[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.
[0002] In Biergärten, auf Volksfesten, in Festzelten oder bei anderen Veranstaltungen kommen
in üblicher Weise Bänke und Tische (nachstehend auch als Garnituren bezeichnet) zum
Einsatz, die u.a. zur Reduzierung des Transport- und/oder Lagervolumens mit einklappbaren
Füßen versehen und stapelbar sind. Nach Verwendung ist in der Regel eine Reinigung
derartiger Garnituren erforderlich, die (Reinigung) bisher manuell, beispielsweise
mit Wasser-Hochdruck-Strahlern durchgeführt wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage aufzuzeigen, mit der ein Sortieren von
Tischen und Bänken aus Garnituren maschinell in rationeller Weise möglich ist. Zur
Lösung dieser Aufgabe ist eine Anlage entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
[0004] Tische und Bänke im Sinne der Erfindung sind solche mit einklappbaren Füßen und dabei
insbesondere solche, wie sie in Biergärten, auf Volksfesten, in Festzelten oder bei
anderen ähnlichen Veranstaltungen Verwendung finden.
[0005] Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Anlage so ausgebildet, dass in ihr zusätzlich
zu den Tischen und Bänken auch noch andere stapelbare, in den Abmessungen normierte
Elemente gereinigt und/oder sortiert werden können, beispielsweise Bodenplatten oder
-elemente, wie sie z.B. in Bier- oder Festzelten Verwendung finden.
[0006] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder
in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der
Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0007] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in Seitenansicht eine Anlage zum Reinigen von verschmutzten aus Tischen und/oder Bänken
bestehender Garnituren und zum Sortieren der Tische und Bänke;
- Fig. 2
- die Anlage der Figur 1 in Stirnansicht;
- Fig. 3
- im Detail die Aufgabeposition oder -zone der Anlage der Figur 1, zusammen mit einem
an diese Zone bewegten Transportsystem.
[0008] Zur Vereinfachung der Erläuterung sind in den Figuren jeweils die drei senkrecht
zueinander verlaufenden Raumachsen, nämlich die X-Achse, die Y-Achse und Z-Achse angegeben,
von denen die X-Achse und Y-Achse die horizontalen Achsen und die Z-Achse die vertikale
Raumachse sind.
[0009] Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Anlage dient zum Reinigen von Tischen
und Bänken, wie sie z.B. in Biergärten, Bierzelten usw. verwendet werden, d.h. zum
Reinigen von sogenannten Garnituren, die z.B. jeweils aus wenigstens einem Tisch 2
und wenigstens zwei Bänken 3 bestehen. Weiterhin dient die Anlage zum Sortieren von
Bänken und Tischen und/oder zur Bildung von Bank/Tisch-Kombinationen.
[0010] Die Tische 2 und Bänke 3 werden für die Reinigung und/oder das Sortieren im zusammengeklappten
Zustand, d.h. mit gegen die Tischunterseite bzw. Bankunterseite geklappten Füßen in
horizontalen (in der XY-Ebene) Garnitur-Lagen auf Transportpaletten 4 gestapelt bereitgestellt,
und zwar beispielsweise in der Form, dass die Garnituren einen Stapel 5 mit zwei einander
unmittelbar benachbarten Einzelstapeln 5.1 und 5.2 bilden, in denen die Tische 2 und
Bänke 3 mit ihrer Längserstreckung jeweils in Transportpalettenlängsrichtung, d.h.
in der X-Achse orientiert sind. Die unterste Lage des Stapels 5 ist so gebildet, dass
die dortigen Tische 2 und/oder Bänke 3 mit an diesen vorgesehenen Abstandhaltern 6
auf der Oberseite der Transport- und Lagerpalette 4 aufliegt. Die darüber liegenden
Lagen des Stapels 5 sind dann von Tischen 2 und/oder Bänken 3 gebildet, die mit ihrer
Oberseite untenliegend, d.h. der Transport- und Lagerpalette 4 zugewandt angeordnet
sind.
[0011] Bei der Darstellung insbesondere auch in der Figur 2 wechseln die Lagen bestehend
aus Tischen 2 und Bänken 3 jeweils ab, wobei in jeder Lage zwei Tische 2 oder vier
Bänke 3 vorgesehen sind. Grundsätzlich können aber die Lagen im Stapel 5 auch anders
gebildet sein, z.B. bestehend aus einem Tisch 2 und zwei Bänken 3.
