(19)
(11) EP 2 228 511 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.09.2010  Patentblatt  2010/37

(21) Anmeldenummer: 10156314.6

(22) Anmeldetag:  12.03.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 1/70(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.03.2009 DE 202009003329 U

(71) Anmelder: Veka AG
48324 Sendenhorst (DE)

(72) Erfinder:
  • Brünemann, Dirk
    48324, Sendenhorst (DE)

(74) Vertreter: Tarvenkorn, Oliver et al
Patentanwaltskanzlei Tarvenkorn Hafenweg 14
48155 Münster
48155 Münster (DE)

   


(54) Mehrteiliges Schwellenprofil für eine Hebeschiebetür


(57) Ein Schwellenprofil (80) für eine Hebeschiebetür (300, 400) weist eine Mehrzahl von Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) aus Kunststoff und/oder Metall auf, wobei die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) zu einem Schwellenprofil (80, 90, 100) verbunden sind. Die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) sind geschlossen und nebeneinander angeordnet. An den Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) sind zueinander korrespondierende Verbindungsmittel (110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121) vorgesehen, die die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) untereinander verbinden, wobei die Verriegelung zumindest einiger Verbindungsmittel (116, 117, 118, 119, 120, 121) über Schließprofile (140, 141, 142) erfolgt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwellenprofil für mindestens eine Hebeschiebetür, mindestens aufweisend eine Mehrzahl von Einzelprofilen aus Kunststoff und/oder Metall, bei dem die Einzelprofile zu einem Schwellenprofil verbunden sind.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind Bodenschwellen in einer Vielzahl bekannt. So offenbart z.B. die DE 20 2006 012 421 U1 eine Bodenschwelle für eine Hebeschiebetür, die aus zwei Einzelprofilen aus Kunststoff besteht, bei der die Einzelprofile zu einem Schwellenprofil verbunden sind und die eine Mehrzahl von Verbindungsprofilen zwischen den Einzelprofilen aufweist. Problematisch an dieser Bodenschwelle ist jedoch, dass das Schwellenprofil, das aus Metall bestehen kann, von innen nach außen durchgehend ausgebildet ist, und somit eine Wärme- bzw. Kältebrücke darstellt. Mit dieser Lösung kann keine optimale Wärmedämmung der Gebäudehaut im Bereich der Fensteranschlüsse gewährleistet werden.

[0003] Ausgehend von dieser Problemstellung ist es Aufgabe der Erfindung, ein Schwellenprofil für eine Hebeschiebetür bereitzustellen, das einen verbesserten Wärmeschutz aufweist, einfach in der Montage und verzugsarm ist sowie einen steifen Profilaufbau aufweist.

[0004] Zur Problemlösung zeichnet sich das erfindungsgemäße Schwellenprofil dadurch aus, dass die Einzelprofile geschlossen und nebeneinander angeordnet sind und dass an den Einzelprofilen zueinander korrespondierende Verbindungsmittel vorgesehen sind, die die Einzelprofile untereinander verbinden, wobei die Verriegelung zumindest einiger Verbindungsmittel über Schließprofile erfolgt.

[0005] Vorteilhafterweise kann durch diese Ausbildung ein Schwellenprofil bereitgestellt werden, das einfach in der Fertigung ist, da die Verbindungsmittel der Einzelprofile durch die Schließprofile einfach formschlüssig miteinander verriegelt werden können, so dass aus den Einzelprofilen ein stabiles und belastbares Schwellenprofil entsteht, ohne dass ein Verpressvorgang erforderlich ist. Das nachteilige Verpressen von Einzelprofilen zu einem Schwellenprofil ist durch die erfindungsgemäße Ausbildung nicht mehr notwendig. Der Nachteil, dass sich verpresste Profile nach einem Ablängvorgang verwerfen, kann durch die Verwendung der Verbindungsmittel und der Schließprofile für die Verriegelung der Verbindungsmittel und der Verrieglung der Einzelprofile untereinander verhindert werden. Beim Verbinden der Einzelprofile auf diese Art und Weise entstehen keine Spannungen, da keine Umformung der Metallprofile, insbesondere der Aluminiumprofile, notwendig ist. Ein Verwerfen der Einzelprofile nach einem Ablängvorgang ist bei dem erfindungsgemäßen Schwellenprofil vorteilhafterweise nicht mehr zu befürchten.

