[0001] Die Erfindung betrifft ein Versteifungssegment gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin Versteifungssegmentanordnungen mit derartigen Versteifungssegmenten
und eine Versteifungssegmentanordnungen mit derartigen Versteifungssegmenten aufweisende
Hohlraumauskleidung.
[0003] Ein derartiges Versteifungssegment, Versteifungssegmentanordnungen mit spiralförmig
angeordneten Versteifungssegmenten und eine Hohlraumauskleidung sind aus
US 3,969,906 A bekannt. Das vorbekannte Versteifungssegment für einen spiralförmig ausgekleideten
Tunnel als Hohlraum weist eine gekrümmte Außenfläche, eine gekrümmte Innenfläche,
zwei in Umfangsrichtung weisende Stirnflächen und zwei axial weisende Seitenflächen
auf. Die axial weisenden Seitenflächen bilden eine Schraubenlinie und sind gekrümmt
ausgestaltet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Versteifungssegment der eingangs genannten
Art, Versteifungssegmentanordnungen mit derartigen Versteifungssegmenten und eine
Versteifungssegmentanordnungen mit derartigen Versteifungssegmenten aufweisende Hohlraumauskleidung
anzugeben, die sich bei der für eine dichte und standfeste Auskleidung eines Hohlraumes
wie eines Tunnels mit Tübbingen erforderlichen hohen Maßhaltigkeit durch eine verhältnismäßig
kostengünstigen Herstellung auszeichnen.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Versteifungssegment der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Diese Aufgabe wird weiterhin mit einer Versteifungssegmentanordnung gemäß dem Patentanspruch
6 gelöst.
[0007] Diese Aufgabe wird weiterhin mit einer weiteren Versteifungssegmentanordnung gemäß
dem Patentanspruch 8 gelöst.
[0008] Diese Aufgabe wird weiterhin mit einer Hohlraumauskleidung gemäß dem Patentanspruch
10 gelöst.
[0009] Dadurch, dass bei dem erfindungsgemäßen Versteifungssegment die Seitenflächen plane
axiale Seitenflächenabschnitte aufweisen, die winklig zueinander ausgerichtet sind,
lassen sich die Versteifungssegmente bei einer hohen Maßhaltigkeit sehr kostengünstig
herstellen, da die einander gegenüberliegenden Seitenflächen benachbarter Versteifungssegmente
nunmehr frei von bei einer hohen Maßhaltigkeit nur sehr aufwändig einzuhaltenden Krümmungen
sind. Durch die winklige Ausrichtung der Seitenflächenabschnitte lässt sich der spiralförmige
Verlauf der Seitenflächen entsprechend approximieren, ohne auf gekrümmte Flächen zurückgreifen
zu müssen.
[0010] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Figuren der
Zeichnung.
Es zeigen:
[0012]
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer Hohlraumauskleidung,
die eine Anzahl von Versteifungssegmentanordnungen mit erfindungsgemäßen Vesteifungssegmenten
aufweist,
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Ansicht ein Beispiel einer erfindungsgemäßen Versteifungssegmentanordnung
mit einer Anzahl von erfindungsgemäßen Versteifungssegmenten für einen Linearabschnitt,
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Versteifungssegments für eine Versteifungssegmentanordnung gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- in einer perspektivischen Ansicht ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemäßen Versteifungssegmentanordnung
mit einem beispielhaften Satz von erfindungsgemäßen Versteifungssegmenten für einen
Kurvenabschnitt und
- Fig. 5
- die Versteifungssegmentanordnung gemäß Fig. 4 in einer Explosionsansicht.
[0013] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einer sich in einer axialen Richtung
erstreckenden Tunnelauskleidung 1 als eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Hohlraumauskleidung
mit in axialer Richtung gerade Linearabschnitte 2 und in axialer Richtung gekrümmte
Kurvenabschnitte 3 bildenden Tübbinganordnungen als erfindungsgemäßen Versteifungssegmentanordnungen.
Jede Tübbinganordnung, die einen Linearabschnitt 2 bildet, verfügt über eine Anzahl
von identisch ausgebildeten Lineartübbingen 4 als erfindungsgemäße Versteifungssegmente.
Jede Tübbinganordnung, die einen Kurvenabschnitt 3 bildet, verfügt über wenigstens
einen Satz von jeweils unterschiedlich ausgebildeten Kurventübbingen 5 als erfindungsgemäße
Versteifungssegmente. Die Lineartübbinge 4 und die Kurventübbinge 5 sind in axialer
Richtung spiralförmig angeordnet, um die Tunnelauskleidung 1 zu bilden.
[0014] Fig. 2 stellt in einer perspektivischen Ansicht ein Beispiel einer erfindungsgemäßen
Tübbinganordnung mit einer Anzahl von beispielhaften Lineartübbingen 4 für einen Linearabschnitt
2 dar. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Lineartübbinge 4 mit einer radial außen
liegenden gekrümmten Außenfläche 6 sowie mit einer radial innen liegenden gekrümmten
Innenfläche 7 ausgebildet sind. Jeder Lineartübbing 4 ist mit zwei planen in Umfangsrichtung
weisenden Stirnflächen 8, 9 ausgebildet, die gleich dimensioniert und so schräg ausgerichtet
sind, so dass sich bei Aneinanderfügen von Lineartübbingen 4 eine spiralförmig um
die axiale Richtung umlaufende Anordnung der Lineartübbinge 4 entlang einer Geraden
ergibt.
