einem Rotor und einem
Stator. Mittig in dem Motor ist eine Apertur angeordnet, in welcher eine Kurbelwelle
angeordnet ist. Die Kurbelwelle wird mittels eines Lagers gelagert. An einem planaren
Bereich des Lagers ist eine Vertiefung gebildet, in welcher eine Blattfeder angeordnet
ist.
[0003] Die Patentschrift
US 5,779,458, welche als nächstkommender Stand der Technik angesehen werden kann, zeigt einen
Verdichter umfassend eine Ventilplatte, wobei in Aussparungen der Ventilplatte eine
Blattfeder festgeklemmt ist.
[0004] Die Offenlegungsschrift
GB 1 246 256 zeigt einen Ventilsatz für Kolbenverdichter mit einer Ventilsitzplatte bestehend
aus mehreren übereinandergeschichteten Platten. Zwischen zwei Platten ist eine flexible
Drucklamelle befestigt.
[0005] Die Patentschrift
US 2,908,287 zeigt eine Ventilplatte, wobei in einer Aussparung der Ventilplatte ein Blattventil
angeordnet ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen Verdichter anzugeben, bei dem die Wahrscheinlichkeit,
dass Partikel zwischen Blatt und Ventilplatte das Blatt am Abdichten der Öffnung hindern,
minimiert ist.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Verdichter mit einer Verdichterkammer, in
der ein Kolben bewegbar ist, und einer die Verdichterkammer begrenzenden Ventilplatte,
in der wenigstens ein Ventil durch ein in einer Schließstellung einer Öffnung der
Ventilplatte überdeckendes Blatt gebildet ist, in einem mittleren Abschnitt des Blatts,
der zwischen einer an der Ventilplatte fixierten Wurzel des Blatts und einem die Öffnung
verschließenden Kopf des Blatts liegt, eine Aussparung der Ventilplatte gegenüberliegt
und die Aussparung sich bis unter die Wurzel erstreckt. Aufgrund der wurzelseitigen
Fixierung wird der Hub des Blatts während des Betriebs des Verdichters vom Kopf zur
Wurzel hin immer kleiner. Daher können insbesondere Partikel, die in Wurzelnähe zwischen
der Ventilplatte und dem Blatt stecken bleiben, dessen Dichtwirkung empfindlich beeinträchtigen.
Die Aussparung der Ventilplatte sorgt jedoch dafür, dass auch zwischen den nur wenig
beweglichen Teilen des Blatts und der Oberfläche der Ventilplatte genügend Platz vorhanden
ist, damit Partikel aus diesem Zwischenraum entweichen können.
[0008] Erfindungsgemäß erstreckt sich die Aussparung bis unter die Wurzel selbst und verläuft
somit unter demjenigen Bereich des mittleren Abschnitts, dessen Beweglichkeit am geringsten
ist und wo infolgedessen ohne das Vorhandensein der Aussparung die Wahrscheinlichkeit,
dass ein stecken gebliebener Partikel sich wieder lösen kann, am geringsten ist.
[0009] Zweckmäßig ist auch, dass die Aussparung sich über einen Rand des Blatts hinaus erstreckt,
so dass durch die Bewegung des Blatts in Richtung der Ventilplatte unter Druck gesetztes
Fluid aus der Vertiefung seitlich entweichen kann, ohne die Bewegung des Blatts übermäßig
zu dämpfen. So kann das Ventil bei einem Druckwechsel in der Verdichterkammer schnell
schließen, und ein Rückfluss in Sperrrichtung des Ventils, der den Wirkungsgrad des
Verdichters verringern würde, wird minimiert.
[0010] Vorzugsweise ist das Blatt in einem Spalt zwischen der Ventilplatte und einem hubbegrenzenden
Element beweglich. So kann das Blatt auch bei geringer oder gar verschwindender Eigensteifigkeit
bei offenem Ventil in geringem Abstand von der Ventilplatte gehalten werden, um ein
schnelles Schließen bei Druckwechsel zu gewährleisten. Die geringe erforderliche Eigensteifigkeit
erlaubt es, das Blatt sehr dünn zu machen, so dass eine lange Betriebszeit des Verdichters
ohne nennenswerte Materialermüdung des Blatts erreichbar ist.
