[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Waggon zum Transport von Kraftfahrzeugen,
selbstfahrenden Maschinen und Anhängern, welcher eine um einen Drehpunkt schwenkbare
Ladefläche und ein Untergestell unter der Ladefläche aufweist.
[0002] Die heutigen und künftigen Ansprüche der modernen Konsum- und Industriegesellschaft
an Verkehrswege und Energiebedarf sind mit existierenden veralteten Strukturen nicht
mehr konform und bedürfen einer dringenden Überarbeitung. Ein Ausbau von Straßennetzen,
um den steigenden Transportaufgaben gerecht zu werden, erscheint in Anbetracht sich
stetig verknappender Haushaltsmittel wenig sinnvoll und in ihrer geschichtsbedingten
konzeptionellen Auslegung nicht sinnvoll. Ein Ausweg aus dieser Situation kann sich
durch eine Verlagerung des Fern- und Transitverkehrs auf die Schiene ergeben. Das
hierfür erforderliche Verkehrswegenetz ist vorhanden und reicht zur Genüge den angestrebten
Anforderungen an Geschwindigkeit und Kapazität. Ferner existieren ungenutzte Güterverkehrsflächen
in großem Umfang. Lediglich geringe verkehrswegetechnische Veränderungen sind zu vollziehen,
um eine in der Art des Straßentransportes gestaltete Flexibilität zu erreichen. Die
dadurch entstehenden minimalen Beschwernisse in der Verladung werden durch Kraftstoffeinsparung
und verlängerte Wartungsintervalle an Lastkraftwagen (Lkw) und die Aushebelung der
Lenkzeitbeschränkung kompensiert.
[0003] Die Grundidee, Fahrzeuge und Anhänger von der Straße auf die Schiene zu verlagern,
ist bereits seit längerem bekannt. So beschreibt beispielsweise die Druckschrift
DE 44 30 118 A1 einen Tiefladereisenbahnwagen der oben genannten Gattung mit einer drehbaren Brücke,
die zwischen einem vorderen und hinteren Drehgestell auf einem abgesenkten Bereich
des Untergestells montiert ist. An der Brücke sind vorn und hinten Auffahrschienen
vorgesehen, die während der Fahrt nach oben geklappt sind und zum Be- bzw. Entladen
hinunter geklappt werden, sodass ein Lkw auf die Brücke auffahren oder diese verlassen
kann.
[0004] Ferner ist in der Druckschrift
DE 91 05 638.1 U1 ein Eisenbahnwaggon mit schwenkbarer Ladefläche zum Transport von Pkw und Lkw offenbart.
Die Ladefläche ruht auf einer an einer Mittelachse des Waggons vorgesehenen drehbaren
Scheibe, an welcher ein Motor und gegebenenfalls eine Servolenkung vorgesehen sind.
Zudem sind auf einem Unterboden des Waggons unterhalb der Ladefläche Walzenlager zur
Stützung der Ladefläche aufgebracht.
[0005] Gemäß der Druckschrift
DE 91 05 638.1 U1 wird vorgeschlagen, dass der Waggon zum Be- bzw. Entladen in einen im Bahnhof vorgesehenen
Schacht einfährt, dessen Tiefe der Höhe des Fahrgestells des Waggons entspricht. Seitlich
des Schachtes sollen Ausbuchtungen für einen Höhenausgleich der Ladefläche vorgesehen
sein und die Zufahrtsbereiche neben den Ausbuchtungen sollen aus Beton ausgebildet
sein.
[0006] Da das Untergestell eines Waggons immer auf Federn aufsitzt, tritt bei beiden der
vorgenannten Waggons das Problem auf, dass sich, je nach Belastung des Waggons, eine
unterschiedliche Höhe der Ladefläche ergibt. Da der in der Druckschrift
DE 44 30 118 A1 beschriebene Eisenbahnwagen explizit auf eine Rampe am Ladeort verzichtet und die
Maße des Schachtes, in den der Eisenbahnwaggon der Druckschrift
DE 91 05 638.1 U1 zum Be- und Entladen einfährt, fest vorgegeben sind, ergibt sich bei diesen Anordnungen
nahezu immer eine Höhendifferenz zwischen der Ladefläche und der Zu- bzw. Auffahrtsfläche
auf dem Bahnsteig. Darüber hinaus funktionieren diese Anordnungen nur dann, wenn ein
Lkw so auf der Ladefläche steht, dass der Schwerpunkt der Last genau oberhalb des
Drehpunktes liegt. Dies ist in der Praxis jedoch so gut wie nie der Fall. Daher besteht
bei diesen Anordnungen die Gefahr, dass der auf Federn gelagerte Waggon während des
Schwenkvorgangs der Ladefläche kippt.
[0007] Das bereits 1956 eingereichte Patent
FR 1.141.612 beschreibt einen Tiefladereisebahnwaggon, welcher als Aufbau eine hebbare Plattform
und darauf eine drehbare Ladefläche trägt. Die hebbare Plattform wird durch vier an
ihren Ecken angeordneten Hydraulikzylindern aus einer mechanischen Sicherung gehoben.
Die Ladefläche hat eine exzentrische Drehachse, um welche sie von einem Hydraulikzylinder
gedreht wird. Zur Unterstützung der Drehung sind Rollen vorgesehen. Die Ladefläche
ist mit Auffahrrampen und Feststellböcken ausgestattet.
[0008] Die Druckschrift
EP 0 463 283 A1 beschreibt einen Eisenbahnwaggon, der speziell zum Transport von Sattelschlepperanhängern
optimiert ist. Der in dieser Druckschrift offenbarte Eisenbahnwaggon weist einige
Unzulänglichkeiten auf, für welche in der Druckschrift
EP 0 622 284 A1 Verbesserungen beschrieben sind. Dieser Waggon besteht aus zwei Fahrgestellen und
einer Ladefläche, die im Bahnbetrieb fest miteinander verbunden sind. Zum Beladen
oder Entladen wird die Ladefläche durch Hydraulikzylinder, die sich an den Schienen
abstützen, angehoben. Dabei wird die Ladefläche von den Fahrgestellen getrennt. In
diesem Beladezustand sind die beiden Fahrgestelle nur durch zwei elastische Stangen
miteinander verbunden. Im abgestützten Zustand wird die Ladefläche aus dem Waggon
herausgedreht und es werden Auffahrrampen und Stützelemente auf dem Beladegrund abgesetzt.
Durch den mehrkomponentigen Aufbau dieser Waggons, wird eine relativ leichte Bauform
erreicht. Nachteilig ist der hohe Be- und Entladeaufwand.
