[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verdichteraggregat, insbesondere ein Linearverdichteraggregat,
das zum Verdichten von Kältemittel in einem Kältegerät geeignet ist.
[0002] Ein Verdichter für ein Kältegerät stellt einen Hauptenergieverbraucher innerhalb
des Kältegeräts dar, so dass es wünschenswert ist, dass der Verdichter einen möglichst
hohen Wirkungsgrad erzielt. Ein wichtiger den Wirkungsgrad einschränkender Faktor
sind Energieverluste, die beim Ansaugen des unter niedrigem Druck stehenden Kältemittels
in den Verdichter auftreten. Die hierbei auftretende Verlustleistung ist proportional
zu Δp dV/dt, wobei Δp den Druckabfall am Einlass des Verdichters und dV/dt den Volumendurchsatz
bezeichnet. Ein Druckabfall am Verdichterauslass fällt demgegenüber aufgrund des am
Auslass wesentlich geringeren Volumendurchsatzes kaum ins Gewicht. Eine weitere wichtige
Ursache von Verlusten ist eine Erwärmung des Kältemittels vor dem Verdichten, denn
aufgrund der Erwärmung verringert sich die Masse des in jedem Zyklus des Verdichters
eingesaugten Kältemittels. Eine solche Erwärmung kann insbesondere bei gekapselten
Verdichtern wie etwa aus der Patentschrift
US 5358 386 A1 bekannt auftreten. Hier ist der Verdichter in einer Kapsel aufgehängt und saugt Kältemittel
aus der ihn umgebenden Kapsel an. Je länger sich das Kältemittel in der Kapsel aufhält,
bevor es angesaugt wird, um so mehr Abwärme des Verdichters nimmt es auf.
[0003] Ein Linearverdichteraggregat nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der Patentschrift
US 6 328 544 B1 bekannt. Hier liegt einem Sauganschluss des in einer Kapsel aufgehängten Verdichters
ein Einlassanschluss der Kapsel direkt gegenüber. Dadurch soll der Weg des Kältemittels
vom Einlassanschluss in den Verdichter minimiert werden, so dass das Kältemittel wenig
Zeit hat, sich in der Kapsel zu erwärmen. Da der Verdichter im Betrieb hin und her
schwingt, liegen sich Einlassanschluss und Sauganschluss nicht ständig gegenüber,
so dass der Verdichter während eines Teils seiner Bewegung auch warmes Kältemittel
aus der Kapsel ansaugt. Außerdem bewirkt die Bewegung des Verdichters eine Durchmischung
von frisch eingesaugtem und bereits länger in der Kapsel befindlichem Kältemittel.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein hinsichtlich des Wirkungsgrades weiter
optimiertes Linearverdichteraggregat zu schaffen.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Linearverdichteraggregat, umfassend eine
Kapsel und einen in der Kapsel schwingfähig montierten Hauptverdichter, der eine von
zwei linear oszillierend gegeneinander beweglichen Elementen begrenzte Hauptverdichterkammer
umfasst, eine Vorverdichterkammer von einem ersten der beweglichen Elemente und einem
kapselfesten Element begrenzt ist. Durch die oszillierenden Bewegungen der beweglichen
Elemente wird eine Schwingung des Hauptverdichters innerhalb der Kapsel hervorgerufen.
Da eines der beweglichen Elemente zusammen mit einem fest an der Kapsel angeordneten
Element die Vorverdichterkammer bildet, kann die Schwingung des Hauptverdichters gegen
eine Innenwand der Kapsel ausgenutzt werden, um das Kältemittel bereits vor seinem
Eintritt in den Hauptverdichter zu verdichten. Die damit verbundene Volumenverringerung
reduziert die mit dem Druckabfall am Einlass des Verdichters verbundenen Verluste
Δp dV/dt. Außerdem dämpft sie die Schwingung des Hauptverdichters in Bezug auf die
Kapsel, die eine wesentliche Ursache des Betriebsgeräuschs des Verdichters ist.
