(19)
(11) EP 2 226 772 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.09.2010  Patentblatt  2010/36

(21) Anmeldenummer: 10002145.0

(22) Anmeldetag:  03.03.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07F 19/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA ME RS

(30) Priorität: 03.03.2009 DE 102009011390

(71) Anmelder:
  • Ochs, Oliver
    59469 Ense (DE)
  • Balog, Nicole
    46348 Raesfeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Ochs, Oliver
    59469 Ense (DE)
  • Balog, Nicole
    46348 Raesfeld (DE)

(74) Vertreter: COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & SOZIEN 
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Schumannstrasse 97-99
40237 Düsseldorf
40237 Düsseldorf (DE)

   


(54) Vorrichtung zum Sichern von Geldautomaten


(57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erkennen unzulässiger Manipulationen bei Automaten insbesondere bei Geldautomaten umfassend den Automaten und mindestens eine wirklichkeitsgetreue Abbildung mindestens eines manipulierbaren Teiles des Automaten insbesondere der Vorderansicht des Automaten, wobei die Abbildung(en) in der Nähe des Automaten oder am Automaten angeordnet ist/sind.


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erkennen unzulässiger Manipulationen bei Automaten insbesondere bei Geldautomaten.

[0002] Es ist bekannt, dass Täter am Eingabeschlitz eines Geldautomaten einen Aufsatz (Skimmer) anbringen, der die Kartendaten ausliest. Ferner ist es bekannt, zusätzlich oberhalb der Tastatur eine Videokamera zu montieren oder über der Tastatur ein Aufsatz anzubringen, um die Geheimnummer auszuspähen. Solche Manipulationen sind für einen Bankkunden schwer erkennbar, da dem Bankkunden das unmanipulierte normale Aussehen des Geldautomaten nicht bekannt ist.

[0003] Ferner ist es bekannt, entsprechende Aufsätze und Videokameras an der Eingangstür einer Bank oder eines Geldautomatenraumes anzubringen. Auch dies ist für einen Kunden kaum ersichtlich.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, Manipulationen an Automaten insbesondere an Geldautomaten und an Türeingängen bei verhältnismäßig geringem Aufwand sicher erkennbar zu machen.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Set aus Automat und einer wirklichkeitsgetreuen Abbildung der Vorderansicht des Automaten geschaffen wird. Hierdurch kann der Benutzer des Automaten leicht erkennen, ob der Automat manipuliert wurde. Dabei kann das aktuelle und unmanipulierte Aussehen des Automaten leicht und aktuell bei geringem Aufwand vermittelt werden.

[0006] Vorzugsweise wird hierzu vorgeschlagen, dass die Abbildung neben dem Automaten insbesondere an einer Wand angeordnet insbesondere befestigt ist. Ein geringer Aufwand ist dann gegeben, wenn die Abbildung ein Foto der Vorderansicht des Automaten darstellt.

[0007] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Abbildung insbesondere das Foto von einer vorderen transparenten Platte aus Kunststoff oder Glas abgedeckt ist. Hierdurch wird eine Manipulation der Abbildung sicher verhindert. Dabei ist von Vorteil, wenn die Platte unlösbar auf einem Untergrund insbesondere auf einer Wand befestigt ist. Auch wird hierzu vorgeschlagen, dass die Abbildung rückseitig von einer Platte abgedeckt ist, die zusammen mit der vorderen Platte und der Abbildung auf dem Untergrund befestigt ist.

[0008] Statt eines Fotos kann die Abbildung auch von einem elektronischen Display (Bildschirm) gebildet sein. Alternativ kann aber auch die Abbildung ein auf eine Fläche geworfenes Lichtbild sein, das die Vorderseite des Automaten zeigt.

[0009] Besonders einfach und platzsparend ist die erfindungsgemäße Lehre ausführbar, wenn die Abbildung von einem Teil der Vorderseite des Automaten gebildet wird. Dies kann dadurch erfolgen, dass die das Foto, der Bildschirm oder die das Lichtbild zeigende Fläche Bestandteil der Vorderseite des Automaten sind. Besonders einfach ist hierbei, wenn der bereits beim Automaten vorhandene Bildschirm (Display) verwendet wird, der zur späteren Information und Eingabe beim Automaten bereits vorhanden ist.

