Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Schaltventil für Injektoren, insbesondere für Kraftstoffinjektoren,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Kraftstoffinjektoren werden eingesetzt, um Brennräume einer Verbrennungskraftmaschine
mit Kraftstoff zu versorgen. Der Kraftstoff wird dabei unter hohem Druck in die Brennräume
eingespritzt. Insbesondere bei selbstzündenden Verbrennungskraftmaschinen kommen Hochdruckspeichereinspritzsysteme
zur Anwendung, bei denen der Einspritzdruck unabhängig von der Drehzahl und Last der
Verbrennungskraftmaschine ist. Hierdurch lassen sich die bei der Verbrennung entstehenden
Schadstoffe reduzieren. Um eine weitere Reduzierung der Schadstoffe zu erreichen,
ist jedoch eine signifikante Erhöhung des Einspritzdruckes notwendig.
[0003] Kraftstoffinjektoren, die bei den geforderten Drücken eingesetzt werden können, werden
leckagefrei ausgeführt. Hierzu wird auf eine Niederdruckstufe verzichtet. Durch das
Fehlen der Niederdruckstufe stehen jedoch nur geringe Nadelschließkräfte zur Verfügung.
Dies führt zu steilen Kennfeldern und somit zu einer schlechten Kleinstmengenfähigkeit.
Dieser Nachteil kann jedoch mit sehr schnell schaltenden Ventilen kompensiert werden.
[0004] Ein Schaltventil für einen Kraftstoffinjektor mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung
ist aus
DE 196 50 865 A1 bekannt. Bei diesem Schaltventil sind an einem Ankerbolzen eine Ankerscheibe und
eine Dämpfungshülse axial beweglich geführt. Die Dämpfungshülse weist eine stirnseitige
Ringkammer auf, in die ein an der Ankerscheibe ausgebildeter ringförmiger Ansatz bei
einer Öffnungsbewegung des Ankerbolzens eingreift. Durch das Eingreifen des Ansatzes
in den Ringraum entsteht durch das Komprimieren der Hydraulikflüssigkeit innerhalb
der Ringkammer eine Dämpfung der Bewegung des Ankerbolzens.
[0005] Aus
EP 12 56 709 A2 ist ein Schaltventil für einen Kraftstoffinjektor bekannt, bei dem an einem Ankerbolzen
eine Ankerplatte gleitend verschiebbar angeordnet ist und bei dem der Ankerbolzen
eine Anschlagfläche aufweist, die bei einem Öffnungshub gegen eine gehäusefeste Schulter
anschlägt.
[0006] Ein Steuerventil für ein schnell schaltendes Kraftstoffeinspritzventil ist weiterhin
aus
DE 10 2007 028 485 bekannt. Bei diesem wird ein Druckraum von einer Steuerhülse begrenzt, die in ihrer
Längsrichtung beweglich gelagert ist. Die Steuerhülse weist an einer Stirnseite eine
Dichtfläche auf, mit der sie mit einem Ventilsitz zusammenwirkt, der an einem Ventilkörper
ausgebildet ist. Im Ventilkörper ist eine Ausnehmung in der dem Druckraum zugewandten
Seite des Ventilkörpers ausgebildet. Die Steuerhülse und die Ausnehmung im Ventilkörper
sind so ausgebildet, dass eine Verformung von Steuerhülse und Ventilkörper durch den
Druck im Druckraum zu keiner oder nur zu sehr geringer Bewegung zwischen dem Ventilsitz
und der Dichtfläche der Steuerhülse führt.
[0007] Schnell schaltende Ventile haben jedoch den Nachteil, dass aufgrund eines Prellens
Kennfeldwelligkeiten auftreten. Einerseits ergibt sich ein Prellen des Schließelementes
aufgrund eines harten Anschlages in Verbindung mit einem schnellen Schließelement.
Der harte Anschlag resultiert aus dem Aufprellen von Metall auf Metall. Diese Preller,
die beim Aufschlagen des Schließelementes auftreten, haben jedoch einen negativen
Einfluss auf die Funktion des Kraftstoffinjektors und führen im Allgemeinen zu großen
Hub/Hub-Streuungen. Bei magnetgesteuerten Schaltventilen wird am oberen Hubanschlag
zwischen Anker und Magnet ein Quetschspalt ausgebildet, der den Anschlag dämpft und
so das Prellen reduziert. Ein solcher Quetschspalt kann jedoch am Ventilsitz aufgrund
dessen Dichtfunktionen nicht angebracht werden, um den Einschlagimpuls des Schließelementes
im Ventilsitz zu reduzieren.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0008] Ein erfindungsgemäß ausgebildetes Schaltventil für Injektoren, insbesondere für Kraftstoffinjektoren,
umfasst ein Schließelement, mit dem ein Steuerraum zur Betätigung eines Einspritzventilgliedes
druckentlastbar ist. Das Schließelement wird durch einen Magnetaktor, umfassend eine
Magnetbaugruppe und einen Anker, angesteuert. Das Schließelement ist mit einem Anschlagelement
derart verbunden, dass das Anschlagelement und das Schließelement einen Dämpfungsraum
umschließen, wobei der Dämpfungsraum mit Flüssigkeit befüllt ist, deren Menge bei
einer Bewegung des Schließelementes im Wesentlichen konstant bleibt, so dass sich
Schließelement und Anschlagelement gemeinsam bewegen.