[0006] Wenn hierbei das kapselfeste Element und das zweite bewegliche Element sich beiderseits
des ersten beweglichen Elements gegenüberliegen, kann in vorteilhafter Weise eine
gegentaktige Volumenänderung von Hauptverdichterkammer und Vorverdichterkammer erreicht
werden. D.h. in der Vorverdichterkammer wird immer dann Kältemittel komprimiert, wenn
die Hauptverdichterkammer ansaugt, so dass die Vorverdichtung den Ansaugvorgang in
idealer Weise unterstützt.
[0007] Besondere Vorteile hinsichtlich der Schwingungsbewegungen des Hauptverdichters ergeben
sich, wenn der Schwerpunkt des Hauptverdichters auf einer zur Bewegungsrichtung des
Hauptverdichters parallelen Symmetrieachse der Vorverdichterkammer liegt. So kann
erreicht werden, dass die Schwingungskräfte immer entlang der Symmetrieachse wirken
und keine Drehmomente auftreten, die die Effektivität der Schwingung beeinträchtigende
Rotations- oder Schlingerbewegungen des Hauptverdichters anregen könnten.
[0008] Insbesondere wenn das erste bewegliche Element ein Zylinder und das zweite bewegliche
Element ein Kolben der Hauptverdichterkammer ist, so kann die durch den sich im Zylinder
hin- und herbewegenden Kolben hervorgerufene Schwingung des Hauptverdichters in vorteilhafter
Weise für einen zusätzlichen Verdichtungseffekt ausgenutzt werden.
[0009] Für eine besonders kurze Verbindung zwischen Vorverdichterkammer und Hauptverdichterkammer
ist es vorteilhaft, wenn ein die Verdichterkammern verbindender Durchgang durch das
erste bewegliche Element verläuft. So kann das Kältemittel auf sehr kurzem Weg in
die Hauptverdichterkammer gelangen und unterliegt keiner unnötigen Erwärmung.
[0010] Vorteile hinsichtlich einer schnellen Durchleitung des Kältemittels ergeben sich
zudem, wenn ein Sauganschluss der Kapsel in die Vorverdichterkammer mündet. So wird
frisch in die Kapsel eingesaugtes Kältemittel praktisch unverzüglich in den Verdichter
eingespeist, und allenfalls eine kleine Menge an erwärmtem Kältemittel aus einem Innenraum
der Kapsel kann mit in die Vorverdichterkammer strömen.
[0011] Wenn darüber hinaus der Sauganschluss und der Durchgang aus entgegengesetzten Richtungen
in die Vorverdichterkammer einmünden, kann dieser Effekt zusätzlich günstig beeinflusst
werden, da der Impuls, den das Kältemittel aus dem Sauganschluss mitbringt, es unmittelbar
in den Durchgang weitertreibt.
[0012] Insbesondere wenn hierbei der Sauganschluss und der Durchgang auf einer Linie liegen,
kann eine strömungsgünstige Anordnung erreicht werden, so dass der Durchfluss des
Kältemittels weiter optimiert werden kann.
[0013] Ein unnötiger Druckverlust für das in die Vorverdichterkammer einströmende Kältemittel
kann vermieden werden, indem die Vorverdichterkammer saugseitig nicht durch ein Ventil
abgeschlossen ist. Zudem können dadurch konstruktive Vorteile durch die Verringerung
der Zahl von Bauteilen bewirkt werden.
[0014] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Vorverdichterkammer mit einem die beweglichen
Elemente umgebenden Innenraum der Kapsel über einen Spalt kommuniziert. So kann ein
berührungsloses Aneinandergleiten der die Vorverdichterkammer bildenden Bauteile erreicht
und eine Geräuschminimierung im Betrieb des Verdichters bewirkt werden. Zudem wird
vermieden, dass aus dem Hauptverdichter leckendes Kältemittel sich in der Kapsel staut.
