[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern,
insbesondere von folienumhüllten Gütern, sowie ein entsprechendes Wärmebehandlungsverfahren.
[0002] Zur Verpackung von Gebinden und Verpackungsgütern werden oftmals Folien verwendet,
die mittels einer Wärmebehandlung auf die umhüllten Produkte aufgeschrumpft werden.
Zur Wärmebehandlung dienen meist sog. Schrumpftunnel, in denen das Aufschrumpfen mittels
eines Heißluft- oder Heißgasstroms - auch als Schrumpfgasstrom bezeichnet - erfolgt.
Der Schrumpfgasstrom wird meist seitlich auf die jeweiligen, mit der Schrumpffolie
bereits umhüllten Verpackungseinheiten aufgebracht, um die Schrumpffolie auf die Verpackungseinheiten
bzw. die Gebinde aufzuschrumpfen. Weiterhin ist der Schrumpfgasstrom auch auf die
Unterseite des mit der Schrumpffolie umhüllten Produktes gerichtet, um die dortigen,
sich überlappenden Enden der Schrumpffolie zu versiegeln, d.h. zu verschweißen oder
zu verkleben.
[0003] Derartige Vorrichtungen zum Erzeugen von Heißgas für das Schrumpfen von Kunststofffolien
gehen bspw. aus der
DE 31 18 396 A1 sowie aus der
DE 38 26 358 A1 hervor.
[0004] Der Schrumpfgasstrom wird von einem Heißgas- oder Schrumpfgaserhitzer zur Verfügung
gestellt, welcher wenigstens eine Heizeinrichtung aufweist, die bspw. elektrisch oder
mit einem gasförmigen oder flüssigen Brennstoff betrieben wird. Eine entsprechende
Brennereinheit mit einem gasdurchströmten Porenelement zur Verbrennung von Brenngas
und zur Hitzebildung geht aus der
DE 10 2007 030 264 A1 hervor. Das durch das Porenelement geleitete erhitzte Gas wird einer Prozessluft
zugeführt, die den Schrumpfgasstrom bildet.
[0006] Ein vorrangiges Ziel der Erfindung besteht darin, ein System zur Erzeugung eines
Heißgasstroms aufzuzeigen, mit welchem große Luftmengen auf kurzer Distanz mit geringem
Druckverlust gleichmäßig erhitzt werden können. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht
darin, ein entsprechendes Verfahren zur Erhitzung von Luft zur Verfügung zu stellen.
[0007] Dieses Ziel wird mittels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Wärmebehandlung
von Verpackungsgütern erreicht, mit der mittels eines heißen Luft- oder Gasstroms
insbesondere eine Schrumpfbehandlung von folienumhüllten Gütern wie Gebinden o. dgl.
ermöglicht ist. Die Vorrichtung umfasst einen Heißgaserzeuger mit einem Gasbrenner,
dessen Verbrennungsprodukte über mindestens eine Zuführöffnung in eine Mischvorrichtung
münden. Diese Mischvorrichtung ist gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen Kanalabschnitt
gebildet, der zwischen einem Einlaufbereich zur Zufuhr der zu erwärmenden Luft und
einem Auslaufbereich zur Abfuhr der mittels der Mischvorrichtung erwärmten Luft angeordnet
ist.
[0008] Gemäß einer ersten Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist der Kanalabschnitt
der Mischvorrichtung zwischen einem trichterartigen, in Strömungsrichtung sich verengendem
Leitungsabschnitt und einem sich erweiternden Diffusorbereich angeordnet. Diese erfindungsgemäße
Vorrichtung liefert ein System zur Erzeugung eines Heißgasstroms, mit dem große Luftmengen
durch direktes Beimengen von Verbrennungsprodukten auf kurzer Distanz mit geringem
Druckverlust gleichmäßig erhitzt werden können.