[0011] Zur Vermeidung von Materialermüdung ist ferner bevorzugt, dass das hubbegrenzende
Element an der Wurzel des Blatts anliegt und entlang des mittleren Abschnitts des
Blatts kontinuierlich gekrümmt ist. Indem sich das Blatt in offenem Zustand an das
hubbegrenzende Element anschmiegt, kann eine gleichmäßige Verteilung der Biegebeanspruchung
über einen großen Teil des Blatts erreicht werden.
[0012] Das hubbegrenzende Element und das Blatt können rationellerweise gemeinsam an der
Ventilplatte vernietet sein.
[0013] Um eventuelle Lecks zwischen den zwei Seiten der Ventilplatte an den Nieten zu minimieren,
sind vorzugsweise Passnieten verwendet, um den Fuß des Blatts an der Ventilplatte
zu fixieren.
[0014] Vorzugsweise ist das Blatt elastisch biegsam, und die Schließstellung ist eine Ruhestellung
des Blatts.
[0015] Bei der Öffnung kann es sich um eine Auslassöffnung der Verdichterkammer handeln.
[0016] In diesem Fall ist die Öffnung vorzugsweise auf der Längsachse der Verdichterkammer
angeordnet, und ein in der Verdichterkammer um deren Achse drehbarer Kolben trägt
einen Verdrängerabschnitt, der in einer Totpunktstellung in die Öffnung eingreift,
um das Totvolumen der Verdichterkammer zu minimieren.
[0017] Eine Einlassöffnung der Verdichterkammer ist dann vorzugsweise außermittig in der
Ventilplatte angeordnet. Um die Querschnittsfläche der Einlassöffnung zu maximieren,
erstreckt sich diese vorzugsweise bogenförmig um die Auslassöffnung.
[0018] Es kann sich bei der durch das Blatt verschließbaren Öffnung aber auch um eine Einlassöffnung
der Verdichterkammer handeln. In diesem Fall weist das Blatt zweckmäßigerweise eine
zentrale Öffnung auf, die auf eine in der Ventilplatte gebildete Auslassöffnung ausgerichtet
ist.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Linearverdichters, an dem die vorliegende Erfindung
verwirklicht ist;
- Fig. 2
- eine auseinander gezogene Ansicht von Teilen des Verdichters aus Fig. 1 gemäß einer
ersten Ausgestaltung;
- Fig. 3
- ein vergrößertes Detail aus Fig. 2 gemäß einer weiter entwickelten zweiten Ausgestaltung;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch die Ventilplatte des Linearverdichters gemäß der zweiten Ausgestaltung;
- Fig. 5
- eine weitere perspektivische Detailansicht gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung;
- Fig. 6
- einen axialen Teilschnitt durch den Linearverdichter; und
- Fig. 7
- einen radialen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6.
[0020] Fig. 1 zeigt beispielhaft den Aufbau eines Linearverdichters für ein Kältegerät,
der eine bevorzugte Anwendung der Erfindung darstellt. Der Linearverdichter hat einen
steifen, in Draufsicht in etwa U-förmigen Rahmen, der aus zwei flachen Wandstücken
1 und einem Bogen 2 zusammengesetzt ist. Zwischen einander zugewandten Stirnseiten
des Bogens 2 und der zwei Wandstücke 1 ist eine erste Membranfeder 3 eingespannt,
eine zweite Membranfeder 4 von gleicher Gestalt wie die Membranfeder 3 ist an von
dem Bogen 2 abgewandten Stirnseiten der Wandstücke 1 befestigt.
[0021] Die aus Federblech gestanzten Membranfedern 3, 4 haben jeweils vier Federarme 5,
die sich im Zickzack von den Wandstücken 1 zu einem Mittelabschnitt 6 erstrecken,
an dem sie zusammentreffen. Der Mittelabschnitt 6 weist jeweils zwei Bohrungen auf,
zwei äußere, an denen mit Hilfe von Schrauben oder Nieten 7 ein permanent magnetischer
Schwingkörper 8 aufgehängt ist, und eine mittlere Bohrung, durch die sich bei der
Membranfeder 3 eine an dem Schwingkörper 8 z. B. durch Verschraubung befestigte Kolbenstange
10 erstreckt. Die Kolbenstange 10 verbindet den Schwingkörper 8 mit einem in der Fig.
nicht sichtbaren Hubkolben im Inneren eines Zylinders 15, der von dem Bogen 2 getragen
ist. Kältemitteleinlass und -auslassstutzen der Pumpkammer sind mit 16 bzw. 17 bezeichnet.
