[0001] Die Erfindung betrifft eine Durchfluss-Heizeinrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer solchen Durchfluss-Heizeinrichtung.
[0002] Durchfluss-Heizeinrichtungen sind in vielfältiger Form bekannt. Üblicherweise wird
ein Durchflusskanal, meistens ein Rohr, an seiner Außenseite mit einem Heizelement
versehen, entweder aufgewickelt oder fest aufgebracht, beispielsweise als Dickschicht-Heizelement
aufgedruckt. Hindurch fließendes Wasser oder andere flüssige Medien werden dabei aufgeheizt.
[0003] Eine entsprechende Durchfluss-Heizeinrichtung ist beispielsweise aus der
EP 485 211 A1 bekannt, welche im Wesentlichen kastenartige Form aufweist und durch Vorsprünge im
Inneren einen mäanderförmig verlaufenden Durchflusskanal hat. Zumindest an der Oberseite
sind Dickschicht-Heizelemente aufgebracht, deren Verlauf dem Durchflusskanal folgt
bzw. entspricht.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Durchfluss-Heizeinrichtung
sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung zu schaffen, mit denen Probleme des Standes
der Technik beseitigt werden können und insbesondere eine verkalkungsarme, geräuscharme,
energieeffiziente, druckfeste und Bauraum sparende Durchfluss-Heizeinrichtung für
die Erwärmung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, bis nahe an einen Kochpunkt
bereit gestellt werden kann.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Durchfluss-Heizeinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur ihrer Herstellung mit den Merkmalen des Anspruchs
13. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Manche der nachfolgend
aufgezählten Merkmale werden nur für die Durchfluss-Heizeinrichtung oder nur für das
Herstellungsverfahren erläutert. Sie sollen jedoch unabhängig davon sowohl für die
Heizeinrichtung als auch für das Verfahren gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche
wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Heizeinrichtung einen Durchflusskanal für das aufzuheizende
Medium, also insbesondere das Wasser, sowie mindestens ein Heizelement aufweist. Das
Heizelement weist eine große Grenzfläche mit dem Durchflusskanal auf und ist vorzugsweise
an dessen Außenwandung aufgebracht. Der Durchflusskanal ist am Anfang und am Ende
offen und dazwischen geschlossen, insbesondere rohrartig ausgebildet. Erfindungsgemäß
weist der Durchflusskanal eine Querschnittsfläche auf, die über seine Länge geringer
wird, also vom Anfang zum Ende hin, wobei der Durchflusskanal dabei einen im Wesentlichen
gleich bleibenden Umfang aufweist.
[0007] Somit kann mit der Erfindung erreicht werden, dass der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung,
also entlang der Längserstreckung des Durchflusskanals, kontinuierlich abnimmt und
dabei aber seinen Mantelumfang beibehält. So steigt zum einen die Strömungsgeschwindigkeit
des Mediums bzw. des Wassers an und eine Wärmeübertragung zwischen Wandung des Durchflusskanals
und darin strömendem Medium wird besser durch die Abnahme des Strömungsquerschnitts.
Es wird auch der radiale Temperaturgradient innerhalb des strömenden Medums verringert
für ein besseres Aufheizen des Mediums. Weitere vorteilhafte Möglichkeiten ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie den im folgenden erläuterten Merkmalen.
[0008] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Durchflusskanal bzw. sein Querschnitt in Längserstreckung,
also vom Anfang bis zum Ende des Durchflusskanals, immer bzw. stetig flacher wird.
Dies kann vorteilhaft so sein, dass sich die Querschnittsfläche entlang des Durchflusskanals
von einer maximalen Querschnittsfläche auf eine minimale Querschnittsfläche verringert.
Dabei kann die minimale Querschnittsfläche etwa 20% der maximalen Querschnittsfläche
betragen, insbesondere mindestens 40%. Dies ist zwar keine Änderung der Querschnittsfläche
in Größenordnungen, aber doch deutlich. Schließlich soll immer noch eine ausreichende
Menge an Medium ohne allzu großen Strömungswiderstand durch den Durchflusskanal gelangen
können. Gleichzeitig wird eine derartige Verringerung der Querschnittsfläche als ausreichend
angesehen, um doch eine deutliche Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit zu erreichen.
