[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fitneßtraining mit zwei Flügeln,
die an den Enden eines langgestreckten Trägers mit gegenseitigem Abstand in einer
im wesentlichen gemeinsamen Ebene liegend montiert sind.
[0002] Beim klassischen Fitnesstraining wird einem Muskeltraining der gewünschten Körperpartien
stets auch ein Kardiovaskulärtraining vorgeschaltet, um den Organismus auf das Krafttraining
vorzubereiten und zu stärken. Dazu werden beispielsweise Laufbänder, Fahrradtrainer,
Rudergeräte, Crosstrainer, Stepper usw. eingesetzt.
[0003] Die verschiedenen aufeinanderfolgenden Trainingsarten bedeuten einen hohen Zeitaufwand,
gerade für das Training der vielbeachteten "Problemzonen", wie Bauch-, Oberschenkel-
und Gesäßmuskulatur ("Bauch, Bein, Po"). Beim herkömmlichen Kardiovaskulärtraining
werden von diesen Problemzonen vorwiegend die Beine angesprochen, alle anderen Zonen
müssen anschließend zeitaufwendig durch spezifisches Muskelgruppentraining gestärkt
bzw. gestrafft werden.
[0004] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit starren Flügeln ist aus der
WO 2006/058105 A1 bekannt. Die bekannte Vorrichtung ist ausschließlich handhaltbar und wird hinter
dem Kopf auf den Schultern abgestützt oder frei vor dem Bauch gehalten. Beide Varianten
erfordern eine willentliche Handhabung und Stabilisierung der Vorrichtung beim Schwingen,
welche von einem konzentrierten Training ablenkt; überdies verleitet die Vorrichtung
zu beliebigen, unkontrollierten Trainingsbewegungen, wodurch sie für ein effizientes
Problemzonentraining ungeeignet ist.
[0005] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Vorrichtung zum Fitnesstraining zu schaffen,
welche diese Nachteile überwindet und insbesondere ein effizienteres Problemzonentraining
ermöglicht. Dieses Ziel wird mit einer Vorrichtung der einleitend genannten Art erreicht,
die sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, daß der Träger mit einer Verankerungseinrichtung
zur Befestigung des Trägers etwa auf Schulterhöhe vor der Brust eines Benützers ausgestattet
ist.
[0006] Die Vorrichtung der Erfindung ermöglicht damit erstmals ein Kardiovaskulär- bzw.
Ausdauertraining, bei dem die Rumpfmuskulatur die dynamische Hauptarbeit leistet,
so daß dabei hauptsächlich genau jene Muskelgruppen trainiert werden, welche die genannten
Problemzonen betreffen. Der Benützer montiert den Träger in aufrechter Haltung vor
der Brust etwa auf oberer Brusthöhe, legt seine Hände von hinten an den Träger und
verdreht den Oberkörper gegenüber dem Unterkörper in rascher Folge abwechselnd nach
links und rechts, während die Beine mit leicht gebeugten Knien am Boden verbleiben.
Die Flügel erzeugen dabei einen geschwindigkeitsabhängigen Luftwiderstand und sorgen
für eine entsprechende Belastung der Torsionsbewegung des Rumpfes. Durch die Verankerung
vor der Brust erfordert die Vorrichtung keine bewußte Handhabung und Stabilisierung
mehr, welche vom eigentlichen Training ablenken würde, statt dessen kann sich der
Benutzer vollkommen auf die Torsionsbewegung des Oberkörpers konzentrieren. Die Torsionsbewegung
kann langandauernd, z.B. zu Musik, ausgeführt werden, was den Effekt eines Kardiovaskulär-
bzw. Ausdauertrainings hat. Durch die Torsionsbewegung werden die Bauch-, Hüft- und
untere Rückenmuskulatur beansprucht, während die leicht gebeugte Kniehaltung gleichzeitig
die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur trainiert. Im Ergebnis werden die Problemzonen
bereits beim Ausdauertraining effektiv mittrainiert, was zu einer großen Zeitersparnis
führt.