[0006] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Schwellenprofils ist, dass es einen verbesserten Wärmschutz aufweist, ohne eine Beeinträchtigung der Stabilität herbeizuführen bzw. in Kauf nehmen zu müssen. Mit dem erfindungsgemäßen Schwellenprofil ist es möglich, ein sehr stabiles Schwellenprofil bereitzustellen, das aufgrund von mehreren Einzelprofilen aus Metall, z.B. Aluminium, eine bessere Stabilität aufweist als herkömmliche Schwellenprofile, die nur aus einem oder mehreren Kunststoffprofilen bestehen.

[0007] Herkömmliche Metallschwellen, insbesondere Aluminiumschwellen, sind genauso stabil wie die erfindungsgemäße Bodenschwelle. Herkömmliche Kunststoffbodenschwellen sind weniger stabil als die erfindungsgemäße Bodenschwelle. Ein erfindungsgemäßes Schwellenprofil, das z.B. für eine großformatige Terrassentür eingesetzt werden kann - ohne Verformungen des Schwellenprofils aufgrund des Eigengewichtes befürchten zu müssen - auf der Baustelle z.B. von einem Kran bewegt werden. Herkömmliche Kunststoffprofile hingegen weisen eine geringe Stabilität auf und verbiegen bzw. verziehen sich häufig beim Transport auf der Baustelle. Dies kann zu Schäden am Profil oder beim Einbau zu Undichtigkeiten führen, die einem guten Wärmeschutz entgegenwirken.

[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zueinander korrespondierende Verbindungsmittel an den Einzelprofilen vorgesehen sind, die beim Zusammenfügen der Einzelprofile zu einem Schwellenprofil ineinandergreifen, um die Einzelprofile miteinander zu verbinden. Die Verbindungsmittel können beispielsweise direkt an die jeweiligen Einzelprofile angeformt werden.

[0009] In die ineinandergreifenden Verbindungsmittel können Schließprofile eingebracht werden, die Verbindungsmittel verriegeln, so dass eine Trennung der Einzelprofile ohne vorherige Demontage der Schließprofile nicht möglich ist.

[0010] Die Schließprofile können z.B. auf der Unterseite des Schwellenprofils, bzw. der Einzelprofile eingebracht werden.

[0011] Es ist jedoch auch denkbar, die Schließprofile nur auf der Oberseite des Schwellenprofils oder auf der Ober- und der Unterseite des Schwellenprofils in die Verbindungsmittel einzubringen.

[0012] Die Schließprofile können Hakenstücke aufweisen, die mit entsprechenden Hakenstücken in den betreffenden Verbindungsmittel korrespondieren und in diese eingreifen, um die Verbindung zu verriegeln. Dabei können die beiden korrespondierenden Hakenteile untereinander verrasten.

[0013] Es ist ebenfalls möglich, die Schließprofile einstückig mit dem jeweiligen Einzelprofil auszuführen, z.B. die Schließprofile beim Herstellungsverfahren der Einzelprofile mit an die Einzelprofile anzuformen. Es ist aber auch möglich, ein separates Schließprofil zu verwenden.

[0014] Werden die Schließprofile z.B. im Rahmen eines Recyclingprozesses gelöst, kann das erfindungsgemäße Schwellenprofile wieder in seine Einzelprofile zerlegt werden und die unterschiedlichen Einzelprofilwerkstoffe, z.B. Kunststoff und Metall, können vorteilhafterweise sortenrein dem Recycling zugeführt werden.

[0015] Durch die Ausbildung von Verbindungs- und Schließprofilen kann bei der Herstellung von Schwellenprofilen aus mehreren Einzelprofilen darauf verzichtet werden, die Einzelprofile durch aufwändige Verbindungstechniken wie Verpressen, Schrauben oder Kleben, miteinander zu verbinden. Eine Verletzung der geschlossenen Hülle durch z.B. Schraub- oder Bolzenverbindungen, wodurch die Wärmedämmwirkung des Schwellenprofils verschlechtert werden kann, ist bei den erfindungsgemäßen Einzelprofilen nicht zu befürchten, da diese ohne Verletzung der geschlossenen Profilhülle miteinander zu einem stabilen Schwellenprofil verbunden werden können.

[0016] Zudem ist es denkbar, in den Verbindungsbereichen zwischen den Einzelprofilen weitere Dichtmittel einzubringen, die zwischen den nebeneinander angeordneten Einzelprofilen angeordnet werden können.

[0017] Es hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn als weitere Dichtmittel Schaumstoff, Gummi oder Kork verwendet werden. Zur Abdichtung der Verbindungsbereiche können diese Dichtmittel, z. B. in Plattenform, zwischen den Einzelprofilen angeordnet werden. Schaumstoffe, Gummi und auch Kork sind kostengünstige Dichtmittel, die in einem einfachen Arbeitsgang, nämlich bei dem Zusammenbau des Schwellenprofils, bestehend aus nebeneinander angeordneten Einzelprofilen, in den Verbindungsbereichen angeordnet werden können. Es ist vorteilhaft, wenn das Dichtmittel, beispielsweise der Schaumstoff geschlossenzellig und elastisch ist.

[0018] Es ist möglich, die Dichtmittel bezüglich ihrer Dicke so auszuwählen, dass die Dichtmittel komprimiert werden, wenn sie zwischen den nebeneinander angeordneten Einzelprofilen angeordnet sind. Dazu ist es erforderlich, dass die Dichtmittel komprimierbar sind.

[0019] Es ist möglich, als Dichtmittel ein sogenanntes Kompriband (auch Anschlagband oder Fugenband genannt) zu verwenden. Bei dem sogenannten Kompriband handelt es sich um ein vorkomprimiertes, imprägniertes Schaumstoffdichtungsband auf Polyurethanbasis, das nach dem Einbringen in eine Fuge oder in diesem Fall in den Verbindungsbereich zwischen zwei Einzelprofilen (langsam) expandiert und sich dicht an die jeweiligen Bereiche der Außenflächen der Einzelprofile anlegt. Hierbei entsteht eine Spannung zwischen Kompriband und Profilfläche, die unter anderem auch verhindert, dass das Dichtmittel verrutscht.

[0020] Es ist jedoch auch denkbar, dass das Dichtmittel mindestens eine Oberfläche mit einer klebenden Beschichtung aufweist. Durch diese Ausbildung können beispielsweise auch Dichtmittel verwendet werden, die nur im geringen Maße komprimierbar sind oder nur eine vergleichsweise geringe Elastizität aufweisen.

[0021] Über die Beschichtung mit einem Klebstoff kann der Verbund mit den Außenseiten der Innenprofile hergestellt und ein Verrutschen innerhalb des Schwellenprofils verhindert werden. Der Einsatz solcher Dichtmittel ist denkbar, wenn der Einsatz von beispielsweise Kompribändern aus Schaumstoffen z. B. aus Kostengründen nicht gewünscht ist. So ist es möglich, z. B. einfache Gummiplatten bzw. Korkplatten entsprechend zuzuschneiden und mit einer klebenden Beschichtung zu versehen. Es ist auch möglich, das Kompriband mit einer klebenden Beschichtung zu versehen.

[0022] Um die Wärmeschutzwirkung des erfindungsgemäßen Schwellenprofils weiter zu erhöhen, ist es möglich, in ein oder mehrere Einzelprofile des Schwellenprofils einen Dämmstoff einzubringen. Als Dämmstoff kann hier z. B. ein Polyurethandämmstoff verwendet werden, der in eine oder mehrere Kammern einer oder mehrer Einzelprofile eingespritzt oder eingeschoben wird.

[0023] Vorteilhafterweise wird der Dämmstoff in ein Einzelprofil eingebracht, dass zwischen zwei Einzelprofilen aus Metall angeordnet ist. Durch diese Ausbildung kann eine mögliche Wärmebrücke zwischen den Metallprofilen mit hoher Wärmeleitfähigkeit verhindert werden.

[0024] Anhand einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1
den Querschnitt eines erfindungsgemäßen Schwellenprofils für eine Hebeschiebetür aus mehreren Einzelprofilen, die mit Schließprofilen verbunden sind;
Fig. 2
eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Schwellenprofils für eine Hebeschiebetür und
Fig. 3
den Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Schwellenprofil, in einer Einbausituation.


[0025] Figur 1 zeigt den Querschnitt eines erfindungsgemäßen Schwellenprofils 80, das aus vier Einzelprofilen 101, 102, 103 und 104 besteht, die einen mehrkammerigen Aufbau aufweisen.

[0026] Die Einzelprofile 101, 102, 103 und 104 sind geschlossen und nebeneinander angeordnet. Die Einzelprofile 101 und 103 bestehen in diesem Fall aus Aluminium und die Einzelprofile 102 und 104 bestehen aus Kunststoff.

[0027] Die Einzelprofile 101, 102, 103 und 104 weisen Verbindungsmittel 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120 und 121, die in Eckbereichen der Einzelprofile angeordnet sind. Mittels dieser Verbindungsmittel 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120 und 121 werden die Einzelprofile 101, 102, 103 und 104 miteinander verbunden. Die Verriegelung der Verbindung erfolgt mittels Schließprofilen 140, 141, 142, die in die Verbindungsprofile 116, 118 und 120 eingebracht werden. Zur Verriegelung der Schließprofile 140, 141 und 142 weisen sowohl die Verbindungsprofile 116, 118 und 120 Hakenstücke 150, 151, 152, 153, 154 und 155 auf, die ineinandergreifen und so die Verrieglung der Einzelprofile 101, 102, 103 und 104 ermöglichen. Auf diese Weise kann eine lösbare aber sichere Befestigung der Einzelprofile untereinander ermöglicht werden.

[0028] Aufgrund des besonderen Profilaufbaus des erfindungsgemäßen Schwellenprofils 80 kann eine verbesserte Wärmeschutzwirkung erreicht werden. Hierzu ist das in Fig. 1 dargestellte Schwellenprofil 80 aus einer Mehrzahl von geschlossenen Einzelprofilen 101, 102, 103 und 104 aufgebaut. Dies hat den Vorteil, dass Zugluft durch die geschlossenen Einzelprofile nicht von Innen nach Außen dringen kann, da es der Zugluft nicht möglich ist von einem geschlossenen Profil zum nächsten geschlossenen Profil zu gelangen. Der hohe Wärmeschutz des erfindungsgemäßen Schwellenprofils wird durch einen maximalen Abstand zwischen den Statikprofilen, Metall- bzw. Aluminiumprofile und einen entsprechenden Mehrkammeraufbau erreicht.

[0029] Für eine weitere Verbesserung des Wärmeschutzes kann wie in Fig. 1 dargestellt, in den Innenbereich bzw. die Kammern eines Einzelprofils, hier das Einzelprofil 102, ein zusätzlicher Dämmstoff eingebracht werden. Im vorliegenden Fall ist ein Polyurethan-Dämmstoff in zwei Kammern des Einzelprofils 102 eingeschoben worden.

[0030] Figur 2 zeigt eine Explosionsdarstellung des Schwellenprofils aus Figur 1. Das erfindungsgemäße Schwellenprofil besteht aus den vier bereits beschriebenen Einzelprofilen 101, 102, 103 und 105. Zudem kann an dem Einzelprofil 101 ein Abschluss- oder Übergangsprofil 213 angeordnet werden. Das Einzelprofil 101 weist die Verbindungsmittel 110, 116 auf, die mit den Verbindungsmitteln 111 und 117 des Einzelprofils 102 verbunden werden können. Die Verriegelung insbesondere der Verbindungsprofile 116 und 117 erfolgt über ein Schließprofil 140, das mit seinem Hakenstück 151 in ein korrespondierendes Hakenstück 150 des Verbindungsmittels 116 eingereift und die beiden Einzelprofile 101 und 102 untereinander verriegelt.

[0031] Am Einzelprofil 102 sind an der gegenüberliegenden Seite zwei weitere Verbindungsmittel 113 und 118 angeordnet, die mit den Verbindungsmitteln 113 und 119 des Einzelprofils 103 verbunden werden können. Auch hier erfolgt die Verriegelung der Einzelprofile über ein weiteres Schließprofil 141, das ein Hakenstück 152 aufweist, welches zu dem Hakenstück 153 des Verbindungsmittels 118 korrespondiert und beim Zusammenfügen der Profile in dieses eingreift und die Einzelprofile 102 und 103 untereinander verriegelt.

[0032] Das Einzelprofil 103 weist an der den Verbindungsmitteln 113 und 119 gegenüberliegenden Seite ebenfalls zwei weitere Verbindungsmittel 115 und 120 auf, die mit den korrespondierenden Verbindungsmitteln 115 und 121 des Einzelprofils 104 zusammenwirken können. Zur Verriegelung der Verbindung zwischen den Einzelprofilen 103 und 104 greift das Hakenstück 154 des Schließprofils 142 in das korrespondierende Hakenstück 155 des Verbindungsmittels 120 ein.

[0033] Auf dem erfindungsgemäßen Schwellenprofil kann ein Grundprofil 210 zur Aufnahme einer Laufschiene einer Hebeschiebetür angeordnet werden. Zudem weist das Schwellenprofil im Einzelprofil 102 eine Ausnehmung bzw. eine Nut auf, in die die Feder eines Dichtprofils 211 eingebracht werden kann, auf welche wiederum ein Laufschienenprofil 212 teilweise aufgelegt wird, das eine Hebeschiebetür tragen kann.