[0009] Die Druckschrift
WO 093/18951 beschreibt einen mehrkomponentigen Eisenbahntiefladewaggon, welcher zwei Fahrgestelle
und eine selbsttragende Drehbühne aufweist, die im Bahnfahrbetrieb den Tiefladebereich
bildet. Zum Beladen dieser Waggons sind spezielle Bahnhöfe vorgesehen, die mit drehbaren
hydraulischen Hubbrücken ausgestattetet sind, die die selbsttragenden Drehbühnen der
Waggons ausheben und über passende Bahnsteige drehen können. Dieser Eisenbahnwaggon
zeichnet sich durch ein geringes Gewicht und eine geringe Bauhöhe aus, da die Hub-
und Drehtechnik nicht mitgeführt wird, sondern im Bahnhof verbleibt. Diesem Vorteil
stehen die Nachteile gegenüber, dass spezielle Bahnhöfe benötigt werden und dass zum
Beladen und Entladen eine genaue Positionierung der Waggons über den hydraulischen
Hubbrücken realisiert werden muss.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Waggon der oben genannten
Gattung zur Verfügung zu stellen, welcher ein zeiteffizientes und dennoch sicheres
Be- und Entladen von Kraftfahrzeugen, selbstfahrenden Maschinen oder Anhängem ermöglicht.
[0011] Die Aufgabe wird durch einen Waggon gemäß anspruch 1 gelöst.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Waggon ist es möglich, Kraftfahrzeuge, insbesondere Lkw,
selbstfahrende Maschinen, wie Traktoren, und Anhänger auf einfache, zuverlässige und
effiziente Weise von der Straße auf die Schiene zu bewegen. Die hiermit mögliche Beladung
und Entladung ist mit dem aus dem Personenverkehr bekannten Umsteigen vergleichbar.
Somit wird dem Fern- und Transitverkehr nichts von seinen Vorteilen genommen. Stattdessen
kommen weitere hinzu. So kann ein Lkw beispielsweise nahezu ohne Unterbrechung über
lange Strecken bewegt werden. Eine enorme Zeiteinsparung bei Umlaufzeiten ist die
Folge. Ferner ergibt sich durch die Erfindung eine deutliche Entlastung von Umwelt
und Gesellschaft, woraus enorme wirtschaftliche Impulse hervorgehen können.
[0013] Durch den Dreh- und Hubzylinder des erfindungsgemäßen Waggons kann die Ladefläche
so weit geschwenkt werden, dass sie auf einer Zu- oder Abfahrtsfläche auf dem Bahnsteig
aufgesetzt werden kann. Durch den Hubmechanismus in dem Dreh- und Hubzylinder ist
gewährleistet, dass Höhenunterschiede, die durch unterschiedliche Lasten auf dem Waggon
oder unterschiedliche Höhen des Bahnsteiges bedingt sind, ausgeglichen werden können,
sodass die Ladefläche zuverlässig auf Höhe eines Bahnsteigs bzw. einer entsprechenden
Zu- oder Abfahrtsfläche angeordnet werden kann. Durch die zusätzlich erfindungsgemäß
im Abstand zu dem mittigen Dreh- und Hubzylinder vorgesehenen Stützzylinder wird die
Ladefläche während ihrer Schwenkbewegung vorn und hinten gestützt, sodass die Gefahr
eines Kippens des Waggons während der Hub- und Schwenkbewegung eliminiert werden kann,
bis die Ladefläche sicher auf dem Bahnsteig oder einem für die Ab- bzw. Zufahrt vorgesehenen
Podest oder einer entsprechenden Rampe abgesetzt wird. Im Ergebnis liegt eine Waggonkonstruktion
vor, die an unterschiedliche Höhen anpassbar ist und welche durch die wenigstens zwei
Stützzylinder Stabilisatoren aufweist, die ein schnelles und vor allem auch sicheres
Be- und Entladen von Kraftfahrzeugen, selbstfahrenden Maschinen und Anhängern auf
den Waggon ermöglichen.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind der Dreh-
und Hubzylinder und die Stützzylinder hydraulisch gekoppelt. Somit kann die Höhe der
Stützzylinder auf einfache Weise genau mit der Höhe des Dreh- und Hubzylinders verändert
werden, wobei, bedingt durch die Hydraulik, insbesondere auch größere Lasten durch
alle Zylinder gehoben und gesenkt werden können.
[0015] Es hat sich als besonders geeignet erwiesen, wenn an dem Waggon eine Hydraulikanlage
vorgesehen ist, die separat für jeden Waggon eines Zuges, beispielsweise von der Lok
aus, geschalten werden kann. Dadurch können die Ladeflächen jedes Waggons eines Zuges
individuell, in Abhängigkeit von der jeweiligen Konstruktion des Waggons, der auf
den Waggon aufgebrachten Last und dem Konstruktionsaufbau der Be- und Entladestation,
in eine geeignete Position zum Be- und Entladen des Waggons gebracht werden.
[0016] Gemäß einer günstigen Variante der vorliegenden Erfindung sind der Dreh- und Hubzylinder
und die Stützzylinder in einem abgesenkten Bereich zwischen dem Untergestell und der
Ladefläche vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass die Zylinder platzsparend in dem
abgesenkten Bereich unterhalb der Ladefläche untergebracht werden können, wodurch
der Gesamtaufbau des Waggons, einschließlich des darauf abgestellten Kraftfahrzeugs,
der selbstfahrenden Maschine oder des Anhängers, so klein gehalten werden kann, dass
er den Anforderungen, die sich beim Transport, beispielsweise durch beschränkte Tunnelhöhen
und dergleichen, ergeben, genügt. Darüber hinaus hat die in dem Untergestell vorgesehene
Absenkung den Vorteil, dass sich insbesondere bei Schwerlastwaggons ein potenzieller
Kipppunkt nach unten verlagert, wodurch der Waggon insgesamt stabiler wird.
[0017] Vorzugsweise ist auf den Stützzylindern jeweils eine an dem Untergestell befestigte
Plattform vorgesehen, auf der die Ladefläche aufliegt. Die Plattform kann beispielsweise
sichelförmig ausgebildet sein. Durch die unter jeder Plattform vorgesehenen Stützzylinder
kann die auf der Plattform aufliegende Ladefläche gehoben und gesenkt werden. Zusätzlich
kann die Ladefläche sicher auf der Plattform gleitend von einer Ausgangsposition auf
dem Waggon in eine Be- und Entladeposition auf einen Bahnsteig und zurück geschwenkt
werden.
[0018] In einem besonders vorteilhaften Beispiel der vorliegenden Erfindung weist der Dreh-
und Hubzylinder einen Drehteller auf, der umfangsseitig durch einen Führungsmechanismus
geführt ist. Als Führungsmechanismus kann beispielsweise ein Drehkranz oder ein Drehlager
verwendet werden, welches vorzugsweise Führungselemente aufweist, die ineinander greifen,
um dem Drehteller nach außen hin eine geeignete Stabilität zu verleihen.
[0019] Es ist besonders von Vorteil, wenn ein Drehteller des Dreh- und Hubzylinders einen
Durchmesser aufweist, der etwa der Breite der Ladefläche entspricht. Hierdurch kann
ein Kippen des Waggons bzw. der Last auf dem Waggon in Breitenrichtung der Ladefläche
vermieden werden.
[0020] Es ist ferner günstig, wenn der Dreh- und Hubzylinder eine Sicherungsverzahnung aufweist.
Damit kann ein Drehteller des Dreh- und Hubzylinders in einer Ausgangsposition, beispielsweise
während der Fahrt des Waggons, fixiert werden, sodass ein ungewolltes Ausschwenken
der Ladefläche während der Fahrt verhindert werden kann.