[0022] Zwei Elektromagnete 9 mit E-förmigen Joch und einer um den mittleren Schenkel des
E gewickelten Spule sind jeweils zwischen dem Schwingkörper 8 und den Wandstücken
1 mit dem Schwingkörper 8 zugewandten Polschuhen angeordnet und dienen zum Antreiben
einer Schwingbewegung des Schwingkörpers 8. Eine Steuerschaltung 37 versorgt die Elektromagnete
9 mit einem Wechselstrom, dessen Frequenz an die Eigenfrequenz des schwingfähigen
Systems angepasst ist, welches durch die Membranfedern 3, 4, den Schwingkörper 8 und
den von ihm angetriebenen Hubkolben gebildet ist.
[0023] Einer nicht gezeichneten Abwandlung zufolge können eine oder beide Membranfedern
durch eine Blattfeder von im Wesentlichen rechteckiger Grundfläche ersetzt sein, von
der jeweils ein Rand an einem Ende eines der Wandstücke 1 befestigt ist und dessen
entgegengesetzter Rand am Schwingkörper 8 befestigt ist. Das gegenüberliegende Wandstück
1 trägt bei dieser Abwandlung kein Federelement. Eine solche Blattfeder muss sehr
dünn sein, um hinreichend ermüdungsfrei der Bewegung des Schwingkörpers 8 folgen zu
können, und kann daher nur eine geringe Rückstellkraft auf den Schwingkörper 8 ausüben.
Die Rückstellkraft ist jedoch proportional zur Resonanzfrequenz des Schwingkörpers
und damit zum Durchsatz des Verdichters. Um eine ausreichend hohe Rückstellkraft auf
den Schwingkörper 8 auszuüben, können insbesondere in Schwingrichtung ausgerichtete,
auf Zug und Druck belastbare Spiralfedern vorgesehen sein.
[0024] Der Zylinder 15 ist, wie in Fig. 1 erkennbar, gegliedert in einen Hauptkörper 11,
in welchem der Hubkolben hin und her beweglich geführt ist, eine Ventilplatte 12,
die eine Stirnwand einer im Hauptkörper ausgesparten Verdichterkammer bildet, und
eine Kappe 13, an der sich die Ein- und Auslassstutzen 16, 17 befinden.
[0025] Der Aufbau des Zylinders wird deutlicher anhand der auseinandergezogenen Darstellung
der Fig. 2. Der Hauptkörper 11 ist in der Fig. 2 weggelassen; der Umriss der sich
in dem Hauptkörper erstreckenden Verdichterkammer ist an der Ventilplatte 12 als gestrichelter
Kreis 14 angedeutet. Die Längsachse der Verdichterkammer ist als strichpunktierte
Linie eingezeichnet. In der Ventilplatte 12 ist eine kreisrunde Auslassbohrung 18
exakt koaxial zu der Längsachse angeordnet. Ein kreisbogenförmiger Schlitz erstreckt
sich über einen Winkel von hier etwa 120° um die Auslassbohrung 18 herum und bildet
eine Einlassöffnung 19 der Verdichterkammer.
[0026] Weitere Bohrungen 20 an den Ecken der Ventilplatte 12 sind vorgesehen, um nicht dargestellte
Schrauben aufzunehmen, mit denen die Ventilplatte 12 und die Kappe 13 am Hauptkörper
11 befestigt werden. Zwei weitere Bohrungen 21 dienen zur Befestigung von zwei Blattfedern
22 bzw. 23 an der Ventilplatte 12 mit Hilfe von Passnieten 24. Die Blattfedern 22,
23 bilden zusammen mit der Einlassöffnung 19 bzw. der Auslassbohrung 18 jeweils Ein-
und Auslassventile der Verdichterkammer. Die Blattfedern 22, 23 haben jeweils eine
langgestreckte Wurzel 25, in der zu den Bohrungen 21 komplementäre Löcher 26 für die
Passnieten 24 gebildet sind, und eine von der Wurzel 25 zur Längsachse hin abstehende
elastische Zunge 27.