[0009] Während der Öffnungsbewegung des Schließelementes nimmt der Druck im Dämpfungsraum
zunächst ab. Aufgrund des abnehmenden Drucks wirkt eine Kraft auf das Anschlagelement,
durch die das Anschlagelement mit dem Schließelement mitbewegt wird. Das Volumen des
Dämpfungsraumes ändert sich bei gleich bleibender Menge an Flüssigkeit nicht. Auf
diese Weise bleibt die Position des Anschlagelementes zum Schließelement unverändert.
Beim Schließen des Schaltventils nimmt der Druck im Dämpfungsraum zunächst zu. Das
Anschlagelement wird mit dem Schließelement mitbewegt. Beim Anschlagen bildet sich
zwischen dem Anschlagelement und einer Anschlagfläche ein Quetschspalt aus, durch
den die Bewegung gedämpft wird und ein großer Teil des Anschlagimpulses aufgenommen
wird. Die Bewegung des Schließelementes wird durch den bei einem Durchschwingen zunehmenden
Druck im Dämpfungsraum gedämpft. Ein Prellen oder ein Ventilsitzverschleiß wird verhindert,
da ein großer Teil des Einschlagimpulses bereits durch das Anschlagen des Anschlagelementes
vernichtet worden ist.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Anschlagelement in Form einer Hülse
ausgebildet. Wenn das Anschlagelement in Form einer Hülse ausgebildet ist, ist es
bevorzugt, wenn das Schließelement in einer Hülse geführt ist, wobei zwischen einer
in Richtung der Magnetbaugruppe weisenden oberen Stirnfläche der Hülse und einer der
oberen Stirnfläche der Hülse gegenüberliegenden Stirnfläche des Schließelementes der
Dämpfungsraum ausgebildet ist. Um bei geschlossenem Schaltventil die Position des
Anschlagelementes an die Position des Schließelements anzupassen, ist es bevorzugt,
wenn die obere Stirnfläche der Hülse derart von einer ringförmigen Kante abgeschlossen
ist, dass die Innenseite der ringförmigen Kante und die Außenseite der Stirnfläche
des Schließelementes beim Schließen des Schaltventils und bei geschlossenem Schaltventil
einen Ringspalt ausbilden. Der Ringspalt wirkt gegenüber dem umgebenden Raum als Drossel,
so dass der Druck im Dämpfungsraum höher ist als der umgebende Druck. Hierdurch wird
eine vollständige Befüllung des Dämpfungsraumes mit Flüssigkeit gewährleistet. Zudem
kann auf diese Weise ein Flüssigkeitsausgleich erfolgen, der zum Beispiel notwendig
ist, wenn sich zum Beispiel durch Sitzverschleiß zunächst die Position des Schließelementes
zum Anschlagelement ändert. Auf diese Weise wird die Funktion des Anschlagelementes
immer gewährleistet. So kann über den Ringspalt zum Beispiel Flüssigkeit ausströmen,
wenn zum Ausgleich der Positionen ein kleineres Volumen des Dämpfungsraumes erforderlich
ist.
[0011] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Aufbaus des Schaltventils ist, dass die
hydraulische Dämpfungskraft nur eine Funktion der Ankergeschwindigkeit ist. Anders
als bei einem Quetschspalt hat der Ankerhub keinen Einfluss auf die Dämpfungskraft.
Auf diese Weise wird auch bei einem Hubdrift, der z.B. durch einen Ventilsitzverschleiß
begründet sein kann, sichergestellt, dass das Ventil jederzeit schließt.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Hülse relativ zum Schließelement in
axiale Richtung bewegbar. Vorteil dieser Ausführungsform ist, dass der Dämpfer nur
beim Schlie-βen, jedoch nicht beim Öffnen des Ventils wirkt. Auf diese Weise wird
ein ungewolltes Verzögern der Ventilöffnungsbewegung verhindert. Durch die Öffnungsbewegung
des Schließelementes wird das Volumen des Dämpfungsraumes vergrößert. Hierdurch sinkt
der Druck im Dämpfungsraum ab. Da die Hülse relativ zum Schließelement in axialer
Richtung bewegbar ist, kann sich die Hülse zunächst mitsamt dem Schließelement mitbewegen,
so dass das Volumen des Dämpfungsraumes im Wesentlichen konstant bleiben kann und
keine Kraft überwunden werden muss, die aufgrund eines verminderten Druckes im Dämpfungsraum
auf das Schließelement wirkt. Ein schnelles Öffnen des Schaltventils ist somit möglich.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Hülse eine tellerförmige Erweiterung
ausgebildet und ein Federelement ist mit einer Seite auf die tellerförmige Erweiterung
an der Hülse und mit der anderen Seite gegen den Anker gestellt. Das Federelement
ist vorzugsweise eine als Druckfeder ausgebildete Spiralfeder. Durch das Federelement
wird die Hülse bei geschlossenem Schaltventil in ihren Anschlag gestellt. Hierdurch
kann eine Änderung der Position von Schließelement und Hülse, wie sie zum Beispiel
bei einem Hubdrift auftritt, ausgeglichen werden. Das Volumen des Dämpfungsraumes
ändert sich dabei, bleibt jedoch dann während des nächsten Öffnungs- und Schließvorganges
wieder konstant, um die Dämpfungsfunktion zu erfüllen.
