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(11) |
EP 2 226 490 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2011 Patentblatt 2011/52 |
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Anmeldetag: 19.01.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kraftstoffinjektor
Fuel injector
Injecteur de carburant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.03.2009 DE 102009001322
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Gruenberger, Andreas
73565 Spraitbach (DE)
- Kiontke, Martin
71254 Ditzingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 900 932 DE-A1-102006 062 217
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DE-A1-102004 024 282 DE-A1-102007 047 426
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in
einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs
1, wie z.B. in dem Dokument
DE 10 2007 047 426 gezeigt.
[0002] Derartige Kraftstoffinjektoren sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die Druckschrift
DE 10 2006 042 601 A1 beispielsweise offenbart einen Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Verbrennungskraftmaschine, bei dem ein Einspritzventilglied zum Freigeben oder
Verschließen wenigstens einer Einspritzöffnung durch ein aktorbetätigtes Steuerventil
angesteuert wird. Zwischen Aktor und Steuerventil ist eine hydraulische Kopplereinheit
angeordnet, die bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Beispiel einen mit dem
Aktor in Wirkverbindung stehenden ersten Kolben mit einem ersten Durchmesser und einen
zweiten Kolben mit einem zweiten, geringeren Durchmesser umfasst, so dass entsprechend
dem Durchmesserverhältnis der beiden Kolben der Hub des Aktors zur Steuerung des Steuerventils
hydraulisch übersetzt wird. Beide Kolben sind in einem Kopplerkörper geführt, der
wiederum von einer Federhülse zur axialen Vorspannung des ersten Kolbens gegenüber
dem Aktor umgeben ist. Der zweite Kolben wird über eine Schraubenfeder, die am Kopplerkörper
abgestützt ist, gegenüber dem Steuerventil axial vorgespannt. Eine zwischen dem Aktor
und dem erstem Kolben angeordnete Einstellscheibe dient dem Ausgleich von fertigungsbedingten
Längentoleranzen.
[0003] Ein Kraftstoffinjektor der vorstehend beschriebenen Art besitzt aufgrund seines komplexen
Aufbaus eine bestimmte Gesamtbaulänge. Er ist damit gegebenenfalls nicht in allen
Brennkraftmaschinen einsetzbar. Es besteht daher ein allgemeines Interesse, die Gesamtbaulänge
eines Kraftstoffinjektors zu reduzieren.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen solchen längenoptimierten Kraftstoffinjektor
mit einer hydraulischen Kopplereinheit anzugeben, der zugleich einfach und kostengünstig
herzustellen ist.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Kraftstoffinjektor mit den Merkmalen des Anspruchs
1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0006] Erfindungsgemäß weist das Steuerventil des vorgeschlagenen Kraftstoffinjektors einen
verlängerten Ventilbolzen mit einem außerhalb der Ventilplatte liegenden Abschnitt
auf. Dieser Abschnitt bildet einen in einer Kopplerhülse geführten Ventilkolben einer
hydraulischen Kopplereinheit aus. Zudem begrenzen der als Ventilkolben dienende Abschnitt
des Ventilbolzens, die Kopplerhülse und das Einstellstück gemeinsam einen Druckraum,
der als hydraulischer Koppler dient.
[0007] Im Unterschied zur hydraulischen Kopplereinheit des eingangs beschriebenen und aus
dem Stand der Technik bekannten Injektors weist die hydraulische Kopplereinheit des
erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors lediglich einen Kolben auf, der zudem noch von
einem Abschnitt eines verlängerten Ventilbolzens gebildet wird. Durch den Verzicht
auf einen zweiten Kolben kann eine deutliche Baulängenreduzierung der hydraulischen
Kopplereinheit und damit der Gesamtlänge des Kraftstoffinjektors bewirkt werden. Die
Übersetzung erfolgt vorliegend im Verhältnis 1:1, das heißt es findet keine Verstärkung
des Aktorhubes statt.
[0008] Bevorzugt weist der erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor daher ein druckausgeglichenes
Steuerventil auf, dessen Betätigung im Wesentlichen systemdruckunabhängig erfolgt
und somit eine geringere Druckkraft erfordert. Das Steuerventil kann beispielsweise
dadurch druckausgeglichen sein, dass der Ventilbolzen des Steuerventils auf der dem
Ventilsitz abgewandten Seite in einer Hülse geführt ist, wobei Ventilschließglied
und Hülse einen Druckraum begrenzen, der stets druckentlastet ist. Ein druckausgeglichenes
Steuerventil ist Gegenstand einer anderen Anmeldung derselben Anmelderin und soll
daher im Rahmen dieser Anmeldung nicht weiter vertieft werden.
