Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere einen Trockner zum Trocknen
von Textilien.
Hintergrund
[0002] Wäschetrockner trocknen die in einen Trockenraum, beispielsweise eine Trommel, eingebrachten
feuchten oder nassen Textilien durch Zufuhr warmer Luft in den Trockenraum. Die warme
Luft nimmt die Feuchtigkeit aus den Textilien auf. Die so mit Feuchtigkeit gesättigte
Abluft wird je nach Aufbau des Wäschetrockners einem Wärmetauscher zugeführt oder
an die Umgebung abgegeben. Im Wärmetauscher wird die warme, feuchte Luft abgekühlt
und gibt die Feuchte in Form von Wasser in ein Sammelbecken ab. Nachfolgend wird die
nun trockene, kühle Luft erwärmt und gewährleistet so eine bessere Feuchteaufnahme
im Trockenraum. Diese trockene, warme Luft wird wiederum dem Trockenraum zugeführt.
[0003] In dem geschlossenen Luftkreislauf eines solchen sogenannten Kondensationstrockners
ist zwischen Trockenraum und Wärmetauscher typischerweise ein auch als Flusensieb
bekanntes Luft-Filterelement angeordnet zum Abscheiden von Partikeln aus dem Luftstrom
im Allgemeinen und von Textilflusen im Besonderen. Beim Trockenvorgang selbst nimmt
die trockene, warme Luft nicht nur wie erwünscht die Feuchtigkeit der zu trocknenden
Textilien auf sondern auch Textilpartikel wie Flusen oder andere Abscheidungen des
Trockengutes bedingt durch die mechanischen Beanspruchung der Textilien durch den
Luftstrom, die Trommelrotation, etc.. Ohne ein vorgenanntes Filterelement können Strukturen
des nachfolgenden Wärmetauschers durch ebensolche Partikel verschmutzt werden. Bei
Ablufttrocknern kann ein Filterelement auch mit der Absicht zum Einsatz kommen, die
Belastung der Umwelt mit Partikeln zu verringern.
[0004] Damit die Funktion solcher Filterelemente nicht beeinträchtigt wird, sind diese regelmässig
zu reinigen. Ferner sollte ein solches Filterelement bei Abnutzung oder Defekt auch
ausgetauscht werden können. Insofern sind herkömmliche Filterelemente typischerweise
gut zugänglich im Wäschetrockner angeordnet und manuell reinigbar oder auswechselbar.
[0005] Im Zuge eines erleichterten Unterhalts und einer komfortableren Bedienbarkeit eines
solchen Wäschetrockners sind halb- oder vollautomatisierte Reinigungsmechanismen für
Filterelemente bekannt geworden. Die Vorrichtung, die dabei üblicherweise zum Reinigen
des Filterelements verwendet wird, ist ein sogenannter Abstreifer zum Abstreifen der
am Filterelement mehr oder weniger fest haftenden Partikel, insbesondere von Textilflusen.
[0006] Dabei ist beispielsweise ein bandförmiges Filterelement mit seinen nicht notwendigerweise
Filtermaterial enthaltenden Enden über Umlenkrollen auf zwei Walzen aufgespannt, von
denen zumindest eine elektromotorisch betrieben wird. Zwischen der Filterfläche und
der zweiten Walze ist eine Reinigungsvorrichtung angeordnet. Zum Reinigen des Filterelements
wird das Filtermaterial von der ersten Walze auf die zweite Walze umgewickelt, bis
der mit Flusen bedeckte Teil der Filtereinrichtung vollständig an der Reinigungsvorrichtung
vorbeigeführt und dabei gereinigt wurde. Eine solche Filtervorrichtung ist aus dem
Deutschen Gebrauchsmuster G 94 13 742.0 U1 bekannt und wird als in einem Tunnelfinisher
zum Glätten von Kleidungsstücken angewendet beschrieben.