[0014] Damit das Schließelement nicht verkantet oder sich in radialer Richtung verschiebt
und so eine Funktionsstörung des Injektors hervorruft, ist das Schließelement vorzugsweise
hülsenförmig ausgebildet und auf einem Führungsstift geführt. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist am Führungsstift zwischen einer oberen und einer unteren Führung
des Schließelementes ein ringförmiger Raum ausgebildet. Der ringförmige Raum dient
als Leckagesammelraum von Flüssigkeit, die als Leckage über die untere Führung strömt.
Da der Leckagespalt zwischen der unteren Führung und dem Schließelement in hydraulischer
Verbindung mit dem Ablaufkanal aus dem Steuerraum steht, wird der Leckagesammelraum
mit Flüssigkeit befüllt.
[0015] Vorzugsweise werden die obere Führung und die untere Führung jeweils als Leckagespalte
ausgebildet, so dass die obere Führung und die untere Führung als Druckteiler wirken
und der druck im Ringraum durch das Spaltmaß der oberen Führung und der unteren Führung
einstellbar ist. Aufgrund der oberen Führung ist der Druck im Leckageraum höher als
im Niederdruckbereich. Aufgrund der ebenfalls als Drossel wirkenden unteren Führung
jedoch niedriger als der Systemdruck. Bei Einsatz des Injektors als Kraftstoffinjektor
in Hochdruckspeichereinspritzsystemen treten hierbei Systemdrücke von weit über 1000
bar auf.
[0016] Der ringförmige Raum, der als Leckagesammelraum dient, ist vorteilhafterweise über
einen Kanal im Schließelement mit dem Dämpferraum zwischen der oberen Stirnfläche
der Hülse und der Stirnfläche des Schließelementes verbunden. Auf diese Weise kann
Flüssigkeit aus dem Leckagesammelraum in den Dämpfungsraum strömen. Auf diese Weise
wird sichergestellt, dass der Dämpfungsraum immer mit Flüssigkeit befüllt ist, wobei
die Flüssigkeit über den Kanal einströmt und entlang des Ringspaltes wieder aus dem
Dämpfungsraum ausströmen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Druck der Flüssigkeit
im Dämpfungsraum oberhalb dem Siededruck liegt und die Flüssigkeit so gasfrei vorliegt.
Auf diese Weise wird die Dämpfungsfunktion des Dämpfungsraumes sichergestellt.
[0017] Wenn das Schließelement hülsenförmig ausgebildet und auf dem Führungsstift geführt
ist, weist das Schließelement vorzugsweise eine ringförmig ausgebildete Dichtfläche
oder Dichtkante auf und einen über seine gesamte Länge konstanten Innendurchmesser.
Da der unter Systemdruck stehende Kraftstoff nur auf die Innenseite des Schließelementes
wirkt, treten durch den konstanten Innendurchmesser nur radiale Druckkräfte auf. Hierdurch
ist das Schließelement druckausgeglichen und es müssen keine Druckkräfte zum Öffnen
oder Schließen des Schaltventiles überwunden werden. Hierdurch sind bereits geringe
Schaltkräfte ausreichend, um ein schnelles Schalten des Schaltventils zu ermöglichen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
[0019] Die einzige Figur zeigt einen Kraftstoffinjektor mit erfindungsgemäß ausgebildetem
Schaltventil.
Ausführungsformen der Erfindung
[0020] Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung eines Kraftstoffinjektors mit
einem erfindungsgemäß ausgebildeten druckausgeglichenen Schaltventil.
[0021] Ein Kraftstoffinjektor 1 umfasst ein Einspritzventilglied 3, mit dem mindestens eine,
hier nicht dargestellte Einspritzöffnung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Verbrennungskraftmaschine freigegeben oder verschlossen werden kann. Das Einspritzventilglied
3 ist in einem Ventilstück 5 geführt und begrenzt mit einer oberen Stirnfläche 7 einen
Steuerraum 9. Der Steuerraum 9 wird über eine Zulaufdrossel 11 mit unter Systemdruck
stehendem Kraftstoff befüllt. Die Zulaufdrossel 11 verbindet den Steuerraum 9 mit
einem Ringraum 13, der das Ventilstück 5 umschließt und seinerseits mit einem hier
nicht dargestellten Hochdruckspeicher über einen Zulaufkanal 15 verbunden ist. Durch
die Druckkraft des unter Systemdruck stehenden Kraftstoffes im Steuerraum 9, der auf
die obere Stirnfläche 7 des Einspritzventilgliedes 3 wirkt, wird dieses in einen hier
nicht dargestellten Ventilsitz gestellt und verschließt so die mindestens eine Einspritzöffnung.
