[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Torantrieb, insbesondere für Sektionaltore,
Drehtore, Rolltore, Schiebetore oder dergleichen, mit einem Torbewegungselement, insbesondere
eine Torwelle, zum Öffnen und Schließen eines Tores und ein am Torbewegungselement
angeordnetes Verbindungsmittel.
[0002] Zum Antrieb von Toren wie Garagentoren, Gartentoren, Hallentoren oder auch großen
Industrietoren werden regelmäßig Elektromotoren eingesetzt, die über eine Abtriebswelle
ein Torbewegungselement, meist eine Torwelle, antreiben, um beispielsweise ein Torseil
oder eine Torkette aufzuwickeln, an der das Tor befestigt ist. Es versteht sich, daß
andere Torbewegungselemente dabei Verwendung finden können.
[0003] Besonders für große Industrietore müssen große, besonders starke Elektromotoren eingesetzt
werden, die ein hohes Drehmoment aufweisen. In Verbindung mit den wachsenden Anforderungen
an ein solches Antriebsaggregat, steigen selbstverständlich auch die Produktionskosten
eines derartigen Torantriebs nach dem Stand der Technik.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine preiswertere Möglichkeit zum
Antrieb eines Tores vorzustellen. Insbesondere soll mit einfachen Mitteln eine Weiterbildung
eines Torantriebs nach dem Stand der Technik erzielt werden.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Torantrieb gemäß Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Es wird also eine Vorrichtung für einen Torantrieb vorgeschlagen, insbesondere für
ein Sektionaltor, Rolltor oder dergleichen, mit einem Torbewegungselement, insbesondere
eine Torwelle, zum Öffnen und Schließen eines Tores und ein am Torbewegungselement
angeordnetes Verbindungsmittel, wobei der Torantrieb mindestens zwei Elektromotoren
umfaßt, von denen einer fest mit dem am Torbewegungselement (2) angeordnetem Verbindungsmittel
mittelbar/unmittelbar verbunden ist und alle weiteren Elektromotoren (3,4) um das
Torbewegungselement radial beweglich angeordnet und mit diesem über das angeordnete
Verbindungsmittel verbunden sind. Über die jeweiligen Verbindungsmittel können die
Drehmomente der einzelnen Elektromotoren auf das Torbewegungselement übertragen werden
und somit eine Rotationsbewegung um die Rotationsachse längs des Torbewegungselement
erreicht werden, was zu einem Öffnungs- und Schließvorgang des Torantriebs führt.
Wichtig hierbei ist, das die Antriebsmomente der einzelnen Elektromotoren nicht entgegengerichtet
sondern miteinander wirken. Dadurch ist durch zwei kleinere, bzw. preiswertere Standard-Elektromotoren
eine große, teure Einheit ersetzbar. Insbesondere kann bei einem Rolltor ein Rollgitter
an der Torwelle so angeordnet sein, daß bei einer Rotationsbewegung um die Längsachse
im oder gegen den Uhrzeigersinn das Rollgitter auf- bzw. abgewickelt wird. Die Wickelbewegung
wird durch die Elektromotoren erzeugt, die über an der Motorabtriebswelle angeflanschte
Verbindungsmittel mit dem an der Torwelle angeordneten Verbindungsmittel verbunden,
deren Drehmomente gleichgerichtet sind und die Torwelle in die entsprechende rotierende
Bewegung versetzen.
[0007] Durch den Einsatz von mehr als einem Elektromotor zum Antrieb eines Torantriebs ergibt
sich das Problem, daß die verwendeten Elektromotore in ihrer Drehzahl synchron zueinander
betrieben werden müssen. Variiert die Umlaufgeschwindigkeit der einzelnen Motoren
auch nur minimal, kann dies zu Reibungspunkten bzw. verstärkter Materialbeanspruchung
gewisser Antriebskomponenten führen und einen beschleunigten Verschleiß bewirken.