[0007] Die beschriebene Filtervorrichtung beansprucht einen grossen Bauraum im Trocknungsgerät.
Insbesondere bei in ihren Ausmassen kompakten Haushaltstrocknern ist der Bauraum jedoch
begrenzt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Hieraus ergibt sich das Bedürfnis nach einem Haushaltsgerät mit einer kompakten Filtervorrichtung,
die eine automatisierte Reinigung des Filterelements erlaubt. Dieser Zielsetzung wird
durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 entsprochen.
[0009] Anspruchsgemäss sind Filterelement und Reinigungsvorrichtung gegeneinander drehbar
angeordnet.
[0010] Infolge der Reinigung durch Rotation der Elemente zueinander kann bei gleicher wirksamer
Filterfläche eine in ihren Dimensionen erheblich kompaktere Filtervorrichtung geschaffen
werden als beispielsweise bei Verwendung eines bandförmig ausgedehnten Filterelements.
[0011] Weitere bevorzugte Ausführungsformen zeigen, dass auch ein Antrieb zum automatisierten
Herbeiführen einer Drehbewegung zwischen Filterelement und Reinigungsvorrichtung zum
Reinigen des Filterelements in seiner Bauform geringen Platz beansprucht. Aufgrund
dieser geringen baulichen Ausmasse eignet sich eine solche Filtervorrichtung insbesondere
für den Einbau in Haushaltsgeräte.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen betreffen insofern den Antrieb der beteiligten Elemente.
So kann je nach konstruktiven Vorgaben und zu Verfügung stehendem Bauraum zwischen
mindestens zwei Antriebsarten gewählt werden. Es kann die Reinigungsvorrichtung einer
Rotation unterzogen werden, wodurch eine Reinigung des Filterelements erzielt wird.
Alternativ kann auch das Filterelement rotatorisch bewegt werden. In beiden Fällen
kann das jeweils andere Element ortsfest angeordnet sein, kann alternativ aber ebenfalls
drehbar gelagert sein. Insofern werden durch diese Weiterbildungen Ausführungsvarianten
beschrieben, die in Haushaltsgeräte unterschiedlichster Konstruktion eingesetzt werden
können und auch einen automatisierten Antrieb erlauben, ohne aber einen ungebührend
grossen Bauraum vorhalten zu müssen.
[0013] In anderen Ausgestaltungen werden vorteilhafte Anordnungen solcher Filtervorrichtungen
in einem Haushaltsgerät beschrieben.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die Merkmale der
abhängigen Ansprüche gekennzeichnet, einzeln für sich, oder in Kombination mit Merkmalen
anderer abhängiger Ansprüche.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Figur 1 einen Längsschnitt durch einen Wäschetrockner nach dem Stand der Technik,
Figur 2 eine perspektivische Ansicht einer Filtervorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
Figur 3 einen Querschnitt durch die Filtervorrichtung nach Figur 2,
Figur 4 eine Filtervorrichtung zusammen mit einem Einlaufmodul in perspektivischer
Ansicht,
Figur 5, einen perspektivischen Aufschnitt eines Haushaltsgeräts nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines Wäschetrockners,
Figur 7 eine Explosionsdarstellung einer Türe eines Wäschetrockners mit einer Filtervorrichtung
gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 8 eine Explosionsdarstellung einer Filtervorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, und
Figur 9 a) und b) einen Längsschnitt und einer perspektivische Darstellung eines Gehäusefussabschnitts
mit einer Filtervorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0016] Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind in den Figuren figurenübergreifend durch
die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0017] Figur 1 zeigt einen konventionellen Wäschetrockner nach dem Kondensationsprinzip
im Schnitt, wobei die Pfeile die Luftströmung des geschlossenen Luftkreislaufs im
Betrieb des Wäschetrockners andeuten.