[0021] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
sind in einem vorderen und einem hinteren Bereich unten an der Ladefläche Rollen oder
Walzen vorgesehen. Die Rollen oder Walzen haben vorzugsweise eine an einen Schwenkwinkel
der Ladefläche angepasste Ausrichtung. Durch die Rollen bzw. Walzen kann die Ladefläche
besonders leicht auf einer Auflagefläche auf dem Bahnsteig bewegt werden. In einer
speziellen Ausführungsvariante der Erfindung können die Rollen oder Walzen in entsprechenden
Aussparungen unten an der Ladefläche vorgesehen sein, wodurch die Bauhöhe des Waggons
verringert werden kann.
[0022] In einem weiteren Beispiel der vorliegenden Erfindung sind an dem Untergestell auf
Gleise absetzbare Abstützvorrichtungen vorgesehen. Die Abstützvorrichtungen sind vorzugsweise
an einem vorderen Bereich und an einem hinteren Bereich des Untergestells jeweils
beidseitig angebracht. Durch die Abstützvorrichtungen kann eine Federbewegung des
Waggons im Moment des Hubs durch den Dreh- und Hubzylinder außer Kraft gesetzt bzw.
blockiert werden, indem durch die Abstützvorrichtungen eine definierte Höhe für den
Waggon geschaffen wird. Zudem wird durch die Abstützvorrichtungen eine zusätzliche
Bremsfunktion für den Waggon zur Verfügung gestellt, der durch die Abstützvorrichtungen
an der Position fixiert wird.
[0023] Gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind auf dem Untergestell bolzenförmige
Sicherungselemente vorgesehen, die in entsprechende Aussparungen in der Ladefläche
eingreifen können. Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn die Sicherungselemente
hydraulisch in den Aussparungen verriegelbar sind. Hiermit kann die Ladefläche in
einer Position, im welcher sie gerade auf dem Untergestell aufliegt, fixiert werden.
Somit kann die Gefahr eines unerwünschten Ausscherens der Ladefläche während der Fahrt
eliminiert werden.
[0024] Eine auf die Ladefläche aufgebrachte Last kann besonders gut gesichert werden, wenn
auf der Ladefläche Sicherungsböcke vorgesehen sind. Durch die Sicherungsböcke kann
die auf die Ladefläche aufgebrachte Last insbesondere bei einem Abbremsen oder Anfahren
des Zuges besonders gut in ihrer Position auf der Ladefläche gesichert werden. Für
ein Be- und Entladen ist es besonders vorteilhaft, wenn die Sicherungsböcke in die
Ladefläche absenkbar sind.
[0025] Günstigerweise ist an dem Waggon wenigstens eine hydraulisch aufrichtbare und absenkbare
Rampe vorgesehen. Durch die Rampe kann ein besonders guter Übergang von der Ladefläche
zu einer Zu- bzw. Auffahrtfläche an der Be- und Entladestation geschaffen werden.
Indem die Rampe aufrichtbar und absenkbar ist, kann diese während der Fahrt in eine
aufgerichtete Position gebracht werden, sodass der Waggon nicht unnötig verlängert
werden muss.
[0026] In einem weiteren Beispiel der Erfindung kann die Ladefläche des Waggons in einem
vorderen und/oder einem hinteren Endbereich rampenförmig abgesenkt sein. Somit kann
die Ladefläche selbst, zumindest teilweise, als Rampe für ein Be- und Entladen des
Waggons genutzt werden.
[0027] Es hat sich darüber hinaus als vorteilhaft erwiesen, wenn der Waggon einen Koppelmechanismus
zu einem nächsten Waggon aufweist, dessen Länge an das Maß einer Überlappung der Waggonlänge
durch die Ladefläche bei deren Schwenkbewegung angepasst ist. Somit ist durch den
vorgeschlagenen Koppelmechanismus garantiert, dass die Waggons einen Mindestabstand
zueinander besitzen, die ein ungehindertes Ein- und Ausschwenken der Ladefläche ermöglichen.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist seitlich
an der Ladefläche wenigstens ein Hub- und/oder Schwenkbegrenzungsfühler vorgesehen.
Der Hub- und/oder Schwenkbegrenzungsfühler ist ein Messfühler oder ein Detektionselement,
mit welchem ein Abstand der Ladefläche von einem Bahnsteig gemessen bzw. detektiert
werden kann, sodass die Ladefläche erst dann aus dem Gleisbereich herausgeschwenkt
wird, wenn sie sich oberhalb eines Bahnsteigniveaus befindet. Dies hat den Vorteil,
dass der Waggon an einem beliebigen Haltepunkt, unabhängig von dessen Höhe, zum Be-
und Entladen angehalten werden kann und ein exakter Schwenkzeitpunkt für die Ladefläche
bestimmbar ist.
[0029] Erfindungsgemäß ist zudem eine Be- und Entladestation für einen Waggon vorgesehen,
bei welcher Gleise im Bereich der Be- und Entladestation in Beton gelegt sind. Hiermit
kann eine Gleisbettabsenkung, welche bei auf Schotter gelegten Gleisen, auf welchen
der erfindungsgemäße Waggon auch fahren und be- und entladen werden kann, stattfinden
würde, vermieden werden. Damit ist bei der erfindungsgemäßen Be- und Entladestation
die durch eine Belastung des Waggons hervorgerufene Höhendifferenz im Vergleich zu
der Höhe einer Zu- bzw. Abfahrtsfläche an der Be- und Entladestation immer gleich.
[0030] Es ist besonders von Vorteil, wenn ein Zu- und Abfahrtsbereich oder ein Bahnsteig
der Be- und Entladestation etwa auf Höhe der Ladefläche des Waggons liegt. Dabei kann
der Waggon beispielsweise in einen Schacht auf einen Bahnhof einfahren, welcher eine
definierte Tiefe zur Aufnahme des Fahrgestells des Waggons aufweist. In einer anderen
Variante kann an der Be- und Entladestation auch der Bahnsteig erhöht ausgebildet
sein. Durch diese Konstruktion kann der Hubweg des Dreh- und Hubzylinders sowie der
Stützzylinder optimiert bzw. minimiert werden, sodass eine leichte und effiziente
Be- und Entladung des Waggons bei gleichzeitiger Energieersparnis ermöglicht werden
kann.
