[0001] Die Erfindung betrifft eine Zusatzvorrichtung für Ultraschallreinigungsgeräte.
[0002] Bei der Verwendung von Ultraschallreinigungsgeräten wird eine möglichst gleichmäßige
Beschallung aller sich im Reinigungsbad befindenden Gegenstände angestrebt.
[0003] Die
DE 401 999 6 zeigt eine Vorrichtung zum Ultraschallreinigen mit einer Einrichtung zum Bewegen
innerhalb eines mit Wasser gefüllten Reinigungstanks, um das Füllgut einem Maximum
an Schwingungsenergie auszusetzen. Dazu wird die Einrichtung mit einem Motor um ihre
Symmetrieachse gedreht oder die Reinigungsflüssigkeit wird durch den Einsatz einer
Pumpe in wirbelartige Bewegungen gebracht.
[0004] Das Füllgut ist dabei durch die Bewegungen einzelner Gegenstände untereinander und
insbesondere auch im wandbereich der Einrichtung hohen Reibungskräften ausgesetzt,
die unbeabsichtigte Beeinträchtigungen wie Verschleiß oder Oberflächenschädigungen
der Gegenstände verursachen können.
[0005] Es ergibt sich die Aufgabe eine Vorrichtung zur Nachrüstung für Ultraschallreinigungsbäder
zu entwickeln, die das Füllgut schonend und zugleich effektiv im Reinigungsbad bewegt,
um eine optimal gleichmäßige Beschallung aller Gegenstände des Füllgutes zu erreichen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, sowie durch eine Ultraschallbehandlungseinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich mit den Merkmalen der Unteransprüche.
[0007] Es wird eine Zusatzvorrichtung für eine Wanne eines Ultraschallgerätes vorgeschlagen,
wobei die Zusatzvorrichtung einen Korb zum Eintauchen in die Wanne, eine Antriebseinheit
zum Bewegen des Korbes und ein Übertragungselement zur Übertragung der von der Antriebseinheit
erzeugten Bewegungen auf den Korb umfasst und dem in die Wanne eingetauchten Korb
über das mit der Antriebseinheit verbundene Übertragungselement translatorisch alternierende
Bewegungsimpulse oder oszillierende Rotationsbewegungen zuführbar sind. Mit dieser
Anordnung wird eine schonende und gleichmäßige Durchmischung aller Einzelgegenstände
des in das Ultraschallreinigungsbad eingetauchten Füllgutes erreicht. Auch in spezielle
Gefäße eingefüllte flüssige Proben können zusätzlich zu der Beaufschlagung mit Ultraschallschwingungen
innerhalb der Wanne bewegt werden. Ausgehend von der Art der Gefäße und der Beschaffenheit
und Menge von Proben können für eine optimale Durchmischung entweder translatorisch
alternierende Bewegungsimpulse oder oszillierende Rotationsbewegungen oder beide Bewegungsmodi
zugeführt werden.
[0008] Da das Übertragungselement lösbar mit dem Korb verbunden sein kann ist ein schnelles
und einfaches Einsetzen und Herausnehmen des Korbes aus der Wanne sowie eine schnelle
Koppelung und Entkoppelung des Korbes mit der Antriebseinheit möglich.
[0009] Um für eine Zuführung von translatorisch alternierenden Bewegungsimpulsen eine stabile
Führung des Korbes zu erreichen, kann der Korb am Randbereich der Wanne mit Rollen
zwangsgeführt sein.
[0010] In Abhängigkeit von Art und Beschaffenheit des Füllgutes können Weglänge und Geschwindigkeit
der translatorisch alternierenden Bewegungsimpulse an der Antriebseinheit einstellbar
sein, um eine optimale Reinigung oder ein bestmögliches Durchmischungsergebnis für
das jeweilige Füllgut zu erzielen.
[0011] Vorzugsweise kann die Antriebseinheit für die Zuführung von translatorisch alternierenden
Bewegungsimpulsen zur vorteilhaften Bildung einer Einheit aus Ultraschallgerät und
Zusatzvorrichtung an einer Seite des Ultraschallgerätes montiert sein.
[0012] Um einen nahezu verschleißfreien Einsatz der Zusatzeinrichtung für eine Zuführung
von oszillierenden Rotationsbewegungen zu realisieren, kann der Korb an einer Aufhängung
derart angeordnet sein, dass keine Berührung mit der Wanne entsteht.
