[0001] Die Erfindung betrifft einen Klingenhalter gemäß dem Oberbegrift des Anspruchs 1.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Abziehen und Abhobeln von den Untergrund
überragenden Überständen mittels des Klingenhalters gemäß Anspruch 1, mit eingelegter
Klinge. Ein Klingenhalter gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der
JP 03046649 U bekannt.
[0002] Zum Beispiel beim Verlegen von Fußbodenbelägen entstehen, wenn die Beläge an ihren
seitlichen Kanten unter Verwendung eines Schweißzusatzwerkstoffes in der Regel verschweißt
werden, Überstände oder Erhebungen an der Schweißnaht, die nachfolgend mittels einer
Klinge bzw. eines Messerhalters mit Klinge abgezogen, abgehobelt oder abgeschnitten
werden. Üblicherweise wird hierzu ein als sogenanntes Halbmondmesser ausgebildeter
Messerhalter mit einer an einer Schmalseite angeordneten Schneide eingesetzt, die
sich etwa über einen Viertelkreis längserstreckt. Hierbei ist es üblich, die Schweißnaht
zweimal abzuziehen, indem zuerst eine in der Regel dickere Schicht mittels eines zusätzlichen
Schlittens zur Beabstandung des Halbmondmessers vom Untergrund und anschließend eine
dünnere Schicht allein mittels des Halbmondmessers unter Anlage desselben in einer
Anlageposition an dem Untergrund abgezogen werden. Der Umgang mit dem Halbmondmesser
ist gefährlich und umständlich. In der
JP 03 046649 U wird ein gattungsgemäßer Klingenhalter bzw. Fugenhobel mit auf eine Klinge aufsteckbaren
Beabstandungselementen zur Beabstandung der Schneide von dem Untergrund offenbart.
Dadurch kann die Klinge ebenfalls in einer Beabstandungsposition und in einer Anlageposition
über den Untergrund geführt werden.
[0003] In der
DE 10 2007 017 562 B3 wird ein Klingenhalter mit Klinge beschrieben, deren Schneide eine bezüglich ihrer
Klingendicke außermittige Schneidkante aufweist.
[0004] In der
JP 57 86319 und der
DE 197 24 975 A1 wird zum Abschneiden der Überstände jeweils eine Höhenverstellung für die Klinge
vorgeschlagen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Klingenhalter bereitzustellen,
der mit in dem Aufnahmeraum eingelegter Klinge zum Abziehen von den Untergrund überragenden
Überständen in der Anlageposition und in der Beabstandungsposition so über den Untergrund
führbar ist, dass die Klinge in einer Ebene parallel oder oberhalb zur Oberfläche
des Untergrundes bzw. knapp oberhalb der Oberfläche des Untergrundes schneidwirksam
sein kann.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Damit ist der Klingenhalter mit in dem Aufnahmeraum eingelegter Klinge zum Abschneiden
von den Untergrund überragenden Überständen in der Beabstandungsposition und in der
Anlageposition so über den Untergrund führbar, dass die Klinge in einer Ebene parallel
und oberhalb zur Oberfläche des Untergrundes bzw. knapp oberhalb Oberfläche des Untergrundes
schneidwirksam ist. Hierzu kann, wie weiter unten beschrieben, eine Klinge so durch
Andrücken auf dem Untergrund flexibel gebogen werden, dass sie mit einem in Schneidrichtung
hinteren, die Schneide aufweisenden Bereich in der Beabstandungsposition parallel
beabstandet zum Untergrund angeordnet ist bzw. in der Anlageposition flach auf dem
Untergrund anliegt. Die Beabstandung der Klinge vom Untergrund ist zugleich ein Maß
für eine Höhe der Überstände, ab der dieselben von der Klinge abgeschnitten werden
können. Dies ist zum Beispiel zum Abziehen von Verbindungsnähten von Fußbodenbelägen
der Fall, die über der Oberfläche des Fußbodenbelages überstehen. Es versteht sich,
dass für den Fugenhobel spezifische, d.h. zweckdienlich angepasste Klingen eingesetzt
werden können, um ein Optimum an Schnittleistung erhalten zu können. Somit kann der
Aufnahmeraum so an einzusetzende Klingen angepasst sein, dass die Klinge in dem Aufnahmeraum
an die den Aufnahmeraum begrenzenden, weiter unten noch zu erläuternde Elemente, wie
das Beabstandungselement, anstößt und somit sicher in dem Aufnahmeraum festlegbar
ist. Somit kann das Verfahren des erfindungsgemäßen Fugenhobels über dem Untergrund
zum Abziehen und Abhobeln desselben einhändig erfolgen. Ein Benutzer kann sich also
mit seiner dann freien Hand beispielsweise anderweitig abstützen und somit sicherer
arbeiten.
[0008] Vorzugsweise überdeckt das Beabstandungselement in seiner Arbeitsposition soweit
den Aufnahmeraum in Schneidrichtung an einer in Einsatzlage des Fugenhobels dem Untergrund
zugewandten Unterseite, dass die in dem Aufnahmeraum positionierte Klinge lediglich
mit der Schneide oder mit einem Schneidabschnitt mit der Schneide in Schneidrichtung
vorstehen kann oder dass die Schneide oder der Schneidabschnitt mit der Schneide zum
Untergrund hin unverdeckt bleibt. Hierdurch kann die Klinge über fast ihre gesamte
Erstreckung in Schneidrichtung durch das Beabstandungselement gestützt werden. Die
Klinge kann also durch das Beabstandungselement stabilisiert werden. Dies ist zum
Beispiel von Vorteil, wenn insbesondere unregelmäßig über dem Untergrund verteilte
Überstände abzuschneiden sind und somit der Schnitt vom Arbeitsablauf her gefährlich
stoßartiger bzw. diskontinuierlicher über einen Schneidweg erfolgen kann. Dank der
Stabilisierung der Klinge durch das Beabstandungselement kann eine Arbeitssicherheit
gegenüber derartigen gefährlichen Schneidereignissen gesteigert werden.
[0009] Das Beabstandungselement kann in der Arbeitsposition in gleicher Weise wie die einsetzbare
Klinge in ihrer Beabstandungsposition und in ihrer Anlageposition flexibel gebogen
werden. Damit kann der durch das Beabstandungselement begrenzte Aufnahmeraum für die
Klinge sowie eine in dem Aufnahmeraum eingesetzte Klinge entsprechend mit der Biegung
des Beabstandungselementes gebogen werden. Das Beabstandungselement kann über die
Biegung zumindest mit einem vorzugsweise in Schneidrichtung hinteren Endabschnitt
in Anlage an der Klinge verbleiben und dadurch dieselbe abstützen und zumindest teilweise
nach unten hin abdecken. Die in dem Aufnahmeraum eingesetzte Klinge kann über ihre
gesamte Biegung mittels des Beabstandungselementes gestützt und, in Beabstandungsposition
des Beabstandungselementes, zum Untergrund beabstandet gehalten werden. Die Klinge
kann somit durch das Beabstandungselement auch über ihre Biegung lagestabil in dem
Aufnahmeraum gehalten werden. Es versteht sich, dass die Schneide an sich für ihren
Schneideinsatz über die Biegung der Klinge und des Beabstandungselement vorzugsweise
freigehalten wird oder für den Schneideinsatz freigelegt werden kann.
[0010] Gleichfalls kann das Beabstandungselement in seiner Bereitstellungsposition den Aufnahmeraum
an seiner Unterseite soweit freigeben, dass zumindest der Teil des Aufnahmeraumes,
der für den in Schneidrichtung hinteren Bereich mit der Schneide vorgesehen ist, in
Einsatzlage des Fugenhobels nach unten hin offen ist. Dadurch kann die Klinge mit
ihrem hinteren Bereich zu ihrem Schneideinsatz freigelegt werden. Zumindest weitere
Bereiche der Klinge können in der Bereitstellungsposition des Beabstandungselementes
von demselben nach unten hin gestützt bleiben.
[0011] Die den Aufnahmeraum eingesetzte Klinge kann in der Anlageposition mit ihrer in Einsatzlage
unteren größeren Seitenfläche in zumindest einem die Schneide aufweisenden Schneidbereich
des hinteren Bereich unmittelbar an den Untergrund angelegt werden. Abhängig von der
Beabstandung der Schneidkante der Schneide von den größeren Seitenflächen der Klinge,
kann ein Schnitt der Klinge unmittelbar an oder knapp oberhalb der Oberfläche des
Untergrundes erfolgen. Bekannterweise zieht sich aufgrund eines Abbaus mechanischer
Spannungen infolge des Schneidvorganges beim Abschneiden einer Kunststoffschweißnaht
in der Regel bei einem Schnitt knapp oberhalb der Oberfläche des Untergrundes der
dann minimale Nahtüberstand zurück, so dass trotz des Nahtüberstandes eine glatte
Oberfläche erzielbar ist.
[0012] Die Klinge kann hierzu um eine Biegeachse senkrecht zur Schneidrichtung und parallel
zu einer Schneidebene, in der die Klinge schneidwirksam ist, gebogen werden. Diese
Biegung erfolgt vorzugsweise in dem in Schneidrichtung hinteren, die Schneide aufweisenden
Bereich der Klinge, mit dem die Klinge in der Bereitstellungsposition des Beabstandungselementes
die Aufnahme in Schneidrichtung überragt.
[0013] Der Aufnahmeraum des Fugenhobels ist vorzugsweise so ausgebildet, dass die in der
Aufnahme halterbare Klinge mit ihrer Schneide zumindest mit einer Komponente ihrer
Längserstreckung senkrecht zur Schneidrichtung angeordnet ist. Vorzugsweise ist die
Klinge so in dem Aufnahmeraum positionierbar, dass ihre Schneide bezüglich der Längsrichtung
als Spiegelsymmetrieachse spiegelsymmetrisch in dem Fugenhobel angeordnet ist. Vorzugsweise
fallen Längsrichtung und Schneidrichtung zusammen.
[0014] Somit kann ein Abziehen und Abhobeln einer Oberfläche eines Untergrundes mittels
eines Fugenhobels mit einer der in der Anmeldung beschriebenen Ausführungsformen so
erfolgen, dass in einem ersten Abziehen des Untergrundes, bei dem das Beabstandungselement
in der Arbeitsposition positioniert ist und die Klinge mittels des Beabstandungselementes
in der Beabstandungsposition gehalten wird, die Überstände auf dem Untergrund bis
auf Restüberstände abgeschnitten werden. Nach Beendigung des ersten Abziehens kann
das Beabstandungselement aus der Arbeitsposition in die Bereitstellungsposition bewegt
werden, in der die Klinge zumindest mit dem hinteren Bereich anliegend an der Oberfläche
über dieselbe führbar ist. Dann kann ein zweites Abziehen des Untergrundes erfolgen,
bei dem die Klinge die Restüberstände vorzugsweise möglichst dicht an der Oberfläche
des Untergrundes abschneidet. Zweckmäßigerweise kann das Beabstandungselement anschließend
in seine Arbeitsposition zurückbewegt werden, um wieder bereit zu einem ersten Abziehen
zu sein und um die Klinge in der Aufnahme zu schützen und zu stabilisieren.
[0015] Der Aufnahmeraum kann bezüglich seines Querschnittes quer zur Schneidrichtung dem
Querschnitt der für den Fugenhobel vorgesehenen Klinge angepasst sein.