[0027] In die Zunge 27 der Blattfeder 23 ist eine Öffnung 28 geschnitten, die, wenn die
Blattfeder 23 an der Ventilplatte 12 vernietet ist, die Auslassbohrung 18 frei lässt.
Ein Endabschnitt 38 der Zunge 27, der sich bogenförmig um die Öffnung 28 erstreckt,
bildet einen Absperrkörper des Einlassventils, der in entspanntem Zustand der Blattfeder
23 die Einlassöffnung 19 abdeckt.
[0028] Die Zunge 27 der Blattfeder 22 liegt von außen an der Auslassbohrung 18 an, wobei
ihre Spitze als Absperrkörper des Auslassventils fungiert.
[0029] Das Innere der Kappe 13 ist durch eine Zwischenwand 29 in einen saugseitigen Hohlraum
30 und einen druckseitigen Hohlraum 31 unterteilt, auf die der Kältemitteleinlassstutzen
16 bzw. -auslassstutzen 17 münden und die mit der Verdichterkammer über die Einlassöffnung
19 bzw. die Auslassbohrung 18 kommunizieren.
[0030] Der mit 32 bezeichnete Hubkolben weist an seiner in der Perspektive der Fig. 2 vom
Betrachter abgewandten Seite einen zur Längsachse konzentrischen Vorsprung 33 auf,
dessen Länge und Durchmesser der gemeinsamen Dicke der Ventilplatte 12 und der Blattfeder
23 bzw. dem Durchmesser der Auslassbohrung 18 entsprechen. An einem oberen Totpunkt
der Bewegung des Hubkolbens 32, wenn dieser die vom in der Verdichterkammer herrschenden
Druck gegen die Ventilplatte 12 gedrückte Blattfeder 23 nahezu berührt, rückt der
Vorsprung 33 in die Auslassbohrung 18 ein und verdrängt darin enthaltenes Restgas.
[0031] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Abwandlung des erfindungsgemäßen
Verdichters, wobei allerdings die Ventilplatte 12 mit derjenigen der Fig. 2 identisch
ist. In Fig. 3 erkennt man die in der Perspektive der Fig. 2 vom Betrachter abgewandte,
der Kappe 13 gegenüber liegende Oberfläche der Ventilplatte 12. In dieser Oberfläche
ist zwischen den Bohrungen 21 einerseits und der Auslassbohrung 18 andererseits eine
Vertiefung 39 gebildet. Der Umriss der Blattfeder 22 ist als punktierte Linie auf
die Oberfläche der Ventilplatte 12 aufgezeichnet, so dass zu erkennen ist, dass die
Vertiefung 39 sich größtenteils unter einem wurzelnahen Abschnitt 40 der Zunge 27
und zu einem kleineren Teil auch bis unter die Wurzel 25 erstreckt. Die Vertiefung
39 liegt also größtenteils unter einem Bereich der Blattfeder 22, der sich, wenn im
Betrieb des Verdichters die Zunge 27 vor und zurückschwenkt, nur wenig bewegt, und,
wenn die Oberfläche der Ventilplatte 12 eben wäre, mit diesem einen schmalen, zur
Wurzel 25 hin spitz zulaufenden Spalt bilden würde. Indem die Vertiefung 39 die Bildung
eines solchen spitz zulaufenden Spalts ausschließt, verhindert sie, dass in dem von
dem Verdichter verdichteten Fluid mitgeführte Partikel sich zwischen der Blattfeder
22 und der Ventilplatte 12 festsetzen und so die Ventilwirkung der Blattfeder 22 beeinträchtigen
können.
[0032] Um eine unerwünschte Dämpfung der Bewegung der Blattfeder 22 durch in der Vertiefung
39 gefangenes Fluid zu vermeiden, ist die Vertiefung 39 etwas breiter als die Zunge
27, so dass durch die Bewegung der Zunge 27 in die Vertiefung 39 hineingedrücktes
Fluid leicht in seitlicher Richtung entweichen kann.