[0012] Die Anlage 1 ist bei der dargestellten Ausführungsform in drei Positionen oder Zonen
unterteilt, und zwar in
eine Aufgabezone 7, in der die zu reinigenden Tische 2 und Bänke 3 in der vorbeschriebenen
Weise als Stapel 5 auf der jeweiligen Transport- und Lagerpalette 4 bereitgestellt
werden,
in eine Waschzone 8, in der das Reinigen der Tische 2 und Bänke 3 erfolgt,
in eine Entnahmezone 9.1, an der die Tische 2 nach dem Reinigen auf einer Transport-und
Lagerpalette 4 als Stapel 5.1 abgelegt werden,
in eine Entnahmezone 9.2, an der die Bänke 3 nach dem Reinigen auf einer Transport-und
Lagerpalette 4 als Stapel 5.2 abgelegt werden, und
in eine Bereitstellungszone 10 zum Bereitstellen der Transport- und Lagerpalette 4.
[0013] Die Aufgabezone 7, die Waschzone 8, die Entnahmezonen 9.1 und 9.2 sowie die Bereitstellungszone
10 schließen bei der dargestellten Ausführungsform in Längsrichtung der Anlage 1,
d.h. in der X-Achse aneinander an.
[0014] Das Reinigen und Sortieren der Tische 2 und Bänke 3 erfolgt in der Form, dass mit
einem Greifer oder Greiferkopf 11.1 eines Transportsystems 11 von dem in der Aufgabezone
7 bereitstehenden Stapel 5 oder Teilstapel jeweils die oberste Garnitur-Lage bestehend
aus zwei Tischen 2 oder vier Bänken 3 erfasst, mit dem Transportsystem 11 an die Waschzone
8 transportiert und dort in einer Waschposition bzw. auf Abstützelemente 12 abgelegt
wird, und zwar derart, dass die gesamte Garnitur-Lage auch in der Waschzone 8 weiterhin
in der horizontalen Ebene bzw. XY-Ebene orientiert ist und sich über einer Auffangwanne
13 befindet. Der Greiferkopf 11.1 ist mit dem Transportsystem 11 in der X-Achse verfahrbar
sowie zugleich auch in der vertikalen Z-Achse anhebbar und absenkbar.
[0015] In der Waschzone 8 ist in Richtung der X-Achse verfahrbar ein Reinigungskopf 14 vorgesehen,
mit dem die Ober- und Unterseite der in der Waschzone 8 bzw. auf den dortigen Auflagen
12 abgelegten Tische 2 und/oder Bänke 3 einer jeden Garnitur-Lage gleichzeitig gereinigt
werden. Hierfür weist der verfahrbare Waschkopf 14 wenigstens zwei um eine horizontale
Achse, d.h. z.B. um die Y-Achse rotierend antreibbare Bürsten 15 und 16 auf, denen
jeweils wenigstens ein Spritzrohr 17 bzw. 18 mit einer Vielzahl von Düsen zugeordnet
ist, und zwar zum Ausbringen einer Reinigungsflüssigkeit in den Bereich der Bürsten
15 und 16 während des Reinigungsvorgangs. Der Waschkopf 14 ist weiterhin mit einem
Gebläse 19 ausgestattet, welches zum Trocknen der Tische 2 und/oder Bänke 3 nach dem
Waschen dient.