[0022] Um die mindestens eine Einspritzöffnung freizugeben, wird der Steuerraum 9 druckentlastet.
Hierzu öffnet ein Schaltventil 17, wodurch eine Verbindung aus einem Ablaufkanal 19
zu einem Kraftstoffrücklauf 21 freigegeben wird und Kraftstoff aus dem Steuerraum
9 ausströmen kann. Der Druck im Steuerraum 9 sinkt und das Einspritzventilglied 3
hebt sich aus seinem Ventilsitz und gibt die Einspritzöffnung frei. Um Druckpulsationen
zu reduzieren, ist im Ablaufkanal. 19 ein Drosselelement 23 ausgebildet.
[0023] Um den Einspritzvorgang zu beenden, schließt das Schaltventil die Verbindung aus
dem Ablaufkanal 19 zum Rücklauf 21. Über die Zulaufdrossel 11 strömt unter Systemdruck
stehender Kraftstoff in den Steuerraum 9, der Druck im Steuerraum 9 steigt an. Durch
die zunehmende Druckkraft wird das Einspritzventilglied 3 wieder in seinen Sitz gestellt
und verschließt die mindestens eine Einspritzöffnung.
[0024] Die Schließbewegung des Einspritzventilgliedes 3 wird durch ein Federelement 25 unterstützt.
Das Federelement 25 ist vorzugsweise eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder.
[0025] Das Ventilstück 5, in dem das Einspritzventilglied 3 geführt ist, wird mit einer
Ventilspannmutter 27 im Injektorgehäuse 29 montiert.
[0026] Das Schaltventil 17, mit dem das Öffnen und Schließen des Kraftstoffinjektors zum
Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine gesteuert
wird, umfasst ein Schließelement 31. Das Schließelement 31 weist eine Dichtkante 33
auf, die zum Schließen in einen Ventilsitz 35 gestellt wird. Alternativ ist es auch
möglich, anstelle der Dichtkante 33 eine Dichtfläche vorzusehen.
[0027] In der in der Figur dargestellten Ausführungsform ist das Schaltventil 17 druckausgeglichen.
Die Dichtkante 33 ist ringförmig ausgebildet. Weiterhin weist das Schließelement 31
einen konstanten Innendurchmesser 37 auf. Auf diese Weise wirkt der Druck des unter
Systemdruck stehenden Kraftstoffs nur in radiale Richtung auf das Schließelement 31.
Somit wirken auf gegenüberliegende Flächen am Schließelement 31 immer nur gleiche
Druckkräfte.
[0028] Um zu vermeiden, dass das Schließelement 31 kippt oder in radiale Richtung verrutscht,
ist dieses auf einem Führungsstift 39 geführt. Der Führungsstift endet mit einer unteren
Stirnfläche 41 oberhalb dem Ablaufkanal 19 und begrenzt so zusammen mit dem Schließelement
31 einen Druckraum 43. Mit der dem Druckraum 43 gegenüberliegenden Seite liegt der
Führungsstift 39 am Injektorgehäuse an. Ein Verschieben des Führungsstiftes 39 wird
dadurch vermieden, dass dieser mit einem Federelement 45 gegen das Injektorgehäuse
gepresst wird. Das Federelement 45 ist vorzugsweise eine als Druckfeder ausgebildete
Spiralfeder. Mit einer Seite wirkt das Federelement 45 gegen eine Stirnfläche an einer
Erweiterung 47 des Führungsstiftes und mit einer anderen Seite auf das Schließelement
31.
[0029] Das Federelement 45 dient gleichzeitig als Schließfeder. Durch die Federkraft des
Federelementes 45 auf das Schließelement 31 wird dieses in den Ventilsitz 35 gestellt.
[0030] Das Schließelement 31 ist weiterhin mit einem Anker 49 verbunden. Der Anker 49 wirkt
mit einer Magnetbaugruppe 51 zusammen, durch die das Schaltventil 17 betätigt wird.
Die Magnetbaugruppe 51 umfasst im Allgemeinen eine als Elektromagnet wirkende Spule
53 und einen Kern 55, der die Spule 53 umschließt.
[0031] Um den Einspritzvorgang zu starten, muss das Schaltventil 17 geöffnet werden. Hierzu
wird die Spule 53 bestromt. Es bildet sich ein Magnetfeld aus, durch das der Anker
49 angezogen wird und sich in Richtung der Magnetbaugruppe 51 bewegt. Da der Anker
49 mit dem Schließelement 31 verbunden ist, zieht dieser das Schließelement 31 ebenfalls
nach oben. Das Schließelement 31 hebt sich aus dem Ventilsitz 35 und gibt eine Verbindung
vom Ablaufkanal 19 über einen Niederdruckraum 57 in den Rücklauf 21 frei. Ein Prellen
des Ankers 49 wird dabei dadurch vermieden, dass zwischen dem Anker 49 und der Magnetbaugruppe
51 ein Quetschspalt 59 ausgebildet ist. Der Quetschspalt 59 ist mit im Niederdruckraum
57 enthaltenen Kraftstoff befüllt. Der Kraftstoff im Quetschspalt 59 wird komprimiert
und dämpft so die Bewegung des Ankers 49.