[0033] Die in Fig. 3 ferner dargestellte bevorzugte Weiterentwicklung beruht darin, dass
auf der gezeigten Oberfläche der Ventilplatte 12 nicht nur die Blattfeder 22 vernietet
ist, sondern zusätzlich ein hubbegrenzendes Element 41, hier in Form eines mit der
Blattfeder 22 kongruenten steifen Plättchens, dessen Zunge 42 gleichmäßig gekrümmt
ist, so dass ihre Spitze von der Ventilplatte 12 schräg absteht. Eine Wurzel des Hubbegrenzers
41 ist an der Ventilplatte durch die Nieten 24 befestigt, wie insbesondere in der
Schnittdarstellung der Fig. 4 zu erkennen, und die Wurzel der Blattfeder 22 ist zwischen
dem Hubbegrenzer 41 und der Ventilplatte 12 fixiert. Wenn verdichtetes Fluid durch
die Auslassbohrung 18 gegen die Zunge 27 der Blattfeder 22 strömt, wird diese zurückgedrängt,
und die Zunge 27 schmiegt sich auf ihrer ganzen Länge an die Zunge 42 des Hubbegrenzers
41 an. Das Vorhandensein des Hubbegrenzers 41 erlaubt es zum einen, für die Blattfeder
22 ein sehr dünnes, extrem leicht biegsames Material zu verwenden, das Biegevorgänge
im vom Hubbegrenzer 41 zugelassenen Umfang lange Zeit ohne nennenswerte Materialermüdung
aushält. Die gleichmäßige Krümmung der Zunge 42 hat zur Folge, dass auch die Zunge
27, wenn sie von aus der Auslassbohrung 18 strömendem Fluid gegen den Hubbegrenzer
41 gedrückt wird, eine gleichmäßig gekrümmte Form annimmt, wodurch die Materialbeanspruchung
der Blattfeder 22 weiter verringert wird.
[0034] Fig. 5 zeigt eine weitere perspektivische Detailansicht gemäß einer zweiten Weiterbildung,
die mit der in Fig. 3 und 4 gezeigten kombinierbar ist. Die die Einlassöffnung 19
überdeckende Blattfeder 23 ist hier einteilig zusammenhängend mit einem an der Ventilplatte
12 anliegenden Ring 44 ausgeführt. Die Position des Rings 44 an der Ventilplatte 12
ist vorgegeben durch zwei Stifte 45, die durch zwei Löcher 46 des Rings 44 hindurch
in Sackbohrungen der Ventilplatte 12 eingesteckt sind. In gleicher Weise ist die Position
eines auf den Ring 44 aufgelegten Abstandhalterrings 47 sowie eines Rohrstücks 48
vorgegeben. Ein umlaufender Bund des Rohrstücks 48 enthält zu den Sackbohrungen der
Ventilplatte 12 komplementäre Bohrungen, die die Stifte 45 aufnehmen. Das Rohrstück
48 bildet die Außenwand der Verdichterkammer. An der Außenseite des Rohrstücks 48
ist eine Mehrzahl von Rillen 49 gebildet, von deren Boden aus sich jeweils mehrere
sehr feine radiale Bohrungen 35 bis zur Verdichterkammer erstrecken.
[0035] Wie der axiale Schnitt der Fig. 6 und der radiale Schnitt der Fig. 7 zeigen, ist
das Rohrstück 48 von einem ringförmigen Hohlraum 50 umgeben. Dieser kommuniziert über
eine Bohrung 36 der Ventilplatte (siehe Fig. 2) mit dem druckseitigen Hohlraum 31
der Kappe 13. Aus dem Hohlraum 50 über die Bohrungen 35 in die Verdichterkammer zurückströmendes
Fluid bildet eine Gleitschicht, auf der sich der Hubkolben 32 reibungsfrei, ohne Kontakt
mit dem Rohrstück 48, bewegt.