[0018] Ein Trockenraum 1 in Form einer Trommel ist typischerweise mit Trockengut bestückt
und wird mit warmer, trockener Luft durch rückwärtige Zuführungen versorgt. Die Luft
nimmt die Feuchte aus dem Trockengut im Trockenraum 1 auf. Die feuchte, warme Luft
wird über die Tür 2 des Wäschetrockners abgeführt und in einer Filtervorrichtung 3
von Partikeln, insbesondere Flusen, befreit. Die so gereinigte Luft wird einem Wärmetauscher
4 zugeführt, in dem sie in einer Kühleinrichtung 41 zur Feuchteabgabe zunächst abgekühlt,
und dann mittels einer Heizeinrichtung 42 wieder erwärmt wird. Der Kreislauf wird
geschlossen, indem die so erwärmte, trockene Luft über ein Gebläse 5 wieder dem Trockenraum
1 zugeführt wird.
[0019] Figur 2 zeigt in Perspektivdarstellung ein Ausführungsbeispiel einer Filtervorrichtung
3. Ein Gehäuse 36 enthält hierbei zwei nebeneinander angeordnete Filterelemente 31
und 37 mit zugeordneten Abstreifern 32 und 38. Details zu Filterelement und Abstreifer
werden anhand des Filterelements 31 und des Abstreifers 32 erläutert. Das weitere
Filterelement 37 und der weitere Abstreifer 38 sind in gleicher Weise aufgebaut.
[0020] Das Filterelement 31 ist kreisförmig ausgebildet und weist eine Filterfläche 311
sowie einen Zahnkranz 312 an seinem Aussenumfang auf.
[0021] Der Begriff "Filterfläche" oder "wirksame Filterfläche" ist in der vorliegenden Anmeldung
diejenige Fläche des Filterelements, die mit Filtermaterial bestückt ist. Als Filtermaterial
kann beispielsweise ein Draht- oder Kunststoffgitter dienen, dessen Maschengrösse
an die Grösse der abzuscheidenden Partikel angepasst ist. Andere Luftfilter, beispielsweise
Luftfilter auf porösem Filtermaterial, können gleichfalls eingesetzt werden.
[0022] Der Begriff "Filterelement" bezeichnet in der vorliegenden Anmeldung dasjenige Element,
das das Filtermaterial zum Filtern der zugeführten Luft enthält. Vorzugsweise ist
das gesamte "Filterelement" aus Filtermaterial hergestellt. Beispielsweise kann ein
kreisförmiges Filterelement komplett aus Filtermaterial bestehen. Es können aber auch
Haltestrukturen für das Filtermaterial vorgesehen sein. Eingeschlossen ist aber auch
eine Ausbildung, bei der nur eine Teilfläche eines solchen Filterelements als wirksame
Filterfläche ausgebildet ist.
[0023] In der vorliegenden Anmeldung ist das Filterelement und insbesondere seine Filterfläche
vorzugsweise "plan" im Sinne von nicht gewölbt. Somit ist das Filterelement in einer
Ebene angeordnet. Im Betrieb der Filtervorrichtung ist ein solches Filterelement vorzugsweise
verspannt, befestigt, oder in sonstiger Weise angeordnet, dass es im Luftkanal eine
ebene Ausprägung aufweist. Durch den Luftstrom hervorgerufene Wölbungen des Filterelements
sind unbeachtlich im Sinne der Definition, ebenso wie beispielsweise mit dem Filterelement
verbundene Stege zu seiner Stabilisierung, unregelmässiges Filtermaterial, oder ähnliches.
[0024] Der Abstreifer 32 streift das Filterelement 31, und insbesondere seine wirksame Filterfläche
ab und befreit sie somit von aus dem Luststrom abgeschiedenen Partikeln. Dabei ist
der Abstreifer 32 üblicherweise in Kontakt mit dem Filterelement 31 und wird über
die wirksame Filterfläche bewegt. Aber auch ein Abstreifen von Filterelementflächen,
die nicht wirksame Filterflächen darstellen, ist sinnvoll, als dort anhaftende Partikel
ebenfalls in einem später zu beschreibenden Flusendepot aufgesammelt werden können.