Im Zusammenhang dieser Anmeldung muss dabei der Begriff "flach" nicht zwingend gleichbedeutend
sein mit "eben", kann es aber sein.
[0009] Eine Höhe des Durchflusskanals kann sich, insbesondere entsprechend der Breite, in
ähnlichem Maß ändern. So kann eine minimale Kanalhöhe mindestens 20% der maximalen
Kanalhöhe betragen, vorteilhaft mindestens 40%. Eine Kanalbreite ändert sich natürlich
erheblich weniger stark, aber auch deutlich.
[0010] Gemäß einer ersten grundsätzlichen Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass
eine Veränderung der Querschnittsfläche bzw. der Höhe des Durchflusskanals, was ja
sozusagen Hand in Hand erfolgt, in etwa gleichmäßig erfolgt. Vorteilhaft kann es sich
dabei um eine streng monotone Veränderung handeln, die beispielsweise durch einen
kontinuierlichen Druck- bzw. Walzprozess erreicht werden kann. So kann beispielsweise
ein Rohr, aus dem der Durchflusskanal im Wesentlichen gebildet wird, zunehmend flacher
gewalzt werden durch kontinuierliche Veränderung bzw. Verengung des Spalts zwischen
den Watzen.
[0011] In einer anderen grundsätzlichen Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass
sich die Querschnittsfläche bzw. die Höhe des Durchflusskanals stufenartig bzw. in
Sprüngen ändert. Entweder können dies direkt aneinander angesetzte Sprünge sein, was
sich beispielsweise anbietet, wenn der Durchflusskanal aus mehreren miteinander verbundenen,
vorher separat hergestellten Abschnitten besteht. Ebenso ist es möglich, den Durchflusskanal
aus zwei Halbschalen zu fertigen, die dann miteinander verbunden werden, beispielsweise
durch Laserschweißen. Dadurch können vor allem sehr leicht nachfolgend noch genannte
Mäanderformen hergestellt werden.
[0012] In weiterer Ausgestaltung können einzelne Abschnitte mit jeweils gleicher Querschnittsfläche
durch Übergangsabschnitte verbunden sein, die die Querschnittsflächen ineinander überführen.
Beim vorbeschriebenen Flachwalzen eines Rohrs für den Durchflusskanal kann dabei in
Schrtten ein Spalt zwischen den Walzen enger gestellt werden. Der während dieses Engerstellens
durch die Walzen hindurch laufende Rohrabschnitt bildet dann einen solchen Übergangsabschnitt.
In einem solchen Fall ist vorteilhaft vorgesehen, dass Heizelemente nur in Abschnitten
mit gleich bleibender Querschnittsfläche bzw. gleich bleibender Höhe vorgesehen sind.
Insbesondere sind sie also nicht in den vorgenannten Übergangsabschnitten vorgesehen.
Hier wäre wegen der unebenen Oberfläche das Aufbringen von Heizelementen nur sehr
schwer möglich.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass Heizelemente nicht
kontinuierlich über die gesamte Länge des Durchflussquerschnitts verlaufen, sondern
nur in bestimmten Längsbereichen des Durchflusskanals vorgesehen sind, die voneinander
abgesetzt sind bzw. einen Abstand zueinander aufweisen. Dabei können derartige Heizelemente
durchaus in Reihe geschaltet sein. Durch den Abstand zueinander ist es jedoch einfach
möglich, sie mit jeweils unterschiedlicher Breite und somit Leistung auszubilden.
Durch eine jeweils gleichbleibende Breite eines Heizelements ist die Leistungserzeugung
auf seine Fläche bzw. auf seine Länge bezogen konstant.
[0014] Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass eine Kanalwand zumindest bereichsweise an ihrer
Außenseite abgeflacht bzw. eben ausgebildet ist, selbst wenn der Durchflusskanal aus
einem Rundrohr hergestellt worden ist. Besonders vorteilhaft gilt dies für gegenüberliegende
Seiten. In den abgeflachten Bereichen sind dann die Heizelemente aufgebracht, möglicherweise
sogar an gegenüberliegenden Seiten.
