[0001] Antennenvorrichtung für funkbasierte elektronische Geräte Die Erfindung betrifft
eine Antennenvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bekannt, die Gehäusen von funkbasierten elektronischen Geräten, beispielsweise
von mobilen beziehungsweise mobil zu verwendenden Kommunikationsendgeräten, als Kunststoffteil
zu fertigen.
[0003] Die Druckschrift
US2006/0017645 A1, beschreibt eine Antennenvorrichtung, die eine Leiterplatte, eine leitende Abschirmung,
einen ersten Verbindungsabschnitt und einen zweiten Verbindungsabschnitt umfasst.
Die Leiterplatte verfügt über einen Speisepunkt und eine vom Speisepunkt isolierte
Masseebene. Die leitende Abschirmung umgibt die Leiterplatte. Der erste Verbindungsabschnitt
steht im Wesentlichen senkrecht zu der Leiterplatte und verbindet den Speisepunkt
mit der leitenden Abschirmung. Der zweite Verbindungsabschnitt steht im Wesentlichen
senkrecht zu der Leiterplatte und verbindet die Masseebene elektrisch mit der leitenden
Abschirmung.
[0004] Die Druckschrift
WO 02/47200 A1 beschreibt eine - Antenne in Form einer Inverted E-Antenne, bei welcher über der
Fläche einer Leiterplatte ein Bügel in Form eines invertierten E angeordnet ist. Dabei
kann der Bügel auch flächig ausgebildet sein.
[0005] Die Druckschrift
GB 2 301 485 A beschreibt eine Schlitzantenne, bei welcher ein plattenförmiger Leiter senkrecht
auf der oberen Oberfläche eines metallischen Gehäuses angeordnet ist, und die eine
quadratischen Aussparung in Form eines Schlitzes aufweist, deren Länge gleich einer
halben Wellenlänge in Bezug auf eine Benutzerfrequenz ist. Die Schlitzantenne wird
durch einen Koaxialleiter angeregt und regt durch kapazitive Kopplung einen stabförmigen
Leiter halber Wellenlänge an. Dabei können die Platte und der stabförmige Leiter verschiedene
nicht-lineare Formen annehmen.
[0006] Die Druckschrift
JP S57103406 A beschreibt eine Schlitzantenne, bei welcher ein plattenförmiger Leiter parallel zu
einem metallischen Gehäuse angeordnet ist. Dabei sind die Kanten des plattenförmigen
Leiters mit Ausnahme eines Schlitzes an der Stirnseite des Gehäuses geerdet, um einen
Hohlraum-Resonator zu erhalten. Die Länge des Schlitzes ist auf ca. λ/2 und die Länge
in Längsrichtung des Hohlraumresonators wird auf etwa λ/4 eingestellt, wodurch die
Resonanz der Antenne der Resonanz einer Schlitzantenne entspricht.
[0007] Werden metallisierte beziehungsweise metallische Gehäusen verwendet, oder Gehäusen,
die wenigstens zum Teil metallisiert beziehungsweise metallisch sind, besteht das
Problem, dass eine Antennenvorrichtung, die innerhalb des Gehäuses platziert ist,
eine Abschirmwirkung erfährt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antennenvorrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die trotz einer abschirmenden Wirkung eines elektrisch leitenden
Rahmens beziehungsweise eines elektrisch leitenden Gehäuses außen um die Antennenvorrichtung
herum funktionsfähig ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Antennenvorrichtung gelöst, die die
Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
[0010] Eine solche Antennenvorrichtung hat den Vorteil, dass sie verwendbar ist, auch wenn
beziehungsweise gerade weil die Manteloberfläche des Gehäuses eines betreffenden funkbasierten
elektronischen Gerätes wenigstens zum Teil metallisiert beziehungsweise metallisch
ausgebildet ist.
[0011] Danach weist der abgetrennte Resonanzraum zwischen der oben angesprochenen ersten
und zweiten Stelle eine funktechnische Weglänge auf, die an die halbe Wellenlänge
der Arbeitsfrequenz des zu Grunde liegenden funkbasierten elektronischen Gerätes angepasst
ist.
[0012] Diese Anpassung ist wichtig für den Erhalt der gewünschten Parallelresonanz im betreffenden
Resonanzraum.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0014] Die über die Antennenvorrichtung abzustrahlende beziehungsweise zu empfangende Hochfrequenzenergie
kann in den beziehungsweise aus dem besagten abgetrennten Resonanzraum in vorteilhafter
Weise in herkömmlicher Technik galvanisch, induktiv oder kapazitiv ein- beziehungsweise
ausgekoppelt werden. Letztlich lassen sich mit der Antennenvorrichtung gestalterisch
völlig neue funkbasierte elektronische Geräte herstellen.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Figur 1 ein Beispiel einer Antenne in schematischer, dreidimensionaler Darstellung,
Figur 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer, dreidimensionaler
Darstellung,
Figur 3 ein erstes Ankopplungsbeispiel für ein Antennenkabel bei einer Antenne gemäß
der Figur 1,
Figur 4 ein zweites Ankopplungsbeispiel für ein Antennenkabel bei einer Antenne gemäß
der Figur 1, und
Figur 5 ein drittes Ankopplungsbeispiel für ein Antennenkabel bei einer Antenne gemäß
der Figur 1.
[0016] In Figur 2 ist ein funkbasiertes elektronisches Kommunikationsendgerät 1 gezeigt
mit bezogen auf die Erfindung einem grundsätzlichen Blick in das Innere des Kommunikationsendgerätes
1.
[0017] Für alle Darstellungen gemäß den Figuren 1 bis 5 gilt, dass das Kommunikationsendgerät
1 ein Gehäuse 2 aufweist, das eine Manteloberfläche 3 umfasst, die metallisch oder
metallisiert ist.
[0018] Gemäß der Erfindung ist zu Grunde gelegt, dass die gesamte Manteloberfläche 3 des
Gehäuses 2 metallisch oder metallisiert ist.
[0019] Soweit eine Metallisierung vorliegt, kann diese Metallisierung beispielsweise durch
ein Verchromen realisiert sein. Soweit eine metallische Ausbildung vorliegt, ist das
betreffende Teilstück oder das betreffende Stück des Gehäuses 2 massiv metallisch,
zum Beispiel durch ein metallisches Druckgussteil, ausgebildet.
[0020] Das metallisierte oder das massiv metallische Gehäuse 2 bildet einen elektrisch leitenden
Rahmen 5, der ein inneres Gehäusevolumen 6 des Gerätes 1 einmantelt.
[0021] Innerhalb des eingemantelten Gehäusevolumens 6 ist durch das eingemantelte Gehäusevolumen
6 hindurch eine elektrisch leitende Verbindung 7 von einer ersten zu einer zweiten
Stelle 8, 9 jeweils der metallisierten oder metallischen Manteloberfläche 3 hergestellt.
[0022] Die besagte erste und zweite Stelle 8, 9 sind zusammen in der Weise gewählt, dass
innerhalb des eingemantelten Gehäusevolumens 6 durch die elektrisch leitende Verbindung
7 ein funktechnischer Resonanzraum 10 abgetrennt ist mit einer funktechnischen Parallelresonanz
auf einer Arbeitsfrequenz des elektronischen Gerätes 1.
[0023] Hierzu weist der abgetrennte Resonanzraum 10 zwischen der ersten und der zweiten
Stelle 8, 9 eine funktechnische Weglänge 11 auf (der Einfachheit wegen nur in den
Figuren 3 bis 5 gezeigt), die der halben Wellenlänge der Arbeitsfrequenz des Gerätes
1 entspricht.
[0024] In den jeweiligen Figuren 1 bis 5 ist schematisch jeweils eine Anbindung eines Antennenkabels
12 in Bezug auf den jeweils abgetrennten Resonanzraum 10 gezeigt.