[0013] Für die Auswahl optimaler Betriebsparameter zur Behandlung des jeweiligen Füllgutes
können Frequenz, Amplitude und Rotationsgeschwindigkeit der oszillierenden Rotationsbewegungen
an der Antriebseinheit einstellbar sein.
[0014] Um auch für die Zuführung oszillierender Rotationsbewegungen eine vorteilhafte Einheit
aus Ultraschallgerät und Zusatzvorrichtung zu realisieren, kann die Antriebseinheit
mit einer für das Ultraschallgerät vorgesehenen Stellfläche unterhalb desselben angeordnet
sein, wobei die oszillierenden Rotationsbewegungen über die Aufhängung zugeführt werden
können.
[0015] Als Einheit von Ultraschallgerät und erfindungsgemäßer Zusatzvorrichtung wird eine
Ultraschallbehandlungseinrichtung vorgeschlagen, umfassend ein Ultraschallgerät mit
einer Wanne zum Einfüllen einer Reinigungsflüssigkeit sowie eine Ultraschallquelle
und eine Zusatzvorrichtung mit einem Korb zum Eintauchen in die Wanne, einer Antriebseinheit
zum Bewegen des Korbes und einem Übertragungselement zur Übertragung der von der Antriebseinheit
erzeugten Bewegungen auf den Korb, wobei dem in die Wanne des Ultraschallgerätes eingetauchten
Korb über das mit der Antriebseinheit verbundene Übertragungselement translatorisch
alternierende Bewegungsimpulse und/oder oszillierende Rotationsbewegungen zuführbar
sind.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren 1 und 2
erklärt.
[0017] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Ultraschallbehandlungseinrichtung mit einem Ultraschallgerät und
einer erfindungsgemäßen Zusatzvorrichtung für die Zuführung von translatorisch alternierenden
Bewegungsimpulsen und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine Ultraschallbehandlungseinrichtung mit einem Ultraschallgerät
und einer erfindungsgemäßen Zusatzvorrichtung für die Zuführung von oszillierenden
Rotationsbewegungen.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Ultraschallbehandlungseinrichtung mit einem Ultraschallgerät
3 und einer erfindungsgemäßen Zusatzvorrichtung für die Zuführung von translatorisch
alternierenden Bewegungsimpulsen.
[0019] Auf dem oberen Randbereich einer Wanne 4 des Ultraschallgerätes 3 ist ein Korb 1
angeordnet, der am Randbereich der Wanne 4 mit Rollen zwangsgeführt in die Wanne 4
eingetaucht ist. Der Korb 1 ist über ein Übertragungselement 5 mit einer Antriebseinheit
2 verbunden, an der ein Bedienelement 6 angeordnet ist.
[0020] Für ein schnelles und einfaches Einsetzen und Herausnehmen des Korbes 1 ist dieser
lösbar über das Übertragungselement 5 mit der Antriebseinheit 2 verbunden.
[0021] Durch Betätigung des Bedienelementes 6 werden dem in der Wanne 4 des Ultraschallgerätes
3 eintauchten Korb 1 translatorisch alternierende Bewegungen zugeführt, wobei Weglänge
und Geschwindigkeit der Bewegungsimpulse einstellbar sind.
[0022] Um eine Einheit von Ultraschallgerät 3 und Zusatzvorrichtung herzustellen, ist die
Zusatzvorrichtung für die Zuführung von translatorisch alternierenden Bewegungsimpulsen
an einer Seite des Ultraschallgerätes 3 montiert.
[0023] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Ultraschallbehandlungseinrichtung mit einem
Ultraschallgerät 3' und einer erfindungsgemäßen Zusatzvorrichtung für die Zuführung
von oszillierenden Rotationsbewegungen.
[0024] In eine Wanne 4' des Ultraschallgerätes 3' ist ein Korb 1' eingelassen, der über
eine Aufhängung 7' und ein Übertragungselement 5' mit einer Antriebseinheit 2' verbunden
ist. An der Antriebeinheit 2' befindet sich ein Bedienelement 6'.