[0015] Heizelemente können grundsätzlich auf vielfache Art und Weise aufgebracht werden.
Vorteilhaft werden sie in Dickschichttechnik aufgebracht, was ein erprobtes und zuverlässiges
Verfahren ist.
[0016] Eine Dicke eines Heizelements kann pro Abschnitt unverändert bleiben. Vorteilhaft
weisen alle Heizelemente die gleiche Dicke auf, so dass sie nur bezüglich Breite und/oder
Länge variieren, um ihre Flächenleistung bzw. Heizleistung einzustellen. Es ist jedoch
auch möglich, die Dicke eines Heizelements bzw. von dessen Leiterbahn zu variieren
und damit die Flächenleistung bzw. Heizleistung einzustellen, insbesondere im Längsverlauf
zu variieren.
[0017] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Durchfluss-Heizeinrichtung kann also ein
Rohr, insbesondere ein Rundrohr, an zwei gegenüberliegenden Seiten abgeflacht werden
und dabei immer flacher werden. Dies kann beispielsweise durch ein eingangs beschriebenes
und an sich bekanntes Walzen erfolgen, alternativ durch ein Verpressen.
[0018] Anschließend kann ein Rohr von einer geraden Erstreckung abweichend gebogen werden,
beispielsweise in Schlaufen bzw. in sogenannter Mäanderform. Eine solche gebogene
Heizeinrichtung kann in einer Ebene verlaufen, vorteilhaft mit einem Einlass und Auslass
an beabstandeten Enden.
[0019] In weiterer Ausgestaltung kann eine Durchfluss-Heizeinrichtung so ausgebildet sein,
dass sie sozusagen im Raum verbogen ist. Hier ist es möglich, dass sie eine Art Zylinderform
bildet durch hren Verlauf, wobei der Verlauf ebenfalls Schlaufen aufweist bzw. Mäanderform
und gleichzeitig diese Mäanderform einen Zylinder bildet, insbesondere einen Rundzylinder.
Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die vorgenannten abgeflachten Seiten
des Durchflusskanals zumindest an einer der Seiten, also Innenseite oder Außenseite,
vorgesehen sind, insbesondere in etwa der Mantelfläche folgend. Dabei ist es beispielsweise
möglich, zuerst ein Rohr durch Abflachen in seinem Längsverlauf und Biegen in Mäanderform
sowie dann Biegen in eine Zylinderform zu verformen. Dann werden, beispielsweise auf
die Außenseite, also die Mantelfläche, die Heizelemente aufgebracht, insbesondere
durch vorstehend beschriebenes Aufdrucken als Dickschicht-Heizelement. Derartige Durchfluss-Heizeinrichtungen
weisen eine sehr geringe Baugröße auf bei hoher Heizleistung.
[0020] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass durch eine Ausbildung des Durchflusskanals
in gebogener Form, also beispielsweise Schleifenform oder Mäanderform, vor allem aber
in Spiralform bzw. Schraubenform, bei Temperaturwechseln, insbesondere bei Einschalten
der Heizelemente, eine gewisse Längenausdehnung und somit Verformung erfolgt. Dies
kann dazu dienen, dass im Inneren des Durchflusskanals angelagerter Kalk oder sonstige
Verschmutzungen abgelöst bzw. abgesprengt werden und dann herausgespült werden können.
[0021] Die Oberflächentemperatur an der wärmetauschenden wasserseitigen Rohroberfläche nimmt
im Längsverlauf der Heizeinrichtung ähnlich wie die Temperatur des Mediums zu. Das
Verhältnis von beheizter Rohrfläche zu Querschnittsfläche des Mediums nimmt zu, vorteilhaft
kontinuierlich. Dadurch sinkt der Temperaturgradient innerhalb der Mediumquerschnittsfläche
kontinuierlich.
[0022] Im Falle einer Dickschichtbeheizung kann die längenspezifische Heizleistung des Heizelements
(W/cm) konstruktiv gestaltet bzw. verändert werden. Vorteilhaft ist sie konstant.