[0009] Des Weiteren wird bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor im Unterschied zu
dem eingangs beschriebenen und aus dem Stand der Technik bekannten Injektor auf eine
hochgenaue Führung, beispielsweise in Form eines Kopplerkörpers, verzichtet. Dies
trägt zur Vereinfachung der hydraulischen Kopplereinheit und damit zur kostengünstigen
Herstellung des Kraftstoffinjektors bei. Eine ausreichende Führung des Ventilkolbens
wird bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor über die Kopplerhülse bewirkt.
[0010] Darüber hinaus kann bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor auf die Anordnung
einer Einstellscheibe zur Einstellung der Federkraft eines Federelementes zum Ausgleich
von Längentoleranzen verzichtet werden, da zum Einen die in die Federkrafttoleranzen
eingehenden Maße reduziert werden, zum Anderen die Federkraft nicht mehr von toleranzbehafteten
Bundhöhen abhängig ist. Dadurch wird der Aufbau eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
weiter vereinfacht und die Kosten optimiert.
[0011] Ein Federelement zur Vorspannung der Kopplerhülse gegenüber dem Einstellstück ist
weiterhin vorgesehen. Das Federelement ist vorzugsweise eine Schraubenfeder oder eine
Federhülse. Die Federkraft des Federelementes stellt eine dichtende Anlage der Kopplerhülse
am Einstellstück und damit die Abdichtung des von der Kopplerhülse, dem Einstellstück
und dem Ventilkolben umschlossenen Druckraumes sicher.
[0012] Vorzugsweise besitzt die Kopplerhülse auf der dem Federelement zugewandten Oberseite
einen axial zurückspringenden Absatz zur Auflage des Federelementes. Der nicht zurückspringende
Bereich mit einem geringeren Durchmesser ragt in das Federelement hinein, das dadurch
eine Zentrierung erfährt. Die Kopplerhülse selbst ist über den Ventilkolben zentriert.
[0013] Weiterhin vorzugsweise ist die an dem Einstellstück dichtend anliegende Fläche der
Kopplerhülse mit einer Beißkante versehen. Die notwenige Flächenpressung zur dichtenden
Anlage wird durch das an der Kopplerhülse anliegende Federelement bewirkt. Der Abstand
zwischen dem radialen Absatz und der Beißkante der Kopplerhülse stellt das einzige
toleranzbehaftete Maß dar, das Einfluss auf die Federkraft des Federelementes hat,
da das andere Ende des Federelementes an der Ventilplatte abgestützt ist. Da der Einfluss
dieses Maßes minimal ist, kann die im Zusammenhang mit dem Stand der Technik bereits
erwähnte Einstellscheibe zur Einstellung der Federkraft entfallen. Damit ist auch
der aufwendige Einstellprozess selbst entbehrlich. Durch diese Maßnahme vereinfacht
sich nicht nur der Aufbau der hydraulischen Kopplereinheit, sondern ermöglicht durch
den Verzicht auf eine Einstellscheibe eine weitere Reduzierung der Baulänge der Kopplereinheit
und damit der Gesamtlänge des Kraftstoffinjektors.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen der Kopplerhülse und dem als
Ventilkolben dienenden Abschnitt des Ventilbolzens ein Führungsspalt vorgesehen, der
weniger als 10 µm, vorzugsweise weniger als 5 µm, beträgt. Zum Einen ist dadurch die
Abdichtung des als hydraulischer Koppler dienenden Druckraumes, zum Anderen eine genaue
Führung des Ventilkolbens im Bereich des Einstellstückes sichergestellt.
[0015] Vorteilhafterweise besitzt die Kopplerhülse innenumfangseitig auf der dem Federelement
zugewandten Oberseite eine konusförmige Einführöffnung zur Aufnahme des als Ventilkolben
dienenden Abschnitts des Ventilbolzens. Da der Ventilkolben und der Ventilbolzen einstückig
ausgebildet sind, hat die Montage von der Ventilsitzseite zu erfolgen. Das heißt beim
Einsetzen des Ventilbolzens wird der als Ventilkolben dienende Abschnitt durch die
Ventilplatte hindurch gesteckt und in die Kopplerhülse eingeführt. Um das Einführen
zu erleichtern, ist die Aufnahmebohrung der Kopplerhülse ventilsitzseitig konusförmig
ausgebildet, so dass der Ventilkolben beim Einführen automatisch zentriert wird.