[0009] Zur Vermischung des Heißgasstroms mit der zu erhitzenden Luftströmung weist die Mischvorrichtung
mindestens eine Öffnung zur Zuführung der Verbrennungsprodukte und zu deren Zumischung
in den Gasstrom des Kanalabschnitts auf.
[0010] Der Kanalabschnitt der Mischvorrichtung kann in Strömungsrichtung einen annähernd
konstanten Querschnitt aufweisen. Wahlweise kann der Kanalabschnitt jedoch auch bedarfsgerecht
in seinem Querschnitt variiert werden, was zweckmäßigerweise durch Versuche zu ermitteln
ist.
[0011] Die Mischvorrichtung ist über wenigstens eine Verbindungsleitung mit einem Heißgasaustritt
des Gasbrenners verbunden. Wahlweise können jedoch auch mehrere solcher Verbindungsleitungen
vorgesehen sein, so dass bspw. ein längerer Abschnitt der Mischvorrichtung mit mehreren
Heißgaszuführungen beaufschlagt sein kann, was einer gleichmäßigen Erwärmung der Luftströmung
dienen kann.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung mündet
die wenigstens eine Verbindungsleitung in einem Rohrbündel mit mehreren Rohren, die
jeweils quer zur Strömungsrichtung der Mischvorrichtung in deren Kanalabschnitt angeordnet
sind. Ggf. können die Rohre in einem spitzen Winkel von weniger als 90 Grad zur Strömungsrichtung
angeordnet sein.
[0013] Gemäß einer ersten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung können einige, mehrere
oder auch alle Rohre des Rohrbündels jeweils an ihren im Kanalabschnitt der Mischvorrichtung
angeordneten stirnseitigen Enden zumindest teilweise offen sein. Das bedeutet, dass
die Rohre an ihren stirnseitigen Enden wahlweise mit dem vollen Rohrquerschnitt offen
enden können oder eine blendenähnliche Öffnung aufweisen können, die jeweils einen
geringeren Öffnungsquerschnitt haben kann als der Rohrquerschnitt. Es sei an dieser
Stelle darauf hingewiesen, dass diese Ausführungsvariante auch zahlreiche Kombinationen
mit unterschiedlich gestalteten und/oder platzierten Öffnungen der Rohre umfassen
kann.
[0014] Gemäß einer alternativen Variante der Vorrichtung sind zumindest einige, ggf. auch
die Mehrzahl oder alle Rohre des Rohrbündels jeweils an ihren im Kanalabschnitt der
Mischvorrichtung angeordneten stirnseitigen Enden verschlossen und weisen jeweils
wenigstens eine mantelseitige Öffnung als Heißgasaustritt auf, durch welche das Heißgas
in die zu erwärmende Luftströmung übertreten kann. Diese beiden erwähnten Varianten
mit stirnseitig oder mantelseitig angeordneten Öffnungen können wahlweise auch beliebig
miteinander kombiniert werden.
[0015] Eine vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorsehen, dass
die wenigstens eine mantelseitige Öffnung der Rohre jeweils als sich parallel zur
Längsachse der Rohre erstreckender Schlitz ausgebildet ist. Wahlweise können auch
mehrere solcher Schlitze vorhanden sein. Eine alternative Variante kann runde, ovale
oder anders geformte Öffnungen zusätzlich zu den Schlitzen oder anstelle der Schlitze
vorsehen. Auch können jeweils unterschiedliche Konfigurationen bei mehreren Rohren
vorgesehen sein, so dass bspw. mindestens eines der Rohre zwei oder mehr Schlitze
aufweist.
[0016] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Schlitze jeweils über ihre Längserstreckung
nicht konstante Breiten aufweisen. So kann bspw. die Schlitzbreite in Richtung der
verschlossenen stirnseitigen Rohrenden abnehmen.