[0016] Die Aufnahme kann ein Aufnahmeteil aufweisen, das fest mit dem Fugenhobel verbunden
ist. Vorzugsweise grenzt das Aufnahmeteil an der Handhabe an. Das Aufnahmeteil kann
eine Aufnahmefläche aufweisen, die den Aufnahmeraum begrenzt. Die Aufnahmefläche kann
bezüglich des Aufnahmeraumes gegenüberliegend zum Beabstandungselement angeordnet
sein. Der Aufnahmeraum kann so ausgebildet sein, dass die Halterung der Klinge mit
ihrer Klingenseitenfläche an der Aufnahmefläche in dem Aufnahmeraum vorgesehen ist,
so dass die Klinge sicher zwischen der Aufnahmefläche und dem Abstandselement in der
Aufnahme angeordnet werden kann. Das Beabstandungselement kann parallel zur Aufnahmefläche
lageveränderlich zur Aufnahme an dem Klingehalter angeordnet sein.
[0017] Das Beabstandungselement kann in einer bevorzugten Ausbildung des Fugenhobels schwenkbeweglich
mit einer Schwenkachse senkrecht zur Aufnahmefläche an dem Fugenhobel angeordnet sein.
[0018] Das Beabstandungselement kann eine flache, längliche Form mit einer großen Seitenfläche
aufweisen. Es kann das Beabstandungselement somit eine ähnliche Form wie eine Klinge
aufweisen. Vorteilhaft kann das Beabstandungselement zumindest in der Arbeitsposition
flächig an der Klinge in dem Aufnahmeraum anliegen und dieselbe dadurch wirksam stützen.
Vorzugsweise ist die Schwenkachse senkrecht zu der großen Seitenfläche in einem als
Halterungsabschnitt ausgebildeten Endabschnitt des Beabstandungselementes angeordnet.
[0019] Das Beabstandungselement kann in der Arbeitsposition mit einem als Stützabschnitt
ausgebildeten Ende zur Abstützung der Klinge in Schneidrichtung über der Aufnahme
vorstehen.
[0020] Das Beabstandungselement kann so ausgebildet sein, dass es in der Arbeitsposition
unter einer auf den Stützabschnitt wirkenden Druckbelastung in Richtung der Schwenkachse
zumindest mit seinem Stützabschnitt um eine Achse senkrecht zur Schwenkachse und senkrecht
zur Schneidrichtung flexibel biegsam ist. Somit kann das Beabstandungselement in der
Arbeitsposition so unter zum Beispiel manuellen Gegendrückens eines Benutzers auf
den Untergrund flexibel gebogen werden, dass es zumindest mit einem Endabschnitt seiner
in der Einsatzposition des Fugenhobels dem Untergrund zugewandten Seitenfläche des
Stützabschnittes vorzugsweise flächig anliegt. Mit einer ähnlichen flexiblen Ausbildung
der Klinge können in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes somit beide im
Verbund so gebogen werden, dass die Klinge stets durch das Beabstandungselement gestützt
bleibt bzw. dass das Beabstandungselement in steter flächiger Anlage an der Klinge
verbleibt. Dadurch kann die Klinge in der Beabstandungsposition mit ihrer Schneide
parallel zum Untergrund schneidwirksam über denselben verfahren werden.
[0021] Die Positionierhilfe kann eine Anschlagvorrichtung für die Klinge und/oder das Beabstandungselement
umfassen, mittels derer die in den Fugenhobel einsetzbare Klinge und/oder das Beabstandungselement
in einer bestimmten Biegeposition oder Biegewinkel zum Untergrund gehalten werden
kann. Der Fugenhobel kann, wie dargelegt, so ausgelegt sein, dass die eingesetzte
Klinge zum Abschneiden von Überständen zumindest mit ihrem hinteren Bereich flach
auf dem Untergrund anlegbar. Mittels des Haltens der Klinge in einer bestimmten, festen
Biegeposition über den Schneidvorgang kann eine Schneidwirkung der Klinge weiter optimiert
werden. Ferner kann die Arbeitssicherheit erhöht werden.
[0022] Vorzugsweise weist die Anschlagvorrichtung ein Anschlagelement auf, das den Aufnahmeraum
in der Biegeposition in Einsatzlage des Fugenhobels an der vom Untergrund abgewandten
Seite begrenzt. Somit kann eine in dem Aufnahmeraum eingesetzte Klinge über ihre Biegung
gegen das Anschlagelement in die Biegeposition gedrückt und problemlos in derselben
gehalten werden. Dieses Gegendrücken kann mit Andrücken der Klinge gegen den Untergrund
erfolgen. Nach Beendigung des Schneidvorganges, d.h. mit Beendigung des Andrückens
der Klinge gegen den Untergrund, kann die Klinge elastisch in ihre Ausgangslage zurückgehen.
Die Anschlagvorrichtung kann Mittel, vorzugsweise Rastmittel, zur Festlegung der Klinge
in der Biegeposition umfassen, in der die Klinge gegen das Anschlagelement gedrückt
ist.
[0023] Die Anschlagvorrichtung kann eine Festlegungseinrichtung zur Festlegung der Klinge
bzw. der Klinge und des Beabstandungselementes in der durch das Anschlagelement definierten
Biegeposition umfassen. Vorzugsweise weist die Festlegungseinrichtung Verrastungselemente
zur Festlegung der Klinge bzw. der Klinge und des Beabstandungselementes in der durch
das Anschlagelement definierten Biegeposition auf.
[0024] Das Anschlagelement kann mit einem Befestigungsende an dem Fugenhobel festgelegt
sein. Zweckdienlich ist das Anschlagelement an der in Einsatzlage des Fugenhobels
dem Untergrund abgewandten Seite bzw. der dem Beabstandungselement abgewandte Seite
angeordnet. Die Festlegung des Anschlagelementes an dem Fugenhobel kann in ähnlicher
Weise wie bei dem Beabstandungselement und oder der Klinge erfolgen. Vorzugsweise
ist für das Anschlagelement die gleiche Aufnahme wie für das Beabstandungselement
und/oder für die Klinge vorgesehen. Hierbei kann das Befestigungsende einen längsaxialen
Schlitz oder eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme der Schwenkachse aufweisen. Es kann
eine Verschwenkbarkeit des Anschlagelementes vorgesehen sein, um zum Beispiel ein
weiteres, oberhalb des verschwenkbaren Anschlagelementes anschlagwirksam werden zu
lassen. Dieses kann ausgelegt sein, an einem anderen Punkt oder Bereich der Klinge
anzugreifen und/oder den Aufnahmeraum zu begrenzen. Es kann ausgelegt sein, die Biegung
der an dem Anschlagelement anschlagenden Klinge in der Biegeposition zu verändern.
Vorzugsweise ist eine lösbare Festlegung des Anschlagelementes vorgesehen, die eine
Austauschbarkeit des Anschlagelementes zulässt. Damit kann ein beispielsweise an die
Klinge und/oder den Untergrund angepasst Anschlagelement an dem Fugenhobel montiert
werden. Das Anschlagelement kann ein Anschlagende aufweisen, das sich mit einer Wegkomponente
in Schneidrichtung zu dem Aufnahmeraum hin erstreckt. Hierzu ist eine Reihe von zweckdienlichen
Ausführungsformen des Anschlagendes, wie eine bogenartige, stufenartige oder kastenartige
Form möglich. Bevorzugt wird eine gekröpfte Form.
[0025] Das Anschlagende kann U-förmig mit zwei sich zu dem Aufnahmeraum erstreckenden Anschlagschenkeln
ausgebildet sein. In Arbeitslage sind Klinge und Anschlagelement vorzugsweise so zueinander
positioniert, dass von der Klinge abgehobelte Späne durch den Zwischenraum zwischen
den Abschlagschenkeln hindurchgeführt und weggeführt werden können. Zum leichteren
Fortführen der Späne kann der Quersteg an der dem Zwischenraum zugewandten Seitenfläche
abgeschrägt ausgebildet sein, so dass sich der Zwischenraum an dieser Stelle zum Aufnahmeraum
hin vorzugsweise linear verengt. Wie das Beabstandungselement, so kann der Quersteg
des Anschlagelements zur Ausbildung des Befestigungsendes zungenartig entgegen Schneidrichtung
verlängert sein. Im Falle einer Verkröpfung kann diese in der Verlängerung des Quersteges
vorgesehen sein.
[0026] Das Anschlagelement kann längenveränderlich ausgebildet sein. Hierbei kann das Anschlagelement
teleskopierbar sein. Es kann zwei ineinander schiebbare Teleskopglieder aufweisen.
[0027] Der Stützabschnitt kann in der Bereitstellungsposition den Aufnahmeraum an seiner
Unterseite vollständig oder im Wesentlichen freigeben. Dies kann dadurch erfolgen,
dass das Beabstandungselement in der Bereitstellungsposition in einem Winkel größer
Null zur Schneidrichtung so verschwenkt angeordnet ist, dass sein Stützabschnitt seitlich
von dem Aufnahmeraum vorsteht. Der Winkel kann einen Wert von etwa 20° bis 130° aufweisen.
Vorteilhaft zur einfachen Handhabung des Fugenhobels beträgt der Winkel etwa 30° bis
60° oder etwa 40° bis 50°. Es kann die dadurch im gleichen Maße freigegebene Klinge
in der Aufnahme entsprechend leicht flexibel so gebogen werden, dass sie zum Erreichen
ihrer Anlageposition mit zumindest dem in Schneidrichtung hinterem Bereich mit der
Schneide ihrer in Einsatzlage dem Untergrund zugewandten Seite an dem Untergrund flächig
anlegbar ist.
[0028] Vorzugsweise erstreckt sich das Beabstandungselement in der Ebene seiner großen Seitenfläche
sowie senkrecht zur Schneidrichtung zumindest bis zu einer seitlichen Begrenzung des
Aufnahmeraumes hin. Somit kann die in der Aufnahme eingesetzte Klinge, wirksam in
Querrichtung abgedeckt, sicher gegen Verletzung durch eine seitliche scharfkantige
Schmalseite der Klinge gelagert werden, da hierdurch diese Schmalseite mit der Schmalseite
des Beabstandungselementes übergehen kann. Mittels eines bevorzugten seitlichen Überkragens
des Beabstandungselementes über die seitliche Schmalseite der Klinge kann diese abgeschirmt
werden.
[0029] Zur Ausbildung einer Schwenkverbindung des Beabstandungselement kann ein drehbewegliches
Drehelement vorgesehen sein, das vorzugsweise an dem Beabstandungselement festgelegt
ist und drehbeweglich mit dem Fugenschaber, insbesondere mit der Aufnahme, verbunden
ist. Hierbei kann das Drehelement zugleich die Verschwenkachse bilden. Vorzugsweise
kann sich das Drehelement von der den Aufnahmeraum begrenzenden unteren Seitenfläche
des Beabstandungselementes durch den Aufnahmeraum erstrecken und an einer gegenüberliegenden,
den Aufnahmeraum begrenzenden oberen Seitenwand der Aufnahme drehbeweglich gelagert
sein. Hierbei kann das Drehelement so durch den Aufnahmeraum geführt angeordnet sein,
dass es zugleich eine Öffnung oder einen Befestigungsschlitz einer in der Aufnahme
gelagerten Klinge durchgreift und damit dieselbe in der Aufnahme zumindest bezüglich
einer Raumesrichtung festlegt bzw. sichert. Durch diese Maßnahme kann die Klinge in
der Arbeitsposition des Beabstandungselement von demselben gestützt und in der Bereitstellungsposition
teilweise gestützt werden. Das Drehelement kann eine Schraube, vorzugsweise eine Ränderschraube,
sein, die an dem Beabstandungselement und/oder an der Aufnahme festlegbar oder festgelegt
ist. Vorzugsweise ist das Drehelement als Drehzapfen ausgebildet.
[0030] Zur Ausbildung der drehbeweglichen Lagerung kommen bekannte Lösungen in Betracht.
Eine bevorzugte, da einfache Lösung, ist eine drehbewegliche Vernietung des Drehzapfens
mit der oberen Seitenwand der Aufnahme. Vorteilhaft kann eine lösbare Verbindung,
wie eine Schraubverbindung vorgesehen sein. Dadurch kann beispielsweise das Beabstandungselement
leicht ausgetauscht bzw. durch ein einer geänderten Klinge angepasstes Beabstandungselement
ersetzt werden. Es kann auch auf Benutzer spezifische Eigenheiten, wie Linkshändigkeit,
angepasst werden, indem es, vom Fugenhobel gelöst und um 180° um seine Längsachse
gedreht, wieder mit dem Fugenhobel verbunden wird.
[0031] Der Fugenhobel kann in einem einfachen Aufbau und zu seiner einfachen Handhabung
einen länglichen Körper mit einem die Aufnahme aufweisenden Arbeitsende und der als
Handgriff ausgebildeten Handhabe umfassen. Vorzugsweise ist das Beabstandungselement
schwenkbeweglich an dem Arbeitsende angeordnet. Die Schneidrichtung kann hierbei in
einer Ruheposition des Fugenhobels, in der der Fugenhobel mechanisch unbelastet ist,
vom Handhabungsende zum Arbeitsende hin in Längsrichtung des Körpers weisen. Dadurch
kann eine von einem Benutzer in den Fugenhobel eingeleitete Kraft optimal in die Klinge
weitergeleitet werden.
[0032] Der Fugenhobel kann in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes im Wesentlichen
spiegelsymmetrisch zu einer mittigen, die Schwenkachse aufweisende Längsschnittebene
als Spiegelsymmetrieebene ausgebildet sein.
[0033] Das Beabstandungselement kann eine längliche Form mit einem U-förmigen Umriss aufweisen.
Hierbei kann das Beabstandungselement zwei Schenkel, die sich in der Arbeitsposition
in Schneidrichtung erstrecken und den Stützabschnitt bilden, und einen die Schenkel
verbindenden Quersteg, der den Halterungsabschnitt bildet, umfassen. Vorzugsweise
ist der Quersteg entgegen der Schneidrichtung zungenartig verlängert ausgebildet.
Die sich dadurch ergebende Umrissform kann als Y-Form umschrieben werden.
[0034] Das Beabstandungselement kann in der Arbeitsposition an dem Fugenhobel bzw. an der
Aufnahme festlegbar ausgebildet sein, welches ein sicheres Arbeiten mit dem Fugenhobel
erleichtert. Diese Festlegung kann, wie oben beschrieben, zunächst durch den die Schwenkachse
bildenden Drehzapfen erfolgen, wobei der Drehzapfen vorzugsweise in dem sich entgegen
Schneidrichtung erstreckenden Endabschnitt des Quersteges angeordnet ist.
[0035] Vorzugsweise ist das Beabstandungselement bezüglich seiner Längserstreckung längenveränderbar
ausgebildet. Dadurch kann es an vorgesehene Klingen und/oder abzuhobelnde Untergrunde
angepasst werden. Vorzugsweise weist das Beabstandungselement in Längsrichtung teleskopierbare
Glieder auf. Vorzugsweise sind die Glieder so ausgebildet und in dem Fugenhobel so
angeordnet, dass der Stützabschnitt mittels eines Gliedes gebildet wird, das aus dem
Halterungsabschnitt heraus teleskopierbar ist.
[0036] Zusätzlich oder allein, wenn beispielsweise eine translatorische Lageveränderlichkeit
des Beabstandungselementes an dem Fugenhobel vorgesehen ist, können an der Aufnahme
federartige, den Aufnahmeraum seitlich begrenzende Rastelemente vorgesehen sein. Diese
Rastelemente können in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes seitlich an
demselben anliegen. Vorzugsweise liegen die Rastelemente bezüglich des Aufnahmeraumes
paarweise einander gegenüber. Vorzugsweise sind die Rastelemente in Schneidrichtung
beabstandet zu der Schwenkachse angeordnet. Bevorzugt sind zwei Rastelemente vorgesehen,
die bezüglich ihrer Anordnung zum Aufnahmeraum mit der Schwenkachse ein Dreieck bilden,
wobei die Rastelemente bezüglich der Schneidrichtung in einer Höhe angeordnet sind.
[0037] Die Rastelemente können als klammerartige Blattfedern ausgebildet sein, die vorzugsweise
um eine Biegeachse parallel zur Schneidrichtung und zur Mitte der Aufnahme hin gebogen
sind. Somit üben die Rastelemente bei einem Verschwenken des Beabstandungselement
zu dem Aufnahmeraum hin eine wesentlich geringere Federkraft diesem Verschwenken entgegen
als einem Verschwenken des Beabstandungselementes von dem Aufnahmeraum weg, so dass
eine Verrastung des Beabstandungselementes in seiner Arbeitsposition stattfinden kann.
[0038] Durch die Biegung der Federelemente können das Beabstandungselement in seiner Arbeitsposition
und die in dem Aufnahmeraum angeordnete Klinge, die in der Bearbeitungsposition deckungsgleich
übereinander und aneinander anliegend angeordnet sein können, klammerartig übergriffen
und damit sicher gehalten werden. In der Bereitstellungsposition ist das Beabstandungselement
vorzugsweise soweit bezüglich Rastelemente verschwenkt bzw. verschoben, dass die Rastelemente
von dem Beabstandungselement freigegeben sind. Die Rastelemente können in der Bereitstellungsposition
so positioniert sein, dass sie weder von den Rastelementen gehalten sind noch diese
berühren oder überdecken, so dass die Klinge leicht aus der Rastverbindung herausgehoben
und aus dem Aufnahmeraum entfernt bzw. in den Aufnahmeraum eingeschoben und mit den
Rastelementen verrastet werden kann. Vorzugsweise sind seitlich an dem Beabstandungselement
und in Höhe der Federelemente Einbuchtungen vorgesehen, in die die Rastelemente in
der Arbeitsposition des Beabstandungselementes rastend eingreifen. Die Klinge kann
gleich ausgebildete Einbuchtungen aufweisen, die in der Arbeitsposition deckungsgleich
zu denen des Beabstandungselementes angeordnet sein können.
[0039] Zur leichten manuellen Betätigen des Beabstandungselementes kann ein seitlich an
dem Stützabschnitt vorstehender Handhabungsabschnitt vorgesehen sein. Dieser Handhabungsabschnitt
kann laschenförmig oder ohrförmig ausgebildet sein. Er kann in der Arbeitsposition
aus der Aufnahme seitlich herausragen. Der Fugenhobel kann so in der Hand eines Benutzers
gehalten werden, dass er sich mit der Handhabe endseitig innenseitig im Handteller
abstützt und mit seinem Arbeitsende in Schneidrichtung vorzugsweise vom Körper des
Benutzers weg und somit etwa in Verlängerung des Armes des Benutzers herausragt. Zweckmäßigerweise
ist der Handhabungsabschnitt dann so positioniert, dass er zum Daumen der Hand hin
weist. Damit kann der Handhabungsabschnitt mittels des Daumens der Hand betätigt werden,
die zugleich den Fugenhobel hält und führt, so dass eine einhändige Bedienung des
Fugenhobels möglich ist. Der Benutzer kann sich daher mit seiner anderen Hand beispielsweise
abstützen. Somit kann ein schnelles und sicheres Arbeiten mit dem Fugenhobel gewährleistet
sein.
[0040] Die Arbeitssicherheit erhöhend, kann der Handhabungsabschnitt farblich markiert sein
und/oder eine sich vom Fugenhobel unterscheidende Oberflächenstruktur, wie zum Beispiel
eine Riffelung, aufweisen. Da, wie oben beschrieben, das Beabstandungselement mit
dem Fugenhobel bzw. mit der Aufnahme lösbar verbunden sein kann, kann dasselbe so
an dem Fugenhobel festgelegt werden, dass es bezüglich der Schneidrichtung links oder
rechts mit dem Handhabungsabschnitt aus der Aufnahme seitlich herausragt. Damit kann
der Fugenhobel wahlweise zur einhändigen Bedienung für Linkshänder oder für Rechtshänder
eingerichtet werden. Vorzugsweise ist das Beabstandungselement zu beiden Seiten in
dem Winkel zur Schneidrichtung aus seiner Arbeitsposition in seiner Bereitstellungsposition
verschwenkbar. Der Handhabungsabschnitt kann hierzu beidseitig an dem Beabstandungselement
vorgesehen sein. Damit kann das Beabstandungselement ohne zusätzliche Vorkehrungen
für Linkshänder und für Rechtshänder gleichermaßen geeignet sein.
[0041] Das Handhabungsende kann als Handgriff ausgebildet sein. Dieser Handgriff kann ergonomisch
gestaltet und insbesondere zum Abstützen gegen Schneidrichtung in dem Handinnenteller
eines Benutzers ausgebildet sein. Insbesondere kann der Handgriff eine Profilierung
mit vorzugsweise gegen Schneidrichtung weisenden Profilseitenflächen aufweisen.
[0042] Zur weiteren Verbesserung eines leichteren und gefahrloseren Abziehens der Oberfläche
eines Untergrundes bzw, eines Bodenbelages kann eine Klinge für einen Klingenhalter
gemäß einer der vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen vorgesehen sein, die
hier jedoch nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist. Die Klinge kann einen flachen
Klingenkörper mit großen Klingenseitenflächen und die Klingenseitenflächen verbindenden
Schmalseiten und eine an einer in Schneidrichtung hinteren Schmalseite angeordnete
Schneide aufweisen. Vorteilhaft kann die Klinge eine gleiche Umrissform wie das Beabstandungselement
aufweisen. Es können Klinge und Beabstandungselement in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes
bis auf die hintere Schmalseite der Klinge mit der Schneide deckungsgleich übereinander
und flächig aneinander angelegt an dem Fugenhobel bzw. in der Aufnahme desselben angeordnet
sein. Die Klinge kann bezüglich einer in Schneidrichtung verlaufenden Mittellängsachse
spiegelsymmetrisch aufgebaut sein.
[0043] Das Beabstandungselement kann, wie oben beschrieben, eine längliche Form mit einem
U-förmigen Umriss mit zwei Schenkeln aufweisen, wobei sich die Schenkel in der Arbeitsposition
in Schneidrichtung erstrecken und den Stützabschnitt bilden. Hieran angepasst, kann
die Klinge lediglich in einem Mittenbereich der hinteren Schmalseite die Schneide
aufweisen, wobei der Mittenbereich in Arbeitsposition der Klinge zwischen den Schenkeln
angeordnet sein kann. Hierdurch ist ein weiterer Schutz gegenüber der Schneide erzielbar.
[0044] Vorteilhaft kann die Klinge einen in Schneidrichtung vor der Schneide eingebrachten
Hinterschliff in die in Arbeitslage der Klinge dem Untergrund zugewandten Klingenseitenfläche
aufweisen. Der Hinterschliff kann somit in einer Schneidfolge hinter der Schneide
angeordnet sein. Durch diesen Hinterschliff kann eine Vertiefung in der Klingenseitenfläche
eingebracht sein. Dadurch kann bewirkt werden, dass die Reibung der Klinge auf dem
Untergrund und damit die für das Verfahren des Fugenhobels über den Untergrund notwendige
Kraft vermindert werden. Ferner kann hierdurch erzielt werden, dass sich die Klinge
bei der Bearbeitung eines an sich glatten Untergrundes, an demselben "klebend" festhaftet.
Erstreckt sich die Schneide lediglich über den Mittenbereich der hinteren Schmalseite,
so können infolge der verminderten Reibungskraft beim Hinterschliff größere Reibungskräfte
in den Randbereichen der Schmalseite auftreten, die bezüglich der Schneidrichtung
zentrierend wirken können.
[0045] Es kann vorgesehen sein, dass Vertiefung entgegen der Schneidrichtung an Tiefe und/oder
an Breite senkrecht zur Schneidrichtung zunimmt. Somit kann der notwendige Anpressdruck
weiter vermindert und das Arbeiten mit dem Fugenhobel sicherer gestaltet werden.
[0046] Vorzugsweise weist die Schneide einen gebogenen Verlauf auf. Hierbei kann die Schneide
sichelförmig ausgebildet sein und sich vorzugsweise konkav in den Klingenkörper erstrecken.
Vorzugsweise ist die Schneide bezüglich ihrer Schneidrichtung und/oder ihrer Schneidebene
spiegelsymmetrisch ausgebildet. Dank der sichelartigen Ausbildung und symmetrischen
Anordnung der Schneide kann beim Schneiden in Schneidrichtung der Effekt auftreten,
dass die Klinge sich selbst auf einen geradlinigen Schnittverlauf hin zentriert. Von
den äußeren Rändern der Schneidkante bis zu dem Mittelbereich der Schneidkante hin
wirken Schneidkräfte senkrecht zur Längsachse der Klinge hin, wobei diese zur Mitte
hin abnehmen. Wegen der symmetrischen Ausbildung der Klinge sind diese Kräfte senkrecht
zur Längsachse hin spiegelsymmetrisch gleich und heben sich dann auf, wenn die Klinge
exakt in Schneidrichtung verfahren wird. Verlassen sie diese Symmetrie beispielsweise
durch eine Änderung der Schneidrichtung, so sind sie auf einer Seite der Schneidrichtung
größer als auf der anderen Seite und addieren sich so zu einer Korrekturkraft, die
einen Kraftimpuls auf die Klinge zur Ausrichtung der Längsachse der Klinge in Schneidrichtung
ausübt. Diese Selbstzentrierung der Schneide bzw. der Klinge in Schneidrichtung unterstützt
ein einhändiges Arbeiten mit dem Fugenhobel. Es kann ein sicheres Arbeiten mit dem
Fugenhobel mit eingelegter Klinge erzielt werden.
[0047] Der Mittenbereich der Schmalseite mit der Schneide kann um einen Betrag entgegen
der Schneidrichtung von der hinteren Schmalseite in den Klingenkörper hinein versetzt
angeordnet sein. Die Klinge ragt somit nicht gefährlich hervor und kann seitlich durch
die restliche hintere Schmalseite geschützt werden.
[0048] Die Klinge kann eine längliche Form mit einem die Schneide aufweisenden Schneidabschnitt
und einem Halteabschnitt aufweisen. Die Schneide kann eine Schneidkante aufweisen,
die in einer der Klingenseitenflächen oder beabstandet zu den Klingenseitenflächen
angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Schneidkante bezüglich einer Klingendicke außermittig
angeordnet. Hierdurch kann die Schneidkante der Klinge abgeschirmt und somit der Umgang
mit der Klinge gefahrloser gestaltet werden. Durch die außermittige Anordnung der
Schneidkante kann dieselbe entsprechend in zwei unterschiedlichen Beabstandungen über
dem Untergrund verfahren werden. Damit kann das Abhobeln von Überständen auch in drei
Schneidschritten erfolgen, indem die Klinge in einem ersten Schritt in der Beabstandungsposition
die Überstände auf Restüberstände abschneidet. In einem zweiten Schritt kann die Klinge
in der Anlageposition, jedoch mit zum Untergrund beabstandeter Schneide, die Restüberstände
weiter abschneiden bzw. Abhobeln. In einem dritten Schritt kann die Klinge um 180°
so gewendet in der Anlageposition zum Einsatz kommen, dass ihre Schneidkante auf dem
Untergrund aufliegt oder nur noch geringfügig von demselben beabstandet ist, so dass
die Restüberstände vollständig abgehobelt werden können. Es kann auch das Beabstandungselement
erst dann zum Einsatz kommen, wenn höher Restüberstände als die durch die außermittige
Schneide erzielbare gewünscht werden. Die Schneidkante ist bevorzugt parallel zu den
Seitenflächen angeordnet.
[0049] Die außermittige Schneidkante kann in einem Abstand a zu der Klingenseitenfläche
und in einem Abstand b zu der anderen Klingenseitenfläche beabstandet sein. Das Verhältnis
der Abstände a/b kann kleiner 1, vorzugsweise kleiner oder gleich 1/2 und größer oder
gleich 1/10 sein.
[0050] Die Schneidkante ist bevorzugt in der in Einsatzlage unteren Klingenseitenfläche
angeordnet ist. Dadurch können Überstände des Untergrundes bis dicht an seine Oberfläche
heran mittels der Klinge abgeschnitten werden.
[0051] Mittels des Fugenhobels gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen mit
in der Aufnahme eingelegter Klinge kann ein Untergrund mit folgenden Verfahrensschritte
abgezogen oder abgehobelt werden:
Erstes Abziehen des Untergrundes, wobei das Beabstandungselement in der Arbeitsposition
positioniert ist und die Klinge mittels des Beabstandungselementes in der Beabstandungsposition
so gehalten wird, dass die Überstände auf dem Untergrund bis auf Restüberstände abgeschnitten
werden,
Bewegen, insbesondere Verschwenken oder Verschieben, des Beabstandungselementes aus
der Arbeitsposition in die Bereitstellungsposition, in der die Klinge ohne Beabstandung
von der Oberfläche über dieselbe führbar ist,
Zweites Abziehen, wobei mittels der Klinge die Restüberstände von dem Untergrund abgeschnitten
werden.
[0052] Vorzugsweise ist die Klinge in einer Schneidebene parallel zu bzw, in der Oberfläche
des Untergrundes schneidwirksam. Wie oben beschrieben, können Klinge und Beabstandungselement
in der Beabstandungsposition so zueinander angeordnet sein, dass sie ungebogen sowie
flexibel um die Biegeachse gebogen parallel zueinander und aneinander anliegend in
dem Fugenhobel positioniert sind. Die Durchbiegung der Klinge und/oder die des Beabstandungselementes
kann durch einen Anschlag begrenzt werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Klinge
in ihrer Beabstandungsposition wie auch in ihrer Anlageposition in einer optimalen
Biegeposition und damit in einer optimalen Schnittposition zum Untergrund positioniert
sein kann und diese optimale Biegeposition über das Verfahren des Fugenhobels über
den Untergrund beibehalten werden kann, ohne dass hierzu Korrekturen etwa durch verstärktes
oder vermindertes Andrücken der Klinge gegen den Untergrund notwendig sind.
[0053] Anschließend kann das Beabstandungselement wieder zurück in seine Arbeitsposition
zurück bewegt, insbesondere zurück verschwenkt oder zurück geschoben werden. Hierdurch
ist der Fugenhobel wieder für ein weiteres Abschneiden von Überständen einsatzbereit.
Ferner kann in dieser Position des Beabstandungselement die Klinge in der Aufnahme
am wirkungsvollsten geschützt werden, so dass der Fugenhobel in diesem Zustand am
besten gelagert werden kann.
[0054] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand eines in einer Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Untersicht auf einen Fugenhobel mit Klinge und mit einem Beabstandungselement
in einer Arbeitsposition,
- Fig. 2
- eine perspektivische Untersicht auf den Fugenhobel mit der Klinge und mit dem Beabstandungselement
in einer Bereitstellungsposition,
- Fig. 3
- eine perspektivische Draufsicht auf den Fugenhobel mit der Klinge und mit dem Beabstandungselement
in der Bereitstellungsposition,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Klinge gemäß Figuren 1 bis 3,
- Fig. 5
- eine Unteransicht auf die Klinge gemäß Figur 4,
- Fig. 6a
- eine Seitenansicht auf die Klinge gemäß Figur 4,
- Fig. 6b
- eine Schnittansicht gemäß den Schnittverlauf A - A in Figur 4,
- Fig. 7a
- eine Schnittansicht eines Fußbodenbelages mit Schweißnaht und eine Seitenansicht eines
vorderen Abschnittes des Fugenhobels mit eingesetzter Klinge und Beabstandungselement
in einer Biegeposition beim ersten Abziehen der Schweißnaht,
- Fig. 7b
- eine Schnittansicht des Fußbodenbelages mit der zu einem Restüberstand abgezogenen
Schweißnaht und eine Seitenansicht des vorderen Abschnittes des Fugenhobels mit gebogener
eingesetzter Klinge in der Anlageposition und verschwenktem Beabstandungselement in
der Bereitstellungsposition beim zweiten Abziehen der Schweißnaht,
- Fig. 8
- eine Detailansicht X gemäß dem in Figur 7b gezeigten Ausschnitt X, wobei die Klinge
in einer Längsschnittsansicht gezeigt ist,
- Fig. 9
- eine perspektivische Draufsicht auf eine weiteres Ausführungsbeispiel des Fugenhobels
mit dem Beabstandungselement in der Arbeitsposition,
- Fig. 10
- eine perspektivische Unteransicht auf das Ausführungsbeispiel des Fugenhobels gemäß
Figur 9,
- Fig. 11
- eine perspektivische Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel des Fugenhobels gemäß
Figur 9 mit dem Beabstandungselement in der Bereitstellungsposition,
- Fig. 12
- eine perspektivische Unteransicht auf das Ausführungsbeispiel des Fugenhobels gemäß
Figur 11,
- Fig. 13
- bis Fig. 14 in gleicher Weise wie in den Figuren 7 bis 8 Darstellungen zur Demonstration
des Verfahrens des Fugenhobels über einen Untergrund, jedoch hier mit der Ausführungsform
des Fugenhobels gemäß den Figuren 9 bis 12.
[0055] In den Figuren 1 bis 3 und 9 bis 12 werden zwei Ausführungsformen eines hier als
Fugenhobel 1 ausgebildeten Klingenhalters K mit einer eingelegten Klinge 2 in perspektivischer
Untersicht bzw. in perspektivischer Draufsicht gezeigt, während in den Figuren 4 bis
6 beispielgebend die Klinge 2 an sich in verschiedenen Ansichten wiedergegeben ist.
In den Figuren 7 bis 8 sowie 13 bis 14 wird jeweils ein Verfahren zum Abziehen und
Abhobeln einer Oberfläche eines Untergrundes U, d.h. hier einer Schweißnaht S als
abzuziehender Überstand Ü, anhand zweier hier skizzierten Verfahrensschritte demonstriert.
[0056] Der Fugenhobel 1 weist eine Handhabe 3 mit einem Handgriff 3.1, eine einen Aufnahmeraum
4 für die Klinge 2 umfassende Aufnahme 5 zur Festlegung der Klinge 2 an dem Fugenhobel
1 und eine Positionierhilfe 6 zur Positionierung der Klinge 2 relativ zum Untergrund
U auf Beabstandungsvorrichtung 6.1 auf. Die Positionierhilfe 6 umfasst eine Beabstandungsvorrichtung
6.1 mit einem Beabstandungselement 7, mittels dessen die Klinge 2 in einer in den
Figuren 1, 7a, 9, 10 und 13a gezeigten Beabstandungsposition in der Aufnahme 5 so
positionierbar ist, dass die Klinge 2 zur Bearbeitung des Untergrundes U bzw. zum
Abziehen der Schweißnaht S mit ihrer Schneide 8 beabstandet so zum Untergrund U positioniert
werden kann, dass sie in einer Schneidrichtung s parallel zur Oberfläche des Untergrundes
U auf demselben verfahrbar ist. Letzteres ist in Fig. 7a dargestellt. Wie in den Figuren
7 und 13 gezeigt, werden Klinge 2 und Beabstandungselement bzw. allein die Klinge
2 zum Schneideinsatz flexibel um eine Biegeachse b parallel zum Untergrund U sowie
senkrecht zu der Schneidrichtung s so gebogen, dass sie endseitig mittelbar oder unmittel
flach an dem Untergrund U anliegen.
[0057] Das Beabstandungselement 7 ist lagerveränderlich zur Aufnahme 5 an dem Fugenhobel
1 angeordnet. Hierbei ist das Beabstandungselement 7 zwischen einer in Fig. 1 und
Fig. 7a gezeigten Arbeitsposition zur Halterung der Klinge 2 in der Beabstandungsposition
und einer in den Figuren 2 und 3 gezeigten Bereitstellungsposition zur Halterung der
Klinge 2 in der Aufnahme 5 in einer Anlageposition bewegbar. In der Anlageposition
ist die Klinge 2, wie insbesondere den Figuren 7b und 8 entnehmbar, zur Bearbeitung
des Untergrundes U bzw. zum Abziehen der Schweißnaht S knapp oberhalb der Oberfläche
O des Untergrundes U mit einem die Schneide aufweisenden Bereich 9 an dem Untergrund
U so angelegt, dass die Schneidrichtung s parallel zum Untergrund U weist.
[0058] Wie insbesondere den Figuren 4 bis 6 deutlich ersichtlich, weist die Klinge 2 einen
flachen Klingenkörper 10 mit großen Klingenseitenflächen 11 und die Klingenseitenflächen
11 verbindenden Schmalseiten 12 auf, wobei die Schneide 8 an der in Schneidrichtung
s hinteren Schmalseite 12h angeordnet ist. Die Aufnahme 5 weist ein Aufnahmeteil 5.1
auf, das fest an dem Fugenhobel 1 angeordnet ist und an dem Handgriff 3.1 anschließt.
Das Aufnahmeteil 5.1 umfasst eine Aufnahmefläche 5.2, die den Aufnahmeraum 4 begrenzt
und an der die Klinge 2 mit einer Klingenseitenfläche 11 anliegt. Somit ist die Klinge
2 zwischen Aufnahmefläche 5.2 und Beabstandungselement 7 sicher in dem Aufnahmeraum
4 angeordnet. Das Beabstandungselement 7 ist um eine Schwenkachse a senkrecht zur
Aufnahmefläche 5.2 an dem Fugenhobel 1 lagerveränderlich angeordnet.
[0059] Wie insbesondere in Fig. 1 erkennbar, überdeckt das Beabstandungselement 7 in seiner
Arbeitsposition den Aufnahmeraum 4 an einer in Figuren 7a und b entnehmbaren Unterseite
13 in Schneidrichtung s soweit, dass die in dem Aufnahmeraum 4 positionierte Klinge
2 lediglich mit einem Teil ihrer Schneide 8 in Schneidrichtung s vorsteht. In Fig.
2 ist das Beabstandungselement 7 aus der Arbeitsposition in die Bereitstellungsposition
verschwenkt, in der es den Aufnahmeraum 4 an seiner Unterseite 13 soweit freigibt,
dass ein Schneidabschnitt 14 mit dem in Schneidrichtung hinteren Bereich 9 zur Anlage
an dem Untergrund U in der in Fig. 7 und 8 gezeigten Einsatzlage des Fugenhobels 1
nach unten hin unverdeckt ist. Dadurch kann der Bereich 9, wie in Fig. 7 gezeigt,
unter Biegung der Klinge 2 unmittelbar auf dem Untergrund U flächig angelegt werden.
[0060] Das Beabstandungselement 7 weist eine flache, längliche Form mit einer großen Seitenfläche
15 auf, wobei die Schwenkachse a senkrecht zu der großen Seitenfläche 15 in einem
als Halterungsabschnitt 16 ausgebildeten Endabschnitt des Beabstandungselementes 7
angeordnet ist. Somit ist das Beabstandungselement 7 parallel zur Aufnahmefläche 5.2
bzw. parallel zu den Klingenseitenflächen 11 der Aufnahme 5 aufgenommenen Klinge 2
verschwenkbar. Ferner liegen Klinge 2 und Beabstandungselement 7 flächig in der Arbeitsposition
des Beabstandungselementes 7 sowie in der Bereitstellungsposition des Beabstandungselementes
7 an, d. h. das Beabstandungselement 7 begrenzt den Aufnahmeraum 4 nach unten hin.
Die Klinge 2 wird mittels des Beabstandungselementes 7 nach unten hin abgestützt.
Hierbei steht das Beabstandungselement 7 in seiner Arbeitsposition (Fig. 1) mit einem
als Stützabschnitt 17 ausgebildeten Ende zur Abstützung der Klinge 2 in Schneidrichtung
s über der Aufnahme 5 vor. Ferner sind Beabstandungselement 7 und Klinge 2 hinsichtlich
ihres äußeren Umrisses bis auf die hintere Schmalseite 12h der Klinge 2 im Wesentlichen
deckungsgleich ausgebildet. Dadurch wird die Klinge 2, bis auf den Mittenbereich der
hintere Schmalseite 12h mit der Schneide 8, in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes
7 über ihre gesamte Längserstreckung nach unten hin abgestützt und somit lagestabil
in der Aufnahme 5 gehalten.
[0061] Beabstandungselement 7 und Klinge 2 sind hinsichtlich ihrer Flexibilität so ausgebildet,
dass sie, wie in Fig. 7a und 7b gezeigt, flexibel um eine Biegeachse b senkrecht zur
Schwenkachse a und senkrecht zur Schneidrichtung s flexibel biegsam sind.
[0062] Das Beabstandungselement 7 ist in der Bereitstellungsposition (Fig. 2 und 3) in einem
Winkel β > 0° zur Schneidrichtung s so verschwenkbar angeordnet, dass sein Stützabschnitt
17 seitlich aus dem Aufnahmeraum 4 vorsteht. Bei der hier gezeigten Position beträgt
der Winkel β etwa 40°, wobei das Beabstandungselement 7 noch weiter um etwa insgesamt
140° verschwenkbar ist.
[0063] Beabstandungselement 7 und Klinge 2 weisen eine längliche Form mit einem etwa U-förmigen
Umriss auf, wobei das Beabstandungselement 7 zwei Schenkel 18 umfasst, die sich in
Arbeitsposition in Schneidrichtung s erstrecken und den Stützabschnitt 17 bilden.
Beide weisen einen Quersteg 19 auf, der sich zungenartig entgegen der Schneidrichtung
s weiter erstreckt. Dieser bildet bei der Klinge 2 einen Halteabschnitt 20 und bei
dem Beabstandungselement 7 den Halterungsabschnitt 16. Die Klinge 2 weist, abweichend
von der Form des Beabstandungselementes 7, bezüglich ihres Schneidabschnittes 14 einen
etwa dreieckigen Umriss mit einer in Schneidrichtung s hinteren Dreieckseite 21 auf,
die die hintere Schmalseite 12h mit der Schneide 8 umfasst, während die beiden anderen
Dreieckseiten 21 zu dem Halteabschnitt 20 zusammenlaufen. Klinge 2 und Beabstandungselement
7 sind spiegelsymmetrisch aufgebaut, wobei bei dem Beabstandungselement 7 ein zusätzlicher,
seitlich an einem Schenkel 18 angebrachter Handhabungsabschnitt 22 vorgesehen ist,
der die Spiegelsymmetrie des Beabstandungselementes 7 in diesem Punkte bricht.
[0064] Als besonders hervorhebendes Merkmal weist die Klinge 2 einen Hinterschliff 23 mit
einer Vertiefung 24 und eine Durchgangsöffnung 25 auf, wobei der Hinterschliff 23
mit der Vertiefung 24 entgegen der Schneidrichtung s seitlich in die Durchgangsöffnung
25 einmündet. Der Hinterschliff 23 beginnt entgegen der Schneidrichtung s in einem
geringen Abstand 26 zur Schneidkante 27 der Schneide 8. Die Vertiefung 24 senkt sich,
wie in Fig. 8 gezeigt, geradlinig zur Durchgangsöffnung 25 hin ab. Die Durchgangsöffnung
25 ist bezüglich ihres Querschnittes langlochartig ausgebildet, da sich in Schneidrichtung
s längs erstreckt. Hinterschliff 23 und Durchgangsöffnung 25 erniedrigen Haft- und
Gleitreibung der Klinge 2, wenn sie über dem Untergrund U unter Anlage ihres Schneidabschnittes
14 über dem Untergrund U geführt wird.
[0065] Die Schneide 8 ist sichelförmig ausgebildet. Beim Abschneiden des Überstandes Ü in
Schneidrichtung s der Klinge 2 treten Schnittkräfte F auf, die eine Kraftkomponente
F
q quer zur Schneidrichtung s der Klinge 2 hin aufweisen. Wenn die Klinge 2 exakt in
Schneidrichtung s, d.h. in Längsrichtung l der Klinge 2 bzw. des Fugenhobels 1 geführt
wird, ist die Kraftkomponente F
q mittig der Schneide 8 gleich Null und nimmt zu beiden Seiten zu den Rändern der Schneide
etwa sinusförmig zu. Wegen der Spiegelsymmetrie der Klinge 2 und damit der Schneide
8 heben sich die Kraftkomponenten Fq auf. Wird aber der Fugenhobel so geführt, dass
die Längsrichtung einen Winkel größer Null mit der Schneidrichtung bildet, so sind
die Kraftkomponenten und die Kraftkomponenten in Schneidrichtung auf den beiden Seiten
ungleich und addieren sich zu einer hier als Korrekturkraft bezeichneten Kraft, die
auf der Seite wirkt, zu der der Klingenhalter K bzw. der Fugenhobel verschwenkt zur
Schnittrichtung s geführt ist. Dieses bewirkt einen erhöhten Schnittwiderstand an
dieser Seite und damit zugleich eine nahezu automatische Korrektur dergestalt, der
Fugenhobel und damit die Klinge mit ihren Längsachsen in die Schneidrichtung zurückgedrängt
werden.
[0066] Zur weiteren Festlegung der Klinge 2 und des Beabstandungselementes 7 in der Arbeitsposition
sind an der Aufnahme 5 den Aufnahmeraum 4 seitlich begrenzende Rastelemente 28 vorgesehen,
an denen Klinge 2 und Beabstandungselement7 seitlich anliegen. Die Blattfedern 29
sind einander gegenüberliegend in gleicher Höhe bezüglich der Längsrichtung l von
Klinge 2 und Fugenhobel 1 sowie in Schneidrichtung s beabstandet zu der Schwenkachse
a geführt, so dass diese drei Punkten ein hier nicht eingezeichnetes Dreieck aufspannen.
Die Rastelemente 28 sind als Blattfedern 29 ausgeführt, die klammerartig die Klinge
2 in der Anlageposition sowie Klinge 2 und Beabstandungselement 7 in der Arbeitsposition
an der Aufnahme 5 festklammern. Zur besseren Fixierung sind seitlich an der Klinge
2 und dem Beabstandungselement 7 Einbuchtungen 30 vorgesehen, in die die Rastelemente
28 fixierend eingreifen.
[0067] Von einer der Aufnahme 5 zugewandten, hier verdeckt gezeigte Seitenfläche des Halterungsabschnittes
16 des Beabstandungselement 7 aus ist zur Ausbildung der Schwenkverbindung des Beabstandungselementes
7 mit der Aufnahme 5 ein die Schwenkachse a ausbildender Drehzapfen 31 vorgesehen.
Dieser erstreckt sich, was in der Zeichnung verdeckt ist, durch den Aufnahmeraum 4
und ist an einer gegenüberliegenden, den Aufnahmeraum 4 begrenzenden oberen Seitenwand
der Aufnahme 5 drehbeweglich gelagert.
[0068] Wie in Figuren 4 bis 6 ersichtlich, weist die Klinge 2 einen endseitigen Befestigungsschlitz
32 auf, in den die Klinge 2 zu ihrer Aufnahme und Festlegung in der Aufnahme 5 der
Drehzapfen 31 eingreift. Somit kann die Klinge 2 entgegen der Schneidrichtung s in
den Aufnahmeraum 4 hineingeschoben werden, wobei sich die Blattfedern 29 elastisch
aufweiten und mit Erreichen der Einbuchtungen 30 in dieselben einrasten. Das Beabstandungselement
7 wird beim Verschwenken von der Arbeitsposition zu seiner Bereitstellungsposition
seitlich über eine der Blattfedern 29 geführt, die entsprechend elastisch nachgibt.
[0069] In Figur 7a wird das erste Abziehen des Untergrundes U gezeigt, wobei das Beabstandungselement
7 in der Arbeitsposition positioniert ist und die Klinge 2 mittels des Beabstandungselementes
7 in der Beabstandungsposition so gehalten wird, dass die Schweißnaht S bis auf einen
Restüberstand R abgeschnitten wird. In der Figur 7b wird in einem zweiten Abziehen
des Untergrundes U die Klinge 2 ohne Beabstandung von der Oberfläche des Untergrundes
U über dieselben geführt, wobei der Restüberstand R abgeschnitten wird. In Figur 8
ist deutlich erkennbar, dass die Schneidkante 27 unmittelbar auf dem Untergrund U
anliegt und dass durch den Hinterschliff 23 die Vertiefung 24 ausgebildet ist, die
sich entgegen der Schneidrichtung s geradlinig weiter abgetieft und in die Durchgangsöffnung
25 einmündet.
[0070] In den Figuren 11 bis 14 wird eine weitere Ausführungsform des Fugenhobels 1 und
dessen Arbeitsweise gezeigt.
[0071] Ferner ist der Handgriff 3.1 verstärkt ergonomisch dem hier nicht gezeigten Handinnenraum
den Rundungen des hier nicht gezeigten Benutzers angepasst, so dass der Handgriffs
3.1 sicher in dem Handinnenraum in Schneidrichtung s abgestützt werden kann. Zudem
überlappt die Handhabe 3 mit einem Vorsprung 3.2 in Einsatzlage des Fugenhobels 1
oberseitig das Aufnahmeteil 5.1, wodurch ein verbesserter Schutz vor der Klinge 2
erzielt wird. Zum leichteren Wegführen der abgehobelten Späne ist die oberseitige
Abgleitfläche 5.3 zur Längsachse l so geneigt, dass sie mit der Schneidrichtung s
einen spitzen Winkel ausbildet. Ferner ist Abgleitfläche 5.3 zu ihrer Mitte hin leicht
konkav gebogen ausgebildet.
[0072] Bei der in den Figuren 9 bis 12 allein und in den Figuren 13 bis 14 im Schneideinsatz
gezeigten, Ausführungsform des als Fugenhobel 1 ausgebildeten Klingenhalters K umfasst
die Positionierhilfe 6 zusätzlich eine Anschlagvorrichtung 6.2. Die Anschlagvorrichtung
6.2 weist ein Anschlagelement 33 zur Positionierung der Klinge K und/oder des Beabstandungselement
7 in einer bestimmten Biegeposition auf. Klinge 2 und Beabstandungselement 7 sind
in Figur 9a bzw. Klinge 2 in Figur 9b in dieser Biegeposition gezeigt. Klinge 2 und
Beabstandungselement 7 sind, wie bereits bei der ersten Ausführungsform des Fugenhobels
anhand der Figuren 1 bis 3 und 7 bis 8 erläutert, um die Biegeachse b flexibel biegsam,
so dass sie in der Biegeposition direkt oder indirekt endseitig flach an dem Untergrund
anliegen können und die Schneide 8 entsprechend parallel zur Oberfläche des Untergrundes
über denselben geführt werden kann. Mittels des Anschlagelementes 33 wird die Biegung
auf ein bestimmtes Maß begrenzt, indem die in dem Aufnahmeraum 4 eingesetzte Klinge
2 unter endseitigem Aufsetzen auf dem Untergrund U gegen das Anschlagelement gedrückt
und dort gehalten wird, solange die Klinge ausreichend stark gegen den Untergrund
U gedrückt bleibt. Durch das Anschlagelement 33 wird somit eine optimale Biegeposition
der Klinge 2 vorgegeben, wobei der Aufnahmeraum 4 in der Biegeposition in Einsatzlage
des Fugenhobels 1 an der vom Untergrund U abgewandten Seite von dem Anschlagelement
33 begrenzt wird.
[0073] Das Anschlagelement 33 ist gekröpft ausgebildet. Es weist ein Anschlagende 34 und
ein Befestigungsende 35 auf. Es erstreckt sich mit dem Anschlagende 34 mit einer Wegkomponente
in Schneidrichtung s zu dem Aufnahmeraum 4 hin. Hierzu greift es bogenartig an der
vom Beabstandungselement 7 abgewandten Seite des Aufnahmeraumes 4 zu dessen Begrenzung
an. Das Anschlagende 34 ist U-förmig mit zur Längsachse l spiegelsymmetrischen Anschlagsschenkeln
36 und einem Quersteg 37 ausgebildet, wobei die Kröpfung am Quersteg 35 erfolgt. Die
Anschlagsschenkel 36 erstrecken sich zu dem Aufnahmeraum 4 hin und begrenzen denselben
in der Biegeposition. Damit schlägt die Klinge 2 in der Biegeposition an zwei Punkten
an und kann somit bezüglich der Längsachse l kippsicher in der Aufnahme 5 gehalten
werden.
[0074] Anschlagsschenkel 36 und Quersteg 37 begrenzen einen Zwischenraum 38 zum Abführen
von hier nicht dargestellten abgeschnittenen Spänen. Hierbei ist die in Schneidrichtung
s weisende und den Zwischenraum 38 begrenzende Seitenwand 39 mit einer Schräge 40
versehen, über die die Späne leichter aus dem Zwischenraum 38 heraus abgleiten können.
[0075] Ähnlich wie die Klinge 2, so weist das Anschlagelement 33 einen in der Zeichnung
verdeckten Befestigungsschlitz auf, mittels dessen das Anschlagelement 33 entgegen
der Schneidrichtung s in die Aufnahme 5 eingeschoben werden kann. Anschlagelement
33, Klinge 2 und Beabstandungselement 7 werden durch den hier verdeckten Drehzapfen
gehalten, wobei eine axial in den Drehzapfen eingreifende Rändelschraube 41 ein rasches
Lösen und Austauschen von Anschlagelement 33, Klinge 2 und/oder Beabstandungselement
7 ermöglicht. Ferner sorgen auch hier die Rastelemente 28 für einen seitlichen Halt.
[0076] Der Vorsprung 3.2 der Handhabe 3 greift in dieser Ausführungsform Gemäß den Figuren
9 bis 12 in Schneidrichtung s weit über die Aufnahme 5 und bildet die Abgleitfläche
5 aus, die an dem Quersteg 35 angrenzt. Dadurch wird zugleich das Anschlagelement
33 in seiner Anlagerung in der Aufnahme 5 stabilisiert. Ferner umfasst der Vorsprung
3.2 seitlich die Aufnahme 5, wodurch die Lagestabilität von Klinge 2 und Anschlagelement
33 verbessert wird. Zudem wird die Klinge 2 entsprechend abgedeckt, welches den Arbeitsschutz
erhöht.
[0077] Die Darstellungen in den Figuren 13 und 14 gleichen denen in den Figuren 7 und 8.
Hierbei handelt es sich um schematische Darstellungen, in denen störende seitliche
Bauteile des Fugenhobel 1 fortgelassen sind. Abweichend zu denen in Figuren 7 und
8 ist hier zusätzlich das Anschlagelement 33 der Anschlagvorrichtung 6.2 gezeigt,
zu dem die Klinge 2 und das Beabstandungselement 6.1 in Figur 13a bzw. die Klinge
2 allein in Figuren 13b und 14 um die Biegeachse b hier senkrecht zur Zeichnungsebene
in die Biegeposition hin gebogen sind. Dadurch wird eine bestimmte optimale Biegung
der Klinge 2 während des Schneidvorganges ermöglicht.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Fugenhobel
- 2
- Klinge
- 3
- Handhabe
- 3.1
- Handgriff
- 3.2
- Vorsprung
- 4
- Aufnahmeraum
- 5
- Aufnahme
- 5.1
- Aufnahmeteil
- 5.2
- Aufnahmefläche
- 5.3
- Abgleitfläche
- 6.
- Positionierhilfe
- 6.1
- Beabstandungsvorrichtung
- 6.2
- Anschlagvorrichtung
- 7
- Beabstandungselement
- 8
- Schneide
- 9
- Bereich
- 10
- Klingenkörper
- 11
- Klingenseitenfläche
- 12
- Schmalseite
- 12h
- Schmalseite
- 13
- Unterseite
- 14
- Schneidabschnitt
- 15
- Seitenfläche
- 16
- Halterungsabschnitt
- 17
- Stützabschnitt
- 18
- Schenkel
- 19
- Quersteg
- 20
- Halteabschnitt
- 21
- Dreiecksseite
- 22
- Handhabungsabschnitt
- 23
- Hinterschliff
- 24
- Vertiefung
- 25
- Durchgangsöffnung
- 26
- Abstand
- 27
- Schneidkante
- 28
- Rastelement
- 29
- Blattfeder
- 30
- Einbuchtung
- 31
- Drehzapfen
- 32
- Befestigungsschlitz
- 33
- Anschlagelement
- 34
- Anschlagende
- 35
- Befestigungsende
- 36
- Anschlagsschenkel
- 37
- Quersteg
- 38
- Zwischenraum
- 39
- Seitenwand
- 40
- Schräge
- 41
- Rändelschraube
- a
- Schwenkachse
- b
- Biegeachse
- l
- Längsachse
- s
- Schneidrichtung
- F
- Schnittkraft
- Fq
- Kraftkomponente
- K
- Klingenhalter
- R
- Restüberstand
- S
- Schweißnaht
- U
- Untergrund
- Ü
- Überstand
- β
- Winkel
1. Klingenhalter, insbesondere Fugenhobel (1), zum Abziehen und Abhobeln eines Untergrundes
(U) mit einer Handhabe (3), einem Arbeitsende mit einer einen Aufnahmeraum (4) für
eine Klinge (2) umfassenden Aufnahme (5) zur Festlegung einer Klinge (2) an dem Fugenhobel
(1), wobei eine Klinge (2) eine größere Klingenseitenfläche (11) und eine in einer
Schneidrichtung (s) hintere Schmalseite (12h) mit einer Schneide (8) aufweisen kann,
und mit einer Positionierhilfe (6) zur Positionierung des Klingenhalters zum Untergrund
(U), wobei Positionierhilfe (6) eine Beabstandungsvorrichtung (6.1) umfasst, mittels
derer eine Klinge (2) in einer Beabstandungsposition in der Aufnahme (5) so anordenbar
ist, dass sie zur Bearbeitung des Untergrundes (U) mit ihrer Schneide (8) beabstandet
zum Untergrund (U) positionierbar ist, und wobei die Beabstandungsvorrichtung (6.1)
ein Beabstandungselement (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) lageveränderlich zur Aufnahme (5) an dem Fugenhobel
(1) angeordnet ist und dass das Beabstandungselement (7) zwischen einer Arbeitsposition
zur Halterung eines Klinge (2) in der Beabstandungsposition und einer Bereitstellungsposition
zur Halterung eines Klinge (2) in der Aufnahme (5) in einer Anlageposition, in der
eine Klinge (2) zur Bearbeitung des Untergrundes (U) zumindest mit einem eine Schneide
(8) aufweisenden Bereich (9) an den Untergrund (U) anlegbar ist, bewegbar ist.
2. Klingenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) in seiner Arbeitsposition den Aufnahmeraum (4) an einer
in Einsatzlage des Fugenhobels (1) dem Untergrund (U) zugewandten Unterseite (13)
soweit in Schneidrichtung (s) überdeckt, dass eine in dem Aufnahmeraum (4) positionierbare
Klinge (2) lediglich in einem die Schneide (8) aufweisenden Schneidabschnitt (14)
unverdeckt bleiben kann, und dass das Beabstandungselement (7) in seiner Bereitstellungsposition
den Aufnahmeraum (4) an seiner Unterseite (13) soweit freigibt, dass zumindest der
Teil des Aufnahmeraumes (4), der für einen in Schneidrichtung (s) hinteren Bereich
(9) mit eines Schneide (8) vorgesehen ist, in Einsatzlage des Fugenhobels (1) nach
unten hin offen ist.
3. Klingenhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (5) ein Aufnahmeteil (5.1) mit einer Aufnahmefläche (5.2) aufweist und
dass der Aufnahmeraum (4) so ausgebildet, dass eine Halterung eines Klinge (2) mit
einer Klingenseitenfläche (11) an der Aufnahmefläche (5.2) in dem Aufnahmeraum (4)
vorgesehen ist, wobei das Beabstandungselement (7) parallel zur Aufnahmefläche (5.2)
lageveränderlich zur Aufnahme (5) an dem Fugenhobel (1) angeordnet ist.
4. Klingenhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) schwenkbeweglich mit einer Schwenkachse (a) senkrecht
zur Aufnahmefläche (5.2) an dem Fugenhobel (1) angeordnet ist.
5. Klingenhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) eine flache, längliche Form mit einer großen Seitenfläche
(15) aufweist und dass die Schwenkachse (a) senkrecht zu der großen Seitenfläche (15)
in einem als Halterungsabschnitt (16) ausgebildeten Endabschnitt des Beabstandungselementes
(7) angeordnet ist.
6. Klingenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , dass das Beabstandungselement (7) in der Arbeitsposition mit einem als Stützabschnitt
(17) ausgebildeten Ende zur Abstützung der Klinge (2) in Schneidrichtung (s) über
der Aufnahme (5) vorsteht.
7. Klingenhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) so ausgebildet ist, dass es in der Arbeitsposition unter
einer auf den Stützabschnitt (17) wirkenden Druckbelastung in Richtung der Schwenkachse
(a) in Richtung zu dem Aufnahmeraum (4) hin zumindest mit seinem Stützabschnitt (17)
um eine Biegeachse (b) senkrecht zur Schwenkachse (a) und senkrecht zur Schneidrichtung
(s) flexibel in eine Biegeposition hinein biegsam ist, wobei der Stützabschnitt (17)
in der Biegeposition zumindest mit einem in Schneidrichtung (s) hinteren Endabschnitt
flach an den Untergrund (U) anlegbar ist.
8. Klingenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierhilfe (6) eine Anschlagvorrichtung (6.2) für eine Klinge (2) und/oder
das Beabstandungselement (7) umfasst, mittels derer eine in den Fugenhobel (1) einsetzbare
Klinge (2) und/oder das Beabstandungselement (7) in einer bestimmten Biegeposition
zum Untergrund (U) gehalten werden kann, wobei die Anschlagvorrichtung (6.2) ein Anschlagelement
(33) aufweist, das den Aufnahmeraum (4) in der Biegeposition in Einsatzlage des Fugenhobels
(1) an der vom Untergrund (U) abgewandten Seite begrenzt.
9. Klingenhalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (33) mit einem Befestigungsende (35) an dem Fugenhobel (1) festgelegt
ist und sich mit einem Anschlagende (34) mit einer Wegkomponente in Schneidrichtung
(s) zu dem Aufnahmeraum (4) hin erstreckt, wobei das Anschlagende (34) U-förmig mit
zwei sich zu dem Aufnahmeraum (4) erstreckenden Anschlagschenkeln (36) ausgebildet
ist.
10. Klingenhalter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (17) in der Bereitstellungsposition den Aufnahmeraum (4) an seiner
Unterseite vollständig oder im Wesentlichen freigibt, wobei das Beabstandungselement
(7) in der Bereitstellungsposition in einem Winkel (β) größer Null zur Schneidrichtung
(s) so verschwenkt angeordnet ist, dass sein Stützabschnitt (17) seitlich aus dem
Aufnahmeraum (4) vorsteht.
11. Klingenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) in der Arbeitsposition festlegbar ist, wobei an der
Aufnahme (5) den Aufnahmeraum (4) seitlich begrenzende Rastelemente (28) vorgesehen
sind und dass die Rastelemente (28) in der Arbeitsposition des Beabstandungselementes
(7) seitlich an demselben anliegen.
12. Klingenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) zu seiner manuellen Betätigung einen seitlich an dem
Stützabschnitt (17) vorstehenden Handhabungsabschnitt (22) aufweist.
13. Verfahren zum Abziehen und Abhobeln einer Oberfläche eines Untergrundes (U) mittels
eines Klingenhalters (K) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit einer in einer Aufnahme
(5) eingelegten Klinge (2), wobei der Fugenhobel (1) ein Beabstandungselement (7)
aufweist, das lageveränderlich an dem Fugenhobel (1) angeordnet ist und das zwischen
einer Arbeitsposition zur Halterung einer Klinge (2) in der Beabstandungsposition
(7) und einer Bereitstellungsposition zur Halterung der Klinge (2) in der Aufnahme
(5) in einer Anlageposition, in der die Klinge (2) zur Bearbeitung des Untergrundes
(U) zumindest mit einem die Schneide (8) aufweisenden Bereich (9) an den Untergrund
(U) anlegbar ist, bewegbar ist, mit folgenden Verfahrensschritten:
Erstes Abziehen des Untergrundes (U), wobei das Beabstandungselement (7) in der Arbeitsposition
positioniert ist und die Klinge (2) mittels des Beabstandungselementes (7) in der
Beabstandungsposition so gehalten wird, dass die Überstände (Ü) auf dem Untergrund
(U) bis auf Restüberstände (R) abgeschnitten werden,
Verschwenken des Beabstandungselementes (7) aus der Arbeitsposition in die Bereitstellungsposition,
in der die Klinge (2) ohne Beabstandung von der Oberfläche über dieselbe führbar ist
und
Zweites Abziehen, wobei mittels der Klinge (2) die Restüberstände (R) von dem Untergrund
(U) abgeschnitten werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (2) zum Abziehen des Untergrundes (U) mittels Andrückens gegen den Untergrund
(U) so um eine Biegeachse (b) senkrecht zur Schneidrichtung (s) flexibel gebogen wird,
dass sie in der Beabstandungsposition mit einem in Schneidrichtung (s) hinteren, die
Schneide (8) aufweisenden Schneidbereich parallel beabstandet zum Untergrund (U) angeordnet
ist und in der Anlageposition mit dem Schneidbereich flach an dem Untergrund (U) anliegt.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Beabstandungselement (7) nach dem zweiten Abziehen von der Bereitstellungsposition
in die Arbeitsposition zurück bewegt oder zurück verschwenkt wird.
1. A blade holder, in particular a join plane (1), for smoothing and planing off a substrate
(U) comprising a handle (3), a working end having a receiving means (5) including
a receiving space (4) for a blade (2) for fixing a blade (2) to the join plane, (1)
wherein a blade (2) can have a larger blade side surface (11) and a narrow side (12h)
which is at the rear in a cutting direction (s) and which has a cutting edge (8),
and a positioning aid (6) for positioning the blade holder relative to the substrate
(U), wherein the positioning aid (6) includes a spacer device (6.1), by means of which
a blade (2) can be arranged in a spaced position in the receiving means (5) in such
a way that it can be positioned in spaced relationship with the substrate (U) with
its cutting edge for processing the substrate (U), and wherein the spacer device (6.1)
has a spacer element (7), characterised in that the spacer element (7) is arranged in positionally variable relationship with the
receiving means (5) on the join plane (1) and the spacer element (7) is movable between
a working position for holding a blade (2) in the spaced position and a readiness
position for holding the blade (2) in the receiving means (5) in a contact position
in which a blade (2) can be placed against the substrate (U) for processing same at
least with a region (9) having a cutting edge (8).
2. A blade holder according to claim 1 characterised in that the spacer element (7) in its working position covers over the receiving space (4)
at an underside (13) which in the position of use of the join plane (1) is towards
the substrate (U) and in the cutting direction (s), that a blade (2) which can be
positioned in the receiving space (4) can remain unconcealed only in a cutting portion
(14) having the cutting edge (8), and that the spacer element (7) in its readiness
position opens the receiving space (4) at its underside (13) to such an extent that
at least the part of the receiving space (4), that is provided for a region (9) at
the rear in the cutting direction (s) and having a cutting edge (8), is open downwardly
in the position of use of the join plane (1).
3. A blade holder according to claim 2 characterised in that the receiving means (5) has a receiving portion (5.1) with a receiving surface (5.2)
and the receiving space (4) is of such a configuration that it provides for holding
a blade (2) with a blade side surface (11) at the receiving surface (5.2) in the receiving
space (4), wherein the spacer element (7) is arranged variably in position in parallel
relationship with the receiving surface (5.2) with respect to the receiving means
(5) on the join plane (1).
4. A blade holder according to claim 3 characterised in that the spacer element (7) is arranged pivotably movably with a pivot axis (a) perpendicularly
to the receiving surface (5.2) on the join plane (1).
5. A blade holder according to claim 4 characterised in that the spacer element (7) is of a flat elongate shape with a large side surface (15)
and that the pivot axis (a) is arranged perpendicularly to the large side surface
(15) in an end portion of the spacer element (7), that is in the form of a holding
portion (16).
6. A blade holder according to one of claims 1 to 5 characterised in that in the working position the spacer element (7) projects beyond the receiving means
(5) with an end in the form of a support portion (17) for supporting the blade (2)
in the cutting direction (s).