[0025] Der Korb 1' ist so dimensioniert und derart in die Wanne 4' des Ultraschallgerätes
3' eingelassen, dass keine Berührung mit der Wanne 4' entsteht. Zusätzlich ist der
Korb 1' lösbar mit der Aufhängung 7' verbunden und die Aufhängung 7' ist ebenfalls
lösbar mit dem Übertragungselement 5' verbunden.
[0026] Bei Betätigung des Bedienelementes 6' werden dem Korb 1' über das Übertragungselement
5' und die Aufhängung 7' oszillierende Rotationsbewegungen zugeführt, wobei Frequenz,
Amplitude und Rotationsgeschwindigkeit an der Antriebseinheit 2' einstellbar sind.
[0027] Zur Bildung einer Einheit von Ultraschallgerät und Zusatzvorrichtung für die Zuführung
von oszillierenden Rotationsbewegungen ist die Antriebseinheit 2' unterhalb der Ultraschallgerätes
3' angeordnet und weist eine Stellfläche für das Ultraschallgerätes 3' auf.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1, 1'
- Korb
- 2, 2'
- Antriebseinheit
- 3, 3'
- Ultraschallreinigungsgerät
- 4, 4'
- Wanne
- 5, 5'
- Übertragungselement
- 6, 6'
- Bedienelement
- 11. 7'
- Aufhängung
1. Zusatzvorrichtung für eine Wanne (4, 4') eines Ultraschallgerätes (3, 3'), die Zusatzvorrichtung
umfassend einen Korb (1, 1') zum Eintauchen in die Wanne (4, 4'), eine Antriebseinheit
(2, 2') zum Bewegen des Korbes (1, 1') und ein Übertragungselement (5, 5') zur Übertragung
der von der Antriebseinheit (2, 2') erzeugten Bewegungen auf den Korb (1, 1'), wobei
dem in die Wanne (4, 4') eingetauchten Korb (1, 1') über das mit der Antriebseinheit
(2, 2') verbundene Übertragungselement (5, 5') translatorisch alternierende Bewegungsimpulse
und/oder oszillierende Rotationsbewegungen zuführbar sind.
2. Zusatzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (5, 5') lösbar mit dem Korb verbunden ist.
3. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Korb (1) für eine Zuführung von translatorisch alternierenden Bewegungsimpulsen
am Randbereich der Wanne (4) mit Rollen zwangsgeführt ist.
4. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Weglänge und Geschwindigkeit der translatorisch alternierenden Bewegungsimpulse an
der Antriebseinheit (2) einstellbar sind.
5. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (2) für die Zuführung von translatorisch alternierenden Bewegungsimpulsen
an einer Seite des Ultraschallgerätes (3) montiert ist.
6. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Korb (1') für eine Zuführung von oszillierenden Rotationsbewegungen an einer
Aufhängung (7') derart angeordnet ist, dass keine Berührung mit der Wanne (4') entsteht.
7. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Frequenz, Amplitude und Rotationsgeschwindigkeit der oszillierenden Rotationsbewegungen
an der Antriebseinheit (2') einstellbar sind.
8. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierenden Rotationsbewegungen von einer unterhalb des Ultraschallgerätes
(3') angeordneten Antriebseinheit (2') über die Aufhängung (7') zugeführt sind.
9. Zusatzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer unterhalb des Ultraschallgerätes (3') angeordneten Antriebseinheit (2')
eine Stellfläche für das Ultraschallgerät (3') vorgesehen ist.
10. Ultraschallbehandlungseinrichtung, umfassend ein Ultraschallgerät (3, 3') mit einer
Wanne (4, 4') zum Einfüllen einer Reinigungsflüssigkeit sowie eine Ultraschallquelle
und eine Zusatzvorrichtung mit einem Korb (1, 1') zum Eintauchen in die Wanne (4,
4'), einer Antriebseinheit (2, 2') zum Bewegen des Korbes (4, 4') und einem Übertragungselement
(5, 5') zur Übertragung der von der Antriebseinheit (2, 2') erzeugten Bewegungen auf
den Korb (1, 1'), wobei dem in die Wanne (4, 4') des Ultraschallgerätes (3, 3') eingetauchten
Korb (1, 1') über das mit der Antriebseinheit (2, 2') verbundene Übertragungselement
(5, 5') translatorisch alternierende Bewegungsimpulse und/oder oszillierende Rotationsbewegungen
zuführbar sind.