[0015] Weiterhin weist jeder Lineartübbing 4 zwei axiale weisende Seitenflächen 10, 11,
die jeweils mit planen axial weisenden Seitenflächenabschnitten 12, 13; 14, 15 ausgebildet
sind, die jeweils an einer Stoßlinie 16, 17 aneinander grenzen. Aus Fig. 2 ist ersichtlich,
dass die Anzahl der sich über eine jeweils gleiche Winkelerstreckung erstreckenden
Seitenflächenabschnitte 12, 13; 14, 15 für jede Seitenfläche 10, 11 gerade ist und
dass die Lineartübbinge 4 in ihrem Krümmungsradius sowie ihrer Winkelerstreckung so
dimensioniert sind, dass in axialer Richtung aneinander grenzende Lineartübbinge 4
an jeweils zwei gegenüberliegenden Lineartübbingen 4 angrenzen, so dass T-Fugen ausgebildet
sind und sich in axialer Richtung aneinander grenzende Lineartübbinge 4 um die Hälfte
der Winkelerstreckung eines Lineartübbings 4 überdecken. Vorzugsweise weist für eine
besonders kostengünstige Herstellung jede Seitenfläche 10, 11 zwei Seitenflächenabschnitte
12, 13; 14, 15 auf, die sich jeweils über die Hälfte der Winkelerstreckung eines Lineartübbings
4 erstrecken.
[0016] Fig. 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel eines Lineartübbings
4 für eine Tübbinganordnung gemäß Fig. 2 zum Ausbilden eines Linearabschnittes 2.
Aus der Darstellung gemäß Fig. 3 ist deutlich ersichtlich, dass die planen axial weisenden
Seitenflächenabschnitte 12, 13; 14, 15 jeweils einer Seitenfläche 10, 11 jeweils winklig
zueinander ausgerichtet sind, wobei jeweils auf einer Seite der Stoßlinien 16, 17
einander gegenüberliegende erste Seitenflächenabschnitte 12, 14 und zweite Seitenflächenabschnitte
13, 15 parallel zueinander ausgerichtet sind, um die passgenaue spiralförmige Anordnung
der Lineartübbinge 4 in axialer Richtung entlang einer Geraden sicherzustellen. Die
Seitenflächenabschnitte 12, 13 einer Seitenfläche 10 sind gegenüber einer Ebene, die
an den im Übergangsbereich zwischen den Stirnflächen 8, 9 und der betreffenden Seitenfläche
10 ausgebildeten Kanten anliegt, in Richtung einer Mittelebene des Lineartübbings
4 abgewinkelt. Entsprechend sind die Seitenflächenabschnitte 14, 15 der anderen Seitenfläche
11 gegenüber einer Ebene, die an den im Übergangsbereich zwischen den Stirnflächen
8, 9 und der betreffenden Seitenfläche 11 ausgebildeten Kanten anliegt, von einer
Mittelebene des Lineartübbings 4 wegweisend abgewinkelt. Die Seitenflächenabschnitte
12, 13; 14, 15 sind weiterhin vorzugsweise gegenüber einer rechtwinklig zu der axialen
Richtung ausgerichteten Ebene geneigt.
[0017] Fig. 4 stellt in einer perspektivischen Ansicht ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemäßen
Tübbinganordnung mit einem beispielhaften Satz von erfindungsgemäßen Kurventübbingen
5 für einen Kurvenabschnitt 3 dar. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass innerhalb des
Satzes die Kurventübbinge 5 bei zu den Lineartübbingen 4 gemäß Fig. 3 identischer
Grundform mit gekrümmter Außenfläche 6, mit gekrümmter Innenfläche 7, mit planen in
Umfangsrichtung weisenden Stirnflächen 8, 9 sowie mit axial weisenden Seitenflächen
10, 11 mit planen axial weisenden Seitenflächenabschnitten 12, 13; 14, 15 in ihren
Abmessungen in axialer Richtung unterschiedlich ausgebildet sind. Dadurch ergibt sich
bei einem spiralförmigen Aneinanderfügen von Kurventübbingen 5 um eine Anzahl von
Windungen in axialer Richtung eine Krümmung. Dabei liegen die Stirnflächen 8, 9 der
in axialer Richtung randseitig liegenden Kurventübbinge 5 eines Satzes in einer sich
in der axialen Richtung erstreckenden Ebene.