[0032] Durch die freigegebene Verbindung vom Ablaufkanal 19 über den Niederdruckraum 57
zum Rücklauf 21 strömt Kraftstoff aus dem Steuerraum 9. Der Druck im Steuerraum 9
nimmt ab. Hierdurch wird die auf die obere Stirnfläche 7 des Einspritzventilgliedes
3 wirkende Druckkraft reduziert. Das Einspritzventilglied 3 wird aus seinem Sitz gehoben
und gibt so die mindestens eine Einspritzöffnung des Kraftstoffinjektors 1 frei. Kraftstoff
wird in einen Brennraum der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt.
[0033] Um den Einspritzvorgang zu beenden, muss das Einspritzventilglied 3 wieder in seinen
Sitz gestellt werden, um die Einspritzöffnung zu verschließen. Hierzu muss zunächst
das Schaltventil 17 die Verbindung vom Ablaufkanal 19 in den Rücklauf 21 schließen.
Hierzu wird die Bestromung der Spule 53 beendet, das Magnetfeld fällt zusammen. Aufgrund
der Federkraft des Federelementes 45, die auf das Schließelement 31 wirkt, wird das
Schließelement 31 in Richtung des Ventilsitzes 35 bewegt, bis die Dichtkante 33 im
Ventilsitz 35 steht. Über die Zulaufdrossel 11 1 strömt unter Systemdruck stehender
Kraftstoff aus dem Ringraum 13 in den Steuerraum 9. Der Druck im Steuerraum 9 nimmt
zu und damit auch die auf die obere Stirnfläche 7 des Einspritzventilgliedes 3 wirkende
Druckkraft. Aufgrund der zunehmenden Druckkraft auf die obere Stirnfläche 7 des Einspritzventilgliedes
3 wird das Einspritzventilglied 3 wieder in seinen Sitz gestellt und verschließt so
die mindestens eine Einspritzöffnung. Der Einspritzvorgang ist beendet.
[0034] Um ein Rückprellen des Schließelementes 31 zu verhindern und gleichzeitig den Verschleiß
am Ventilsitz 35 zu minimieren, ist das Schließelement 31 von einer Hülse 61 umschlossen.
An der Hülse 61 ist eine obere Stirnfläche 63 ausgebildet. Die obere Stirnfläche 63
der Hülse 61 liegt einer Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 gegenüber, so dass
sich zwischen der oberen Stirnfläche 63 der Hülse 61 und der Stirnfläche 65 des Schließelementes
63 ein Spalt ausbildet. Die obere Stirnfläche 63 der Hülse 61 ist weiterhin von einer
ringförmigen Kante 67 derart abgeschlossen, dass zwischen der Innenseite der ringförmigen
Kante 67 und der Außenseite der Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 ein Ringspalt
69 ausgebildet ist. Auf diese Weise wird zwischen der oberen Stirnfläche 63 der Hülse
61 und der Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 sowie der ringförmigen Kante 67
ein Dämpfungsraum 71 umschlossen. Der Dämpfungsraum 71 ist mit Flüssigkeit befüllt.
[0035] Beim Öffnen des Schaltventils 17 bewegt sich zunächst das Schließelement 31, so dass
das Volumen des Dämpfungsraumes 71 zunimmt. Dies führt zu einer Druckabnahme im Dämpfungsraum
71. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Flüssigkeit im Wesentlichen inkompressibel
ist, führt bereits eine sehr geringe Änderung des Volumens zu einer starken Druckänderung.
Diese Druckänderung führt dazu, dass die Hülse 61 zusammen mit dem Schließelement
in Richtung der Magnetbaugruppe 51 bewegt wird. Die Position der Hülse 61 relativ
zum Schließelement 31 ändert sich nicht.
[0036] Beim Schließen des Schaltventils 17 werden das Schließelement 31 und die Hülse 61
wieder in Richtung des Ventilsitzes 35 bewegt. Zwischen der Hülse 61 und deren Auflagefläche
am Ventilstück 5 bildet sich ein Quetschspalt aus, der den Einschlag der Hülse 61
dämpft. Auf diese Weise wird ein Großteil des Einschlagimpulses vernichtet. Das Schließelement
17 bewegt sich dabei weiter, so dass dieses mit der Stirnfläche 65 in den Dämpfungsraum
71 eindringt. Das Volumen des Dämpfungsraumes 71 wird verkleinert. Hierdurch wird
die im Dämpfungsraum 71 enthaltene Flüssigkeit komprimiert. Die Bewegung des Schließelementes
31 wird gedämpft. Aufgrund ihrer Position zueinander schlagen Schließelement 31 und
Hülse 61 gleichzeitig an. Sobald das Schließelement anschlägt, steht die Dichtkante
33 im Ventilsitz 35 und die Verbindung vom Ablaufkanal 19 in den Rücklauf 21 ist geschlossen.
Da durch diesen Schließprozess ein Großteil des Ventilnadelschließimpulses kurz vor
dem Einschlag in den Ventilsitz 35 vernichtet wird, wird ein Rückprellen des Schließelementes
31 verhindert.