[0034] In Figur 3 ist ein erfindungsgemäßes Schwellenprofil in einer Einbausituation dargestellt. Es ist zu erkennen, wie das Schwellenprofil innerhalb der gesamten Hebeschiebetüranlage angeordnet ist. Diese Hebeschiebetüranlage besteht zumindest aus zwei Hebeschiebetüren 300, 400, die auf dem erfindungsgemäßen Schwellenprofil 80 beweglich sind. Das erfindungsgemäße Schwellenprofil 80 besteht im Wesentlichen aus vier Einzelprofilen 101, 102, 103 und 104, die nebeneinander angeordnet sind. Die Einzelprofile 101, 102, 103 und 104 weisen einen mehrkammerigen geschlossenen Aufbau auf, um den Wärmeschutz des Schwellenprofils zu verbessern.

[0035] Um den Wärmeschutz weiter zu verbessern, ist in zwei Kammern des Einzelprofils 103 ein Dämmstoff 130, 131 eingebracht. Das erfindungsgemäße Schwellenprofil 80 ist über Verbindungsmittel 165, 166, 167 und 168 mit zwei Bodenprofilen 160 und 161 verbunden.

Bezugszeichenliste:



[0036] 
80
Schwellenprofil
101
Einzelprofil
102
Einzelprofil
103
Einzelprofil
104
Einzelprofil
110
Verbindungsmittel
111
Verbindungsmittel
112
Verbindungsmittel
113
Verbindungsmittel
114
Verbindungsmittel
115
Verbindungsmittel
116
Verbindungsmittel
117
Verbindungsmittel
118
Verbindungsmittel
119
Verbindungsmittel
120
Verbindungsmittel
121
Verbindungsmittel
130
Dämmstoff
131
Dämmstoff
140
Schließprofil
142
Schließprofil
143
Schließprofil
150
Hakenstück
151
Hakenstück
152
Hakenstück
160
Bodenprofil
161
Bodenprofil
165
Verbindungsmittel
166
Verbindungsmittel
167
Verbindungsmittel
168
Verbindungsmittel
210
Grundprofil
211
Dichtprofil
212
Laufschiene
213
Abschlussprofil
300
Schiebetür
400
Schiebetür



Ansprüche

1. Schwellenprofil (80) für mindestens eine Hebeschiebetür (300, 400), mindestens aufweisend eine Mehrzahl von Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) aus Kunststoff und/oder Metall, bei dem die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) zu einem Schwellenprofil (80, 90, 100) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) geschlossen und nebeneinander angeordnet sind und dass an den Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) zueinander korrespondierende Verbindungsmittel (110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121) vorgesehen sind, die die Einzelprofile (101, 102, 103, 104) untereinander verbinden, wobei die Verriegelung zumindest einiger Verbindungsmittel (116, 117, 118, 119, 120, 121) über Schließprofile (140, 141, 142) erfolgt.
 
2. Schwellenprofil (80) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließprofile (140, 141, 142) jeweils ein Hakenstück (150, 151, 152) aufweisen, das in ein korrespondierendes Hakenstück eingreift, welches an den Verbindungsmitteln (117, 119, 121) vorgesehen ist.
 
3. Schwellenprofil (80) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließprofile (140, 141, 142) mit dem jeweiligen Verbindungsmittel (117, 119, 121) der Einzelprofile (102, 103, 104) verrasten.
 
4. Schwellenprofil (80) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) Dichtmittel aus Schaumstoff, Gummi oder Kork angeordnet sind.
 
5. Schwellenprofil (80) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff geschlossenzellig ist.
 
6. Schwellenprofil (80) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmittel elastisch sind.
 
7. Schwellenprofil (80) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmittel komprimierbar sind.
 
8. Schwellenprofil (80) nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmittel mindestens eine Oberfläche mit einer klebenden Beschichtung aufweisen.
 
9. Schwellenprofil (80) nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Dichtmittel an ein Einzelprofil (101, 102, 103, 104) anextrudiert ist.
 
10. Schwellenprofil (80) nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Einzelprofilen (101, 102, 103, 104) lösbar ist.
 
11. Schwellenprofil (80) nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Einzelprofil (101, 102, 103, 104) mit einem Dämmstoff (130, 131) ausgefüllt sind.
 
12. Schwellenprofil (80) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmstoff (130, 131) eingespritzt oder eingeschoben ist.
 
13. Schwellenprofil (80) nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einzelprofil (102) aus Kunststoff, das zwischen zwei Einzelprofilen (101, 103) aus Metall angeordnet ist, mit einem Dämmstoff (130, 131) gefüllt ist.
 




Zeichnung














Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente