[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Reinigungstabletten unter
Verwendung eines Basistensids mit einem Tensidanteil von mindestens 30 Gewichtsprozenten
unter Zusatz von Natriumhydrogencarbonat und Zitronensäure.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2006 029 793 A1 bekannt.
[0003] Der oben genannten Druckschrift nach können Reinigungstabletten mit einem höheren
Tensidgehalt hergestellt werden, als vergleichbare Reinigungstabletten, die dem dort
angegebenen Stand der Technik entsprechen. Bei Einsatz einer gleichgroßen Masse eines
Reinigungskonzentrates in Tablettenform kann eine nach dem dortigen Verfahren hergestellte
Reinigungstablette eine größere Menge Wasser als Reinigungsvolumen nutzbar machen,
als diejenigen Reinigungstabletten, auf die sich die oben genannte Druckschrift bezieht.
Weiterhin kann durch den erhöhten Tensidgehalt auf zusätzliche Reinigungshilfsstoffe,
wie z.B. Phosphate, verzichtet werden.
[0004] Zu beachten hierbei ist, dass sich eine weitere Erhöhung des Tensidgehaltes nachteilig
auf die Löslichkeit eines Reinigungskonzentrats in Wasser auswirken kann, so dass
zu erwarten ist, dass allein durch eine Erhöhung des Tensidanteils im Reinigungskonzentrat
nicht automatisch eine Steigerung der Reinigungsleistung des Reinigungskonzentrats
folgen wird.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung
eines pressbaren Reinigungskonzentrats auf Tensidbasis anzugeben, mit dem besagte
Reinigungstabletten herstellbar sind, die im Vergleich zu den Reinigungstabletten
aus dem Stand der Technik bei gleichem Einsatz einer vorbestimmten Masse eines tablettierten
Reinigungskonzentrats eine deutlich gesteigerte Menge Wasser als Reinigungsvolumen
nutzbar machen, wobei die Reinigungskraft des Reinigungsvolumens und die Löslichkeit
der Reinigungstablette in Wasser zumindestens gleich bleibend ist und ohne dass zur
Lösung der Aufgabe auf Reinigungshilfsstoffe zurückgegriffen werden muss.
[0006] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
[0007] Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass trotz des hohen Gewichtprozent-Anteils
an Tensiden eine gute Löslichkeit in Wasser sichergestellt ist. Dieser Vorteil wird
dadurch erreicht, dass ein Tensidgranulat vor dem Pressen zu Reinigungstabletten mit
einer aus sauren und gasabspaltenden Bestandteilen bestehenden homogenen Brausebasis
vermengt wird, und so die Granulatteilchen nach dem Verpressen als eingebettete Bestandteile
der homogenen Brausebasis vorliegen, wobei die Bestandteile der Brausebasis erfindungsgemäß
miteinander vermahlen sind.
[0008] Die Erfindung hat erkannt, dass mit zunehmend feinerem Mahlgrad die Dichte der Körnung
des Brausepulvers erhöht wird, so dass eine hohe Anzahl an Brausepulverkörnern unmittelbar
mit der Oberfläche der Granulatteilchen in Kontakt treten kann. Mit einem entsprechend
eingestellten Mahlgrad kann somit beim Vermengen eine dichte Besetzung der Granulatoberfläche
mit einer oberflächenaktiven Substanz - der Brausebasis - erreicht werden. Bei Kontakt
mit Wasser entfaltet die oberflächenaktive Substanz ihre Wirkung in der Reinigungstablette
durch die gasabspaltenden Bestandteile, indem aus der Reaktion mit Wasser Gasbläschen
heraustreten, welche auf die Oberfläche der eingebetteten Tenside auftreffen. Bei
einer erfindungsgemäß dichten Besetzung der Oberfläche des Tensidgranulats wirken
entsprechend viele Gasbläschen unmittelbar auf die Granulatoberfläche ein und bewirken
ein Herausbrechen von kleineren Tensidteilchen aus dem Tensidgranulat. Hierduch wird
eine gute Löslichkeit des Tensidgranulats in Wasser, auch bei einem hohen Tensidanteil,
erreicht.
[0009] Einhergehend mit einer feinen Brausepulverkörnung wird auch ein entsprechend vielschichtiger
Aufbau der Brausebasis erreicht, welcher ebenfalls vorteilhaft auf die Löslichkeit
der Tenside einwirkt, da die Brausebasis Schicht für Schicht im Wasser reagieren kann.
[0010] Die Granulatform des Tensidgranulats kann beispielsweise kugelförmig sein, um ein
vorteilhaftes Verhältnis der Ausbildung des Granulatkörpers in Bezug auf dessen Oberfläche
zu erreichen, so dass bezüglich der Größe der Granulatteilchen eine verhältnismäßig
große Oberfläche mit dem Brausepulver besetzt werden kann.
[0011] Weiterhin kann die Feinheit des Brausepulvers nach dem Mahlen vorteilhaft weiter
erhöht werden, indem das gemahlene Brausepulver zu einem noch feineren Pulver gesiebt
wird.
[0012] Der saure Bestandteil der Brausebasis kann beispielsweise aus Zitronensäure, Bernsteinsäure,
Weinsäure oder anderen Säuren, bzw. Mischungen aus diesen, bestehen.
[0013] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass Natriumhydrogencarbonat und Zitronensäure im
Verhältnis ihrer Anteile in der Reinigungstablette zu einem homogenen Gemisch vermahlen
werden. Hierdurch wird ein feines homogenes Pulver als Brausebasis erzeugt, dessen
Eigenschaft insbesondere für eine schnelle und vollständige Löslichkeit der in der
Reinigungstablette eingebetteten Tenside im Wasser von Bedeutung ist.
[0014] Darüber hinaus besitzen Säuren typischerweise die Eigenschaft einer Säurungskomponente
und können zum Einstellen eines niedrigen oder milden pH-Wertes von Wasch- und Reinigungsflüssigkeiten
dienen.
[0015] Weiterhin sieht die Erfindung vor, dass das homogene Gemisch und das Basistensid
in Granulatform in entsprechendem Verhältnis zusammengeführt und zusammen zu einem
Konzentratpulver gemischt werden, welches anschließend zu Reinigungstabletten verpressbar
ist.
[0016] Aus der Erfindung ergibt sich weiterhin der Vorteil, dass mit dem Konzentratpulver
ein pressbares Reinigungskonzentrat geschaffen wird, welches nach dem Pressvorgang
zum einen unabhängig vom Tensidgehalt des verwendeten Basistensids eine schnelle und
vollständige Löslichkeit der Reinigungstablette, auch in kaltem Wasser, sicher stellt
und zum anderen bei steigendem Tensidanteil im Basistensid zu einer entsprechend gesteigerten
potentiellen Reinigungsleistung des Reinigungskonzentrats führt.
[0017] So kann erfindungsgemäß pro eingesetzter Masse des gepressten Reinigungskonzentrats
mit steigendem Tensidgehalt im Basisgranulat eine entsprechend größere Menge Wasservolumen
zu Reinigungszwecken genutzt werden, wobei die größere Menge Wasser derart bemessen
werden kann, dass die Reinigungsleistung der ursprünglichen Waschwassermenge nicht
nur gleichbleibend ist, sondern sogar verbessert werden kann.
[0018] Vorzugsweise wird ein verpressbares Basistensid verwendet, um die Verpressbarkeit
des Konzentratpulvers zu unterstützen.
[0019] So kann das Konzentratpulver selbst dann noch zu Reinigungstabletten gepresst werden,
wenn das zur Brausebasis vermahlende homogene Pulver derart fein vermahlen wird, dass
dieses eine puderartige Substanz aufweist.
[0020] Erfindungsgemäß kann ohne Einschränkungen der sich aus dem Konzentratpulver ergebenden
Reinigungsleistung auf Reinigungshilfsstoffe, wie z.B. Phosphate oder Trinatriumnitrilotriacetat,
verzichtet werden.
[0021] Gleichwohl kann mit einer erfindungsgemäßen Reinigungstablette Wasser in Reinigungsflüssigkeit
umgewandelt werden, mit welcher Oberflächen rückstandsfrei von Reinigungsmittelresten
gereinigt werden können.
[0022] Bezogen auf das Gewicht des Basistensids in Granulatform weist der Tensidanteil im
Basistensid einen Wert auf, der vorzugsweise zwischen 30 Gewichtsprozenten und 90
Gewichtsprozenten angeordnet ist.
[0023] Je nach Anwendungsfall kann die Reinigungsleistung des zur Reinigungstablette gepressten
Reinigungskonzentrats individuell mittels entsprechend gewählten Tensidgehalts im
Basistensid eingestellt werden.
[0024] Die erfindungsgemäß hergestellten Reinigungstabletten können beispielsweise als Scheibenreiniger,
Lackreiniger, Autoschampoo, Haushaltsreiniger, Industriereiniger oder dergleichen
verwendet werden. Insbesondere durch die vorteilhafte Dosierbarkeit von Reinigungstabletten
können diese beispielsweise auch in automatisierten Waschsystemen zum Einsatz kommen.
[0025] Für eine maximale Reinigungsleistung des zur Reinigungstablette verpressten Konzentratpulvers
weist das Basistensid, bezogen auf dessen Gewicht, einen bevorzugten Tensidanteil
von 90 Gewichtsprozent auf.
[0026] Wesentlich hierbei ist, dass durch das erfindungsgemäße Verfahren Reinigungstabletten
mit einem besonders hohen Tensidanteil herstellbar sind, wobei durch den hohen Tensidanteil
die Löslichkeit der Reinigungstabletten in Wasser, aufgrund der erreichbaren hohen
Körnungsdichte des Brausepulvers, nicht beeinträchtigt wird und eine hohe potentielle
Reinigungsleistung des Reinigungskonzentrats erfolgt.
[0027] Zum Zwecke einer leichten Einführung der Reinigungstablette, beispielsweise durch
die Öffnung eines Reinigungsbehälters, wird vorgeschlagen, dass das Volumen der gepressten
Reinigungstablette kleiner oder gleich 1,5 cm
3 ist.
[0028] Es hat sich herausgestellt, dass sich die Konsistenz des Konzentratpulvers vorteilhaft
verbessert, wenn der Prozess der Vermischung zum Konzentratpulver bezüglich des natürlichen
Luftdrucks unter erhöhtem Druck erfolgt.
[0029] Hierzu wird weiterhin vorgeschlagen, dass der Prozess der Vermischung zum Konzentratpulver
so ausgeführt wird, dass bezüglich der Einzelkomponenten ein homogenes Konzentratpulver
entsteht.
[0030] Dieser Vorgang kann beispielsweise unterstützt werden, indem das Basistensid in Granulatform
bereits während des laufenden Prozesses des Vermahlens zum homogenen Gemisch mit diesem
in entsprechendem Verhältnis zusammengeführt wird.
[0031] Hierbei ist vorgesehen, dass der Prozess des Vermahlens zum homogenen Gemisch mit
einem Mindestmahlgrad erfolgt, so dass eine vollständige Auflösung des Basistensids
in Granulatform erfolgt. Die Gesamtoberfläche des Tensidgranulats wird durch den Mahlvorgang
weiter vergrößert, so dass noch mehr Angriffsfläche für die aus der Brausebasis heraustretenden
Gasbläschen besteht.
[0032] Der hierdurch erzielbare Vorteil liegt darin, dass zum einen die Konsistenz des Konzentratpulvers,
also der Pressmasse, weiter verbessert wird und zum anderen die Löslichkeit der Tenside
aus der gepressten Reinigungstablette noch besser unterstützt wird.
[0033] Zudem kann eine verbesserte Konsistenz des Konzentratpulvers günstig auf dessen Verpressbarkeit
einwirken.
[0034] Die gepresste Reinigungstablette weist in einer bevorzugten Ausführungsvariante bezogen
auf ihr Gewicht einen Tensidanteil von 65 Gewichtsprozenten auf.
[0035] Die gepresste Reinigungstablette kann bezogen auf ihr Gewicht beispielsweise aus
55 bis 85 Gewichtsprozenten granulierten Basistensid, aus 10 bis 30 Gewichtsprozenten
Zitronensäure und 2 bis 18 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat bestehen.
[0036] Vorzugsweise kann die Reinigungstablette bezogen auf ihr Gewicht auch aus 65 bis
75 Gewichtsprozenten granulierten Basistensid, aus 15 bis 25 Gewichtsprozenten Zitronensäure
und 7 bis 13 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat bestehen.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Reinigungstablette bezogen auf ihr
Gewicht aus 72 Gewichtprozenten granulierten Basistensids, 18,8 Gewichtsprozenten
Zitronensäure und 9,2 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat.
[0038] So können 3,5 Gramm des erfindungsgemäß hergestellten und tablettierten Reinigungskonzentrats
in Wasser gelöst 9 Liter gebrauchsfertige Reinigungsflüssigkeit ergeben. Der pH-Wert
dieser Einsatzkonzentration kann zwischen ca. 5,5 und 6,0 liegen.
[0039] Aufgrund von linearen Zusammenhängen ergeben beispielsweise 2,5 Gramm gepresstes
Konzentratpulver dann etwa 6,5 Liter gebrauchsfertige Reinigungsflüssigkeit.
[0040] Pro verwendeter Masse einer erfindungsgemäß hergestellten Reinigungstablette wird
folglich rund 10 mal mehr Wasser in Reinigungsflüssigkeit umgewandelt, als dies mit
den oben genannten Tabs des Standes der Technik von gleicher Masse möglich ist.
[0041] Optional können auch Farbpigmente und/oder Duftstoffe dem Konzentratpulver zugemischt
werden.
[0042] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0043] Es zeigen:
- Fig.1
- eine schematische Darstellung des erfindungs- gemäßen Verfahrens;
- Fig.2
- eine Schnittdarstellung des Konzentratpulvers in vergrößerter Darstellung;
- Fig.3
- ein einzelnes Granulatteilchen mit vom homogenen Brausepulver-Gemisch besetzter Oberfläche;
- Fig.4
- das Granulatteilchen gem. Fig. 3 bei feinerem Mahlgrad des homogenen Gemisches;
- Fig.5
- eine Schnittdarstellung des zur Reinigungs- tablette gepressten Konzentratpulvers;
[0044] Sofern im Folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets
für alle Figuren.
[0045] Die Figuren zeigen ein Verfahren zur Herstellung von Reinigungstabletten 1 unter
Verwendung eines Basistensids 2 mit einem Tensidanteil von mindestens 30 Gewichtsprozenten
unter Zusatz von Natriumhydrogencarbonat 3 und Zitronensäure 4.
[0046] Insbesondere Fig.1 zeigt, dass die Zitronensäure 4 und das Natriumhydrogencarbonat
3 im Verhältnis ihrer Anteile in der Reinigungstablette 1 zu einem homogenen Gemisch
5 vermahlen werden.
[0047] Das homogene Gemisch 5 und das Basistensid in Granulatform werden in entsprechendem
Verhältnis zusammengeführt und zusammen zu einem Konzentratpulver 6 vermischt.
[0048] In Fig.1 wird gezeigt, dass das Konzentratpulver 6 anschließend zu Reinigungstabletten
1 verpressbar ist. Weiterhin wird dort gezeigt, dass der Pressvorgang beispielsweise
mittels Matrizenstempelpaaren erfolgen kann.
[0049] Mit dem homogenen Gemisch 5 wird ein feinkörniges Pulver als Brausebasis geschaffen,
in dem das Basistensid 2 nach dem Misch- und Pressvorgang eingebettet ist. Dieser
Sachverhalt wird insbesondere in Fig. 2 dargestellt.
[0050] Mit zunehmend feineren Mahlgrad wird die Dichte der Körnung des homogenen Gemisches
5 - also des Brausepulvers - erhöht, so dass möglichst viele Körner des homogenen
Gemisches 5 mit der Oberfläche der Granulatteilchen des Basistensids 2 in Berührung
kommen.
[0051] Hierzu zeigt Fig. 3 ein Granulatteilchen des Basistensids 2, welches mit einer Vielzahl
von Körnern des homogenen Gemisches besetzt ist. Ergänzend zu Fig. 3 zeigt Fig. 4,
dass bei einem feinkörniger gemahlenen homogenen Gemisch 5 noch mehr Körner an der
Oberfläche des Basistensids 2 ansetzen können.
[0052] Erfindungsgemäß wird eine dichte Besetzung der Oberfläche des Basistensids 2 mit
einer oberflächenaktiven Substanz möglich gemacht. Bei Kontakt mit Wasser entfaltet
die Brausebasis der Reinigungstablette 1 ihre Wirkung, indem Gasbläschen austreten
und auf die Oberfläche der eingebetteten Tenside auftreffen. Insbesondere aus den
Fig. 1 und 2 ist nachvollziehbar, dass bei einer erfindungsgemäß ereichbaren dichten
Besetzung der Oberfläche des Basistensids 2 entsprechend viele Gasbläschen auf die
Tensidoberfläche einwirken können, so dass kleinere Tensidteilchen aus dem Tensidgranulat
ausbrechen können. Hierdurch wird selbst bei einem extrem hohen Tensidgehalt des Basistensids
2 eine gute Löslichkeit der Tenside in Wasser erreicht und somit eine hohe Reinigungsleistung
ohne weitere Hilfsmittel.
[0053] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Reinigungstabletten herstellen, deren
Tensidanteil von der Tensidkonzentration im Basistensid 2 bestimmt wird, wobei erfindungsgemäß
unabhängig von der Tensidkonzentration im Basistensid 2 die enthaltenen Tenside in
der Reinigungstablette 1 leicht und schnell in Wasser gelöst werden können.
[0054] In den Ausführungsbeispielen wird gezeigt, dass für das Basistensid 2 ein kugelförmiges
Granulat verwendet wird. Hierdurch wird ein vorteilhaftes Verhältnis des Granulatkörper-Volumens
bezüglich zu dessen Oberfläche erreicht, so dass bezüglich der Ausbildung der Granulatteilchen
möglichst viel Kontaktoberfläche für die Körnung des homogenen Gemisches 5 vorhanden
ist.
[0055] Insbesondere in Fig. 5 wird eine Schnittdarstellung des zur Reinigungstablette 1
gepressten Konzentratpulvers 6 gezeigt. Die Granulatkügelchen des Basistensids 2 berühren
sich punktweise und werden an diesen Stellen zu einem Verbund miteinander zusammengepresst.
Die Granulatkügelchen bilden Zwischenräume in denen sich das homogene Gemisch 5 befindet.
Zum einen erhält die Reinigungstablette 1 eine feste Form und zum anderen liegt eine
genügend große Berührungsfläche für die Vielzahl der Körner des homogenen Gemisches
an den Granulatkügelchen vor. Selbst wenn das homogene Gemisch eine puderartige Substanz
aufweist, kann die Reinigungstablette mit hohem Zusammenhalt aus dem Konzentratpulver
6 gepresst werden.
[0056] Die Konsistenz des Konzentratpulvers 6 kann weiter verbessert werden, wenn der Prozess
der Vermischung des Konzentratpulvers 6 bezüglich des natürlichen Luftdrucks unter
erhöhtem Druck erfolgt.
[0057] Hierzu wird in dem gezeigten Beispiel in Fig. 1 die Vermischung zum Konzentratpulver
6 innerhalb eines unter Druck gesetzten Behälters durchgeführt.
[0058] Eine weitere Verbesserung der Konsistenz des Konzentratpulvers 6 kann erreicht werden,
in dem das Basistensid 2 in Granulatform bereits während des laufenden Prozesses des
Vermahlens zum homogenen Gemisch 5 mit diesem in entsprechendem Verhältnis zusammengeführt
wird.
[0059] Insbesondere wenn das Basitensid 2 bereits während des Mahlvorganges dem homogenen
Gemisch 5 zugeführt wird, erfolgt der Mahlvorgang erfindungsgemäß mit einem Mindestmahlgrad,
so dass eine vollständige Auflösung des Basistensids 2 in Granulatform erfolgt. Die
Gesamtoberfläche des Basistensids 2 in Granulatform wird durch den Mahlvorgang weiter
vergrössert, so dass eine entsprechend größere Angriffsfläche für die unter Wassereinwirkung
aus dem homogenen Gemisch 5 heraustretenden Gasbläschen vorliegt.
[0060] Zum einen wird hierdurch die Konsistenz des Konzentratpulvers weiter verbessert und
zum anderen wird die Löslichkeit der in der gepressten Reinigungstablette vorhandenen
Tenside in Wasser vorteilhaft unterstützt.
[0061] Des weiteren wird der Prozess der Vermischung zum Konzentratpulver 6 in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel so ausgeführt, dass bezüglich der Einzelkomponenten ein homogenes
Konzentratpulver 6 entsteht.
[0062] Erfindungsgemäß kann pro eingesetzter Masse des gepressten Konzentratpulvers 6 zur
entsprechenden Reinigungstablette 1 mit steigendem Tensidgehalt im Basistensid 2 eine
entsprechend größere Menge Wasser zu Reinigungszwecken genutzt werden, wobei die Reinigungsleistung
des gewonnenen Waschwassers im Vergleich zur kleineren Waschwassermenge zumindestens
gleich bleibend ist.