[0015] Vorzugsweise ist der Spalt im Wesentlichen geschlossen, wenn die Vorverdichterkammer
sich in einer ersten Totpunktkonfiguration befindet, und ist offen, wenn die Vorverdichterkammer
sich in einer zweiten Totpunktkonfiguration befindet. Die erste Totpunktkonfiguration
kann sich beispielsweise an einem Ende einer Expansionsphase der Hauptverdichterkammer
bzw. einer Kompressionsphase der Vorverdichterkammer einstellen, die zweite Totpunktkonfiguration
kann am Beginn der Expansionsphase der Hauptverdichterkammer bzw. der Kompressionsphase
der Vorverdichterkammer bestehen. Wenn der Spalt in der ersten Totpunktkonfiguration
geschlossen ist, ist sichergestellt, dass der vorverdichtete Inhalt der Vorverdichterkammer
so vollständig wie möglich in die Hauptverdichterkammer verdrängt wird und nicht nutzlos
ins Innere der Kapsel hinein entweicht. In der Umgebung des zweiten Totpunkts hingegen
findet ein Druckausgleich zwischen der Vorverdichterkammer und dem Innenraum der Kapsel
statt, so dass sich das Kältemittel nicht im Innenraum aufstauen kann.
[0016] Dieser Effekt kann insbesondere dadurch verstärkt werden, dass die Größe des Spalts
mit der Nähe zur zweiten Totpunktkonfiguration zunimmt.
[0017] Um einen solchen variablen Spalt zu realisieren, weist in einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung wenigstens eines der die Vorverdichterkammer begrenzenden Elemente eine
sich in Oszillationsrichtung divergierende Umfangsfläche auf.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein Linearverdichteraggregat gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- einen schematischen Schnitt durch eine Vorverdichterkammer in einer ersten Ausgestaltung
der Erfindung;
- Fig. 3
- einen schematischen Schnitt durch die Vorverdichterkammer in einer zweiten Ausgestaltung
der Erfindung;
- Fig. 4
- einen schematischen Schnitt durch die Vorverdichterkammer in einer dritten Ausgestaltung
der Erfindung; und
- Fig. 5
- einen schematischen Schnitt durch die Vorverdichterkammer in einer vierten Ausgestaltung
der Erfindung.
[0019] In Fig. 1 ist ein schematischer Teilschnitt durch ein erfindungsgemäßes Linearverdichteraggregat
dargestellt. Eine Kapsel 1 umschließt - hermetisch bis auf einen Sauganschluss 19
und einen in der Fig. 1 nicht gezeigten Druckanschluss - einen Linearverdichter, von
dem im wesentlichen ein Zylinder 10 und ein in dem Zylinder 10 beweglicher Kolben
21 zu sehen ist. Ein nicht gezeigtes Antriebsaggregat des Linearverdichters umfasst
in an sich bekannter Weise einen über eine Kolbenstange 16 mit dem Kolben 21 verbundenen
permanentmagnetischen Anker, der in einem Luftspalt eines Elektromagneten in Richtung
der Kolbenstange 16 schwingfähig aufgehängt und einem oszillierenden Magnetfeld ausgesetzt
ist.
[0020] Der gesamte Linearverdichter, mit Antriebsaggregat, Zylinder 10 und Kolben 21, ist
wiederum schwingfähig in der Kapsel aufgehängt. Dies hat zur Folge, dass wenn der
Kolben 21 von dem Antriebsaggregat zu einer Schwingbewegung angetrieben wird, der
Kolben 21 und der Zylinder 10 gegenläufige Bewegungen ausführen.
[0021] Der Zylinder hat 10 einen rohrförmigen Mantel 20 und eine ein Ende des Mantels 20
verschließende Stirnwand 22. Ein Saugdurchgang 24 erstreckt sich axial durch die Stirnwand
22. An seinem in eine von Zylinder 10 und Kolben 21 begrenzte Hauptverdichterkammer
23 einmündenden Ende ist ein Rückschlagventil 25 angeordnet, welches einen Fluss von
Kältemittel nur vom Saugdurchgang 24 in die Hauptverdichterkammer 23 zulässt.
