[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Luftauslass zum Einbringen von warmer und/oder
kalter Luft in einen Raum durch einen Auslassstutzen, der von einem Rahmen umgeben
ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Derartige Luftauslässe sind in vielfältiger Form und Ausführung auf dem Markt bekannt
und gebräuchlich. Allerdings hat sich erwiesen, dass in diesen Luftauslässen die Luftströmungen
nur schwer kontrollierbar und keine gute Induktion der Luft in einem Raum ermöglicht
ist. Besonders die unterschiedlichen Strömungseigenschaften von kalter und warmer
Luft stellen dabei eine Herausforderung dar.
[0003] Um ein Einbringen von Luft in einen Raum zu verbessern, zeigt die
EP 0 816 773 B1 einen diffusorartig gewölbten Auslassstutzen in den ein Luftführungsstutzen eingesetzt
ist. Um die Luft möglichst tief in den Raum einbringen zu können, ist dem Luftführungsstutzen
ein Weitwurfelement zugeordnet. Zur Regulierung des Lufteinlasses kann der Luftführungsstutzen
in unterschiedlichen Höhen stufenlos verstellbar angeordnet sein. Damit eignet sich
diese Anordnung gut, um warme Luft tief in einen Raum einzubringen. Kalte Luft wird
allerdings auch tief in den Raum eingebracht und kann nicht, wie für eine Belüftung
des ganzen Raumes wichtig, zuerst entlang der Decke geleitet werden, bevor sie nach
unten fällt. Durch die Verstellung des Luftführungsstutzens ist nur die Einbringtiefe,
nicht aber die Strömungsrichtung steuerbar.
AUFGABE
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Luftauslass zu schaffen, mit dem
kalte und warme Luft so in einen Raum geleitet werden kann, dass dieser optimal belüftet
ist.
LÖSUNG DER AUFGABE
[0005] Zur Lösung der Aufgabe führt, dass der Auslassstutzen gegenüber dem Rahmen in Strömungsrichtung
bewegbar ist.
[0006] Das bedeutet, dass zwischen dem Rahmen und dem Auslassstutzen ein in seiner Grösse
veränderbarer Spalt gebildet wird. Ist der Spalt gross, kann die Luft durch den Auslassstutzen
ausströmen, wird dann aber an dem umlaufenden Rahmen nach unten in den Raum abgelenkt.
Das bedeutet, dass diese Luft tief in den Raum eindringt. Wird dagegen der Spalt verkleinert,
strömt die Luft mehr seitlich aus und kann sich an einer Decke entlang verbreiten
und dann nach unten sinken. So werden Zugerscheinungen beim Einbringen von kalter
Luft vermieden.
[0007] Bei einem bevorzugten Luftauslass ist der Auslassstutzen gegenüber dem Rahmen drehbar
gelagert. Dazu ist der Auslassstutzen in einer oder mehreren Kulissen geführt. Die
Kulissen können direkt in den Rahmen oder in Winkelstücke, die dem Rahmen oder aber
auch einer Zimmerdecke od. dgl. zugeordnet sind, eingebracht sein. Denkbar ist auch
die Einformung von den Kulissen in einen Ring, der den Auslassstutzen umgibt.
[0008] Der Auslassstutzen weist Führungselemente vorzugsweise mit einer gleitfähigen Beschichtung
auf, die mit der oder den Kulisse/n zusammenwirken und in dieser bzw. diesen laufen.
Dazu sind die Kulissen so ausgebildet, dass sich bei einer Drehbewegung automatisch
eine Ab- oder Aufwärtsbewegung in Strömungsrichtung ergibt. Erfindungsgemäss sind
also mehrere schlitzförmige Kulissen schräg angeordnet oder ein Ring bzw. eine Spirale
im Umfang des Randes denkbar.
[0009] Im Auslassstutzen ist bevorzugt ein weiterer Luftführungsstutzen angeordnet. Dieser
kann dem Rahmen zugeordnet und mit diesem fest verbunden sein, dann bewegt sich der
Luftführungsstutzen bei einer Drehung des Auslassstutzens nicht mit diesem mit, sondern
bleibt an seiner Position.
[0010] Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Luftführungsstutzen dem Auslassstutzen zugeordnet
ist und dessen Bewegung gegenüber dem Rahmen in Strömungsrichtung mitmacht. Dies ist
vom jeweiligen Anwendungsfall des Luftauslasses abhängig. Beide Zuordnungsmöglichkeiten
sollen vom Erfindungsgedanken umfasst sein.