Solch asynchrone Umlaufgeschwindigkeiten der Motoren beruhen auf minimalen Unterschieden
der verwendeten baugleichen Transformatoren zur Versorgung der Elektromotoren. Auch
können kleinste Leistungsunterschiede der einzelnen Motoren gleichen Bautyps in unterschiedlichen
Umlaufgeschwindigkeiten resultieren.
[0008] Um die genannten Begleiterscheinungen zur verhindern oder zu lindern, sind alle weiteren
Elektromotoren radial beweglich um das Torbewegungselement angeordnet, wodurch Transformator-
und Motorenunterschiede und damit ein asynchroner Betrieb der mindestens zwei Elektromotoren
ausgleichbar ist. Laufen die Drehzahlen, bzw. Antriebsgeschwindigkeiten der mindestens
zwei Elektormotoren auseinander, d.h. asynchron, so ist eine ideale Kraftübertragung
nicht mehr gesichert und es entstehen zusätzliche Reibungspunkte an gewissen Stellen
der Verbindungsmittel des Torantriebs. Durch die bewegliche Anordnung der weiteren
eingesetzten Elektromotoren können solch zusätzlich auftretende Reibungspunkte bei
asynchronen Antriebsgeschwindigkeiten der Motoren ausgeglichen werden und die ungehinderte
Kraftübertragung der einzelnen Motoren auf das Torbewegungselement kann sichergestellt
werden.
[0009] Dabei kann es von Vorteil sein, wenn die an den Motorabtriebswellen angeflanschten
Verbindungsmittel ein Antriebsritzel umfassen, welche in ein geeignetes an dem Torbewegungselement
angeordnetes Verbindungselement eingreifen und über dieses das Torbewegungselement
in Bewegung versetzen. Beispielsweise ist das am Torbewegungselement angeordnete Verbindungsmittel
eine Kette oder ein weiteres auf dem Torbewegungselement angeordnetes Zahnrad. Die
Antriebsritzel greifen in die Kette bzw. das Zahnrad ein und versetzen das Torbewegungselement
über die Kette in eine vorbestimmte rotierende Bewegung.
[0010] Denkbar ist, daß wenigstens ein Transformator im Torantrieb vorgesehen ist, welcher
mit wenigstens einem oder allen Elektromotoren derart verschaltet ist, daß die erforderliche
Versorgungsspannung für die Elektromotoren bereitstellbar ist. Der Transformator kann
zum Beispiel die am Eingang anliegende Wechselspannung auf einen erforderlichen Effektivwert
transformieren und durch einen nachgeschalteten Gleichrichter eine Gleichspannung
am Ausgang erzeugen.
[0011] In vorteilhafter Weise umfaßt wenigstens ein Elektromotor einen Gleichstrommotor.
Gleichstrommotoren lassen sich über einen verhältnismäßig einfachen Schaltungsaufbau
einer Steuerung ansteuern. Dadurch ergibt sich eine vereinfachte Ansteuerung eines
Gleichstrommotors gegenüber bekannten Wechselstrommotoren, da auf den notwendigen
Frequenzumrichter zum Betrieb eines geregelten Wechselstrommotors verzichtet werden
kann. In der Regel weisen solche bekannten Gleichstrommotoren sehr hohe Ausgangsdrehzahlen
auf.
[0012] Aus diesem Grund kann es von Vorteil sein, wenn wenigstens ein Elektromotor einen
Getriebemotor umfaßt. Dabei weist ein Getriebemotor in seinem Getriebemotorgehäuse
eine Motoreinheit mit einem nachgeschalteten kleinen Getriebe auf. Durch das Getriebe
kann bei Gleichstromgetriebemotoren die hohe Ausgangsdrehzahl herunter transformiert
werden und es entsteht am Ausgang des Motors ein höheres Ausgangsmoment mit einer
geringeren Drehzahl.
