GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen rückwärtig nachhadberen Beutelschmelzern nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0002] Bei so genannten Beutelschmelzern wird ein in einem Verpackungsbeutel abgepackter
fester Arbeitsstoff, wie ein Heißschmelzkleber in einem zylindrischen Aufnahmeraum
einer Auspresseinrichtung an einem Abgabeende für aufgeschmolzenen Arbeitsstoff durch
Erwärmung von einem zunächst festen in einen fließfähigen Zustand überführt, während
vom hinteren Beutelende her ein Auspresskolben in dem Aufnahmeraum vorgetrieben wird,
so dass abgeschmolzener Arbeitsstoff ausgepresst und der Verpackungsbeutel an der
zylindrischen Wandung des Aufnahmeraums axial allmählich zusammengeschoben wird. Damit
ein rückwärtiges Nachladen neuer gefüllter Verpackungsbeutel reibungsarm und ohne
großen vorherigen Reinigungsaufwand möglich ist, ist der Auspresskolben mit einer
Abstreifplatte versehen. Diese hat in erster Linie eine Abdichtfunktion an der inneren
Zylinderwandung und dient als Abstreifer für etwa an der Zylinderinnenwandung anhaftenden
Arbeitsstoff, der sich unerwünschterweise zwischen der Verpackungsbeutelaußenseite
und der Zylinderwandinnenseite eingeschoben hat. Um beim Auslassen des abgeschmolzenen
Arbeitsstoffes eine möglichst präzise vorbestimmte Abgabemenge, d.h. Dosierung, zu
ermöglichen, ist ein geringer Reibwert zwischen der Abstreifplatte und der inneren
Zylinderwand gewünscht. Aus diesem sowie aus anderen Gründen wird die Abstreifplatte
in der Regel aus einem elastisch nachgiebigem Material, wie einem Kunststoff und insbesondere
aus PTFE (wie Teflon®) bevorzugt und auch die zylindrische Innenwand ist mit einem
ähnlich gut gleitfähigem Material beschichtet. Unterschiedliche Verarbeitungstemperaturen,
insbesondere kälte und heiße Zonen in einem Beutelschmelzer, führen zu einem sich
ändernden Kaliber der Abstreiferplatte entsprechend der jeweiligen Temperatur. Es
ist daher vor allem bei Beutelschmelzern schwierig, über den ganzen Auspressweg gleichmäßige
Kräfte- und Dichtverhältnisse zwischen dem der Abstreiferplatte und der zylindrischen
Innenwand sicherzustellen.
[0003] Die
EP 0 031 052 A1 betrifft einen Abdichtkolben für die chemische Industrie aus PTFE (Teflon) dessen
Dichtigkeit über den gesamten Arbeitshub auch bei Temperaturschwankungen verbessert
werden soll. Hierzu ist der Kolben auf einer Stirnseite mit einer radial weit außen
liegenden Ringnut versehen, so dass nur eine dünne zylindrische Ringwand zum Arbeitszylinder
hin verbleibt und deshalb radial elastisch ist. Der Abdichtkolben hat aber nach wie
vor eine in sich insgesamt starre Stirnzone ohne jede radiale Kompressibilität. Dies
mit der Folge, dass sich die Abdichtkolben im Bereich der Abstreifkante keine radiale
Kompressibilität oder Expandierbarkeit besitzt. In die Ringnut wird ein gummielastischer
Ring mit Übermaß eingelegt, der die dünne zylindrische Ringwand gegen die Innenfläche
des Arbeitszylinders nach Außen drückt.
[0004] Die
EP 434 617 A zeigt die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0005] Die
EP 0 281 755 A1 beschreibt einen Förderkolben für Austragskartuschen, bei dem ein in einer radialen
Ringnut befindlicher Dichtungsring (O-Ring) beim Arbeitshub axial zusammengedrückt
wird, so dass der O-Ring radial ausweicht und sich dichtend an die Zylinderwand anlegt.
Dies wird durch einen tiefen Spalt in Umfangsrichtung am Nutenboden der Dichtring
Aufnahmenut erreicht.
[0006] Die
WO 2007/118907 A1 beschreibt einen Kolben für ein medizinisches Infusionsgerät, bei dem ein Kolbenkörper
durch einen die Kolbenreibung vergrößernden Einsatz ausgesteift ist.