[0011] Die Bewegung des Auslassstutzens kann manuell oder über einen Antrieb erfolgen. Dabei
sollen vom Erfindungsgedanken alle möglichen Motoren umfasst sein. Besonders bevorzugt
wird als Antrieb für die Drehbewegung des Auslassstutzens ein Thermomotor eingesetzt.
Dieser weist ein Dehnstoffelement auf, das sich bei Wärme ausdehnt. In den Luftauslass
soll der Thermomotor so eingebunden sein, dass die warme und/oder kalte vorbeiströmende
Luft zur Ansteuerung des Motors verwendet werden kann. D.h. der Thermomotor stellt
je nach Temperatur der vorbeiströmenden Luft den Auslassstutzen in die gewünschte
Höhe. Denkbar ist aber auch, dass Temperaturfühler verwendet werden, die je nach Temperatur
der in den Raum einzubringenden Luft einen Elektro-, hydraulischen oder pneumatischen
Antrieb ansteuern. Natürlich wird vom Erfindungsgedanken auch die manuelle Verstellung
umfasst.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0012] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
- Figur 1
- einen Querschnitt eines erfindungsgemässen Luftauslasses;
- Figur 2
- eine Seitenansicht in Blickrichtung x des Luftauslasses gemäss Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Draufsicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen
Luftauslasses.
[0013] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemässen Luftauslass 1. Dieser weist einen diffusorartig
gewölbten Auslassstutzen 2 mit einer Mittelachse 9, einen Rahmen 3 und einen Luftführungsstutzen
4 auf. Der Rahmen 3 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1 als Ring,
der den Auslassstutzen 2 umschliesst, ausgebildet und in eine nicht dargestellte Öffnung
in einer Zimmerdecke eingebracht. Diese Öffnung ist zum Raum hin mir einer Luftauslassplatte
5 abgedeckt.
[0014] Am Luftauslassstutzen 2 sind Bolzen 6.1 bis 6.4, wie auch in Figur 3 gezeigt, angeordnet.
Deren Oberfläche ist mit einer gleitfähigen Schicht, vorzugsweise Kunststoff, versehen.
[0015] In den Rahmen 3 sind insgesamt vier Kulissen 7 eingebracht. Diese sind, wie in Figur
2 beispielhaft für eine Kulisse 7 gezeigt, als Schlitze, die in einem Winkel α von
ca. 45° in den Rahmen 3 eingebracht sind, ausgeführt. Die Kulissen weisen eine Breite
b auf, die einem Durchmesser d der Bolzen 6.1 bis 6.4 entspricht. Die Kulisse 7 erstreckt
sich von einer Unterkante 8 des Randes 3 über ca. 2/3 des Randes 3.
[0016] Wie in Figur 3 schematisch dargestellt, sind jeweils zwei Bolzen 6.1 und 6.3 und
6.2 und 6.4 gegenüberliegend am äusseren Umfang des Auslassstutzens 2 angeordnet.
Dazu korrespondierend sind die vier Kulissen ebenfalls paarweise gegenüberliegend
vorgesehen und zwar in diesem Ausführungsbeispiel in jeweils einem Winkel 10.1 bis
10.4.
[0017] Der Auslassstutzen 2 ist über seine Bolzen 6.1 bis 6.4, die in den Kulissen laufen,
dem Rahmen 3 zugeordnet und mit diesem verbunden.
[0018] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Luftführungsstutzen 4 am Rahmen 3 mit
nicht dargestellten Bügeln festgelegt.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
[0019] Figur 1 zeigt den Luftauslass 1 mit einem hochgestellten Auslassstutzen 2. Diese
Position dient vorzugsweise dazu, kalte Luft in einen Raum einzubringen. Geführt durch
eine Innenseite des Auslassstutzen 2 und eine Aussenseite des Luftführungsstutzen
4 aber umgelenkt durch den Rahmen 3 wird warme Luft vertikal in Pfeilrichtung P tief
in den Raum eingeführt.
[0020] Im Gegensatz dazu soll kalte Luft solange wie möglich entlang einer nicht dargestellten
Zimmerdecke geführt werden, bevor sie nach unten in den Raum fällt.. Deshalb wird
zum Einbringen von kalter Luft der Auslassstutzen 2 in Pfeilrichtung K nach unten
verstellt. Dadurch rücken der Auslassstutzen 2 und der Luftführungsstutzen 4 näher
zusammen. Da beide sich aber diffusorartig nach aussen erweitern, wird auch der Luftstrom
nach aussen gelenkt und an der Decke entlang geführt, bevor er nach unten absinkt.