[0013] In weiterhin vorteilhafter Weise ist wenigstens eine Stellgröße, insbesondere ein
Torstellungssignal, durch ein geeignetes Mittel am Torantrieb erfaßbar und die Stellgröße
dient zur Steuerung der Versorgungsspannung wenigstens eines Elektromotors. Die Stellgröße
kann vereinfacht über die Funktion:

beschrieben werden, wobei s beispielsweise für die jeweiligen Torposition stehen kann
und f(s) eine vordefinierte Funktion zur Berechnung einer Spannung U zur Steuerung
wenigstens eines Elektromotors ist. Dabei ist durch die Spannung U die Geschwindigkeit
bzw. die Drehzahl des jeweiligen verschalteten Elektromotors steuerbar.
Das Torstellungssignal gibt beispielsweise die jeweilige Öffnungsstellung des verwendeten
Tores an und bewirkt ein Abbremsen, Anhalten oder Beschleunigen des Torantriebs.
[0014] In einer Ausführungsvariante ist es vorgesehen, daß mindestens zwei Transformatoren
die mindestens zwei Elektromotoren mit einer erforderlichen Versorgungsspannung versorgen.
Dabei ist jeweils ein Transformator mit jeweils einem Elektromotor verschaltet und
versorgt diesen mit einer erforderlichen Versorgungsspannung zum Betrieb des Elektromotors.
[0015] Durch den Einsatz von mehr als einem Elektromotor zum Antrieb eines Torantriebs ergibt
sich das Problem, daß die verwendeten Elektromotore in ihrer Drehzahl synchron zueinander
betrieben werden müssen. Variiert die Umlaufgeschwindigkeit der einzelnen Motoren
auch nur minimal, kann dies zu Reibungspunkten bzw. verstärkter Materialbeanspruchung
gewisser Antriebskomponenten führen und einen beschleunigten Verschleiß bewirken.
Solch asynchrone Umlaufgeschwindigkeiten der Motoren beruhen auf minimalen Unterschieden
der verwendeten baugleichen Transformatoren zur Versorgung der Elektromotoren. Auch
können kleinste Leistungsunterschiede der einzelnen Motoren gleichen Bautyps in unterschiedlichen
Umlaufgeschwindigkeiten resultieren.
[0016] Um die genannten Begleiterscheinungen zur verhindern oder zu lindern, ist vorteilhafterweise
wenigstens ein Motor über wenigstens eine Feder am Torantrieb federnd angeordnet,
bzw. gelagert, wodurch Transformator- und Motorenunterschiede und damit ein asynchroner
Betrieb der mindestens zwei Elektromotoren ausgleichbar ist. Die mindestens zwei Motoren
sind derart über die Verbindungsmittel mit dem Torbewegungselement verbunden, daß
ihre Ausgangsdrehmomente einen Antrieb des Torbewegungselementes erwirken. Die Verbindung
ist dabei so ausgelegt, daß eine ideale Kraftübertragung erreichbar ist. Laufen die
Drehzahlen, bzw.
[0017] Antriebsgeschwindigkeiten auseinander, d.h. asynchron, so ist eine ideale Kraftübertragung
nicht mehr gesichert und es entstehen zusätzliche Reibungspunkte an gewissen Stellen
der Verbindungsmittel des Torantriebs. Durch die federnde Lagerung bzw. Anordnung
wenigstens eines Elektromotors können solch zusätzlich auftretende Reibungspunkte
bei asynchronen Antriebsgeschwindigkeiten der Motoren ausgeglichen werden und die
ungehinderte Kraftübertragung der einzelnen Motoren auf das Torbewegungselement kann
sichergestellt werden.