[0063] Ausgehend von einem bevorzugten Tensidanteil von 30 Gewichtsprozenten bis 90 Gewichtsprozenten
im Basistensid 2, bezogen auf dessen Gewicht, können so jeweils Reinigungstabletten
1 für vorbestimmte Wassermengen individuell hergestellt werden.
[0064] Das Volumen der gepressten Reinigungstablette 1 ist in den gezeigten Beispielen nicht
größer als etwa 1,5 cm
3.
[0065] Die Reinigungstablette 1 weist in den gezeigten Ausführungsbeispielen einen Durchmesser
von etwa 18 mm auf und ist etwa 6 mm dick.
[0066] Eine derartig bemessene Reinigungstablette 1 lässt sich beispielsweise leicht in
einen Flüssigkeitsbehälter einer Scheibenwaschanlage eines Kraftfahrzeugs zugeben.
[0067] Weiterhin ist vorgesehen, dass für eine maximale Reinigungsleistung der Reinigungstablette
1 ein Basistensid 2 verwendet wird, welches bezogen auf dessen Gewicht einen bevorzugten
Gewichtsanteil von 90 Prozent aufweist.
[0068] Bezogen auf das Gewicht der Reinigungstablette 1, kann diese hier einem Tensidanteil
von 65 Gewichtsprozenten aufweisen.
[0069] Erfindungsgemäß wird ein Reinigungskonzentrat auf Basis eines hohen Tensidanteils
geschaffen, wodurch bei einer hohen erreichbaren Reinigungsleistung auf Reinigungshilfsstoffe
verzichtet werden kann.
[0070] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ergibt eine 3,5 Gramm schwere Reinigungstablette
1 9 Liter gebrauchsfertige Reinigungsflüssigkeit.
[0071] Der pH-Wert dieser Einsatzkonzentration kann beispielsweise zwischen 5,5 und 6,0
liegen.
[0072] Aufgrund von linearen Zusammenhängen ergeben 2,5 Gramm der gepressten Reinigungstablette
1 6,5 Liter gebrauchsfertiger Reinigungsflüssigkeit.
[0073] Mit einer erfindungsgemäß hergestellten Reinigungstablette 1 von vorbestimmter Masse
wird folglich rund zehn Mal mehr Wasser in Reinigungsflüssigkeit umgewandelt, als
dies bei den oben genannten Tabs des Standes der Technik, von gleicher Masse wie die
vorbestimmte Masse der Reinigungstablette 1, möglich ist.
[0074] Die Reinigungstablette 1 kann bezogen auf ihr Gewicht beispielsweise aus 55 bis 85
Gewichtsprozenten granulierten Basistensids 2, aus 10 bis 30 Gewichtsprozenten Zitronensäure
4 und 2 bis 18 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat 3 bestehen.
[0075] Vorzugsweise kann die Reinigungstablette 1 bezogen auf ihr Gewicht aus 65 bis 75
Gewichtsprozenten granulierten Basistensid 2, aus 15 bis 25 Gewichtsprozenten Zitronensäure
4 und 7 bis 13 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat 3 bestehen.
[0076] In den gezeigten Ausführungsbeispielen besteht die Reinigungstablette 1 bezogen auf
ihr Gewicht aus 72 Gewichtsprozenten granuliertem Basistensid 2, aus 18,8 Gewichtsprozenten
Zitronensäure 4 und 9,2 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat 3.
[0077] Optional können beispielsweise während des Mischprozesses zum Konzentratpulver 6
Farbpigmente und/oder Duftstoffe zugemischt werden, zum Beispiel um jeweils Reinigungstabletten
1 für vorbestimmte Wassermengen von unterschiedlicher Größe farblich zu kennzeichnen.
[0078] Da die Reinigungswirkung des sich aus der Reinigungstablette 1 ergebenden Waschwassers
ausschließlich durch die Tensidkonzentration im Basisgranulat bestimmt wird, erfolgt
die Reinigung von Oberflächen besonders umweltschonend und ohne Rückstände von Reinigungsmittelresten.
[0079] Zudem kann die Reinigung von Oberflächen mittels des erfindungsgemäßen Reinigungskonzentrates
oberflächenschonend erfolgen, so dass sich ein vielseitiges Anwendungsgebiet derartiger
Reinigungstabletten 1 ergibt, beispielsweise zum Reinigen von lackierten Oberflächen,
Glasflächen oder sonstigen kratzempfindlichen Flächen.