[0016] Erfindungsgemäß besitzt der als Ventilkolben dienende Abschnitt des Ventilbolzens
in einem Bereich zumindest eine Abflachung. Vorzugsweise liegt dieser Bereich innerhalb
der Ventilplatte, weiterhin vorzugsweise in der Nähe des Ventilsitzes. Die wenigstens
eine Abflachung bildet einen Rücklaufkanal aus, über welchen bei geöffnetem Steuerventil
unter hohem Druck stehender Kraftstoff abfließen kann.
[0017] Der mit einem Ventilsitz zusammenwirkende Ventilbolzen bzw. Abschnitt des Ventilbolzens
besitzt einen Federkragen, an dem ein Federelement abgestützt ist, mittels dessen
der Ventilbolzen gegenüber dem Ventilsitz vorgespannt ist. Indem Ventilbolzen und
Ventilkolben einstückig ausgebildet sind, dient dasselbe Federelement gleichzeitig
dazu, den als Ventilkolben dienenden Abschnitt des Ventilbolzens axial vorzuspannen.
Auf ein separates Federelement für den Ventilkolben kann daher verzichtet werden.
Die reduzierte Anzahl an Bauteilen vereinfacht den Aufbau des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors,
so dass dieser einfach und kostengünstig herstellbar ist. Zudem verringert sich neben
der Gesamtlänge auch das Gewicht des Injektors, was ebenfalls ein Vorteil ist.
[0018] Zur Ausbildung eines druckausgeglichenen Steuerventils ist weiterhin bevorzugt der
Ventilbolzen an seinem dem Ventilsitz abgewandten Ende in einer Hülse geführt, wobei
der Ventilbolzen, die Hülse und die Ventilplatte einen Niederdruckraum begrenzen.
Die Betätigung des Ventilbolzens kann somit im Wesentlichen systemdruckunabhängig
erfolgen, das heißt, sie erfordert eine geringere Druckkraft.
[0019] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. leinen Längsschnitt durch die hydraulische Kopplereinheit eines aus dem Stand
der Technik bekannten Kraftstoffinjektors und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die hydraulische Kopplereinheit eines erfindungsgemäßen
Kraftstoffinjektors.
[0020] Die in Fig. 1 dargestellte hydraulische Kopplereinheit 3 umfasst zwei in einem Kopplerkörper
21 geführte Kolben, einen Ventilkolben 8 mit einem ersten Durchmesser D
1 und einen Kopplerkolben 22 mit einem zweiten Durchmesser D
2, wobei D
1 < D
2 ist, so dass entsprechend dem Durchmesserverhältnis eine Übersetzung der Kraft und
des Hubes eines Aktors 1 über einen zwischen den beiden Kolben 8, 22 ausgebildeten
Kopplerspalt 23 erfolgt, der mit einer Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist. Der Kopplerkörper
21 dient der Führung der beiden Kolben 8, 22 und ist daher innenumfangseitig den jeweiligen
Kolbendurchmessern angepasst. Mit einer radial verlaufenden Bundfläche liegt der Kopplerkörper
an einer Ventilplatte 5 an, in der ein Steuerventil 2 aufgenommen ist. Vorliegend
handelt es sich um ein druckausgeglichenes Steuerventil 2, mit einem Ventilbolzen
6, dessen ventilsitzabgewandtes Ende in einer Hülse 19 geführt ist und gemeinsam mit
der Hülse 19 und der Ventilplatte 5 einen Niederdruckraum 20 begrenzt, so dass der
in der Hülse 19 geführte Abschnitt des Ventilbolzens 6 des Steuerventils 2 nicht vom
Systemdruck beaufschlagt wird. Zur Betätigung des Steuerventils 2 ist daher lediglich
eine Druckkraft erforderlich, die im Wesentlichen der Federkraft einer Schraubenfeder
17 entspricht, mittels derer der Ventilbolzen 6 gegenüber dem Ventilsitz 18 vorgespannt
ist. Hierzu ist die Schraubenfeder 17 einerseits an der Hülse 19, andererseits an
einem Federkragen 16 des Ventilbolzens 6 abgestützt. Der Ventilkolben 8 ist ebenfalls
mittels einer Schraubenfeder 25 gegenüber dem Ventilbolzen 6 vorgespannt. Die Schraubenfeder
25 ist hierzu an dem Ventilkolben 8 und an einem innenumfangseitig radial verlaufenden
Absatz des Kopplerkörpers 21 abgestützt. Neben der Schraubenfeder 25 als erstem Federelement
ist ein zweites Federelement in Form einer Federhülse 10 vorgesehen, mittels derer
Kopplerkolben 22 gegenüber einem Einstellstück 4 und damit gegenüber der Aktor-Einheit
1 vorgespannt ist. Die Federhülse 10 ist einerseits an einer radial verlaufenden Bundfläche
des Kopplerkörpers 21, andererseits an einer Einstellscheibe 24 abgestützt, die wiederum
an einer umlaufenden radialen Bundfläche des Kopplerkolbens 22 anliegt. Die Einstellscheibe
24 dient der Einstellung der Federkraft, da die verschiedenen Bundhöhen des Kopplerkörpers
21 und des Kopplerkolbens 22 toleranzbehaftet sind.
[0021] Im Unterschied zur der hydraulischen Kopplereinheit 3 der Fig. 1 weist die hydraulische
Kopplereinheit 3 des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors entsprechend der Fig. 2
nur einen Ventilkolben 8 auf, der zudem von einem Abschnitt eines verlängerten Ventilbolzens
6 ausgebildet wird. Das heißt, dass der Ventilkolben 8 und der Ventilbolzen 6 ein
Bauteil bilden. Darüber hinaus wurde bei der Anordnung der Fig. 2 auf einen Kopplerkörper
21 zur axialen Führung verzichtet. Der Ventilkolben 8 ist lediglich in einer Kopplerhülse
7 geführt, die mittels eines Federelementes 10 gegenüber dem Einstellstück 4 vorgespannt
ist und somit in ihrer Lage fixiert ist. Die Kopplerhülse 7, der Ventilkolben 8 und
das Einstellstück 4 begrenzen einen Druckraum 9, der als hydraulischer Koppler dient.
Die Übersetzung erfolgt im Verhältnis 1:1. Eine Verstärkung der Kraft eines Aktors
einer Aktor-Einheit 1 ist nicht erforderlich, da das Steuerventil 2 druckausgeglichen
ist. Denn der Ventilbolzen 6 des Steuerventils 2 ist in einer Hülse 19 geführt, wobei
die Hülse 19, der Ventilbolzen 6 und die Ventilplatte 5 einen Niederdruckraum 20 begrenzen.
[0022] Die Kopplerhülse 7 ist ferner mit einer Beißkante 12 versehen, mit der die Kopplerhülse
7 dichtend an dem Einstellstück 4 anliegt. Die notwendige Flächenpressung wird durch
das Federelement 10 bewirkt. Vorliegend ist das Federelement 10 eine Schraubenfeder,
die einerseits direkt an der Ventilplatte 5, andererseits an der Kopplerhülse 7 abgestützt
ist. Die Kopplerhülse 7 weist hierzu einen axial zurückspringenden Absatz 11 auf.
Der Abstand zwischen diesem Absatz 11 und der am Einstellstück 4 anliegenden Beißkante
12 ist das einzige toleranzbehaftete Maß, das einen Einfluss auf die Federkraft hat.
Da dieser Einfluss minimal ist wurde bei der hydraulischen Kopplereinheit 3 gemäß
der Erfindung ferner auf eine Einstellscheibe 24 zur Einstellung der Federkraft verzichtet.
[0023] Indem ein Abschnitt des Ventilbolzens 6 zugleich den Ventilkolben 8 bildet, ist ein
weiteres Federelement zur axialen Vorspannung des Ventilkolbens 8 nicht erforderlich,
denn die axiale Lage des Ventilkolbens 8 ist durch den Ventilbolzen 6 vorgegeben.