[0018] Denkbar ist auch, daß wenigstens zwei Inkrementalgeber an den wenigstens zwei Elektromotoren
angeordnet sind und anhand der durch die Inkrementalgeber erfaßten Meßwerte eine Regelgröße
zur Regelung mindestens eines Elektromotors bestimmbar ist. Als Inkrementalgeber werden
Sensoren zur Erfassung von Lageänderungen bezeichnet, die sowohl Wegstrecke als auch
-richtung erfassen können. Durch die Anordnung jeweils eines Inkrementalgebers an
jeweils einem Elektromotor ist der zurückgelegte Weg jedes einzelnen Elektromotors
bestimmbar und ist somit für eine Auswertung der Drehgeschwindigkeit der einzelnen
Elektromotoren heranziehbar. Durch eine geeignete Signalevaluierung sind Abweichungen
der Elektromotoren von einem untereinander synchronen Betrieb ermittelbar und mittels
der Regelgröße ist wenigstens ein Elektromotor so regelbar, daß der Betrieb der einzelnen
Elektromotoren untereinander wieder synchron erfolgt. Die Regelgröße beeinflußt dabei
die Versorgungsspannung wenigstens eines Elektromotors derart, daß seine Drehgeschwindigkeit
an die Drehgeschwindigkeit der übrigen verwendeten Elektromotoren anpaßbar ist. Es
ist dabei denkbar, daß nicht nur ein Elektromotor über die erfaßte Regelgröße regelbar
ist, sondern eine Regelung mehrerer Elektromotoren anhand der Regelgröße erfolgt.
[0019] Eine Möglichkeit zur Auswertung der oben genannten Meßwerte ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelgröße durch Vergleich oder Addition der genannten Meßwerte der Inkrementalgeber
bestimmbar ist und mindestens ein Elektromotor mittels dieser Regelgröße regelbar
ist. Dabei ist die Addition bzw. der Vergleich der Meßwerte über geeignet verschaltete
Operationsverstärker durchführbar.
[0020] Eine weitere Möglichkeit, um einen asynchronen Betrieb der Elektromotoren zur erkennen
ist, daß der Torantrieb wenigstens eine Meßvorrichtung zum Messen der Winkelstellung
von wenigstens einem am Torantrieb angeordneten Elektromotors vorsieht. Dabei ist
beispielsweise die Winkelstellung des Elektromotors zum Torbewegungselement selbst
oder die Winkelstellung des am Motorabtrieb angeflanschten Verbindungsmittels meßbar.
Die durch einen asynchronen Betrieb der wenigstens zwei Elektromotoren hervorgerufenen
Winkelstellungsänderungen des entsprechenden Elektromotors oder Verbindungsmittels
ist durch die Meßvorrichtung erfaßbar und dadurch eine geeignete Regelgröße zur Regelung
wenigstens eines Elektromotors erzeugbar und somit ein synchroner Betrieb der Elektromotoren
einstellbar.
[0021] In vorteilhafter Weise sieht der Torantrieb wenigstens einen Schiebewiderstand vor,
der derart angeordnet ist, daß die Versorgungsspannung an wenigstens einem Elektromotor
direkt durch den Schiebewiderstand variierbar ist. Hierbei wird kein Signal ausgewertet,
sondern die anliegende Versorgungsspannung ist direkt über den Schiebewiderstand am
jeweiligen Elektromotor variierbar und somit ist ein synchroner Betrieb der einzelnen
Elektromotoren untereinander einstellbar.
[0022] In weiterhin vorteilhafter Weise sieht der Torantrieb eine Steuerung zur Auswertung
und Steuerung der Stell- und/oder Regelgrößen vor. Die Steuerung bearbeitet und wertet
die gemessenen Meßwerte aus, um eine Ansteuerung der mindestens zwei Elektromotoren
dahingehend zu realisieren, daß ein synchroner Betrieb der mindestens zwei Elektromotoren
miteinander gewährleistet ist.
[0023] Die vorliegende Erfindung soll nun anhand von Ausgestaltungsbeispielen und Zeichnungen
näher erläutert werden. Dabei zeigen:
- Figur 1:
- ein Schaltbild einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Torantriebs
- Figur 2:
- ein Schaltbild einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Torantriebs
- Figur 3:
- ein Schaltbild einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Torantriebs
- Figur 4:
- ein Schaltbild einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Torantriebs
[0024] In Figur 1 ist eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Torantriebs 1 dargestellt.
Der gezeigte Torantrieb 1 umfaßt ein Torbewegungselement 2, das in den Ausgestaltungen
der Figuren 1 bis 4 als eine Torwelle ausgeführt ist. Die Torwelle 2 ist um ihre Längsachse
drehbar, wodurch ein an der Torwelle 2 angeordnetes, hier nicht gezeigtes Tor, insbesondere
Sektionaltor, Torgitter/Rollgitter ein- und ausgefahren bzw. auf- und abgerollt werden
kann.