[0021] Um den Auslassstutzen 2 in Pfeilrichtung K in die untere Position zu verstellen,
muss er um seine Mittelachse 9 gedreht werden. Durch diese Drehbewegung schraubt sich
der Auslassstutzen 2 mit seinen Bolzen 6.1 bis 6.4 entlang den Kulissen 7 und bewegt
sich in Pfeilrichtung K nach unten. Dabei ist der nach unten zurück gelegte Weg direkt
proportional zum Winkel der Drehung in Abhängigkeit von der Neigung des Winkels α
der Kulisse 7.
[0022] Die Drehbewegung kann entweder manuell oder motorisch ausgeführt werden.
[0023] Um den Auslassstutzen 2 wieder nach oben zu stellen, erfolgt die Drehbewegung des
Auslassstutzens 2 in die andere Richtung um die Mittelachse 9.
Bezugszeichenliste
1 |
Luftauslass |
34 |
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67 |
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2 |
Auslassstutzen |
35 |
|
68 |
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3 |
Rahmen |
36 |
|
69 |
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4 |
Luftführungsstutzen |
37 |
|
70 |
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5 |
Luftauslassplatte |
38 |
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71 |
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6 |
Bolzen |
39 |
|
72 |
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7 |
Kulisse |
40 |
|
73 |
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8 |
Unterkante |
41 |
|
74 |
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9 |
Mittelachse |
42 |
|
75 |
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10 |
Winkel |
43 |
|
76 |
|
11 |
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44 |
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77 |
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12 |
|
45 |
|
78 |
|
13 |
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46 |
|
79 |
|
14 |
|
47 |
|
x |
Blickrichtung |
15 |
|
48 |
|
α |
Winkel |
16 |
|
49 |
|
B |
Breite |
17 |
|
50 |
|
D |
Durchmesser |
18 |
|
51 |
|
P |
Pfeil |
19 |
|
52 |
|
K |
Pfeil |
20 |
|
53 |
|
|
|
21 |
|
54 |
|
|
|
22 |
|
55 |
|
|
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23 |
|
56 |
|
|
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24 |
|
57 |
|
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25 |
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58 |
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26 |
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59 |
|
|
|
27 |
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60 |
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28 |
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61 |
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29 |
|
62 |
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30 |
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63 |
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31 |
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64 |
|
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32 |
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65 |
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33 |
|
66 |
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|
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1. Luftauslass zum Einbringen von warmer und/oder kalter Luft in einen Raum durch einen
Auslassstutzen (2), der von einem Rahmen (3) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslassstutzen (2) gegenüber dem Rahmen (3) in Strömungsrichtung (K) bewegbar
ist.
2. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslassstutzen (2) gegenüber dem Rahmen (3) drehbar ist.
3. Luftauslass nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslassstutzen (2) in wenigstens einer Kulisse (7) führbar ist.
4. Luftauslass nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei sich gegenüberliegende Kulissen (7) vorgesehen sind.
5. Luftauslass nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (7) dem Rahmen (3) zugeordnet ist.
6. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (7) aus einem Winkel (α) besteht, die einen Schrägschlitz aufweist.
7. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslassstutzen (2) zumindest ein Führungselement (6.1 - 6.4) aufweist, welches
mit der zumindest einen Kulisse (7) zusammenwirkt.
8. Luftauslass nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement ein Bolzen (6.1 - 6.4) ist, der von einem Kunststoff ummantelt
ist.
9. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Auslassstutzen (2) eine Luftauslassplatte (5) zugeordnet ist.
10. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Auslassstutzen (2) ein Luftführungsstutzen (4) angeordnet ist.
11. Luftauslass nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftführungsstutzen (4) abhängig oder unabhängig vom Auslassstutzen (2) in Strömungsrichtung
(K) bewegbar ist.
12. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Auslassstutzens (2) und/oder Luftführungsstutzens (4) manuell und/oder
motorisch erfolgt.
13. Luftauslass nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung thermomotorisch erfolgt.
14. Luftauslass nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Thermoantrieb durch die Temperatur der einströmenden Luft ansteuerbar ist.