Somit vereinfacht sich der Aufbau der hydraulischen Kopplereinheit erheblich. Bei
der Montage der hydraulischen Kopplereinheit wird der als Ventilkolben 8 dienende
Abschnitt des Ventilbolzens 6 durch die Ventilplatte 5 hindurch gesteckt und in die
zentrale Bohrung der Kopplerhülse 7 eingeführt. Um das Einführen in die Kopplerhülse
7 zu erleichtern, ist diese mit einer konusförmigen Einführöffnung 14 versehen, so
dass der Ventilkolben beim Einführen automatisch zentriert wird. Dies ist insbesondere
von Vorteil, da die Kopplerhülse 7 als Führung für den Ventilkolben 8 dient und der
Führungsspalt 13 nur wenig Spiel besitzt.
[0024] Der durch die Ventilplatte 5 hindurch geführte und als Ventilkolben 8 dienende Abschnitt
des Ventilbolzens 6 weist in dem dargestellten Beispiel eine Abflachung 15 im Bereich
der Ventilplatte 5 auf, die in diesem Bereich den Ventilkolben 8 eng umgibt. Durch
die Abflachung 15 wird ein Rücklaufkanal für unter hohem Druck stehenden Kraftstoff
ausgebildet.
[0025] Insbesondere im Vergleich mit einem aus dem Stand der Technik bekannten Injektor
entsprechend Fig. 1 wird deutlich, dass der erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor einfacher
aufgebaut und damit leichter und kostengünstiger herstellbar ist. Der Verzicht auf
eine Einstellscheibe 24, einen Kopplerkolben 22 und eine Kopplerkörper 21 führt zudem
zu einer deutlichen Baulängenreduzierung und Verringerung des Gewichts. Der Kraftstoffinjektor
ist somit in vielen Brennkraftmaschinen einsetzbar.
1. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine
mit einer Aktor-Einheit (1) zur Betätigung eines Steuerventils (2) und mit einer zwischen
Aktor-Einheit und Steuerventil angeordneten hydraulischen Kopplereinheit (3), die
über ein Einstellstück (4) mit der Aktor-Einheit (1) in Verbindung steht, wobei das
Steuerventil in einer Ventilplatte (5) ausgebildet ist und wobei das Steuerventil
(2) einen verlängerten Ventilbolzen (6) mit einem außerhalb der Ventilplatte (5) liegenden
Abschnitt aufweist, der einen in einer Kopplerhülse (7) geführten Ventilkolben (8)
der hydraulischen Kopplereinheit (3) ausbildet und mit der Kopplerhülse (7) und dem
Einstellstück (4) einen Druckraum (9) begrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der als Ventilkolben (8) dienende Abschnitt des Ventilbolzens (6) in einem Bereich
zumindest eine Abflachung (15) besitzt, die einen Rücklaufkanal ausbildet, über welchen
bei geöffnetem Steuerventil unter hohem Druck Stehender kraftstoff abfließen kann.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplerhülse (7) mittels eines Federelementes (10), vorzugsweise einer Schraubenfeder
oder einer Federhülse, gegen das Einstellstück (4) vorgespannt ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplerhülse (7) auf der dem Federelement (10) zugewandten Oberseite einen axial
zurückspringenden Absatz (11) zur Auflage des Federelementes (10) besitzt.
4. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Einstellstück (4) dichtend anliegende Fläche der Kopplerhülse (7) mit
einer Beißkante (12) versehen ist.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kopplerhülse (7) und dem als Ventilkolben (8) dienenden Abschnitt des
Ventilbolzens (6) ein Führungsspalt (13) vorgesehen ist, der weniger als 10 µm, vorzugsweise
weniger als 5 µm beträgt.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplerhülse (7) innenumfangseitig auf der dem Federelement (10) zugewandten
Oberseite eine konusförmige Einführöffnung (14) zur Aufnahme des als Ventilkolben
(8) dienenden Abschnitts des Ventilbolzens (6) besitzt.
7. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilbolzen (6) einen Federkragen (16) besitzt und mittels eines Federelementes
(17) gegenüber einem Ventilsitz (18) vorgespannt ist.
8. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilbolzen (6) an seinem dem Ventilsitz (18) abgewandten Ende in einer Hülse
(19) geführt ist, wobei der Ventilbolzen (6), die Hülse (19) und die Ventilplatte
(5) einen Niederdruckraum (20) begrenzen.
