[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen einteiligen Zuschnitt zum Ausbilden
einer quaderförmigen Verpackung mit oberseitigem um eine Hinterkante schwenkbarem
Klappdeckel gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie eine aus einem solchen
Zuschnitt herstellbare Verpackung.
[0002] Aus der
CH 534 616 der Anmelderin ist eine schachtelförmige Verpackung mit Klappdeckel bekannt, dessen
Stirnlappen und Seitenlappen bei geschlossenem Deckel über die Stirnwand und Seitenwand
des Schachtelkörpers greifen. Die Verpackung weist ferner eine an der Stirnseite des
Schachtelkörpers angeordnete Verriegelungslasche auf, durch die der Klappdeckel in
seiner Schliesslage gehalten wird, wobei die Verriegelungslasche beim Öffnen des Deckels
ausgerückt wird. Zum Einrasten der Verriegelungslasche in dem Klappdeckel sind an
seiner innenseitigen Stirnwand zwei Verriegelungskanten vorhanden, hinter welche die
Verriegelungslasche beim Schliessen des Klappdeckels greift. Durch eine solche Verpackung
ist dauernd für eine gute Sicherung des Klappdeckels in seiner Schliesslage gesorgt
und sie erlaubt dem Verwender ein mehrmaliges Öffnen und zuverlässiges Schliessen
des Klappdeckels.
[0003] Herkömmlicherweise wird zur Verpackungsherstellung ein einteiliger Papier oder Karton
enthaltender Zuschnitt verwendet, der einzelne Felder und Laschen aufweist, die zum
Falten und Verkleben geeignet sind. Jedoch wird die Herstellung einer vorstehend beschriebenen
Verpackung dadurch erschwert, dass in dem Zuschnitt für die Anordnung der Verriegelungslasche
und der Verriegelungskanten zusätzlich Sorge getragen werden muss. Insbesondere durch
die hinzukommenden Faltvorgänge kann die Verarbeitung eines derartigen Zuschnitts
innerhalb eines maschinellen Fertigungsverfahrens und ein maschinengerechtes Befüllen
der Verpackung problematisch sein.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen Zuschnitt der
eingangs genannten Art anzugeben, durch welchen bekannte Zuschnitte dieser Art ersetzt
werden können und der eine maschinengerechte Verarbeitung und Befüllung der zu bildenden
Verpackung mittels gängiger vertikaler und horizontaler Abfüllmaschinen ermöglicht.
[0005] Ein solcher Zuschnitt ist in Patentanspruch 1 angegeben. Die weiteren Patentansprüche
geben bevorzugte Ausführungsformen dieses Zuschnitts an sowie eine daraus hergestellte
Verpackung.
[0006] Der erfindungsgemässe Zuschnitt umfasst also eine Reihe von Feldern, die über parallele
Längsfaltlinien jeweils paarweise miteinander in Verbindung stehen, so dass die Felderreihe
in einem ersten Längsfaltvorgang in eine dreidimensionale Form gebracht werden kann.
Die dabei entstehenden seitlichen Öffnungen erlauben eine vertikale bzw. horizontale
Befüllung dieses dreidimensionalen Grundkörpers. Bevorzugt sind in der Felderreihe
neben dem Deckelstirnfeld und dem Deckeldachfeld wesentliche Elemente zum Ausformen
des Verpackungsunterteils angeordnet, insbesondere ein Rückwandfeld, ein daran anschliessendes
Bodenfeld und ein daran anschliessendes Stirnwandfeld.
[0007] Weiterhin umfasst der erfindungsgemässe Zuschnitt mehrere Einfaltlappen, insbesondere
Deckelseitenlappen oder/und Seitenwandlappen des Verpackungsunterteils, die über jeweils
eine senkrecht zu den Längsfaltlinien verlaufende Querfaltlinie an entgegengesetzten
Aussenkanten einzelner Felder angeschlossen sind. Dadurch lässt sich in einem anschliessenden
Querfaltvorgang der vorgesehene Verpackungsquader ausbilden und an den vorgesehenen
Flächen verkleben. Die an dem Deckelstirnfeld anhängenden Einfaltlappen sind zur Ausbildung
der Verriegelungskanten geeignet und bilden gleichzeitig eine innenseitige Fixierung
des Klappdeckels, die ohne zusätzliche Längsfaltung geschaffen werden kann.
[0008] Vorzugsweise werden durch die beidseitig an den einzelnen Feldern anhängenden Einfaltlappen
nur diejenigen Verpackungsteile ausgebildet, die mit einer Verjüngung oder Abrundung
oder andersartigen Strukturen ausgestattet werden können, durch welche die Querfaltbarkeit
erleichtert wird, während geradkantig und/oder scharfeckig auszubildende Verpackungsabschnitte
innerhalb der längsfaltbaren Felderreihe angeordnet sind.
[0009] Zur Ausbildung der Verriegelungskanten sind verschiedene Ausgestaltungen der Einfaltlappen
denkbar. Gemäss einer ersten Ausführungsform sind die Einfaltlappen als Klebelaschen
ausgebildet, so dass sie beim Ausbilden der Verpackung mit den Deckelseitenlappen
verklebbar sind. Dabei sind durch die in dem Zuschnitt den Deckelseitenlappen zugewandten
Seitenkanten der Klebelaschen die Verriegelungskanten gebildet. Diese wirken nach
Herstellung der Verpackung bei verschlossenem Deckel mit jeweils einer Verriegelungslasche
im Seitenbereich des Verpackungsunterteils zusammen. Die gemäss dieser Variante seitliche
Anordnung der Verriegelungslaschen ermöglicht eine besonders zuverlässige Verriegelung
des Klappdeckels, da diese von der vorgesehenen Handhabungsfläche an der Deckelstirnseite
beabstandet und somit von Krafteinwirkungen bei der Handhabung des Deckels wenig betroffen
sind. Derartige Verriegelungslaschen können in dem Zuschnitt beispielsweise an den
Seitenwandlappen über jeweils eine Querfaltlinie angeschlossen sein. Da sie zweifach
ausgebildet sind und mit jeweils nur einer Verriegelungskante zusammenwirken, können
sie klein dimensioniert sein. Dadurch ist der benötigte Kraftaufwand für den Querfaltvorgang
beim Ausbilden der Verriegelungslasche gering, was insbesondere bei kleineren Verpackungsabmessungen
vorteilhaft ist. Beispielsweise kann bei Verpackungen mit einer kleineren Seitenwandhöhe
als 2 cm die Ausformung einer solchen Verriegelungslasche ohne Beschädigung der Seitenwand
erfolgen.