[0025] Dabei zeigt jeweils insbesondere die Figur 3 eine Anbindungsmöglichkeit auf galvanische
Art, die Figur 4 eine Anbindungsmöglichkeit auf induktive Art und die Figur 5 eine
Anbindungsmöglichkeit auf kapazitive Art.
[0026] Die elektrisch leitende Verbindung 7 zwischen der besagten ersten und der besagten
zweiten Stelle 8, 9 ist gemäß der Erfindung durch eine elektrisch leitende Fläche
(Figur 2) einer Leiterplatte 13 realisiert sein.
[0027] Die angesprochene Fläche kann beispielsweise eine Kupferlage der Leiterplatte 13
sein.
[0028] Mit Hilfe der angesprochenen Anbindungsmöglichkeiten des Antennenkabels 12 kann über
die auf Grund der oben beschriebenen Maßnahmen speziell gebildeten Antennenvorrichtung
eine abzustrahlende beziehungsweise zu empfangende Hochfrequenzenergie in den beziehungsweise
aus dem abgetrennten Resonanzraum (10) galvanisch, induktiv oder kapazitiv ein- beziehungsweise
ausgekoppelt werden.
1. Funkbasiertes elektronisches Gerät (1) mit einer Antennenvorrichtung, einem die Antennenvorrichtung
beherbergenden Gehäuse (2) und einem funktechnischen Resonanzraum (10), in welchem
sich eine elektromagnetische Welle ausbilden kann, in der Art, dass sich eine Parallelresonanz
auf einer Arbeitsfrequenz des elektronischen Gerätes (1) bildet, wobei das Gehäuse
(2) des Gerätes (1) einen elektrische leitenden Rahmen (5) und eine vordere und eine
hintere Fläche aufweist, und wobei der Rahmen (5) eine Manteloberfläche (3) bildet,
die ein inneres Gehäusevolumen (6) des Gehäuses (2) einmantelt, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des eingemantelten inneren Gehäusevolumens (6) durch das eingemantelte
Gehäusevolumen (6) hindurch eine elektrisch leitende Verbindung (7) von einer ersten
Stelle (8) zu einer zweiten gegenüberliegenden Stelle (9) des elektrisch leitenden
Rahmens (5) hergestellt ist, wobei die erste Stelle (8) und die zweite Stelle (9)
in der Weise an zwei gegenüberliegenden Seiten des elektrisch leitenden Rahmens (5)
angebracht sind, dass innerhalb des eingemantelten Gehäusevolumens (6) durch die elektrisch
leitende Verbindung (7) zwischen der ersten und der zweiten Stelle (8, 9) der funktechnische
Resonanzraum (10) abgetrennt ist, und wobei der abgetrennte Resonanzraum (10) eine
funktechnische Weglänge (11) zwischen der ersten und der zweiten Stelle (8, 9) aufweist,
die an die halbe Wellenlänge der Arbeitsfrequenz des Gerätes (1) angepasst ist; und
die elektrisch leitende Verbindung (7) zwischen der ersten Stelle (8) und der zweiten
Stelle (9) durch eine elektrisch leitende Fläche einer Leiterplatte (13) realisiert
ist wobei die Leiterplatte (13) parallel zu der vorderen Fläche und der hinteren Fläche
des Gehäuses (2) angeordnet ist.
2. Funkbasiertes elektronisches Gerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine über die Antennenvorrichtung abzustrahlende beziehungs
weise zu empfangende Hochfrequenzenergie in den beziehungsweise aus dem abgetrennten
Resonanzraum (10) galvanisch, induktiv oder kapazitiv ein- beziehungsweise auskoppelbar
ist.
3. Funkbasiertes elektronisches Gerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Gerät (1) für die Ein-, beziehungsweise Auskoppelung der abzustrahlenden,
beziehungsweise einzuspeisenden Hochfrequenzenergie aus dem abgetrennten Resonanzraum
(10) ein Antennenkabel (12) aufweist.
