[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der Leistung eines Festbrennstoffofens
gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 2.
[0002] Die Erfindung betrifft des Weiteren Öfen mit jeweils einer Regelung der zuvor beschriebenen
Art.
[0003] Ein Ofen der eingangs genannten Art ist aus der
EP 1 340 943 A2 bekannt. Der aus dem Stand der Technik bekannte Ofen besitzt eine obere und eine
untere Kammer, eine sogenannte Primär- und eine sogenannte Sekundärkammer, die durch
einen Boden miteinander verbunden sind, wobei der Boden eine Bodenöffnung aufweist.
Im Bereich der Bodenöffnung befindet sich ein Rost zur Aufnahme des Brenngutes. Der
Ofen weist darüber hinaus im Bereich des Rostes Öffnungen zur Zuführung der Primärluft
auf sowie zusätzlich im Bereich des Bodens, und hier insbesondere im Bereich der Bodenöffnung,
Öffnungen für die Sekundärluft. Von der unteren Kammer abgehend ist ein Abgaskanal
vorgesehen, der in den Rauchgaszug des Schornsteins mündet. Die obere Brennkammer
ist darüber hinaus mit einem Durchlass zum Rauchgaszug versehen. Zum Absperren entweder
des Übergangs von der oberen Brennkammer zum Rauchgaszug oder der Öffnung vom Abgaskanal
zum Rauchgaszug ist eine schwenkbare Klappe vorgesehen. Diese Klappe ist handbetätigt.
Darüber hinaus findet sich seitlich am Ofen im Bereich des Bodens zwischen den beiden
Brennkammern eine weitere Regelklappe, die durch einen Hebel manuell betätigbar ist.
In Abhängigkeit von der Stellung der Regelklappe wird die Frischluftzufuhr, und zwar
primär- und sekundärseitig, geregelt.
[0004] Die Funktionsweise dieses bekannten Ofens ist dergestalt, dass beim Durchbrandmodus,
also beim Anheizen des Ofens, die Klappe im Bereich des Rauchgaszugs eine Stellung
derart einnimmt, dass der Übergang von der oberen Brennkammer zum Rauchgaszug vollständig
geöffnet ist. Gleichzeitig ist die Stellung der Regelklappe derart, dass für maximale
Primärluftzufuhr gesorgt wird. Die Folge hiervon ist, dass während dieses Durchbrands
beim Anheizen das auf dem Rost befindliche Brenngut, beispielsweise Holz, "nach oben
brennt". Nach dem Anbrennvorgang muss der Ofen per Hand auf "Unterbrandmodus" umgestellt
werden. Dies geschieht im Einzelnen dadurch, dass die Klappe im Bereich des Rauchgaszugs
verschwenkt wird; vom Bedienungspersonal wird hierbei abgeschätzt, wie weit die Klappe
die Übergangsöffnung der Primärkammer zum Rauchgaszug verschließen muss, um dafür
zu sorgen, dass tatsächlich der Abbrand in der unteren Kammer erfolgt, das heißt also,
dass die Flamme nach unten in die untere Brennkammer schlägt. Erfolgt eine solche
Umschaltung der Klappe nicht, besteht die Gefahr des Überhitzens sowohl des Ofens
als auch des Rauchgaszugs. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Betrieb
des Ofens im Unterbrandmodus den weiteren Vorteil hat, dass hierdurch sowohl der Kohlenmonoxid-
als auch der Feinstaubgehalt vermindert wird. Dies liegt daran, dass in der unteren
Brennkammer verhältnismäßig hohe Temperaturen herrschen. Das heißt, Ziel ist immer,
dass die Umschaltung in den Unterbrandmodus möglichst schnell erreicht wird.
[0005] Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, erfolgt bei dem Ofen nach dem Stand der
Technik die Umschaltung manuell. Das heißt, es kann durchaus sein, dass vergessen
wird, die Klappe im Rauchgaszug zu verschwenken, so dass der Ofen vollständig im Durchbrandmodus
arbeitet. In einem solchen Fall, oder auch dann, wenn auf den Unterbrandmodus zu spät
umgeschaltet wird, ergeben sich Leistungsspitzen, die, wie bereits ausgeführt, zu
erhöhten Temperaturen in der Primärkammer und auch im Rauchgaszug führen, und dort
gegebenenfalls Schäden verursachen können, und die darüber hinaus schlussendlich den
Wirkungsgrad vermindern, da ein Großteil der Wärme im Durchbrandmodus unmittelbar
über den Rauchgaszug in den Schornstein entweicht.
