| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 228 173 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.09.2014 Patentblatt 2014/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.03.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Polier- oder Schleifvorrichtung mit einem Druckluftantrieb
Polishing or grinding device with a pneumatic drive
Dispositif de polissage ou d'affilage avec un actionnement par air comprimé
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
14.03.2009 DE 102009013263
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
15.09.2010 Patentblatt 2010/37 |
| (73) |
Patentinhaber: Kochanski, Boris, Dipl.-Ing. |
|
45356 Essen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Kochanski, Boris, Dipl.-Ing.
45356 Essen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lelgemann, Karl-Heinz |
|
Patentanwälte Spalthoff und Lelgemann
Huyssenallee 70/72 45128 Essen 45128 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 691 181 DE-B- 1 195 632 DE-U1-202006 011 778 JP-A- 2001 293 664 US-A- 3 760 447
|
EP-A2- 0 050 233 DE-U1- 20 217 188 DE-U1-202009 007 103 NL-A- 7 601 835 US-A- 5 218 790
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Poliervorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Um den Poliervorgang zu optimieren und insbesondere, um die dabei entstehende Reibungs-
bzw. Abwärme zu beseitigen, ist es bekannt, Kühlluft einzusetzen. Eine entsprechende
Poliervorrichtung ist in der
EP 0 691 181 A1 gezeigt. Bei dieser bekannten Poliervorrichtung ist bereits ein Druckluftantrieb
vorgesehen. Der der Poliervorrichtung zugeführte Druckluftstrom wird stromauf des
Druckluftantriebs aufgeteilt. Ein Teil dieses Druckluftstroms treibt den Druckluftantrieb
der Poliervorrichtung an, während der andere Teil des Druckluftstroms als Kühlluft
der Bearbeitungsfläche bzw. der Kontaktfläche zwischen einer Polierscheibe der Poliervorrichtung
und der zu behandelnden lackierten Oberfläche zugeführt wird. Diese bekannte Poliervorrichtung
hat einen vergleichsweise komplizierten technisch-konstruktiven Aufbau und darüber
hinaus einen vergleichsweise hohen Druckluft- und Energieverbrauch.
[0003] Aus der
US 3 760 447 A ist eine Poliervorrichtung bekannt, die zum Polieren lackierter Oberflächen eingesetzt
werden kann. Zu dieser Poliervorrichtung gehört ein zentrisch rotierbares eigentliches
Polierteil, welches in einem Ausführungsbeispiel als scheibenförmige Bürste ausgebildet
ist. Dieses Polierteil ist mit seiner Unterfläche in Anlage an die zu polierende Oberfläche
bringbar. Zu der Poliervorrichtung gehört ein Druckluftantrieb, mittels dem das Polierteil
bzw. die Bürste rotierbar ist. Die Antriebsdruckluft, mittels der der Druckluftantrieb
betrieben wird, wird von der Außenseite des Druckluftantriebs zum Polierteil bzw.
zur Bürste geleitet.
[0004] Die
US 5 218 790 A und die
NL 7 601 835 A zeigen jeweils Schleifvorrichtungen, bei denen im eigentlichen Schleifglied Absaugkanäle
ausgebildet sind, mittels denen beim Schleifvorgang anfallende Teilchen aus dem Bereich
der zu schleifenden Fläche abgesaugt werden sollen. Dies geschieht mit Hilfe von einer
innerhalb der jeweiligen Schleifvorrichtung ausgebildeten Saug- bzw. Unterdruckvorrichtung,
durch die eine Luftströmung erzeugt wird, mittels der die vorstehend erwähnten Teilchen
in das Geräteinnere bewegt werden.
[0005] Aus der
EP 0 050 233 A2 ist eine Diamantschleifscheibe für die Steinbearbeitung bekannt, die Bestandteil
einer Schleifvorrichtung bzw. Schleifmaschine ist.
