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EP 2 226 162 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
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Anmeldetag: 24.02.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA RS |
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Priorität: |
06.03.2009 DE 102009001371
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Anmelder: HILTI Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- Schiestl, Ulrich
6845 Hohenems (AT)
- Bertsch, Klaus
6820 Frastanz (AT)
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Handgeführtes Eintreibgerät |
(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein handgeführtes Eintreibgerät (10) mit einem
in einem Gehäuse (11) angeordneten Eintreibwerk (20) und mit einer Steuerelektronik
(28) zur Steuerung elektrischer Gerätefunktionen. An der Steuerelektronik (28) ist
dabei wenigstens ein Kühlkörper (31) angeordnet. Die Steuerelektronik (28) ist ferner
mit einer Vergussmasse (30) vergossen, wobei der Kühlkörper (31) wenigstens zum Teil
aus der Vergussmasse (30) herausragt. Weiterhin kann die Steuerelektronik (28) an
einem dem Eintreibwerk (20) abgewandten Ende des griffseitigen Gehäuseabschnitts (14)
zwischen dem Akku (40) und dem Handriff (12) angeordnet sein.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein handgeführtes Eintreibgerät der im Oberbegriff
von Patentanspruch 1 genannten Art. Die Erfindung betrifft ferner ein handgeführtes
Eintreibgerät der im Oberbegriff des nebengeordneten Patentanspruchs genannten Art.
Derartige handgeführte Eintreibgeräte verfügen über einen versetzbar geführten Eintreibstössel
über den Befestigungselemente in ein Werkstück eintreibbar sind.
[0002] Bei einem aus der
WO 2007/142997 A2 bekannten gattungsgemässen Eintreibgerät ist ein Eintreibstössel über ein Federelement
antreibbar. Das Federelement ist dabei über eine, einen Elektromotor umfassende, Spanneinrichtung
von einer entspannten Stellung in eine gespannte Stellung überführbar. Das Federelement
dient dabei als Zwischenspeicher für die vom Elektromotor gelieferte mechanische Energie.
Wird das Eintreibgerät durch Ziehen des Triggerschalters ausgelöst, dann wird das
Federelement von der Spanneinrichtung abgekuppelt und beschleunigt den Eintreibstössel,
welcher dann ein Befestigungselement in ein Werkstück eintreiben kann. Der Elektromotor
wird von einer Steuerelektronik angesteuert, die sich zwischen dem eigentlichen Eintreibwerk
(Spannmechanismus mit Spindel, Kupplung, Federelement und Eintreibstössel) und dem
Handgriff befindet.
[0003] Von Nachteil bei dem bekannten Eintreibgerät ist, dass die offen im Gerät liegende
Elektronik den im Betrieb des Eintreibgerätes wirkenden Beschleunigungskräften direkt
ausgesetzt ist. Insbesondere grössere und schwerere Elektronikbauteile bzw. deren
Kontaktierungen sind daher stark bruchgefährdet.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein handgeführtes Eintreibgerät
der vorgenannten Art zu entwickeln, das gegenüber dem bekannten Gerät verbessert ist
und die bekannten Nachteile zumindest teilweise vermeidet.
[0005] Die Aufgabe wird bei einem Eintreibgerät erfindungsgemäss durch die in Anspruch 1
sowie durch die im nebengeordneten Anspruch genannten Massnahmen gelöst. Demnach ist
an der Steuerelektronik wenigstens ein Kühlkörper angeordnet. Ferner ist die Steuerelektronik
mit einer Vergussmasse vergossen, wobei der Kühlkörper wenigstens zum Teil aus der
Vergussmasse herausragt.
[0006] Durch diese Massnahme kann die Steuerelektronik einerseits wirksam vor einer Belastung
durch Stösse und Beschleunigungen geschützt werden und andererseits eine effektive
Kühlung der Steuerelektronik erreicht werden.
[0007] Vorteilhaft ist der Kühlkörper zu 15% bis 90% seiner axialen Erstreckung senkrecht
zur Vergussmasse in der Vergussmasse eingebettet, wodurch sowohl eine optimal abgestimmte
Stossfestigkeit als wie auch eine optimale Kühlung der Elektronik erreicht wird.
[0008] Vorzugsweise ist die Vergussmasse durch ein elastisches Kunststoffmaterial gebildet,
wodurch eine kostengünstige aber auch effektive Stossdämpfung erzielt wird. Vorteilhaft
besteht die Vergussmasse dabei aus einem Kunstharz aus der Gruppe der Epoxidharze
und Polyurethanharze.
[0009] Ist die Steuerelektronik an einem dem Eintreibwerk abgewandten Ende des griffseitigen
Gehäuseabschnitts zwischen dem Akku und dem Handriff angeordnet, dann kann der Handgriff
nahe an die Eintreibachse herangeführt werden, wodurch die auf die Hand des Anwenders
wirkenden Momente zufolge Gerätegewicht (Schwerpunkt) und Rückstoss beim Eintreibvorgang
minimiert werden, was vorteilhaft für die Geräteergonomie ist. Ausserdem ist die Elektronik
bei der erfindungsgemässen Anordnung nicht so hohen Beschleunigungen ausgesetzt, da
der Kunststoff aus dem das Gehäuse und damit der Handgriff besteht, wie ein Dämpfer
wirkt. Die Lebensdauer der Steuerelektronik kann dadurch stark erhöht werden.
[0010] Von Vorteil ist es auch, wenn an der Steuerelektronik wenigstens ein Kühlkörper angeordnet
ist, der in der Axialprojektion des Handgriffs liegt und der sich in den Handgriff
hinein erstreckt. Hierdurch kann zusätzlich eine optimale Kühlung der Steuerelektronik
erreicht werden, da ein Kamineffekt im Handgriff zur Wärmeabfuhr am Kühlelement genutzt
wird.
[0011] In der Zeichnung, die ein erfindungsgemässes handgeführtes Eintreibgerät 10 in teilweisem
Längsschnitt zeigt, ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0012] Das elektrisch betriebene handgeführte Eintreibgerät 10 weist ein Gehäuse 11 auf,
in dem ein insgesamt mit 20 bezeichnetes Eintreibwerk angeordnet ist (in der Figur
nur gestrichelt angedeutet). Das Eintreibwerk 20 beinhaltet einen Eintreibstössel
21, wenigstens eine Antriebsfeder 22, ein z. B. als Spindel ausgebildetes Spannelement
23 für die Antriebsfeder 22, eine Kupplung 24 zwischen dem Eintreibstössel 21 und
dem Spannelement 23, einen Elektromotor 25, Übertragungsmittel 26 zur Übertragung
einer Spannbewegung des Elektromotors 25 auf das Spannelement 23 sowie Lagermittel
27 für das Spannelement 23.
[0013] An einem Handgriff 12 des Eintreibgerätes 10 ist ein Triggerschalter 13 angeordnet,
über den ein Eintreibvorgang ausgelöst werden kann. Eine Steuerelektronik 28 mit verschiedenen
Elektronikbauteilen 29 steuert dabei elektrische Gerätefunktionen, wie z. B. die Funktion
des Elektromotors 25 und damit u. a. auch das Spannen des Antriebsfederelements 22
über den Elektromotor 25. Die Steuerelektronik 28 ist an einem dem Eintreibwerk 20
abgewandten Ende eines griffseitigen Gehäuseabschnitts 14 angeordnet und ist dabei
zwischen einem an dem Gehäuseabschnitt 14 lösbar angeordneten Akku 40 und dem Handriff
12 angeordnet. Der Akku 40 dient dabei der Versorgung des Eintreibgeräts 10 mit elektrischer
Energie. Alternativ zu einem Akku könnte dort auch ein Netzteil angeordnet sein, so
dass das Eintreibgerät 10 an das Stromnetz angeschlossen werden kann. Die Steuerelektronik
28 ist mit einer Vergussmasse 30 aus einem elastischen Kunststoffmaterial, vorzugsweise
aus einem Epoxid oder Polyurethanharze besteht , vergossen, über die die Steuerelektronik
28 gegen Schläge und Beschleunigungen geschützt ist. An der Steuerelektronik 28 ist
dabei wenigstens ein Kühlkörper 31 vorgesehen, über den die Steuerelektronik 28 gekühlt
wird. Der Kühlkörper 31 ragt dabei in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der
Vergussmasse zu ca. 73,5% seiner Länge in dieser Richtung (= axiale Erstreckung) aus
der Vergussmasse 30 heraus und erstreckt sich bis in den Handgriff 12 hinein.
1. Handgeführtes Eintreibgerät mit einem in einem Gehäuse (11) angeordneten Eintreibwerk
(20) und mit einer Steuerelektronik (28) zur Steuerung elektrischer Gerätefunktionen,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Steuerelektronik (28) wenigstens ein Kühlkörper (31) angeordnet ist und die
Steuerelektronik (28) mit einer Vergussmasse (30) vergossen ist, wobei wenigstens
eine Fläche des Kühlkörpers (31) aus der Vergussmasse (30) herausragt.
2. Eintreibgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (31) zu 15% bis 90% seiner axialen Erstreckung senkrecht zur Vergussmasse
(30) in der Vergussmasse (30) eingebettet ist.
3. Eintreibgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergussmasse (30) durch ein elastisches Kunststoffmaterial gebildet ist.
4. Eintreibgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergussmasse (30) aus einem Kunstharz aus der Gruppe der Epoxidharze und Polyurethanharze
besteht.
5. Handgeführtes Eintreibgerät mit einem in einem Gehäuse (11) angeordneten Eintreibwerk
(20), mit einer Steuerelektronik (28) zur Steuerung elektrischer Gerätefunktionen,
mit einem an einem Gehäuseabschnitt (14) des Gehäuses (11) ausgebildeten Handgriff
(12), und mit einem an dem Gehäuseabschnitt (14) lösbar angeordneten Akku (40),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerelektronik (28) an einem dem Eintreibwerk (20) abgewandten Ende des griffseitigen
Gehäuseabschnitts (14) zwischen dem Akku (40) und dem Handriff (12) angeordnet ist.
6. Eintreibgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Steuerelektronik (28) wenigstens ein Kühlkörper (31) angeordnet ist, der in
der Axialprojektion des Handgriffs (12) liegt und der sich in den Handgriff (12) hinein
erstreckt.

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