[0017] Wahlweise können die Rohre des Rohrbündels jeweils annähernd gleiche Abmessungen
sowie vorzugsweise konstante Querschnitte über ihre Länge aufweisen. Es sind jedoch
auch Varianten mit sich verjüngenden und/oder sich zum verschlossenen Ende hin erweiternden
Rohren oder auch nahezu beliebige Kombinationen aus solchen Varianten denkbar.
[0018] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern
mittels eines heißen Luft- oder Gasstroms, insbesondere zur Schrumpfbehandlung von
folienumhüllten Gütern wie Gebinden o. dgl., bei dem mittels eines Gasbrenners ein
Heißgas erzeugt und die heißen Verbrennungsprodukte des Gasbrenners über mindestens
eine Zuführöffnung in eine Mischvorrichtung geleitet werden, die durch einen verengten
Kanalabschnitt gebildet ist, der zwischen einem trichterartigen, in Strömungsrichtung
sich verengendem Leitungsabschnitt und einem sich erweiternden Diffusorbereich angeordnet
ist.
[0019] Wahlweise jedoch kann der Einlaufbereich auch einen konstanten und/oder sich nicht
trichterartig verengenden Kanalquerschnitt aufweisen. Zudem kann der Auslaufbereich
wahlweise ebenfalls einen konstanten und/oder sich nicht trichterartig erweiternden
Kanalquerschnitt aufweisen.
[0020] Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden
detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hervor,
die als nicht einschränkendes Beispiel dient und auf die beigefügten Zeichnungen Bezug
nimmt. Gleiche Bauteile weisen dabei grundsätzlich gleiche Bezugszeichen auf und werden
teilweise nicht mehrfach erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Wärmebehandlung von Verpackungsgütern.
Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Strömungskanals der Vorrichtung gemäß
Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsvariante einer Vorrichtung
zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer alternativen Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern.
Fig. 5 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Eindüseinrichtung für Heißgas.
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung der Eindüseinrichtung gemäß Fig. 5.
[0021] Die schematische Darstellung der Fig. 1 zeigt wesentliche Komponenten einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 zur Wärmebehandlung von hier nicht dargestellten Verpackungsgütern.
Diese Vorrichtung 10 dient insbesondere zur Schrumpfbehandlung von folienumhüllten
Gütern wie Gebinden o. dgl. mittels eines heißen Luft- oder Gasstroms. Die Vorrichtung
10 umfasst einen Heißgaserzeuger 12 mit einem Gasbrenner 14, dessen Verbrennungsprodukte
16 als Heißgasstrom in eine Mischvorrichtung 18 geleitet werden, welche durch einen
Kanalabschnitt 20 gebildet ist, der zwischen einem trichterartigen, in Strömungsrichtung
sich verengendem Leitungsabschnitt 22 und einem sich erweiternden Diffusorbereich
24 angeordnet ist. Mittels der gezeigten Vorrichtung 10 wird ein vom Gasbrenner 14
erzeugter Heißgasstrom 16 innerhalb der Mischvorrichtung 18 einem kalten Luftstrom
26 zugemischt, so dass aus dem Diffusorabschnitt 24 ein heißer Luftstrom 28 abgeführt
und zum Schrumpfen der Folien genutzt werden kann.
[0022] Zur Vermischung des Heißgasstroms 16 mit der zu erhitzenden Luftströmung 26 weist
die Mischvorrichtung 18 eine Eindüseinrichtung 30 mit mehreren Öffnungen 32 zur Zuführung
der Verbrennungsprodukte 16 und zu deren Zumischung in den Luftstrom 26 des Kanalabschnitts
20 auf. Die Eindüseinrichtung 30 ist anhand der Figuren 5 und 6 im Detail dargestellt
und erläutert.