1. Fuel injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion
engine, having an actuator unit (1) for actuating a control valve (2) and having a
hydraulic coupler unit (3) which is arranged between the actuator unit and control
valve and which is connected via a setting piece (4) to the actuator unit (1), wherein
the control valve is formed in a valve plate (5) and wherein the control valve (2)
has an elongated valve pin (6) with a portion which is situated outside the valve
plate (5) and which forms a valve piston (8), guided in a coupler sleeve (7), of the
hydraulic coupler unit (3) and which, together with the coupler sleeve (7) and the
setting piece (4), delimits a pressure chamber (9),
characterized
in that that portion of the valve pin (6) which serves as a valve piston (8) has, in one region,
at least one flattened portion (15) which forms a return flow duct via which highly
pressurized fuel can flow out when the control valve is open.
2. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the coupler sleeve (7) is preloaded against the setting piece (4) by means of a spring
element (10), preferably a helical spring or a spring sleeve.
3. Fuel injector according to Claim 1 or 2, characterized in that the coupler sleeve (7) has, on the surface facing towards the spring element (10),
an axially recessed shoulder (11) for supporting the spring element (10).
4. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that that surface of the coupler sleeve (7) which bears sealingly against the setting piece
(4) is provided with a biting edge (12).
5. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that a guide gap (13) is provided between the coupler sleeve (7) and that portion of the
valve pin (6) which serves as a valve piston (8), which gap is less than 10 µm, preferably
less than 5 µm in size.
6. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that the coupler sleeve (7) has, at the inner circumference on the surface facing towards
the spring element (10), a conical insertion opening (14) for receiving that portion
of the valve pin (6) which serves as a valve piston (8).
7. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that the valve pin (6) has a spring collar (16) and is preloaded with respect to a valve
seat (18) by means of a spring element (17).
8. Fuel injector according to one of the preceding claims, characterized in that the valve pin (6), at its end facing away from the valve seat (18), is guided in
a sleeve (19), wherein the valve pin (6), the sleeve (19) and the valve plate (5)
delimit a low-pressure chamber (20).
1. Injecteur de carburant pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, comprenant une unité d'actionneur (1) pour l'actionnement
d'une soupape de commande (2) et une unité d'accouplement hydraulique (3) disposée
entre l'unité d'actionneur et la soupape de commande, qui est en liaison avec l'unité
d'actionneur (1) par le biais d'une pièce d'ajustement (4), la soupape de commande
étant réalisée dans une plaque de soupape (5) et la soupape de commande (2) présentant
un boulon de soupape prolongé (6) avec une portion située en dehors de la plaque de
soupape (5), laquelle portion constitue un piston de soupape (8) de l'unité d'accouplement
hydraulique (3), guidé dans une douille d'accouplement (7), et limite avec la douille
d'accouplement (7) et la pièce d'ajustement (4) un espace de pression (9),
caractérisé en ce que
la portion du boulon de soupape (6) servant de piston de soupape (8) possède dans
une région, au moins un méplat (15), qui constitue un canal de retour par le biais
duquel, lorsque la soupape de commande est ouverte, peut s'écouler du carburant à
haute pression.
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la douille d'accouplement (7) est précontrainte au moyen d'un élément de ressort
(10), de préférence un ressort à boudin ou une douille élastique, contre la pièce
d'ajustement (4).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la douille d'accouplement (7) possède, sur le côté supérieur tourné vers l'élément
de ressort (10), un épaulement (11) rentré axialement pour l'appui de l'élément de
ressort (10).
4. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de la douille d'accouplement (7) s'appliquant hermétiquement contre la
pièce d'ajustement (4) est pourvue d'une arête d'attaque (12).
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre la douille d'accouplement (7) et la portion du boulon de soupape (6) servant
de piston de soupape (8), est prévue une fente de guidage (13) qui mesure moins de
10 µm, de préférence moins de 5 µm.
6. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la douille d'accouplement (7) possède, du côté de la périphérie intérieure, sur le
côté supérieur tourné vers l'élément de ressort (10), un ouverture d'insertion de
forme conique (14) pour recevoir la portion du boulon de soupape (6) servant de piston
de soupape (8).
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boulon de soupape (6) possède une bride de ressort (16) et est précontraint au
moyen d'un élément de ressort (17) par rapport à un siège de soupape (18).
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boulon de soupape (6) est guidé au niveau de son extrémité opposée au siège de
soupape (18) dans une douille (19), le boulon de soupape (6), la douille (19) et la
plaque de soupape (5) délimitant un espace basse pression (20).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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