[0010] Gemäss einer zweiten Ausführungsform sind auf den Einfaltlappen zwei Querfaltlinien
angegeben, durch die sie in jeweils drei Flächenabschnitte unterteilt sind. Die jeweils
an das Deckelstirnfeld angrenzenden inneren Flächenabschnitte sind als Klebelaschen
ausgebildet, so dass sie beim Ausbilden der Verpackung mit den Deckelseitenlappen
verklebbar sind. Entlang der beiden Querfaltlinien wird ein Zurückfalten der Einfaltlappen
ermöglicht, so dass der jeweils mittlere Flächenabschnitt auf dem inneren Flächenabschnitt
zum Liegen kommt und der jeweils äussere Flächenabschnitt in dem Deckelstirnfeld aufliegt.
Derart wird in den vorderen Stirnkantenbereichen eine vorteilhafte Stabilisierung
des so gebildeten Klappdeckels erreicht. Zusätzlich sind durch die Seitenkanten der
in dem Deckelstirnfeld aufliegenden Flächenabschnitte die Verriegelungskanten gebildet.
Diese wirken nach Herstellung der Verpackung bei verschlossenem Deckel mit wenigstens
einer Verriegelungslasche im Stirnbereich des Verpackungsunterteils zusammen. Die
Verriegelungslasche kann in dem Zuschnitt beispielsweise am Ende der Felderreihe an
das Stirnwandfeld anschliessend vorgesehen sein. Eine derartige Verriegelungslasche
kann auch bei Verpackungen mit einer vergleichsweise kleinen Stirnwandhöhe von beispielsweise
kleiner als 2 cm eingesetzt werden, bevorzugt beträgt die Stirnwandhöhe jedoch mindestens
2 cm, um eine Beschädigung der Stirnwand beim maschinellen Ausbilden der Verriegelungslasche
zu vermeiden.
[0011] Durch die vorteilhafte Anordnung der Verriegelungskanten und Verriegelungslasche
kann der beschriebene Zuschnitt bei gleichbleibend maschinengerechter Verarbeitbarkeit
noch erweitert werden, um das Ausbilden einer Verpackung zu ermöglichen, die neben
dem Einrastmechanismus des Klappdeckels zumindest eine weitere Funktionalität aufweist.
Beispielsweise kann in der Felderreihe an das Deckelstirnfeld anschliessend ein Doppelbodenfeld
angeordnet sein, das beim Ausbilden der Verpackung mit dem Bodenfeld verklebbar ist.
Darin wird beispielsweise eine Erstöffnungssicherung der Verpackung dadurch realisiert,
dass an der Längsfaltkante zwischen dem Doppelbodenfeld und dem Deckelstirnfeld ein
Aufreissstreifen angeordnet ist. Alternativ kann eine Erstöffnungssicherung durch
einen perforierten Anschlussbereich in dem Stirnwandfeld gebildet werden, der beim
Ausbilden der Verpackung mit dem Deckelstirnfeld verklebbar ist und derart durch die
Erstöffnung des Klappdeckels aufgerissen wird.
[0012] Nachfolgend ist die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die Zeichungen näher erläutert, anhand welchen sich weitere Eigenschaften und
Vorteile der Erfindung ergeben. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- den ebenen Zuschnitt zur Herstellung einer quaderförmigen Verpackung gemäss einer
ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2:
- eine perspektivische Ansicht dieser Verpackung mit geöffnetem Klappdeckel;
- Fig. 3:
- eine perspektivische Ansicht dieser Verpackung mit geschlossenem Klappdeckel;
- Fig. 4:
- den ebenen Zuschnitt zur Herstellung einer quaderförmigen Verpackung gemäss einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 5:
- eine perspektivische Frontansicht dieser Verpackung mit geöffnetem Klappdeckel; und
- Fig. 6:
- eine perspektivische Seitenansicht dieser Verpackung mit geschlossenem Klappdeckel.
[0013] Die Fig. 1 zeigt den in einer Ebene liegenden einteiligen Zuschnitt 1 einer Faltschachtel
zur Herstellung einer quaderförmigen Verpackung mit einem Klappdeckel. Der Zuschnitt
ist in seinem wesentlichen Bestandteil aus papier- oder pappkartonähnlichem Material
gebildet. Der Verlauf der Faltlinien ist auf dem Zuschnitt durch durchgezogene bzw.
gestrichelte Linien angegeben. Vorzugsweise ist der Zuschnitt entlang der Faltlinien
mit Rillen oder andersartigen das Falten erleichternden Strukturen ausgestattet. Entlang
jeder Faltlinie sind zwei aneinander anschliessende Abschnitte des Zuschnitts miteinander
verbunden. Mit einem Verbindungsmittel, insbesondere Klebstoff, versehene Bereiche
sind durch schraffierte Flächen kenntlich gemacht. Zur besseren Anschaulichkeit sind
die Begrenzungslinien dieser Klebeflächen derart dargestellt, dass sie entweder etwas
über die betreffenden Strukturen des Zuschnitts hinausragen oder innerhalb dieser
Strukturen liegen, wobei je nach Anwendung eine teilweise oder vollständige Bedeckung
der Strukturen mit dem Verbindungsmittel möglich ist.