[0023] Die schematische Ansicht der Fig. 2 verdeutlicht den Aufbau eines Strömungskanals
11 der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1 mit seinen wesentlichen Komponenten. Der Strömungskanal
11 umfasst den sich trichterförmig verengenden Leitungsabschnitt 22 zur beschleunigten
Zuführung von kalter Luft 26, den mittleren Kanalabschnitt 20 mit der darin angeordneten
Mischvorrichtung 18 (vgl. Fig. 1) sowie den sich daran anschließenden Ausgangsdiffusor
24, der sich im Querschnitt trichterförmig erweitert und der zur Abfuhr der erwärmten
Luft 28 zum Schrumpfkanal (nicht dargestellt) dient.
[0024] Wie in Fig. 2 angedeutet, weist der engere mittlere Kanalabschnitt 20 mit der Mischvorrichtung
18 in Strömungsrichtung einen annähernd konstanten Querschnitt auf.
[0025] Die schematische Darstellung der Fig. 3 zeigt nochmals eine Ausführungsvariante der
Vorrichtung 10 zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern mit sich an den Diffusorbereich
24 anschließenden Leitungen 34, die zum Schrumpftunnel führen. Die gesamte Vorrichtung
10 ist Teil einer Heizkammer 36 des Schrumpftunnels.
[0026] Die schematische Darstellung der Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern. Sie
sind auch in dieser Fig. 4 wiederum die wesentlichen Komponenten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 zur Wärmebehandlung von hier nicht dargestellten Verpackungsgütern
gezeigt. Die Vorrichtung 10 dient zur Schrumpfbehandlung von folienumhüllten Gütern
wie Gebinden o. dgl. mittels eines heißen Luft- oder Gasstroms. Die Vorrichtung 10
umfasst einen Heißgaserzeuger 12 mit einem Gasbrenner 14, dessen Verbrennungsprodukte
16 als Heißgasstrom in eine Mischvorrichtung 18 geleitet werden, welche durch einen
Kanalabschnitt 20 gebildet ist, der zwischen einem in Strömungsrichtung mit konstantem
Querschnitt verlaufenden Einlaufbereich 23 und einem in Strömungsrichtung ebenfalls
mit konstantem Querschnitt geführten Auslaufbereich 25 angeordnet ist. Mittels der
gezeigten Vorrichtung 10 wird ein vom Gasbrenner 14 erzeugter Heißgasstrom 16 innerhalb
der Mischvorrichtung 18 einem kalten Luftstrom 26 zugemischt, so dass aus dem Auslaufbereich
25 ein heißer Luftstrom 28 abgeführt und zum Schrumpfen der Folien genutzt werden
kann.
[0027] Zur Vermischung des Heißgasstroms 16 mit der zu erhitzenden Luftströmung 26 weist
die Mischvorrichtung 18 eine Eindüseinrichtung 30 mit mehreren Öffnungen 32 zur Zuführung
der Verbrennungsprodukte 16 und zu deren Zumischung in den Luftstrom 26 des Kanalabschnitts
20 auf. Die Eindüseinrichtung 30 ist wiederum anhand der Figuren 5 und 6 im Detail
dargestellt und erläutert. Der übrige Aufbau der Vorrichtung 10 entspricht der bereits
anhand der Figuren 1 bis 3 illustrierten ersten Ausführungsvariante.
[0028] Die schematische Darstellung der Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Eindüseinrichtung
30 für das Heißgas 16, während die Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der Eindüseinrichtung
gemäß Fig. 5 zeigt. Die Eindüseinrichtung 30 umfasst eine Kammer 38, die oberhalb
des Kanalabschnitts 20 der Mischvorrichtung 18 angeordnet ist, wie anhand der Figuren
1, 3 und 4 erkennbar ist. An ihrer Unterseite mündet diese Kammer 38 in einem Rohrbündel
40 mit mehreren Rohren 42, die jeweils quer zur Strömungsrichtung der Mischvorrichtung
18 in deren Kanalabschnitt 20 angeordnet sind. Die Rohre 42 des Rohrbündels 40 sind
jeweils an ihren im Kanalabschnitt 20 der Mischvorrichtung 18 angeordneten stirnseitigen
Enden 44 verschlossen und weisen jeweils wenigstens eine mantelseitige Öffnung 32
als Heißgasaustritt auf, durch welche das Heißgas 16 in die zu erwärmende Luftströmung
26 übertreten kann.
[0029] Wie im Ausführungsbeispiel gezeigt sind die mantelseitigen Öffnungen 32 der Rohre
42 jeweils als sich parallel zur Längsachse der Rohre 42 erstreckende Schlitze 46
ausgebildet. Wahlweise kann jedes Rohr 42 nur einen Schlitz 46 oder auch mehrere solcher
Schlitze 46 aufweisen.
[0030] Weiterhin ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und Fig. 6 vorgesehen, dass die
Schlitze 46 jeweils über ihre Längserstreckung nicht konstante Breiten aufweisen.
So nimmt die Schlitzbreite in Richtung der verschlossenen stirnseitigen Rohrenden
44 leicht ab.
[0031] Für den Fachmann ist es jedoch selbstverständlich, dass alle oder einzelne der Schlitze
46 wahlweise auch jeweils konstante Schlitzbreiten aufweisen können. Darüber hinaus
können die Schlitze wahlweise auch durch andere geeignete Geometrien ersetzt sein,
bspw. durch runde Durchbrüche o. dgl.
[0032] Die Rohre 42 des Rohrbündels 40 weisen jeweils annähernd gleiche Abmessungen sowie
konstante Querschnitte über ihre Länge auf. Wie in Fig. 6 erkennbar, können die Rohre
42 in mehreren versetzten Reihen nebeneinander angeordnet sein. Die Anordnung der
Kammer 38 sowie der Rohre im Luftstrom des Kanalabschnitts 20 kann variabel bzw. je
nach den zur Verfügung stehenden Einbauverhältnissen gestaltet werden.
[0033] Die Rohre 42 können in einer hier nicht dargestellten Variante wahlweise auch stirnseitig
offen ausgebildet sein und ggf. keine der in den Figuren 5 und 6 gezeigten Schlitze
46 an ihren Mantelflächen aufweisen. So können einige, mehrere oder auch alle Rohre
42 des Rohrbündels 40 jeweils an ihren im Kanalabschnitt der Mischvorrichtung angeordneten
stirnseitigen Rohrenden 44 zumindest teilweise offen sein. Das bedeutet, dass die
Rohre 42 an ihren stirnseitigen Enden 44 wahlweise mit dem vollen Rohrquerschnitt
offen enden können oder eine blendenähnliche Öffnung aufweisen können, die jeweils
einen geringeren Öffnungsquerschnitt haben kann als der Rohrquerschnitt. Darüber hinaus
sind zahlreiche Kombinationen mit unterschiedlich gestalteten und/oder platzierten
Öffnungen der Rohre 42 denkbar. Die beiden erwähnten Varianten mit stirnseitig oder
mantelseitig angeordneten Öffnungen können wahlweise auch beliebig miteinander kombiniert
werden.
[0034] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr
ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen denkbar, die von dem erfindungsgemäßen
Gedanken Gebrauch machen und deshalb ebenfalls in den Schutzbereich fallen.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 10
- Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern
- 11
- Strömungskanal
- 12
- Heißgaserzeuger
- 14
- Gasbrenner
- 16
- Verbrennungsprodukte, Heißgas
- 18
- Mischvorrichtung
- 20
- Kanalabschnitt
- 22
- trichterartiger Leitungsabschnitt
- 23
- Einlaufbereich
- 24
- Diffusorbereich
- 25
- Auslaufbereich
- 26
- kalter Luftstrom
- 28
- heißer Luftstrom
- 30
- Eindüseinrichtung
- 32
- Öffnung
- 34
- Leitungen
- 36
- Heizkammer
- 38
- Kammer
- 40
- Rohrbündel
- 42
- Rohre
- 44
- stirnseitiges Ende
- 46
- Schlitz
1. Vorrichtung (10) zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern mittels eines heißen Luft-
oder Gasstroms (28), insbesondere zur Schrumpfbehandlung von folienumhüllten Gütern
wie Gebinden o. dgl., mit einem Heißgaserzeuger (12), der einen Gasbrenner (14) umfasst,
dessen Verbrennungsprodukte (16) über mindestens eine Zuführöffnung (38) in eine Mischvorrichtung
(18) münden, wobei die Mischvorrichtung (18) durch einen Kanalabschnitt (20) gebildet
ist, der zwischen einem als Einlaufbereich (23) ausgebildeten Leitungsabschnitt (22)
und einem Auslaufbereich (25) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischvorrichtung (18) mindestens eine Öffnung (32) zur Zuführung der Verbrennungsprodukte
(16) und zu deren Zumischung in den Gasstrom (26) des Kanalabschnitts (20) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Mischvorrichtung (18) durch einen Kanalabschnitt
(20) gebildet ist, der zwischen einem trichterartigen, in Strömungsrichtung sich verengendem
Leitungsabschnitt (22) und einem sich erweiternden Diffusorbereich (24) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Kanalabschnitt (20) der Mischvorrichtung
(18) in Strömungsrichtung einen annähernd konstanten Querschnitt aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Mischvorrichtung (18) über
wenigstens eine Verbindungsleitung (38) mit einem Heißgasaustritt des Gasbrenners
(14) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die wenigstens eine Verbindungsleitung (38) in
einem Rohrbündel (40) mündet, das quer zur Strömungsrichtung der Mischvorrichtung
(18) in deren Kanalabschnitt (20) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Rohre (42) des Rohrbündels (40) jeweils an
ihren im Kanalabschnitt (20) der Mischvorrichtung (18) angeordneten stirnseitigen
Enden (44) verschlossen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Rohre (42) des Rohrbündels (40) jeweils an
ihren im Kanalabschnitt (20) der Mischvorrichtung (18) angeordneten stirnseitigen
Enden (44) zumindest teilweise offen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei der die Rohre (42) jeweils wenigstens
eine mantelseitige Öffnung (32) als Heißgasaustritt aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die wenigstens eine mantelseitige Öffnung (32)
der Rohre (42) jeweils als sich parallel zur Längsachse der Rohre (42) erstreckender
Schlitz (46) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Schlitze (46) jeweils über ihre Längserstreckung
nicht konstante Breiten aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Schlitzbreite in Richtung der verschlossenen
stirnseitigen Rohrenden (44) abnimmt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der mindestens eines der Rohre
(42) zwei oder mehr Öffnungen und/oder Schlitze (46) auf der Mantelfläche aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, bei der die Rohre (42) des Rohrbündels
(40) jeweils annähernd gleiche Abmessungen sowie vorzugsweise konstante Querschnitte
über ihre Länge aufweisen.
14. Verfahren zur Wärmebehandlung von Verpackungsgütern mittels eines heißen Luft- oder
Gasstroms (28), insbesondere zur Schrumpfbehandlung von folienumhüllten Gütern wie
Gebinden o. dgl., bei dem mittels eines Gasbrenners (14) ein Heißgas (16) erzeugt
und die heißen Verbrennungsprodukte (16) des Gasbrenners (14) über mindestens eine
Zuführöffnung (38) in eine Mischvorrichtung (18) geleitet werden, die durch einen
Kanalabschnitt (20) gebildet ist, der zwischen einem Einlaufbereich (23) und einem
Auslaufbereich (25) angeordnet ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die heißen Verbrennungsprodukte (16) des Gasbrenners
(14) über die mindestens eine Zuführöffnung (38) in die Mischvorrichtung (18) geleitet
werden, die durch einen verengten Kanalabschnitt (20) gebildet ist, der zwischen einem
trichterartigen, in Strömungsrichtung sich verengendem Leitungsabschnitt (22) und
einem sich erweiternden Diffusorbereich (24) angeordnet ist.