Die Flächenleistung der Heizleiterbahn (W/cm
2) und gleichermaßen der wärmetauschenden wasserseitigen Rohroberfläche kann im Verlauf
des Heizelementes sinken. Ferner verringert sich die Temperaturdifferenz im Grenzflächenbereich
zwischen Medium und wasserseitiger Rohroberfläche. Dadurch wird die Neigung zur Dampfblasenbildung
reduziert.
[0023] Im Falle einer vollflächigen Dünnschicht- oder Dickschicht-Beheizung ist die längenspezifische
Heizelementleistung (W/cm) vorteilhaft konstant bzw. kann sogar über die Leitungslänge
sinken. Die Flächenleistung (W/cm
2) der Heizelemente und somit auch der wärmetauschenden Fläche bleibt über die Länge
der Heizeinrichtung konstant. In der Heißwasserzone findet aufgrund der angestiegenen
Strömungsgeschwindigkeit und des verringerten Strömungsquerschnitts eine behutsame
Wärmeübertragung zum Medium bzw. Wasser statt. Eine Dampfblasenbildung und die daraus
entstehende Geräuschbildung ist gering. Dadurch wird auch die Bildung von Ablagerungen
in diesem potentiell besonders gefährdeten Bereich minimiert. Im Falle einer Bildung
von Ablagerungen werden diese durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit in dieser Zone
weitgehend abgetragen.
[0024] Bedingt durch die gute Wärmeübertragung zwischen Heizelement, Rohr und Wasser speziell
in der Heißwasserzone in Verbindung mit der reduzierten Flächenleistung der Heizleiterbahn
ist die Oberflächentemperatur der Heizelemente relativ gering. Dadurch ist die Abstrahlung
von Wärmeenergie sowie die Abgabe von Wärmeenergie per Konvektion gering.
[0025] Die Verwendung eines abgeflachten Rohres mit kontinuierlich verringerter Querschnittsfläche
bewirkt im Zulauf einen minimierten Strömungswiderstand, der erst mit dem Erfordernis
der Querschnittsverengung langsam kontinuierlich zunimmt. Strömungsungünstige geräuschbildende
Verwirbelungen werden vermieden. Damit wird ein hydraulisch energieeffizienter Strömungsverlauf
ermöglicht.
[0026] Die Wahl der Geometrie als abgeflachtes Rohr mit geringem Durch messer aus einem
Stück und einem einzigen Material, vorteilhaft aus einem zylindrischen bzw. rundzylindrischen
Rohr, ermöglicht allgemein eine minimierte Materialeinsatzmenge und Einsatzmasse.
Folglich ist die zu erwärmende Heizelementmasse gering. Die Aufheizzeit ist demertsprechend
kurz, das heiße Wasser wird binnen kürzester Zeit bereitgestellt. Wasserverluste werden
durch die steile Temperaturanstiegskurve minimiert. Gerade bei häufigem Abnehmen kleiner
Heißwassermengen je Vorgang kommt dieser Vorteil besonders zum Tragen.
[0027] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombination bei einer Ausführungsform der Erfindung und
auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägansicht auf eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen Durchfluss-Heizeinrichtung
mit flacher werdendem Durchflusskanal und Querschnitten an drei Stellen,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen Durchfluss-Heizeinrichtung mit noch
mehr Windungen und aufgesetzten Temperatursensoren,
- Fig. 3
- eine weitere alternative Ausführung einer erfindungsgemäßen Durchfluss-Heizeinrichtung
mit anderem Aufbau,
- Fig. 4
- eine vierte Ausführung einer erfindungsgemäßen Durchfluss-Heizeinrichtung mit wiederum
anderem Aufbau und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch die Durchfluss-Heizeinrichtung gemäß Fig. 4.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0029] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Durchfluss-Heizeinrichtung 11 dargestellt. Sie
besteht aus einem länglichen Rohr 12, das an zwei Schleifen 18 gebogen ist und einen
Einlass 13 sowie einen Auslass 15 aufweist. Hier fließt gemäß dem Pfeil Wasser hindurch
zum Erhitzen in dem Durchflusskanal 17, der sich zwischen Einlass 13 und Auslass 15
erstreckt. Aus den Querschnitten oben in Fig. 1 gem. Schnitt A-A ist zu sehen, dass
am Einlass 13, ebenso wie vorteilhaft am Auslass 15, ein Querschnitt kreisrund ist.