1. A wireless electronic device (1), comprising an antenna device, a housing (2) accommodating
the antenna device, and a radio resonant cavity (10), in which an electromagnetic
wave may be formed, in such a way that a parallel resonance forms at a working frequency
of the electronic device (1), the housing (2) of the device (1) comprising an electrically
conductive frame (5) and a front and a rear surface, and the frame (5) forming a lateral
surface (3) which encloses an inner housing volume (6) of the housing (2), characterized in that, inside the enclosed inner housing volume (6), an electrically conductive connection
(7) is established through the enclosed housing volume (6) from a first location (8)
to a second opposing location (9) of the electrically conductive frame (5), the first
location (8) and the second location (9) being attached to two opposite sides of the
electrically conductive frame (5) in such a way that, inside the enclosed housing
volume (6), the radio resonant cavity (10) is partitioned as a result of the electrically
conductive connection (7) between the first and second locations (8, 9), the partitioned
resonant cavity (10) between the first and second locations (8, 9) having a radio
path length (11) which is adapted to one half the wavelength of the working frequency
of the device (1), and the electrically conductive connection (7) between the first
location (8) and the second location (9) being achieved by means of an electrically
conductive surface of a printed circuit board (13), the printed circuit board (13)
being disposed parallel to the front surface and the rear surface of the housing.
2. The wireless electronic device (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a high-frequency energy to be emitted or received via the antenna device may be injected
into or extracted from the partitioned resonant cavity (10) using galvanic, inductive
or capacitive techniques.
3. The wireless electronic device (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic device (1) comprises an antenna cable (12) for injecting or extracting
the high-frequency energy to be emitted by or fed from the partitioned resonant cavity
(10).
1. Appareil électronique basé sur la radiocommunication (1) avec un dispositif d'antenne,
un boîtier (2) abritant le dispositif d'antenne et une chambre de résonance (10) radiotechnique,
dans laquelle une onde électromagnétique peut se développer, de manière qu'une résonance
parallèle se forme sur une fréquence de travail de l'appareil électronique (1), où
le boîtier (2) de l'appareil (1) présente un cadre (5) conducteur électriquement,
et une surface avant et une surface arrière, et où le cadre (5) forme une surface
d'enveloppe (3) qui enveloppe un volume intérieur de boîtier (6) du boîtier (2), caractérisé en ce qu'à l'intérieur du volume intérieur de boîtier (6) enveloppé, une liaison conductrice
électriquement (7) est établie à partir d'une première position (8) vers une deuxième
position (9) se situant en face du cadre (5) conducteur électriquement à travers le
volume de boîtier (6) enveloppé, où la première position (8) et la deuxième position
(9) sont agencées sur deux côtés opposés du cadre (5) conducteur électriquement de
manière qu'à l'intérieur du volume de boîtier (6) enveloppé, la chambre de résonance
(10) radiotechnique est divisée entre les première et seconde positions (8, 9) par
la liaison (7) conductrice électriquement, et où la chambre de résonance (10) divisée
présente une longueur de trajet radio (11 entre les première et deuxième positions
(8, 9) qui est ajustée à la demie longueur d'onde de la fréquence de travail de l'appareil
(1) ; et la liaison (7) conductrice électriquement entre la première position (8)
et la deuxième position (9) est réalisée par une surface conductrice électriquement
d'une carte de circuit imprimé (13), où la carte de circuit imprimé (13) est disposée
parallèlement à la surface avant et à la surface arrière du boîtier (2).
2. Appareil électronique basé sur la radiocommunication (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que, par l'intermédiaire du dispositif d'antenne, une énergie de haute fréquence à émettre,
respectivement, à réceptionner, peut être couplée, respectivement découplée, de manière
galvanique, inductive ou capacitive à partir de la chambre de résonance (10) respectivement
divisée.
3. Appareil électronique basé sur la radiocommunication (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'appareil électronique (1) présente un câble d'antenne (12) pour un couplage, respectivement
un découplage, de l'énergie de haute fréquence à émettre, respectivement à alimenter,
à partir de la chambre de résonance (10) divisée.