[0025] Der zu filternde Luftstrom trifft von vorne auf die durch die Abstreifer 32, 38 definierten
Seiten der Filtervorrichtung 3 in Figur 2. Zum Abstreifen drehen sich Filterelement
31 und Abstreifer 32 zueinander. Im Falle eines kreisrunden Filterelements 31 kann
das Filterelement 31 um eine Gerade durch seinen Kreismittelpunkt in eine Drehbewegung
versetzt werden. Gemäss Figur 3 wirkt dabei ein (Aussen-)Zahnkranz 312 des Filterelements
31 mit einer Antriebsschnecke 341 als Schneckengetriebe zusammen, das von einem Antrieb
34, beispielsweise einem Elektromotor angetrieben wird. Bei der Filtervorrichtung
3 nach Figur 2 ist nur ein Antrieb 34 und eine Antriebsschnecke 341 zum gleichzeitigen
Antreiben beider Filterelemente 31 und 37 erforderlich, da die Antriebsschnecke 341
mit den Zahnkränzen beider Filterelemente 31 und 37 zusammenwirkt.
[0026] Es ist ersichtlich, dass durch eine Drehbewegung von Abstreifer und Filterelement
relativ zueinander, kleinvolumige Antriebsmechanismen begünstigt werden, wie zum Beispiel
der Antrieb über ein Schneckengetriebe.
[0027] In den meisten der beschriebenen Ausführungsbeispiele ist ein Abstreifer als Reinigungsvorrichtung
für das Filterelement vorgesehen. Im Allgemeinen kann die Reinigungsvorrichtung alternativ
oder zusätzlich zu einem Abstreifer Luftreinigungsmittel, Wasserreinigungsmittel,
oder andere Reinigungsmittel aufweisen. Beispielsweise kann der Abstreifhalter einen
mit Düsen versehenen Schlauch halten, dessen Düsen auf die Innenfläche des Filterelements
gerichtet sind und welcher Schlauch zum reinigen mit Druckluft beaufschlagt wird.
Mittels einer Drehbewegung einer solchen Reinigungsvorrichtung relativ zum Filterelement
kann das Filterelement gleichermassen von Partikeln befreit werden. Vorzugsweise ist
ein solcher Schlauch dann zumindest gering beabstandet zur Innenseite des Filterelements
angeordnet. In einem ähnlichen Wirkungsmechanismus kann dem Schlauch anstelle von
Druckluft auch eine Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser, unter Druck zugeführt
werden.
[0028] Das Gehäuse 36 enthält einen Dichtring 361 zur Abdichtung beispielsweise gegen ein
Einlaufmodul.
[0029] Die Filtervorrichtung 3 enthält ein Sammelbecken für die vom Filterelement 31 abgestreiften
Partikel. Dieses Sammelbecken wird auch Flusendepot 33 genannt. Es weist Schubladenform
auf und ist an die Unterseite des Gehäuses 36 angeschraubt. Das Flusendepot 33 kann
aber auch leicht lösbar mit dem Gehäuse 36 verbunden sein, um eine Entleerung des
Flusendepots 33 zu erleichtern. Das Gehäuse 36 enthält einen Flusenspalt 362, durch
den die abgestreiften Partikel in das Flusendepot 33 fallen können.
[0030] Der Abstreifer 32 ist im vorliegenden Fall ortsfest angeordnet, sodass durch das
Drehen des Filterelements 31 eine Relativ-Drehbewegung zwischen Abstreifer 32 und
Filterelement 31 erzeugt wird. Alternativ kann aber auch der Abstreifer 32 einer Drehbewegung
unterzogen werden und das Filterelement 31 ortsfest sein. Hierzu ist der Abstreifer
32 vorzugsweise mit einem (Aussen-) Zahnkranz zu versehen, der über ein Schneckengetriebe
angetrieben wird.
[0031] Auch ein Rotationsantrieb für Abstreifer 32 und Filterelement 31 kann eine Drehbewegung
dieser Elemente gegeneinander herbeiführen.
[0032] Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Anordnung gemäss Figur 2, zuzüglich eines
Schnitts durch eine weitere Filtervorrichtung, die der ersten Filtervorrichtung 3
entspricht und unmittelbar vor der ersten Filtervorrichtung 3 angeordnet ist. Die
Elemente sind wiederum nur anhand des Filterelements 31 und des Abstreifers 32 beschrieben,
im Übrigen aber auch bei den weiteren Filterelement-Abstreifer-Kombinationen identisch.
[0033] Aus dieser Figur wird ersichtlich wie die Antriebsschnecke 341 und die Zahnkränze
der Filterelemente 31 und 37 zusammenwirken. Der Abstreifer 32 überspannt mit einem
Abstreifhalter 323 radial das Filterelement 31. Der Abstreifhalter 323 hält eine Abstreiflippe
322, die in Kontakt ist mit der Filterfläche 311 des Filterelements 31. Abstreiflippen
322 können beispielsweise aus Gummi hergestellt oder als Borstenelemente ausgebildet
sein. Die Abstreiflippe weist eine Längsausdehnung von in etwa dem halben Durchmesser
des Filterelements 31 auf. Durch ein Drehen des Filterelements 31 wird demnach die
gesamte wirksame Filterfläche an der Abstreiflippe 312 vorbeigeführt und durch Abstreifen
von Partikeln gereinigt.
[0034] Das Schnittbild nach Figur 3 zeigt insgesamt vier Filterelement-Abstreifer-Kombinationen,
zwei davon jeweils nebeneinander angeordnet, d.h. mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden
Filterflächen, zwei davon jeweils hintereinander angeordnet, d.h. mit einem zweistufigen
Reinigungsmechanismus, bei dem die Abluft der ersten Filterelement-Abstreifer-Kombination
der nachfolgenden Filterelement-Abstreifer-Kombination zugeführt wird.
[0035] Die zwei- oder mehrfache Anordnung "hintereinander" kann im Allgemeinen zur Anwendung
kommen, wenn der Luftstrom mindestens zweifach gesäubert werden soll und eine erhöhte
Luftqualität am Auslass der Filtervorrichtung erzielt werden soll. Das oder jedes
weitere Filterelement kann gleiche Filterwirkung aufweisen wie das erste Filterelement
in einer solchen Anordnung, kann vorzugsweise aber auch eine höhere Filterwirkung
aufweisen und beispielsweise feinmaschiger sein als das vorgeschaltete Filterelement,
sodass das vorgeschaltete Filterelement die Luft zunächst von grossen Partikeln befreit
während das nachgeschaltete Filterelement von der so gefilterten Luft kleinere Partikel
abscheidet.
[0036] Eine zwei- oder mehrfache Anordnung "nebeneinander" kann im Allgemeinen zur Anwendung
kommen, wenn die Einbauverhältnisse im Haushaltsgerät nicht ein einziges, grosses
Filterelement erlauben. So kann insbesondere ein einziges kreisrundes Filterelement
mit ausreichend grosser Filterfläche schwer im Gerät anordenbar sein, sodass an seiner
Stelle zwei oder mehrere nebeneinander liegende Filterelemente eine kompaktere Filtervorrichtung
bilden.
[0037] Je nach Anforderungen können "nebeneinander" und "hintereinander" liegende Filterelemente
beliebig zu einer oder mehreren Filtervorrichtungen kombiniert werden.