[0080] Bezogen auf eine als Reinigungs- bzw. Waschwasser vorbestimmte Menge Wasser, können
die Reinigungstabletten 1 als jeweils voneinander getrennte Einzelelemente ausgebildet
sein. Ebenso ist es aber auch möglich Reinigungstabletten, bzw. Presslinge, so auszubilden,
dass eine Mehrzahl solcher Einzelelemente in einer Reinigungstablette 1 eingebunden
sind, wobei insbesondere durch vorgegebene Sollbruchstellen eine leichte Abtrennbarkeit
von portionierten Einzelelementen vorgesehen ist.
[0081] Dabei ist es von Vorteil, wenn die Reinigungstabletten 1 gegen Feuchtigkeitseinwirkungen
gesichert sind. Hierzu können die Reinigungstabletten 1 beispielsweise in Durchdrückpackungen
luft- und feuchtigkeitsdicht verpackt sein.
[0082] Mittels Durchdrückpackungen können die Reinigungstabletten beispielsweise auch ohne
Hautkontakt vorteilhaft angewendet werden.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Reinigungstablette
- 2
- Basistensid in Granulatform
- 3
- Natriumhydrogencarbonat
- 4
- Zitronensäure
- 5
- homogenes Gemisch
- 6
- Konzentratpulver
1. Verfahren zur Herstellung von Reinigungstabletten (1) unter Verwendung eines Basistensids
(2) mit einem Tensidanteils von mindestens 30 Gewichtsprozenten unter Zusatz von Natriumhydrogencarbonat
(3) und Zitronensäure (4), dadurch gekennzeichnet, dass Zitronensäure (4) und Natriumhydrogencarbonat (3) im Verhältnis ihrer Anteile in
den Reinigungstabletten (1) zu einem homogenen Gemisch (5) vermahlen werden und dass
das homogene Gemisch (5) und das Basistensid (2) in Granulatform in entsprechendem
Verhältnis zusammengeführt und zusammen zu einem Konzentratpulver (6) vermischt werden,
welches anschließend zu Reinigungstabletten (1) verpressbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basistensid (2) in Granulatform einen Tensidanteil von 30 Gewichtsprozenten bis
90 Gewichtsprozenten, bezogen auf das Gewicht des Basistensids (2), aufweist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der gepressten Reinigungstablette (1) kleiner oder gleich 1,5 cm3 ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess der Vermischung zum Konzentratpulver (6) bezüglich des natürlichen Luftdrucks
unter erhöhtem Druck erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess der Vermischung zum Konzentratpulver (6) so ausgeführt wird, dass bezüglich
der Einzelkomponenten ein homogenes Konzentratpulver (6) entsteht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die gepresste Reinigungstablette (1) bezogen auf ihr Gewicht einen Tensidanteil von
mindestens 65 Gewichtsprozenten aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Basistensid (2) in Granulatform bereits während des laufenden Prozesses des Vermischens
zum homogenen Gemisch (5) mit diesem in entsprechendem Verhältnis zusammengeführt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess des Vermahlens zum homogenen Gemisch (5) mit einem derartigen Mindestmahlgrad
erfolgt dass eine vollständige Auflösung des Basistensids (2) in Granulatform erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die gepresste Reinigungstablette (1) bezogen auf ihr Gewicht aus 55 bis 85 Gewichtsprozenten
granulierten Basistensid (2), aus 10 bis 30 Gewichtsprozenten Zitronensäure (4) und
2 bis 18 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat (3) besteht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gepresste Reinigungstablette (1) bezogen auf ihr Gewicht aus 65 bis 75 Gewichtsprozenten
granulierten Basistensid (2), aus 15 bis 25 Gewichtsprozenten Zitronensäure (4) und
5 bis 13 Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat (3) besteht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gepresste Reinigungstablette (1) bezogen auf ihr Gewicht aus 72 Gewichtsprozenten
granulierten Basistensid (2), aus 18,8 Gewichtsprozenten Zitronensäure (4) und 9,2
Gewichtsprozenten Natriumhydrogencarbonat (3) besteht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Basistensid (2) in Granulatform einen Tensidanteil von 90 Gewichtsprozenten aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass 3,5 Gramm einer gepressten Reinigungstablette (1) in Wasser gelöst 9 Liter gebrauchsfertige
Reinigungsflüssigkeit ergeben.