[0007] Aus der
EP 0 245 210 A1 ist ein Auspresskolben aus insgesamt elastischem Material bekannt, dessen ringzylindrischer
Randbereich mit einer radial elastischen Dichtkante am zu entleerenden Zylinder innen
dicht anliegt, wobei der Auspressdruck die Dichtlippe radial nach außen drückt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Davon ausgehend liegt der Erfindung das Problem zugrunde eine Kolbenabstreifplatte
eines Beutelschmelzers so zu verändern, dass ihre Dicht- und Gleiteigenschaften auch
bei sich stärker ändernden Temperaturen in einem vorgegebenen Rahmen bleiben. Zur
Lösung dieser Aufgabe wird ein Beutelschmelzer den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Danach ist vorgesehen, dass in der kolbenabstrelfplatte in ihre axiale Oberseite und/oder
In ihre axiale Unterseite und/oder zwischen ihrer axialen Ober- und Unterseite mindestens
eine Aussparung eingefügt ist, die eine zumindest radiale Kompression der Abstreifplatte
ermöglicht, und dass in die mindestens eine Aussparung mindestens ein expandierbares
Rückstellelement einsetzbar oder eingesetzt ist.
[0009] Gemäß der Erfindung wirken sich thermisch bedingte Dehnungen der Abstreifplatte nicht
mehr ausschließlich radial nach Außen gerichtet aus. Vielmehr gestatten die erfindungsgemäßen
Aussparungen, bei welchen es sich in der Regel um Durchbrechungen der Abstreiferplatte
zwischen der axialen Ober- und Unterseite handelt, in der Weise aus, dass die Reaktionskräfte
der Wärmeausdehnung zu einer Volumenverminderung der Aussparungen führen. Gleichwohl
bleibt eine ausreichende radiale Expansionsfähigkeit der Abstreifplatte erhalten,
sodass eine etwaige temperaturbedingte radiale Ausdehnung der Zylinderinnenwand nach
wie vor ausgeglichen wird. Ein "Memoryeffekt" liegt bei den gängigen Materialien für
Abstreifplatten in der Regel nicht vor. Um zu verhindern, dass eine im Zylinder eingespannte
Abstreifplatte nach thermisch bedingter Verformung der mindestens einen Aussparung
der Abstreifplatte ihre Sollgröße bei Wiederabkühlung verfehlt, d.h. nicht wiedererreicht,
ist in die mindestens eine Aussparung ein expandierbares Rückstellelement eingesetzt
oder einsehbar. Die Kombination von elastisch nachgiebigen Aussparungen der Arbeitsplatte
mit expandierbaren Rückstellelementen führt dazu, dass eine erfindungsgemäße Abstreifplatte
auch nach einer Vielzahl von Temperaturwechselzyklen ihre ihr zugedachte Funktion
zuverlässig ausführen kann. Es ist nun möglich, eine erfindungsgemäße Abstreifplatte
in verschiedener Weise zu verwenden, und insbesondere auch die Aussparungen in sehr
unterschiedlicher Weise zu formen sowie verschiedenste expandierbare Rückstellelemente
einzusetzen:
Wenn die eine oder die mehreren Aussparungen strahlenförmig in die Abstreifplatte
eingearbeitet sind, kann dadurch ein besonders hohes Maß an radialer Ausdehnung oder
radialer Kompression erreicht werden. Die von den radial erstreckten Aussparungen
voneinander getrennten Segmente der Arbeitsplatte bleiben am radialen Außenrand vorzugsweise
zusammenhängend. Eine radiale Unterbrechung der Abstreifkante, wie sie bei Kolbenringen
von Verbrennungsmotoren üblich ist, ist also entbehrlich.
[0010] Für die Rückstellelemente kommen insbesondere gummielastische Materialien in Betracht,
diese werden gemäß einem bevorzugten Ausführungsform der Erfindung etwa formgleich
mit den zugehörigen Aussparungen gestaltet und weisen bevorzugt ein gewisses Übermaß
im Verhältnis zu der Aussparung in der Abstreifplatte auf. Dadurch wird nicht nur
ein sicherer Halt des expandierbaren Rückstellelementes in der Aussparung auf einfache
Weise sichergestellt, sondern die Abstreifplatte wird nach radial außen in einem gewissen
Umfang radial verspannt.
[0011] Um Abstreifplatten auch mit einem gewissen radialen Übermaß verwenden zu können,
weist die Einschiebemündung des zylindrischen Aufnahmeraumes für den die Abstreifplatte
tragenden Kolben einen im Wesentlichen konusförmigen Einführbereich auf.
[0012] Wenn zwischen einem Auspresskolben und einer Schabe- oder Abstreifplatte Kompressionsfedem
vorgesehen sind, ist die Schabe- oder Abstreifplatte in drucklosen Ruhezustand ausgefahren,
so dass Verletzungen beim Einsetzen des Kolbens in den Zylinder vermieden werden.
Im Auspressstadium sind diese Druckfedern komprimiert.
[0013] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können
[0014] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile verschiedener Ausführungsform der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der
zugehörigen Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel
einer Kolbenabstreifplatte dargestellt ist.
FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[0015] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- einen Beutelschmelzer im halbseitigen Axialschnitt bei frisch eingesetztem und gefüllten
Verpackungsbeutel;
- Fig. 2
- dieselbe Vorrichtung nach völligem Auspressen abgeschmolzenem Arbeitsstoffes aus dem
Aufnahmebeutel;
- Fig. 3A/B
- von dem Beutelschmelzer nach Fig. 1 und 2 eine Abstreifplatte in Draufsicht sowie
- Fig. 4A/B
- eine alternative Ausführungsform mit federn abgestützter Schabe- oder Abstreifplatte
im drucklosen bzw. komprimierten Zustand.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0016] Der in Figuren 1 und 2 in zwei Arbeitspositionen dargestellte Beutelschmelzer 10
umfasst einen von einer zylindrischen Innenwand 12A umgebenen Aufnahmeraum 12. Die
den Aufnahmeraum 12 umschließende Wandung 12B bildet gegenüberliegende Mündungsenden
12C und 12D an ihrem in Arbeitsposition oberen bzw. unteren Ende. Das untere Mündungsende
12D ist mit einer mehrere Austrittsöffnungen 14A aufweisenden Endplatte 14 verschlossen.
Innerhalb des Aufnahmeraums 12 befindet sich (Fig. 1) ein mit einem Heißschmelzkleber
16 straff gefüllter Verpackungsbeutel 18. Der Verpackungsbeutel ist an seinem in der
Zeichnung oben liegenden rückwärtigen Ende 18A dicht geschlossen und an seinem in
der Zeichnung unten liegenden frontseitigen Ende 18B unter Ausbildung einer Abgabeöffnung
18C völlig geöffnet. Dieses Öffnen geschieht in der Regel unmittelbar vor dem Einsetzen
des mit festem Arbeitsstoff straff gefüllten Verpackungsbeutels 18 in den Aufnahmeraum
12 von oben nach unten, d.h. vom oberen Mündungsende 12C her. Hierzu ist die Auspresseinrichtung
20 für den Verpackungsbeutel 18 in geeigneter Weise entfernbar.
[0017] Die Auspresseinrichtung 20 umfasst einen Auspresskolben 22, der innerhalb des Aufnahmeraumes
12 axial vorschiebbar ist. Der Auspresskolben 22 verfügt über eine Schabe- oder Abstreifplatte
24 (z.B. aus PTFE, z.B. Teflon®) und besitzt eine scharfkantige umlaufende Schabekante
24A. In Verbindung mit einer PTFE-Innenbeschichtung 12E der Wandung 12B des Aufnahmeraumes
12, ist ein verlustarmes Gleiten des Auspresskolbens 22 an der Zylinderwand und damit
ein einigermaßen genau definierter Pressdruck auf abgeschmolzenen Arbeitsstoff 16A
im Bereich der unteren Heizzone realisierbar.
[0018] Der Aufnahmeraum 12 verfügt im Bereich seines unteren Mündungsendes 12D über eine
ringartige Einschnürung 40. Diese ist in dem dargestellten und insoweit bevorzugten
Ausführungsbeispiel als am unteren Mündungsende des Aufnahmeraumes 12 an dessen Wandung
12B lösbar ansetzbarer und/oder auf die Endplatte 14 aufsetzbarer oder aufgesetzter
Ring ausgeführt. Dieser weist auf seiner dem Aufnahmeraum 12 zugewandten Seite eine
konische, als Abdichtfläche 40A dienende Wandung auf. Diese wirkt selbstzentrierend
auf den Verpackungsbeutel 18 bei dessen Einschieben in den Aufnahmeraum 12. Sobald
das z. B. ringförmig gestaltete Heizelement 30 zu einem Abschmelzen im Bereich 16A
des Arbeitsstoffes 16 führt, legt sich die Mündungs-Randzone 18D des Verpackungsbeutels
18 selbsttätig an die konische Abdichtfläche 40A an. Hierfür reicht in der Regel bereits
der seitliche Druck den der sich ausdehnende Arbeitsstoff unter dem Pressdruck auf
die Randzone 18D ausübt.
[0019] Der Auspresskolben 22 ist ferner mit einer Kopfplatte 26 ausgestattet, die über Druckfedern
28, welche durch die Schabeplatte 24 hindurchgeführt sind, mit dem Auspresskolben
22 verbunden sind. Diese Querschnittsfläche der Kopfplatte ist geringer als die der
Schabeplatte 24, und zwar derart, dass ein Randspalt 26A zwischen dem Außenrand der
Kopfplatte und der Zylinderwandung 12A des Aufnahmeraums 12 verbleibt. Dieser Randspalt
26A ist so bemessen, dass die Kopfplatte 26 in die hinsichtlich ihres Querschnitts
eingeschnürte Zone am unteren Mündungsende des Aufnahmeraumes 12 um eine vorgebbare
Strecke eindringen kann. In der in Figur 1 dargestellten Arbeitsposition sind die
Druckfedern 24 unter dem Druck des Auspresskolbens komprimiert. Wenn hingegen der
Verpackungsbeutel 18 so gut wie entleert ist und der in ihm noch verbliebene Arbeitsstoff
verflüssigt ist, reicht der Druck der Federn 28 aus, um die Kopfplatte in den Einschnürungsbereich
vorzuschieben und damit die letzten Reste an Arbeitsstoff aus dem Verpackungsbeutel
auszupressen, obwohl die Schabeplatte 24 sich nicht weiter absenkt, sondern vor dem
Beginn der Einschnürung 40 stehen bleibt.
[0020] Aus Figur 3A ist eine Schabe- oder Abstreifplatte 24 in Draufsicht ersichtlich, welche
vier auf einem Umfangskreis angeordnete Durchbrechungen 24B für die Druckfedern 28
erkennen lässt. Außerdem ist eine zentrale Durchbrechung 24C ersichtlich, von welcher
strahlenförmig acht Ausnehmungen 24D ausgehen. Dadurch wird die Schabe- oder Abstreifplatte
24 radial etwas verformbar, d.h., dass sie durch radialen, zum Zentrum hin gerichteten
Druck komprimierbar und/oder nach radial außen expandierbar wird. Wenn eine derart
gestaltete Schabe- oder Abstreifplatte mittels eines Einführkonusses 12C' am oberen
Mündungsende 12C in den Aufnahmeraum 12 eingepresst wird, liegt die Schabekante 24A
nachfolgend dicht an der zylindrischen Innenwand 12A des Aufnahmeraumes 12 an. Wenn
sich der Querschnitt des Aufnahmraums 12 im Bereich des Heizelementes 30 durch Erwärmung
vergrößert, kann der Querschnitt der Schabe- oder Abstreifplatte 24 dieser Querschnittsvergrößerung
folgen.
[0021] Wegen des möglicherweise großen Wärmeausdehnungskoeffizienten der Schabe- oder Abstreifplatte
24 im Vergleich zum Wärmeausdehnungskoeffizienten der Wandung 12B des Aufnahmeraumes
12, kann es von Vorteil sein, die Schabe- oder Abstreifplatte 24 mit einem Nenndurchmesser
zu versehen, der bei Raumtemperatur einigermaßen exakt dem Nenndurchmesser der zylindrischen
Innenwand 12A des Aufnahmeraumes 12 entspricht. Um auch dann ein gutes Abstreifergebnis
zu erzielen, wenn die Schabe- oder Abstreifplatte 24 von dem Heizelement 30 zunehmend
aufgewärmt wird, ist es von Vorteil, wenn in die Aussparung 24C, 24D ein expandierbares
Rückstellelement 25 eingesetzt ist. Ein solches ist in Figur 3B dargestellt und z.B.
aus einem gummielastischen Werkstoff hergestellt. Dadurch wird erreicht, dass sich
die Schabe- oder Abstreifplatte 24 nach einer etwaigen anfänglichen radialen Kompression
bei Nachlassen der radial nach innen gerichteten Kräfte wieder leichter expandieren
kann und/oder dass sich die Schabe- oder Abstreifplatte 24 nach einer anfänglich radialen
Expansion aufgrund des eingesetzten expandierbaren Rückstellelementes 25 aufgrund
von außen aufgebrachter radialer Kompressionskräfte auf das ursprüngliche Querschnittsmaß
reversibel zurückverformen kann. Insgesamt hilft eine derartig gestaltete Schabe-
oder Abstreifplatte 24, die von eigenständig erfinderischer Bedeutung ist, die innere
Zylinderwand 12A des Aufnahmeraumes 12 sauber zu halten und eine besonders hohe Dichtwirkung
zu erzielen, ohne dass die Gleitbeschichtung 12E des Aufnahmeraumes 12 verletzt wird.
[0022] Es versteht sich, dass eine derartige Abstreifplatte mit einer Vielzahl von Auspressvorrichtungen
und für eine Vielzahl von unterschiedlichen Arbeitsstoffen erfolgreich verwendbar
ist. So müssen die Arbeitsstoffe nicht zwingend in fester Form vorliegen und aufschmelzbar
sein und/oder in einen Verpackungsbeutel verpackt sein. Vielmehr kann auch ein bei
Raumtemperatur pastöser Arbeitsstoff mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung verarbeitet
werden. Ebenso können die Aussparungen zur Kompressionsaufnahme und die Rückstelielemente
im Sinne der Erfindung vielfach variiert werden.
[0023] Bei der alternativen Ausführungsform nach Figur 4 A/B sind zwischen dem Auspresskolben
22 und der Schabe- oder Abstreifplatte 24 Kompressionsfedern 42 so vorgesehen, dass
sie im drucklosen Zustand (Fig. 4A) die Schabe- und Abstreifplatte 24 im ausgefahrenen
Zustand mit axialem Abstand vom Auspresskolben halten. In dem in Figur 4B dargestellten
Kompressionszustand wird der Kolbendruck des Auspresskolbens 22 durch Anlage an der
Schabe- oder Abstreifplatte 24 auf diese übertragen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0024]
- 10
- Beutelschmelzer
- 12
- Aufnahmeraum
- 12A
- zylindrische Innenwand
- 12B
- Wandung
- 12C
- oberes Mündungsende
- 12C'
- Einführkonus
- 12D
- unteres Mündungsende
- 12E
- Innenbeschichtung
- 14
- Endplatte
- 14A
- Austrittsöffnungen
- 16
- Heißschmelzkleber
- 16A
- abgeschmolzener Heißschmelzkleber
- 18
- Verpackungsbeutel
- 18A
- rückwärtiges Ende
- 18B
- frontseitiges Ende
- 18C
- Abgabeöffnung
- 18D
- Randzone
- 20
- Auspresseinrichtung
- 22
- Auspresskolben
- 24
- Schabe- oder Abstreifplatte
- 24A
- Schabekante
- 24B
- Durchbrechungen
- 24C
- zentrale Durchbrechungen
- 24D
- radiale Ausnehmungen
- 25
- expandierbares Rückstellelement
- 26
- Kopfplatte
- 26A
- Randspalt
- 28
- Druckfeder
- 30
- Heizelement
- 40
- Einschnürung
- 40A
- konische Abdichtfläche
- 42
- Kompressionsfedem
1. Rückwärtig nachladbarer Beutelschmelzer (10) mit einem zylindrischen Aufnahmeraum,
einer innerhalb des Aufnahmeraumes axial verfahrbaren Auspresseinrichtung und mit
einer auspressseitigen Heizzone zum Abschmelzen des festen Arbeitsstoffes, gekennzeichnet durch eine Auspresseinrichtung in Gestalt eines Auspresskolbens (22) mit einer Kolbenabstreifplatte
(24) aus elastisch nachgiebigem Material mit einer axialen Oberseite (24') und einer
axialen Unterseite (24"), sowie mit einer im entspannten Zustand die kolbenabstreifplatte
geschlossen umlaufenden, radial äußeren Abstreiferkante (24A),
wobei in der kolbenabstreifplatte (24) mindestens eine in ihrer axialen Oberseite
und/oder in ihrer axialen Unterseite und/oder zwischen ihrer axialen Ober- und Unterseite
eingefügte, eine zumindest radiale Kompression der kolbenabstreifplatte ermöglichende
Aussparung (24C, 24D) vorgesehen ist, und dass
in die Aussparung (24C, 24D) mindestens ein expandierbares Rückstellelement (25) eingesetzt
oder einsetzbar ist.
2. Beutelschmelzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aussparung (24C, 24D) strahlenförmig ist.
3. Beutelschmelzer nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch radial erstreckte, durch Abstandsspalte voneinander getrennte Kreissegmente, die zumindest an ihrem radialen
Außenrand zusammenhängen.
4. Beutelschmelzer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement gummielastisches Material umfasst.
5. Beutelschmelzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement im Wesentlichen formgleich mit der mindestens einen Aussparung
geformt ist.
6. Beutelschmelzer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Einführkonus (12C') an einer Einführmündung eines zylindrischen Aufnahmeraumes
(12) für einen aus dem Aufnahmeraum auspressbaren Arbeitsstoff (16).
1. Rearwardly reloadable bag melting system (10) comprising a cylindrical receiving space,
a discharge device, which can be moved axially within the receiving space, and a discharge-side
heating zone for melting off the solid working material, characterized by a discharge device in the form of a discharge piston (22) with a piston stripping
plate (24) of elastically compliant material with an axial upper side (24') and an
axial underside (24"), and with a radially outer stripper edge (24A), which in the
relaxed state runs continuously around the piston stripping plate, wherein at least
one clearance (24C, 24D) is provided in the piston stripping plate (24), introduced
into the axial upper side thereof and/or into the axial underside thereof and/or between
the axial upper side and underside thereof and allowing at least radial compression
of the piston stripping plate, and wherein at least one expandable restoring element
(25) is inserted or can be inserted into the clearance (24C, 24D).
2. Bag melting system according to Claim 1, characterized in that the at least one clearance (24C, 24D) is of a radially extending form.
3. Bag melting system according to Claim 1 or 2, characterized by radially extended segments of a circle which are separated from one another by spacing
gaps and are joined together at least at their radial outer edge.
4. Bag melting system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the restoring element comprises rubber-elastic material.
5. Bag melting system according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the restoring element is shaped in substantially the same form as the at least one
clearance.
6. Bag melting system according to one of Claims 1 to 5, characterized by a flared feed (12C') at a feed orifice of a cylindrical receiving space (12) for
a working material (16) that can be discharged from the receiving space.
1. Dispositif (10) pour faire fondre des sacs, rechargeable par l'arrière, présentant
une chambre cylindrique de réception,
un dispositif de sortie par poussée déplaçable axialement dans la chambre de réception
et
une zone de chauffage située du côté de la sortie par poussée et servant à faire fondre
la matière de travail solide
caractérisé par
un dispositif de sortie par poussée qui présente la forme d'un piston de sortie par
poussée (22) doté d'une plaque (24) de raclage de piston en matériau élastique, d'un
côté supérieur axial (24') et d'un côté inférieur axial (24'') ainsi que d'une arête
de raclage (24A) radialement extérieure qui entoure de manière fermée la plaque de
raclage lorsque le piston est en situation détendue,
au moins une découpe (24C, 24D) étant prévue dans la plaque (24) de raclage de piston
dans son côté supérieur axial et/ou son côté inférieur axial et/ou entre son côté
supérieur axial et son côté inférieur axial, la découpe permettant une compression
au moins radiale de la plaque de raclage de piston et
au moins un élément expansible de rappel (25) étant inséré ou pouvant être inséré
dans la découpe (24C, 24D).
2. Dispositif pour faire fondre des sacs selon la revendication 1, caractérisé en ce que la ou les découpes (24C, 24D) sont en forme de rayon.
3. Dispositif pour faire fondre des sacs selon les revendications 1 ou 2, caractérisé par des segments de cercle qui s'étendent radialement, séparés les uns des autres par
des interstices d'écartement et reliés les uns aux autres au moins sur leur bord extérieur
radial.
4. Dispositif pour faire fondre des sacs selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de rappel comprend un matériau élastique de type caoutchouc.
5. Dispositif pour faire fondre des sacs selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de rappel a essentiellement la même forme que la ou les découpes.
6. Dispositif pour faire fondre des sacs selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par un cône d'insertion (12C') prévu sur une embouchure d'insertion d'un espace cylindrique
de réception (12) pour un matériau de travail (16) qui peut être extrait de l'espace
de réception par poussée.