[0036] Wie in Fig. 5 zu erkennen, weist der Abschnitthalterring 47 in der Nähe der Wurzel
der Blattfeder 23 einen Ausschnitt 51 auf, der es den dünnen Stegen 34, die den bogenförmigen
Endabschnitt 38 der Zunge mit dem Ring 44 verbinden, auf ihrer gesamten Länge ermöglicht,
vor dem Druck von in die Verdichterkammer einströmendem Fluid zurückzuweichen. In
der Fig. 6 sind die Dicken der Blattfeder 23 und des Abstandhalterrings 47 stark übertrieben,
um diese deutlich zeigen zu können; dennoch wird deutlich, dass hier die der Ventilplatte
12 zugewandte Stirnseite des Rohrstücks 48 als ein Hubbegrenzer wirken kann, der die
schmalen Stege 34 auf einem Teil ihrer Länge abstützt, wenn in die Verdichterkammer
strömendes Fluid die Blattfeder 23 von der Ventilplatte 12 fort drückt.
[0037] Aufgrund der geringen Breite der Stege 34 ist die Wahrscheinlichkeit des Steckenbleibens
von Partikeln geringer als bei der druckseitigen Blattfeder 22. Falls erforderlich,
ist es selbstverständlich auch hier möglich, durch (nicht gezeigte) Vertiefungen,
die jeweils unterhalb der Stege 34 in der Ventilplatte angeordnet sind, diese Wahrscheinlichkeit
noch weiter zu verringern.
[0038] Zwar ist in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen der Verdichter stets durch
ein linear oszillierendes Antriebsaggregat angetrieben, doch ist für den Fachmann
unmittelbar einsichtig, dass die beschriebene Verdichterkammer auch geeignet ist,
um von einem rotierenden Motor über eine Pleuelstange angetrieben zu werden.
1. Verdichter mit einer Verdichterkammer, in der ein Kolben (32) bewegbar ist, und einer
die Verdichterkammer begrenzenden Ventilplatte (12), in der wenigstens ein Ventil
durch ein in einer Schließstellung eine Öffnung (18) der Ventilplatte (12) überdeckendes
Blatt (22) gebildet ist, wobei einem mittleren Abschnitt (40) des Blatts (22), der
zwischen einer an der Ventilplatte (12) fixierten Wurzel (25) des Blatts und einem
die Öffnung (18) verschließenden Kopf des Blatts (22) liegt, eine Aussparung (39)
der Ventilplatte (12) gegenüberliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (39) sich bis unter die Wurzel (25) erstreckt.
2. Verdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (39) sich über einen Rand des Blatts (22) hinaus erstreckt.
3. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (22) in einem Spalt zwischen der Ventilplatte (12) und einem hubbegrenzenden
Element (41) beweglich ist.
4. Verdichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das hubbegrenzende Element (41) an der Wurzel (25) des Blatts (22) anliegt und entlang
des mittleren Abschnitts (44) des Blatts (22) kontinuierlich gekrümmt ist.
5. Verdichter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das hubbegrenzende Element (41) und das Blatt (22) gemeinsam an der Ventilplatte
(12) vernietet sind.
6. Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß (25) des Blatts (22) durch Passnieten (24) an der Ventilplatte (12) fixiert
ist.
7. Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (22) elastisch biegsam ist und die Schließstellung eine Ruhestellung des
Blatts (22) ist.
8. Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (18) eine Auslassöffnung der Verdichterkammer ist.
9. Verdichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (18) auf der Längsachse der Verdichterkammer angeordnet ist und ein in
der Verdichterkammer um deren Achse drehbarer Kolben (32) einen in einer Totpunktstellung
in die Öffnung (18) eingreifenden Verdrängerabschnitt (33) trägt.
10. Verdichter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einlassöffnung (19) außermittig in der Ventilplatte (12) angeordnet ist.
11. Verdichter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (19) sich bogenförmig um die Auslassöffnung (18) erstreckt.
12. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung eine Einlassöffnung der Verdichterkammer ist.
13. Verdichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (23) eine zentrale Öffnung (28) aufweist, die auf eine in der Ventilplatte
(12) gebildete Auslassöffnung (18) ausgerichtet ist.
1. Compressor comprising a compressor chamber, in which a piston (32) can be moved, and
a valve plate (12) delimiting the compressor chamber, in which at least one valve
is formed by a blade (22) covering an opening (18) in the valve plate (12) in a closed
position, wherein a recess (39) in the valve plate (12) lies opposite a centre section
(40) of the blade (22), which is positioned between a base (25) of the blade that
is fixed to the valve plate (12) and a head of the blade (22) that closes the opening
(18), characterised in that the recess (39) extends to below the base (25).