[0016] Im Detail erfolgt der Reinigungsprozess in der Form, dass nach dem Ablegen einer
Garnitur-Lage bestehend aus zwei Tischen 2 oder vier Bänken 3 in der Waschzone 8 zunächst
der Greiferkopf 11.1 nach oben bewegt wird. Der Waschkopf 14 befindet sich dabei in
einer Ausgangsstellung A seitlich von den Stirnseiten der in der Waschzone 8 abgelegten
Tischen 2 und/oder Bänken 3. Durch Aktivieren des Waschkopfes 14 wird dieser dann
durch einen motorischen Antrieb und bei umlaufend angetriebenen Bürsten 16 in Richtung
der in der Figur 1 mit B bezeichneten Umkehrposition bewegt, wobei über die Spritzrohre
17 und 18 beispielsweise zunächst eine leichte Lauge ausgebracht wird, mit der die
Tische 2 und/oder Bänke 3 dann an ihrer Ober- und Unterseite durch die Bürsten 15
und 16 behandelt werden. Hat der Waschkopf 14 die Position B an dem anderen stirnseitigen
Ende der Tische 2 und/oder Bänke 3 erreicht, wird die Vorschubbewegung des Waschkopfes
14 umgekehrt, d.h. dieser bewegt sich dann zurück in Richtung der Position A, wobei
bei weiterhin rotierend angetriebenen Bürsten 15 und 16 aus den Spritzrohren 17 und
18 beispielsweise Frischwasser ausgebracht wird. Hat der Waschkopf 14 die Position
A wieder erreicht, so erfolgt das Trocknen mittels des Gebläses 19. Hierfür wird der
Waschkopf 14 bei eingeschaltetem Gebläse 19 und bei vorzugsweise nicht rotierenden
Bürsten 15 und 16 wiederum in die Position B und aus dieser zurück in die Ausgangsposition
A bewegt. Selbstverständlich ist auch ein mehrmaliges Hin- und Herbewegen des Waschkopfes
während des eigentlichen Reinigungsvorganges und vor dem Trocknen möglich. Während
des Reinigungsvorgangs sind die Bürsten 15 und 16 bevorzugt gegenläufig angetrieben
um Krafteinwirkungen auf die Tische 2 und/oder Bänke 3 in Richtung der X-Achse während
zu vermeiden. Die aus den Spritzrohren 17 und 18 während des Reinigungsvorgangs ausgebrachten
Reinigungsflüssigkeiten werden in der Wanne 13 aufgefangen und zumindest teilweise
für den nächsten Reinigungsvorgang d.h. für die Reinigung der nächsten Garnitur-Lage
wieder verwendet.
[0017] Nach Abschluss des Reinigungsprozesses werden bei in der Ausgangsposition A befindlichem
Waschkopf 14 die in der Waschposition als Lagen angeordneten Tische 2 und/oder Bänke
3 von dem wieder abgesenkten Greiferkopf 11.1 erfasst, angehoben und mit dem Transportsystem
11 an die Entnahmezone 9.1 (für die Tische) bzw. an die Entnahmezone 9.2 (für die
Bänke) transportiert und dort als Lagen mit jeweils zwei Tischen 2 oder vier Bänken
3 auf die bereit stehende Transportpalette 4 oder eine Lage eines auf dieser Transportpalette
4 bereits gebildeten Teilstapels abgelegt.
[0018] Nach dem Ablegen einer jeden gereinigten Lage aus zwei Tischen 2 an der Entnahmezone
9.1 oder aus vier Bänken 3 an der Entnahmezone 9.1 wird der Greiferkopf 11.1 mit dem
Transportsystem 11 an die Aufgabezone 7 zurückbewegt, und zwar zur Abnahme einer weiteren
Lage aus zwei Tischen 2 oder vier Bänken 3 von dem dortigen Stapel 5 und zum Transport
dieser Lage an die Waschzone 8 bzw. die dortige Waschposition.
[0019] Die Anlage 1 besteht bei der dargestellten Ausführungsform u.a. aus einer Trag- oder
Rahmenkonstruktion 20 aus Stahlprofilen mit mehreren vertikalen Rahmenelementen 21
und mehreren horizontalen Rahmenelementen 22 und 23. An den in der X-Achse orientierten
horizontalen Rahmenelementen 22 ist ein Transportschlitten oder Transportelement 25
des Transportsystems 11 in Richtung der X-Achse durch einen Antrieb motorisch verfahrbar
geführt. Am Schlitten 25 sind zwei Walzen 26 um ihre in Richtung der X-Achse verlaufenden
Walzenachsen drehbar gelagert. Die Walzen 26 sind durch einen Antrieb 27 um ihre Achsen
gegenläufig antreibbar, und zwar zum Auf- und Abwickeln jeweils eines gurt- oder bahnförmigen
Tragelementes 28. An den Tragelementen 28 ist ein Rahmen 29 des Greifers 11.1 befestigt,
sodass der Rahmen 29 und damit der Greiferkopf 11.1 insgesamt durch Aufwickeln bzw.