[0014] In seinem Mittelbereich besteht der Zuschnitt 1 aus einer im Wesentlichen in ihrer
Gesamtkontur rechteckigen Felderreihe 2, in der mehrere im Wesentlichen gleichlange
Felder 3 - 8 über parallele Längsfaltlinien 9 - 13 zusammenhängen. Die Felderreihe
umfasst ein endseitig angeordnetes Deckelstirnfeld 3, ein daran anschliessendes Deckeldachfeld
4, ein daran anschliessendes Rückwandfeld 5, ein daran anschliessendes Bodenfeld 6,
ein daran anschliessendes Stirnwandfeld 7 und ein daran anschliessendes endseitiges
Gegenwandungsfeld 8.
[0015] Das Deckeldachfeld 4 und das Bodenfeld 6 weisen eine im Wesentlichen identische reckteckförmige
Kontur auf. Ihre Querlänge, durch die jeweils eine Breitseite des zu bildenden Verpackungsquaders
festgelegt ist, ist im Vergleich zu den anderen Feldern mehr als doppelt so gross.
Ebenso sind das Rückwandfeld 5 und das Stirnwandfeld 7 in ihrer rechteckförmigen Aussenkontur
im Wesentlichen identisch ausgebildet, um jeweils eine Schmalseite des Verpackungsquaders
zu bilden.
[0016] Das Deckelstirnfeld 3 weist im Vergleich zu dem Stirnwandfeld 7 eine nur wenig kürzere
Querlänge auf. Dadurch wird erreicht, dass nach dem Ausbilden der Verpackung das Deckelstirnfeld
3 bei geschlossenem Klappdeckel das Stirnwandfeld 7 grossflächig übergreift. An seinem
freien Ende ist das Deckelstirnfeld 3 mit einer mittig angeordneten gekrümmten Aussparung
14 versehen, die ein Handhabungsmittel zum Öffnen des Klappdeckels bildet.
[0017] Das Stirnwandfeld 7 weist an seinem an das Gegenwandungsfeld 8 angrenzenden Ende
einen mittig angeordneten, länglich ausgebildeten perforierten Abschnitt 15 auf, der
als vorgesehene Klebefläche mit einem Verbindungsmittel versehen ist. Durch Längsfaltung
an der Längsfaltkante 13 lässt sich das Gegenwandungsfeld 8 verpackungsinnenseitig
auf das Stirnwandfeld 7 auflegen und an der Klebefläche verkleben, wodurch eine doppelwandige
Verstärkung des Stirnwandfelds 7 gewährleistet ist, welches bei der Handhabung der
hergestellten Verpackung am meisten beansprucht wird. Zusätzlich wird dadurch eine
innenwandige Abdeckung des perforierten Anschlussbereichs 15 erreicht, so dass nach
einem Abreissen der Perforation 15 die Stirnwand der Verpackung nicht durchbrochen
ist.
[0018] An den direkt hintereinandergereihten Feldern 3 - 7 der Felderreihe 2 sind an ihren
jeweils entgegengesetzten quergerichteten Aussenkanten jeweils zwei im Wesentlichen
identisch ausgebildete Einfaltlappen 16a - 20a bzw. 16b - 20b angehängt. Über jeweils
eine zugeordnete senkrecht zu den Längsfaltlinien 9 - 13 verlaufende Querfaltlinie
22a - 26a bzw. 22b - 26b stehen die Einfaltlappen 16a - 20a bzw. 16b - 20b mit den
Feldern 3 - 7 über deren gesamte Querlänge in Verbindung.
[0019] Die an das Rückwandfeld 5 und an das Stirnwandfeld 7 beidseitig anschliessenden Einfaltlappen
18a, 18b und 20a, 20b sind im Wesentlichen identisch als nach aussen sich keilförmig
verjüngende Klebelaschen ausgebildet. Dadurch ist eine vereinfachte Querfaltung und
Einfügung derselben in das zu bildende Verpackungsunterteil gewährleistet. Die an
das Bodenfeld 6 beidseitig anschliessenden Einfaltlappen sind zum Verkleben mit den
Klebelaschen 18a, 18b und 20a, 20b vorgesehen, wodurch die Seitenwände des Verpackungsunterteils
gebildet sind, und sind nachfolgend als Seitenwandlappen 19a, 19b bezeichnet. Durch
eine vorteilhafte Abrundung ihrer freiliegenden Ecken ist auch hier eine vereinfachte
Querfaltung gewährleistet.
[0020] An den Seitenwandlappen 19a, 19b ist jeweils im Bereich ihrer entgegengesetzten freien
Aussenkanten eine Verriegelungslasche 21a, 21b vorhanden. Durch jeweils eine weitere
senkrecht zu den Längsfaltlinien 9 - 13 verlaufende Querfaltlinie 27a, 27b ist ein
Einfalten derselben in den Verpackungsaussenraum ermöglicht, so dass ihre freiliegende
Aussenkante nach unten gerichtet ist. Bevorzugt sind die Querfaltlinien 27a, 27b deshalb
als Schnitt auf der Unterseite des Zuschnitts 1 angeordnet, wodurch eine entgegengerichtete
Querfaltung bezüglich der anderen Querfaltlinien 22a - 26a bzw. 22b - 26b vereinfacht
wird. Die Verriegelungslaschen 21a, 21b sind in der vorderen der Stirnwand 7 zugewandten
Hälfte, vorzugsweise im vorderen Drittel, der Querlänge der Seitenwandlappen 19a,
19b angeordnet, wodurch ein Zusammenwirken mit im Deckelinnenraum angeordneten Verriegelungskanten
ermöglicht wird. Ihre freiliegende Aussenkante weist jeweils eine abgerundete Kontur
auf, wodurch einerseits eine erhöhte Querfaltbarkeit und andererseits eine Anpassung
an die Kontur der zugeordneten Verriegelungskanten erreicht ist. Die maschinell problemlos
durchführbare Querfaltung der Verriegelungslaschen 21a, 21b ist ferner durch ihre
Dimensionierung gewährleistet, indem ihre maximale Abmessung durch den Zentralbereich
ihrer abgerundeten Aussenkontur in Richtung der Längsfaltlinien 9 - 13 nicht weniger
als einem Drittel ihrer zu faltenden Querlänge entspricht. Beispielsweise kann ihre
Querlänge ca. 1.5 cm und ihre maximale längsparallele Abmessung ca. 0.6 cm betragen.