Erfindungsgemäß weist der Torantrieb 1 zwei Elektromotoren 3,4 auf, deren gleichgerichtete
Antriebsmomente sich zu einem insgesamt stärkeren Gesamtdrehmoment ergänzen. Dadurch
kann auf die Verwendung einer einzelnen, starken Motoreneinheit verzichtet werden
und durch den Einsatz von zwei kleineren Motoreinheiten Kosten gespart werden.
[0025] Beide Elektromotoren übertragen ihre Ausgangskräfte über ein Verbindungsmittel in
Form eines Antriebsritzels 5,6 auf ein an der Torwelle angeordnetes, in den Figuren
1 bis 4 nicht näher gezeigtes Verbindungsmittel und dadurch auf die Torwelle. Das
nicht näher gezeigte Verbindungsmittel kann dabei ein auf der Torwelle sitzendes weiteres
Zahnrad sein, dessen Verzahnung in die Zähne der Antriebsritzel der beiden Elektromotoren
eingreifen. Ebenfalls ist jedoch auch eine Kette oder sonstiges Mittel zur Kraftübertragung
auf die Torwelle denkbar.
Die beiden verwendeten Elektromotoren 3,4 sind zwei identische Gleichstromgetriebemotoren,
die über jeweils einen Transformator 7 mit einer vordefinierten Versorgungsspannung
gespeist werden. Bei den Transformatoren 7 handelt es sich ebenfalls um Modelle gleichen
Typs mit identischen Leistungseigenschaften. Aus Figur 1 ist ersichtlich, daß für
die beiden Elektromotoren 3,4 separate Versorgungssysteme definiert sind. Durch eine
geeignete Meßvorrichtung kann ein Torstellungssignal erfaßt werden und mittels einer
Steuerung evaluiert werden. Die Steuerung gibt eine Stellgröße 8 aus, die zur Regelung
der Versorgungsspannung der beiden Elektromotoren 3,4 aus Figur 1 dient. Anhand der
Versorgungsspannung kann die Geschwindigkeit mit der die beiden Elektromotoren 3,4
drehen variiert werden. Vereinfacht definiert sich die von der Steuerung ausgegebene
Stellgröße aus einer Funktion die in Abhängigkeit des Wegs, d.h. in Abhängigkeit der
Stellposition des Tores
s, eine erforderliche Ausgangsspannung zur Speisung der Elektromotoren 3,4 berechnet:

[0026] In der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Torantriebs 1 in Figur 1 werden beide
die Elektromotoren 3,4 speisenden Versorgungsspannungen mittels der Stellgröße 8 geregelt.
Da sich auch bei der Verwendung identischer Elektromotoren 3,4 und Transformatoren
7 minimale Unterschiede in deren Leistungseigenschaften ergeben und dies zu einem
leicht asynchronen Betrieb der beiden Elektromotoren führt, wird ein Elektromotor
4 über Federn 9 am Torantrieb angeordnet. Die Federn helfen dabei, anwachsende Belastungen
und Reibungspunkte der Zahnräder durch Druckentlastung des Elektromotors 4 in Richtung
der Torwelle 2 mittels der Federn 9 zu kompensieren.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung (Fig. 2) des erfindungsgemäßen Torantriebs 1 wird
zusätzlich zum Ausgleich der Transformator- und Motorunterschiede mittels Federn 9
in unmittelbarer Nähe zu den Elektromotoren 3,4 jeweils ein Inkrementalgeber 10 derart
angeordnet, daß die zurückgelegte Bewegstrecke der Antriebsritzel 5,6 meßtechnisch
erfaßbar wird. Die Ausgänge werden dabei mit einer geeigneten Auswertungsvorrichtung
11 verschaltet, die entweder die beiden Signaleingänge miteinander vergleicht oder
aufeinander addiert. Denkbar ist der Einsatz eines Komparators zum Vergleich oder
eines Operationsverstärkers zur Addition der beiden Ausgangssignale der Inkrementalgeber
10.
