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EP 2 226 201 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
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Anmeldetag: 04.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA RS |
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Anmelder: Flooring Technologies Ltd. |
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Portico Building
Marina Street
Pieta MSD 08 (MT) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Rehmann, Thorsten et al |
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Gramm, Lins & Partner GbR
Theodor-Heuss-Strasse 1 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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Verfahren und Anlage zur Herstellung einer Holzfaserplatte |
(57) Ein Verfahren zur Herstellung einer Holzfaserplatte, die auf ihrer Oberseite ein
Dekor aufweist, indem beleimte Holzfasern mindestens einer Schicht zu einem Faserkuchen
gestreut werden, und der Faserkuchen anschließend unter Druck und Temperatur zu einer
Platte gewünschter Dicke verpresst wird, zeichnet sich dadurch aus, dass das Dekor
vor dem Verpressen auf den Faserkuchen aufgebracht wird. Eine Anlage zur Herstellung
einer Holzfaserplatte mit einer Streuvorrichtung, mittels derer ein aus mindestens
einer Schicht mit Harz beleimter Holzfasern bestehender Faserkuchen gestreut wird
und einer Fördervorrichtung, die den Faserkuchen in einer Prozessrichtung zu einer
Pressvorrichtung fördert, in der der Faserkuchen zu einer Platte gewünschter Dicke
gepresst wird, zeichnet sich dadurch aus, dass oberhalb der Fördervorrichtung zwischen
der Streuvorrichtung und der Pressvorrichtung eine Bedruckeinrichtung angeordnet ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Holzfaserplatte, die auf
ihrer Oberseite ein Dekor aufweist, indem beleimte Holzfasern in wenigstens einer
Schicht zu einem Faserkuchen gestreut werden, und der Faserkuchen anschließend unter
Druck und Temperatur zu einer Platte gewünschter Dicke verpresst wird. Die Erfindung
betrifft außerdem eine Anlage zur Herstellung einer Holzfaserplatte mit einer Streuvorrichtung,
mittels derer ein aus mehreren Schichten mit Harz beleimter Holzfasern bestehender
Faserkuchen gestreut wird, und einer Fördervorrichtung, die den Faserkuchen in einer
Prozessrichtung zu einer Pressvorrichtung fördert, in der der Faserkuchen zu einer
Platte gewünschter Dicke gepresst wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Anlage sind im Stand der Technik seit
langem bekannt. Bei der Herstellung von Holzfaserplatten wird das zu verwendende Holz
zunächst zu feinen Fasern verarbeitet. Diese werden anschließend mit einem Harz beleimt
und dann in mehreren Schichten zu einem Faserkuchen auf eine Transportvorrichtung,
beispielsweise ein Förderband, aufgestreut. Der Faserkuchen wird durch die Fördervorrichtung
einer Pressvorrichtung zugeführt, in der der Faserkuchen unter Druck- und Temperatureinfluss
zu einer Holzfaserplatte verpresst wird. Dazu wird beispielsweise auf die
DE 10 2005 021 903 A1, die
DE 10 2005 035 214 A1 oder die
DE 195 32 819 A1 verwiesen.
[0003] In der Holzwerkstoffindustrie liegt der Fokus auf der dekorativen Veredelung der
Produkte, beispielsweise Holzfaserplatten oder daraus hergestellter Produkte, wie
beispielsweise Fußbodenpaneele. Dabei ist es neben der Verbesserung der optischen
Qualität dieser dekorativen Veredelung erklärtes Ziel, die Produktion zu vereinfachen,
den dafür nötigen Platzbedarf zu verringern und so die Kosten zu senken.