Insbesondere ist der Durchflusskanal 17 aus einem solchermaßen kreisrunden Rohr 12
gebildet durch das vorstehend beschriebene Flachwalzen.
[0030] Kurz hinter dem Einlass 13 wird der Durchflussquerschnitt flacher, siehe den Schnitt
B-B. Hier beträgt die Höhe nur noch etwa die Hälfte der Breite. Anschließend wird
der Querschnitt immer flacher, wie am Schnitt C-C zu erkennen ist, wo die Höhe nur
noch etwa ein Fünftel der Breite beträgt. An diesen letzten, sehr flachen Abschnitt
schließt sich dann wieder der runde Auslass 15 an. Einlass 13 und Auslass 15 können
dabei ertweder dadurch bei einem einstückigen Rohr 12 hergestellt werden, dass sie
eben nicht flach gewalzt oder flach gedrückt werden. Alternativ können sie als separate
Teile angeschweißt oder sonst wie verbunden werden. Dazu können Übergangsbereiche
14 am Einlass 13 und 16 am Auslass 15 dienen.
[0031] Aus den Querschnitten ist zu erkennen, dass vom Bereich mit dem Schnitt B-B bis zum
Bereich mit dem Schnitt C-C dieser Querschnitt nicht nur immer flacher wird, sondern
auch an der Oberseite und Unterseite eben ist bzw. plan. Insofern können an drei geraden
Heizabschnitten 19a, 19b, und 19c zumindest auf einer Seite, vorteilhaft an beiden
Seiten, also gegenüberliegend, Heizelemente 20a, 20b und 20c vorgesehen werden. Sie
bedecken in etwa die Breite der planen Oberseite der Heizabschnitte 19 und deren gerade
Länge bis zu den Biegungen. Die Heizelemente 20 können mit üblichen Dickschichtverfahren
auf das üblicherweise aus Metall bestehende Rohr 12 des Durchflusskanals 17 aufgebracht
werden. Dazu wird beispielsweise auf die
EP 933626 A1, die
EP 1152639 A1 oder die
DE 102007058833 A1 explizit verwiesen. Die Temperatursensoren sind auf allgemein bekannte Art und Weise
ausgebildet, vorteilhaft ebenfalls aufgedruckt.
[0032] Die drei Heizelemente 20a, 20b und 20c sind in Reihe geschaltet mit elektrischen
Anschlüssen 22, welche, da sie dem Fachmann bekannt sind, nicht näher erläutert werden
müssen. Zur Reihenschaltung sind entlang der Schleifen 18, in denen die Heizelemente
eben nicht verlaufen, Verbindungsleiter 24 vorgesehen. Diese überlappen die Heizelementen
20a bis c entsprechend zur elektrischen Kontaktierung, wobei es keine Rolle spielt,
welche Schicht auf welche überlappt. Vorteilhaft überlappen die Verbindungsleiter
24 auf die Heizelemente 20, so dass diese direkt auf der Außenseite der Heizabschnitte
19a bis c aufliegen können zur besseren Wärmeeinleitung. Bezüglich der Aufbringungsverfahren
für die Heizelemente wird ebenfalls auf den vorstehend genannten Stand der Technik
verwiesen.
[0033] Alternativ zu einer konstruktiv vorgegebenen Reihenschaltung können grundsätzlich
auch einige oder alle Heizelemente separat angeschlossen sein und an eine Verschaltungseinrichtung
geführt sein. Diese kann sie in beliebiger Art verschalten, beispielsweise in Mischschaltungen
aus serieller und paralleler Verschaltung. Ebenso können sie so auch mit jeweils unterschiedlicher
Leistung angesteuert werden, beispielsweise auch jedes für sich leistungsgeregelt
sein.
[0034] In Fig. 2 ist eine alternativ ausgebildete Durchfluss-Heizeinrichtung 111 dargestellt
mit einem Rohr 112, welches mit fünf Schleifen 118 gebogen ist und somit sechs gerade
Heizabschnitte 119 a bis f aufweist sowie ebenfalls einen Einlass 113, einen Auslass
115 und entsprechende Übergangsbereiche 114 und 116.
[0035] Auf den geraden Heizabschnitten 119a bis f sind Heizelemente 120a bis 120f angebracht.
Entsprechend dem flacher und breiter werdenden Durchflusskanal 117 werden die Heizelemente
120, ebenso wie auch in Fig. 1, zum Auslass 115 hin immer breiter. Dadurch sinkt die
Oberflächentemperatur und das Verhältnis von beheizter Oberfläche zur Querschnittsfläche
des Mediums wird immer größer, so dass der Temperaturgradient innerhalb der Querschnittsfläche
sinkt. Vorteilhaft ist eine längenspezifische Heizleistung der Heizelemente 120 gleich,
obwohl sie natürlich grundsätzlich auch unterschiedlich eingestellt sein kann durch
Veränderung der Breite der Heizelemente oder der Dicke oder der Zusammensetzung. Dies
bedeutet aber, dass sämtliche Heizelemente 120a bis f dieselbe Leistung erzeugen,
nur eben entlang der Durchflussrichtung des zu erhitzenden Wassers auf eine größere
Fläche verteilen. In Fig. 2 ist auch gut zu erkennen, wie entlang der Schleifen 118
die Verbindungsleiter 124 aufgebracht sind, die alle Heizelemente 120 seriell miteinander
verschalten. Hier ist leicht vorstellbar, wie an den Enden der Heizelemente Kontaktfelder
mit aufgeschweißten Anschlußleitungen vorgesehen sind, die an eine vorgenannte Verschaltungseinrichtung
geht mit einstellbarer Leistungsansteuerung für jedes Heizelement 120 sowie deren
beliebiger Verschaltung.
[0036] In Fig. 2 ist auch zu erkennen, dass mehrere Temperatursensoren 126a bis e an der
Heizeinrichtung 111 vorgesehen sind. Diese können zwar auch, wie vorteilhaft die Heizelemente
120 selbst, auf beiden Seiten vorgesehen sein, es reicht jedoch auch an einer. Mit
den Temperatursensoren 126 kann an ihren jeweiligen Anbringungsorten die Temperatur
erfasst werden. So erfasst der Temperatursensor 126a wohl noch die Anfangstemperatur
des eingeleiteten, in der Regel kalten Wassers. Am Temperatursensor 126b ist bereits
eine leichte Erwärmung durch das Heizelement 120a festzustellen. An den Temperatursensoren
126c und 126d kann direkt an dem Heizelement 120f die Absoluttemperatur gemessen werden.
Übersteigt die Temperatur im sachgemäßen Gebrauch einen bestimmten Grenzwert, so deutet
dies auf eine Verkalkung der wärmetauschenden Innenwandung des Rohrs hin. Daraufhin
können Gegenmaßnahmen automatisch ergriffen werden oder dieser Zustand wird einer
Bedienperson angezeigt.
[0037] Ein Überschreiten eines deutlich höheren Grenzwerts zeigt eine unzulässige Übertemperatur
des Heizelements 120f an. Am Temperatursensor 126e kann die Temperatur des am Auslass
115 austretenden Wassers erfasst werden. Mittels der Temperatursensoren 126 kann also
neben einer bekannten Temperaturmessung eine Leistungs- und somit Temperaturregelung
stattfinden.
[0038] Eine Abwandlung der Durchfluss-Heizeinrichtung 111 gemäß Fig. 2 kann noch dadurch
erfolgen, dass die Schleifen 118 einen etwas größeren Bogenwinkel als 180° einnehmen,
beispielsweise 190° bzw. so viel, dass sie an den jeweils benachbarten Schleifen anliegen.