[0037] Die Schließbewegung der Hülse 61 wird durch ein Federelement 83 unterstützt. Das
Federelement 83 ist vorzugsweise eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder und
wirkt als Positionierfeder für die Hülse 61. Hierzu wirkt das Federelement 83 mit
einer Seite auf eine Erweiterung 85 an der Hülse 61 und mit der anderen Seite auf
den Anker 49. In ihrer Grundposition liegt die Hülse 61 auf dem Ventilstück 5 auf.
[0038] Am Führungsstift 39 ist eine untere Führung 73 und eine obere Führung 75 ausgebildet.
Das Schließelement 31 wird entlang der oberen Führung 75 und der unteren Führung 73
geführt. Zwischen der oberen Führung 75 und der unteren Führung 73 ist ein Ringraum
77 ausgebildet. Der Ringraum 77 dient als Leckagesammelraum. Entlang der unteren Führung
73 dringt Kraftstoff aus dem Druckraum 43 als Leckage in den Leckagesammelraum 77.
Aufgrund des hohen Drucks des Kraftstoffs im Druckraum 43 ist der Druck des Kraftstoffs
im Ringraum 77 höher als in Niederdruckraum 57. Der Ringraum 77 ist über einen Kanal
79 mit dem Dämpfungsraum 71 verbunden. Über den Kanal 79 strömt Kraftstoff in den
Dämpfungsraum 71. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Dämpfungsraum 71 immer mit
Flüssigkeit befüllt ist. Aufgrund des höheren Drucks der Flüssigkeit in Ringraum 77
wird gleichzeitig die Bildung von Gasblasen im Dämpfungsraum 71 vermieden.
[0039] Der Kanal 79 wird vorzugsweise durch eine Laserbohrung oder durch Erosion hergestellt.
[0040] Damit die Dämpfungswirkung des Dämpfungsraumes 71 aufgrund der hydraulischen Verbindung
des Ringraumes 77 mit dem Dämpfungsraum 71 über den Kanal 79 nicht unwirksam ist,
ist es erforderlich, dass die Drosselwirkung an der unteren Führung 73 und der oberen
Führung 75 sehr viel kleiner ist als die Drosselung am Ringspalt 69.
[0041] Die Hülse 61 ist entlang einer Führung 81 relativ zum Schließelement 31 in axialer
Richtung bewegbar. Vorteil dieser Ausführungsform ist es, dass der Dämpfungsraum 71
nur beim Schließen des Schaltventils 17 als Dämpfer wirkt und nicht auch beim Öffnen
des Schaltventils 17. Hierdurch wird ein ungewolltes Verzögern der Ventilöffnungsbewegung
verhindert. Beim Öffnen des Schaltventils 17 bewegt sich zunächst das Schließelement
31 in Richtung der Magnetbaugruppe 63. Dies führt zu einer Vergrößerung des Volumens
des Dämpfungsraums 71, da sich die Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 aus dem
Dämpfungsraum 71 bewegt. Dies führt zu einem Druckabfall im Dämpfungsraum 71. Da die
Hülse bewegbar ist, wird diese zunächst ebenfalls in Richtung der Magnetbaugruppe
51 bewegt. Der abnehmende Druck im Dämpfungsraum 71 führt nicht zu einer Verzögerung
der Öffnungsbewegung des Schließelementes sondern zu einer Bewegung der Hülse 61.
[0042] Damit auch bei auf dem Ventilstück 5 aufliegender Hülse 61 die Verbindung vom Ablaufkanal
19 in den Rücklauf 21 nicht verschlossen ist, ist in der Hülse ein Kanal 87 ausgebildet,
über den Kraftstoff aus dem Druckraum 43 bei geöffnetem Schaltventil 17 in den Niederdruckraum
57 strömen kann.
[0043] Der Resthub, ab dem die Bewegung des Schließelementes 31 gedämpft wird, bevor die
Dichtkante 33 auf den Ventilsitz 35 einschlägt, ergibt sich aus der Höhe h
1 der Hülse 61 und dem Abstand h
2 zwischen der Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 und der Dichtkante 33. Die zwei
Maße h
1 und h
2 können sehr präzise gemessen, eingeschliffen und gefertigt werden. Das Überdeckungsmaß,
das sich aus der Differenz der Höhe h
1 der Hülse 61 und dem Abstand h
2 zwischen der Stirnfläche 65 des Schließelementes 31 und der Dichtkante 33 ergibt,
und durch das der Resthub definiert wird, kann vor dem Zusammenbau des Injektors 1
gemessen und gegebenenfalls durch Auswahlgruppen exakt eingestellt werden. Ein auf
wändiger Einstellprozess, bei dem das Maß im zusammengebauten Zustand ermittelt und
korrigiert werden muss, ist aufgrund der bauteilunabhängigen Fertigungsmaße h
1 und h
2 nicht erforderlich. Die Einfachheit des Einstellprozesses wird auch dadurch begründet,
dass beide Maße h
1 und h
2 auf den gleichen Bezugspunkt, nämlich den Ventilsitz 35, ausgerichtet sind. Dies
ist bei dem erfindungsgemäßen Injektor 1 darauf zurückzuführen, dass das Ventilstück
5 eine plangeschliffene Oberfläche aufweist, die einerseits den Ventilsitz 35 ausbildet
und auf der auch die Hülse 61 aufliegt.