[0018] Dabei ist der Satz an Kurventübbingen 5 so dimensioniert, dass nach bei diesem Ausführungsbeispiel
zwei Umläufen wieder Lineartübbinge 4 zum Fortsetzen der Tunnelauskleidung 1 mit einem
Linearabschnitt 2 oder ein weiterer Satz von Kurventübbingen 5 zum Verlängern des
Kurvenabschnittes 3 ansetzbar ist. In Verbindung mit Fig. 2 ist weiterhin ersichtlich,
dass in Abhängigkeit der Winkellage des in axialer Richtung letzten Lineartübbings
4 eines Linearabschnittes 2 festgelegt ist, welche räumliche Ausrichtung ein sich
anschließender Kurvenabschnitt 3 hat. Dadurch lassen sich in einfacher Art und Weise
mit einer verhältnismäßig niedrigen Anzahl von Tübbingen unterschiedlicher Abmessungen
in Gestalt von identisch ausgebildeten Lineartübbingen 4 und einem Satz von Kurventübbingen
5 mit jeweils unterschiedlichen Abmessungen Tunnelauskleidungen 1 in drei Dimensionen
herstellen.
[0019] Fig. 5 zeigt die Tübbinganordnung gemäß Fig. 4 in einer Explosionsansicht, in der
sich besonders deutlich erkennen lässt, dass ein in dem Kurvenabschnitt 3 bezüglich
der Krümmung radial innenseitig liegender Kurventübbing 5' in axialer Richtung eine
wesentlich geringere Abmessung als ein in dem Kurvenabschnitt 3 bezüglich der Krümmung
radial außenseitig liegender Kurventübbing 5" aufweist.
[0020] Es versteht sich, dass die vorgenannten erfindungsgemäßen Versteifungssegmente und
entsprechend auch die vorgenannten erfindungsgemäßen Versteifungssegmentanordnungen
sowie die vorgenannte erfindungsgemäße Hohlraumauskleidung nach entsprechender Anpassung
der Dimensionen auch zum Einsatz in Zusammenhang mit Schächten und einen Hohlraum
umschließenden oberirdischen Bauwerken einsetzbar sind.
1. Versteifungssegment für einen spiralförmig ausgekleideten Hohlraum mit einer gekrümmten
Außenfläche (6), mit einer gekrümmten Innenfläche (7), mit zwei in Umfangsrichtung
weisenden Stirnflächen (8, 9) und mit zwei axial weisenden Seitenflächen (10, 11),
dadurch gekennzeichnet, dass jede axial weisende Seitenfläche (10, 11) jeweils mit einer Anzahl von planen axial
weisenden Seitenflächenabschnitten (12, 13; 14, 15) ausgebildet ist und dass die Seitenflächenabschnitte
(12, 13; 14, 15) einer Seitenfläche (10, 11) winklig zueinander ausgerichtet sind.
2. Versteifungssegment nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Seitenfläche (10, 11) die Anzahl der Seitenflächenabschnitte (12, 13; 14,
15) gerade ist und dass sich die Seitenflächenabschnitte (12, 13; 14, 15) jeweils
über eine gleiche Winkelerstreckung erstrecken.
3. Versteifungssegment nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenfläche (10, 11) zwei Seitenflächenabschnitte (12, 13; 14, 15) aufweist.
4. Versteifungssegment nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius und die Winkelerstreckung des Versteifungssegments (4, 5) so
eingerichtet sind, dass in axialer Richtung aneinander grenzende Versteifungssegmente
(4, 5) an jeweils zwei Versteifungssegmenten (4, 5) angrenzen.
5. Versteifungssegment nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächenabschnitte (12, 13; 14, 15) gegenüber einer rechtwinklig zu der
axialen Richtung ausgerichteten Ebene geneigt sind.
6. Versteifungssegmentanordnung mit einer Anzahl von Versteifungssegmenten (4) nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Versteifungssegment (4) gleich dimensioniert ist und dass die auf der gleichen
Seite einer Stoßlinie (16, 17) liegenden Seitenflächenabschnitte (12, 14; 13, 15)
verschiedener Seitenflächen (10, 11) parallel zueinander ausgerichtet sind.
7. Versteifungssegmentanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungssegmente (4) so dimensioniert sind, dass nach einer spiralförmigen
Anordnung einer vorbestimmten Anzahl von Versteifungssegmenten (4) die randseitigen
Versteifungssegmente (4) einer Windung mit einer halben Winkelerstreckung eines Versteifungssegments
(4) überlappen.
8. Versteifungssegmentanordnung mit einer Anzahl von Versteifungssegmenten (5) nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von einen Satz bildenden Versteifungssegmenten (5) in der winkligen Ausrichtung
der Seitenflächenabschnitte (12, 13; 14, 15) und der Erstreckung in der axialen Richtung
so verschieden dimensioniert sind, das nach einer spiralförmigen Anordnung von Versteifungssegmenten
(5) wenigstens zwei Windungen mit einer Krümmung der Versteifungssegmentanordnung
(3) in axialer Richtung fertig gestellt sind.
9. Versteifungssegmentanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen (8, 9) der in axialer Richtung randseitig liegenden Versteifungssegmente
(5) eines Satzes in einer sich in der axialen Richtung erstreckenden Ebene liegen.
10. Hohlraumauskleidung mit einer Abfolge von Versteifungssegmentanordnungen gemäß einem
der Ansprüche 6 oder 7 und Versteifungssegmentanordnungen gemäß einem der Ansprüche
8 oder 9.