Abwickeln der Tragelemente 28 auf bzw. von den Walzen 26 angehoben bzw. abgesenkt
wird. Wie insbesondere auch die Figur 2 zeigt, sind die Tragelemente 28 am Rahmen
29 derart befestigt, dass diese Tragelemente in jedem Zustand jeweils einen Winkel
miteinander einschließen, der sich in vertikaler Richtung nach oben öffnet. Hierdurch
wird die Stabilität der Lage des Greiferkopfes 11.1 wesentlich verbessert.
[0020] An den in Richtung der X-Achse beabstandeten Seiten des Rahmens 29 sind Klemmbacken
30 vorgesehen, und zwar derart, dass jede von dem Greiferkopf 11.1 erfasste Bank 3
an den Schmalseiten zumindest von einem Klemmbacken 30 gehalten ist und dem entsprechend
jeder von dem Greiferkopf 11.1 erfasste Tisch 2 an seinen Schmalseiten von wenigstens
zwei Klemmbacken 30 gehalten ist. Die Klemmbacken 30 sind jeweils durch einen Stellzylinder
31, beispielsweise Pneumatik-Zylinder zwischen einer geöffneten Stellung und einer
den jeweiligen Tisch 2 bzw. die jeweilige Bank 3 an ihren Schmalseiten einspannenden
Stellung bewegbar. Am Rahmen 29 sind weiterhin Führungselemente vorgesehen, die beim
Aufsetzen des Greiferkopfes 11.1 bzw. des Rahmens 29 auf eine Garnitur-Lage die ordnungsgemäße
Orientierung des Greiferkopfes 11.1 im Bezug auf diese Lage sicherstellen.
[0021] Die Anlage 1 dient also zum Waschen der aus den Tischen 2 und Bänken 3 bestehen Garnituren
sowie zum Ablegen und Stapeln der Tische 2 an der Entnahmezone 9.1 und der Bänke 3
an der Entnahmezone 9.2, sodass die Tische 2 und Bänke 3 sortiert für eine weitere
Verwendung zur Verfügung stehen. Die Bildung der Stapel 5.1 und 5.2 erfolgt insbesondere
so, dass zu Beginn jeweils eine Transportpalette 4 mit dem Transportsystem 11 aus
der Bereitstellungszone 10 an die betreffende Entnahmezone 9.1 bzw. 9.2 transportiert
wird.
[0022] Weiterhin ist es insbesondere auch unter Verwendung des Transportsystems 11 möglich,
aus den Stapeln 5.1 bzw. 5.2 beliebige gestapelte Kombinationen oder kombinierte Stapel
aus Tischen 2 und Bänken 3 zu bilden, beispielsweise wiederum Garnituren bestehend
aus Lagen mit zwei oder mehr als zwei Tischen 2 und weiteren Lagen bestehend aus den
zugehörigen Bänken 3, deren Anzahl in der jeweiligen Lage bevorzugt das Zweifache
der Anzahl der Tische in den die Tische 2 aufweisenden Lagen ist.
[0023] Wird die Bereitstellungszone 10 nicht für die Bereitstellung von Transportpaletten
4 genutzt, werden diese vielmehr seitlich von den Entnahmezonen 9.1 und 9.2 in anderer
Weise bereit gestellt, so kann die Zone 10 für die Bildung der kombinierten Stapel
aus Tischen 2 und Bänken 3 genutzt werden.
[0024] Zur Steuerung des das Transportelement 25 aufweisenden Transportsystems 11 ist u.a.
auch wenigstens eine opto-elektrische Sensoreinrichtung 32 vorzugsweise in Form einer
Kamera vorgesehen, die Bestandteil eines optischen Überwachungs- und Steuersystems
ist. Mit diesem System wird insbesondere auch überwacht, dass mit dem Transportsystem
11 bzw. mit dessen Greiferkopf 11.1 an der Aufgabezone 7 in jedem Arbeitsgang jeweils
nur entweder Tische 2 oder Bänke 3 von dem Stapel 5 abgenommen werden und die Tische
2 und Bänke 3 nach dem Reinigen an der zugehörigen Entnahmezone 9.1 bzw. 9.2 zur Bildung
der dortigen Stapel 5.1 bzw. 5.2 abgelegt werden. Diese Überwachung und Steuerung
ist wesentlich, da die Stapellagen im Stapel 5 nicht zwingend nur jeweils Tische 2
oder Bänke 3 aufweisen müssen, vielmehr auch Stapellagen möglich sind, die beispielsweise
einen Tisch und zwei Bänke enthalten. Derartige gemischte Lagen werden mit der Vorrichtung
1 dann beispielsweise in zwei Arbeitsschritten abgearbeitet, und zwar z.B. in der
Form, dass mit dem Greiferkopf 11.1 in einem ersten Arbeitsschritt z.B. der Tisch
2 erfasst und nach dem Reinigen an der Entnahmezone 11.1 abgesetzt wird. In dem nächstfolgenden
Arbeitsschritt werden die beiden Bänke 3 der gemischten Lage an der Aufgabezone 7
mit dem Greiferkopf 11.1 des Transportsystems 11 erfasst und nach dem Reinigen an
der Entnahmezone 9.2 abgesetzt.