[0006] Die
JP 2001 293664 A zeigt eine Poliervorrichtung, bei der im eigentlichen Polierkissen keine in Radialrichtung
zum Außenumfang verlaufende Luftkanäle vorgesehen sind. Die Luftkanäle sind an der
Rückseite des eigentlichen Polierteils angeordnet und in dessen Trägerscheibe ausgebildet.
An der Polierfläche sind keinerlei Luftkanäle vorgesehen, die zum Außenumfang des
eigentlichen Polierteils führen. Darüber hinaus wird bei dieser bekannten Poliervorrichtung
keine Antriebsdruckluft eingesetzt.
[0007] Aus der
DE 20 2006 011 778 U1 ist ein Polierschwamm bekannt, in dessen Polierfläche Einkerbungen ausgebildet sind.
Diese Einkerbungen enden innerhalb des Polierschwamms und reichen nicht bis zum Außenumfang
desselben.
[0008] Aus der
DE 11 95 632 B ist eine Einrichtung zur Förderung und Verteilung des Bearbeitungsmittels für ein
Werkzeug zum Bearbeiten eines Glasbandes bekannt, welche auch zu Polierzwecken eingesetzt
werden kann. Hierbei wird mit einem ringförmigen Filzbelag auf eine zu bearbeitende
Fläche eingewirkt. An der Unterseite des Filzbelags sind Schlitze ausgebildet. Diese
Schlitze dienen der Verteilung eines Poliermittelgemisches auf der Bearbeitungsfläche.
Keiner dieser Schlitze führt vom Zentralbereich des Filzbelags zu dessen Außenumfang.
Vielmehr sind radial innere Schlitze vorgesehen, die von einem zentralen Bereich radial
auswärts führen, jedoch an ihren radial äußeren Enden - innerhalb des Filzbelags -
geschlossen sind. Radial äußere Schlitze sind versetzt zu den radial inneren Schlitzen
im Filzbelag ausgebildet. Die radial inneren Enden dieser Schlitze bzw. Einschnitte
enden ebenfalls innerhalb des Filzbelags.
[0009] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik gemäß der
EP 0 691 181 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer derartigen Poliervorrichtung
eine verbesserte Kühlwirkung an der zu polierenden Oberfläche zu realisieren.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß wird die den Druckluftantrieb beaufschlagende Antriebsdruckluft nach
ihrer mit einer erheblichen Abkühlung einhergehenden Entspannung im Druckluftantrieb
noch einmal als Kühlluft an der Berührungsfläche zwischen dem Polierkissen und der
zu behandelnden Oberfläche genutzt. Mittels der Kühlluft wird gezielt an der aktuellen
Bearbeitungsfläche ein optimaler Abtransport der dort entstehenden Wärmeenergie gewährleistet,
wobei darüber hinaus ein beschleunigter Abtransport der Lösungsmittel aus dem frischen
Lack gesichert werden kann. Die gesamte Poliervorrichtung zugeführte Druckluft wird
sowohl als Antriebsdruckluft als auch als Kühlluft eingesetzt. Der Wirkungsgrad der
erfindungsgemäßen Poliervorrichtung ist im Vergleich zu aus dem Stand der Technik
bekannten derartigen Vorrichtung erheblich erhöht.
[0012] Die Antriebsdruckluft, nachdem sie den Druckluftantrieb durchströmt hat, entspannt
und damit abgekühlt wurde, kann mit geringen technisch-konstruktiven Mitteln zum Polierkissen
geleitet werden.
[0013] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 2 kann die an der Unterfläche des
Polierkissens strömende Luft in optimaler Weise ihre Wirkung als Kühlluft entfalten.
[0014] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 3 kann die Unterfläche des Polierkissens
ungestört und vollflächig ausgestaltet sein, mit den daraus resultierenden Vorteilen
für den Poliervorgang.
[0015] Bei einer Poliervorrichtung gemäß den Patentansprüchen 4 und 5 ergeben sich Vorteile
und Erleichterungen bei der Bedienung. Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch
6 wird der Druckluftantrieb als solcher bereits mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad
ausgestaltet.