[0031] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, deren Aufbau Funktion und
Vorteile werden im Folgenden anhand der Figuren der Zeichnung näher erläutert, wobei
- Figur 1
- schematisch eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Waggons
zeigt;
- Figur 2
- schematisch den Waggon aus Fig. 1 in einer Draufsicht auf eine Ladefläche des Waggons
zeigt;
- Figur 3
- schematisch den Waggon aus den Fig. 1 und 2 in einer Draufsicht auf ein Untergestell
des Waggons zeigt;
- Figur 4
- schematisch einen Waggon gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in
einer Draufsicht auf eine Ladefläche bei verschiedenen Positionen der Ladefläche während
ihrer Schwenkbewegung zeigt;
- Figur 5
- schematisch ein Beispiel für einen Dreh- und Hubzylinder, der in einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Waggons angewendet werden kann, in einer geschnittenen Seitenansicht
zeigt;
- Figur 6
- schematisch den Dreh- und Hubzylinder aus Fig. 6 in einer geschnittenen Draufsicht
zeigt;
- Figur 7
- schematisch ein Beispiel für einen Grundaufbau eines Stützzylinders, der in einer
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Waggons angewendet werden kann, in einer Seitenansicht
zeigt;
- Figur 8
- schematisch eine perspektivische Teilansicht des Waggons aus Fig. 1 bis 3 in einer
Ansicht von unten auf eine Ladefläche und einer Ansicht von oben auf ein Untergestell
des Waggons zeigt;
- Figur 9
- schematisch ein Beispiel eines bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Waggons
verwendbaren Hydraulikverschlusses in einer perspektivischen Ansicht zeigt;
- Figur 10
- schematisch eine Ausführungsform einer Be- und Entladestation für einen erfindungsgemäßen
Waggon mit einem eingefahrenen Waggon in einer Ansicht von der Seite zeigt;
- Figur 11
- schematisch den in die Be- und Entladestation aus Fig. 10 eingefahrenen Waggon in
verschiedenen Phasen eines Be- und Entladevorganges in einer Ansicht von der Seite
zeigt.
[0032] Fig. 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Waggons 1. Der Waggon 1 weist ein vorderes Drehgestell 6 und ein hinteres Drehgestell
7 auf, auf welchen ein Untergestell 4 montiert ist. Das Untergestell 4 weist zwischen
dem vorderen Drehgestell 6 und dem hinteren Drehgestell 7 einen abgesenkten Bereich
5 auf und liegt mit seinen nicht abgesenkten Bereichen 10, 11 auf den Drehgestellen
6, 7 auf.
[0033] Auf dem Untergestell 4 ist eine Ladefläche 3 für ein Aufladen eines Kraftfahrzeugs
oder Anhängers vorgesehen. Vorzugsweise ist die Ladefläche 3 eben und in einer Stärke
ausgebildet. Es ist zwar grundsätzlich möglich, dass die Ladefläche 3 in einem mittleren
Bereich, das heißt speziell unter der Last, verstärkt ausgebildet ist. Hierbei muss
jedoch ein höherer Hub ausgeführt werden, um ein Anstoßen einer durch die Verstärkung
ausgebildeten unteren Kante der Ladefläche 3 an einem Bahnsteig zu verhindern. In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind seitlich an der Ladefläche 3 Seitenhalterungen
29 vorgesehen, welche zur Seite hin eine Stabilisierung des auf die Ladefläche 3 aufgebrachten
Kraftfahrzeugs oder Anhängers ermöglichen.
[0034] Zwischen dem Untergestell 4 und der Ladefläche 3 ist mittig ein Dreh- und Hubzylinder
8 vorgesehen, der an dem Untergestell 4 montiert ist und mit welchem die Ladefläche
3 gehoben, abgesenkt und horizontal geschwenkt werden kann. Darüber hinaus sind zwischen
dem Untergestell 4 und der Ladefläche 3 wenigstens zwei ebenfalls an dem Untergestell
4 montierte Stützzylinder 9 vorgesehen. Die Stützzylinder 9 sind in dem gezeigten
Beispiel hydraulisch über eine separat für den Waggon 1 vorgesehene Hydraulikanlage
mit dem Dreh- und Hubzylinder 8 gekoppelt, wobei die Hubbewegung der Stützzylinder
9 mit der Hubbewegung des Dreh- und Hubzylinders 8 synchronisiert ist.
[0035] In dem Beispiel von Fig. 1 sind jeweils zwei Stützzylinder 9 in einem vorderen und
einem hinteren Bereich des Untergestells 4, symmetrisch in der Breitenausdehnung b
des Untergestells 4 verteilt, an diesem montiert. In anderen, nicht gezeigten Ausführungsvarianten
der vorliegenden Erfindung können in dem vorderen und dem hinteren Bereich des Untergestells
4 auch jeweils ein Stützzylinder in der Mitte der Breitenausdehnung b oder mehr als
zwei Stützzylinder 9 mit symmetrischer Verteilung über die Bereite b des Untergestells
4 vorgesehen sein.
[0036] An der Ladefläche 3 des Waggons 1 sind seitlich Hub- und/oder Schwenkbegrenzungsfühler
41 vorgesehen, durch welche ein Abstand der Ladefläche 3 von einem Bahnsteig gemessen
bzw. detektiert werden kann.
[0037] Ferner ist in der Darstellung von Fig. 1 jeweils am Anfang und am Ende des Waggons
1 eine Rampe 21 zu sehen, welche sich an einem Längsende der Ladefläche 3 befindet.
In Fig. 1 sind die Rampen 21 nach oben geklappt. Zum Entladen des Waggons 1 kann die
Rampe 21 nach unten geklappt werden. Dies kann hydraulisch erfolgen.
[0038] Grundsätzlich ist es auch möglich, dass die Rampe bereits in der Ladefläche 3 derart
integriert ist, dass die Ladefläche 3 in einem vorderen und/oder einem hinteren Endbereich
rampenförmig abgesenkt ist. Somit kann hier die Be- und Entladung des Waggons 1 über
die rampenförmige Absenkung allein oder in Kombination mit der oben beschriebenen
Rampe 21 vorgenommen werden.
[0039] Um einen Lkw auf der Ladefläche 3 zu sichern, fährt der Lkw bis an einen Anfahr-
oder Sicherungsbock 39, analog eines Bordsteins vor den Vorderrädern, welcher hydraulisch
aus der Ladefläche 3 gehoben und in diese gesenkt werden kann und den Lkw in Fahrtrichtung
des Zuges sichert. Zwei seitliche Führungsschienen oder -schwellen 43 oder Anlegekeile
können über die gesamte Fahrzeuglänge an die Bereifung des Fahrzeugs hydraulisch herangefahren
werden. Die Schwellen 43 können beispielsweise eine Höhe von 15 cm aufweisen. Somit
wird der Lkw beidseitig gegen seitliches Verrutschen gesichert.
[0040] Bedingt durch die Schwenkbarkeit der Ladefläche 3 überlappt die jeweilige Ladefläche
3 bei ihrem Ausschwenken jeweils das Untergestell 4. Entsprechend ist zwischen dem
Waggon 1 und einem nachfolgenden Waggon des Zuges ein ausreichender Abstand einzustellen,
der ein Ausschwenken der jeweiligen Ladefläche 3 auch dann ermöglicht, wenn die Waggons
miteinander gekoppelt sind. Hierfür weist der Waggon 1 Koppelmechanismen 22 auf, deren
Länge k an das Maß einer Überlappung der Waggonlänge durch die Ladefläche 3 bei deren
Schwenkbewegung angepasst ist.
[0041] Fig. 2 zeigt schematisch den Waggon 1 aus Fig. 1 in einer Draufsicht auf die Ladefläche
3. Aus dieser Abbildung ist ersichtlich, dass die Stützzylinder 9 jeweils symmetrisch
in der Breitenausdehnung u des Untergestells 4 verteilt und jeweils in einem gleichen
Abstand a zu dem Drehpunkt 26 des Dreh- und Hubzylinders 8 in Längsausdehnung I der
Ladefläche 3 angeordnet sind. Die Stützzylinder 9 können beispielsweise jeweils 5
m vor und hinter dem zentralen Dreh- und Hubzylinder 8 angeordnet sein. In anderen
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können auch andere geeignete Abstände
der Stützzylinder 9 von dem Dreh- und Hubzylinder 8 vorgesehen sein. Je weiter die
Stützzylinder 9 nach außen kommen, umso vorteilhafter ist die Lastverteilung auf dem
Waggon 1. Ferner ist hierdurch auch die Höhe der Ladefläche 3 reduzierbar. Die Stützzylinder
9 unterstützen stabilisierend den Hub des Dreh- und Hubzylinders 8.
[0042] Auf den Stützzylindern 9 ist jeweils eine sichelförmige Plattform 12 aufgebracht,
deren Bereite etwa der Breite b der Ladefläche 3 entspricht. Die sichelförmige Plattform
12 ist durch die Stützzylinder 9 heb- und senkbar. Auf der Plattform 12 liegt die
Ladefläche 3 auf, die mit der Plattform 12 angehoben und abgesenkt werden kann und
welche auf der Plattform 12 gleitend oder, wie in dem gezeigten Beispiel, auf Walzen
oder Rollen 18 rollend von der Plattform 12 auf einen Bahnsteig bewegt werden kann.
Dabei liegt die Ladefläche 3 während ihrer Schwenkbewegung solange auf der Plattform
12 auf, bis die Ladefläche 3 auf einem Bahnsteig bzw. einer Zu- und Abfahrtfläche
31 einer Be- und Entladestation 23 aufgelegt werden kann.
[0043] Gemäß einer anderen, nicht gezeigten Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung
ist es auch möglich, dass die Stützzylinder 9 unten an der Ladefläche 3 befestigt
sind und auf dem Untergestell 4 derart beweglich geführt sind, dass sie die Schwenkbewegung
der Ladefläche 3 mit vollführen können. Bei dieser Ausführungsvariante ist jedoch
ein separater Antriebsmechanismus für die Schwenkbewegung der Stützzylinder 9 erforderlich,
sodass diese Ausführungsvariante mit erheblichem Mehraufwand gegenüber der oben genannten
verbunden ist.
[0044] Fig. 3 zeigt schematisch den Waggon 1 aus den Fig. 1 und 2 in einer Draufsicht auf
das Untergestell 4 des Waggons 1. Aus den Fig. 2 und 3 wird deutlich, dass der Dreh-
und Hubzylinder 8 einen Drehteller 14 aufweist, dessen Durchmesser d wenigstens so
groß wie die Breite u des Untergestells 4 ist. In einer besonders vorteilhaften Variante
des erfindungsgemäßen Waggons 1 weist der Drehteller 14 einen Durchmesser d auf, der
etwa der Breite b der Ladefläche 3 entspricht, wodurch sich eine besonders gute Stabilität
der Anordnung bei einer Schwenkbewegung der Ladefläche 3 ergibt.
[0045] Der in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Waggon 1 hat somit eine Trägerfläche, die durch
das Untergestell 4 realisiert wird und auf welcher ein Drehgestell und eine Kupplung
in Form des Dreh- und Hubzylinders 8 und der Stützzylinder 9 mit der darauf vorgesehenen
Plattform 12 realisiert sind. Die Ladefläche 3 liegt als eine weitere Ebene auf dem
Untergestell 4 auf. Die Ladefläche 3 beherbergt die verlängerte Straße in Form wenigstens
einer Rampe 21 oder eines rampenförmigen abgesenkten Vorder- und/oder Endbereiches
und alle Sicherungseinrichtungen zur Ladungssicherung.
[0046] Fig. 4 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Waggon 1 in einer Draufsicht auf
die Ladefläche 3 bei verschiedenen Positionen A, B, C der Ladefläche 3 während ihrer
Schwenkbewegung. Wie in Fig. 4 schematisch angedeutet, ist die Ladefläche 3 nach beiden
Richtungen seitlich wenigstens in einem Schwenkwinkel α schwenkbar, sodass die Ladefläche
3 jeweils in ihrer Bereite b auf einem Zu- und Abfahrtsbereich 31 eines Bahnsteigs
einer Be- und Entladestation 23 aufgelegt werden bzw. aufliegen kann. Dabei sollte
die Ladefläche 3 soweit ausgeschwenkt werden, dass ihr vorderes oder hinteres Ende
in der gesamten Breitenausdehnung b zumindest auf einer Bahnsteigkante 27 aufliegt.
[0047] Aus Fig. 4 ist ebenfalls ersichtlich, dass die Ladefläche 3 sich bei ihrer Schwenkbewegung
relativ zu den Stützzylindern 9 und der Plattform 12 auf dieser bewegt. Während der
Schwenkbewegung der Ladefläche 3 behalten die Stützzylinder 9 in der gezeigten Ausführungsform
ihre Position an dem Untergestell 4 bei. Damit ist durch die Breite der Plattform
12 sowie den Abstand a der Stützzylinder 9 von dem Drehpunkt 26 ein maximaler Schwenkwinkel
α für die Ladefläche 3 definiert. Dadurch erfolgt ein Auf- bzw. Abfahren eines Lastkraftwagens,
einer selbstfahrenden Maschine oder eines Anhängers auf bzw. von der Ladefläche 3
jeweils diagonal zu der Fahrtrichtung des Waggons 1, entsprechend der durch die Pfeile
D, E, F, G schematisch gekennzeichneten Richtungen.
[0048] Fig. 5 zeigt schematisch ein Beispiel für einen zentralen Dreh- und Hubzylinder 8,
der beispielsweise in dem in den Fig. 1 bis 4 gezeigten erfindungsgemäßen Waggon 1
Anwendung finden kann, in einer geschnittenen Seitenansicht. Der Dreh- und Hubzylinder
8 ist ein aus mehreren Einzelzylindern 33, 34, 35 zusammengesetzter Teleskopzylinder,
welcher ein Trägerteil 36 für die Einzelzylinder 33, 34, 35 und einen darauf aufgesetzten
Drehteller 14 aufweist. Der dargestellte Dreh- und Hubzylinder 8 ist hydraulisch betrieben,
wodurch sich der aus den Einzelzylindern 33, 34, 35 zusammengesetzte Teleskopzylinder
heben und senken kann und wodurch entsprechend der Drehteller 14 angehoben und abgesenkt
wird.
[0049] Der Drehteller 14 weist ein äußeres Teil 15b eines Führungsmechanismus auf, das in
dem gezeigten Beispiel als Drehzahnkranz ausgebildet ist, welcher durch eine hydraulisch
betriebene Zahnstange 37 in Drehbewegung versetzt werden kann, sodass der Drehteller
14 neben der Hubbewegung auch eine Drehbewegung ausführen kann. In anderen, nicht
gezeigten Ausführungsvarianten der vorliegenden Erfindung kann die Zahnstange 37 auch
weggelassen werden und ein rein hydraulischer Antriebsmechanismus verwendet werden,
um den Drehteller 14 in eine Drehbewegung zu versetzen. Die Drehbewegung wird durch
die am Drehteller 14 vorgesehenen Führungen 15a, 15b, in welche ein Führungsteil 28
des Trägerteils 36 eingreift, geführt, sodass die Drehbewegung des Drehtellers 14
nach außen hin stabilisiert ist.