[0038] Figur 4 zeigt perspektivisch eine Kombination aus einer Filtervorrichtung 3 und einem
Einlaufmodul 7. Ein Rohr 6 ist über Befestigungsmittel, im vorliegenden Aufbau beispielsweise
über eine Rohrschelle 61, an dem Einlaufmodul 7 befestigt und liefert die zu filternde
Luft an das Einlaufmodul 7. Das Einlaufmodul 7 ist mit dem Gehäuse der Filtervorrichtung
3 verbunden, beispielsweise über eine Schraubverbindung wie angedeutet, und liefert
die zu filternde Luft weiter an die Filtervorrichtung 3. Eine Welle der Antriebsschnecke
341 ragt aus der Filtervorrichtung 3 heraus. Ein Fenster 71 im Einlaufmodul 7 erlaubt
einen Zugriff auch auf die verschraubte Filtervorrichtung 3, insbesondere ihren Abstreifer
und das Filterelement.
[0039] Figur 5 zeigt ein beispielhaftes Haushaltsgerät mit einem transparenten Gehäuse 8
zu Anschaulichkeitszwecken in Form eines Wäschetrockners mit einem Trockenraum 1,
einer Türe 2 und einer Filtervorrichtung 3. Die Filtervorrichtung 3 wird über ein
nicht eingezeichnetes Rohr mit der Abluft aus dem Trockenraum 1 gespeist.
[0040] Die Filtervorrichtung 3 ist modular aufgebaut mit jeweils zwei nebeneinander liegenden
Filterelementen in einem gemeinsamen Gehäuse 36, und zweier solcher hintereinander
angeordneter Filtermodule. Die Filtermodule sind leicht entnehm- und austauschbar.
Ein gemeinsames, schubladenförmiges Flusendepot 33 ist unterhalb der Filtermodule
angeordnet und sammelt die von allen Filterelementen abgeschiedenen Partikel. Das
Flusendepot 33 kann ausziehbar ausgestaltet sein, sodass ein Entsorgen der Partikel
leicht möglich ist. Es kann von der Gerätevorderseite, z.B. unterhalb der Benutzertüre,
zugänglich sein.
[0041] Die Filtervorrichtung 3 ist vorzugsweise in einem Gerätefuss 9 des Haushaltsgerätes
angeordnet. Das Haushaltsgerät wird mit dem Gerätefuss 9 auf den Untergrund aufgestellt.
Vorzugsweise ist die Filtervorrichtung 3 dabei im Gerätefuss 9 in Türnähe angeordnet,
um die Länge eines Rohres für die Luftzufuhr gering zu halten.
[0042] Figur 6 zeigt einen Wäschetrockner in perspektivischer Ansicht mit einem Gehäuse
8 und einer Türe 2 zum Trockenraum 1. Ein Gerätefuss 9 weist an seiner Vorderseite
unterhalb der Türe 2 eine Klappe 81 auf, die einen Zugang zu einer Filtervorrichtung
3 bestehend aus drei Filtermodulen ermöglicht. Die Filtermodule sind in herausgezogenem
Zustand eingezeichnet. Sie sind miteinander verschraubt und weisen ein gemeinsames
Flusendepot 33 auf. Das Flusendepot 33 ist von unten gegen die Filtermodule befestigt
und weist eine Öffnung auf, über die die Flusen entsorgt werden können. Jedes Filtermodul
weist darüber hinaus Führungsnuten 363 auf, die korrespondieren mit Stegen 91 im Gehäusefuss
9 und das Einführen der Filtervorrichtung 3 in den Gehäusefuss 9 erleichtern.
[0043] Figur 7 zeigt die Anordnung einer Filtervorrichtung, z.B. in einer Türe 2 eines Haushaltsgeräts.