[0010] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden näher beschrieben.

[0011] Die erfinderische Lehre besteht aus einer Anordnung (kit of parts bzw. set) eines Automaten mit einer Sicherungsvorrichtung. Als Automaten sind alle umfasst, die einen hohen Sicherheitsstandard erfordern, wie z. B. Geld- Ein- und/oder Auszahlautomaten, Belegausgabe-Automaten, Buchungs-, Ticket- und Kartenautomaten und Toreingangsüberprüfungs-Automaten. Die Sicherungsvorrichtung ist eine eng zum Automaten gehörende Einrichtung mit einer Abbildung, die zumindest die Vorderseite des Automaten in der aktuellen, nicht manipulierten Version darstellt. Diese Abbildung ermöglicht dem Benutzer des Automaten einen optischen Vergleich zwischen der nicht manipulierten Version des Automaten und der tatsächlich vor dem Benutzer stehenden aktuellen wirklichen Version des Automaten, so dass der Benutzer feststellen kann, ob die wirkliche Version Abweichungen gegenüber der ursprünglichen vertrauenswürdigen Version aufweist.

[0012] Der Benutzer kann damit feststellen, ob z. B. vor dem Karten-Eingabeschlitz ein zusätzlicher Aufsatz (Skimmer) angebracht worden ist, ob über der Tastatur ein Aufsatz angeordnet wurde und ob eine zusätzliche Videokamera z. B. in einer zusätzlichen Lichtleiste befestigt worden ist. Sobald der Benutzer eine solche Veränderung feststellt, wird er den Automaten nicht benutzen, so dass Schaden verhindert wurde.

[0013] Die Abbildung des Automaten erfolgt in Form eines Fotos auf Fotopapier oder -karton, in Form eines Fotos, einem elektronischen Display (Bildschirm) oder in Form eines Lichtbildes, das auf eine Fläche geworfen ist. Hierbei ist die Abbildung in Form des Fotos, des Displays oder des Lichtbildes direkt neben oder über dem Automaten oder aber im Bereich der Vorderseite des Automaten angeordnet. Im letzteren Fall ist die Abbildung ein Bestanteil der Vorderseite des Automaten und entweder ein zusätzlicher Bestandteil der Vorderseite oder die Abbildung wird von dem Display geschaffen, das bereits beim Automaten vorhanden ist, um den Benutzer bei seiner Tätigkeit bei Automaten zu unterstützen und zu informieren.

[0014] Ferner kann die Abbildung auch nur dasjenige Teil des Automaten darstellen, das am ehesten manipuliert wird, wie den Karteneinsteckschlitz oder die Tastatur. Auch können zwei oder mehr Abbildungen nebeneinander angeordnet sein.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum Erkennen unzulässiger Manipulationen bei Automaten insbesondere bei Geldautomaten umfassend den Automaten und mindestens eine wirklichkeitsgetreue Abbildung mindestens eines manipulierbaren Teiles des Automaten insbesondere der Vorderansicht des Automaten, wobei die Abbildung(en) in der Nähe des Automaten oder am Automaten angeordnet ist/sind.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung(en) neben dem Automaten insbesondere an einer Wand angeordnet ist/sind.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung ein Foto der Vorderansicht und/oder des Kartenschlitzes und/oder der Tastatur des Automaten darstellt.
 
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung von einem elektronischen Display (Bildschirm) gebildet ist.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung ein auf eine Fläche geworfenes Lichtbild ist.
 
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung von einem Teil der Vorderseite des Automaten gebildet ist/sind.
 
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Foto, der Bildschirm oder die das Lichtbild zeigende Fläche Bestandteil der Vorderseite des Automaten ist.
 
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass für die Abbildung(en) der bereits beim Automaten vorhandene Bildschirm verwendet wird, der zur Information und Eingabe beim Automaten vorhanden ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung insbesondere das Foto von einer vorderen transparenten Platte aus Kunststoff oder Glas abgedeckt ist.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte unlösbar auf einem Untergrund insbesondere auf einer Wand befestigt ist.
 
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung rückseitig von einer Platte abgedeckt ist, die zusammen mit der vorderen Platte und der Abbildung auf dem Untergrund befestigt ist.
 





Recherchenbericht