[0044] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäß ausgebildeten Schaltventils 17 ist auch,
dass das Volumen des Dämpfungsraums 71 keinen Einfluss auf die Funktion hat, da die
Flüssigkeit, bei Einsatz als Kraftstoffinjektor somit der Kraftstoff, bei dem geringen
Druckniveau im Rücklauf als inkompressibel betrachtet werden kann.
1. Schaltventil für Injektoren, insbesondere für Kraftstoffinjektoren (1), ein Schließelement
(31) umfassend, mit dem ein Steuerraum (9) zur Betätigung eines Einspritzventilgliedes
(3) druckentlastbar ist, wobei das Schließelement (31) durch einen Magnetaktor, umfassend
eine Magnetbaugruppe (51) und einen Anker (49), angesteuert wird, wobei das Schließelement
(31) mit einem Anschlagelement derart verbunden ist, dass das Anschlagelement und
das Schließelement (31) einen Dämpfungsraum (71) umschließen, wobei der Dämpfungsraum
(71) mit Flüssigkeit befüllt ist dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Bewegung des Schließelements (31) die Menge der Flüssigkeit im Dämpfungsraum
(71) im Wesentlichen konstant bleibt, so dass sich Schließelement (31) und Anschlagelement
gemeinsam bewegen.
2. Schaltventil gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement als Hülse (61) ausgebildet ist.
3. Schaltventil gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließelement (31) in der Hülse (61) geführt ist, wobei zwischen einer in Richtung
der Magnetbaugruppe (51) weisenden oberen Stirnfläche (63) der Hülse (61) und einer
der oberen Stirnfläche (63) der Hülse (61) gegenüberliegenden Stirnfläche (65) des
Schließelementes (31) der Dämpfungsraum (71) ausgebildet ist.
4. Schaltventil gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Stirnfläche (63) der Hülse (61) derart von einer ringförmigen Kante (67)
abgeschlossen ist, dass die Innenseite der ringförmigen Kante (67) und die Außenseite
der Stirnfläche (65) des Schließelementes (31) beim Schließen des Schaltventils (17)
und bei geschlossenem Schaltventil (17) einen Ringspalt (69) ausbilden.
5. Schaltventil gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (61) relativ zum Schließelement (31) in axialer Richtung bewegbar ist.
6. Schaltventil gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hülse (61) eine tellerförmige Erweiterung (85) ausgebildet ist und ein Federelement
(83) mit einer Seite auf die tellerförmige Erweiterung (85) an der Hülse (61) und
mit der anderen Seite gegen den Anker (49) gestellt ist.
7. Schaltventil gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließelement (31) hülsenförmig ausgebildet und auf einem Führungsstift (39)
geführt ist.
8. Schaltventil gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Führungsstift (39) zwischen einer oberen Führung (75) und einer unteren Führung
(73) des Schließelementes (31) ein Ringraum (77) ausgebildet ist.
9. Schaltventil gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass durch die obere Führung (75) und die untere Führung (73) jeweils Leckagespalte ausgebildet
werden, so dass die obere Führung (75) und die untere Führung (73) als Druckteiler
wirken und der Druck im Ringraum (77) durch das Spaltmaß der oberen Führung (75) und
der unteren Führung (73) einstellbar ist.
10. Schaltventil gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringraum (77) über einen Kanal (79) im Schließelement (31) mit dem Dämpfungsraum
(71) zwischen der oberen Stirnfläche (63) der Hülse (61) und der Stirnfläche (65)
des Schließelementes (31) verbunden ist.
11. Schaltventil gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließelement (31) eine ringförmig ausgebildete Dichtfläche oder Dichtkante
(33) aufweist und über seine gesamte Länge einen konstanten Innendurchmesser (37)
aufweist.
1. Switching valve for injectors, in particular for fuel injectors (1), comprising a
closing element (31) by means of which a control chamber (9) can be relieved of pressure
for the actuation of an injection valve element (3), wherein the closing element (31)
is operated by a magnet actuator comprising a magnet assembly (51) and an armature
(49), wherein the closing element (31) is connected to a stop element in such a way
that the stop element and the closing element (31) enclose a damping chamber (71),
wherein the damping chamber (71) is filled with liquid, characterized in that, during a movement of the closing element (31), the amount of liquid in the damping
chamber (71) remains substantially constant, such that the closing element (31) and
stop element move conjointly.
2. Switching valve according to Claim 1, characterized in that the stop element is formed as a sleeve (61).
3. Switching valve according to Claim 2, characterized in that the closing element (31) is guided in the sleeve (61), wherein the damping chamber
(71) is formed between an upper end face (63), which points in the direction of the
magnet assembly (51), of the sleeve (61) and an end face (65), which is situated opposite
the upper end face (63) of the sleeve (61), of the closing element (31).