Der Ausgang der Auswertungsvorrichtung 11 wird dabei mit dem Regelkreis des Elektromotors
4 verschaltet. In Abhängigkeit des anliegenden Signals am Ausgang der Auswertungsvorrichtung
11 wird eine Regelgröße 12 erzeugt, die eine Regelung der Umlaufgeschwindigkeit des
Elektromotors 4 auslöst, um einem Vor- bzw. Nacheilen des Elektromotors 4 im Vergleich
zum Elektromotor 3 entgegen zuwirken. Dabei wird ersichtlich, daß in der Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Torantriebs 1 in Figur 2 zwei getrennt regelbare Regelsteuerkreise
vorliegen. Es sei zusätzlich vermerkt, daß alle weiteren Komponenten bzw. Eigenschaften
der Ausgestaltung der Figur 2 mit denen aus Figur 1 übereinstimmen.
[0028] Eine dritte Ausgestaltungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Torantriebs 1 wird in
der Figur 3 gezeigt. Der Torantrieb 1 besteht wiederum aus einer Torwelle 2 die über
zwei am Motorabtrieb der Elektromotoren 3,4 angeflanschte Antriebsritzel 5,6 angetrieben
wird. Beide baugleichen Elektromotore 3,4 werden über Transformatoren 7 identischen
Bautyps mit einer vordefinierten Versorgungsspannung gespeist. Zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit
des ersten Elektromotors 3 wird eine Regelgröße 8 durch eine geeignete Torstellungsmeßeinheit
bestimmt. Zur Regelung des separat regelbaren zweiten Regelungskreises mit dem zweiten
Elektromotor 4 wird die Winkelstellung des Elektromotors 4 durch eine Meßvorrichtung
13 meßtechnisch erfaßt und mittels der erfaßten Größe eine Regelgröße 12 erzeugt.
Durch die federnde Anordnung des Elektromotors 4 mittels der Federn 9 werden minimale
Fehlstellungen beim Ineinandergreifen der Zähne des Antriebsritzels 5 in die Zähne
des auf der Torwelle angeordneten Zahnrads und damit steigende Reibungspunkte ausgeglichen.
Dadurch kann es zu einer veränderten Winkelstellung des Motors 4 kommen, welche von
der Meßvorrichtung 13 meßtechnisch erkannt und durch die Regelgröße 12 ausgeglichen
wird. Dabei regelt die Regelgröße 12 die Versorgungsspannung des Elektromotors 4 derart,
daß seine Umlaufgeschwindigkeit an die des Elektromotors 3 angeglichen und ein präzises
Ineinandergreifen der genannten Zahnräder wieder ermöglicht wird.
[0029] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Torantriebs 1. Der
Aufbau des Torantriebs ist bis auf die Meßvorrichtung 13 und die Regelgröße 12 identisch
zum Aufbau aus Figur 3. Anstatt der genannten Meßvorrichtung 13 wird ein Schiebewiderstand
14 verwendet, der derart am Elektromotor 4 angeordnet ist, daß bei minimalen Stellungsveränderungen,
bzw. Stellwinkelveränderungen des Elektromotors 4 aufgrund des Auseinanderlaufens
der Zähne des Antriebsritzels 5 und des auf der Torwelle 2 angeordneten Zahnrads sich
der elektrische ohmsche Widerstand des Schiebewiderstand 14 ändert. Durch die Verschaltung
des Schiebewiderstands 14 im Regelkreis des Elektromotors 4 und die erzeugte Änderung
des elektrischen ohmschen Widerstands wird die Versorgungsspannung durch den Schiebewiderstand
14 direkt am Eingang des Elektromotors 4 geändert. Durch eine geeignete Dimensionierung
des Schiebewiderstands kann der nachzuführende Elektromotor 4 dahingehend beeinflußt
werden, daß ein synchroner Betrieb der beiden Elektromotoren 3,4 gewährleistet ist.