[0050] Darüber hinaus ist unten an dem Drehteller 14 eine Auskragung 16 vorgesehen, welche
in eine Aussparung 17 des Trägerteils 36 eingreifen kann, sodass sich bei einem Eingreifen
der Auskragung 16 in die Aussparung 17 eine Sicherungsverzahnung ergibt, wenn der
Drehteller 14 vollständig auf das Trägerteil 36 abgesenkt ist. Hierdurch wird der
Drehteller 14 in seiner abgesenkten Position, beispielsweise während der Fahrt des
Waggons 1, arretiert, wodurch ungewünschte Schwenkbewegungen des Drehtellers 14 während
der Fahrt verhindert werden können.
[0051] Fig. 6 zeigt schematisch den Dreh- und Hubzylinder 8 aus Fig. 5 in einer geschnittenen
Draufsicht.
[0052] Fig. 7 zeigt schematisch ein Beispiel für einen Grundaufbau eines Stützzylinders
9, der beispielsweise in den Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Waggons 1 der
Fig. 1 bis 4 angewendet werden kann, in einer Seitenansicht. Der Stützzylinder 9 ist
ein Hubzylinder, mit welchem die Ladefläche 3 in einem Abstand a zu dem mittig vorgesehenen
Dreh- und Hubzylinder 8 gehoben und abgesenkt werden kann. Der Stützzylinder 9 aus
Fig. 7 ist in Form eines Teleskopzylinders mit Einzelzylindern 33, 34, 35 ausgebildet.
Wie oben bereits ausgeführt, werden bei dem Waggon 1 wenigstens zwei Stützzylinder
9 verwendet, die jeweils als Stabilisatoren wirken, sodass bei einer Schwenkbewegung
der Ladefläche 3 ein Kippen der Ladefläche 3 verhindert werden kann, bis die Ladefläche
3 auf einem Bahnsteig aufliegt.
[0053] Fig. 8 zeigt schematisch eine perspektivische Teilansicht des Waggons 1 aus den Fig.
1 bis 4 in einer Ansicht von unten auf die Ladefläche 3 und einer Ansicht von oben
auf das Untergestell 4.
[0054] Zwischen den nicht abgesenkten Bereichen 10, 11 des Untergestells 4 und der Ladefläche
3 sind, wie in Fig. 8 zu sehen, Sicherheitsverschlüsse 32 vorgesehen, die in Fig.
9 vergrößert dargestellt sind. Die Sicherheitsverschlüsse 32 sind in dem gezeigten
Beispiel Hydraulikverschlüsse und weisen jeweils bolzenförmige Sicherungselemente
19 auf, die in entsprechende Aussparungen 20 in bzw. unterhalb der Ladefläche 3 eingreifen
können, wodurch die Ladefläche 3 in ihrer nicht ausgeschwenkten Position auf dem Untergestell
4 arretiert werden kann. Hierdurch kann ein unerwünschtes Ausschwenken der Ladefläche
3 während der Fahrt verhindert werden.
[0055] Als weitere Sicherungsmaßnahme können bei dem erfindungsgemäßen Waggon 1 durch den
Hubvorgang über Hebel Abstützvorrichtungen mit Abstützböcken 40 mit sich über die
Breite des Waggons 1 erstreckenden Abstützplatten 42 freigegeben werden, die sich
jeweils von der Waggonmitte vor dem Drehgestell 6, 7 befinden und auf den Gleisen
24 aufsetzbar sind. Durch die Abstützvorrichtungen kann eine definierte Höhe für die
Ladefläche 3 des Waggons 1 eingestellt werden, sodass die Federbewegung des Waggons
1 während der Hub- und Schwenkbewegung der Ladefläche 3 außer Kraft gesetzt bzw. blockiert
werden kann. Darüber hinaus wirken die Abstützvorrichtungen als zusätzliche Bremsen
für den Waggon 1.
[0056] Ferner sind in einem vorderen und hinteren Endbereich der nicht abgesenkten Bereiche
10, 11 des Untergestells 4 und oberhalb der sichelförmigen Plattform 12 unten an der
Ladefläche 3 mehrere Gleitrollen oder Walzen 18 aus Stahl vorgesehen. Die Walzen 18
sind vorzugsweise so an der Ladefläche 3 befestigt, dass ihre Ausrichtung an den Schwenkwinkel
α der Ladefläche 3 angepasst ist. Durch das Vorsehen der Rollen oder Walzen 18 kann
die Ladefläche 3 geeignet auf der Plattform 12 zur Seite ausgeschwenkt und auf einem
Bahnsteig bewegt werden. Die Rollen oder Walzen 18 können beispielsweise, wie es in
Fig. 8 gezeigt ist, in Aussparungen in der Ladefläche 3 vorgesehen sein, aus welchen
sie geeignet herausragen. Somit kann die Bauhöhe des Waggons 1 gering gehalten werden.
[0057] Fig. 10 zeigt schematisch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäß einsetzbaren
Be- und Entladestation 23 für einen erfindungsgemäßen Waggon 1, wie er beispielsweise
in den Fig. 1 bis 4 und 8 dargestellt ist, mit einem eingefahrenen Waggon 1 in einer
Ansicht von der Seite. Die Be- und Entladestation 23 weist zwei seitliche Zu- bzw.
Abfahrtbereiche 31 auf, zwischen welchen ein Schacht 25 zum Einfahren des Waggons
1 ausgebildet ist. Der Schacht 25 weist eine Tiefe t auf, die etwa der Höhe des Fahr-
und Untergestells 4 des Waggons 1 entspricht. In dem Beispiel von Fig. 10 liegt die
Ladefläche 3 nicht ausgeschwenkt auf dem Untergestell 4 des Waggons 1 auf.
[0058] In einer anderen Variante einer erfindungsgemäß verwendbaren Be- und Entladestation
kann diese auch einen gegenüber dem Gleisbett erhöhten Bahnsteig aufweisen, wodurch
ein Zu- oder Abfahrtsbereich oder der Bahnsteig der Be- und Entladestation etwa auf
Höhe der Ladefläche 3 des Waggons 1 liegt.
[0059] In dem in Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schacht 25 mit einem
Unterboden bzw. Gleisbett 30 aus Schotter ausgebildet, in welchem Gleise 24 verlegt
sind. In einer günstigen Weiterbildung des gegenüber dem Bahnsteig tiefer liegenden
Gleisbettes 30 oder Schachtes 25 ist zumindest das Gleisbett bzw. der Unterboden des
Schachtes 25 aus Beton ausgebildet, wobei entsprechend auch die Gleise 24 in dem Beton
verlegt sind. Dies hat den Vorteil, dass sich das Gleisbett nicht mit der Zeit absenkt,
sodass die Höhe der Ladefläche 3 des Waggons 1 bei gleicher Belastung bei Einfahrt
in den Schacht 25 zu unterschiedlichen Zeitpunkten immer gleich bleibt. Dies ist insbesondere
deswegen beachtlich, da die typische Gleisbettabsenkung von in Schotter verlegten
Gleisen zurzeit etwa 7 cm/Jahr beträgt. Indem das Gleisbett oder zumindest der Boden
des Schachtes 25 aus Beton ausgebildet ist, muss dies nicht berücksichtigt werden
und der Hubweg der Zylinder 8, 9 des erfindungsgemäßen Waggons 1 kann beispielsweise
bei etwa 20 cm festgelegt werden. Damit kann der Energieaufwand zum Heben und Senken
der Lasten bei dem erfindungsgemäßen Waggon 1 gesenkt werden.
[0060] Fig. 11 zeigt schematisch den in die Be- und Entladestation 23 aus Fig. 10 eingefahrenen
Waggon 1 in verschiedenen Phasen einer Be- und Entladung. Durch den auf der Ladefläche
3 vorgesehenen Pfeil J ist die Hubrichtung der Ladefläche 3 symbolisch dargestellt.
Dabei kann die Ladefläche 3 im geschwenkten Zustand, aufliegend auf den Walzen 18,
auf den Zu- und Abfahrtbereichen 31 abgesetzt werden und jeweils die Rampe 21, wenn
vorhanden, zum Be- bzw. Entladen abgesenkt werden, sodass beispielsweise ein Lkw auf
der Rampe 21 auf die Ladefläche 3 auffahren kann, bis er vollständig auf der Ladefläche
3 steht. Nachfolgend wird durch die Zylinder 8, 9 die Ladefläche 3 wieder angehoben,
in die Fahrtrichtung des Waggons 1, in gerader Auflage auf dem Untergestell 4, zurückgeschwenkt,
wieder abgesenkt und in dieser Position arretiert. Ferner wird spätestens in dieser
Position auch die Rampe 21 wieder nach oben geklappt.
[0061] Soll die Ladefläche 3 zum Entladen des Lkw an der Be- und Entladestation 23 wieder
ausgefahren werden, wird die Ladefläche 3 durch die Zylinder 8, 9 beispielsweise auf
etwa 20 cm über Bahnsteighöhe angehoben, mittels Zahnstange 37, welche hydraulisch
bewegt wird, und über einen Zahnkranz 15b um einen Winkel α von beispielsweise 45°
auf der Plattform 12 gleitend geschwenkt, bis sie auf dem Bahnsteig aufsitzt, abgesenkt
und die Rampe 21 abgesenkt. Die Sicherungssysteme lösen sich und der Lkw verlässt
die Ladefläche 3 in, entgegen oder diagonal zu der Fahrtrichtung des Zuges. Unmittelbar
danach kann der nächste Lkw auf die Ladefläche 3, wie oben beschrieben, auffahren
und wird gesichert. Die Ladefläche 3 wird wiederum angehoben, geschwenkt und senkt
sich wieder in die Ausgangsposition.
[0062] Beispielsweise können nicht genutzte Bahnflächen im Güterbereich derart umgestaltet
werden, dass Wartebereiche für Lkw zur Verladung und zum "Umsteigen" geschaffen werden.
Hierfür sind Betonfahrspuren mit einer Länge entsprechend der Beweglichkeit und der
Länge eines EU-Normzuges rechts und links neben den Gleisen 24 zu schaffen und auf
Höhe des erfindungsgemäßen Waggons 1 auszufertigen.
[0063] Das erfindungsgemäße Konzept ist insbesondere für Züge mit etwa fünfzig Waggons 1,
zwei Sozialwaggons mit Schlafkabinen, Duschen, WC und Bistro ausgelegt. Als Streckennetz
können Nord-Süd- als auch Ost-West-Verbindungen mit Umsteigemöglichkeiten zum Richtungswechsel
geschaffen werden. Der Transitverkehr kann somit einer Bahnpflicht unterzogen werden.
Somit sind europaweite Durchgangszüge möglich.
[0064] Durch die schnelle und flexible Verladung können Fernverkehrswege auf Straßenlängen
von etwa 150 km zum Be- und Entladen begrenzt werden. Dies hat den Vorteil, dass der
Transitverkehr fast vollständig vom Straßennetz auf die Schiene verlegt werden kann.
Die tägliche Kilometerleistung von Waren kann hierdurch mindestens verdoppelt werden.
Sonn- und Feiertage sowie Lenkzeiten sind bei dem erfindungsgemäßen Konzept unerheblich.
Durch weniger Verbrauch und Schadstoffausstoß sinkt die Umweltbelastung. Energie wird
billiger, da Diesel nicht mehr in dem bisherigen Umfang nachgefragt wird. Zudem können
direkte Bahnarbeitsplätze neu geschaffen werden. Spediteure sparen zudem Maut, Kraftstoff
und Verschleiß. Außerdem können durch die Erfindung Instandhaltungskosten an Straßen
und Brücken stark verringert werden.
1. Waggon (1) zum Transport von Kraftfahrzeugen, selbstfahrenden Maschinen und Anhängern,
welcher eine um einen Drehpunkt schwenkbare Ladefläche (3) und ein Untergestell (4)
unter der Ladefläche (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Waggon (1) eine Trägerfläche hat, die durch das Untergestell (4) realisiert wird,
und dass der Waggon (1) mittig an dem Untergestell (4) einen zwischen dem Untergestell
(4) und der Ladefläche (3) vorgesehenen Dreh- und Hubzylinder (8), der an dem Untergestell
(4) montiert ist, für die Ladefläche (3) und wenigstens zwei jeweils in einem gleichen
Abstand (a) zu dem Dreh- und Hubzylinder (8) in Längsausdehnung (I) der Ladefläche
(3) angeordnete, zwischen dem Untergestell (4) und der Ladefläche (3) vorgesehene
und mit der Hubbewegung des Dreh- und Hubzylinders (8) synchronisierte Stützzylinder
(9) für die Ladefläche (3) aufweist.
2. Waggon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dreh- und Hubzylinder (8) und die Stützzylinder (9) hydraulisch gekoppelt sind.
3. Waggon nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Waggon (1) eine Hydraulikanlage vorgesehen ist, die separat für jeden Waggon
(1) eines Zuges geschalten werden kann.
4. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dreh- und Hubzylinder (8) und die Stützzylinder (9) in einem abgesenkten Bereich
(5) zwischen dem Untergestell (4) und der Ladefläche (3) vorgesehen sind.
5. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Stützzylindern (9) jeweils eine an dem Untergestell (4) befestigte Plattform
(12) vorgesehen ist, auf der die Ladefläche (3) aufliegt.
6. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dreh- und Hubzylinder (8) einen Drehteller (14) aufweist, der umfangsseitig durch
einen Führungsmechanismus (15a, 15b, 28) geführt ist.
7. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehteller (14) des Dreh- und Hubzylinders (8) einen Durchmesser (d) aufweist,
der etwa der Breite (b) der Ladefläche (3) entspricht.
8. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dreh- und Hubzylinder (8) eine Sicherungsverzahnung (16, 17) aufweist.
9. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vorderen und in einem hinteren Bereich unten an der Ladefläche (3) Rollen
oder Walzen (18) vorgesehen sind.
10. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Untergestell (4) auf Gleisen (24) absetzbare Abstützvorrichtungen (40, 42)
vorgesehen sind.
11. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Untergestell (4) bolzenförmige Sicherungselemente (19) vorgesehen sind, die
in entsprechende Aussparungen (20) in der Ladefläche (3) eingreifen können.
12. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Ladefläche (3) Sicherungsböcke (39) vorgesehen sind.
13. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Waggon (1) wenigstens eine hydraulisch aufrichtbare und absenkbare Rampe (21)
vorgesehen ist.
14. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladefläche (3) in einem vorderen und/oder einem hinteren Endbereich rampenförmig
abgesenkt ist.
15. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Waggon (1) einen Koppelmechanismus (22) zu einem nächsten Waggon aufweist, dessen
Länge (k) an das Maß einer Überlappung der Waggonlänge durch die Ladefläche (3) bei
deren Schwenkbewegung angepasst ist.
16. Waggon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich an der Ladefläche (3) wenigstens ein Hub- und/oder Schwenkbegrenzungsfühler
(41) vorgesehen ist.
1. Wagon (1) for transporting motor vehicles, self-propelling machines and trailers,
which wagon (1) has a load bed (3) which can be pivoted about a pivot point and a
bogie (4) below the load bed (3),
characterized in that
the wagon (1) has a carrier bed which is realized by the bogie (4), and in that the wagon (1) has, centrally on the bogie (4), a rotating and lifting cylinder (8)
for the load bed (3), which rotating and lifting cylinder (8) is provided between
the bogie (4) and the load bed (3) and is mounted on the bogie (4), and at least two
supporting cylinders (9) for the load bed (3), which supporting cylinders (9) are
arranged in each case at an identical spacing (a) from the rotating and lifting cylinder
(8) in the longitudinal extent (I) of the load bed (3), are provided between the bogie
(4) and the load bed (3) and are synchronized with the lifting movement of the rotating
and lifting cylinder (8).
2. Wagon according to claim 1, characterized in that the rotating and lifting cylinder (8) and the supporting cylinders (9) are coupled
hydraulically.
3. Wagon according to claim 1 or 2, characterized in that a hydraulic system which can be switched separately for each wagon (1) of a train
is provided on the wagon (1).
4. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that the rotating and lifting cylinder (8) and the supporting cylinders (9) are provided
in a recessed region (5) between the bogie (4) and the load bed (3).
5. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that in each case one platform (12) which is fastened to the bogie (4) and on which the
load bed (3) rests is provided on the supporting cylinders (9).
6. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that the rotating and lifting cylinder (8) has a rotary plate (14) which is guided on
the circumferential side by a guide mechanism (15a, 15b, 28).
7. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that a rotary plate (14) of the rotary and lifting cylinder (8) has a diameter (d) which
corresponds approximately to the width (b) of the load bed (3).
8. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that the rotating and lifting cylinder (8) has a safety serration (16, 17).
9. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that rollers or rolls (18) are provided on the bottom of the load bed (3) in a front and
in a rear region.
10. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that supporting devices (40, 42) which can be lowered onto rails (24) are provided on
the bogie (4).
11. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that pin-shaped securing elements (19) which can engage into corresponding cutouts (20)
in the load bed (3) are provided on the bogie (4).
12. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that securing supports (39) are provided on the load bed (3).
13. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that at least one ramp (21) which can be raised and lowered hydraulically is provided
on the wagon (1).
14. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that the load bed (3) is lowered in the manner of a ramp in a front and/or a rear end
region.
15. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that the wagon (1) has a coupling mechanism (22) to a next wagon, the length (k) of which
coupling mechanism (22) is adapted to the extent of an overlap of the wagon length
by the load bed (3) during its pivoting movement.
16. Wagon according to one of the preceding claims, characterized in that at least one lifting and/or pivoting limit sensor (41) is provided laterally on the
load bed (3).
1. Wagon (1) pour le transport de véhicules automobiles, de machines automotrices et
de remorques, qui comporte un plateau de chargement (3) pouvant pivoter autour d'un
pivot et un châssis (4) sous le plateau de chargement (3),
caractérisé en ce que
le wagon (1) possède une face portante, qui est réalisée par le châssis (4), et en ce que le wagon (1) présente au milieu du châssis (4) un vérin de rotation et de levage
(8) prévu entre le châssis (4) et le plateau de chargement (3), qui est monté sur
le châssis (4), et au moins deux vérins d'appui (9) pour le plateau de chargement
(3) disposés respectivement à une distance égale (a) du vérin de rotation et de levage
(8) dans la direction longitudinale (1) du plateau de chargement (3), prévus entre
le châssis (4) et le plateau de chargement (3) et synchronisés avec le mouvement de
levage du vérin de rotation et de levage (8).
2. Wagon selon la revendication 1, caractérisé en ce que le vérin de rotation et de levage (8) et les vérins d'appui (9) sont couplés par
voie hydraulique.
3. Wagon selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le wagon (1) une installation hydraulique, qui peut être connectée
séparément pour chaque wagon (1) d'un train.
4. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le vérin de rotation et de levage (8) et les vérins d'appui (9) sont prévus dans
une zone surbaissée (5) entre le châssis (4) et le plateau de chargement (3).
5. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu respectivement sur les vérins d'appui (9) une plate-forme (12) fixée
au châssis (4), sur laquelle le plateau de chargement (3) repose.
6. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le vérin de rotation et de levage (8) comporte un plateau rotatif (14), qui est guidé
en périphérie par un mécanisme de guidage (15a, 15b, 28).
7. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un plateau rotatif (14) du vérin de rotation et de levage (8) présente un diamètre
(d) qui correspond sensiblement à la largeur (b) du plateau de chargement (3).
8. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le vérin de rotation et de levage (8) présente une denture de fixation (16, 17).
9. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des rouleaux ou des cylindres (18) dans une région avant et une région
arrière sous le plateau de chargement (3).
10. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le châssis (4) des dispositifs d'appui rétractables (40, 42) sur
des rails (24).
11. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le châssis (4) des éléments de fixation (19) en forme de boulons,
qui peuvent s'engager dans des découpes correspondantes (20) dans le plateau de chargement
(3).
12. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des supports de fixation (39) sur le plateau de chargement (3).
13. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le wagon (1) au moins une rampe (21) pouvant être relevée et abaissée
par voie hydraulique.
14. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plateau de chargement (3) est abaissé en forme de rampe dans une région d'extrémité
avant et/ou arrière.
15. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le wagon (1) présente un mécanisme d'attelage (22) à un wagon voisin, dont la longueur
(k) est adaptée à la dimension d'un chevauchement de la longueur du wagon par le plateau
de chargement (3) lors de son mouvement de pivotement.
16. Wagon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu latéralement sur le plateau de chargement (3) au moins un capteur de
limitation de levage et/ou de pivotement (41).