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EP 2 226 397 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
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Anmeldetag: 06.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA RS |
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Anmelder: Rheinfelden Alloys GmbH & Co. KG |
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79618 Rheinfelden (DE) |
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Erfinder: |
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- Kohlmann, Peter
74838 Limbach/Baden (DE)
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Vertreter: Wiedmer, Edwin et al |
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Isler & Pedrazzini AG
Gotthardstrasse 53
Postfach 1772 8027 Zürich 8027 Zürich (CH) |
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(57) Eine Aluminiumlegierung mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleltfähigkeit
zur Herstellung von Druckgussbauteilen enthält
8,0 bis 9,0 Gew.-% Silizium
0,5 bis 0,7 Gew.-% Eisen
max. 0,010 Gew.-% Kupfer
max. 0,010 Gew.-% Magnesium
max. 0,010 Gew.-% Mangan
max. 0,001 Gew.-% Chrom
max. 0,020 New.-% Titan
max. 0,020 Gew.-% Vanadium
max. 0,05 Gew.-% Zink
0,010 bis 0,030 Gew.-% Strontium
und Aluminium als Rest mit weitere Elementen und herstellungsbedingten Verunreinigungen
einzeln max. 0,05 Gew.%, insgesamt max. 0,2 Gew.-%. Die Legierung eignet sich insbesondere
zur Herstellung von Bauteilen mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit
im Druckgiessverfahren.
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aluminiumlegierung mit guter elektrischer Leitfähigkeit
und guter Wärmeleitfähigkeit zur Herstellung von Druckgussbauteilen.
[0002] Für im Druckgiessverfahren hergestellte Bauteile mit guter elektrischer Leitfähigkeit
und guter Wärmeleitfähigkeit, wie zum Beispiel als Abdeckung der Elektronik in Automobilen
eingesetzte Kühlkörper, wird standardmässig die genormte Legierung LM 6 nach BS 1490
(AC 47000, AlSi12(Cu)) verwendet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine für den Druckguss geeignete Aluminiumlegierung
mit gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Legierungen verbesserter elektrischer
Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit bereitzustellen.
[0004] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt, dass die Legierung
8,0 bis 9,0 Gew.-% Silizium
0,5 bis 0,7 Gew.-% Eisen
max. 0,010 Gew.-% Kupfer
max. 0,010 Gew.-% Magnesium
max. 0,010 Gew.-% Mangan
max. 0,001 Gew.-% Chrom
max. 0,020 Gew.-% Titan
max. 0,020 Gew.-% Vanadium
max. 0,05 Gew.-% Zink
0,010 bis 0,030 Gew.-% Strontium
und Aluminium als Rest mit weitere Elementen und herstellungsbedingten Verunreinigungen
einzeln max. 0,05 Gew.-%, insgesamt max. 0,2 Gew.-% enthält.
[0005] Bei einer bevorzugten Variante der erfindungsgemässen Legierung beträgt die Summe
der Elemente Mangan, Titan, Vanadium und Chrom ≤ 0,02 Gew.-%.
[0006] Ein bevorzugter Anwendungsbereich der erfindungsgemässen Aluminiumlegierung ist die
Herstellung von Bauteilen mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit,
beispielsweise Kühlkörper für elektronische Bauteile, im Druckgiessverfahren.
[0007] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand von zwei Vergleichsbeispielen.
[0008] Die erfindungsgemässe Legierung A und zwei Vergleichslegierungen B und C mit den
in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzungen wurden ausgehend von einer Schmelzetemperatur
von 660°C im Druckgiessverfahren bei einer Formtemperatur von 150°C zu Kühlkörpern
für elektronische Bauteile mit einem Gewicht von 2,2 kg vergossen. Nach der Entnahme
aus der Druckgiessform wurden die Proben in ruhiger Luft abgekühlt.
[0009] An den Druckgussbauteilen wurde an zwei verschiedenen Messstellen M1 und M2 die elektrische
Leitfähigkeit gemessen. Die in Tabelle 2 zusammengestellten Ergebnisse zeigen die
Überlegenheit der erfindungsgemässen Legierung A gegenüber den Vergleichslegierungen
B und der registrierten Standardlegierung C (LM6 nach BS 1490, AC 47000, AlSi12(Cu)).
Die Vergleichslegierung B unterscheidet sich von der erfindungsgemässen Legierung
A im Wesentlichen durch einen erhöhten Siliziumgehalt.
[0010] In Tabelle 3 sind die Ergebnisse von Wärmeleitfähigkeitsmessungen an den Druckgussbauteilen
aus der erfindungsgemässen Legierung A und der Vergleichslegierung C zusammengestellt.
Die etfindungsgemässe Legierung A zeigt gegenüber der Vergleichslegierung C eine um
30 bis 40% höhere Wärmleitfähigkeit.
Tabelle 1: chemische Zusammensetzung der Legierungen in Gew.-%
| Legierung |
Si |
Fe |
Cu |
Mg |
Mn |
Cr |
Tl |
V |
Sr |
| A |
8,66 |
0,60 |
0,006 |
0,001 |
0,005 |
0,001 |
0,008 |
0,006 |
0,012 |
| B |
9,40 |
0,63 |
0,008 |
0,001 |
0,006 |
0,001 |
0,008 |
0,008 |
0,008 |
| C |
10.0-13.0 |
0,6 |
0,1 |
0.10 |
0.5 |
- |
0.2 |
- |
- |
Tabelle 2: Elektrische Leitfähigkeit
| Legierung |
Mesastalle M1 [m/Ωmm2] |
Messstelle M2 [m/Ωmm2] |
| A |
26,06 |
24,48 |
| B |
24,35 |
23,09 |
| C |
22,08 |
21,21 |
Tabelle 3: Wärmeleitfähigkeit
| Legierung |
Anzahl Messungen |
Temperatur [°C] |
Probendicke [mm] |
Wärmeleitfähigkeit [W/mK] |
| A |
5 |
23 |
5,76 |
169,4 |
| C |
5 |
23 |
3,96 |
119,1 |
1. Aluminiumlegierung mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit
zur Herstellung von Druckgussbauteilen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung
8,0 bis 9,0 Gew.-% Silizium
0,5 bis 0,7 Gew.-% Eisen
max. 0,010 Gew.-% Kupfer
max. 0,010 Gew.-% Magnesium
max. 0,010 Gew.-% Mangan
max, 0,001 Gew.-% Chrom
max. 0,020 Gew.-% Titan
max. 0,020 Gew.-% Vanadium
0,010 bis 0,030 Gew.-% Strontium
und Aluminium als Rest mit weitere Elementen und herstellungsbedingten Verunreinigungen
einzeln max. 0,05 Gew.-%, insgesamt max. 0,2 Gew.-% enthält.
2. Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Elemente Mangan, Titan, Vanadium und Chrom ≤ 0,02 Gew.-% beträgt.
3. Verwendung einer Aluminiumlegierung nach Anspruch 1 oder 2 für im Druckgiessverfahren
hergestellte Bauteile mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit,
insbesondere Kühlkörper für elektronische Bauteile.
4. Druckgussbauteil aus einer Aluminiumlegierung mit guter Warmfestigkeit nach einem
der Ansprüche 1 bis 3 mit guter elektrischer Leitfähigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit.