[0004] Dies wurde beispielsweise dadurch erreicht, dass man den Kern oder die Trägerplatte
aus Holzwerkstoff des herzustellenden Fußbodenlaminates nicht mehr mit einem imprägnierten
und bedruckten Dekorpapier beschichtete, wie beispielsweise in der
DE 101 15 567 C1 beschrieben ist, sondern zur Direktbedruckung der Trägerplatten mit Hilfe des indirekten
Tiefdruckes überging, wie dies beispielsweise in der
DE 102 52 863 B4 oder der
DE 10 2007 012 236 A1 beschrieben ist. Dadurch wurde neben der Einsparung des zusätzlichen Produktionsschrittes
auch die Präzision der Positionierung des Druckes auf der Trägerplatte erreicht. Zudem
wurden Probleme eliminiert, die durch das Papierwachstum während der Imprägnierung
hervorgerufen wurden.
[0005] Doch auch der direkte Druck der Holzfaserplatte weist einige Nachteile auf. So ist
es beim relativ komplexen Verfahren des Tiefdruckes nötig, die Holzfaserplatte vor
dem Druck des eigentlichen Dekors zu grundieren. Je nach optischer Struktur der verwendeten
Holzfaserplatte können hier auch mehrere Grundierungsschichten notwendig sein. Jede
Schicht wird in einem separaten Druckwerk aufgetragen, wodurch sowohl die Herstellungsdauer
als auch der für die Herstellung nötige Platz deutlich erhöht wird. Zudem ist es im
Tiefdruckverfahren abhängig von der gewünschten Qualität notwendig, drei bis vier
Druckwerke zur Bedruckung der grundierten Holzfaserplatte mit dem eigentlichen Dekor
zu verwenden. Auch dies erhöht die Verweildauer der zu bedruckenden Holzfaserplatten
in der Druckstraße und dem für diese nötigen Platz. Durch beide Effekte werden zudem
die Herstellungskosten für beispielsweise Fußbodenlaminate deutlich erhöht.
[0006] Von dieser Problemstellung ausgehend soll das Verfahren zur Herstellung einer Holzfaserplatte
vereinfacht werden, wobei die Druckqualität des Dekors gesteigert und die nötigen
Herstellungskosten und der benötigte Platzbedarf im Produktionsprozess gesenkt werden
soll.
[0007] Zur Problemlösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes Verfahren dadurch aus, dass das
Dekor vor dem Verpressen auf den Faserkuchen aufgebracht wird.
[0008] Die Bedruckung des teilweise vorverdichteten Faserkuchens bei der Herstellung von
Holzfaserplatten wie MDF oder HDF im Tiefdruckverfahren gestaltet sich durchaus schwierig.
Der Grund dafür liegt darin, dass bei diesem Druckverfahren entweder ein druckstabiler
Träger oder ein Substrat, das auf einer stabilen Unterlagen aufliegt, zur Anwendung
kommt. Vorteilhafter Weise erfolgt die Bedruckung des Faserkuchens daher berührungslos,
insbesondere im Inkjet-Verfahren. Geeignete Tintenstrahldrucker werden beispielsweise
von der Firma J. Zimmer Maschinenbau GmbH, Kufstein/Österreich angeboten. Durch dieses
Verfahren ist es möglich, an einer einzigen Druckstation das komplette Druckbild auf
den Faserkuchen aufzubringen. Mehrere verschiedene Druckwerke, beispielsweise für
verschiedene Farben, sind nicht mehr nötig. Dies führt zu einer erheblichen Platz-
und damit Kosteneinsparung. Die Verwendung eines oder mehrerer Inkjet-Druckwerkes
ist in einer herkömmlichen Produktionsstraße für Holzfaserplatten ohne Probleme möglich,
da heutige Inkjet-Drucker Druckgeschwindigkeiten erreichen, die problemlos an die
Produktionsgeschwindigkeit der Holzfaserplattenpresse angepasst werden können.
[0009] Dadurch, dass der Faserkuchen vor dem Verpressen bedruckt wird, wird die Druckqualität
und die Brillanz des Druckes deutlich erhöht. Der Faserkuchen weist durch die vielen
relativ lose aufeinander liegenden Fasern eine sehr große Oberfläche auf. Diese große
Oberfläche wird vor dem Verpressen bedruckt und anschließend beim Verpressen komprimiert.