[0022] Der Mantel 20 und die Stirnwand 22 sind hohl, ein von ihnen begrenzter Hohlraum 30
kommuniziert mit der Hauptverdichterkammer 23 über ein Rückschlagventil 26, das einen
Fluss von Kältemittel nur von der Hauptverdichterkammer 23 in den Hohlraum 30 zulässt,
sowie über eine Vielzahl von über die Innenseite des Mantels 20 verteilten Bohrungen
29.
[0023] Durch die Hin- und Herbewegung von Kolben 21 und Zylinder 10 wird Kältemittel über
den Saugdurchgang 24 in die Hauptverdichterkammer 23 eingesaugt und unter Druck in
den Hohlraum 30 ausgestoßen. Von dort über die Bohrungen 29 ins Innere des Zylinders
10 zurückfließendes Kältemittel bildet ein Gaskissen, auf dem der Kolben 21 berührungslos
hin- und herschwingt, und tritt schließlich an einem nicht gezeigten offenen rückwärtigen
Ende des Zylinders in den Innenraum 18 der Kapsel aus.
[0024] Eine Druckleitung 27, die von dem Hohlraum 30 ausgeht, verläuft in (nicht dargestellten)
Windungen und/oder Biegungen zu dem Druckanschluss, der an dem dem Sauganschluss 19
gegenüberliegenden Ende der Kapsel 1 angeordnet ist. An diesem Druckanschluss tritt
das verdichtete Kältemittel aus, das nicht zur Aufrechterhaltung des Gaskissens gebraucht
wurde.
[0025] Der Saugdurchgang 24 erstreckt sich durch einen von der Stirnwand 22 zum Sauganschluss
19 der Kapsel 1 hin überstehenden Vorsprung 31, der in einen fest mit der Kapsel 1
verbundenen Rohrabschnitt 32 axial verschiebbar eingreift. Der Vorsprung 31 und der
Rohrabschnitt 32 begrenzen eine Vorverdichterkammer 33. Eine gemeinsame Symmetrieachse
34 von Vor- und Hauptverdichterkammer 33, 23 erstreckt sich entlang des Sauganschlusses
19 und des Saugdurchgangs 24. Die Vorverdichterkammer 33 ist zum Sauganschluss 19
hin nicht durch ein Rückschlagventil abgeschlossen.
[0026] In einer Ansaugphase der Hauptverdichterkammer 23, wenn der Kolben 21 sich von der
Stirnwand 22 entfernt, bewegt sich der Zylinder 10 und mit ihm der Vorsprung 31 auf
den Sauganschluss 19 zu. Dadurch verkleinert sich die Vorverdichterkammer 33, und
darin enthaltenes Kältemittel wird vorverdichtet. Die Vorverdichtung reduziert das
Volumen des Kältemittels, das das Rückschlagventil 25 passieren muss, und verringert
so die an dem Rückschlagventil 25 anfallende Verlustleistung. Darüber hinaus sorgt
der Überdruck in der Vorverdichterkammer 33 dafür, dass auch gegen Ende der Ansaugphase,
wenn der Unterdruck in der Hauptverdichterkammer 23 bereits weitgehend ausgeglichen
ist, weiteres Kältemittel in die Hauptverdichterkammer 23 strömt. Dadurch ist in jedem
Bewegungszyklus des Verdichters in die Hauptverdichterkammer 23 aufgenommene Masse
an Kältemittel deutlich größer als bei einem herkömmlichen Verdichter mit gleich großer
Hauptverdichterkammer, aber ohne Vorverdichterkammer.
[0027] Die in der Vorverdichterkammer 33 stattfindende Verdichtung dämpft die Schwingung
des Verdichters. Da beide Verdichterkammern 23, 33 dieselbe Symmetrieachse 34 haben,
liegen die in den beiden Kammern auftretenden Kräfte auf einer gleichen Linie, und
es treten keinerlei Drehmomente auf, die eine Schlingerbewegung des Verdichters anregen
und zu Reibkontakt der gegeneinander beweglichen Teile der beiden Kammern führen könnten.
[0028] Die Darstellungen in den Fig. 2 bis 5 zeigen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung,
wobei jede der Figuren einen vergrößerten Schnitt durch die Vorverdichterkammer 33
entlang der Symmetrieachse 34 zeigt.
[0029] Fig. 2 ist eine vergrößerte Darstellung der Vorverdichterkammer 33 aus Fig. 1. Der
Rohrabschnitt 32 hat einen entlang der Achse 34 gleich bleibenden Durchmesser, genauso
wie der als Kolben wirkende Vorsprung 31. Der Durchmesser des Vorsprungs 31 ist geringfügig
kleiner als der des Rohrabschnitts 32 , so dass beide einander im Laufe ihrer Bewegung
nicht berühren. So wird vermieden, dass Schleifgeräusche in der Vorverdichterkammer
33 entstehen und dass Körperschall vom Antriebsaggregat und der Hauptverdichterkammer
23 auf die Kapsel 1 übertragen und von dieser abgestrahlt wird.
[0030] Während einer Kompressionsphase der Vorverdichterkammer 33 kann ein Teil des über
den Sauganschluss 19 eingesaugten Kältemittels durch einen Spalt 35 zwischen dem Vorsprung
31 und dem Rohrabschnitt 32 hindurch in den Innenraum 18 entweichen. Mit zunehmender
Länge des dabei zu passierenden Spaltes 35 nimmt diese Menge jedoch ab, so dass gerade
in der Nähe des Totpunktes am Ende der Kompressionsphase die Verluste gering sind
und das Kältemittel effektiv in die Hauptverdichterkammer 23 überführt wird. In einer
anschließenden Expansionsphase wird Kältemittel durch den Spalt 35 aus dem Innenraum
18 zurück in die Vorverdichterkammer 33 gesaugt.
[0031] Fig. 2 zeigt den Vorsprung 31 in einer unteren Totpunktstellung mit maximalem Volumen
der Vorverdichterkammer 33 und als gestrichelten Umriss 31' eine obere Totpunktstellung
des Vorsprungs 31 mit minimalem Volumen der Vorverdichterkammer 33.
[0032] Der Bewegungsspielraum des Vorsprungs 31 gegenüber dem Rohrabschnitt 32 ist so festgelegt,
dass beide nie komplett außer Eingriff geraten. Wenn der Vorsprung 31 aus dem Rohrabschnitt
31 vollständig ausrücken könnte, dann könnte eine Seitwärtsbewegung des Vorsprungs
31 dazu führen, dass er nicht in den Rohrabschnitt 32 zurückfindet, und eine Blockade
des Verdichters wäre die Folge. Kältemittel, das aus dem Innenraum 18 in die Vorverdichterkammer
33 fließt, muss daher den Spalt 35 passieren. Es ergibt sich so das Problem, dass
zwar einerseits ein enger Spalt 35 wünschenswert ist, um Kältemittel aus der Vorverdichterkammer
33 möglichst vollständig in die Hauptverdichterkammer 23 zu überführen, dass aber
ein zu enger Spalt 35 das Kältemittel im Innenraum 18 daran hindert, in die Vorverdichterkammer
33 abzufließen, was wiederum für den Wirkungsgrad ungünstig ist.
[0033] Eine in dieser Hinsicht verbesserte Ausführung ist in Fig. 3 dargestellt. Hier ist
ein dem Sauganschluss19 zugewandtes Ende des Vorsprungs 31 konvex gewölbt, und der
Rohrabschnitt 32 ist komplementär dazu rings um den Sauganschluss konvex gewölbt.
Auch wenn die Bewegungsfreiheit des Vorsprungs 31 so groß ist, dass dieser an seinem
unteren Totpunkt aus dem Rohrabschnitt 32 ausrückt, sorgt die gewölbte Stirnfläche
des Vorsprungs 31 dafür, dass dieser zuverlässig wieder in den Rohrabschnitt 32 einrückt.
Es ist aber nicht einmal nötig, die Bewegungsfreiheit des Vorsprungs 31 so groß zu
machen, denn wenn am unteren Totpunkt der gekrümmte Bereich des Vorsprungs 31 wie
in Fig. 3 gezeigt in Höhe des offenen Endes des Rohrabschnitts 32 liegt, wird der
Spalt 35 so breit, dass er dem Zustrom von Kältemittel aus dem Innenraum 18 in die
Vorverdichterkammer 33 keinen merklichen Widerstand mehr entgegensetzt.
[0034] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform besitzt das dem Sauganschluss 19
zugewandte Ende des Vorsprungs 31 die Form eines Kegelstumpfs, wobei die kleine Grundfläche
des Kegelstumpfs in Richtung des Sauganschlusses 19 weist und die Innenwand des Rohrabschnitts
32 eine gegengleiche Vertiefung besitzt, um den Vorsprung 31 aufzunehmen. Eine Achse
des Kegelstumpfs fällt mit der Symmetrieachse 34 der Vorverdichterkammer 33 zusammen.
Ein Umfang einer Mantelfläche 36 des Vorsprungs 31 divergiert in Richtung der Schwingungsbewegungen
des Verdichters, wobei der kleinste Umfang des Vorsprungs 31 an der stumpfen Kegelspitze
erreicht ist.
[0035] Diese Ausführungsform ermöglicht ebenfalls einen großen Bewegungsspielraum des Vorsprungs
31 gegenüber dem Rohrabschnitt 32. Die Abdichtungswirkung des Spalts 35 ist allerdings
in der Nähe des durch den gestrichelten Umriss 31' angedeuteten oberen Totpunktes
des Vorsprungs 31 am Ende der Kompressionsphase nicht so effektiv wie in den Ausführungen
aus Fig. 2 und Fig. 3.
[0036] Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführung sind Merkmale der Ausgestaltungen aus Fig.
2 und Fig. 4 kombiniert. Der Vorsprung 31 trägt hier am dem Rohrabschnitt 32 zugewandten
Ende zunächst wieder einen stumpfkegelförmig schmäler zulaufenden Abschnitt, welcher
in Richtung des Rohrabschnitts 32 durch einen Abschnitt mit gleichbleibendem Durchmesser
fortgesetzt ist, so dass die Mantelfläche 36 eine Abstufung aufweist. Die Vertiefung
in der Innenwand des Rohrabschnitts 32 besitzt im Bereich der größten Eintiefung ebenfalls
einen Abschnitt mit gleichbleibendem Durchmesser, wobei die Innenwand eine der Abstufung
am Vorsprung 31 gegengleiche Form hat.
[0037] Am Ende der Expansionsphase bei maximaler Entfernung zwischen Vorsprung 31 und Rohrabschnitt
32 wird so eine ausreichende Menge des Kältemittels vom Innenraum 18 durch den Spalt
35 in die Vorverdichterkammer 33 angesaugt, jedoch dichtet die ineinandergreifende
Form von Vorsprung 31 und Rohrabschnitt 32 bei fortschreitender Annäherung des Vorsprungs
31 an den Rohrabschnitt 32 am Ende der Kompressionsphase den Spalt 35 ab, so dass
die Vorverdichterkammer 33 eine sehr effektive Kompressionswirkung erreicht.
[0038] Bei den bisher erläuterten Ausführungsformen der Erfindung ist jeweils der dem Innenraum
18 der Kapsel 1 zugewandte Rohrabschnitt 32 fest mit der Kapsel 1 verbunden, während
der als Kolben fungierende Vorsprung 31 gegenüber dem Rohrabschnitt 32 und somit gegenüber
der Kapsel 1 beweglich ist. In weiteren Ausführungen der Erfindung können Vorsprung
31 und Rohrabschnitt 32 auch vertauscht sein, wobei dann das mit der Kapsel 1 verbundene
Ende des Sauganschlusses 19 den Vorsprung 31 trägt, welcher in den Innenraum 18 hineinragt,
und das dem Sauganschluss 19 zugewandte Ende des Saugdurchgangs 24 den Rohrabschnitt
32 trägt, der gegen den Vorsprung 31 und somit gegen die Kapsel 1 beweglich ist.
[0039] Denkbar ist auch, dass, nicht wie in Fig. 1 gezeigt ein Vorsprung 31 mit geringerem
Durchmesser als dem des Zylinders 10 von der Stirnwand 22 übersteht, sondern dass
die Stirnwand 22 selber als Kolben der Vorverdichterkammer 33 in den Rohrabschnitt
32 eintaucht.
1. Linearverdichteraggregat, umfassend eine Kapsel (1) und einen in der Kapsel (1) schwingfähig
montierten Hauptverdichter, der eine von zwei linear oszillierend gegeneinander beweglichen
Elementen (10, 21) begrenzte Hauptverdichterkammer (23) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorverdichterkammer (33) von einem ersten der beweglichen Elemente (10, 31)
und einem kapselfesten Element (32) begrenzt ist.
2. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das kapselfeste Element (32) und das zweite bewegliche Element (21) sich beiderseits
des ersten beweglichen Elements (10, 31) gegenüberliegen.
3. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt des Hauptverdichters auf einer zur Bewegungsrichtung des Hauptverdichters
parallelen Symmetrieachse (34) der Vorverdichterkammer (33) liegt.
4. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bewegliche Element ein Zylinder (10) und das zweite bewegliche Element
(21) ein Kolben der Hauptverdichterkammer (23) ist.
5. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Verdichterkammern (23, 33) verbindender Durchgang (24) durch das erste bewegliche
Element (10) verläuft.
6. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sauganschluss (19) der Kapsel (1) in die Vorverdichterkammer (33) mündet.
7. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 5 und Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauganschluss (19) und der Durchgang (24) aus entgegengesetzten Richtungen in
die Vorverdichterkammer (33) einmünden.
8. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauganschluss (19) und der Durchgang (24) auf einer Linie (34) liegen.
9. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorverdichterkammer (33) saugseitig nicht durch ein Ventil abgeschlossen ist.
10. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorverdichterkammer (33) mit einem die beweglichen Elemente (10, 21) umgebenden
Innenraum (18) der Kapsel (1) über einen Spalt (35) kommuniziert.
11. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (35) im Wesentlichen geschlossen ist, wenn die Vorverdichterkammer(33)
sich in einer ersten Totpunktkonfiguration befindet, und offen ist, wenn die Vorverdichterkammer
(33) sich in einer zweiten Totpunktkonfiguration befindet.
12. Linearverdichteraggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Spalts (35) um so größer ist, je näher an der zweiten Totpunktkonfiguration
sich die Vorverdichterkammer (33) befindet.
13. Linearverdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der die Vorverdichterkammer (33) begrenzenden Elemente (31, 32)
eine in Oszillationsrichtung (17) divergierende Umfangsfläche (36) aufweist.
1. Linear compressor unit, comprising a capsule (1) and a main compressor, which is mounted
in the capsule (1) to be capable of oscillation and which comprises a main compressor
chamber (23) bounded by two elements (10, 21) which are movable relative to one another
in linear oscillation, characterised in that a pre-compressor chamber (33) is bounded by a first one of the movable elements (10,
31) and an element (32) fixed relative to the capsule.
2. Linear compressor unit according to claim 1, characterised in that the element (32) fixed relative to the capsule and the second movable element (21)
are opposite one another on either side of the first movable element (10, 31).