1. Vorrichtung für einen Torantrieb (1), insbesondere für Rolltore, Sektionaltore oder
dergleichen mit einem Torbewegungselement (2), insbesondere eine Torwelle zum Öffnen
und Schließen eines Tores und ein am Torbewegungselement (2) angeordnetes Verbindungsmittel,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Torantrieb (1) mindestens zwei Elektromotoren (3,4) umfaßt, von denen einer fest
mit dem am Torbewegungselement (2) angeordnetem Verbindungsmittel mittelbar/unmittelbar
verbunden ist und alle weiteren Elektromotoren (3,4) um das Torbewegungselement radial
beweglich angeordnet und mit diesem über das angeordnete Verbindungsmittel verbunden
sind.
2. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Elektromotoren über entsprechende an der Motorabtriebswelle angeordnete
Verbindungsmittel (5,6) mittelbar/unmittelbar mit dem am Torbewegungselement (2) des
Torantriebs (1) angeordneten Verbindungsmittel verbindbar sind.
3. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechenden Verbindungsmittel (5,6) Antriebsritzel umfassen, welche an den
Motorabtrieben angeflanscht sind und die Antriebsritzel in ein entsprechendes am Torbewegungselement
(2) angeordnetes Verbindungsmittel, insbesondere eine Kette, zum Antrieb des Torbewegungselement
(2) des Torantriebs (1) eingreifen.
4. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Transformator (7) im Torantrieb (1) vorgesehen ist, welcher mit wenigstens
einem oder allen Elektromotoren (3,4) verschaltet ist und die erforderliche Versorgungsspannung
der Elektromotoren (3,4) zur Verfügung stellt.
5. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Elektromotor (3,4) einen Gleichstrommotor umfaßt.
6. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Elektromotor (3,4) einen Getriebemotor umfaßt.
7. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Stellgröße (8) durch ein geeignetes Mittel am Torantrieb erfaßbar
ist, wobei insbesondere ein Torstellungssignal erfaßbar ist und wobei die Stellgröße
(8) zur Steuerung der Versorgungsspannung wenigstens eines Elektromotors (3,4) dient.
8. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Transformatoren (7) zur Regelung von mindestens zwei Elektromotoren
(3,4) einsetzbar sind, wobei jeweils ein Transformator mit jeweils einem Elektromotor
(3,4) verschaltet ist.
9. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Elektromotor (3,4) über wenigstens eine Feder (9) am Torantrieb angeordnet
ist, wodurch Transformator- und Motorunterschiede und damit ein asynchroner Betrieb
der mindestens zwei Elektromotoren (3,4) ausgleichbar ist.
10. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Inkrementalgeber (10) an den wenigstens zwei Elektromotoren (3,4)
angeordnet sind und anhand der durch die Inkrementalgeber (10) erfaßten Meßwerte eine
Regelgröße (12) zur Regelung mindestens eines Elektromotors (3,4) bestimmbar ist.
11. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelgröße (12) durch Vergleich oder Addition der beiden genannten Meßwerte der
Inkrementalgeber (10) bestimmbar ist und wenigstens ein Elektromotor (3,4) mittels
dieser Regelgröße (12) regelbar ist.
12. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Torantrieb (1) wenigstens eine Messvorrichtung (13) zum Messen der Winkelstellung
wenigstens eines Elektromotors (3,4) und/oder des am Elektromotorabtrieb angeordneten
Verbindungsmittels (5,6), insbesondere Antriebsritzel, vorsieht und dadurch wenigstens eine Regelgröße (12) zur Regelung wenigstens eines Elektromotors (3,4)
erzeugbar ist.
13. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Torantrieb (1) wenigstens einen Schiebewiderstand (14) vorsieht, der derart angeordnet
ist, daß die Versorgungsspannung an wenigstens einem Elektromotor (3,4) direkt durch
den Schiebewiderstand (14) variierbar ist.
14. Vorrichtung für einen Torantrieb (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Torantrieb (1) eine Steuerung zur Auswertung und Steuerung der Stellgröße (8)
und/oder Regelgröße (12) vorsieht.