2. Compressor according to claim 1, characterised in that the recess (39) extends beyond an edge of the blade (22).
3. Compressor according to one of claims 1 or 2, characterised in that the blade (22) can be moved in a gap between the valve plate (12) and a lift-limiting
element (41).
4. Compressor according to claim 3, characterised in that the lift-limiting element (41) rests against the base (25) of the blade (22) and
is continuously curved along the centre section (44) of the blade (22).
5. Compressor according to claim 3 or 4, characterised in that the lift-limiting element (41) and the blade (22) are riveted to the valve plate
(12) in a common manner.
6. Compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the foot (25) of the blade (22) is fixed to the valve plate (12) by tolerance rivets
(24).
7. Compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the blade (22) is able to bend elastically and the closed position is a rest position
of the blade (22).
8. Compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the opening (18) is an outlet opening of the compressor chamber.
9. Compressor according to claim 8, characterised in that the opening (18) is disposed on the longitudinal axis of the compressor chamber and
a piston (32) that can be rotated in the compressor chamber about its axis supports
a displacer section (33) that engages in the opening (18) in a dead point position.
10. Compressor according to claim 9, characterised in that an inlet opening (19) is disposed off-centre in the valve plate (12).
11. Compressor according to claim 10, characterised in that the inlet opening (19) extends in the manner of an arc around the outlet opening
(18).
12. Compressor according to one of claims 1 to 7, characterised in that the opening is an inlet opening of the compressor chamber.
13. Compressor according to claim 12, characterised in that the blade (23) has a central opening (28), which is aligned with an outlet opening
(18) formed in the valve plate (12).
1. Compresseur comprenant une chambre de compresseur, dans laquelle un piston (32) est
déplaçable, et une plaque porte-soupape (12) délimitant la chambre de compresseur,
dans laquelle plaque porte-soupape (12) est formée au moins une soupape par une lamelle
(22) recouvrant une ouverture (18) de la plaque porte-soupape (12) dans une position
de fermeture, un évidement (39) de la plaque porte-soupape (12) étant situé à l'opposé
d'une section médiane (40) de la lamelle (22), laquelle section médiane est située
entre une racine (25) de la lamelle, fixée sur la plaque porte-soupape (12), et une
tête de la lamelle (22), fermant l'ouverture (18), caractérisé en ce que l'évidement (39) s'étend jusqu'en dessous de la racine (25).
2. Compresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'évidement (39) s'étend au-delà d'un bord de la lamelle (22).
3. Compresseur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la lamelle (22) est déplaçable dans une fente entre la plaque porte-soupape (12)
et un élément (41) limiteur de course.
4. Compresseur selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément (41) limiteur de course est adjacent à la racine (25) de la lamelle (22)
et est courbé de manière continue le long de la section médiane (44) de la lamelle
(22).
5. Compresseur selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'élément (41) limiteur de course et la lamelle (22) sont rivetés ensemble sur la
plaque porte-soupape (12).
6. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le pied (25) de la lamelle (22) est fixé sur la plaque porte-soupape (12) par des
rivets (24).
7. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la lamelle (22) est flexible de manière élastique et en ce que la position de fermeture est une position de repos de la lamelle (22).
8. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture (18) est une ouverture de sortie de la chambre de compresseur.
9. Compresseur selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'ouverture (18) est disposée sur l'axe longitudinal de la chambre de compresseur
et en ce qu'un piston (32) dans la chambre de compresseur tournant autour de l'axe de la chambre
de compresseur porte une section de déplacement (33) ayant prise dans l'ouverture
(18) dans une position de point mort.
10. Compresseur selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une ouverture d'entrée (19) est disposée de manière excentrée dans la plaque porte-soupape
(12).
11. Compresseur selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'ouverture d'entrée (19) s'étend de manière courbée autour de l'ouverture de sortie
(18).
12. Compresseur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ouverture est une ouverture d'entrée de la chambre de compresseur.
13. Compresseur selon la revendication 12, caractérisé en ce que la lamelle (23) présente une ouverture centrale (28) qui est orientée vers une ouverture
de sortie (18) formée dans la plaque porte-soupape (12).