Durch das Verpressen wird die Druckpunktdichte erhöht, wodurch die Brillanz und Qualität
des Druckbildes erhöht wird. Das eigentlich gewünschte Dekorbild entsteht dabei erst
beim Durchlaufen der Presse, in der die Oberfläche des Faserkuchens und damit das
aufgebrachte Druckbild komprimiert wird. Durch die Kompression des Druckbildes überlagern
sich Bildpunkte oder rücken dichter zusammen, so dass pro Flächeneinheit nach dem
Verpressen mehr Bildpunkte enthalten sind als vor dem Verpressen.
[0010] Zwischen dem Bedrucken des Faserkuchens und dem Verpressen kann bevorzugt eine Schutzschicht
auf den Faserkuchen aufgebracht werden. Diese besteht vorzugsweise aus einem Zellulose-Faser-Harzgemisch.
Dadurch wird erreicht, dass beim Verpressen des Faserkuchens das entstehende Dekor
zugleich mit einer schützenden Schicht abgedeckt wird. Das Dekor ist somit gegen die
Widrigkeiten des Weitertransportes der Holzfaserplatte sowie gegen Beschädigungen
in weiteren Verarbeitungsschritten geschützt.
[0011] Der zu bedruckende Faserkuchen kann insbesondere weitere Bestandteile, wie Pigmente,
Harze oder Salze enthalten. Dadurch ist es beispielsweise möglich, die ansonsten benötigte
Grundierung, die vor dem Auftragen der eigentlichen dekorativen Farbschichten auf
die Holzfaserplatte aufgebracht werden muss, einzusparen. Dabei werden die verwendeten
Druckfarben vorzugsweise an die Zusammensetzung des Faserkuchens mit seinen zusätzlichen
Bestandteilen angepasst.
[0012] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass auf bereits aufgestreute Fasern
eine zusätzliche Schicht Holzfasern aufgestreut wird, die die genannten weiteren Bestandteile
umfasst. Je nach Funktion und Aufgabe der zusätzlichen Bestandteile ist es oftmals
nicht möglich, dass diese im gesamten Faserkuchen vorhanden sind. Soll durch die Zusätze
beispielsweise nur eine Grundierung unnötig gemacht werden, ist es ausreichend, wenn
sich diese im Bereich der zu bedruckenden Oberseite des Faserkuchens befinden. Durch
die Verwendung eines Faserkuchens ohne Zusätze, auf den eine zusätzliche Schicht Holzfasern
aufgestreut wird, die die Zusätze enthalten, ist dies gewährleistet und es können
Produktionskosten eingespart werden.
[0013] Dabei können die Holzfasern in der zusätzlichen Schicht feiner sein als die bereits
aufgestreuten Fasern. Dadurch kann die Druckqualität und die Brillanz des Bildes nach
dem Verpressen nochmals deutlich erhöht werden.
[0014] Dadurch, dass im erfindungsgemäßen Verfahren der aufgestreute Faserkuchen bereits
vor dem Verpressen bedruckt wird, werden sowohl die Durchlaufzeiten reduziert als
auch der Platzbedarf gegenüber dem herkömmlichen Produktionsverfahren gesenkt. Zudem
treten alle Materialverluste, Beschädigungen und Handlingsprobleme, die durch den
herkömmlichen Transfer der Holzfaserplatte zu weiteren Produktionsstufen auftreten
können, nicht mehr auf.
[0015] Eine gattungsgemäße Anlage zur Herstellung einer Holzfaserplatte ist schematisch
in der Draufsicht in der beigefügten Figur gezeigt und zeichnet sich dadurch aus,
dass oberhalb der Fördervorrichtung 2 zwischen der Streuvorrichtung 1 und der Pressvorrichtung
7 eine Bedruckeinrichtung 5 angeordnet ist.
[0016] Dadurch ist es möglich, einen auf die Fördervorrichtung 2, beispielsweise ein Förderband,
aufgestreuten Faserkuchen 4 vor dem Verpressen in der Pressvorrichtung 7 mit einem
Dekor zu bedrucken. Dabei ist die Bedruckeinrichtung 5 vorteilhafter Weise ein Inkjet-Drucker.
Damit ist es möglich, das gesamte Druckbild mit nur einem einzigen Druckwerk aufzubringen.
Die Verwendung mehrerer verschiedener Druckwerke wird somit überflüssig, wodurch eine
deutliche Platz- und Kostenersparnis erreicht wird. Selbstverständlich können aber
mehrere Inkjet-Drucker eingesetzt werden, um beispielsweise die Durchlaufgeschwindigkeit
zu erhöhen.
[0017] Zwischen der Bedruckeinrichtung 5 und der Pressvorrichtung 5, in der aus dem Faserkuchen
4 eine Platte 8 gewünschter Dicke erzeugt wird, kann eine erste zusätzliche Aufbringvorrichtung
5 angeordnet sein. Über diese erste zusätzliche Aufbringvorrichtung 6 kann auf den
bereits bedruckten Faserkuchen 4 eine Schutzschicht aufgebracht werden, die beispielsweise
aus einem Zellulose-Faser-Harzgemisch besteht. Diese Schicht legt sich beim Verpressen
auf das dabei entstehende Dekor und schützt es so vor Beschädigungen im weiteren Produktionsverlauf.
[0018] Auch kann in Prozessrichtung T vor der Bedruckeinrichtung 5 eine zweite zusätzliche
Aufbringvorrichtung 3 angeordnet sein. Über diese Aufbringvorrichtung 3 ist es möglich,
auf einen sich auf der Fördervorrichtung 2 befindenden Faserkuchen 4 eine weitere
Holz-Faserschicht aufzubringen, die beispielsweise feinere Fasern und Zusätze wie
Pigmente, Harze oder Salze umfasst, die aufgrund ihrer Funktion und Aufgabe nur in
diesem Bereich des Faserkuchens 4 benötigt werden.
[0019] Die Streuvorrichtung 1 kann optional mit einer Einrichtung zum Vorverdichten des
Faserkuchens 4 versehen sein.
[0020] Ein erfindungsgemäßes Bodenpaneel umfasst einen Kern aus Holzfaser, der durch Zuschneiden
und Profilieren einer Holzfaserplatte gebildet ist, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt wurde.
Bezugszeichenliste:
[0021]
- 1
- Streuvorrichtung
- 2
- Fördervorrichtung
- 3
- Aufbringvorrichtung
- 4
- Faserkuchen
- 5
- Bedruckeinrichtung
- 6
- Aufbringvorrichtung
- 7
- Pressvorrichtung
- 8
- Platte
- T
- Prozessrichtung
1. Verfahren zur Herstellung einer Holzfaserplatte, die auf ihrer Oberseite ein Dekor
aufweist, indem beleimte Holzfasern in wenigstens einer Schicht zu einem Faserkuchen
gestreut werden, und der Faserkuchen anschließend unter Druck und Temperatur zu einer
Platte gewünschter Dicke verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor vor dem Verpressen auf den Faserkuchen aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor berührungslos aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor mit mindestens einem Inkjet-Drucker aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Dekor vor dem Verpressen eine Schutzschicht aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzschicht ein Faser-Harzgemisch aufgestreut wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Faserkuchen als weitere Bestandteile Pigmente und /oder Harze und/oder Salze
eingestreut werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf bereits aufgestreute Holzfasern eine Schicht Holzfasern aufgestreut wird, die
die weiteren Bestandteile umfasst.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzfasern in der zusätzlichen Schicht feiner sind als die bereits aufgestreuten
Holzfasern.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verpressen des Faserkuchens (4) zu einer Platte (8) das zuvor aufgebrachte Druckbild
komprimiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Kompression die Bildpunkte entweder überlagern oder dichter zusammenrücken,
wodurch nach dem Verpressen pro Flächeneinheit mehr Bildpunkte vorhanden sind als
vor dem Verpressen.