[0006] Weiter ist ein generelles Problem beim chargenweisen Abbrand von Festbrennstoffen,
die stark ausgasen, wie z. B. Holz, dass der Abbrandverlauf eine ausgeprägte Leistungsspitze
im ersten Drittel des Abbrandzyklus aufweist. Um Emissionen unverbrannter Gase zu
vermeiden, muss im ungeregelten Betrieb die Luftzufuhr, insbesondere die Sekundärluft,
auf diese Leistungsspitze ausgelegt sein. Werden Primär- und Sekundärluft gemeinsam
eingestellt, folgt daraus auch ein hoher Primärluftstrom, was die Leistungsspitze
noch verstärkt. Nach dieser Leistungsspitze, in der der Großteil der Brennstoffcharge
verbrannt ist, folgt dann eine Phase der Restverbrennung der Holzkohle mit einem dann
unnötig hohen Luftüberschuss. Die Problematik tritt umso stärker zu Tage, je mehr
Brennstoff aufgelegt wird.
[0007] Hieraus wird deutlich, dass die Regelung des Ofens per Hand überaus diffizil ist
und demzufolge eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Insbesondere wird in den allermeisten
Fällen nicht zu vermeiden sein, dass sich während des Abbrands Leistungsspitzen ergeben,
die zu einem frühen Abbrennen des Brenngutes führen und die darüber hinaus bei entsprechend
hohen Temperaturen während des Durchbrandes möglicherweise Schäden am Ofen bzw. im
Rauchgaszug zur Folge haben.
[0008] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht demzufolge darin, eine Regelung
vorzunehmen, mit der eine Begrenzung von Leistungsspitzen möglich ist mit dem Ziel
einer kontinuierlichen Leistungsabgabe des Ofens, wobei dieses Ziel im Wesentlichen
automatisiert erreicht werden soll.
[0009] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 2 gelöst.
[0010] Hieraus wird Folgendes deutlich. Zu Beginn des Durchbrandes ist die Übergangsöffnung
von der Primärbrennkammer zum Rauchgaszug vollständig geöffnet. Um nunmehr in den
Unterbrandmodus zu gelangen, wird diese Rauchgasklappe zumindest partiell geschlossen.
Die Folge hiervon ist, dass der Sekundärabgaskanal mit Abgasen aus der Sekundärbrennkammer
durchströmt wird. Hierbei steigt die Temperatur in dem Sekundärabgaskanal. In Abhängigkeit
von dem Brennverhalten des Brenngutes in der ersten Brennkammer wird nunmehr die Rauchgasklappe
immer weiter geschlossen, das heißt, die Übergangsöffnung zwischen der Primärbrennkammer
und dem Rauchgaszug wird im Querschnitt immer weiter vermindert, was zur Folge hat,
dass die Temperatur im Sekundärabgaskanal weiterhin ansteigt. Bei Erreichen eines
vorgegebenen Temperaturbereichs zwischen 250°C und 400°C wird durch den ersten Temperaturfühler
nunmehr der Primär-Luftvolumenstrom vermindert, wobei der Sekundär-Luftvolumenstrom
zumindest konstant gehalten wird. Die Verminderung des Primär-Luftvolumenstromes durch
eine Regelungseinrichtung, die mit dem ersten Temperaturfühler in Verbindung steht,
kann zum einen dadurch erreicht werden, dass in einem Primärluftkanal des Ofens eine
schwenkbare Primärluftklappe angeordnet ist, deren Stellung, wie bereits ausgeführt,
durch den ersten Temperaturfühler regelbar ist.
[0011] Eine andere Variante besteht darin, dass der Querschnitt der Boden- oder Wandöffnung
des Bodens oder der Wand zwischen den beiden Brennkammern veränderbar ist, und zwar
von der Seite der Primärbrennkammer aus gesehen, so dass der Sekundärluftstrom durch
die Verminderung des Primär-Luftvolumenstroms nicht tangiert ist. Die Folge hiervon
ist, dass das Abbrennverhalten temperaturgeregelt im Wesentlichen konstant gehalten
wird.