[0025] Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass die Anlage 1 bei gemischten Lagen
im Stapel 5 so gesteuert wird, dass mit dem Transportsystem 11 jeweils auch eine gemischte
Lage insgesamt abgenommen und nach dem Reinigen der Tisch 2 an der Entnahmezone 9.1
durch entsprechende Ansteuerung der Greiferkopf 11.1 zur Bildung des Stapels 5.1 abgelegt
und nach Weiterbewegung des Transportsystems 11 an die Entnahmezone 9.2 dort die Bänke
3 zur Bildung des Stapels 5.2 abgelegt werden.
[0026] Die Anlage 1 ist bevorzugt auch für die Verwendung im freien Gelände zumindest in
der Weise bestimmt, dass sie an der Aufgabezone 7 und an den Entnahmezonen 9.1 und
9.2 zum Einbringen der Paletten 4 mit den zu reinigenden Tischen 2 und Bänken 3 bzw.
zur Entnahme der Paletten 4 mit den gereinigten Tischen 2 und Bänken 3 offen ist.
Soll die Anlage im Freien verwendet werden, so ist die Rahmenkonstruktion 20 oben
mit einem Dach 32 versehen.
[0027] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne das dadurch der der Erfindung
zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0028] So ist es beispielsweise möglich anstelle nur eines einzigen Transportsystems 11
mit einem Greiferkopf 11.1 zwei derartige Transportsysteme vorzusehen, und zwar in
der Weise, dass ein Transportsystem zum Transportieren der Tische 2 und Bänke 3 von
der Aufgabezone 7 an die Waschzone 8 und das andere Transportsystem zum Transport
der gewaschenen Tische 2 von der Waschzone 8 an die Entnahmezone 9.1 und zum Transport
der Bänke 3 von der Waschzone 8 an die Entnahmezone 9.2 verwendet wird.
[0029] Weiterhin wurde vorstehend davon ausgegangen, dass der Transport der Tische 2 und
Bänke 3 mit dem Transportsystem 11 in Tischlängsrichtung bzw. Banklängsrichtung erfolgt.
Selbstverständlich ist auch eine Ausbildung denkbar, in der der Transport in Tischquerrichtung
bzw. Bankquerrichtung erfolgt.
[0030] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass die Anlage 1 zum Reinigen und Sortieren
von Tischen 2 und Bänken 3 dient sowie ggs. auch zur Bildung von Tisch/Bank-Stapelkombinationen
mit nicht gemischten Lagen, die jeweils entweder nur Tische 2 oder Bänke 3 enthalten,
oder mit gemischten Lagen aus Tischen 2 und Bänken 3.
[0031] Sofern ein Reinigen der Tische 2 und Bänke 3 nicht erforderlich ist, kann die Anlage
auch ggs. unter Verzicht auf die Wasch- und Reinigungszone 8 für ein Sortieren von
Tischen 2 und Bänken 3 dienen, und zwar aus Stapeln 5, die die Tische 2 und Bänke
3 in Garnitur-Lagen enthalten, welche entweder ausschließlich Tische 2 oder Bänke
3 oder aber als gemischte Lagen wenigstens einen Tisch und mehrere Bänke enthalten.
[0032] Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, die Anlage 1 so auszubilden, dass in ihr
zusätzlich zu den Tischen 2 und Bänken 3 noch andere stapelbare, in den Abmessungen
normierte Elemente gereinigt und/oder sortiert werden können, beispielsweise Bodenplatten
oder -elemente, wie sie z.B. in Bier- oder Festzelten Verwendung finden. Um die Anlage
1 hierfür nutzen zu können, sind die einzelnen Zonen 7, 8, 9.1, 9.2 und ggs. 10 sowie
auch das Transportsystem 11, sofern erforderlich, an die Abmessungen dieser Elemente
angepasst.
[0033] Weiterhin wurde vorstehend davon ausgegangen, dass die für das Reinigen erforderliche
Relativbewegung zwischen dem Waschkopf 14 und der jeweiligen in der Reinigungsposition
befindlichen Garnitur-Lage durch Bewegen des Waschkopfes 14 relativ zu dieser Lage
erfolgt. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die jeweilige Lage beim Waschen
bzw. Reinigen relativ zu einem Waschkopf oder relativ zu dessen Funktionselemente
zu bewegen.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Anlage
- 2
- Tische
- 3
- Bänke
- 4
- Transportpalette
- 5
- Stapel
- 5.1, 5.2
- Einzelstapel
- 6
- Abstandhalter
- 7
- Aufgabezone
- 8
- Wasch- und Reinigungszone
- 9.1, 9.2
- Entnahmezone
- 10
- Bereitstellungszone für Transportpaletten 4
- 11.1
- Greifer oder Greiferkopf
- 11
- Transportsystem
- 12
- Auflagen
- 13
- Auffangwanne
- 14
- Waschkopf
- 15, 16
- Bürsten
- 17, 18
- Spritzrohre
- 19
- Gebläse
- 20
- Rahmenkonstruktion
- 21, 22, 23
- Rahmenelemente
- 25
- Schlitten
- 26
- Walze
- 27
- Antrieb
- 28
- Tragelement
- 29
- Rahmen
- 30
- Klemmbacken
- 31
- Stellzylinder
- 32
- opto-elektrisches Sensorelement
1. Anlage zum Sortieren von Tischen (2), Bänken (3) oder dergleichen Garnituren, gekennzeichnet durch eine Aufgabezone (7) zur Bereitstellung der Garnituren in Form eines aus mehreren
Garnitur-Lagen bestehen Stapels (5), durch ein Transportsystem (11) zum Abnehmen von Garnitur-Lagen oder Teil-Lagen an der Aufgabezone
(7) und zum Wegfördern der Garnitur-Lagen oder Garnitur-Teillagen aus der Aufgabezone
(7), wobei das Transportsystem (11) für ein sortiertes Ablegen der Tische (2) an einer
ersten Entnahmezone (9.1) und der Bänke (3) an einer zweiten Entnahmezone (9.2) ausgebildet
ist, und zwar zur Bildung von jeweils nur aus Tischen (2) oder Bänken (3) bestehenden
Stapeln (5.1, 5.2) an der ersten bzw. zweiten Entnahmezone.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage Bestandteil einer Reinigungsanlage mit wenigstens einer Waschzone (8)
ist.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschzone (8) in Transportrichtung des Transportsystems (11) zwischen der Aufgabezone
(7) und einer der wenigstens zwei Entnahmezonen (9.1, 9.2) vorgesehen ist.
4. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (11) oder ein Greiferkopf (11.1) zur Abnahme jeweils einer Garnitur-Lage
oder Garnitur-Teillage des an der Aufgabezone (7) gebildeten Stapels (5) sowie zur
Ablage dieser Lage an der zugehörigen Entnahmezone (9.1, 9.2) ausgebildet ist.
5. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Greiferkopf (11.1) des Transportsystems Greifer- oder Klemmelemente (30) aufweist,
und zwar zum Greifen und/oder Klemmen jeweils einer Garnitur an einer Schmalseite.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer- und/oder Klemmelemente (30) am Greiferkopf (11.1) individuell steuerbar
sind.
7. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (11) von einem laufkatzenartigen, den Greiferkopf (11.1) aufweisenden
Transportelement (25) gebildet ist.
8. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportsystem (11) von einem an einem Anlagen- oder Vorrichtungsrahmen (20)
in Transportrichtung (X-Achse) verfahrbaren Schlitten (25) mit einer den wenigstes
einen Greiferkopf aufweisenden Hubeinrichtung (26, 27, 28, 29) gebildet ist.
9. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ihre Ausbildung zum Sortieren und/oder Reinigen von Bodenplatten oder Bodenelementen,
z.B. von Bodenplatten oder Bodenelementen von Bier- oder Festzelten.