Einlass 113 und Auslass 115 rücken damit ebenfalls näher zusammen, wobei sie weiterhin
entweder parallel verlaufen können oder aber auch einen Winkel einschließen können.
Durch die Mäanderform wird nicht nur eine kompaktere Ausbildung erreicht, sondern
gleichzeitig eine sehr gute Verwirbelung bzw. Durchströmung des Wassers erreicht mit
optimaler Durchmischung, so dass am Auslass 115 konstant erhitztes Wasser austritt.
Eine mögliche Leistungsdichte der Heizelemente 120 gemäß Fig. 2 kann von 50 W/cm
2 am Heizelement 120a bis zu 40 W/cm
2 beim Heizelement 120f gehen, vorteilhaft mit Abstufungen in Schritten von 2W/cm
2.
[0039] In einer weiteren Durchfluss-Heizeinrichtung 211 gemäß Fig. 3 ist wiederum zuerst
ein im wesentlichen rundes Rohr 212 mit Einlass 213 und Auslass 215 flachgedrückt
worden bis auf Einlass und Auslass mit zunehmend flacherem Querschnitt bzw. geringerer
Höhe und größerer Breite. Anschließend ist es im wesentlichen schraubenförmig aufgewickelt
worden mit direkt aneinander anliegenden Windungen, um insgesamt eine Art rundzylindrische
Mantelfläche zu bilden. Durch deren Erstreckung ist dann der Auslass 215 wieder herausgeführt,
so dass er pa rallel und benachbart zum Einlass 213 liegt. Die Heizelemente 220a bis
f sind zumindest auf der Außenseite, also in diesem Fall nur einseitig, aufgebracht
und bedecken vorteilhaft einen großen Teil eines Windungsumgangs, also beispielsweise
um etwa 300°. Der Rest wird dann wiederum durch die Verbindungsleiter 224 überbrückt
entsprechend Fig. 2, hier nur eben in umlaufender Anordnung.
[0040] Alternativ dazu kann auch sozusagen ein einziges Heizelement vorgesehen sein, welches
sich über die gesamte Länge des Rohrs 212 zwischen Einlass 213 und Auslass 215 bzw.,
genauer gesagt, zwischen erstem Temperatursensor 226a und letztem Temperatursensor
226e erstreckt. Ein Aufbringen der Heizelemente 220, ähnlich wie von Verbindungsleitern
224, kann aufgrund der rundzylindrischen, im wesentlichen ebenen äußeren Mantelfläche
leicht auf übliche Art und Weise erfolgen.
[0041] Der Vorteil der Bauausführung gemäß Fig. 3 liegt darin, dass eine sehr kompakte Anordnung
und Baugröße erreicht werden kann bei großer Länge des Rohrs 212 sowie großer gesamter
Heizleistung. Einlass 213 und Auslass 215 liegen auch sehr nahe beieinander.
[0042] Eine nochmals weitere Ausgestaltung einer Durchfluss-Heizeinrichtung 311 ist aus
Fig. 4 zu ersehen in Schrägansicht. Diese Form des Rohrs 312 kommt im wesentlichen
dadurch zustande, dass in etwa eine Heizeinrichtung gemäß Fig. 2 aufgerollt wird,
um eine rundzylindrische Mantelfläche zu bilden. Dies ist in der schematischen Schnittdarstellung
aus Fig. 5 zu ersehen. Einlass 313 und Auslass 315 sind wieder, ähnlich wie in Fig.
3, in axialer Richtung vorgesehen. An den nach außen weisenden Seiten des Rohrs 312
sind acht Heizelemente 320a bis 320h vorgesehen. Diese Heizelemente 320a bis 320h
sind wiederum über Verbindungsleiter 324 an den Schleifen 318 elektrisch miteinander
verbunden bzw. seriell verschaltet. Durch die in Fig. 5 dargestellte Bauweise kann
die Mäanderform entsprechend Fig. 2 mit sehr guter Durchmischung des erhitzten Wassers
mit der kompakten, rundzylindrisch gebogenen Form von Fig. 3 kombiniert werden.
[0043] Aus Fig. 5 ist auch zu erkennen, dass der Durchflussquerschnitt des Rohrs 312 bzw.
der Durchfluss-Heizeinrichtung 311 vom Einlass 313 hin zum Auslass 315 nicht nur schmaler
wird entsprechend der Darstellungen in Fig. 1, sondern auch noch nierenartig gebogen
ist. Dies ist aber nicht sehr schwierig herzustellen und weist den Vorteil auf, dass
die äußere Mantelfläche tatsächlich rundzylindrisch ist. Dadurch kann sie eben sehr
gut bedruckt werden mit den Heizelementen 320 und den Verbindungsleitern 324.
1. Durchfluss-Heizeinrichtung zum Erhitzen eines hindurch fließenden Mediums, insbesondere
einer Flüssigkeit wie Wasser, wobei die Heizeinrichtung einen Durchflusskanal für
das aufzuheizende Medium sowie mindestens ein Heizelement aufweist, das eine große
Grenzfläche mit dem Durchflusskanal aufweist, wobei der Durchflusskanal am Anfang
und am Ende offen ist und dazwischen geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskanal eine über seine Länge geringer werdende Querschnittsfläche und
im Wesentlichen gleichbleibenden Umfang aufweist.
2. Durchfluss-Heizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt bzw. der Durchflusskanal entlang seiner Längserstreckung flacher
wird.
3. Durchfluss-Heizeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Querschnittsfläche entlang des Durchflusskanals von einer maximalen Querschnittsfläche
auf eine minimale Querschnittsfläche verringert, wobei vorzugsweise die minimale Querschnittsfläche
mindestens 20% der maximalen Querschnittsfläche beträgt, insbesondere mindestens 40%.
4. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Höhe des Durchflusskanals entlang seiner Länge von einer maximalen Kanalhöhe
auf eine minimale Kanalhöhe verringert, wobei insbesondere die minimale Kanalhöhe
mindestens 20% der maximalen Kanalhöhe beträgt, vorzugsweise mindestens 40%.
5. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Veränderung der Querschnittsfläche bzw. der Höhe des Durchflusskanals in etwa
gleichmäßig erfolgt, vorzugsweise sich streng monoton ändernd.
6. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Querschnittsfläche bzw. die Höhe des Durchflusskanals stufenartig bzw. in
Sprüngen ändert, insbesondere mit jeweils Abschnitten mit gleichbleibender Querschnittsfläche
bzw. Höhe, die vorzugsweise durch Übergangsabschnitte verbunden sind zur Überführung
der Querschnittsflächen bzw. Höhen ineinander.
7. Durchfluss-Heizeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Heizelemente nur in Abschnitten mit gleichbleibender Querschnittsfläche bzw. Höhe
vorgesehen sind.
8. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Heizelemente nur in bestimmten, voneinander abgesetzten Längsbereichen des Durchflusskanals
bzw. mit Abstand zueinander vorgesehensind.
9. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einige oder alle Heizelemente separat ansteuerbar sind und an eine Verschaltungseinrichtung
angeschlossen sind zur Verschaltung in beliebiger Art, vorzugsweise in Mischschaltungen
aus serieller und paralleler Verschaltung.
10. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kanalwand zumindest bereichsweise außen abgeflacht ist, insbesondere auf gegenüberliegenden
Seiten, und insbesondere in den abgeflachten Bereichen die Heizelemente aufgebracht
sind.
11. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizelemente in Dickschichttechnik aufgebracht sind.
12. Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskanal aus einem Rohr besteht, insbesondere aus einem ursprünglichen
Rundrohr, das an gegenüberliegenden Seiten abgeflacht worden ist und in seinem Längsverlauf
immer flacher geformt worden ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Durchfluss-Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskanal aus einem Rohr gebildet wird, insbesondere aus einem Rundrohr,
das an gegenüberliegenden Seiten abgeflacht wird und in seinem Längsverlauf immer
flacher geformt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das abgeflachte Rohr vor dem Aufbringen von Heizelementen verbogen wird mit Schleifen
im Längsverlauf, vorzugsweise in Mäanderform.