Der Abstreifer 32 mit Abstreifhalter 323 und Abstreiflippe 322 ist über einen Ring
321 an der Türe 2 befestigt. Drehbar gelagert ist wiederum das Filterelement 31 mit
seiner kreisrunden, wirksamen Filterfläche 311 und einem Zahnkranz 312 um die Filterfläche
311. Die Verspannung der Filtervorrichtung 3 gegen einen Rahmen 21 der Türe 2 erfolgt
über diverse Ringe, von denen ein Teflon-Ring 24 die Drehbarkeit des Filterelements
31 mit einem geringen Reibwiderstand gegen den Rahmen 21 der Türe 2 ermöglicht. Ein
Federring 22 drückt das Filterelement 31 nach aussen gegen den Abstreifer, wodurch
ein zum Reinigen vorteilhafter Kontakt zwischen Abstreifer 32, und insbesondere seiner
Abstreiflippe 322, und der Filterfläche 311 entsteht. Ein Dichtring 23 dichtet die
Filtervorrichtung 3 ab. Ein Einbau der Filtervorrichtung 3 in die Türe 2 des Haushaltsgerätes
ist besonders platzsparend und gibt Bauraum im Gerätefuss frei. Die abgestreiften
Flusen werden über ein nicht eingezeichnetes, geeignet angeordnetes Flusendepot gesammelt.
Der gefilterte Luftstrom wird in geeigneter Weise im Gerät weitergeführt.
[0044] Figur 8 zeigt in teilweiser Explosionsdarstellung eine weitere vorteilhafte Ausführungsform
einer Filtervorrichtung 3, hier mit einem einzigen mit einem Abstreifer 32 zusammenwirkenden,
kreisrunden Filterelement 31 in einem Gehäuse 36. Das Gehäuse 36 weist weiterhin einen
Zufuhrspalt 362 für ein weiteres Filterelement 37 auf. Dieses weitere Filterelement
37 ist als herkömmliches Flusensieb ausgebildet und kann nach einer Entnahme aus dem
Gehäuse 36 manuell gereinigt werden. Des Weiteren ist ein Flusendepot 33 vorgesehen.
[0045] Das Gehäuse 36 und das Flusendepot 33 werden durch eine Klappe 391 in ein weiteres
Gehäuse 39 eingeführt. Das weitere Gehäuse 39 enthält einen Antrieb 34 zum Antreiben
des Filterelements 31. Die gefilterte Luft verlässt durch eine rückseitige Öffnung
das weitere Gehäuse 39. Die zu filternde Luft wird durch eine nicht eingezeichnete
Öffnung in der Klappe 391 der Filtervorrichtung 3 zugeführt.
[0046] Dabei ist ersichtlich, dass die zu filternde Luft einem zweistufigen Reinigungsprozess
unterworfen wird: Zuerst wird die Luft mit dem Filterelement 31 gereinigt und durchströmt
daraufhin das weitere Filterelement 37.
[0047] Die gesamte Anordnung nach Figur 8 ist ebenfalls als Filtermodul ausgestaltet, das
leicht in beispielsweise den Gerätefuss eines Haushaltsgeräts eingebaut werden kann.
Dabei kann das Flusendepot 33 beispielsweise über eine Klappe im Gehäuse des Haushaltsgerätes
und die Klappe 391 des weiteren Gehäuses 39 zugänglich sein, entnommen, und geleert
werden.
[0048] Figur 9a) zeigt eine der Filtervorrichtung nach Figur 8 ähnliche Filtervorrichtung
3 im Längsschnitt im in einen Gerätefuss 9 eingebauten Zustand. Figur 9b) ist die
zugehörige perspektivische Darstellung. Die zu filternde Luft wird über Bestandteile
des Trocknergehäuses 8 zuerst dem Filterelement 31 mit zugeordnetem Abstreifer 32
zugeführt wird, bevor die so gefilterte Luft dann dem weiteren Filterelement 37 zugeführt
wird. Ein beispielhafter Abstand zwischen dem ersten und dem weiteren Filterelement
31 und 37 ist mit 30 mm angegeben. Vorzugsweise ist dieser Abstand geringer als 100
mm. Die abgestreiften Flusen sind über eine Klappe 81 im Trocknergehäuse 8 zugänglich.