[0021] Die zugeordneten Verriegelungskanten 28a, 28b sind an den Einfaltlappen 16a, 16b
vorgesehen, die mit dem Deckelstirnfeld 3 über die beidseitigen Querfaltlinien 16a,
16b in Verbindung stehen. In Verlängerung seiner Stirnkante schliesst jeder der Einfaltlappen
16a, 16b im Wesentlichen an die freie Kante des Deckelstirnfelds 3 an. Die Verriegelungskanten
28a, 28b sind entlang von Aussparungen im dem Deckeldachfeld 4 zugewandten Bereich
der Einfaltlappen 16a, 16b gebildet, welche durch ihre sich nach aussen verjüngende
abgerundete Form an die Aussenkontur der jeweils zugeordnenten Verriegelungslaschen
21a, 21b angepasst sind. Die dem Deckeldachfeld 4 zugewandten Ecken der Einsparungen
weisen ebenfalls eine Rundung auf, um derart die Faltung der Einfaltlappen 16a, 16b
in Querrichtung erleichtern. Die Einfaltlappen 16a, 16b sind als Klebelaschen ausgebildet,
um zur Ausbildung des Klappdeckels mit der Hinterseite der Deckelseitenlaschen 17a,
17b verklebbar zu sein.
[0022] Die Deckelseitenwände werden durch die Einfaltlappen 17a, 17b gebildet, die mit dem
Deckeldachfeld 4 durch die Querfaltlinien 23a, 23b verbunden sind und nachfolgend
als Deckelseitenlappen bezeichnet sind. Die Länge der Deckelseitenlappen 17a, 17b
entspricht in ihrem stirnseitigen Drittel im Wesentlichen der Querlänge des Deckelstirnfelds
3, wobei die Querfaltbarkeit durch eine dünne Einsparung entlang der Stirnkante und
eine Abrundung der freiliegenden Ecken erhöht ist. Der an das stirnseitige Querlängendrittel
anschliessende Bereich weist eine mehr als zwei Drittel der Querlänge umfassende geradlinig
verlaufende Verjüngung auf, so dass das rückseitige Ende der Deckelseitenlappen 17a,
17b nahezu in das Rückwandfeld 5 mündet. Dadurch wird die Schwenkbarkeit des zu bildenden
Klappdeckels erhöht und ein Verkanten desselben an dem Verpackungsunterteil vorteilhaft
vermieden.
[0023] Die Figg. 2 und 3 zeigen eine aus dem Zuschnitt 1 hergestellte Verpackung 30 bestehend
aus einem oberseitigen, d.h. an der Verpackungsoberseite befindlichem, Klappdeckel
31 und einem Verpackungsunterteil 32, wobei der Klappdeckel 31 in Fig. 2 in geöffnetem
und in Fig. 3 in geschlossenem Zustand dargestellt ist. In der Darstellung in Fig.
2 ist insbesondere die Funktionalität der Verpackung 30 einer sicheren Wiederverschliessbarkeit
durch die seitlich angeordneten Verriegelungslaschen 21a, 21b und die jeweils zugeordneten
deckelinnenseitigen Verriegelungskanten 28a, 28b ersichtlich. Ebenso geht die Funktionalität
einer Erstöffnungssicherung mittels des perforierten Anschlussbereichs 15 hervor,
der bei der Erstöffnung der Verpackung 30 mit dem Klappdeckel 31 mitgerissen wird,
so dass in dem aussgerissenen Bereich das Gegenwandungsfeld 8 zum Vorschein tritt.
Die aus dem Stirnwandfeld 7, dem Rückwandfeld 5 und den Seitenwandlappen 19a, 19b
gebildeten Schmalseiten des Verpackungsquaders 30 weisen eine Breite von ca. 2 cm
auf, während die aus dem Deckeldachfeld und dem Bodenfeld gebildeten Breitseiten einen
Breite von ca. 4.5 cm besitzen, wobei der Längendurchmesser des Quaders 30 ca. 8 cm
beträgt.
[0024] Bei der Herstellung und Befüllung der Verpackung 30 erfolgt zunächst eine Schrägwinkelfaltung
bzw. ungefähre Rechtwinkelfaltung der Felder 3 - 7 entlang der Längsfaltlinien 9 -
12 in der jeweils gleichen Faltrichtung hin zur Hinterseite des Zuschnitts 1, sowie
eine vollständige Faltung des Gegenwandungsfelds 8 entlang der Längsfaltlinie 13 in
der ebenfalls gleichen Faltrichtung, so dass das Gegenwandungsfeld 8 auf der Rückseite
des Stirnwandfelds 7 und die Vorderseite des Stirnwandfelds 7 auf der Rückseite des
Deckelstirnfelds 3 zum Liegen kommen. Anschliessend werden die aufeinander aufliegenden
Flächen miteinander verklebt. Insbesondere wird nur der perforierte Anschlussbereich
15 des Stirnwandfelds 7 mit der Rückseite des Deckelstirnfelds 3 verklebt, wodurch
die Erstöffnungssicherung gebildet ist, indem beim Erstöffnen des Deckels 31 nur der
perforierte Bereich 15 mitgerissen wird. Der somit geformte dreidimensionale Grundkörper
weist seitliche Öffnungen entlang den noch ungefalteten Einfaltlappen 16a - 20a, 16b
- 20b auf, wodurch eine vertikale Befüllung desselben ermöglicht wird. Die Verriegelungslaschen
21a, 21b werden nun durch eine im Wesentlichen vollständige Rückfaltung entlang der
zur Rückfaltung ausgebildeten Querfaltlinien 27a, 27b der Vorderseite der Seitenlappen
19a, 19b angenähert und so in ihre Verriegelungsposition gebracht. Im Anschluss daran
wird der Verpackungsquader 30 vollständig ausgebildet, indem die Einfaltlappen 16a
- 20a bzw. 16b - 20b durch eine Rechtwinkelfaltung in Richtung des Innenraums des
Grundkörpers entlang der Querfaltlinien 22a - 26a bzw. 22b - 26b gefaltet und an den
vorgesehenen Klebeflächen 16a, 16b, 18a, 18b, 20a, 20b miteinander verklebt werden.
Die besonders einfache Herstellung der Verpackung 30 aus dem Zuschnitt 1 erfordert
also jeweils nur eine Längsfaltung für jedes Feld der Felderreihe 2 und jeweils nur
eine Querfaltung der zwei jeweils zugeordneten Einfaltlappen, mit einer zusätzlichen
nur einmalig durchzuführenden Gegenfaltung der Verriegelungslaschen 21a, 21b.
[0025] Der in Fig. 4 gezeigte Zuschnitt 40 besteht in seinem Mittelbereich ebenfalls aus
einer im Wesentlichen in ihrer Gesamtkontur rechteckigen Felderreihe 41, in der mehrere
im Wesentlichen gleichlange Felder 42 - 47 über parallele Längsfaltlinien 48 - 52
zusammenhängen. Die Felderreihe umfasst ein endseitig angeordnetes Doppelbodenfeld
42, ein daran anschliessendes Deckelstirnfeld 43, ein daran anschliessendes Deckeldachfeld
44, ein daran anschliessendes Rückwandfeld 45, ein daran anschliessendes Bodenfeld
46 und ein daran anschliessendes Stirnwandfeld 47. Die Felder 43 - 47 entsprechen
in ihrer Aussenkontur im Wesentlichen den Feldern 3 - 7 des in Fig. 1 gezeigten und
voranstehend erläuterten Zuschnitts 1, wobei in dem Stirnwandfeld 47 kein perforierter
Anschlussabschnitt ausgebildet ist und das Bodenfeld 46 als Klebefläche mit einem
Verbindungsmittel ausgestattet ist, um nach Durchführung der Längsfaltung ein Verkleben
mit dem daran aufliegenden Doppelbodenfeld 42 zu gestatten.
[0026] An den direkt hintereinandergereihten Feldern 43 - 47 der Felderreihe 41 sind an
ihren jeweils entgegengesetzten quergerichteten Aussenkanten jeweils zwei im Wesentlichen
identisch ausgebildete Einfaltlappen 56a - 60a bzw. 56b - 60b angehängt. Über jeweils
eine zugeordnete senkrecht zu den Längsfaltlinien 48 - 52 verlaufende Querfaltlinie
62a - 66a bzw. 62b - 66b stehen die Einfaltlappen 56a - 60a bzw. 56b - 60b mit den
Feldern 43 - 47 über deren gesamte Querlänge in Verbindung. Die an dem Deckeldachfeld
44 anhängenden Deckelseitenlappen 57a, 57b und die an dem Bodenfeld anhängenden Seitenwandlappen
59a, 59b sind in ihrer Aussenkontur im Wesentlichen identisch zu den Deckelseitenlappen
17a, 17b bzw. den Seitenwandlappen 19a, 19b des in Fig. 1 gezeigten Zuschnitts 1 ausgebildet.
Die an dem Rückwandfeld 45 und an dem Stirnwandfeld 47 anhängenden Einfaltlappen 58a,
58b bzw. 60a, 60b sind im Wesentlichen identisch zu den Klebelaschen 18a, 18b und
20a, 20b des in Fig. 1 gezeigten Zuschnitts 1 ausgebildet, wobei ihre Aussenkontur
jedoch keine geradlinig nach aussen verlaufende Verjüngung aufweist. Anstelle dessen
wird eine erhöhte Querfaltbarkeit durch dünne im Wesentlichen längsparallel verlaufende
Aussparungen an ihren beiden Seitenrändern gewährleistet. Die Aussparungen sind jeweils
durch eine verbreiterte Anschlussmündung an das Rückwandfeld 45 bzw. an das Stirnwandfeld
47 innenseitig begrenzt. Aussenseitig sind die den Seitenwandlappen 59a, 59b zugewandten
Aussparungen durch endseitige Auflagefortsätze begrenzt zur kantenflächigen Auflage
der Einfaltlappen 58a, 58b bzw. 60a, 60b auf dem Bodenfeld 46 bei der Herstellung
der Verpackung.
[0027] An das Stirnwandfeld 47 ist über eine gegenfaltbare, d.h. zur Vorderseite des Zuschnitts
40 hin faltbare, ebenfalls längsparallel angeordnete Längsfaltlinie 53 eine Verriegelungslasche
54 angeschlossen. Die Verriegelungslasche 54 erstreckt sich über einen Grossteil,
genauer über etwa zwei Drittel, der Endkantenlänge des Stirnwandfelds 47 innerhalb
deren Zentralbereich. Ihre Querlänge entspricht in etwa einem Drittel der Querlänge
des Stirnwandfelds 47 und beträgt in Absolutwerten ca. 1 cm, wodurch eine Längsfaltbarkeit
derselben durch gängige Verpackungsmaschinen ermöglicht ist. Die Dimensionierung der
so gebildeten aussenseitig an der Verriegelungslasche 54 angeordneten Aussparungen
ist derart gewählt, dass ein Eingreifen der Verriegelungslasche 54 in zugeordnete
Verriegelungskanten 68a, 68b an den Einfaltlappen 56a,56b ermöglicht ist. Durch jeweils
eine geradlinig verlaufende Verjüngung entlang der Aussenseiten der Verriegelungslasche
54, die jeweils komplementär auch in den Einfaltlappen 56a, 56b im Bereich der Verriegelungskanten
68a, 68b vorgesehen ist, wird dieser Eingreifmechanismus vorteilhaft unterstützt.
[0028] Die Einfaltlappen 56a, 56b, die mit dem Deckelstirnfeld 43 über die Querfaltlinien
62a bzw. 62b verbunden sind, weisen jeweils zwei weitere Querfaltlinien 69a, 70a bzw.
69b, 70b auf, durch welche eine Unterteilung derselben in jeweils drei im Wesentlichen
gleichlange Flächenabschnitte 71a - 73a bzw. 71b - 73b erzielt ist. Die jeweils aussenseitig
angeordneten Querfaltlinien 70a, 70b sind zur Gegenfaltung des jeweils äusseren Flächenabschnitts
73a, 73b in Richtung der Vorderseite des Zuschnitts 40 vorgesehen, beispielsweise
durch Anordnung einer Perforation auf der Rückseite des Zuschnitts 40. Die innenseitig
angeordneten Querfaltlinien 69a, 69b sind, wie die übrigen Querfaltlinien 62a - 66a
bzw. 62b - 66b des Zuschnitts 40, zur Querfaltung in Richtung der Hinterseite des
Zuschnitts 40 vorgesehen.
[0029] Derart kann bei der Ausbildung der Verpackung eine sogenannte Zick-Zack-Faltung der
Einfaltlappen 56a, 56b durchgeführt werden, bei welcher entlang der innenseitig angeordneten
Querfaltlinien 69a, 69b eine vollständige Faltung durchgeführt wird, so dass die mittleren
Flächenabschnitte 72a, 72b auf der Hinterseite der inneren Flächenabschnitte 71a,
71b deckungsgleich zum Liegen kommen und entlang der aussenseitig angeordneten Querfaltlinien
70a, 70b eine recktwinklige Rückfaltung durchgeführt wird, wodurch die jeweils äusseren
Flächenabschnitte 73a, 73b orthogonal zur Vorderseite der mittleren Flächenabschnitte
72a, 72b abstehen. Durch geeignete Klebeflächen sind die nun mit einer zweifachen
Wandstärke ausgebildete Einfaltlappen 56a, 56b fixierbar. Die Faltbarkeit entlang
den innenseitig angeordneten Querfaltlinien 69a, 69b ist insbesondere durch einen
mittig angeordneten kreisförmigen Durchbruch und eine stirnseitige keilförmige Einsparung
erhöht.
[0030] Die Verriegelungskanten 68a, 68b sind jeweils an der freien dem Deckelstirnfeld 44
zugewandten Ecke des äusseren Flächenabschnitts 73a, 73b angeordnet, der nach der
Zick-Zack-Faltung orthogonal von dem jeweils mittleren Flächenabschnitt 72a, 72b absteht.
Sie sind jeweils durch formgebende Einsparungen gebildet, die an die Querlänge der
Verriegelungslasche 54 und deren aussenseitige keilförmige Verjüngung angepasst sind.
Die inneren Flächenabschnitte 71a, 71b sind vorderseitig als Klebelaschen ausgebildet
und sind somit nach einer Rechtwinkelfaltung an der Hinterseite der Deckelseitenlappen
57a, 57b nach einer Rechtwinkelfaltung derselben festlegbar. Dabei liegt der jeweils
mittlere Flächenabschnitt 72a, 72b auf der Hinterseite des ebenfalls rechtwinklig
gefalteten Deckelstirnfelds 43 auf, so dass die Verriegelungskanten 68a, 68b in ihre
vorgesehene Position zum Zusammenwirken mit der stirnwandseitigen Verriegelungslasche
54 gebracht sind. Durch die doppelwandige Ausbildung der zick-zack-gefaltenen Einfaltlappen
56a, 56b wird dabei die Stabilität in den stirnseitigen Eckbereichen des so gebildeten
Klappdeckels erhöht.
[0031] An einem Ende der Felderreihe 41 ist im Anschluss an das Deckelstirnfeld 43 das Doppelbodenfeld
42 angeordnet, dessen Aussenkontur im Wesentlichen dem Bodenfeld 46 entspricht und
welches auf dessen Klebefläche fixierbar ist. Die Längsfaltlinie 48 zwischen Doppelbodenfeld
42 und Deckelstirnfeld 43 ist durch eine spezielle Perforierung aufreissbar gestaltet.
In geringer als fingerbreiter Beabstandung zu der Längsfaltlinie 48 ist eine hierzu
parallele weitere aufreissbare Perforierungslinie ausgebildet. In dem weniger als
fingerbreiten Bereich zwischen den beiden Perforierungslinien ist somit ein Aufreisstreifen
55 verwirklicht, durch den eine Erstöffnungssicherung der Verpackung bei erstmaliger
Öffnung des Klappdeckels gebildet ist. An einer Aussenseite münden die Perforierungslinien
in keilförmige Aussparungen, die einen erleichterten manuellen Zugriff zu dem Aufreissstreifen
55 gestatten.
[0032] Die Figg. 5 und 6 zeigen eine aus dem Zuschnitt 40 hergestellte Verpackung 80 bestehend
aus einem oberseitigen Klappdeckel 81 und einem Verpackungsunterteil 82, wobei der
Klappdeckel 81 in Fig. 5 in geöffnetem und in Fig. 6 in geschlossenem Zustand dargestellt
ist. In der Darstellung in Fig. 6 ist insbesondere die Funktionalität der Verpackung
80 einer sicheren Wiederverschliessbarbeit durch die frontseitig angeordnete Verriegelungslasche
54 und die zugeordneten deckelinnenseitigen Verriegelungskanten 58a, 58b ersichtlich.
Die aus dem Stirnwandfeld 47, dem Rückwandfeld 45 und den Seitenwandlappen 59a, 59b
gebildeten Schmalseiten des Verpackungsquaders 80 weisen einen Breitendurchmesser
von ca. 3 cm auf, während die aus dem Deckeldachfeld und dem Bodenfeld gebildeten
Breitseiten einen Breitendurchmesser von ca. 8.5 cm besitzen, wobei der Längendurchmesser
des Quaders 30 ca. 12.5 cm beträgt.
[0033] Bei der Herstellung der Verpackung 80 erfolgt zunächst eine Rechtwinkelfaltung der
Felder 42 - 47 entlang der Längsfaltlinien 48 - 52 in der jeweils gleichen Faltrichtung
in Richtung der Hinterseite des Zuschnitts 41, sowie eine im Wesentlichen vollständige
Gegenfaltung der Verriegelungslasche 54 in Richtung der Vorderseite des Zuschnitts
41 entlang der Längsfaltlinie 13 in der ebenfalls gleichen Faltrichtung. Dabei kommt
die Vorderseite des Bodenfelds 46 auf der Rückseite des Deckelstirnfelds 42 zum Liegen
und die beiden aufeinander aufliegenden Flächen werden miteinander verklebt. Der somit
geformte Grundkörper weist seitliche Öffnungen entlang der ungefalteten Einfaltlappen
56a - 60a bzw. 56b - 60b auf, wodurch eine vertikale Befüllung desselben ermöglicht
wird. Nun erfolgt die voranstehend erläuterte Zick-Zack-Faltung der Einfaltlappen
56a, 56b, so dass die Verriegelungskanten 68a, 68b von den innenseitig angeordneten
Querfaltlinien 69a, 69b orthogonal weggerichtet sind. Im Anschluss daran wird der
Verpackungsquader 80 vollständig ausgebildet, indem die Einfaltlappen 56a - 60a bzw.
56b - 60b durch eine Rechtwinkelfaltung in Richtung des Innenraums des Grundkörpers
entlang der Querfaltlinien 62a - 66a bzw. 62b - 66b gefaltet und an den vorgesehenen
Klebeflächen 71a, 71b, 58a, 58b, 60a, 60b miteinander verklebt werden. Die besonders
einfache Herstellung der Verpackung 80 aus dem Zuschnitt 1 erfordert also jeweils
nur eine Längsfaltung für jedes Feld der Felderreihe 2 und jeweils nur eine Querfaltung
der zwei jeweils zugeordneten Einfaltlappen, mit einer zusätzlichen nur einmalig durchzuführenden
Gegenfaltung der Verriegelungslasche 54 und einer Zick-Zack-Faltung der der Einfaltlappen
56a, 56b.
[0034] Bei einer maschinengerechten Verarbeitung wird der Zuschnitt 1, 40 in einem ersten
Schritt in einer Klebemaschine in Erstreckungsrichtung der Felderreihe 2, 41 aufgerollt,
wobei eine Erstfaltung entlang der vorgesehenen Längsfaltlinien durchgeführt wird
und dadurch ein dreidimensionaler im Wesentlichen quaderförmiger Grundkörper entsteht.
Im zweiten Schritt wird dieser Grundkörper mittels der jeweiligen an mindestens einem
Feld der Felderreihe 2, 41 vorgesehenen Klebefläche 15, 46 fixiert. Da sich die Einfaltlappen
im noch ungefalteten Zustand befinden, kann im dritten Schritt durch die so gebildeten
seitlichen Öffnungen des Grundkörpers eine herkömmliche maschinengerechte vertikale
Befüllung der zu bildenden Verpackung durchgeführt werden. Im vierten Schritt erfolgt
dann die maschinengerechte Faltung der Einfaltlappen entlang der vorgesehenen Querfaltlinien
und die Verklebung derselben, um schliesslich zu der in den Figg. 2, 3 bzw. in den
Figg. 5, 6 gezeigten Verpackung zu gelangen.
[0035] Aus der vorangehenden Beschreibung sind dem Fachmann Abwandlungen des erfindungsgemässen
Zuschnitts zugänglich, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen, der allein
durch die Patentansprüche definiert ist. Denkbar ist u.a.:
- Die Einfaltlappen 16a - 20a, 16b - 20b, 56a - 60a, 56b - 60b, insbesondere die Deckelseitenlappen
17a, 17b, 57a, 57b und/oder die Seitenwandlappen 19a, 19b, 59a, 59b, können abseits
ihrer Querfaltlinie 22a - 26a, 22b - 26b, 62a - 66a, 62b - 66b eine beliebige Struktur
aufweisen und neben der genannten Funktion beliebige weitere Funktionen aufweisen,
insbesondere andere mittels aussenseitiger Querfaltlinien angeschlossene Bereiche
aufweisen.
- Neben den gezeigten Ausführungsbeispielen mit einer frontseitigen bzw. zwei seitlich
angeordneten Verriegelungslaschen 54 bzw. 21a, 21b ist auch eine Konstellation mit
einer beliebigen Kombination von frontseitigen und seitlichen Verriegelungslaschen
und zugeordneten Verriegelungskanten denkbar. Ebenso können die zwei gezeigten Varianten
einer Erstöffnungssicherung in einem einteiligen Zuschnitt kombiniert werden.
1. Einteiliger Zuschnitt zum Ausbilden einer quaderförmigen Verpackung (30, 80) mit oberseitigem
um eine Hinterkante schwenkbarem Klappdeckel (31, 81), der zum Übergreifen von Stirnwand
und Seitenwänden des Verpackungsunterteils (32, 82) geeignet ist, wobei in dem Klappdeckel
(31, 81) zwei Verriegelungskanten (28a, 28b, 68a, 68b) vorgesehen sind, die an mindestens
einer Verriegelungslasche (21a, 21b, 54) des Verpackungsunterteils (32, 82) einrastbar
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Zuschnitt (1, 40) zum Ausformen des Klappdeckels (31, 81) ein Deckeldachfeld
(4, 44) und ein Deckelstirnfeld (3, 43) aufweist, die in einer über parallele Längsfaltlinien
(9-13, 48-53) zusammenhängenden Felderreihe (2, 41) aneinandergrenzend angeordnet
sind, sowie zwei Deckelseitenlappen (17a, 17b, 57a, 57b), die über jeweils eine senkrecht
zu den Längsfaltlinien (9-13, 48-53) verlaufende Querfaltlinie (23a, 23b, 63a, 63b)
an entgegengesetzten Aussenkanten des Deckeldachfelds (4, 44) anhängen,
- und der Zuschnitt (1, 40) zur innenseitigen Fixierung des Klappdeckels (31, 81)
und zur Ausbildung der Verriegelungskanten (28a, 28b, 68a, 68b) zwei Einfaltlappen
(16a, 16b, 56a, 56b) aufweist, die über jeweils eine senkrecht zu den Längsfaltlinien
(9-13, 48-53) verlaufende Querfaltlinie (22a, 22b, 62a, 62b) an entgegengesetzten
Aussenkanten des Deckelstirnfelds (3, 43) anhängen.
2. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfaltlappen als Klebelaschen (16a, 16b) ausgebildet sind, so dass sie beim
Ausbilden der Verpackung mit den Deckelseitenlappen (17a, 17b) verklebbar sind, wobei
durch die in dem Zuschnitt (1) den Deckelseitenlappen (17a, 17b) zugewandten Seitenkanten
der Klebelaschen (16a, 16b) die Verriegelungskanten (28a, 28b) gebildet sind.
3. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfaltlappen (56a, 56b) durch zwei senkrecht zu den Längsfaltlinien (9-13, 48-53)
verlaufende Querfaltlinien (69a, 69b, 70a, 70b) in drei Flächenabschnitte (71a, 71b,
72a, 72b, 73a, 73b) unterteilt sind, wobei die jeweils an das Deckelstirnfeld (43)
angrenzenden inneren Flächenabschnitte als Klebelaschen (71a, 71b) ausgebildet sind,
so dass sie beim Ausbilden der Verpackung (80) mit den Deckelseitenlappen (57a, 57b)
verklebbar sind und die jeweils endseitig freiliegenden äusseren Flächenabschnitte
(73a, 73b) durch Zurückfalten an dem Deckelstirnfeld (43) auflegbar sind, wobei durch
die in dem Zuschnitt (40) den Deckelseitenlappen (57a, 57b) zugewandten Seitenkanten
der äusseren Flächenabschnitte (73a, 73b) die Verriegelungskanten (68a, 68b) gebildet
sind.
4. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ausformen des Verpackungsunterteils (32, 82) in der Felderreihe (2, 41) an das
Deckeldachfeld (4, 44) anschliessend ein Rückwandfeld (5, 45), ein daran anschliessendes
Bodenfeld (6, 46) und ein daran anschliessendes Stirnwandfeld (7, 47) angeordnet sind,
wobei zwei Seitenwandlappen (19a, 19b, 59a, 59b) über jeweils eine senkrecht zu den
Längsfaltlinien (9-13, 48-53) verlaufende Querfaltlinie (25a, 25b, 59a, 59b) an entgegengesetzten
Aussenkanten des Bodenfelds (6, 46) anhängen.
5. Zuschnitt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwandlappen (19a, 19b) über jeweils eine senkrecht zu den Längsfaltlinien
(9-13, 48-53) verlaufende Querfaltlinie (27a, 27b) jeweils eine Verriegelungslasche
(21a, 21b) anhängt.
6. Zuschnitt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Felderreihe (2, 41) an das Stirnwandfeld (7, 47) anschliessend eine Verriegelungslasche
(54) anhängt.
7. Zuschnitt nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Stirnwandfeld (7, 47) an der dem Bodenfeld (6, 46) entgegengesetzten Längskante
ein perforierter Anschlussbereich (15) ausgebildet ist, der beim Ausbilden der Verpackung
(30, 40) mit dem Deckelstirnfeld (3, 43) verklebbar ist, um derart eine Erstöffnungssicherung
der Verpackung (30, 80) zu bilden.
8. Zuschnitt nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Felderreihe (2, 41) an das Stirnwandfeld (7, 47) anschliessend ein Gegenwandungsfeld
(8) angeordnet ist, das beim Ausbilden der Verpackung (30, 80) zur innenseitigen Verdeckung
des perforierten Anschlussbereichs (15) mit dem Stirnwandfeld (7, 47) verklebbar ist.
9. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Felderreihe (2, 41) an das Deckelstirnfeld (3, 43) anschliessend ein Doppelbodenfeld
(42) angeordnet ist, das beim Ausbilden der Verpackung (30, 80) mit dem Bodenfeld
(46) verklebbar ist, wobei an der Längsfaltkante (48) zwischen dem Doppelbodenfeld
(42) und dem Deckelstirnfeld (3, 43) ein Aufreissstreifen (5) zur Erstöffnungssicherung
der Verpackung (30, 80) angeordnet ist.
10. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungskanten (28a, 28b, 68a, 68b) entlang von Aussparungen in den Einfaltlappen
(16a, 16b, 56a, 56b) ausgebildet sind, die zu der Verriegelungslasche (21a, 21b, 54)
in ihrer Aussenform komplementär sind.
11. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnwandfeld (7, 47), das Rückwandfeld (5, 45) und die Seitenwandlappen (19a,
19b, 59a, 59b) als jeweils eine Schmalseite des zu bildenen Verpackungsquaders (30,
80) vorgesehen sind, deren Länge höchstens der halben Länge, vorzugsweise höchstens
einem Drittel der Länge, der Breitseite entspricht.
12. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der Felder der Felderreihe (2, 41) eine Klebefläche (15, 46) zur
Befestigung eines daran aufliegenden Feldes vor dem Befüllen des aus der Felderreihe
(2, 41) gebildeten Körpers vorhanden ist.
13. Verpackung (30, 80) von im Wesentlichen quaderförmiger Form, hergestellt durch Falten
eines Zuschnitts (30, 80) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12 und Verbinden, insbesondere
Verkleben, der dafür vorgesehenen Flächen miteinander.
14. Verpackung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch zwei Verriegelungslaschen (21a, 21b), die mit jeweils einer freiliegenden Oberkante
einer jeweiligen Seitenwand (19a, 19b) über einen Rill (27a, 27b) verbunden sind und
mit jeweils einer der Verriegelungskanten (16a, 16b) in dem Klappdeckel (31, 81) zusammenwirken.