[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm für
ein Streckwerk einer Spinnereimaschine, mit einem nach unten offenen U-förmigen Träger,
in dem mindestens ein Schieber angeordnet ist, welcher ein Belastungselement sowie
einen Halter zur Aufnahme einer Oberwalze und eine Verstellvorrichtung, mittels der
der Schieber gegenüber dem Träger in Längsrichtung verschiebbar am Träger festlegbar
ist, umfasst, wobei zur bezüglich seiner Hochachse drehfesten Fixierung des Schiebers
innerhalb des U-förmigen Trägers der Schieber mit mindestens einer Seitenwand an einer
inneren Seitenfläche des Trägers anliegt.
[0002] Aus der
DE 39 02 859 A1 ist ein Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm bekannt, der aus zwei baugleich ausgeführten
Planschienen zusammengesetzt ist, die durch endseitig angeordnete Abstandshalter miteinander
verbunden und zueinander parallel gehalten sind. Zwischen den Planschienen ist ein
Schieber mit einem Halter zur Aufnahme einer Oberwalze sowie einem Belastungselement
angeordnet. Der Schieber ist zwischen den Planschienen in Längsrichtung zur Einstellung
unterschiedlicher Streckfeldweiten verschiebbar geführt. Die drehfeste Fixierung des
Schiebers wird durch Formschluss zwischen dem Körper des Schiebers und den Planschienen
erreicht, indem die zueinander parallelen ebenen Außenwände des Schiebers und die
vertikalen Seitenflächen der Planschienen aneinander liegen.
[0003] Als nachteilig an dieser Art der drehfesten Fixierung des Schiebers erweist sich,
dass zum Zweck der Einstellung der Streckfeldweite durch das Verschieben des Schiebers
im Träger ein gewisses Spiel zwischen den Planschienen und den Außenwänden des Schiebers
vorhanden sein muss, welches in Abhängigkeit von der Fertigungsgenauigkeit variieren
kann. Dieses veränderliche Spiel hat direkten Einfluss auf die Güte der Parallelhaltung
des Schiebers gegenüber dem Träger und damit der Oberwalze am Halter gegenüber der
korrespondierenden Unterwalze im Streckwerk. Durch die variierende Fertigungsungenauigkeit
wird die Parallelhaltung negativ beeinflusst.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine drehfeste Fixierung des Schiebers
im Träger zu gewährleisten, ohne dass Bauteiltoleranzen einen Einfluss auf die Parallelhaltung
des Schiebers im Träger haben.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Gemäß dem Anspruch 1 wird vorgeschlagen, dass der Inkreisradius, der an der Innenseite
des Trägers in mindestens einem Übergang der Oberseite zu der benachbarten Seitenfläche
ausgebildet ist, kleiner ist als der Umkreisradius, der in einem der korrespondierenden
Übergänge zwischen der Oberseite und der Seitenwand des Schiebers ausgebildet ist,
und dass der Schieber Mittel aufweist, die mit dem Träger derart zusammenwirken, dass
sich der Schieber bei der Festlegung mittels der Verstell- und Fixiervorrichtung im
Träger selbsttätig gegen die zum Umkreisradius benachbarte innere Seitenfläche des
Trägers anlegt. Die drehfeste Fixierung des Schiebers innerhalb des U-förmigen Trägers
wird beim Festlegen durch die Verstellvorrichtung dadurch erreicht, dass sich beim
Verschieben des Schiebers in Richtung einer der Seitenflächen des Trägers auf Grund
des größeren Umkreisradius' im längsseitigen Übergang des Schiebers zwischen dem Schieber
und dem Träger zwischen den Übergängen keine formschlüssige Verbindung einstellt,
sondern dass die Seitenwand und die Oberseite des Schiebers an der inneren Seitenfläche
und an der inneren Oberseite des Trägers anliegt. Hierdurch wird eine sichere parallele
Führung des Schiebers und damit der im Schieber angeordneten Oberwalze zu ihrer korrespondierenden
Unterwalze erreicht, die kostengünstig und mit geringem Fertigungsaufwand realisierbar
ist. Auf die im Kennzeichen des Anspruches 1 beschriebene Weise wird durch die selbsttätige
Anlage der Seitenwand des Schiebers an einer der inneren Seitenflächen des Trägers
der Einfluss der Bauteiltoleranzen auf die Führung im Träger aufgehoben. Ebenso wird
beim Festlegen vermieden, dass es zu einem Verkanten des Schiebers im Träger kommt,
wodurch nach dem Verstellen der Position des Schiebers die Parallelität der Ober-
und Unterwalzen zueinander eingehalten werden kann. Demgemäß können die Fertigungstoleranzen
des Schiebers an den Seitenwänden sowie den Seitenflächen des Trägers erweitert werden,
wodurch die Fertigung des Trägers und des Schiebers ebenfalls vereinfacht wird.
[0008] Hierzu können der Übergang des Trägers und der Übergang des Schiebers einen radial
gekrümmten Verlauf aufweisen. Hierbei entsprechen der Inkreisradius beziehungsweise
der Umkreisradius den Krümmungsradien der Verläufe der Übergänge.
[0009] Alternativ können der Übergang des Trägers und der Übergang des Schiebers einen polyedrischen
Verlauf aufweisen.
[0010] Vorzugsweise können der Übergang des Trägers und der Übergang des Schiebers, die
einen polyedrischen Verlauf aufweisen, als Fasen mit unterschiedlicher Breite ausgeführt
sein. Bei dieser Ausgestaltung entspricht der Inkreisradius dem Radius eines gedachten
Inkreises des polyedrischen Verlaufs des Überganges des Trägers, der alle Seiten des
Überganges in seinem Inneren berührt. Der Umkreisradius entspricht dem Radius eines
gedachten Umkreises des polyedrischen Verlaufs des Überganges des Trägers, der alle
Eckpunkte des polyedrischen Verlaufs des Überganges des Schiebers miteinander verbindet.
[0011] In bevorzugter Weiterbildung kann das Mittel als ein Übergang des Schiebers ausgeführt
sein, der einen geringeren Radius aufweist als der korrespondierende Übergang des
Trägers. Dadurch kann der Übergang des Schiebers in dem Übergang des Trägers anliegen
und von diesem geführt werden, wodurch der Schieber an der dem Übergang gegenüberliegenden
inneren Seitenfläche des Trägers zur Anlage kommt.
[0012] Vorzugsweise kann das als Übergang ausgeführte Mittel zumindest teilweise scharfkantig
ausgebildet sein.
[0013] Weiterhin kann das Mittel aus zumindest zwei an der Seitenwand endseitig angeordneten
Abschnitten ausgebildet sein, die sich im Übergang an der Innenseite des Trägers abstützen.
[0014] Alternativ kann das Mittel als mindestens ein auf der Oberseite des Schiebers angeordneter
Vorsprung mit Anlaufschräge ausgeführt sein, der in eine sich in Längsrichtung an
der Oberseite des Trägers erstreckende Öffnung hineinragt.
[0015] Hierzu kann sich der mindestens eine Vorsprung über wenigstens 50 % der Längsausdehnung
der Oberseite des Schiebers in dessen Längsrichtung erstrecken.
Ebenso können auf der Oberseite des Schiebers zwei zueinander beabstandete Vorsprünge
vorgesehen sein, die in die sich in Längsrichtung an der horizontalen Oberseite des
Trägers erstreckende Öffnung hineinragen.
[0016] Vorzugsweise kann der mindestens eine Vorsprung V-förmig ausgebildet sein.
[0017] Weiterhin kann das Mittel aus mindestens zwei an der Oberseite des Schiebers endseitig
angeordneten Abschnitten ausgebildet sein, die sich im Übergang des Trägers abstützen.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0019] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines U-förmigen Trägers eines Oberwalzen- Trag- und Belastungsarmes;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Trägers gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Schiebers entlang der Linie IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht des Trägers und des Schiebers entlang der Linie IV - IV gemäß
Fig. 1;
- Fig. 5
- eine Detailansicht A gemäß Fig. 4;
- Fig. 6
- eine um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedrehte Seitenansicht des Schiebers gemäß Fig.
3;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform des Schiebers entlang der Linie
IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 8
- eine Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform des Trägers und des Schiebers entlang
der Linie IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 9
- eine Detailansicht B gemäß Fig. 8;
- Fig. 10
- eine um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedrehte Seitenansicht des Schiebers gemäß Fig.
7;
- Fig. 11
- eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform des Schiebers entlang der Linie
IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 12
- eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform des Trägers und des Schiebers entlang
der Linie IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 13
- eine Detailansicht C gemäß Fig. 12;
- Fig. 14
- eine stark vergrößerte Ansicht eines Überganges am Träger gemäß Fig. 13;
- Fig. 15
- eine stark vergrößerte Ansicht eines Überganges am Schieber gemäß Fig. 13;
- Fig. 16
- eine Schnittansicht einer vierten Ausführungsform des Schiebers entlang der Linie
IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 17
- eine Schnittansicht einer vierten Ausführungsform des Trägers und des Schiebers entlang
der Linie IV - IV gemäß Fig. 1;
- Fig. 18
- eine Detailansicht D gemäß Fig. 17.
[0020] Die Darstellungen in den Fig. 1 bis 6 zeigen einen Träger 1 eines Oberwalzen- Trag-
und Belastungsarmes für ein Streckwerk einer Spinnereimaschine, welcher als U-förmiges,
nach unten offenes Profilteil ausgeführt ist, sowie mindestens einen im Träger 1 angeordneten
vorzugsweise U-förmigen Schieber 2. Der mindestens eine Schieber 2 dient der Aufnahme
und Belastung einer Oberwalze des Streckwerkes und ist während des Betriebes des Streckwerkes
fest mit dem Träger 1 verbunden. Üblicherweise ist es vorgesehen, dass zur Verstellung
von Feldweiten, die für die Funktion des Streckwerkes notwendig sind, der Schieber
2 entlang der Längsachse L des Trägers 1 verschiebbar ist. Hierzu weist der Träger
1 auf seiner geschlossenen Oberseite als Langlöcher ausgeführte Öffnungen 6 auf, innerhalb
derer der Schieber 2 verschieblich ist, um Streckfeldweiten einstellen zu können,
wie der Darstellung in Fig. 2 zu entnehmen ist. Die Verschiebbarkeit wie auch die
Festlegbarkeit des Schiebers 2 am Träger 1 wird durch eine Verstell- und Fixiervorrichtung
4 erreicht, die beispielsweise als eine Schraube ausgeführt sein kann, um den Schieber
2 nach dessen Verschieben in einer bestimmten Position zu fixieren. Der Schieber 2
umfasst einen Lenker 3, der der Aufnahme einer Oberwalze dient, sowie ein Belastungselement
5, welches beispielsweise als Feder ausgeführt sein kann, wie in Fig. 3 dargestellt
ist, um eine definierte Druckkraft auf die Oberwalze auszuüben.
[0021] Der vorzugsweise U-förmige Schieber 2 weist, wie in Fig. 3 dargestellt, zwei zueinander
parallele Seitenwände 8, 9 auf sowie eine die beiden parallelen Seitenwände 8, 9 miteinander
verbindende Oberseite 12. Im Inneren des Schiebers 2 ist, wie bereits angedeutet,
das als Feder ausgeführte Belastungselement 5 angeordnet.
[0022] Bei dem im Betrieb befindlichen Streckwerk wird die Oberwalze durch das Belastungselement
5 mit einer Anpresskraft beaufschlagt, die von dem Lenker 3 auf die Oberwalze übertragen
wird. Des Weiteren dient der Lenker 3 dazu, die Oberwalze möglichst parallel zu einer
korrespondierenden Unterwalze des Streckwerkes zu halten. Um eine präzise Positionierung
der Oberwalze parallel zur Unterwalze zu gewährleisten, muss der Schieber 2 gegen
ein Verdrehen, beispielsweise beim Betätigen der auf der Oberseite 12 des Schiebers
2 befindlichen Verstellvorrichtung 4 um deren vertikale Achse, gesichert werden. Hierzu
ist vorgesehen, dass zur bezüglich seiner Hochachse drehfesten Fixierung des Schiebers
2 dieser mit zumindest einer der Seitenwände 8, 9 an einer inneren vertikalen Seitenfläche
7 des Trägers 1 flächig anliegt.
[0023] Dies wird gemäß dem in den Fig. 1 bis 6 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
des Schiebers 2 dadurch erreicht, dass, wie in den Fig. 3 bis 5 angedeutet, auf der
Innenseite des Trägers 1 die Übergänge 11 von der horizontalen Oberseite 10 zu den
Seitenflächen 7 einen radial gekrümmten Verlauf mit jeweils einem Inkreisradius IR
ausgeführt sind. Der Schieber 2 weist zwei Übergänge 13A und 13B auf. Der Übergang
13B zwischen der Oberseite 12 und der Seitenwand 8 des Schiebers 2 ist abweichend
von dem Übergang 13A zwischen der Oberseite 12 und der Seitenwand 9 des Schiebers
2 ausgestaltet, wie weiter unten noch erläutert wird. Der Übergang 13B zwischen der
Oberseite 12 und der Seitenwand 8 des Schiebers 2, der in einem der Übergange 11 des
Trägers 1 an einer seiner inneren Seitenflächen 7 anliegt, weist ebenfalls einen radial
gekrümmten Verlauf mit einem Umkreisradius UR auf, der größer ist als der Inkreisradius
IR in den jeweiligen Übergängen 11 an den Innenseiten des Trägers 1, wie in der Detailansicht
gemäß der Fig. 5 dargestellt ist. Der Umkreisradius UR entspricht dabei dem Krümmungsradius
des Überganges 13B am Schieber 2. Der Inkreisradius IR entspricht dem Krümmungsradius
des Übergangs 11 auf der Innenseite des Trägers 1.
[0024] Weiterhin weist der Schieber 2 auf seiner Oberseite 12 Mittel auf, die mit dem Träger
1 derart zusammenwirken, dass der Schieber 2 bei der Festlegung durch eine entsprechende
Betätigung der Verstellvorrichtung 4 im Träger 1 selbsttätig gegen die innere Seitenfläche
7 des Trägers 1 verschiebbar ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Mittel
als der Übergang 13A zwischen der Oberseite 12 und der Seitenwand 9 des Schiebers
2 ausgebildet, der mit einem geringeren Radius ausgeführt ist als der korrespondierende
Übergang 11 des Trägers 1. Insbesondere kann der Übergang 13A des Schiebers 2 einen
so geringen Radius aufweisen, dass sich ein scharfkantiger Übergang 13A ausbildet,
wie in Fig. 3 und 6 angedeutet ist. Die Seitenwand 9 des Schiebers 2 weist im Bereich
des Übergangs 13A zumindest zwei endseitig angeordnete Abschnitte 14 auf, die gegenüber
der Seitenwand 9 unter einem Winkel von 0° bis 90° angeordnet sind und die sich im
Übergang 11 an der Innenseite des Trägers 1 abstützen, wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt
ist.
[0025] Die Abschnitte 14 des Schiebers 2 laufen beim Anziehen der Verstellvorrichtung 4
in den mit dem Inkreisradius IR versehenen Übergang 11 des Trägers 1. Dadurch wird
der Schieber 2 mit seiner Seitenwand 8 gegen die dieser zugewandten inneren Seitenfläche
7 des Trägers 1 gedrückt. Auf Grund der unterschiedlichen Größen des Inkreisradius'
IR und des Umkreisradius' UR in den Übergangen 11 des Trägers 1 beziehungsweise im
Übergang 13B des Schiebers 2 liegt der Schieber 2 mit seinem Übergang 13B nicht in
einem der Übergänge 11 des Trägers an, sondern stützt sich mit seiner Oberseite 12
und seiner Seitenwand 8 an der horizontalen Oberseite 10 und einer der Seitenfläche
7 des Trägers 1 ab. Mit Bezug auf die Fig. 7 bis 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel
zur drehfesten Fixierung eines Schiebers 20 im Träger 1 dargestellt. Die zweite Ausführungsform
des Schiebers 20 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform des Schiebers 2
dadurch, dass beide Übergänge 22 der Seitenwände 21 zu der Oberseite 23 des Schiebers
20 jeweils den gleichen Umkreisradius UR aufweisen, sowie dadurch, dass auf der Oberseite
23 des Schiebers 20 mindestens ein Vorsprung 24 mit einer Anlaufschräge 25 vorgesehen
ist und der Vorsprung 24 in die mindestens eine auf der horizontalen Oberseite 10
des Trägers 1 sich in Längsrichtung erstreckende Öffnung 6 hineinragt, wie es in den
Fig. 8 und 9 dargestellt ist. Der Umkreisradius UR der Übergänge 22 des Schiebers
20 ist, wie auch im ersten Ausführungsbeispiel bereits beschrieben wurde, größer ausgeführt
als der Inkreisradius IR in den Übergangen 11 des Trägers 1. Die Vorsprünge 24 können
einen V-förmigen oder einen halbtrapezförmigen Zuschnitt, wie er der Detailansicht
in Fig. 9 zu entnehmen ist, aufweisen.
[0026] Wie in Fig. 7 dargestellt ist, ist auf der Oberseite 12 des Schiebers 20 an den gegenüberliegenden
Enden jeweils ein Vorsprung 24 angeordnet, der in die sich in Längsrichtung erstreckende
Öffnung 6 des Trägers 1 hineinragt. Die Vorsprünge 24 weisen auf ihrer an der die
Öffnung 6 begrenzenden Wandung 26 des Trägers 1 anliegenden Seite eine zur Horizontalen
geneigte Anlauffläche 25 auf. Die selbsttätige Anlage an mindestens einer der Seitenflächen
7 des Trägers 1 wird bei diesem Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass beim Anziehen
der Verstellvorrichtung 4 die beiden Vorsprünge 24 in der mindestens einen Öffnung
6 mit ihrer Anlauffläche 25 an der Wandung 26 entlang geführt werden, wobei die Seitenwand
21 des Schiebers 20, die der Anlauffläche 25 des Vorsprungs 24 abgewandt ist, gegen
die Seitenfläche 7 des Trägers 1 gepresst wird, so dass die Seitenwand 21 an der inneren
Seitenfläche 7 des Trägers 1 flächig zur Anlage kommt. Die Oberseite 23 des Schiebers
20 liegt ebenfalls flächig an der innern Oberseite 10 des Trägers 1 an, an die der
Schieber 20 durch das Anziehen der als Schraube ausgeführten Verstell- und Fixiervorrichtung
4 herangezogen wird. Eine alternative Ausführungsform des Schiebers 20 sieht vor,
dass nur ein Vorsprung 24 an der Oberseite des Schiebers 20 vorgesehen ist, der sich
über wenigstens 50 % der Oberseite des Schiebers 2 in dessen Längsrichtung erstreckt
und der mit der vorzugsweise durchgängigen Öffnung 6 im Träger in Eingriff steht.
[0027] Die Fig. 11 bis 15 stellen ein drittes Ausführungsbeispiel zur drehfesten Fixierung
eines Schiebers 30 im Träger 1 dar. Der Unterschied gegenüber den zuvor beschriebenen
Ausführungsformen besteht darin, dass zumindest einer der Übergänge 11 am Träger 1
und der Übergang 32 am Schieber 30 jeweils einen polyedrischen Verlauf aufweisen.
[0028] Auf der Innenseite des Trägers 1 sind die Übergänge 11 von der horizontalen Oberseite
10 zu den Seitenflächen 7 als eine erste Fase F1 mit einem Inkreisradius IR ausgeführt,
welcher der Radius eines gedachten Innenkreises des polyedrischen Verlaufs des Überganges
11 des Trägers 1 ist, der alle Seitenflächen des Überganges 11 in seinem Inneren berührt.
Der Übergang 32 zwischen der Oberseite 12 und der Seitenwand 8 des Schiebers 30, der
in einem der Übergänge 11 des Trägers 1 an einer seiner inneren Seitenflächen 7 anliegt,
ist als eine zweite Fase F2 mit einem Umkreisradius UR ausgeführt, welcher der Radius
des Umkreises des polyedrischen Verlaufs des Überganges 32 des Schiebers 30 ist, der
alle Eckpunkte des Überganges 32 miteinander verbindet. Dabei ist der Umkreisradius
UR der zweiten Fase F2 am Schieber 30 größer als der Inkreisradius IR der ersten Fase
F1 am Träger 1. Dies wird in den Fig. 14 und 15 veranschaulicht. Fig. 14 zeigt den
Übergang 11 des Trägers 1 in starker Vergrößerung, in der ein Innenkreis mit dem Inkreisradius
IR dargestellt ist, der die horizontale Oberseite 10, den als Fase F1 ausgebildeten
Übergang 11 und eine der Seitenflächen 7 des Trägers 1 berührt. Fig. 15 zeigt in der
Darstellung den Übergang 32 des Schiebers 30 stark vergrößert, in der der Umkreis
mit dem Umkreisradius UR eingezeichnet ist, der die Eckpunkte der horizontalen Oberseite
12, des als Fase F2 ausgebildeten Überganges 32 und der Seitenfläche 8 des Schiebers
30 miteinander verbindet.
[0029] Die Fig. 16 bis 18 stellen eine vierte Ausführungsform zur drehfesten Fixierung eines
Schiebers 40 im Träger 1 dar, die auf der Gestaltung gemäß den Fig. 11 bis 13 basiert.
Hierbei sind an der Oberseite 33 des Schiebers 40 elastisch verformbare Abschnitte
34 angeordnet, die sich in einer bereits weiter oben beschriebenen Art und Weise im
Übergang 11 an der Innenseite des Trägers 1 abstützen.
1. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm für ein Streckwerk einer Spinnereimaschine, mit
einem nach unten offenen U-förmigen Träger (1), in dem mindestens ein Schieber (2,
20, 30, 40) angeordnet ist, welcher ein Belastungselement (5) sowie einen Halter (3)
zur Aufnahme einer Oberwalze und eine Verstell- und Fixiervorrichtung (4), mittels
der der Schieber (2, 20, 30, 40) gegenüber dem Träger (1) in Längsrichtung verschiebbar
und an der Oberseite (9) des Trägers (1) festlegbar ist, umfasst, wobei zur bezüglich
seiner Hochachse drehfesten Fixierung des Schiebers (2, 20, 30, 40) innerhalb des
U-förmigen Trägers (1) der Schieber (2, 20, 30, 40) im fixierten Zustand mit mindestens
einer seiner Seitenflächen (8, 9, 21) an mindestens einer inneren Seitenfläche (7)
des Trägers (1) anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Inkreisradius (IR), der an der Innenseite des Trägers (1) in mindestens einem
Übergang (11) der Oberseite (10) zu der benachbarten Seitenfläche (7) ausgebildet
ist, kleiner ist als der Umkreisradius (UR), der in einem der korrespondierenden Übergänge
(13B, 22, 32) zwischen der Oberseite (12, 23) und der Seitenwand (8, 21) des Schiebers
(2, 20, 30, 40) ausgebildet ist, und
- dass der Schieber (2, 20, 30, 40) Mittel (13A, 14, 24) aufweist, die mit dem Träger (1)
derart zusammenwirken, dass sich der Schieber (2) bei der Festlegung mittels der Verstell-
und Fixiervorrichtung (4) im Träger (1) selbsttätig gegen die zum Umkreisradius (UR)
benachbarte innere Seitenfläche (7) des Trägers (1) anlegt.
2. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (11) des Trägers (1) und der Übergang (13B, 22) des Schiebers (2, 20)
einen radial gekrümmten Verlauf aufweisen.
3. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (11) des Trägers (1) und der Übergang (32) des Schiebers (30, 40) einen
polyedrischen Verlauf aufweisen.
4. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (11) des Trägers (1) und der Übergang (32) des Schiebers (30, 40) als
Fasen (F1, F2) mit unterschiedlichen Breiten ausgeführt sind.
5. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als ein Übergang (13A) des Schiebers (2, 20, 30, 40) ausgeführt ist, der
einen geringeren Radius aufweist als der korrespondierende Übergang des Trägers (1).
6. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (13A) zumindest teilweise scharfkantig ausgebildet ist.
7. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel aus zumindest zwei an der Seitenwand (9) endseitig angeordneten Abschnitten
(14) ausgebildet ist, die sich im Übergang (11) an der Innenseite des Trägers (1)
abstützen.
8. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als mindestens ein auf der Oberseite (23) des Schiebers(20) angeordneter
Vorsprung (24) mit Anlaufschräge (25) ausgeführt ist, der in eine sich in Längsrichtung
an der Oberseite (10) des Trägers (1) erstreckende Öffnung (6) hineinragt.
9. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der mindestens eine Vorsprung (24) über wenigstens 50 % der Oberseite des Schiebers
(20) in dessen Längsrichtung erstreckt.
10. Oberwalze- Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (23) des Schiebers (20) zwei zueinander beabstandete Vorsprünge
(24) vorgesehen sind, die in die sich in Längsrichtung an der Oberseite (10) des Trägers
(1) erstreckende Öffnung (6) hineinragen.
11. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorsprung (24) V-förmig ausgebildet ist.
12. Oberwalzen- Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel aus mindestens zwei an der Oberseite (23) des Schiebers (20) endseitig
angeordneten Abschnitten (14) ausgebildet ist, die sich im Übergang (11) des Trägers
(1) abstützen.