7. A blade holder according to claim 6 characterised in that the spacer element (7) is such that in the working position it is flexibly bendable
into a bend position under a pressure loading acting on the support portion (17) in
the direction of the pivot axis (a) in a direction towards the receiving space (4)
at least with its support portion (17) about a bend axis (b) perpendicularly to the
pivot axis (a) and perpendicularly to the cutting direction (s), wherein the support
portion (17) in the bend position can be caused to bear flat against the substrate
(U) at least with an end portion at the rear in the cutting direction (s).
8. A blade holder according to one of claims 1 to 7 characterised in that the positioning aid (6) includes an abutment device (6.2) for a blade and/or the
spacer element (7), by means of which a blade (2) which can be fitted into the join
plane (1) and/or the spacer element (7) can be held in a given bend position relative
to the substrate (U), wherein the abutment device (6.2) has an abutment element (33)
which delimits the receiving space (4) in the bend position in the position of use
of the join plane (1) at the side remote from the substrate (U).
9. A blade holder according to claim 8 characterised in that the abutment element (33) is fixed with a securing end (35) to the join plane (1)
and extends with an abutment end (34) with a travel component in the cutting direction
(s) towards the receiving space (4), wherein the abutment end (34) is of a U-shaped
configuration with two abutment limbs (36) extending towards the receiving space (4).
10. A blade holder according to one of claims 6 to 9 characterised in that in the readiness position the support portion (17) clears the receiving space (4)
at its underside completely or substantially, wherein the spacer element (7) in the
readiness position is arranged pivoted at an angle β of greater than zero relative
to the cutting direction (s) in such a way that its support portion (17) projects
laterally out of the receiving space (4).
11. A blade holder according to one of claims 1 to 10 characterised in that the spacer element (7) can be fixed in the working position, wherein provided at
the receiving means (5) are latching elements (28) laterally delimiting the receiving
space (4) and the latching elements (28) bear laterally against the spacer element
(7) in the working position thereof.
12. A blade holder according to one of claims 1 to 22 characterised in that the spacer element (7) has a handling portion (22) projecting laterally on the support
portion (17) for its manual actuation.
13. A method of smoothing off and planing a surface of a substrate (U) by means of a blade
holder (K) according to one of claims 1 to 12 with a blade (2) inserted in a receiving
means (5), wherein the join plane (1) has a spacer element (7) which is arranged in
positionally variable relationship on the join plane (1) and is movable between a
working position for holding a blade (2) in the spaced position (7) and a readiness
position for holding the blade (2) in the receiving means (5) in a contact position
in which the blade (2) for processing the substrate (U) can be applied against the
substrate (U) at least with a region (9) having the cutting edge (8), comprising the
following method steps:
- a first step of smoothing off the substrate (U), wherein the spacer element (7)
is positioned in the working position and the blade (2) is held by means of the spacer
element (7) in the spaced position in such a way that the projecting portions (Ü)
on the substrate (U) are cut off except for residual projecting portions (R),
- pivoting the spacer element (7) out of the working position into the readiness position
in which the blade (2) can be guided over the surface without a spacing therefrom,
and
- a second smoothing step, wherein the residual projecting portions (R) are cut off
the substrate (U) by means of the blade (2).
14. A method according to claim 13 characterised in that the blade (2) is flexibly bent for smoothing off the substrate (U) by means of being
pressed against the substrate (U) about a bend axis (b) perpendicularly to the cutting
direction (s) in such a way that in the spaced position it is arranged in parallel
spaced relationship with the substrate (U) with a cutting region which is at the rear
in the cutting direction (s) and which has the cutting edge (8) and in the contact
position it bears with the cutting region flat against the substrate (U).
15. A method according to claim 13 or claim 14 characterised in that after the second smoothing step the spacer element (7) is moved or pivoted back from
the readiness position into the working position.
1. Porte-lame, notamment varlope (1), destinée à repasser et raboter un fond (U) et comportant
une manette (3), une extrémité de travail ayant un logement (5) comportant un espace
de positionnement (4) d'une lame (2) pour la fixation d'une lame (2) à la varlope
(1), une lame (2) pouvant comporter une côté de lame plus grande (11) et, dans la
direction de coupage (s), une côté étroite arrière (12b) qui comporte un couteau (8),
et comportant une aide de positionnement (6) pour positionner le porte-lame par rapport
au fond (U), l'aide de positionnement (6) comportant un dispositif d'écartement (6.1)
au moyen duquel une lame (2) peut être disposée dans une position d'écartement dans
le logement (5) de sorte qu'elle peut être positionnée avec son couteau (8) écarté
du fond (U), pour travailler le fond (U), et le dispositif d'écartement (6.1) comportant
un élément d'écartement (7), caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) est disposé sur la varlope (1) de manière variable en
position par rapport au logement (5) et en ce que l'élément d'écartement (7) est mobile entre une position de travail pour tenir une
lame (2) dans la position écartée et une position de mise à disposition pour tenir
une lame (2) dans le logement (5) dans une position d'appui dans laquelle une lame
(2), pour traiter le fond (U), peut être appuyée contre le fond (U) par au moins une
zone (9) comportant un couteau (8)
2. Porte-lame selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans sa position de travail, l'élément d'écartement (7), sur une côté inférieure
(13) tournée vers le fond (U) dans la position d'utilisation du varlope (1), recouvre
l'espace de positionnement (4) dans la direction de coupage (s) aussi loin qu'une
lame (2) positionnée dans l'espace de positionnement (4) peut rester découverte seulement
dans une partie de coupage (14) qui comporte le couteau (8), et en ce que l'élément d'écartement (7), dans sa position de mise à disposition, libère l'espace
de positionnement (4) sur sa côté inférieure (13) aussi loin qu'au moins la partie
de l'espace de positionnement (4) qui est prévue pour une zone qui est la zone arrière
dans la direction de coupage et qui comporte un couteau (8), est ouverte vers le bas
dans la position d'utilisation de la varlope (1).
3. Porte-lame selon la revendication 2, caractérisé en ce que le logement (5) comporte un élément de logement (5.1) avec une surface de logement
(5.2) et en ce que l'espace de positionnement (4) est configuré de la sorte qu'un élément de support
d'une lame (2) avec une côté latérale de lame (11) est prévu sur la surface de logement
(5.2) dans l'espace de positionnement (4), l'élément d'écartement (7) étant disposé
sur la varlope (1) parallèlement à la surface de logement (5.2) et de manière mobile
en position par rapport au logement (5).
4. Porte-lame selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) est arrangé sur la varlope (1) de manière pivotante et
avec un axe de pivotement (a) arrangé verticalement par rapport à la surface de logement
(5.2).
5. Porte-lame selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) a une forme plate oblongue avec une grande face latérale
(15) et en ce que l'axe de pivotement (a) est disposé verticalement par rapport à la grande surface
latérale dans une partie d'extrémité de l'élément d'écartement (7) configurée comme
une partie de support (16).
6. Porte-lame selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7), dans sa position de travail, fait saillie au-dessus du
logement (5), avec une extrémité formée comme une partie de support (17) destinée
à supporter la lame (2) en la direction de coupage (s).
7. Porte-lame selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) est formé de sorte que, dans sa position de travail, l'élément
d'écartement, sous une charge de pression agissant sur la partie de support (17) dans
la direction de l'axe de pivotement (a), est pliable de manière flexible et dans la
direction vers l'espace de positionnement (4), dans une position plié verticalement
par rapport à l'axe de pivotement (a) et verticalement par rapport à la direction
de coupage (s), au moins par sa partie de support (17), la partie de support (17),
dans sa position pliée, pouvant être appliquée de manière plate contre le fond (U),
au moins par une partie d'extrémité arrière dans la direction de coupage (s).
8. Porte-lame selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'aide de positionnement (6) comporte un dispositif de butée (6.2) pour une lame
(2) et/ou l'élément d'écartement (7), au moyen duquel une lame (2) adaptée à être
insérée dans la varlope (1) et/ou l'élément d'écartement (7) peut être supporté dans
une position de pliage particulière par rapport au fond (U), le dispositif de butée
(6.2) comportant un élément de butée (33) limitant, sur la côté opposée au fond (U),
l'espace de positionnement (4) dans la position pliée dans la situation d'utilisation
de la varlope (1).
9. Porte-lame selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément de butée (33) est fixé sur la varlope (1) par une extrémité de fixation
(35) et s'étend dans la direction de coupage (s) vers l'espace de positionnement (4),
par une extrémité de butée (34) avec une composante de distance, l'extrémité de butée
(34) étant en forme d'U avec deux branches de butée (36) s'étendant vers l'espace
de positionnement.
10. Porte-lame selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la partie de support (17), dans la position de mise à disposition, libère l'espace
de positionnement (4) sur son bas de manière complète ou essentiellement complète,
l'élément d'écartement (7), dans la position de mise à disposition, étant arrangé
de manière pivoté à un angle (β) supérieur à zéro par rapport à la direction de coupage
(s) de sorte que sa partie de support (17) fait latéralement saillie de l'espace de
positionnement (4).
11. Porte-lame selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) peut être fixé dans une position de travail, des éléments
d'arrêt (28) limitant latéralement l'espace de positionnement (4) étant prévus sur
le logement (5) et en ce que les élément d'arrêt (28), dans la position de travail de l'élément d'écartement (7),
s'appuyant latéralement contre l'élément d'écartement.
12. Porte-lame selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7), pour son actionnement manuel, comporte une partie de
manoevre (22) latéralement saillant de la partie de support (17).
13. Procédé pour repasser et raboter une surface d'un fond (U) au moyen d'un porte-lame
(K) selon l'une des revendications 1 à 12, comportant une lame (2) insérée dans un
logement (5), la varlope (1) comportant un élément d'écartement (7) qui est disposé
sur la varlope (1) de manière variable en position et qui est mobile entre une position
de travail pour supporter une lame (2) dans la position d'écartement (7) et une position
de mise à disposition pour supporter la lame (2) dans le logement (5) en une position
d'appui dans laquelle la lame (2), pour traiter le fond (U), peut être appuyée contre
le fond (U) par au moins une zone (9) comportant le couteau (8), le procédé comprenant
les étapes suivantes :
repasser le fond (U) une première fois, avec l'élément d'écartement (7) étant positionné
dans sa position de travail et la lame (2) étant supportée par l'élément d'écartement
dans la position d'écartement de sorte que les extrémités en porte à faux (Ü) sur
le fond (U) sont coupées jusqu'à des extrémités en porte à faux résiduelles (R),
pivoter l'élément d'écartement (7) de la position de travail à la position de mise
à disposition, dans laquelle la lame (2) peut être mue à travers de la surface sans
être écartée de la surface, et
repasser une deuxième fois, avec les extrémités en porte à faux résiduelles (R) étant
coupées du fond (U).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la lame (2), pour repasser le fond (U), est pliée de manière flexible et verticalement
par rapport à la direction de coupage (s) en pressant la lame contre le fond (U) de
sorte que la lame, dans la position d'écartement, est arrangé avec une partie de coupage
arrière dans la direction de coupage (s) et comportant le couteau (8), de manière
parallèlement écartée du fond (U) et, dans la position d'appui, s'appuie, de manière
plate, contre le fond (U) avec la partie de coupage.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7), après étant repassé la deuxième fois, est remis ou pivoté
de la position de mise à disposition à la position de travail.