[0007] Das Training kann sowohl "indoor" als "outdoor" durchgeführt werden, und sogar im
Gehen ("walking"), wobei die rhythmische Oberkörperbewegung mit der Schrittbewegung
gegengleich (d.h. rechter Arm und linker Fuß; linker Arm und rechter Fuß) synchronisiert
werden kann. Hierbei wird die Gesäßmuskulatur besonders beansprucht.
[0008] Darüberhinaus führt die Befestigung der Trainingsvorrichtung vor der Brust in Verbindung
mit der rückseitigen Anlage der Hände am Träger zu einer natürlichen geraden Haltung
der Wirbelsäule, was in äußerst vorteilhafter Weise gleichzeitig zu einer Straffung
der Wirbelsäulenmuskulatur führt, insbesondere wenn der Benützer den Oberkörper etwas
vorneigt, und ein besonders wirbelsäulenschonendes Training gewährleistet.
[0009] Der Träger und die Flügel können entsprechend leichtgewichtig ausgeführt werden,
sodaß sie kein die Wirbelsäule belastendes Gewicht darstellen; einzig ihr Luftwiderstand
wirkt der Oberkörpertorsion entgegen. Die Geschwindigkeit der Torsionsbewegung ist
dabei dem Benutzer überlassen. Aufgrund des geringen Gewichts und der einfachen Konstruktion
der Vorrichtung kann das Training auch sehr gut von älteren Personen ausgeführt werden
und führt zu einer Kräftigung des aktiven Bewegungsapparats. Falls gewünscht, kann
das Training sogar im Sitzen oder kniend durchgeführt werden, wobei weiterhin alle
vorteilhaften Auswirkungen auf die Rumpfmuskulatur erzielt werden.
[0010] Die Verankerungseinrichtung zur Befestigung des Trägers vor der Brust kann an sich
beliebiger Art sein, beispielsweise in Form von auf die Schultern aufsteckbaren Bügeln,
einer mit dem Träger verbundenen Weste, usw. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird vorgesehen, daß die Verankerungseinrichtung durch einen oder mehrere
Gurte gebildet ist. Diese Variante ist kostengünstig zu fertigen und vom Benützer
einfach anzulegen.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zwei Gurte vorgesehen sind, welche über den Rücken
des Benützers gekreuzt und über die Brustseitenbereiche ungekreuzt verlaufen. Diese
Ausführung ist angenehm zu tragen und schränkt die Beweglichkeit in keiner Weise ein.
[0012] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die Flügeln aus
starrem Material gefertigt sein, bevorzugt aus Kunststoffplatten.
[0013] In einer alternativen, besonders vorteilhaften Ausführungform der Erfindung sind
die Flügeln durch Streben gebildet, die mit einer flexiblen Bespannung versehen sind.
Dies ergibt einen leichtgewichtigen, einfach zerlegbaren Aufbau.
[0014] Besonders günstig ist es dabei, wenn jeder Flügel zumindest zwei etwa parallele,
den Träger kreuzende Streben aufweist, auf deren auskragende Enden je eine Bespannungsbahn
aufgeschoben ist, bevorzugt mittels Endlaschen der Bespannungsbahn. Dies ermöglicht
ein einfaches Zerlegen der Vorrichtung für den Transport und einen raschen Zusammenbau
für das Training.
[0015] Ein weiteres bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der gegenseitige
Abstand der Streben veränderbar ist, besonders bevorzugt indem zumindest eine der
Streben in verschiedene Querbohrungen des Trägers wählbar einsteckbar ist. Dadurch
kann die Bespannung nicht nur in gestrafftem Zustand, sondern auch in einem geringfügig
gelockerten Zustand verwendet werden, wodurch beim Hin- und Herschwingen der Vorrichtung
auch die Bespannung entsprechend hin- und herschwingt, was zu einem zeitverzögerten
Einsetzen des Luftwiderstandes führt. Dadurch wird in der Umkehrphase der Torsionsbewegung,
in welcher ohnehin bereits eine Belastung der Muskulatur durch das Einleiten der Gegenbewegung
erfolgt, zunächst nur ein geringer Widerstand dem Benutzer dargeboten, was die Belastung
der Muskulatur während der Bewegung vergleichmäßigt.
[0016] Optional kann der Träger mittig mit einer Platte zur Anlage an der Brust eines Benützers
versehen sein, um eine Verdrehung des Trägers um seine Längserstreckungsachse während
des Trainings zu verhindern, wenn dies gewünscht ist.
[0017] Ferner ist es besonders günstig, wenn gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal der
Erfindung der Träger zumindest mittig gepolstert ist, um eine schonende Anlage des
Trägers im Brustbereich zu ermöglichen.
[0018] Zur Anpassung an verschiedene Benutzer ist es besonders günstig, wenn der Träger
in der Länge einstellbar ist, bevorzugt teleskopierend.
[0019] Zum einfachen Anlegen der Gurte und auch zur Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen
ist es zweckmäßig, wenn die Gurte längenverstellbar sind.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Variante der Erfindung sind die Flügel lösbar am
Träger montiert. Dies ermöglicht ein platzsparendes Zerlegen der Vorrichtung zur Aufbewahrung
und für den Transport.
[0021] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Träger stabförmig
und starr, bevorzugt in Steckteile zerlegbar. Diese Variante ist besonders einfach
und für das erörterte Torsionstraining gut geeignet.
[0022] Eine alternative Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der
Träger stabförmig ist und zwei Gelenke aufweist, die ein Verschwenken der Enden des
Trägers mitsamt den Flügeln zumindest zu den Schenkeln eines "U" gestatten. Mit dieser
Variante kann eine weitere Form von Training ausgeübt werden, bei welcher die Arme
in waagrecht ausgestreckter Haltung, oder mit waagrechtem Oberarm und senkrechtem
Unterarm, periodisch nach vorne und zur Seite bewegt werden können, um ein "Butterfly"-ähnliches
Training der Brust-, Schulter-, Oberarm- und oberen Rückenmuskulatur zu ermöglichen.
[0023] Dabei ist es besonders günstig, wenn die verschwenkbaren Enden gesondert in ihrer
Länge einstellbar sind, bevorzugt teleskopierend, um eine Anpassung an unterschiedliche
Körpergrößen zu ermöglichen.
[0024] Bei jeder der genannten Ausführungen ist es besonders vorteilhaft, wenn gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung jeder Flügel mit zumindest einer Halteschlaufe oder
einem bevorzugt drehbaren Griff versehen ist. Dadurch können die Flügel besser mit
den Händen ergriffen werden.
[0025] In einer zweckmäßigen Ausführungsform hat jeder Flügel eine Fläche von 0,25 - 2 m
2, bevorzugt 0,5 - 1 m
2, was sich in praktischen Versuchen als guter Kompromiß zwischen Handhabbarkeit und
ausreichendem Luftwiderstand ergeben hat.
[0026] Aus demselben Grund ist es besonders zweckmäßig, wenn der Träger im ausgestreckten
Zustand zwischen den Flügeln eine Länge von 0,5 - 2 m, bevorzugt 0,7 - 1 m, hat.
[0027] Wie bereits erwähnt, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung überaus leichtgewichtig
sein, z.B. aus Holz oder Leichtmetall, wie Aluminium. Besonders bevorzugt werden der
Träger und die Flügel aus Kunststoff gefertigt, was eine einfache und kostengünstige
Produktion ermöglicht.
[0028] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
die Fig. 1 und 2 eine erste Ausführungsform der Erfindung in der Verwendungsstellung
in der Vorderansicht bzw. Rückansicht;
die Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform der Erfindung in der Rückansicht bzw.
Draufsicht;
die Fig. 5 und 6 eine dritte Ausführungsform der Erfindung in der Rückansicht bzw.
Draufsicht; und
die Fig. 7 bis 9 eine vierte Ausführungsform der Erfindung in der Rückansicht (Fig.
7), der Draufsicht in einer ersten Betriebsstellung (Fig. 8) und der Draufsicht in
einer zweiten Betriebsstellung (Fig. 9).
[0029] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zum Fitnesstraining umfaßt einen
langgestreckten Träger 1, der an seinen beiden Enden 2, 3 jeweils einen starren Flügel
4, 5 trägt. Der Träger 1 ist im wesentlichen stabförmig und starr und erstreckt sich
im gezeigten Beispiel zwischen den Flügeln 4, 5 über eine Länge von 0,5 bis 1,5 m,
bevorzugt 0,7 bis 1 m. Die Flügel 4, 5 haben eine Fläche von jeweils 0,1 bis 1,5 m
2, bevorzugt 0,25 - 1,5 m
2, besonders bevorzugt 0,5 - 1 m
2, beispielsweise 60 cm x 90 cm.
[0030] Der Träger 1 und die Flügel 4, 5 sind aus leichtgewichtigem Material gefertigt. Beispielsweise
werden für den Träger 1 ein dünnwandiges Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von
etwa 5 cm und für die Flügel 4, 5 Kunststoffplatten, z.B. aus Polystyrol oder Hartschaum,
mit einer Dicke von ca. 2-3 mm oder mehr verwendet. Die Umrißform der Flügel 4, 5
ist im wesentlichen beliebig, z.B. rechteckig, quadratisch, kreisförmig, elliptisch,
flugzeugflügelförmig, sternförmig usw., da ihr Luftwiderstand im wesentlichen nur
von ihrer Flächenausdehnung abhängt. Die Flächenausdehnung sollte bevorzugt symmetrisch
um den Angriffspunkt der Enden 2, 3 liegen, um die Einleitung eines Kippmoments um
die Achse des Trägers 1 bei der Trainingsbewegung zu vermeiden.
[0031] Die Flügel 4, 5 können insbesondere auch bedruckt werden und z.B. als Werbeträger
dienen.
[0032] Zur schonenden Anlage des Trägers 1 an der Brust und auch zur Verhinderung einer
unbeabsichtigten Verdrehung des Trägers 1 um seine Längsachse kann der Träger 1 mit
einer Platte 6 (Fig. 3) ausgestattet sein, welche bevorzugt gepolstert ist.
[0033] Wenn anderseits gerade eine besonders universelle Einsetzbarkeit der Trainingsvorrichtung
gewünscht ist, kann alternativ die Platte 6 um die Längsachse des Trägers 1 drehbar
an diesem gelagert sein. Optional kann eine solche verdrehbare Lagerung der Platte
6 auch mit Arretiermitteln zur Verrastung der Platte in verschiedenen Drehstellungen
ausgestattet sein.
[0034] Zur Verankerung des Trägers 1 vor der Brust des Benützers dienen im gezeigten Beispiel
zwei Gurte 7, 8, welche über den Rücken des Benützers gekreuzt und über seine Brustseitenbereiche
gerade verlaufen. Die Gurte 7, 8 können mit Schließen und/oder Schnallen 9 zur Längenverstellung
ausgestattet sein.
[0035] Schließen sind entbehrlich, wenn die Schnallen 9 zur Längenverstellung auf den seitlichen
Brustbereichen des Benützers zu liegen kommen, da sie dort zum Festzurren des Trägers
1, nachdem der Benützer die Vorrichtung mit gelockerten Gurte 7, 8 übergestreift hat,
leicht ergriffen werden können.
[0036] Bevorzugt sind die über die Brustseitenbereiche verlaufenden Enden der Gurte 7, 8
weiter innen- bzw. näher zueinanderliegend am Träger 1 montiert als die über den Rücken
des Benutzers verlaufenden Enden der Gurte 7, 8.
[0037] Zum Training schnallt der Benützer den Träger 1 etwa auf Schulterhöhe vor die Brust,
legt seine Hände von hinten seitlich an den Träger 1 (siehe Fig. 1 und 2) und bewegt
den Oberkörper mit den Armen - unter Verwindung des Bauchbereiches - in rascher Folge
abwechselnd nach links und rechts (Torsionsbewegung), wobei der Luftwiderstand der
Flügel 4, 5 eine geschwindigkeitsabhängige Gegenkraft für die Torsionsbewegung bereitstellt.
[0038] Die Ausführungsform der Fig. 3 und 4 zeigt weitere optionale Details der Trainingsvorrichtung
(zur besseren Übersicht Gurte 7, 8 hier nicht dargestellt). So kann der Träger 1 in
der Länge einstellbar sein, beispielsweise indem seine Enden 2, 3 gegenüber seinem
Mittelabschnitt 11 teleskopieren. Mit Hilfe von Fixierelementen 12, z.B. Steckstiften,
Rasten, Druckknöpfen, usw. werden die Enden 2, 3 in der gewünschten Auszugsstellung
arretiert.
[0039] Wie in Fig. 4 gezeigt, sind die Flügel 4, 5 in endseitige Schlitze 14 der Enden 2,
3 eingeführt und dort mit Hilfe von Schrauben, Bolzen, Schweiß- oder Klebestellen,
Flügelschrauben 15 usw. festgelegt. Auf diese Weise kann auch eine lösbare Verbindung
zwischen den Flügeln 4, 5 und dem Träger 1 realisiert werden, um die Flügel zu Transport-
und Aufbewahrungszwecken abnehmen zu können, beispielsweise mittels Flügelmuttern
oder Flügelschrauben.
[0040] Die Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung der Erfindung
(zwecks Übersicht Gurte 7, 8 nicht gezeigt), bei welcher der Träger 1 zwei Gelenke
16 aufweist, mit deren Hilfe die Enden 2, 3 mitsamt den Flügeln 4, 5 zu den Schenkeln
eines "U" verschwenkt werden können (Pfeil 17), oder auch darüber hinaus.
[0041] Die verschwenkbaren Enden 2, 3 können ihrerseits in der Länge einstellbar sein, beispielsweise
durch entsprechende Unterteilung in teleskopierende Teile 2', 2" bzw. 3', 3", (Pfeile
18, 19). Der zwischen den Gelenken 16 liegende Mittelabschnitt des Trägers 1 ist wie
in den Fig. 3 und 4 teleskopierend ausgeführt, beispielsweise durch entsprechende
Unterteilung in drei teleskopierende Teile 11, 11' und 11" (Pfeile 20, 21). Die Teleskopverstellungen
sind jeweils durch entsprechende Fixierelemente 22 bis 25 arretierbar. Der Träger
1 ist hier mit einer Manschette 26 aus weichem Kunststoff gepolstert.
[0042] Der Träger 1 und/oder die Flügel 4, 5 sind mit Schlaufen oder Griffen 13 versehen,
welche beispielsweise mit ausgestreckten Armen so ergriffen werden, daß die Handrücken
von den Flügeln 4, 5 wegweisen. Optional können, wenn Griffe verwendet werden, diese
drehbar am Träger 1 oder den Flügeln 4, 5 gelagert sein.
[0043] Die Flügel 4, 5 sind ferner neben den Schlaufen 13 mit weiteren Schlaufen 27, 28
ausgestattet, welche zum Ergreifen mit vertikal nach oben abgewinkeltem Unterarm dienen:
Der Unterarm wird durch die untere Schlaufe 27 hindurchgeführt und die obere Schlaufe
28 mit der Hand ergriffen, wobei der Handrücken vom Flügel 4, 5 wegweist.
[0044] Mit Hilfe der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform kann zusätzlich zu
der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Verwendung auch ein Butterfly-artiges Oberkörpertraining
durchgeführt werden. Dazu werden die Arme nach Ergreifen der Flügel 4, 5 an den Schlaufen
13 bzw. 27 und 28 unter Überwindung des Luftwiderstandes der Flügel 4, 5 von einer
seitlich ausgestreckten waagrechten Position abwechselnd oder gleichzeitig vor und
zurück geschwenkt.
[0045] Die Fig. 7 bis 9 zeigen noch eine weitere Ausführungsform, welche sich durch besonders
geringes Gewicht, leichte Zerlegbarkeit und angenehmens Trainingsgefühl auszeichnet.
Jeder Flügel 4, 5 ist hier durch zwei parallele, den Träger 1 kreuzende Streben 29,
30 bzw. 31, 32 gebildet, an denen Bespannungsbahnen 33, 34 bzw. 35, 36, z.B. Kunststoffolien-
oder -gewebebahnen, befestigt sind. Die Bespannungsbahnen 34 - 36 haben beispielsweise
Endlaschen 37, welche auf die vom Träger 1 auskragenden Enden der Streben 29 - 32
aufgeschoben sind.
[0046] Der gegenseitige Abstand der Streben 29 - 32 ist veränderbar, beispielsweise indem
diese stufenlos oder rastbar gleitverschieblich am Träger 1 montiert oder - wie gezeigt
- wahlweise in verschiedene Querbohrungen 38 des Trägers 1 einsteckbar sind. Auf diese
Weise können die Bespannungsbahnen entweder straff (Fig. 8) oder geringfügig gelockert
bzw. lose (Fig. 9) montiert werden, so daß sie beim Schwingen des Trägers 1 entsprechend
mitschwingen können. Darüberhinaus kann damit auch - entsprechende Querbohrungen 38
vorausgesetzt - der Abstand der Flügel 4, 5 variiert werden.
[0047] Alternativ könnten die Streben 29 - 32 auch mit festem Abstand und die Bespannungsbahnen
33 - 36 mit verschiedenen Laschen bzw. Befestigungsmitteln zur Verankerung an den
Streben 29 - 32 versehen werden.
[0048] Die Ausführungsform der Fig. 7 - 9 mit flexibel bespannten Flügeln 4, 5 kann selbstverständlich
auch mit den in den Fig. 1 bis 6 gezeigten verschiedenen Varianten des Trägers 1 kombiniert
werden, z.B. mit einem gelenkigen Träger 1.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche
fallen.
1. Vorrichtung zum Fitneßtraining mit zwei Flügeln (4, 5), die an den Enden (2, 3) eines
langgestreckten Trägers (1) mit gegenseitigem Abstand in einer im wesentlichen gemeinsamen
Ebene liegend montiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) mit einer Verankerungseinrichtung (7, 8) zur Befestigung des Trägers
(1) etwa auf Schulterhöhe vor der Brust eines Benützers ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungseinrichtung (7, 8) durch einen oder mehrere Gurte gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Gurte (7, 8) vorgesehen sind, welche über den Rücken des Benützers gekreuzt
und über die Brustseitenbereiche ungekreuzt verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügeln (4, 5) aus starrem Material gefertigt sind, bevorzugt aus Kunststoffplatten.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügeln (4, 5) durch Streben (29 - 32) gebildet sind, die mit einer flexiblen
Bespannung (33 - 36) versehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Flügel (4, 5) zumindest zwei etwa parallele, den Träger (1) kreuzende Streben
(29 - 32) aufweist, auf deren auskragende Enden je eine Bespannungsbahn (33 - 36)
aufgeschoben ist, bevorzugt mittels Endlaschen (37) der Bespannungsbahn (33 - 36).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand der Streben (29 - 32) veränderbar ist, bevorzugt indem zumindest
eine der Streben (29 - 32) in verschiedene Querbohrungen (38) des Trägers (1) wählbar
einsteckbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) mittig mit einer Platte (6) zur Anlage an der Brust eines Benützers
versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) zumindest mittig gepolstert (6, 26) ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) in der Länge einstellbar ist, bevorzugt teleskopierend.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (4, 5) lösbar am Träger (1) montiert sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) stabförmig und starr ist, bevorzugt in Steckteile zerlegbar.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) stabförmig ist und zwei Gelenke (16) aufweist, die ein Verschwenken
der Enden (2, 3) des Trägers mitsamt den Flügeln (4, 5) zumindest zu den Schenkeln
eines "U" gestatten.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Enden (2, 3) gesondert in ihrer Länge einstellbar sind, bevorzugt
teleskopierend.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Flügel (4, 5) mit zumindest einer Halteschlaufe (13, 27, 28) oder einem bevorzugt
drehbaren Griff versehen ist.