11. Anlage zur Herstellung einer Holzfaserplatte mit einer Streuvorrichtung (1), mittels
derer ein aus mindestens einer Schicht mit Harz beleimter Holzfasern bestehender Faserkuchen
(4) gestreut wird, und einer Fördervorrichtung (2), die den Faserkuchen (4) in einer
Prozessrichtung (T) zu einer Pressvorrichtung (7) fördert, in der der Faserkuchen
(4) zu einer Platte (8) gewünschter Dicke gepresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Fördervorrichtung (2) zwischen der Streuvorrichtung (1) und der Pressvorrichtung
(7) eine Bedruckeinrichtung (5) angeordnet ist.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedruckeinrichtung(5) mindestens ein Inkjet-Drucker ist.
13. Anlage nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine erste zusätzliche Aufbringvorrichtung (6), die in Prozessrichtung (T) zwischen
der Bedruckeinrichtung (5) und der Pressvorrichtung (7) angeordnet ist.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 13, gekennzeichnet durch eine zweite zusätzliche Aufbringvorrichtung (3), die in Prozessrichtung (T) vor der
Bedruckeinrichtung (5) angeordnet ist.
15. Fußbodenpaneel mit einem Kern aus Holzfaser, der aus einer Holzfaserplatte gebildet
ist, die gemäß einem Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 hergestellt
ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zur Herstellung einer Holzfaserplatte, die auf ihrer Oberseite ein Dekor
aufweist, indem beleimte Holzfasern in wenigstens einer Schicht zu einem Faserkuchen
gestreut werden und der Faserkuchen anschließend unter Druck und Temperatur zu einer
Platte gewünschter Dicke verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor vor dem Verpressen auf den Faserkuchen aufgebracht und das Dekor mit mindestens
einem Inkjet-Drucker aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor berührungslos aufgebracht wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Dekor vor dem Verpressen eine Schutzschicht aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzschicht ein Faser-Harzgemisch aufgestreut wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Faserkuchen als weitere Bestandteile Pigmente und /oder Harze und/oder Salze
eingestreut werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf bereits aufgestreute Holzfasern eine Schicht Holzfasern aufgestreut wird, die
die weiteren Bestandteile umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzfasern in der zusätzlichen Schicht feiner sind als die bereits aufgestreuten
Holzfasern.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verpressen des Faserkuchens (4) zu einer Platte (8) das zuvor aufgebrachte Druckbild
komprimiert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Kompression die Bildpunkte entweder überlagern oder dichter zusammenrücken,
wodurch nach dem Verpressen pro Flächeneinheit mehr Bildpunkte vorhanden sind als
vor dem Verpressen.
10. Anlage zur Herstellung einer Holzfaserplatte mit einer Streuvorrichtung (1), mittels
derer ein aus mindestens einer Schicht mit Harz beleimter Holzfasern bestehender Faserkuchen
(4) gestreut wird, und einer Fördervorrichtung (2), die den Faserkuchen (4) in einer
Prozessrichtung (T) zu einer Pressvorrichtung (7) fördert, in der der Faserkuchen
(4) zu einer Platte (8) gewünschter Dicke gepresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Fördervorrichtung (2) zwischen der Streuvorrichtung (1) und der Pressvorrichtung
(7) eine Bedruckeinrichtung (5) angeordnet ist.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedruckeinrichtung (5) mindestens ein Inkjet-Drucker ist.
12. Anlage nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch eine erste zusätzliche Aufbringvorrichtung (6), die in Prozessrichtung (T) zwischen
der Bedruckeinrichtung (5) und der Pressvorrichtung (7) angeordnet ist.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 10 bis 12, gekennzeichnet durch eine zweite zusätzliche Aufbringvorrichtung (3), die in Prozessrichtung (T) vor der
Bedruckeinrichtung (5) angeordnet ist.

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