3. Linear compressor unit according to claim 1 or 2, characterised in that the centre of gravity of the main compressor lies on an axis (34) of symmetry, which
is parallel to the direction of movement of the main compressor, of the pre-compressor
chamber (33).
4. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the first movable element (10) is a cylinder and the second movable element (21)
is a piston of the main compressor chamber (23).
5. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that a passage (24) connecting the compressor chambers (23, 33) runs through the first
movable element (10).
6. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that a suction connection (19) of the capsule (1) opens into the pre-compressor chamber
(33).
7. Linear compressor unit according to claim 5 and claim 6, characterised in that the suction connection (19) and the passage (24) open into the pre-compressor chamber
(33) from opposite directions.
8. Linear compressor unit according to claim 7, characterised in that the suction connection (19) and the passage (24) lie on a line (34).
9. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the pre-compressor chamber (33) is not closed on the suction side by a valve.
10. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the pre-compressor chamber (33) communicates with an interior space (18), which is
surrounded by the movable elements (10, 21), of the capsule (1) via a gap (35).
11. Linear compressor unit according to claim 10, characterised in that the gap (35) is substantially closed when the pre-compressor chamber (33) is disposed
in a first dead-centre configuration and is open when the pre-compressor chamber (33)
is disposed in a second dead-centre configuration.
12. Linear compressor unit according to claim 10, characterised in that the cross-section (35) is larger the closer to the second dead-centre configuration
the precompression chamber (33) is located.
13. Linear compressor unit according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the elements (31, 32) bounding the pre-compressor chamber (33) has
a circumferential surface (36) diverging in oscillation direction (17).
1. Ensemble compresseur linéaire, comprenant une capsule (1) et un compresseur principal
monté de manière oscillante dans la capsule (1) qui comprend une chambre de compresseur
principal (23) limitée par deux éléments (10, 21) mobiles effectuant un mouvement
linéaire oscillant l'un par rapport à l'autre, caractérisé en ce qu'une chambre de précompresseur (33) est limitée par un premier des éléments mobiles
(10, 31) et par un élément (32) fixe sur la capsule.
2. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément (32) fixe sur la capsule et le second élément mobile (21) sont face l'un
à l'autre sur les deux côtés du premier élément mobile (10, 31).
3. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le centre de gravité du compresseur principal est situé sur un axe de symétrie (34)
de la chambre de précompresseur (33) parallèle à la direction de mouvement du compresseur
principal.
4. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier élément mobile est un cylindre (10) et le second élément mobile (21) est
un piston de la chambre de compresseur principal (23).
5. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un passage (24) reliant les chambres de compresseur (23, 33) s'étend à travers le
premier élément mobile (10).
6. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un raccord d'aspiration (19) de la capsule (1) débouche dans la chambre de précompresseur
(33).
7. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le raccord d'aspiration (19) et le passage (24) débouchent de directions opposées
dans la chambre de précompresseur (33).
8. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 7, caractérisé en ce que le raccord d'aspiration (19) et le passage (24) sont situés sur une ligne (34).
9. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre de précompresseur (33) n'est pas fermée par une soupape sur le côté d'aspiration.
10. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre de précompresseur (33) communique avec un espace intérieur (18) de la
capsule (1) entourant les éléments mobiles (10, 21) par le biais d'une fente (35).
11. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que la fente (35) est essentiellement fermée lorsque la chambre de précompresseur (33)
se trouve dans une première configuration de point mort et est ouverte lorsque la
chambre de précompresseur (33) se trouve dans une seconde configuration de point mort.
12. Ensemble compresseur linéaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que la section transversale de la fente (35) est d'autant plus grande que la chambre
de précompresseur (33) est plus proche de la seconde configuration de point mort.
13. Ensemble compresseur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un des éléments (31, 32) limitant la chambre de précompresseur (33) possède
une surface circonférentielle (36) dont la direction d'oscillation (17) diverge.