[0049] Die Abluft aus dem weiteren Filterelement 37 wird einer Kühleinrichtung 41 zugeführt.
Ein beispielhafter Abstand zwischen der Filtervorrichtung 3 und der Kühleinrichtung
41 beträgt 40 mm, ist vorzugsweise aber kleiner als 100 mm.
[0050] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
- 1 Trockenraum
- 2 Tür
21 Rahmen
22 Federring
23 Dichtring
24 Teflon-Ring
- 3 Filtervorrichtung
31 Filterelement
311 Filterfläche
312 Zahnkranz
313 Dichtring
32 Abstreifer
321 Ring
322 Abstreiflippe
323 Abstreifhalter
33 Flusendepot
331 Dichtung
34 Antrieb
341 Antriebsschnecke
36 Gehäuse
361 Dichtung
362 Flusenspalt
363 Führungsnut
37 Weiteres Filterelement
38 Weiterer Abstreifer
39 Weiteres Gehäuse
391 Klappe
- 4 Wärmetauscher
41 Kühleinrichtung
42 Heizeinrichtung
- 5 Gebläse
- 6 Rohr
61 Rohrschelle
- 7 Einlaufmodul
71 Fenster
- 8 Trocknergehäuse
81 Klappe
- 9 Gerätefuss
91 Steg
1. Haushaltsgerät, mit einer Filtervorrichtung (3) zum Abscheiden von Partikeln aus einem
Luftstrom, welche Filtervorrichtung (3) ein Filterelement (31) und eine Reinigungsvorrichtung
zum Reinigen des Filterelements (31) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (31) und die Reinigungsvorrichtung gegeneinander drehbar angeordnet
sind.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (31) plan ausgebildet ist, und insbesondere kreisförmig ausgebildet
ist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung als Abstreifer (32) ausgebildet ist.
4. Haushaltsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (32) ortsfest angeordnet ist, und dass das Filterelement (31) drehbar
gelagert ist.
5. Haushaltsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (31) ortsfest angeordnet ist, und dass der Abstreifer (32) drehbar
gelagert ist.
6. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (32) eine Abstreiflippe (322) enthält, die eine Längsausdehnung von
mindestens der Hälfte des Durchmessers des Filterelements (31) aufweist.
7. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (32) radial über dem Filterelement (31) angeordnet ist.
8. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein umfänglich am Filterelement (31) angeordneter oder ein mit dem Abstreifer (32)
verbundener Zahnkranz (311) ein Schneckenrad eines Schneckengetriebes zum Antreiben
des Filterelements (31) beziehungsweise des Abstreifers (32) bildet.
9. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine weitere Filtervorrichtung zum Abscheiden von Partikeln aus einem Luftstrom mit
einem weiteren Filterelement und mit einer weiteren Reinigungsvorrichtung zum Reinigen
des weiteren Filterelements, welches weitere Filterelement und welche weitere Reinigungsvorrichtung
gegeneinander drehbar angeordnet sind.
10. Haushaltsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung und die weitere Filtervorrichtung nebeneinander angeordnet
sind, sodass die jeweiligen Filterelemente in derselben Ebene angeordnet sind.
11. Haushaltsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Filterelement einen umfänglich am Filterelement angeordneten Zahnkranz aufweist,
welche Zahnkränze mit einer gemeinsamen Schnecke als Schneckengetriebe zusammenwirken.
12. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung in einer Tür des Haushalsgeräts angeordnet ist.
13. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung (3) unterhalb eines Trockenraumes (1) in einem Gerätefuss (9)
zum Abstellen des Haushaltsgeräts auf den Untergrund angeordnet ist.
14. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung (3) als dem Haushaltsgerät entnehmbares Filtermodul ausgebildet
ist.
15. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät zum Trocknen von Wäsche ausgebildet ist, und dass das Filterelement
als Flusensieb ausgebildet ist.