4. Switching valve according to Claim 3, characterized in that the upper end face (63) of the sleeve (61) is terminated by an annular edge (67)
in such a way that the inner side of the annular edge (67) and the outer side of the
end face (65) of the closing element (31) form an annular gap (69) during the closing
of the switching valve (17) and when the switching valve (17) is closed.
5. Switching valve according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the sleeve (61) is movable in the axial direction relative to the closing element
(31).
6. Switching valve according to Claim 5, characterized in that a plate-shaped widened portion (85) is formed on the sleeve (61) and a spring element
(83) is mounted with one side on the plate-shaped widened portion (85) on the sleeve
(61) and with the other side against the armature (49).
7. Switching valve according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the closing element (31) is of sleeve-shaped form and is guided on a guide pin (39).
8. Switching valve according to Claim 7, characterized in that an annular chamber (77) is formed on the guide pin (39) between an upper guide (75)
and a lower guide (73) of the closing element (31).
9. Switching valve according to Claim 8, characterized in that leakage gaps are formed in each case by the upper guide (75) and the lower guide
(73), such that the upper guide (75) and the lower guide (73) act as pressure distributors
and the pressure in the annular chamber (77) can be set by means of the gap dimension
of the upper guide (75) and of the lower guide (73).
10. Switching valve according to Claim 8 or 9, characterized in that the annular chamber (77) is connected via a duct (79) in the closing element (31)
to the damping chamber (71) between the upper end face (63) of the sleeve (61) and
the end face (65) of the closing element (31).
11. Switching valve according to one of Claims 7 to 10, characterized in that the closing element (31) has a sealing surface or sealing edge (33) of annular form
and has a constant inner diameter (37) over its entire length.
1. Soupape de commutation pour injecteurs, notamment pour injecteurs de carburant (1),
comprenant un élément de fermeture (31) avec lequel un espace de commande (9) pour
l'actionnement d'un organe de soupape d'injection (3) peut être détendu en pression,
l'élément de fermeture (31) étant commandé par un actionneur magnétique, comprenant
un module magnétique (51) et un induit (49), l'élément de fermeture (31) étant connecté
à un élément de butée de telle sorte que l'élément de butée et l'élément de fermeture
(31) entourent un espace d'amortissement (71), l'espace d'amortissement (71) étant
rempli de liquide, caractérisée en ce que dans le cas d'un mouvement de l'élément de fermeture (31), la quantité de liquide
dans l'espace d'amortissement (71) reste essentiellement constante, de telle sorte
que l'élément de fermeture (31) et l'élément de butée se déplacent en commun.
2. Soupape de commutation selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de butée est réalisé sous forme de douille (61).
3. Soupape de commutation selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément de fermeture (31) est guidé dans la douille (61), l'espace d'amortissement
(71) étant réalisé entre une face frontale supérieure (63) de la douille (61) tournée
dans la direction du module magnétique (51) et une face frontale (65) de l'élément
de fermeture (31) opposée à la face frontale supérieure (63) de la douille (61).
4. Soupape de commutation selon la revendication 3, caractérisée en ce que la face frontale supérieure (63) de la douille (61) est fermée par une arête annulaire
(67) de telle sorte que le côté intérieur de l'arête annulaire (67) et le côté extérieur
de la face frontale (65) de l'élément de fermeture (31) constituent une fente annulaire
(69) lors de la fermeture de la soupape de commutation (17) et lorsque la soupape
de commutation (17) est fermée.
5. Soupape de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la douille (61) peut être déplacée dans la direction axiale par rapport à l'élément
de fermeture (31).
6. Soupape de commutation selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'un élargissement (85) en forme de plateau est réalisé sur la douille (61) et un élément
de ressort (83) est placé avec un côté sur l'élargissement (85) en forme de plateau
contre la douille (61) et avec l'autre côté contre l'induit (49).
7. Soupape de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'élément de fermeture (31) est réalisé en forme de douille et est guidé sur une
goupille de guidage (39).
8. Soupape de commutation selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'un espace annulaire (77) est réalisé au niveau de la goupille de guidage (39) entre
un guide supérieur (75) et un guide inférieur (73) de l'élément de fermeture (31).
9. Soupape de commutation selon la revendication 8, caractérisée en ce que des fentes de fuite sont à chaque fois réalisées par le guide supérieur (75) et le
guide inférieur (73), de telle sorte que le guide supérieur (75) et le guide inférieur
(73) agissent en tant que diviseurs de pression et que la pression dans l'espace annulaire
(77) puisse être ajustée par la dimension de la fente du guide supérieur (75) et du
guide inférieur (73).
10. Soupape de commutation selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que l'espace annulaire (77) est connecté par le biais d'un canal (79) dans l'élément
de fermeture (31) à l'espace d'amortissement (71) entre la face frontale (63) de la
douille (61) et la face frontale (65) de l'élément de fermeture (31).
11. Soupape de commutation selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que l'élément de fermeture (31) présente une face d'étanchéité ou arête d'étanchéité
(33) réalisée sous forme annulaire et présente un diamètre intérieur constant (37)
sur toute sa longueur.