[0012] Wie bereits an anderer Stelle erläutert, ist die Übergangsöffnung von der Primärbrennkammer
zum Rauchgaszug durch eine Rauchgasklappe zumindest partiell absperrbar. Der Auslass
des Sekundärabgaskanals zum Rauchgaszug ist ebenfalls absperrbar. Das heißt, dass
während der Durchbrandphase die Übergangsöffnung zwischen der Primärkammer und dem
Rauchgaszug vollständig geöffnet ist oder im Wesentlichen vollständig geöffnet ist
und parallel dazu der Auslass des Sekundärabgaskanals abgesperrt ist. Die Öffnung
des Sekundärabgaskanals erfolgt parallel mit dem Absperren der Übergangsöffnung zwischen
Primärbrennkammer und Rauchgaszug. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, dass zum
Absperren des Auslasses des Sekundärabgaskanals und der Übergangsöffnung eine einzige
Rauchgasklappe vorgesehen ist. Hierdurch wird erreicht, dass quasi automatisch eine
Verminderung der Übergangsöffnung zwischen Primärbrennkammer und Rauchgaszug eine
Erhöhung des Durchlasses des Sekundärabgaskanals zum Rauchgaszug zur Folge hat.
[0013] In diesem Zusammenhang ist insbesondere vorgesehen, dass im Rauchgaszug im Wesentlichen
unmittelbar nach der Übergangsöffnung von der Primärbrennkammer zum Rauchgaszug ein
zweiter Temperaturfühler vorgesehen ist, durch den die Stellung der Rauchgasklappe
in Abhängigkeit der Temperatur am zweiten Temperaturfühler geregelt wird. Insgesamt
wird nun nicht nur die Leistungsbegrenzung des Ofens mit dem Ziel eines konstanten
Abbrennverhaltens erreicht, vielmehr wird hierdurch ebenfalls die Möglichkeit eröffnet,
die Bedienung des Ofens quasi zu automatisieren. Denn die Temperatur, die der zweite
Temperaturfühler nach der Übergangsöffnung misst, ist kennzeichnend für den Fortschritt
des Brenngutes im Durchbrandverfahren. Zeigt dieser zweite Temperaturfühler eine hohe
Temperatur an, dann ist, um Schäden sowohl an der Primärbrennkammer als auch am Rauchgaszug
zu vermeiden, der Abgasstrom aus der Primärbrennkammer zu vermindern. Eine entsprechende
Veränderung der Stellung der Rauchgasklappe erfolgt im Temperaturbereich zwischen
150°C und 300°C, vorzugsweise jedoch bei etwa 200°C. Das heißt, dass bei Erreichen
einer Temperatur von etwa 200°C im Rauchgaszug unmittelbar nach der Übergangsöffnung
die Rauchgasklappe von der Stellung im Zustand des Anbrennens - also beim Durchbrand,
bei dem die Übergangsöffnung von der Primärbrennkammer geöffnet und der Sekundärabgaskanal
verschlossen war - nunmehr eine winklige Lage einnimmt, so dass die Übergangsöffnung
in dem Maße geschlossen wird wie der Sekundärabgaskanal geöffnet wird. Durch eine
solche temperaturabhängige Regelung sowohl der Primärluftzufuhr als auch der Stellung
der Rauchgasklappe wird nicht nur eine Vergleichmäßigung des Abbrands erreicht mit
dem Ziel der Vermeidung von Leistungsspitzen, sondern es wird darüber hinaus durch
die temperaturgesteuerte Regelung auch der Bedienkomfort erhöht.
[0014] Ein Ofen mit einer Regelung der zuvor beschriebenen Art zeichnet sich zur Veränderung
des freien Querschnitts in der Wand- oder Bodenöffnung durch einen Schieber aus. Dies
kann zum einen dadurch geschehen, dass der Schieber zwei relativ zueinander bewegliche,
insbesondere verdrehbare Scheiben mit einzelnen Öffnungen aufweist, die den Vorteil
haben, dass entsprechend der Ausrichtung der Öffnungen in dem Schieber, ein optisch
ansprechendes Flammenbild erreicht wird.
[0015] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass in der Sekundärbrennkammer
ein thermischer Energiespeicher angeordnet ist. Ein solcher Energiespeicher hat nicht
primär die Aufgabe, die Wärme im Ofen zu speichern und insofern eine gleichmäßige
Wärmeabgabe zu ermöglichen, sondern er dient insbesondere einer Verminderung des CO-Gehalts
in dem Abgas. Dies insofern, als dann, wenn die Brennleistung sich vermindert, aufgrund
des Fortschritts des Abbrandes des Brenngutes, durch den Energiespeicher, der beispielsweise
als Schamotteplatte ausgebildet ist, die Abgastemperatur zumindest über einen gewissen
Zeitraum so hoch gehalten wird, dass eine Restgasverbrennung gewährleistet ist.
[0016] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass bei der einen Ausführungsform
der Boden der Primärbrennkammer so ausgebildet ist, dass er einerseits einen Durchlass
zur Sekundärbrennkammer aufweist und andererseits als Aschekasten die Asche aufnimmt.
Nach der zweiten Ausführungsform befindet sich der Aschekasten auf dem Boden der Primärbrennkammer.
Durch die Öffnung in dem Boden oder der Wand tritt also nur noch die Flugasche, d.
h. die mit der Strömung mitgerissenen Partikel. Bei geringer Aschefracht in die Sekundärbrennkammer
kann eine bessere Mischung der Rauschgase mit der Sekundärluft durch entsprechende
Einbauten erreicht werden. Eine gute Durchmischung der Pyrolysegase mit der Sekundärluft
sorgt schlussendlich für eine Verminderung des CO-Gehalts im Abgas. Als weiterer Vorteil
entfällt der unschöne Anblick auf die Asche in der Sekundärbrennkammer und letztere
kann freier gestaltet werden. Der Stehrost in der Primärbrennkammer kann am Aschekasten
befestigt sein und ist so sehr gut zum Reinigen zugänglich.
[0017] Es wurde bereits an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass bei einer Verminderung
des Primär-Luftvolumenstroms der Sekundär-Luftvolumenstrom zumindest konstant gehalten
wird. Dies geschieht im einfachsten Fall dadurch, dass der Volumenstrom sowohl im
Sekundärluftkanal als auch im Primärluftkanal gesondert geregelt werden kann.
[0018] Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Primärluftkanal im oberen Bereich der Primärbrennkammer einmündet, also die Primärluft
die Primärbrennkammer von oben nach unten durchströmt. Im Gegensatz zum Stand der
Technik, bei dem sowohl die Primärluft als auch die Sekundärluft seitlich in das Ofengehäuse
eingeführt werden, ist durch die erfindungsgemäße Trennung sichergestellt, dass sich
die Volumenströme nicht stören, und dass die Primärluft gleichzeitig zur Scheibenspülung
dient, ohne dass die Strömungsrichtung umgekehrt werden muss. Der Sekundärluftkanal
für die Zuführung des Sekundär-Luftvolumenstroms ist im Bereich des Bodens oder der
Wand zwischen den Brennkammern vorgesehen.
[0019] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert; hierbei zeigen
die Zeichnungen einen schematischen Aufbau des jeweiligen Ofens.
- Figur 1
- zeigt eine erste Ausführungsform des Ofens mit übereinander angeordneten Brennkammern;
- Figur 2
- zeigt eine zweite Ausführungsform mit nebeneinander angeordneten Brennkammern in einer
Vorderansicht im Schnitt gemäß der Linie II-II aus Fig. 3;
- Figur 3
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie III-III aus Fig. 2;
- Figur 4
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV aus Fig. 3.
[0020] Die Bauteile beider Ofenvarianten sind von der Funktion her gleich; sie sind im Folgenden
lediglich durch die Hinzufügung eines Buchstabens unterschiedlich bezeichnet, da sie
teilweise eine unterschiedliche Lage im Ofen haben.
[0021] Der insgesamt mit 1 bezeichnete Ofen weist zwei Kammern auf, nämlich die Primärbrennkammer
10, 10a und die Sekundärbrennkammer 20, 20a. Die zu öffnenden Ofenscheiben sind mit
12, 22; 12a, 22a bezeichnet. Die Primärbrennkammer 10, 10a und die Sekundärbrennkammer
20, 20a sind durch den insgesamt mit 30 bezeichneten Boden oder die Wand 30a getrennt.
Der Boden 30 oder die Wand 30a besitzen eine Öffnung 31, 31a wobei darüber hinaus
in dem Boden oder in der Wand ein Sekundärluftkanal 32, 32a vorgesehen ist, der der
Zuführung des Sekundär-Luft-Volumenstroms dient. Darüber hinaus zeigt der Ofen einen
Primärluftkanal 40, 40a der eine Primärluftklappe 45, 45a aufweist, durch die der
Volumenstrom veränderbar ist. Die Luftströme beider Kanäle werden gesondert gesteuert
oder geregelt. Der Aschekasten 33, 33a, verbunden mit dem Stehrost 34, 34a, ist auf
dem Boden angeordnet.
[0022] Vor der Öffnung 31, 31a befindet sich ein Schieber 35, 35a, der mit der Temperaturmessstelle
28, 28a in Verbindung steht, und von dieser gesteuert den Querschnitt der Öffnung
verändert.
[0023] Die Sekundärbrennkammer 20, 20a weist eine Öffnung zu dem Sekundärabgaskanal 25,
25a auf. Der Sekundärabgaskanal 25, 25a mündet in den Rauchgaszug 60, 60a. Zwischen
der Primärbrennkammer 10, 10a und dem Rauchgaszug 60, 60a befindet sich die mit 11,
11a bezeichnete Übergangsöffnung, wobei der Sekundärabgaskanal 25, 25a in den gleichen
Rauchgaszug 60, 60a mündet. Der Sekundärabgaskanal 25, 25a wird durch die verschwenkbar
am Ofen angeordnete Rauchgasklappe 65, 65a in eine Position "A" (Durchbrand) verschlossen.
In Position "B" (Unterbrand) verschließt die Rauchgasklappe 65, 65a die Übergangsöffnung
11 zwischen Primärbrennkammer und Rauchgaszug.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist nun insbesondere die Anordnung des einen ersten Temperaturfühlers
im Sekundärabgaskanal 25, 25a, und zwar insbesondere im Bereich des Bodens 30 oder
der Wand 30a. Der dort angeordnete Temperaturfühler 28, 28a steht mit einem Hebelmechanismus
in Verbindung und sorgt beispielsweise in der Ausbildung als Bimetall dafür, dass
in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur durch den Schieber 35, 35a die Boden-
oder Wandöffnung 31, 31a verkleinert oder vergrößert wird. Der Temperaturmessfühler
kann allerdings wahlweise auch mit der Frischluftzufuhrklappe 45, 45a in Verbindung
stehen und auf diese Weise die Zufuhr von Primärluft regeln. Denn tatsächlich ist
es so, dass sowohl durch die Veränderung des freien Querschnitts der Boden- oder Wandöffnung
31, 31a als auch durch die unmittelbare Veränderung des Primär-Luftvolumenstroms der
Primär-Luftvolumenstrom geregelt wird.
[0025] Darüber hinaus befindet sich im dem Rauchgaszug unmittelbar hinter der Übergangsöffnung
11, 11a ein zweiter Temperaturfühler 68, 68a der die Stellung der Rauchgasklappe 65,
65a steuert.
[0026] Die Funktionsweise des Ofens stellt sich wie folgt dar. Während des Anfeuerns, also
im Durchbrand- oder Oberbrandmodus, befindet sich die Rauchgasklappe 65, 65a in Position
"A" und sperrt insofern den Sekundärabgaskanal 25, 25a zum Rauchgaszug 60, 60a ab.
Das heißt, sämtliche während des Durchbrands entstehenden Rauchgase entweichen durch
die Übergangsöffnung in den Rauchgaszug 60, 60a. Die Zufuhr von Primärluft ist maximal.
In diesem Modus wirkt die Luft aus dem Kanal 32, 32a als Primärluft. Wird nun durch
den zweiten Temperaturfühler 68, 68a eine Temperatur von etwa 200°C ermittelt, dann
wird die Rauchgasklappe 65, 65a in Richtung des Pfeils 69, also auf die Übergangsöffnung
11, 11a zu, verschwenkt. Die Folge hiervon ist, dass die Flammen aufgrund des Sogs
und der zumindest partiell geschlossenen Übergangsöffnung 11, 11a und korrespondierend
hierzu der Öffnung des Sekundärabgaskanals in die Sekundärbrennkammer 20, 20a umschlagen.
Wird von dem ersten Temperaturfühler 28, 28a eine Temperatur ermittelt, die etwa bei
300°C bis 350°C liegt, wird der Primär-Luftvolumenstrom vermindert. Dies geschieht
im Einzelnen entweder dadurch, dass der freie Querschnitt der Boden- oder Wandöffnung
zwischen den beiden Brennkammern vermindert wird, oder aber dadurch, dass die Klappe
45, 45a im Primär-Luftvolumenstrom entsprechend verschwenkt wird. Das heißt, die Verbrennung
wird abgeregelt. Hierdurch vermindert sich naturgemäß die Temperatur am Temperaturfühler
28, 28a. Dies hat zur Folge, dass der Primär-Luftvolumenstrom steigt, was im Einzelnen
dadurch bewerkstelligt wird, dass der freie Querschnitt der Boden- oder Wandöffnung
zwischen den Brennkammern zunimmt oder entsprechend die Stellung der Klappe 45, 45a
für eine Erhöhung des Primär-Luftvolumenstroms sorgt. Hierbei steigt die Leistung
des Ofens an, da, wie bereits ausgeführt, der Primär-Luftvolumenstrom, also die Zufuhr
an Frischluft, erhöht wird. Korrespondierend hierzu sinkt prozentual der Sekundär-Luftvolumenstrom.
Es wurde in diesem Zusammenhang bereits erläutert, dass der Sekundär-Luftvolumenstrom
und der Primär-Luftvolumenstrom mengenmäßig miteinander korrelieren. Sinkt nunmehr
an dem Temperaturfühler 68, 68a die Temperatur unter etwa 200°C, dann öffnet die Rauchgasklappe
65, 65a, entsprechend dem Pfeil 69a. Das heißt schlussendlich, dass der Sekundärabgaskanal
durch die Rauchgasklappe 65, 65a fortschreitend verschlossen wird. Das in der Primärkammer
befindliche Brenngut brennt nun weiterhin nach oben ab, wodurch gewährleistet ist,
dass die Abgase unmittelbar nach oben in den Rauchgaszug entweichen können.
[0027] Der Ofen verfügt darüber hinaus über einen Wärmespeicher 70, 70a, der in der Sekundärbrennkammer
20 angeordnet ist. Durch den Abbrand in der Sekundärbrennkammer im Unterbrandmodus
wird dieser Speicher 70, 70a erwärmt und sorgt bei verminderter Brennleistung aufgrund
zunehmenden Abbrandes des Brenngutes dafür, dass die Temperatur in der Sekundärbrennkammer
gleichwohl über einen gewissen Zeitraum noch relativ hoch bleibt, was die Verbrennung
der Restgase fördert.
1. Verfahren zur Regelung der Leistung eines Festbrennstoffofens (1) mit zwei übereinander
angeordneten Brennkammern (10, 20), die durch einen Boden (30) voneinander getrennt
sind, die aber dennoch durch mindestens eine Bodenöffnung (31) miteinander in Verbindung
stehen, wobei die Sekundärbrennkammer (20) durch einen Sekundärabgaskanal (25) mit
einem Rauchgaszug (60) in Verbindung steht, wobei die Primärbrennkammer (10) mit dem
Rauchgaszug (60) durch eine Übergangsöffnung (11) in Verbindung steht, wobei die Übergangsöffnung
(11) durch eine Rauchgasklappe (65) zumindest partiell verschließbar ist, wobei sowohl
eine Primär- als auch eine Sekundärluftzufuhr vorgesehen ist
dadurch gekennzeichnet,
dass im Sekundärabgaskanal (25) ein erster Temperaturfühler (28) angeordnet ist, der in
Abhängigkeit von der Temperatur im Sekundärabgaskanal (25) den Primär-Luftvolumenstrom
regelt, wobei der Sekundär-Luftvolumenstrom zumindest konstant gehalten wird.
2. Verfahren zur Regelung der Leistung eines Festbrennstoffofens (1) mit zwei nebeneinander
angeordneten Brennkammern (10a, 20a), die durch eine Wand (30a) voneinander getrennt
sind, die aber dennoch durch mindestens eine Wandöffnung (31a) miteinander in Verbindung
stehen, wobei die Sekundärbrennkammer (20a) durch einen Sekundärabgaskanal (25a) mit
einem Rauchgaszug (60a) in Verbindung steht, wobei die Primärbrennkammer (10a) mit
dem Rauchgaszug (60a) durch eine Übergangsöffnung (11a) in Verbindung steht, wobei
die Übergangsöffnung (11a) durch eine Rauchgasklappe (65a) zumindest partiell verschließbar
ist, wobei sowohl eine Primär- als auch eine Sekundärluftzufuhr vorgesehen ist
dadurch gekennzeichnet,
dass im Sekundärabgaskanal (25a) ein erster Temperaturfühler (28a) angeordnet ist, der
in Abhängigkeit von der Temperatur im Sekundärabgaskanal (25) den Primär-Luftvolumenstrom
regelt, wobei der Sekundär-Luftvolumenstrom zumindest konstant gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandöffnung (31 a) sich im unteren Viertel der Höhe der Wand (30a) befindet.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit von der Temperatur im Sekundärabgaskanal (25, 25a) der Querschnitt
der Bodenöffnung (31) oder der Wandöffnung (31 a) zwischen den beiden Brennkammern
(10, 20; 10a, 20a) veränderbar ist.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslass des Sekundärabgaskanals (25, 25a) zum Rauchgaszug (60, 60a) absperrbar
ist.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Rauchgaszug (60, 60a) im Wesentlichen unmittelbar nach der Übergangsöffnung (11,
11a) von der Primärbrennkammer (10, 10a) zum Rauchgaszug (60, 60a) ein zweiter Temperaturfühler
(68, 68a) angeordnet ist, durch den die Stellung der Rauchgasklappe (65, 65a) in Abhängigkeit
der Temperatur am zweiten Temperaturfühler (68, 68a) geregelt wird.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Volumenstrom im Sekundärluftkanal (32, 32a) und/oder im Primärluftkanal (40,
40a) gesondert geregelt wird.
8. Ofen, der mit einem Verfahren zur Regelung der Leistung nach den Patentansprüchen
1 bis 7 betrieben wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der freie Querschnitt der Boden- oder Wandöffnung (31, 31a) in dem Boden (30) oder
der Wand (30a) veränderbar ist.
9. Ofen nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Veränderung des freien Querschnitts der Bodenöffnung (31) oder Wandöffnung (31a)
ein Schieber (35, 35a) vorgesehen ist.
10. Ofen nach Anspruch 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Sekundärbrennkammer (20, 20a) ein Wärmespeicher (70, 70a) angeordnet ist.
11. Ofen nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden der ersten Brennkammer (10, 10a) als Aschekasten (33, 33a) ausgebildet
ist, der die Asche aufnimmt.
12. Ofen nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ofen (1) einen Primärluftkanal (40, 40a) aufweist, wobei in dem Primärluftkanal (40,
40a) eine schwenkbare Primärluftklappe (45, 45a) angeordnet ist, die mit dem ersten
Temperaturfühler (28, 28a) in Verbindung steht.
13. Ofen nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Absperren des Auslasses des Sekundärabgaskanals (25, 25a) und der Übergangsöffnung
(11, 11a) eine einzige Rauchgasklappe (65, 65a) vorgesehen ist.
14. Ofen nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Primärluftkanal (40, 40a) im oberen Bereich der Primärbrennkammer (10, 10a) einmündet.
15. Ofen nach einem der voranstehenden Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sekundärluftkanal (32, 32a) im Bereich des Bodens (30) oder der Wand (30a) zwischen
den beiden Brennkammern (10, 20; 10a, 20a) in den Ofen (1) mündet.