[0016] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 7 wird die Nutzung der die Gleichdruckturbine
beaufschlagenden Antriebsdruckluft als Kühlluft in konstruktiv-technisch wenig aufwendiger
Weise möglich gemacht.
[0017] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 8 kann die Abkühlung der den Druckluft-antrieb
verlassenden Antriebsdruckluft erhöht werden.
[0018] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 9 kann für das Polierkissen ein
optimaler Drehzahlbereich zur Verfügung gestellt werden.
[0019] Bei einer Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch 10 wird ein Abwürgen des Druckluftantriebs
der Poliervorrichtung in jedem Fall zuverlässig vermieden, sofern der Anpressdruck
der Poliervorrichtung auf die Bearbeitungsfläche nicht den für eine fachmännische
Bearbeitung zulässigen Wert übersteigt.
[0020] Je nach Anforderungsprofil kann die erfindungsgemäße Poliervorrichtung gemäß Patentanspruch
11 oder 12 gestaltet sein. Bei einer Ausgestaltung des Schaufelgitters als Turbine
bzw. als Verdichter kann das Druckniveau unmittelbar stromab des Druckluftantriebs
beeinflusst werden. Somit ist es möglich, den thermodynamischen Gesamtwirkungsgrad
der Poliervorrichtung und somit der Kühlleistung positiv zu beeinflussen.
[0021] Die praktische Anwendbarkeit der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung wird durch die
Merkmale des Patentanspruchs 13 weiter erhöht.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Poliervorrichtung;
- Figur 2
- eine Unteransicht eines Polierkissens der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Poliervorrichtung; und
- Figur 3
- eine Prinzipdarstellung eines Druckluftantriebs der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung.
[0024] Eine im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 3 erläuterte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Poliervorrichtung 1 dient dazu, lackierte Oberflächen, z.B. von Fahrzeugkarosserieteilen,
zu polieren.
[0025] Hierzu hat die Poliervorrichtung 1 ein Polierkissen 2, welches in der dargestellten
Ausführungsform kreisförmig ausgebildet ist. Das Polierkissen 2 wird mit seiner Unterfläche
3 in Anlage an die zu polierende Oberfläche gebracht und in eine Rotationsbewegung
versetzt, so dass die Unterfläche 3 auf der zu polierenden Oberfläche mit einer vergleichsweise
hohen Drehgeschwindigkeit rotiert.
[0026] Zur Erzeugung der Rotationsbewegung dient ein Druckluftantrieb 4, dessen Antriebsenergie
mittels einer Antriebswelle 5 zum Polierkissen 2 übertragen wird.
[0027] Hierzu ist am druckluftantriebsfernen Ende der Antriebswelle 5 ein Halteteller 6
in geeigneter Weise drehfest angebracht, an dem seinerseits das Polierkissen 2 fixiert
ist.
[0028] Zur Poliervorrichtung 1 gehört des Weiteren ein Handgriff 7, durch den hindurch Antriebsdruckluft
8 zum Druckluftantrieb 4 geführt wird. Zur Regelung des Massenstroms der Antriebsdruckluft
8 ist im Handgriff 7 ein in den Figuren nicht gezeigtes Drosselventil vorgesehen,
welches mittels einer am Handgriff 7 angelenkten Handhabe 9 verstellbar ist.
[0029] Die Antriebsdruckluft 8 wird durch einen in einem Gehäuse 10 der Poliervorrichtung
1 bzw. des Druckluftantriebs 4 vorgesehenen Druckluftkanal 11 zum Druckluftantrieb
4 geführt, der im dargestellten Ausführungsbeispiel als Gleichdruckturbine 4 ausgebildet
ist.
[0030] Aus dem Druckluftkanal 11 wird die Antriebsdruckluft 8 zunächst über Schaufelräder
12 eines Turbinenrotors 13 der Gleichstromturbine 4 geführt, tritt dann in eine im
Gehäuse des Druckluftantriebs 4 bzw. der Gleichdruckturbine 4 angeordnete Umkehrkammer
14 ein und wird dann, wie am besten aus Figur 3 hervorgeht, erneut über die Schaufelräder
12 des Turbinenrotors 13 geführt. Danach tritt die Antriebsdruckluft 8 in einen in
der Gleichdruckturbine ausgebildeten Zwischenraum 15 ein und wird von dort in einen
Hohlkanal 16 eingeleitet, der in der Antriebswelle 5 ausgebildet ist, die die Antriebsverbindung
zwischen der Gleichstromturbine 4 einerseits und dem Polierkissen 2 andererseits herstellt.
Zwischen der Gleichstromturbine 4 und der mit dem Hohlkanal 16 versehenen Antriebswelle
5 ist ein drehzahlreduzierendes Getriebe 17 angeordnet.
[0031] Der den gleichdruckturbinenseitigen Zwischenraum 15 mit einem mittig im Polierkissen
2 ausgebildeten Hohlraum 18 verbindende Hohlkanal 16 der Antriebswelle 5 bildet mit
dem Zwischenraum 15 und dem Hohlraum 18 eine Druckluftleitvorrichtung 15, 16, 18,
mittels der die Antriebsdruckluft 8, nachdem sie den Druckluftantrieb bzw. die Gleichdruckturbine
4 der Poliervorrichtung angetrieben hat, zum Polierkissen 2 geführt wird.
[0032] Wie sich am besten aus Figur 2 ergibt, ist das Polierkissen 2 mit vom Hohlraum 18
sich zum Umfangsrand 19 des Polierkissens 2 erstreckenden Luftkanälen 20 ausgebildet.
Die Luftkanäle 20 bilden im an der Unterfläche 3 bzw. nahe der Unterfläche 3 angeordneten
Bereich des Polierkissens ein Schaufelgitter, mit der Folge, dass das Polierkissen
2 wie eine radiale Strömungsmaschine arbeitet.
[0033] Die stromauf des in der Antriebswelle 5 ausgebildeten Hohlkanals 16 als Antriebsmedium
für die Gleichdruckturbine 4 der Poliervorrichtung 1 dienende Antriebsdruckluft, die
beim Betrieb der Gleichdruckturbine 4 entspannt und damit kühler wird, dient im Bereich
des Polierkissens 2 der Poliervorrichtung 1 als Kühlmedium, mittels dem die bei der
Relativbewegung zwischen dem Polierkissen 2 einerseits und der zu polierenden Oberfläche
andererseits entstehende Wärme gezielt und gesteuert aus dem Bereich des Polierkissens
2 abtransportiert werden kann. Im Falle der vorstehend geschilderten Poliervorrichtung
1 wird somit die Antriebsdruckluft 8, die im Bereich der Gleichdruckturbine 4 stark
abkühlt, im Rahmen einer Sekundärnutzung zum Abtransport der beim Poliervorgang erzeugten
Wärmeenergie genutzt.
[0034] Im Betrieb der vorstehend geschilderten erfindungsgemäßen Poliervorrichtung 1 wird
die Antriebsdruckluft 8, wie durch den Pfeil in Figur 1 dargestellt, durch den Handgriff
7 zur Gleichdruckturbine 4 geführt. Mittels des am bzw. im Handgriff 7 vorgesehenen
Drosselventils kann der Massenstrom der Antriebsdruckluft 8 gesteuert werden.
[0035] Die Antriebsdruckluft 8 wird beim Durchtritt durch die Gleichdruckturbine 4 mittels
der Umkehrkammer 14 so geführt, dass sie die Schaufelräder 12 des Turbinenrotors 13
zweimal passiert. Nach dem zweimaligen Passieren der Schaufelräder 12 wird die Antriebsdruckluft
8 durch den Zwischenraum 15 in der Gleichdruckturbine 4 dem in der Antriebswelle 5
ausgebildeten Hohlkanal 16 zugeführt. Beim Durchtritt durch die Gleichdruckturbine
4 hat sich die Antriebsdruckluft 8 stark abgekühlt.
[0036] Durch den Hohlkanal 16 strömt die nunmehr abgekühlte Antriebsdruckluft 8 der mittels
des Polierkissens 2 bearbeiteten Oberfläche entgegen.
[0037] Die ungehinderte Abströmung der Antriebsdruckluft 8 wird im Bereich des Polierkissens
2 dadurch gewährleistet, dass das Polierkissen 2 - wie vorstehend bereits erwähnt
- mittels der Luftkanäle 20 als radiale Strömungsmaschine gestaltet ist.
[0038] Durch die abgekühlte Antriebsdruckluft 8 wird eine Kühlung der behandelten Oberfläche
gewährleistet, wobei darüber hinaus für einen beschleunigten Abtransport der Lösungsmittel
aus dem frischen Lack gesorgt werden kann.
1. Poliervorrichtung (1) zum Polieren lackierter Oberflächen, mit einem zentrisch oder
exzentrisch rotierbaren Polierkissen (2), das mit seiner Unterfläche (3) in Anlage
an die zu polierende Oberfläche bringbar ist, und einem Druckluftantrieb (4), mittels
dem das Polierkissen (2) rotierbar ist, wobei zwischen dem Druckluftantrieb (4) und
dem Polierkissen (2) eine Druckluftleitvorrichtung (15, 16, 18) angeordnet ist, mittels
der die Antriebsdruckluft (8) des Druckluftantriebs (4) von der Außenseite desselben
zum Polierkissen (2) leitbar ist, und die Druckluftleitvorrichtung (15, 16, 18) als
Hohlkanal (16) in einer den Druckluftantrieb (4) mit dem Polierkissen (2) verbindenden
Antriebswelle (5) ausgebildet ist, an deren druckluftantriebsfernen Ende das Polierkissen
(2) mittels eines Haltetellers (6) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Polierkissen im Bereich seiner Unterfläche (3) mit Luftkanälen (20) ausgebildet
ist, durch die hindurch die Antriebsdruckluft (8) von einem mittleren Bereich der
Unterfläche (3) des Polierkissens (2) zum Umfangsrand (19) des Polierkissens (2) ableitbar
ist.
2. Poliervorrichtung nach Anspruch 1, bei der die im Bereich der Unterfläche (3) des
Polierkissens (2) ausgebildeten Luftkanäle (20) an der Unterfläche (3) des Polierkissens
(2) offen sind.
3. Poliervorrichtung nach Anspruch 1, bei der die im Bereich der Unterfläche (3) des
Polierkissens (2) ausgebildeten Luftkanäle (20) an der Unterfläche (3) des Polierkissens
(2) geschlossen sind.
4. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Handgriff (7), durch
den hindurch die Antriebsdruckluft (8) dem Druckluftantrieb (4) zuführbar ist.
5. Poliervorrichtung nach Anspruch 4, mit einem Drosselventil, dessen Handhabe (9) am
Handgriff (7) angeordnet ist und mittels dem der Massenstrom der Antriebsdruckluft
(8) steuerbar ist.
6. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, deren Druckluftantrieb als Gleichdruckturbine
(4) mit einem Turbinenrotor (13) und einer Umkehrkammer (14) ausgebildet ist, so dass
die Antriebsdruckluft (8) Schaufelräder (12) des Turbinenrotors (13) zumindest zweimal
passiert.
7. Poliervorrichtung nach Anspruch 6, bei dem die Gleichdruckturbine (4) einen Zwischenraum
(15) aufweist, durch den hindurch die Antriebsdruckluft (8) nach zweimaligem Passieren
der Schaufelräder (12) des Turbinenrotors zur zwischen der Gleichdruckturbine (4)
und dem Polierkissen (2) angeordneten Druckluftleitvorrichtung (15, 16, 18) ableitbar
ist.
8. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der der Hohlkanal (16) als
Diffusor ausgebildet ist.
9. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der zwischen dem Druckluftantrieb
(4) und der Antriebswelle (5) ein drehzahlreduzierendes Getriebe (17) angeordnet ist.
10. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das Polierkissen (2) mittels
der in ihm ausgebildeten und ein Schaufelgitter bildenden Luftkanäle (20) als radiale
Strömungsmaschine gestaltet ist.
11. Poliervorrichtung nach Anspruch 10, bei der das durch die Luftkanäle ausgebildete
Schaufelgitter als Turbine gestaltet ist.
12. Poliervorrichtung nach Anspruch 10, bei der das durch die Luftkanäle ausgebildete
Schaufelgitter als Verdichter gestaltet ist.
13. Poliervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, deren Polierkissen (2) aus einem
bis zu einem Grenzdruck formstabilen und bei Überschreiten des Grenzdrucks sich elastisch
verformenden Werkstoff ausgebildet ist.
1. A polishing device (1) for polishing painted surfaces, comprising a centrically or
eccentrically rotatable polishing pad (2) that can be brought with its lower surface
(3) into engagement with the surface to be polished, and comprising a compressed-air
drive (4), by means of which the polishing pad (2) can be rotated, wherein between
the compressed-air drive (4) and the polishing pad (2) there is arranged a compressed-air
guiding device (15, 16, 18) by means of which the compressed air for driving (8) the
compressed-air drive (4) can be guided from the outside thereof to the polishing pad
(2), and the compressed-air guiding device (15, 16, 18) is formed as a hollow channel
(16) in a drive shaft (5) which connects the compressed-air drive (4) to the polishing
pad (2), and at the drive shaft's ends remote from the compressed-air drive, the polishing
pad (2) is fastened by means of a holding plate (6), characterized in that the polishing pad is provided in the region of its lower surface (3) with air channels
(20) through which the compressed air for driving (8) can be conveyed from a middle
region of the lower surface (3) of the polishing pad (2) to the circumferential edge
(19) of the polishing pad (2).
2. The polishing device according to claim 1, wherein the air channels (20) formed in
the region of the lower surface (3) of the polishing pad (2) are open at the lower
surface (3) of the polishing pad (2).
3. The polishing device according to claim 1, wherein the air channels (20) formed in
the region of the lower surface (3) of the polishing pad (2) are closed at the lower
surface (3) of the polishing pad (2).
4. The polishing device according to any one of the claims 1 to 3, comprising a handle
(7) through which the compressed air for driving (8) can be fed to the compressed-air
drive (4).
5. The polishing device according to claim 4, comprising a throttle valve, the actuator
(9) of which is arranged on the handle (7) and by means of which the mass flow of
the compressed air for driving (8) can be controlled.
6. The polishing device according to any one of the claims 1 to 5, the compressed-air
drive of which is formed as an impulse turbine (4) having a turbine rotor (13) and
a reversal chamber (14) so that the compressed air for driving (8) passes impellers
(12) of the turbine rotor (13) at least twice.
7. The polishing device according to claim 6, wherein the impulse turbine (4) has an
intermediate space (15) through which the compressed air for driving (8), after passing
the impellers (12) of the turbine rotor twice, can be conveyed to the compressed-air
guiding device (15, 16, 18) arranged between the impulse turbine (4) and the polishing
pad (2).
8. The polishing device according to any one of the claims 1 to 7, wherein the hollow
channel (16) is formed as a diffusor.
9. The polishing device according to any one of the claims 1 to 8, wherein a speed-reduced
gear unit (17) is arranged between the compressed-air drive (4) and the drive shaft
(5).
10. The polishing device according to any one of the claims 1 to 9, wherein the polishing
pad (2), by means of the air channels (20) that are provided therein and form a cascade,
is configured as a radial fluid-flow machine.
11. The polishing device according to claim 10, wherein the cascade formed by the air
channels is configured as a turbine.
12. The polishing device according to claim 10, wherein the cascade formed by the air
channels is configured as a compressor.
13. The polishing device according to any one of the claims 1 to 12, the polishing pad
(2) of which is formed from a material that is dimensionally stable up to a limit
pressure and that deforms elastically upon exceeding the limit pressure.
1. Dispositif de polissage (1) pour polir des surfaces laquées, avec un polissoir (2)
rotatif de façon centrée ou excentrée, qui peut être appliqué avec sa surface inférieure
(3) en appui à la surface à polir et un entraînement pneumatique (4), au moyen duquel
le polissoir (2) peut être rendu rotatif, un dispositif de guidage pneumatique (15,
16, 18) étant disposé entre l'entraînement pneumatique (4) et le polissoir (2), au
moyen duquel l'air comprimé d'entraînement (8) de l'entraînement pneumatique (4) peut
être guidé par le côté extérieur de celui-ci vers le polissoir (2) et le dispositif
pneumatique (15, 16, 18) est constitué comme un conduit creux (16) dans un arbre d'entraînement
(5) reliant l'entraînement pneumatique (4) au polissoir (2) aux extrémités éloignées
de l'entraînement pneumatique duquel est fixé le polissoir (2) au moyen d'un plateau
de fixation (6) caractérisé en ce que le polissoir est constitué dans la zone de sa surface inférieure (3) avec des conduits
d'air (20) à travers lesquels l'air comprimé d'entraînement (8) peut être dérivé d'une
zone centrale de la surface inférieure (3) du polissoir (2) vers la bordure périphérique
(19) du polissoir (2).
2. Dispositif de polissage selon la revendication 1 pour lequel les conduits d'air (20)
constitués dans la zone de la surface inférieure (3) du polissoir (2) sont ouverts
sur la surface inférieure (3) du polissoir (2).
3. Dispositif de polissage selon la revendication 1 pour lequel les conduits d'air (20)
constitués dans la zone de la surface inférieure (3) du polissoir (2) sont fermés
sur la surface inférieure (3) du polissoir (2).
4. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 3 avec une poignée
(7) à travers laquelle l'air comprimé d'entraînement (8) peut être acheminé à l'entraînement
pneumatique (4).
5. Dispositif de polissage selon la revendication 4 avec une vanne papillon dont la manette
(9) est disposée sur la poignée (7) et au moyen de laquelle le débit massique de l'air
comprimé d'entraînement (8) peut être piloté.
6. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 5 dont l'entraînement
pneumatique est constitué comme une turbine à pression constante (4) avec une roue
de turbine (13) et une chambre d'inversion (14) de sorte que l'air comprimé d'entraînement
(8) passe au moins deux fois par les aubes (12) de la roue de turbine (13).
7. Dispositif de polissage selon la revendication 6 pour lequel la turbine à pression
continue (4) comporte un espace intermédiaire (15) à travers lequel l'air comprimé
d'entraînement (8) peut être dérivé après un double passage des aubes (12) de la roue
de turbine vers le dispositif de guidage de l'air comprimé (15, 16, 18) disposé entre
la turbine à pression constante (4) et le polissoir (2).
8. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 7 pour lequel
le conduit creux (16) est constitué comme un diffuseur.
9. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 8 pour lequel
un mécanisme réducteur de vitesse (17) est disposé entre l'entraînement pneumatique
(4) et l'arbre d'entraînement (5).
10. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 9 pour lequel
le polissoir (2) est configuré comme une turbomachine radiale au moyen des conduits
d'air (20) constitués à l'intérieur de celui-ci et formant une grille d'aubes.
11. Dispositif de polissage selon la revendication 10 pour lequel la grille d'aubes constituée
par les conduits d'air est configurée comme une turbine.
12. Dispositif de polissage selon la revendication 10 pour lequel la grille d'aubes constituée
par les conduits d'air est configurée comme un compresseur.
13. Dispositif de polissage selon une quelconque des revendications 1 à 12 dont le polissoir
(2) est constitué d'un matériau de forme stable jusqu'à une pression limite et se
déformant de façon élastique en cas de dépassement de ladite pression limite.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente